15. Juli 2019

Und nun also:



Gehabt Euch wohl, wir lesen uns Ende August wieder, 
denke ich - mal schauen, wie sich die Ferienfaulheit festsetzt...

Habt eine schöne Zeit und genießt sie
nach Kräften - Sommer ist nur einmal im Jahr ♥


12. Juli 2019

Sommer. Rückblick und Ausblick.

Nach der letztjährigen Sommerpause hatte ich einen kleinen Rückblick geschrieben,
der es aber aus nicht mehr rekonstruierbaren Gründen nie bis zur Veröffentlichung
geschafft hat. Man muss nicht immer alles verstehen ;-)
Da er aber auch immer noch eine schöne Erinnerung ist, gibt es ihn eben jetzt -
verbunden mit einem Ausblick auf den anstehenden Sommer....


Wir sind im Urlaub gewesen. Ganz zu Beginn der Ferien, in Griechenland, Kroatien und Italien.
Bei tollstem Sonnenschein und noch einigermaßen moderaten Temperaturen, 
so dass wir wirklich viel gesehen haben.


Meine beiden Schwestern haben geheiratet. Die eine Hochzeit haben wir unglücklicherweise wegen unseres ausnahmsweise mal gar nicht flexibel planbaren Urlaubs (SO typisch!) verpasst, aber immerhin wurden wir ausreichend durch Bilder beteiligt. Die andere war wirklich sehr, sehr schön.
Ich habe jetzt also zwei verheiratete Schwestern. Beide haben ein Kind. Ich bin damit offiziell alt, soviel ist mal klar. Immerhin war ich 16, als meine erste Schwester auf die Welt kam *humpf*


Wir haben ein halbes Weltmeer im Garten vergossen, sonst wäre uns unsere Ernte vermutlich komplett vertrocknet. Wir sind hier ja wirklich Kummer gewohnt, was fiese Trockenperioden angeht, aber das hier war (und ist ja immer noch) echt krass. Vorteil aber: wir haben mindestens drei Monate lang nicht Rasenmähen müssen :-p


Auf der anderen Seite gab es aber auch ein paar heftige Gewitterstürme, von denen
einer turnusgemäß wieder unsere Gartenwohnung unter Wasser gesetzt hat.
Ich bin's so leid, ich mauere die Butze bald einfach zu.


Wir haben das Schlafzimmer renoviert, an ein paar nicht ganz so heißen Tagen.
Gab ja nicht so viele.


Die Kinder haben im Schweiße ihrers Angesichts einen Teil des Gemüsegartens (hauptsächlich den Kartoffelacker) hinter dem Bauernzaun und der Buchsbaumhecke gerodet und planiert. Wir Eltern haben uns nach Jahren nämlich breitschlagen lassen, endlich einen Pool anzuschaffen - eben unter der Bedingung, dass die Kinder den Platz schaffen und man das hässliche Teil möglichst wenig sieht.
Ist gelungen und die Kinder sind glücklich.


Wir haben die Missi am Gymnasium eingeschult. Die ersten vier Wochen waren wahnsinnig anstrengend, aber auch wirklich schön. Sie fühlt sich wohl (immer noch!) und hat nette Lehrer erwischt. Wir kompensierten die anstrengenden Vormittage anfangs mit viel Flausch am Nachmittag und maximal reduzierten Terminen. Es gab einen ersten Elternabend, nach dem ich mir wünschte, dass es auch mein letzter in dieser Klasse gewesen sein würde. Regretting motherhood -
 nicht wegen der Lehrer, sondern wegen anderer Eltern. Ich glaube jetzt alle Horrorgeschichten, die ich im Netz jemals über solche Veranstaltungen gelesen habe.
Die armen Lehrer, echt jetzt mal!


Ich habe einen dicken Stapel Bücher weggelesen, die meisten davon im Garten.
Die restlichen auf dem Meer, im Auto und diversen Wartezimmern.


Wir haben so viele Mirabellen gegessen wie seit Jahren nicht mehr
und unzählige Male gegrillt.


Wir haben mit vereinten Kräften gegen den Buchsbaumzünsler gekämpft,
denn ich war noch nicht gewillt, unsere wunderbaren, hart herangezogenen Hecken
kampflos aufzugeben. Mistviecher.

Und in diesem Jahr?

Erstmal wieder Urlaub. Mit dem Wohnmobil. Sogar die Große
kommt nochmal mit, es ist kaum zu glauben.

Das Schuljahr ist vorbei. Die Missi hat ihr erstes Jahr an der neuen Schule mit
Bravour gemeistert. Die Große hat ihre Leistungskurse gewählt und wird
also ab August in der Oberstufe die letzten zweieinhalb Jahre bis zum Abitur antreten.
Gerade mistet sie die Mittelstufe aus ihren Schubladen.
Kurz vor den Ferien gab es nochmal einen Elternabend, der mich
ein wenig mit der Elternschaft versöhnt hat. Sie sind nicht alle irre.
Vielleicht hat sich auch einfach die erste Aufregung gelegt.
Ich hoffe es sehr.

Wir gießen uns schon wieder einen Wolf, die Wintermonate haben die grundsätzliche
Trockenheit nicht beheben können. Aber immerhin, bis jetzt reichen dazu noch unsere
Regenwasservorräte, das ist ein Fortschritt.

Kein Hochwasser bis jetzt. *aufholzklopf
Der erste hochwasserfreie Juni seit drei oder vier Jahren.

Der Pool ist immer noch rege in Gebrauch (also bei den Kindern, mich reizt Wasser
ja mehr so von außen) und die neue, heiße Gerätschaft des 2019er Sommers ist
eine Eismaschine. Man muss sich ja an die Gegebenheiten anpassen.
Endlich nicht mehr auf das langweilige "Laktosefrei hätten wir Schoko- oder Vanille"-
Einerlei aus dem Supermarkt angewiesen sein, hurra!

Mein persönlicher Plan für die Sommerferien ist Lesen, Lesen, Lesen.
Am liebsten im Garten. Ein dicker Stapel wartet auf mich.

Außerdem möchte ich mir noch das ein oder andere Kleid nähen, das
müsste zu schaffen sein.

Renovieren würden wir auch gerne wieder ein bisschen, allerdings heißen
die beiden nächsten Projekte entweder Treppenhaus oder Bad und wir können
uns kaum entscheiden, auf welches wir weniger Lust haben....
Also wirklich so ü-ber-hau-pt keine Lust.

Das Tollste an der Gartenfront: wir haben uns unsere
Buchsbäume zurückerobert! Über den Winter sahen sie wirklich schlimm aus,
so radikal gestutzt und kahl, aber dank eines überaus wachstumsfördenden
Frühjahrs, diversen Pülverchen und regelmäßiger (insektenfreundlicher!)
Biokampfstoffe sind sie wieder raupenfrei...

Eigentlich standen in den Sommermonaten auch noch eine Hochzeit und
eine Taufe an, die uns nach Ungarn und Berlin geführt hätten, aber die
sind nun beide auf nächstes Jahr verschoben. Vielleicht gönnen wir uns
stattdessen nochmal ein paar entspannte Tage in Holland, das geht immer ;-)

Langweilig wird uns jedenfalls nicht werden bis zum Herbst.
Ich freue mich drauf!

8. Juli 2019

Heidelbeerkuchen - endlich notiert!

Als wir neulich in der Nachbarschaft zur Erstkommunion eingeladen waren,
wünschte sich das Kommunionkind von mir "diesen Kuchen, den Du mir zu meinem
fünften Geburstag gebacken hast!" Das ist zwar vier Jahre her, hat sich aber offenbar
nachhaltig eingebrannt - bei ihm zumindest, ich hatte nicht den Hauch einer
Idee *ggg* Zum Glück existierte noch ein Foto!
Aber auch dann musste ich noch lange in meinen Rezeptesammlungen wühlen,
denn ich wusste nur noch, dass ich den Kuchen damals im Sommer während einer akuten
Heidelbeerschwemme spontan aus mehreren Rezepten zusammengewürfelt hatte.

Das Ergebnis kam dem Prototypen zumindest sehr, sehr nahe und
da er uns mindestens so gut schmeckte wie damals dem
Geburtstagskind, habe ich diesmal direkt mitgeschrieben - für die Zukunft.


Der Boden ist meinem Eierlikörkuchenrezept entlehnt und verzichtet komplett auf Mehl:
100 Gramm dunkle Schokolade kleinhacken, den Ofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Fünf Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen.
80 Gramm Butter oder Margarine mit 100 Gramm Zucker und den fünf Eigelb schaumig 
schlagen. Die Schokolade zusammen mit 200 Gramm gemahlenen Mandeln, 3 TL Backpulver
und 3 EL Wasser unter die Zuckermasse rühren. Das Eiweiß unter den Teig heben.
Eine Springform fetten und den Boden mehlen oder mit Backpapier auslegen.
Den Teig in die Springform füllen und etwa 50 Minuten lang auf der 
untersten Schiene backen (Stäbchenprobe).
Aus dem Ofen nehmen und auf einem Rost vollständig auskühlen lassen.


Für die Füllung habe ich etwa 400 Gramm Heidelbeeren genommen - das kommt auch ein
wenig darauf an, ob ich später noch welche zum Dekorieren brauche ;-)

200 Gramm der Heidelbeeren mit 100 Gramm Zucker pürieren.
500 Gramm Magerquark mit dem Saft einer halben Zitrone und 
zwei Päckchen Gelatine-Fix verrühren (oder einer vergleichbaren Geliermittel-
Alternative. Ich mag das Fix, weil man das einfach wie Sahnesteif unterrühren kann.)
Einen Becher Sahne steifschlagen, weitere 150-200 Gramm Heidelbeeren halbieren.
Beides unter die Quarkmasse heben.


Den Kuchenboden mit einem Tortenring umschließen und die 
Heidelbeermasse darauf verteilen und glattstreichen.
Auf Wunsch mit den restlichen Heidelbeeren dekorieren (hier war es
dem Kommunionthema entsprechend ein Christenfisch, man kann aber auch
ganz wunderbar Zahlen oder Buchstaben legen ;-)
Den Kuchen möglichst über Nacht kaltstellen, Tortenring lösen, aufessen.

Guten Appetit 

2. Juli 2019

Mein insta-Wochenende in Holland

Fast schon traditionell verbringen wir ja das lange Fronleichnams-Wochenende in
Holland - zur Not auch dann, wenn dieser Termin nur noch eine
Woche vom Beginn der Sommerferien entfernt ist ;-)


Diesmal sind wir allerdings erst freitags gefahren, weil die Große donnerstags den
letzten Tag ihres 10er-Abschlusszeltens nicht verpassen wollte - konnten
aber dafür bis montags bleiben, weil beide Kinder schulfrei hatten.
Unsere Zelten hatten wir wieder im Lieblingshotel in Leiden
aufgeschlagen. Von dort ist es auch nicht weit ans Meer und es war
wirklich, wirklich wunderbarstes Strandwetter.


Auf Wunsch der Kinder (Shoppen! Bötchen fahren!) waren wir dieses Jahr auch mal 
wieder in Amsterdam, wo es erstaunlich wenig überfüllt zuging.
Und nach diversen Besuchen haben wir diesmal auch endlich eine praktische, 
weil zentrale und vergleichsweise günstige, Parkmöglichkeit gefunden.
Heureka!


Wir sind weit über 20.000 Schritte durch die Stadt gelaufen, anderthalb Stunden über die 
Grachten geschippert und waren erstaunlicherweise kein bisschen platt.
Amsterdam kann das.
Abends sind wir sogar extra noch nach Zaandam gefahren, um dieses abgefahrene,
verschachtelte Hotel anzugucken, das ich schon immer mal in echt sehen
wollte, seit ich es irgendwann mal auf einem Foto entdeckte.
Hat sich auch wirklich gelohnt!


Und auch in Leiden selbst waren wir natürlich wieder ausgiebig unterwegs.
Dort kennen wir die schönsten Ecken, die beste Pizza und die leckersten
Pfannkuchen, ohne suchen zu müssen, das ist auch mal herrlich entspannend.
Überhaupt gibt es wenige Gegenden auf der Welt, die mich mehr
erden und entschleunigen als Holland - ich komme einfach
immer wieder gerne dorthin zurück 

29. Juni 2019

Urlaubstasche

Eigentlich nähe ich mir ja fast jedes Jahr eine neue
Tasche für den Urlaub, immer auf meine aktuellen
Bedürfnisse zugeschnitten - und/oder auch auf die des jeweils zu
besuchenden Landes ;-)


In diesem Jahr waren die Kriterien klein (damit ich gar nicht in Versuchung komme, 
mehr als das absolut nötige mitzunehmen, mein Rücken dankt es, außerdem
sind die Kinder inzwischen wirklich alt genug, ihren Krempel
selbst zu schleppen), quer/vorne zu tragen damit diebstahloptimiert (da 
viele Städte auf dem vorläufigen Plan stehen) und leicht.
All das traf auf auf die Hip Bag der Initiative Handarbeit zu, über die
ich in letzter Zeit unter #machdeinding2019 schon häufiger gestolpert war.


Die Form gefiel mir super, die Größe schien perfekt und dieses neue Ding,
die Gürteltaschen quer über Brust oder Rücken zu tragen, kommt mir ja sehr entgegen.
Da kann man zur Not auch mal noch den schmerzenden Bandscheiben-Arm drin ablegen *g*
Zugunsten von etwas mehr Stauraum habe ich die seitlichen Abnäher weggelassen
und die Innentasche entsprechend genauso groß genäht wie die Außentasche.
Ansonsten alles unverändert.


Das knallblaue Fischgrät hatte ich ursprünglich für einen Rock gekauft, 
aber nach eingehender Prüfung reicht es nun für die Tasche UND
einen Rock ;-) Weil es farblich so gut passte, habe ich für den Zipper
eines meiner Statement-Armbändchen geopfert.
Für "Kein Bock auf Nazis" ist einfach überall der richtige Platz, 
auch und besonders auf Urlaubs-Gürteltaschen.


Ich habe die Tasche schon ein langes, sonnig-heißes Wochenende in Holland 
probegetragen und war schwer begeistert. Es passt dann doch erstaunlich 
viel hinein (Handy, Geldbeutel, Sonnencreme, Feuchttücher, Sonnenbrille, Stofftasche 
für Spontankäufe), hängt super bequem und wird nicht lästig...

Eine zweite liegt schon halbfertig hier, diesmal für die Missi,
die im heißen Süden auch keine Lust auf Rucksackschlepperei
hat, wie sie schon deutlich kommunizierte. Zum Glück hat sie ja jetzt
Ferien, da kann sie beim Nähen helfen!

26. Juni 2019

Reste-Lätzchen

Und noch ein Lätzchen!
Für das EssDress, das ich hier genäht habe,
habe ich ein Reststück Frottee aus den Siebzigerjahren ("des letzten
Jahrhunderts" muss man ja nun eigentlich immer dazu schreiben, wah!)
geopfert. Schweren Herzens, muss ich sagen...


Allerdings hat sich das Ergebnis wirklich gelohnt, ich liebe
dieses Muster sehr und wunderbar saugfähig ist es so natürlich auch.
(Auch dieses ist gedoppelt, die Rückseite bildet ein rosa
Baunwollstoff mit Blümchen. Müsst Ihr jetzt so glauben ;-)


Am zeitaufwändigsten war es am Ende übrigens, am Halsausschnitt die Spitzenborte
vom Schrägband abzutrennen - ich fand die so hübsch, dachte dann aber,
am Hals wäre es eventuell ohne doch deutlich bequemer.
Tja, ist halt doch schon ein Weilchen her, dass ich so kleine
Kinder hatte....

20. Juni 2019

Am Wegesrand

Beim Spazierengehen entdeckt:


Ich habe keine Ahnung, wohin diese alte Tür in der verwitterten Backsteinmauer
führt, bin mir aber relativ sicher, auch schon mal auf der anderen Seite
gestanden zu haben - in diesem Haus wohnten nämlich meine Urgroßeltern,
die Eltern meines Opas, die ich beide noch kennenlernen durfte.
Sie starben so um meine Einschulung herum und so habe ich noch
wenige, aber intensive Erinnerungen an dieses Haus - vor allem an die
Stube, in der Sessel standen mit Korbgeflecht an den Armlehnen, wo man herrlich
die Finger drin verknoten konnte. Und an meine Uroma, die immer schwarze Kleider
oder Kittelschürzen und ein Kopftuch trug - und die nicht nur Schifferklavier spielen,
sondern auch ganz fantastisch singen konnte.
Irgendwo in unseren Kisten in der Gartenwohnung muss es sogar noch eine Kassette
mit Aufnahmen davon geben.

Jetzt sind sie plötzlich wieder ganz präsent, diese Erinnerungen.
Wegen einer Tür am Wegesrand.
Und ich glaube, ich würde gerne nochmal in dieses Haus gehen...

17. Juni 2019

Lätzchen kann man nie genug haben!

Also zumindest, wenn man Kinder im lätzchenfähigen Alter hat.
Wobei... hm. Wenn ich mich hier so umgucke, bin ich mir gar nicht so sicher,
wann dieses Alter eigentlich endet. (Und dabei nehme ich mich
selbst keineswegs aus ;-)

Es folgt Werbung - völlig und total unbezahlt.
Für ein freebook nämlich.


Aber nun - aus den klassischen Latzgrößen sind wir jedenfalls alle zweifellos 
rausgewachsen, aber es gibt ja gerade wirklich genug 
Kleinkinder zu benähen hier...
Deswegen habe ich auch gleich begeistert mit dem Finger geschnipst,
als es galt, das EssDress von Heidewitzka probezunähen.


Mir hatte es nämlich besonders der überlappende Ausschnitt angetan,
mit dem der Latz blitzschnell an und ausgezogen ist.
Zur Not sogar einhändig, habe ich mir zutragen lassen ;-)
Außerdem war es DIE Gelegenheit, meine Schrägbandvorräte mal
ein wenig zu dezimieren! Deswegen orientierte sich diesmal die 
Stoffauswahl auch an den Schrägbändern, statt umgekehrt...


Hier habe ich die Reste zweier alter Kinder-Bettwäschen vernäht, kombiniert
mit rotem Pünktchenstoff. Das Lätzchen kann nämlich doppellagig genäht werden.
Wer es noch saugfähiger mag, nimmt für die Rückseite dünnes Frottee oder,
das werde ich Euch auch noch zeigen, einfach ein altes Handtuch.
Da reicht dann allerdings eine Lage ;-)

Das EssDress ist trotz Schrägbandeinfassung schnell genäht, deswegen
habe ich auch gleich noch ein paar hinterhergeschoben.
Das Schnittmuster findet Ihr hier bei farbenmix,
wunderbarerweise sogar als freebook.
Tausend Dank dafür!

Und vielen Dank, dass ich Probenähen durfte 

12. Juni 2019

12 von 12 { Jun 2019 }

Am 12. des Monats macht man zwölf aussagekräftige Bilder von seinem Tag -
so funktioniert 12 von 12
Wer dieses Spielchen allmonatlich gerne mitmacht, seht Ihr wie immer
  hier bei Caro in der Liste.


Der Tag beginnt wie fast immer mit dem Gießen des Balkongemüses.
Das heißt hier alles so, auch wenn es Obst oder Blumen sind ;-)
Es sieht zwar nach Regen aus, aber da wir über den Balkon ein 
Sonnensegel gespannt haben, hilft uns das nur bedingt weiter.
Seit dem heißen Endlossommer letztes Jahr speisen wir quasi den kompletten
Balkon-Gießbedarf aus unserem Küchenbrauchwasser, also dem, was wir zum
Beispiel beim Salatwaschen oder ähnlichem auffangen.
Klappt super.


Frühstück mit der Missi, in der Regel teilen wir uns die Zeitung.
Die Große kommt eher immer kurz vor knapp.


Da ist er, der Regen.
Hilft nix, ich muss trotzdem raus.
Bäh.


Ich habe nämlich einen Friseurtermin.
Mag ich nur so mittel, eigentlich eher gar nicht, aber was wirklich immer
sensationell ist: die Kopfmassage bei der Haarwäsche.
Ich ergebe mich also meinem Schicksal und plane derweil im Kopf
ein wenig am Sommerurlaub rum....


Kurzer Abstecher nach Hause, dann sammle ich die Tochtergesellschaft 
an der Schule ein. Vor der nächsten Chaoten-Schulwoche (immerhin
eine ganz kurze und überhaupt schon die vorletzte vor den Ferien :-)
müssen wir nämlich noch ein bisschen was erledigen.


Ein bisschen was zum Beispiel, das mit Jogginghosen fürs Zehner-Abschlusszelten
und roten T-Shirts für den Sporttag zu tun hat. *augenverdreh
Und da es aus absolut nicht nachvollziehbaren Gründen hier keinen Klamottenschweden
 mehr gibt, müssen wir dafür nach Luxemburg.
Hartes Schicksal ;-)


Erst mal Essen fassen.
Normalerweise ist dort ganz fest Pizzaessen gebucht, aber da wir gerade pünktlich
zum Mittagspausenwechsel im Bankenviertel aufschlagen, ist dort kein
Durchkommen, und leider auch nicht im leckeren Bagelladen.
Also Fastfood, aber immerhin französisches.
(Löblich: seit wir zum letzten Mal dort waren, haben sie immerhin
die Plastikdeckel und die Strohhalme abgeschafft...)


Der Klamottenschwede dort ist standortbedingt sehr, sehr businesslastig
(neben gefühlt tausend Banken auch noch viel EU-Administration ;-)
Für eine Leggings und ein rotes Shirt reicht es aber trotzdem.
Unter anderem. Ich hasse shoppen.
Die Kinder können grundsätzlich alles brauchen und ich 
finde eh nichts...
 (Wobei, doch. In der Kasseschlange bewunderte
ich auf den riesigen, großformatigen Schwarzweißfotos hinter der Kasse
einen sensationell schönen Schlapphut *schmacht
Als ich mich nach dem Bezahlen umdrehte, lag genau der dann tatsächlich
hinter mir im Regal. Die Kinder fanden ihn aber erwartungsgemäß fürchterlich
und auf erneutes Anstehen hatte ich auch keine Lust.
Falls es den die Tage allerdings in Holland auch noch gibt, 
dann isser fällig ;-)


Auf dem Rückweg noch Tanken,
wo wir schon mal da waren.
(Merke: Klamotten wie hier, sonst alles teurer,
aber Kraftstoff deutlich billiger. Ok, Kaffee, Kippen und Alkohol
auch, aber das tangiert uns nicht so...)


Zuhause erst mal eine wenigstens kleine Spazierrunde 
für den Rücken. Das Wetter hat sich um hundert Prozent gebessert,
schaut so aus, als hätten wir die Schafskälte nun endlich hinter uns.


Also erst mal den Pool keschern, Pumpe anwerfen und Wasser testen.
Normalerweise ein Job, der fest an die Kinder delegiert ist, 
aber die machen nun endlich mal Hausaufgaben.


 Abends noch ein Ründchen Bügelwäsche und Fernsehgucken mit dem Mann,
jetzt Feierabend, Buch und Bett, hurra!

5. Juni 2019

Tagebuchbloggen { 5. Juni 2019 }

"Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"

Frau Brüllen fragt das an jedem fünften Tag des Monats und wer mag, schreibt fleißig mit.
Die übrigen WMDEDGT?-Einträge findet Ihr wie immer hier.

Irgendwann so kurz nach zwei: Ich werde wach, weil es irgendwo donnert.
Weit weg jedenfalls. Mein höchstsensibilisiertes Hochwasserradar schlägt natürlich
trotzdem sofort an. Ich liege, lausche und nix tut sich. Fernes Grollen, sehr gelegentlich
und nicht näher kommend. Ich döse wieder ein.

Vermutlich zwei Minuten später: Es tröpfelt. Da alle Fenster und Türen sperrangelweit
aufstehen, unüberhörbar. Für mich, die Restfamilie schläft tief und fest.
Ich erhebe mich also mangels Alternativen und schließe wenigstens die Dachfenster
im Bad und über den Betten der Kinder. In dem Moment, wo ich das letzte
schließe, hört das Tröpfeln wieder auf. Eh klar.
Zurück ins Bett, totale Stille genießen, einschlafen.

5.40 Uhr: Vor dem Wecker weckt mich das Vogelkonzert draußen.
Gab scheinbar doch kein Gewitter.
Ich bleibe noch ein wenig liegen, dann stehe ich auf und reiße als
erste Tat wieder alle Fenster auf.
Dann erster (Getreide-)Kaffee auf dem Balkon.
Heute habe ich Zeit, denn alle Kinder möchten den späten Schulbus nehmen...

6.15 Uhr: Die Wecker der Kinder klingeln.
Ich reiße auch dort die Fenster auf und schließe auf der anderen Seite
die ersten, wo nun die Sonne über den Berg steigt.
Es ist schon ganz schön warm...

6.45 Uhr: Pausenbrotboxen, Frühstück vorbereiten, Turnbeutel
für die Missi suchen, die heute mit der Klasse spazieren geht.
Es ist Fahrtenwoche, dementsprechend wenige Lehrer*innen sind da
und der Vertretungsplan ist, äh ..... kreativ ;-)

7 Uhr: Beide Kinder sitzen beim Frühstück. Die Große ist nur
sehr mäßig begeistert, dass die Missi auch noch hier sitzt. Die ist
nämlich eine Lerche und unterhält den ganzen Tisch, ganz im Gegensatz zu
ihrer großen Schwester. Die ist grenzwertig genervt und es wird nicht
besser dadurch, dass jetzt auch noch der Mann erscheint.
Schlimme Zumutungen hier am frühen Morgen schon....

7.30 Uhr: Alle aus dem Haus, Müsli und Kaffee für mich.
Und die Zeitung natürlich. Danach will ich mich ein wenig
durch meine Blogroll lesen, aber kaum sitze ich im Sessel, beginnt es wieder zu
tröpfeln. Also alle Fenster schließen, dann schnell den Rest Wäsche
wegbügeln. Danach duschen, anziehen und eine klitzekleine
Aufräumrunde durchs Haus.

9 Uhr. Werkstattzeit.
Wenigstens ein Minibisschen, denn es ist Fahrtenwoche und der
Vertretungsplan..... siehe oben. Jedenfalls hat die Große schon um
viertel nach elf wieder frei. Also schnell was wegarbeiten und ein
weiteres Sommershirt zuschneiden. Ich brauche dringend ein paar
neue Klamotten!

10.30 Uhr: Aufbruch. Ich besorge neue Kartuschen für den Wassersprudler,
der Verbrauch steigt doch sprunghaft bei den Temperaturen.
Eigentlich wollte ich auch noch Erdbeeren pflücken gehen, aber dafür
reicht die Zeit nicht mehr. Morgen dann, wenn sie bis dahin  nicht
ersoffen sind (die Unwetterwarnung für die kommende Nacht ist
schon eingetrudelt). Jetzt nur noch Post und dann um...

11.15 Uhr: ... die Große abholen. Liegt auf dem Weg und dann
muss sie nicht eine halbe Stunde auf den Bus warten. Sie braucht noch
neue Blöcke, also fahren wir auch noch rasch im Schreibwarenladen vorbei.

11.30 Uhr: Zuhause.
Post sichten, Essen vorbereiten.
Da Hitze hier im Haus noch niemals jemandem den Appetit verdorben hat,
gibt es schnelle Käsespätze (Spätzle kochen, bisschen Butter und Zwiebeln oder Schinken
in einer Pfanne andünsten, Spätzle dazu, mit Milch ablöschen und geriebenen Käse
unterrühren, salzen und pfeffern, fertig) mit Salat aus dem Garten für die Große,
gebratenem Gemüse für mich und ohne alles für die Missi später.

12.30 Uhr: Die Große und ich essen auf dem Balkon.
Zwischendrin immer wieder Nachrichten von der Missi, die offenbar auch schon
frei oder zumindest keinen Unterricht mehr hat und ihren Nachmittag plant.

13 Uhr: Die Missi ist zuhause, isst ebenfalls und unterbreitet ihre Pläne im
Detail. Sie möchte mit zwei Freundinnen ins Freibad und die Tatsache, dass
sie später noch einen Termin beim Osteopathen/Orthopäden hat, stört
sie dabei kein bisschen. Es stellt sich dann allerdings heraus, dass auch ihre
Freundinnen nur so mittelgut können heute und die Idee zerschlägt sich.
Puh. Schwimmbäder sind ja echt mein Kryptonit.

14 Uhr: Die Große chillt im Garten und hat den Pool aufgedeckt,
irgendwann kommt die Missi dazu. Irgendwie herrscht schon
ziemliches Ferienfeeling. Hausaufgaben hat hier jedenfalls niemand auf.
Eigentlich müsste die Tage auch mal Notenschluss sein, dann ist eh
alles gelaufen... Ich räume noch ein wenig im Haus und koordiniere
Termine mit dem Mann, dann schnappe ich mir mein Buch und
lege auch die Füße hoch. Man muss das Wetter nutzen!
Irgendwann beginnt es wieder zu tröpfeln, aber so sacht und warm, dass es
weder im Pool noch unterm Schirm irgendwie stört...

15.30 Uhr: Die Missi ist trockengelegt und abfahrbereit.
Die Große entscheidet sich, zuhause zu bleiben und bekommt Instruktionen
bezüglich eventuell aufziehender Gewitter. Allerdings verschieben die sich
im Moment immer weiter in die Nacht. Toll :-p

16 Uhr: Pünktlich beim Osteopathen, der das ordentlich gewachsene und dabei
wieder völlig aus der Statik geratene Kind gerade rückt.


16.30 Uhr: Da wir eh schon in der Stadt und schnell fertig sind, bringen wir noch die 
aussortierten Medikamente, die seit Tagen im Kofferraum rumfliegen, zum Wertstoffhof.
Gleich nebenan ist die Pferdeklinik, wo seit mittlerweile über drei Wochen das Pflegepferd der
Missi steht, das wir natürlich auch besuchen. Das freut sich immer ganz arg, wenn seine Missi 
zum Kraulen und Spazierengehen vorbeikommt - und ich glaube, beide sehnen sich sehr
nach der heimischen Koppel (auch wenn es hier ganz hübsch ist und die Leute wahnsinnig nett).
Drückt dem Schätzchen mal die Daumen, dass es da nochmal rauskommt, das hätte es 
nämlich wirklich verdient... (Es wurde gebissen, ganz blöd am Widerrist, Entzündung, OPs und 
nun aufgrund des Alters und paar Vorerkrankungen, ganz miese Wundheilung. Sieht nur so
mittelgut aus :( ÜberflüssigerScheixx, echt. 
Und ich habe die große Freude, jetzt regelmäßig Blutegel bei der Arbeit zu
sehen, Tierärzte in weißen, blutverschmierten Gummistiefeln und eine Wunde, die bis
auf den Knochen geht *örks* Aber man wächst ja mit seinen Aufgaben oder so....)

17.30 Uhr: Auf dem Weg liegt zuuuuufällig auch noch das Geschäft, um 
das die Missi schon seit Wochen virtuell herumschleicht. Ein PferdeFACHgeschäft,
so ganz in echt und gar nicht online. Zum Anfassen!
Heute hat es endlich mal noch auf, wir drehen eine ausgiebige Erkundigungsrunde
und verlassen den Laden mit einer neuen, deutlich größeren Putzkiste,
die erstaunlich günstig war und einer weiteren Kardätsche. Kann man 
scheinbar nicht genug von haben. Die Missi ist selig und hat im Übrigen 
alles selbst bezahlt.

18 Uhr: Auf dem Rückweg finden wir noch eine offene Apotheke und
erstehen ein Allergiespray für die Große. Wieder zuhause steht für die Missi
Duschen, Aufräumen und Schultasche packen auf dem Programm, die Große
leistet mir bei der Abendessenvorbereitung Gesellschaft, indem sie sich auf dem Balkon
(immerhin!) die Fingernägel lackiert und mit mir plaudert.

19 Uhr: Der Mann kommt, macht Salat und die Große spontan noch Tomate/Mozzarella.
Wir essen draußen und planen derweil das nächste Burgeressen am Wochenende.
Wir sind gerade im Flow und so schreibt sich der Einkaufszettel fast von alleine.
Die Große räumt ab, Mann und Missi spielen noch Federball.
Wir entscheiden uns gegen das allabendliche Gießen, womit eigentlich schon
klar ist, dass der angekündigte Gewitterregen in der Nacht bestimmt ausfallen wird ;-)
Sicherheitshalber kontrollieren wir aber doch noch mal die Sandsäcke vor der
Kellertür und im Gartenbad. Alle unsere bisherigen Hochwasser waren im Juni,
ich werde sicher fantastisch schlafen heute nacht...

20 Uhr: Garten aufräumen, Duschen, Feierabend.
Couch und Buch/Laptop bei weit geöffneter Balkontür.
Die Vögel zwitschern, der Kuckuck kuckuckt und irgendwo in der
Nachbarschaft(!?) wiehern Pferde. Ich liebe, liebe, liebe den Sommer!
Gewitter hin oder her.
(Ein Blick nach draußen offenbart aktuell einen schwarzen Himmel und
 wildes Wetterleuchten über Frankreich.)

22 Uhr: Die Missi und ich stehen in ihrem dunklen Zimmer auf dem Bett
und spotten aus dem offenen Dachfenster die beachtlichen Blitze über
Frankreich, die sich mittlerweile immer öfter aus dem Wetterleuchten lösen.
Spektakulär!
Schlaf wird überbewertet.
Die Große macht nebenan Hausaufgaben (aha, jetzt doch!), der
Mann vergleicht Wetterseiten. Scheint ja noch zu dauern hier.

22.45 Uhr: Ok, jetzt sind die Blitze hier angekommen.
Wilder Sturm und mäßiger Regen.
Wäre für zügige Abwicklung, würde jetzt nämlich wirklich gerne schlafen....

23 Uhr: Mörder-Gewitter.
Sturm, Regen und fast ununterbrochen Blitze. Dabei hat das Unwetter eigentlich
extrem abgedreht und wir erwischen gerade noch so den Rand.
Der Mann guckt, ob das Sonnensegel überm Balkon nicht wegfliegt,
ich sitze mit dem Kindle am tiefen Schlafzimmerfenster und beobachte
scharf den Gully an der Straße und die sandsackbewehrte Kellertür
tief unter mir. Aber es regnet zwar heftig, aber nicht zu heftig.

Mitternacht: Wir sind ins Bett umgezogen, draußen wird es langsam ruhiger.
Irgendwann Schlaf. Tag vorbei.

30. Mai 2019

Unser oberleckeres Zwiebel-Chutney

Seit vielen Jahren unser absolutes Must-Have zum Grillen -
nicht nur, aber da besonders ;-)
Und in diesem Jahr dann auch endlich mal mit Rezept,
so zum Start der neuen Grillsaison (zum offiziellen Start, muss man sagen,
denn natürlich haben wir die warmen Tage der letzten Monate auch schon
für das ein oder andere Feuerchen genutzt ;-)
Dieses simple Chutney passt zu Fleisch, zum Gillkäse und ganz besonders auch auf Burger,
ist schnell gemacht und hält sich ein ganzes Weilchen im Kühlschrank.


Für ein Glas Chutney als erstes 500 Gramm rote Zwiebeln schälen, halbieren und in
 ziemlich schmale Streifen schneiden.
Einen reichlich bemessenen Eßlöffel Butter in einem Topf schmelzen lassen
und die Zwiebeln zusammen mit zwei/drei Zweigen Thymian
bei mittlerer Hitze unter Rühren etwa zehn bis fünfzehn Minuten lang
andünsten lassen. Die Temperatur sollte dabei nicht nicht zu
hoch sein, denn die Zwiebeln sollen keinesfalls braun 
und schon gar nicht knusprig werden. 
Dünsten eben ;-)


Dann zwei Teelöffel braunen Zucker dazugeben, etwas karamellisieren lassen
und mit 75 ml rotem Balsamico ablöschen.
Die Zwiebeln nun weitere 20 bis 25 Minuten leise köcheln lassen, 
bis der Balsamico weitestgehend eingekocht ist.
Länger schadet keinesfalls, nur am Topfboden ansetzen sollte es sich
nicht. Mit Salz und Pfeffer abschmecken 
und warm oder kalt genießen.

Guten Appetit ♥

27. Mai 2019

Hochstuhl-Upcycling

Ich glaube, ich habe es ganz versäumt, Euch unseren neuen Garten-Hochstuhl 
zu zeigen, obwohl der schon den ganzen letzten Sommer über
rege in Benutzung war.... Kein Wunder, es war ja auch monatelang Gartenwetter :-))


Unsere Kinder sind ja nun schon das ein oder andere Jährchen den Hochstühlen
entwachsen - was auch genau der Grund ist, warum wir keine mehr im 
Haus haben, bzw. nur noch ein besonders formschönes Modell in rot, auf dem die Missi
wirklich sehr lange saß (bis letztes oder vorletztes Jahr, um genau zu sein ;-) -
aber das ist halt mal kein bisschen babytauglich...


Deswegen haben wir uns letztes Jahr über die einschlägigen Kleinanzeigenseiten
einen neuen (alten) Schwedensitz organisiert, der es auch nicht krumm nimmt, 
wenn man ihn mal draußen stehenlässt.
Schließlich gibt es im Freundes- und Familienkreis momentan so viele
Babys und Kleinkinder, dass so ein Teil quasi dauerbesetzt ist,
sobald wir mal Besuch haben ;-)

Die aufblasbare Sitzverkleinerung war schon dabei, allerdings war sie 
nicht so wahnsinnig hübsch und schon ein wenig angeranzt.
Deswegen habe ich den Schnitt des Sitzbezuges abgenommen,
auf zwei schöne alte Vintagestöffchen übertragen und das Ganze
mit dem Reißverschluss des alten Bezuges wieder zusammengesetzt.
Im Ergebnis mag ich das so wahnsinnig gerne, dass ich 
schon bedauernd absehe, dass bald alle einschlägigen Kinder
ganz ohne Kissen in den Gartenhochstuhl passen werden...
Aber wer weiß - ich werde es sicherheitshalber dann mal noch ein
wenig aufheben ;-)

Kommt gut in die neue Woche,
es ist ja zum Glück eine kurze!

21. Mai 2019

Den Sommer locken

Draußen ist es so grau und düster, deswegen starte ich mal den Versuch, 
die Sonne ein wenig zu locken - mit einem sommerlichen
Flamingo-Etui zum Beispiel, na?


Letztes Jahr um diese Zeit habe ich einen ganzen Stapel dieser
praktischen Täschlein genäht, die haben die Kinder aus der Missi-Klasse
nämlich ihren Lehrerinnen zum Abschied geschenkt....
Unglaublich, dass das schon wieder fast ein ganzes Jahr her ist!

Für heute musste erst mal eines reichen, aber ich habe wieder 
Blut geleckt und direkt diverse weitere Stoffkombis aus dem Regal gezogen ;-)
So ist das irgendwie immer - man startet ein Projekt und kann dann
gar nicht mehr aufhören, oder?
Vielleicht schaffen es ja mal ein paar in den Shop, 
die Urlaubszeit ist schließlich gar nicht mehr weit....

15. Mai 2019

Rhabarber-Vanillepudding à la Oma

Diesen Nachtisch hier gab es früher bei meiner Oma regelmäßig in der
Rhabarberzeit - vermutlich hat sie Rhabarber überhaupt nur so verarbeitet
oder maximal noch zu Kompott, denn gebacken hat sie nur,
wenn es sich wirklich gar nicht vermeiden ließ ;-)


Ich liebe diese süß-säuerliche Mischung und die perfekte Verbindung
von Pudding und Kompott. Yummi! 
Häufig habe ich auch schon gehört, dass man anderswo diesen Nachtisch 
nur mit Rhabarberflüssigkeit kocht, es scheint da von Familie zu Familie sehr 
unterschiedliche Traditionen zu geben.
Ich mag es aber lieber mit Milch, so kommt die Puddingnote noch mehr
zum Tragen...


Für vier Puddingschälchen nehme ich ein Päckchen Vanillepuddingpulver 
und zwei bis vier Rhabarberstangen.
Den Rhabarber schälen und in kleine Stücke schneiden. In eine Schüssel geben, reichlich
mit Zucker bestreuen, vermischen und mindestens eine Stunde stehen lassen.
Im Anschluss die Flüssigkeit, die der Rhabarber gezogen hat, abgießen und auffangen.
Den Rhabarber in einen Topf geben und unter gelegentlichem Rühren zu Kompott kochen. 
Zusätzliche Flüssigkeit ist dabei nicht nötig, die bildet sich schnell von selbst.

In der Zwischenzeit den Pudding anrühren.
Hierzu die Rhabarberflüssigkeit mit Milch bis auf einen halben Liter auffüllen und
den Pudding nach Packungsanweisung kochen. Unter den noch heißen Pudding
den Kompott rühren und in Schälchen abfüllen. Bis zum Servieren kaltstellen,
am allerleckersten schmeckt es allerdings noch lauwarm ;-)

Guten Appetit ♥

12. Mai 2019

12 von 12 { Mai 2019 }

Am 12. des Monats macht man zwölf aussagekräftige Bilder von seinem Tag - so funktioniert 12 von 12
Wer dieses Spielchen allmonatlich gerne mitmacht, seht Ihr wie immer
  hier bei Caro in der Liste. Und wäre das Wetter heute so bescheiden gewesen
wie gestern, hätte ich diesen Blogpost auch schon viel früher auf den
Weg gebracht ;-)


Sonntagmorgen. Bett und Buch.
Es gibt nichts Besseres.


Mann und Missi stehen irgendwann auf und machen Frühstück.
Heute mit Blümchen. Eigentlich wollten sie auch Brötchen kaufen
fahren, aber sie haben dann vor der Haustür schon welche gefunden.
Nachbarn sind eine feine Sache!


Den Vormittag verbringen wir mehrheitlich auf der Couch, irgendwann steht auch 
die Große auf. Wir gucken Fußballtalk, planen nebenbei ein wenig die Sommertour
und ich häkle an dem Halstuch weiter, das ich gestern während des Dauerregens
mal wieder aus dem Handarbeitskorb gezogen habe....


Unterbrochen wird die gesamtfamiliäre Faulheit nur durch gelegentliche
Wanderungen zur Wäsche. Eigentlich ist Samstag unser kollektiver Waschtag,
aber das Wetter war einfach zu schlecht - wir müssen nämlich immer außen ums
Haus rum zur Waschküche. Den Sockenkorb delegiere ich auf die Couch
weiter, der macht nämlich so gar keinen Spass mehr, seit auch die Kinder
keine bunten Strümpfe mehr tragen....


Mittach in schnell. 
Pesto geht immer, heute mit Spinat.


Nach dem Essen verziehen sich beide Kinder für Schularbeiten.
Die Große schreibt Arbeiten nächste Woche, die Missi muss ein
Referat vorbereiten. Beim Googeln schaue ich ihr noch über die Schulter,
danach ist sie mit Arbeit versorgt.


Der Mann und ich nutzen derweil das unerwartet schöne Wetter für eine kleine
Sonntagstour mit dem Oldie. Unser Ziel ist das "Mobile Kulturgut Eifel" in Bitburg,
wo es heute noch viele andere Old- und Youngtimer zu sehen sein werden.
Die Kinder waren da eh nur mäßig interessiert und die Saison hat ja auch
gerade erst begonnen ;-)


Auf dem Weg dorthin gibt die Eifel alles.
Diese Farben! Das war einige Jahre lang mein täglicher Arbeitsweg
und ich habe die Fahrt damals immer schon genossen.
Auf dem Beifahrersitz ist es aber nochmal ne Spur besser!


Bummel zwischen vielen schönen Autos.
Und tja, sehen wir den Tatsachen ins Auge: Auch die Helden meiner Kindheit
tragen inzwischen H-Kennzeichen. Zu Hülf...
Aber schön sind sie immer noch und erzeugen auch immer noch dasselbe Kribbeln.


Auf dem Rückweg erstehen wir die ersten Trierer Erdbeeren, hurra.
Auf diesen Tag warte ich ja immer sehr ungeduldig und eventuell hatte ich 
dann bis nach Hause die Nase tief in der Schale, hmmmmm.
Dieser Duft! Und regionalen Spargel gab es auch noch ohne Ende.
Abendessen gerettet.


Wieder zuhause.
Die Kinder haben ihren Kram erledigt und Taschen gepackt.
Gartenzeit.
Die Erdbeeren und Erbsen sind geradezu expoldiert in den letzten Tagen,
trotz der wirklich sehr mäßigen Eisheiligen-Temperaturen.


Und während der Mann dann Abendessen schmurgelt, wühle ich mich 
in der Kleinen Werkstatt noch ein wenig durch Stoffe und Schnittmuster
und schreibe eine sehr lange To-Do-Liste. Ich brauche dringend neue Shirts
und Sommerklamotten! Nächste Woche dann. 
Hoffentlich!

Jetzt aber erst mal Feierabend und Blogpost schreiben....
Habt einen schönen Start in die Woche!