22. Juli 2021

Sommerpause

 


Tja, was soll's.

Eigentlich wollte ich erst im August in die Sommerpause gehen,
aber mir fehlt gerade komplett der Flow.
Die Hochwasserkatastrophe ist knapp an uns vorbeigezogen, aber einen
Teil von Trier und den Eifelrand hat es unvorstellbar schlimm 
erwischt. Hier bei uns ist gerade schönster, ungetrübter Sommer -
aber man muss sich nur ein paar Minuten ins Auto setzen,
dann ist man mittendrin in der Apokalypse.
Das ist auch eine Woche später immer noch völlig surreal
und verursacht einen Spagat im Kopf, der zumindest mir
alle Energie und Kreativität raubt. Abgesehen davon,
dass es alle Hände voll zu tun gibt, dem Chaos und dem
Verlust Herr zu werden, in welcher Form auch immer.
Hier zum Beispiel ganz konkret: Aufgrund des weltweiten
Rohstoffmangels gibt es gerade eh schon unglaubliche Probleme,
Hausgeräte zu beschaffen, die Lieferzeiten sind jenseits 
aller Vorstellung. (Protipp: Wenn eines Eurer unverzichtbaren
Haushaltshelfer gerade Anstalten macht, kaputt zu gehen, WARTET NICHT,
bis es endgültig hinüber ist - es könnte Wochen dauern, Ersatz zu
beschaffen. Besonders, wenn Ihr ein bestimmtes Modell im
Auge habt. Das nur mal am Rande ;-) 
Nun sind aber an einem einzigen Tag aberhunderte Maschinen
unrettbar abgesoffen - und unser Tagwerk hier dreht sich eigentlich
nur noch darum, diesen Mangel irgendwie zu verwalten....

Anyway. 
Jetzt jedenfalls also Sommerpause hier.
Ob wir in diesem Jahr Orangenbäume zu sehen bekommen,
das Meer und den Strand? Wer weiß das schon...
Das Wohnmobil ist betankt und abfahrbereit, aber noch
können wir nicht weg und ob dann später im Sommer noch
irgendein touristenarmes Ziel weit weg unter Coronagesichtspunkten 
verantwortungsbewusst bereist werden kann, das wissen die Götter.
Wir begnügen uns neben der Arbeit also erst mal mit Garten, Pool und 
dem dicken Bücherstapel, lassen den Rest ganz entpannt auf
uns zukommen und sehen uns allerspätestens im
September wieder. Und den Flow - den würde ich dann
bitte auch gerne wieder sehen....
Bis dahin:

Habt es schön ♥




12. Juli 2021

12 von 12 { Jul 2021 }

 Am 12. des Monats macht man zwölf aussagekräftige Bilder von seinem Tag - 
so funktioniert 12 von 12. Wer dieses Spielchen allmonatlich gerne mitmacht, 
seht Ihr wie immer hier bei Caro in der Liste


Wie Schultage momentan nun mal beginnen: mit einem Schnelltest.
Nur noch viermal aufstehen, dann sind Sommerferien, hurra!


Die Missi ist aus dem Haus (die Große war gar nicht da, dazu später mehr...)
Erstmal Frühstück für mich.
Fester Vorsatz für diesen Sommer: Wann immer es möglich ist, auf der
Balkonbank frühstücken! Bis jetzt läuft das ausgesprochen gut, auch
wenn ich heute mal wieder die Fleecedecke am Start habe...


Auch ein fester Vorsatz: Heute nochmal ordentlich durchputzen,
so als Vorbereitung auf die in den nächsten Tagen anstehenden
Termine und vor allem die Ferien am Ende der Woche.
So ein bisschen sollen das schließlich auch meine
Ferien sein...


Die Missi räumt ihre Möbel um, Symbolbild.
So richtig fertig ist sie am Wochenende nicht geworden, aber das Wetter 
für die nächsten Tage verheißt jedemenge Zeit für Indoor-Aktivitäten.


Die Wocheneinkäufe abgeholt. Zusammen mit der Großen, die
inzwischen wieder aufgetaucht ist, nach den ersten zwei regulären
Schulstunden des Tages. Mehr hat sie montags erst mal nicht, erst
nachmittags wieder. Wie sie zur Schule gekommen ist bzw. 
später wieder nach Hause, entzieht sich noch meiner Kenntnis,
ihr Auto jedenfalls....


.... steht noch irgendwo im Nirgendwo am Rande des Waldes, wo die
Große und ihr Jahrgang letzte Nacht auf einer Lichtung gezeltet haben,
als Ersatz für sämtliche ausgefallenen Abschluss-, Skiwoche-, Thementage-
und was sonst noch alles für -fahrten... Der Jahrgang 2002/03 wird in die
Annalen eingehen als der Jahrgang, für den in den zweieinhalb Jahren
Oberstufe wirklich genau NICHTS stattfinden konnte. Eigentlich
wollen sie auch noch die ganze restliche Schulwoche weiterzelten,
aber abgesehen davon, dass es ab heute abend quasi durchgehend regnen soll,
ist die Große schon nach der ersten Nacht so restlos bedient, dass
sie jetzt nicht nur ihr Auto, sondern auch gleich noch den 
Schlafsack und die Luftmatratze mit nach Hause nimmt ;-)


Bisschen zu früh an der Schule, um die Missi abzuholen - Zeit für 
ein paar Minuten Lieblingspodcast. Ganz schön spät an diesmal.


Bisschen spät dran gedacht, das Mittagessen zu dokumentieren.
Passend zum ausgesprochen mittelprächtigen Wetter gab es
weiße Knödel mit Rührei und Salat.
(Jahaaaa, ich schreibe das Rezept noch auf! Ich habe inzwischen
sogar schon mal dran gedacht, die Zutaten abzuwiegen statt
wie sonst immer zu schätzen ;-)


Die Missi zum Stall gebracht, Montag ist Reitbeteiligungstag.
Ich muss aber direkt weiter, denn...


... im Büro wartet ein dicker Stapel Rechnungen auf mich, dem
ich mich in der Zwischenzeit widmen muss.


Wieder zurück, glänzt der alte Pony-Opa bis zu den Fußspitzen.
Die Missi dagegen.... Tjanun *g* Wie man auf diesem Foto sehr
gut erkennen kann, ist der Herr übrigens zwar alt, aber keineswegs
dröge. Sondern im Gegenteil immer lernwillig und für 
Späße zu haben. Die Missi reitet ihn nicht (mehr), weil sie
sich inzwischen zu groß und zu schwer findet, aber die beiden 
haben ihre gemeinsame Berufung in viel Bodenarbeit und langen
Spaziergängen gefunden.


Die letzte Tat des Tages ähnelt der ersten: Einen Haufen Zettel ausfüllen.
Morgen bekomme ich meine Zweitimpfung in Mainz und, noch viel.viel
besser: Am Freitag hat auch die Missi endlich einen Termin, hurra!
Also Laufzettel und Fragebögen ausfüllen, Impfbücher raussuchen,
Stapel machen. Der Mann und die Große sind nächste Woche auch
schon wieder dran und dann sind zumindest zu Beginn des 
nächsten Schuljahres hier alle durchgeimpft. Halleluja.
Zumindest für die Missi war das ein Riesenakt, an einen Termin zu
kommen. Hier in Rheinland-Pfalz tun sie bei den Jugendlichen ja
immer noch so, als gäbe es statt einer Impfung Quecksilber intravenös...
Und wo wir schon beim Zettelausfüllen sind, bekommt die Missi
gleich auch noch eine Entschuldigung für den morgen anstehenden
Wandertag. Es soll Schütten wie aus Eimern und... ach, einfach nein.
Am Freitag gibt es Ferien und ne Impfung, das werden wir
jetzt nicht noch auf den letzten Metern in den Sand setzen,
für Filme gucken, Zombieball und einen Wandertag im
strömenden Regen. Eigenverantwortung ist ja gerade DER Shit,
also werden wir das jetzt einfach mal ganz eigenverantwortlich
canceln...

5. Juli 2021

Tagebuchbloggen { 5. Juli 2021 }

  "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"

Frau Brüllen fragt das an jedem fünften Tag des Monats und wer mag, schreibt fleißig mit.

Die übrigen WMDEDGT-Einträge findet Ihr wie immer hier.


4.55 Uhr: Ich werde wach, warum auch immer, und draußen wird es schon hell :) 

Ich döse ein bisschen vor mich hin und lausche den Vögeln. 

Als ich das nächste Mal auf die Uhr schaue, ist es


5.10 Uhr: Die Sonne guckt über den Berg und in einer halben Stunde

klingelt eh der Wecker, also stehe ich auf und nutze die Sonnenstrahlen 

für ein bisschen Produktivität. In der Kleinen Werkstatt warten schon ein paar 

Zuschnittstapel, aber ich kümmere mich heute erst mal um administrativen Kram. 

Überweisungen, bisschen Buchhaltung, paar Fotos bearbeiten - alles geht besser

mit Sonne und Kaffee. Ich schaffe es sogar, zwei neue Blogposts 

vorzubereiten, das ist schön...


6.30 Uhr: Zeit, die Missi zu wecken. Noch zehnmal Aufstehen, dann sind Ferien... 

Ich stecke Brötchen in den Ofen und bereite Frühstück vor, während 

das Obergeschoss langsam erwacht.


7.15 Uhr: Die Große sitzt am Frühstückstisch und füllt ihre Selbstauskunft 

für den Schnelltest aus - stimmt, das muss ich auch noch für die Missi

 machen. Außerdem suche ich neue Masken raus und schreibe ihr noch schnell

eine prophylaktische Sport-Entschuldigung, falls es regnen sollte. 

Neuerdings gehen sie bei Regenwetter nämlich wieder in die Halle 

(bisher waren sie konsequent bei jedem Wetter spazieren, auch bei Schnee und 

Sturm) - für so sinnlosen Kram wie Völkerballspiele gegen wildfremde Klassen,

zwei Stunden lang und selbstverständlich mit Maske.

Finde ich nicht, dass das sein muss. Da können wir gerne drüber reden, 

wenn die Missi mal irgendwann irgendjemand geimpft hat ;-)


7.30 Uhr: Der Mann ist aus dem Haus, nachdem wir kurz die Tagestermine 

geplant haben. Jetzt folgen die Kinder - die Große hat montags nur zwei Stunden 

und dann erst nachmittags wieder, aber sie hat zwischendrin noch einen Zahnarzttermin.

Das sind so Dinge, von denen ich inzwischen nur noch so am Rand Notiz nehme - 

große Kinder haben ist schon toll. Jetzt erst mal Frühstück für mich.



8.15 Uhr: Der tägliche Check der einschlägigen Internetseiten, auf der Suche nach 

einem Impftermin für die Missi. Auch heute negativ. Ich habe noch ein paar regionale Tipps

 bekommen, die werde ich aber erst morgen in Angriff nehmen, der Montagmorgen

scheint mir da eher nicht ideal... Man muss es auch dosieren, denn das ganze 

Thema ist schon sehr frustrierend und droht, schnell auf die Gesamtlaune 

durchzuschlagen. Das gilt es dringend zu vermeiden. Nebenbei plane ich die Woche 

und schreibe den Essensplan, darauf hatte ich gestern keine Lust.

Die Sonne ist inzwischen hinter Wolken verschwunden.

Deswegen verteile ich noch ein bisschen letzte Sommerdeko im Haus, 

an uns soll es nicht liegen. Endlich ist auch der Olivenkranz fertig, der auf den 

Palettentisch im Wohnzimmer kommt. Zack, Sommergefühle!


9 Uhr: Geduscht und angezogen (immerhin ;-) auf dem Weg zum Orthopäden, 

MRT besprechen. Das haben zwar schon die Physiotherapeutin und der privat bezahlte 

Orthopäde meines Vertrauens übereinstimmend getan, aber bitte. Einmal mehr 

schadet ja nicht und immerhin hat er es ja auch beauftragt.

Nach erstaunlich kurzer Wartezeit für einen Montag dann die wenig überraschende 

Eröffnung, dass das, was da in der Hüfte so weh tut und mich oft hinken lässt wie 

eine alte Oma, tatsächlich Arthrose ist und nicht mehr weggehen wird. 

Hurrahurra! 

Ich soll viel Radfahren und mal ein/zwei Jahre abwarten, wie es sich entwickelt. 

Eh klar. Nicht umsonst heißt der Arzt bei uns zuhause "Dr. Abwarten". 

Aber stimmt ja auch. In den drei Monaten zwischen Warten auf den Termin, 

Warten aufs MRT und Warten auf die Besprechung ist es tatsächlich

schon so viel besser geworden, dass ich wieder ins und aus dem

Auto klettern kann, ohne in Tränen auszubrechen :-P 

Die zusätzliche Entzündung im Gelenk ist wohl von alleine abgeklungen und 

ein neues Hüftgelenk läuft mir ja nicht weg.


10 Uhr: Kleiner Abstecher in die Apotheke, die verschriebenen Cox-2-Hemmer abholen. 

Im Auto Beipackzettel gelesen und beschlossen, erst mal die Hausärztin anzurufen, 

ob das eine gute Idee ist, die ausgerechnet in der Woche erstmalig zu nehmen, 

wo ich zum zweiten Mal geimpft werde.

Dann weiter ins Büro, wo ich im Akkord die angefallenen Stapel abarbeite und 

ein bisschen den Mann bemitleide, der quasi ununterbrochen telefoniert. 

Der globale Rohstoffmangel schlägt inzwischen auch voll auf unsere Branche durch 

und wenn nahezu sozialistische Lieferzeiten auf eine hohe, weiter ungebrochenene

Nachfrage treffen, dann artet das in reichlich Stress aus.

12.30 Uhr: Weitestgehend fertig, den Rest nehme ich mit für  heute abend oder morgen. 

Jetzt noch schnell zur Bank, Kontoauszüge holen und rasch bei Edeka reinspringen. 

So rasch geht es dann aber doch nicht, denn die haben UMGERÄUMT! Und zwar alles.

Ich finde nicht mal die Hälfte von dem, was ich gesucht habe und gebe entnervt auf. 

Keine Zeit. Ich kaufe ja echt nicht mehr oft im Laden ein und das hier war keine 

Werbung dafür. Freitag lieber wieder bestellen und abholen.


12.50 Uhr: Bin an der Schule angekommen und telefoniere kurz mit der Großen, 

die bitte schon mal das Mittagessen auf den Weg bringen soll. 

Danach noch ein paar Minuten Zeit zum Podcast-Hören, bis es klingelt und 

die Missi erscheint. Wir fahren nach Hause, wo die Große gerade die Nudeln

abgießt und die Reste von gestern aufwärmt.


13.30 Uhr: Schnelles Mittagessen zu dritt, danach verräume ich die spärlichen Einkäufe,

 die Große fährt zur Schule und die Missi zieht sich um.


14.10 Uhr: Abfahrt zum Stall, Montag ist Reitbeteiligungstag.

Heute hat sich die Missi auch noch eine Reitstunde gebucht, deswegen müssen wir 

uns beeilen. Am Stall angekommen, beginnt es zu nieseln.

Klar doch. Das Pferd steht aber schon am Stall, so dass wir immerhin nicht noch 

zur Wiese laufen müssen und pünktlich eine Viertelstunde vor Beginn der Stunde 

zum Warmreiten in der Halle sind, die es hier zum Glück gibt. 

Normalerweise würde ich jetzt eine große Runde Spazierengehen, 

aber draußen schüttet es inzwischen. So beschränkt sich mein Spaziergang auf mehrere 

Runden mit dem Äppelboy quer durch die Halle, denn das Pony der Missi äppelt viel und 

gerne, sobald es den Reithallensand unter den Hufen verspürt *g*

Den Rest der Stunde verbringe ich in der Ecke und schaue zu, da lerne ich nämlich 

auch noch was. Wobei die Missi inzwischen in Sphären angekommen ist, die mir auf 

immer verschlossen bleiben werden ("Die Ganaschen nach innen nehmen?!?" 

Ich weiß, was GaMaschen sind. GaNaschen waren mir neu). 

Jedenfalls ist sie alleine in der Halle und sieht nach zehn Minuten schon aus, als habe

 sie einen Halbmarathon gelaufen. Soll mal keiner sagen, Reiten sei nicht anstrengend.



16 Uhr: Die Sonne scheint, als wir aus der Halle kommen.

Pferd abpflegen, füttern, kuscheln und ab aufs Paddock. Das Schätzchen hat jetzt frei, 

wir wollen allerdings noch mit dem Pferdeopi die kleine Waldrunde laufen. 

Wir sind keine 50 Meter weg vom Hof, da beginnt es wieder zu regnen.... 

Aprilwetter vom Feinsten heute, echt. Zum Glück ist es ziemlich warm, 

denn wir haben bloß Kapuzenhoodies im Angebot. Im Wald ist es aber trotzdem total 

schön. Als wir wieder am Waldrand angekommen sind, hört es auf zu regnen 

und der warme Wind pustet uns tatsächlich wieder leidlich trocken. Für meine Schuhe kann 

ich allerdings nur hoffen, dass sie die Waschmaschine gut vertragen...


17 Uhr: Zurück am Hof widmet sich die Missi der Pflege des Ponys, während ich so freundlich 

bin, in der Zeit die beiden Paddocks abzuäppeln. #scheissesammelmontag halt. 

Die Sonne knallt und es ist ganz schön heiß. Noch ein bisschen Ponykuscheln, dann 

ist auch die Missi fertig mit ihrem Lieblingsschätzchen. Ab nach Hause! 

Unterwegs werden wir noch den Bio- und Glasmüll los.


18.30 Uhr: Wieder zuhause. Irgendwie eigentlich zum ersten Mal für heute.

 Die Missi verschwindet ohne Umwege unter der Dusche, während ich mir von der Großen 

erzählen lasse, wie es in der Schule war und was sie da eigentlich gerade in der Küche 

veranstaltet. Ich sehe Reis, Thunfisch und Tomaten in diversen Aggregatzuständen und es 

wird so eine Art Schnellpaella, die später sehr, sehr lecker schmecken wird. 

Vorher muss ich allerdings auch noch duschen.


19 Uhr: Der Mann ist da und bringt die Biokiste mit rein, die vor der Haustür stand. 

Wir essen und kaum sitzen wir, geht draußen schon wieder die Welt unter. 

Aber so richtig diesmal. Kein Wunder, dass wir alle zum Umfallen müde sind. 

Diese ständigen Wechsel heute sind schon krass. Meine Mama ruft an und möchte wissen, 

ob die Wohnung der Großen schon abgesoffen ist. Bei ihr drei Dörfer weiter rückt wohl

gerade die Feuerwehr aus. Der Mann geht lieber mal gucken, aber es

ist alles trocken, puh. Hat auch schon wieder aufgehört.


20 Uhr: Nachrichten für alle außer der Missi, die video- oder telefonkonferiert in 

ihrem Zimmer mit einer Freundin bezüglich gemeinsamer Hausaufgaben für morgen. 

Das wird dann ja wohl auch mal Zeit. Die Große bringt uns auf den neuesten Stand bezüglich 

ihrer Berufs- und/oder Studienpläne. Es gibt ja wirklich so, so tolle Berufe!

Jetzt allerdings hat sie auch erst mal noch was für die Schule zu tun und verschwindet 

nach unten. Kein Fußball heute, also gibt es jetzt wohl noch einen Film für den Mann 

und mich und vermutlich setze ich mich auch noch ein Stündchen an den Schreibtisch. 

Das kann man hier gut kombinieren. Die Kleine Werkstatt habe ich heute gar nicht 

gesehen, das war anders geplant und muss sich morgen ganz dringend ändern! 

Also besser noch heute den Bürokram wegarbeiten...

2. Juli 2021

Aller guten Dinge sind zwei

 Trifft nicht nur auf Halstücher zu, sondern 
auch auf Geschwisterkinder!


Meine Schwestern haben nämlich neulich das Kunststück fertig gebracht,
meine beiden jüngsten Nichten und Neffen an ein und demselben
Tag zur Welt zu bringen - den einen ein bisschen später als
gedacht, die andere ein bisschen früher. Und zack:
neuer Familienfeiertag ;-)


Und selbstverständlich bekommt auch Neffe Nummer Fünf
sein ganz persönliches Halstuch - ebenfalls aus kuscheligem Musselin,
als Dreieck gedoppelt und mit Regenbogen-Stickerei.
Nach den rosa Rosen für die Nichte brauchte ich dringend andere
Farben auf der Nadel und so sind es diesmal Aquatöne geworden.
Genau mein Fall. I like :-)

24. Juni 2021

Angefixt

 Das Besticken des Rucksacks neulich hat mich
wieder total angefixt für diese Handarbeit.
Zum Glück habe ich wirklich mehr als ausreichend Stickgarn
im Haus, so dass ich immer spontan loslegen kann, 
wenn es mich überkommt.


Dies hier allerdings, das ist ein Set, das ich bei Helloo Anni 
auf insta entdeckt hatte - genau das richtige für meine frisch in der
Familie begrüßte Babynichte. (Die erste Nichte, die erste Nichte!! Und 
überhaupt das erste Mädchen im Familien- und Freundeskreis seit über
zehn Jahren. Auch mal schön, finden unsere Mädchen ;-)


Das supersofte Dreiecks-Mulltuch (Musselin! Man sagt heute Musselin!) 
war so schnell bestickt und gedoppelt, dass am Ende das Schließen der 
Wendeöffnung von Hand das Langwierigste an der ganzen Geschichte war.
Und weil es solchen Spaß gemacht hat, habe ich direkt noch eines
hinterhergeschoben. Welches und warum, das zeige ich Euch dann
die Tage...   

22. Juni 2021

Mein insta-Wochenende in Ostfriesland

 Wobei - eigentlich war es gar kein Wochenende.
Aber dazu gleich mehr.

Momentan ist es ruhig hier im Blog. Eine kleine, vorgezogene Sommerpause 
quasi, dem fantastischen Wetter genauso geschuldet wie dem nur unwillig
arbeitenden Laptop sowie der Tatsache, dass die Kinder seit letzter Woche
 zum ersten Mal seit ewig wieder von Montag bis Freitag 
zur Schule gehen und wir uns erst mal wieder in diese Regelmäßigkeit 
einfinden müssen ;-)


Vorher, zum Ende der Pfingstferien hin, haben wir uns allerdings noch eine 
klitzekleine Auszeit an der Nordsee gegönnt. Kein Wochenende eben, sondern ein paar
Tage in der Woche, ganz kalkuliert, weil wir uns ausrechneten, dass dort
dann sicher maximal wenig los sein würde. Samstags haben wir uns wieder
auf dem Heimweg gemacht. Hat super funktioniert, es waren definitiv sehr 
viel weniger Touristen unterwegs als hier zuhause...
Dafür ganz viel Luft, Wasser und sogar Sonne.


Letztere hat uns ganz wunderbare Abende am "Strand" beschert, bei sehr 
unterschiedlichen Tiden und leckerem Essen.
Nirgendwo schmecken Pizza oder Pommes besser als direkt aus dem 
Karton am Meer, oder? Wie schon letztes Jahr in Frankreich haben wir
uns von Events und Gastronomie komplett ferngehalten. Maximale 
Kontaktminimierung ist hier immer noch das Gebot der Stunde (schließlich ist hier
immer noch niemand geimpft* und nein, die Pandemie ist auch noch
nicht vorbei, genauso wenig wie im letzten Sommer) und das
konnte man dort super umsetzen. Deswegen waren wir auch nicht auf Spiekeroog, 
obwohl man die Insel vom Strand aus schon sehr gut sehen konnte und ich
schon so lange mal da hin möchte. (Vielen Dank übrigens dafür, Julie ;-) 
Nächstes Mal dann hoffentlich auch wieder Fähren für uns...


Unser Ziel war einfach nur, mal wieder andere Eindrücke zu bekommen, 
Meerluft zu atmen und möglichst viel draußen zu sein. Maximale Entspannung eben.
Wir sind viel Rad gefahren, durchs Watt spaziert, mit dem Auto durch die
Gegend gefahren und haben sehr viel Zeit damit verbracht, einfach nur
am Wasser rumzusitzen. Mit oder ohne Buch.
Die Seele baumeln lassen, einfach mal so.
Was haben wir das vermisst.


Unsere Unterkunft hatten wir kurzfristig am Vortag gebucht - eine hübsche Ferienwohnung 
auf einem Hof irgendwo im Nirgendwo in der Nähe von Carolinensiel, kontaktlos und 
mit schöner Aussicht. Die Anreise mit dem Auto war ein bisschen anders als sonst - wie schon
im letzten Sommer haben wir Raststätten weiträumig umfahren - aber alles in allem
ist Urlaub auf diese Art und Weise sehr gut möglich.

Was im Sommer werden wird - keine Ahnung. Es ist ja quasi unmöglich,
auch nur ein paar Wochen im voraus zu planen.
Das Wohnmobil steht bereit. Ob und wohin - keine Ahnung.
Deutschland jedenfalls ist wohl keine Option, gefühlt fährt in diesem Jahr jede*r
mit dem Wohnmobil an die Küste oder in die Berge. Das wird uns definitiv zu voll.
Wir werden mal schauen,  ob wir ein einsames Fleckchen finden - 
vom Wetter und dem aktuellen Infektionsgeschehen geleitet ;-) 
Oder ob uns der ein oder andere Impftermin eh alle nicht
vorhandenen Pläne durchkreuzt. Das wäre.... so, so schön.
Prioritäten in Zeiten der Pandemie.


*Inzwischen bin zumindest ich einmal geimpft, auf verschlungenen Wegen,
trotz Priorisierung ging übers Impfzentrum bislang gar nichts. Von daher
sind wir für den Rest der Familie eher pessimistisch, was eine schnelle
Änderung der Situation angeht. Und so schön die niedrigen Zahlen gerade
sind - solange unsere Risiko-Missi nicht geimpft ist, machen wir 
eh einfach weiter wie gehabt...
Business as usual quasi.

1. Juni 2021

Reisebegleiter

 Geht es wieder los, oder was?
Das ist jedenfalls schon der zweite Reisebegleiter in dieser Woche und 
das freut mich sehr - die nähe ich nämlich wahnsinnig gerne :-)


Hier, wie beinahe immer, aus einem blumigen Vintagestoff, 
kombiniert mit Karos und mit ganz langem Bindeband.
So ist die Hülle ganz einfach weitenregulierbar und bietet  
ausreichend Platz fürs Reisetage- oder Logbuch, die Postkarten- 
und Zettelsammlung und sogar einen kleinen Reiseführer.


Die Farbkombi macht richtig Lust auf Sommer ("Herbst!" sagt der Mann
und meinetwegen auch das ;-) und ist eine eher seltene im Reigen der
bunten Siebzigerjahrestoffe, denn Rosa war damals ganz offensichtlich
keine bevorzugte Farbe. Gibt es im Vergleich tatsächlich nur
ganz, ganz selten...


Dieser Reisebegleiter ist zwar leider nicht für mich, aber ich sitze gerade
auch hier und schaue, ob ich für die nächsten Tage vielleicht spontan eine
coronakonforme, kontaktlose Unterkunft für uns finden kann.
Irgendwo am Wasser, scheixxegal wo, Hauptsache mal wieder zwei/drei
Tage lang was anderes sehen (außer Menschen, versteht sich...) und sei
es nur die Aussicht aus dem Fenster des Ferienhauses.
Gastro, Shopping, Öffis, Party, Schwimmbad, Kultur - alles
leider noch so gar kein Thema für uns. Aber irgendwo aufs
Wasser gucken, das fühlt sich sogar für uns ok an.
Falls ich was finde ;-)

29. Mai 2021

Parmesan-Spaghetti

 Diese Spaghetti essen wir wahnsinnig gerne als Grillbeilage, wenn es nicht
allzu heiß ist. Oder aber im Winter in Begleitung eines grünen Salates.
Sie sind blitzschnell gemacht und ein wahres Soulfood - nicht zu unterschätzen
in Zeiten wie diesen, oder?


Möchtet Ihr auch?
Es geht ganz schnell:

500 Gramm Spaghetti bissfest garen und abgießen.
Anderthalb Esslöffel Butter in eine große Pfanne geben, zusammen mit zwei 
kleingehackten Zehen Knoblauch. Die Butter bei mittlerer Hitze unter 
Rühren schmelzen und ganz leicht bräunen lassen. Die Spaghetti in die
Pfanne geben und unter die Knoblauchbutter heben. Einen Becher Sahne
und eine Tasse frisch geriebenen Parmesan dazugeben und 
unterrühren, bis der Käse komplett geschmolzen ist. Mit Salz
und schwarzem Pfeffer abschmecken. Vor dem Servieren noch etwas
gehobelten Parmesan als Topping über die Pasta streuen.

Guten Appetit ♥

26. Mai 2021

Resterampe

Ok, so sieht das Endergebnis zugegebenermaßen 
gar nicht aus. Ich bin im Gegenteil sehr 
zufrieden damit:


Aber entstanden ist dieses Etui nach eigenem Schnitt aus 
einem Probestick-Läppchen, das ich schon vor einer Weile aus meiner
UFO-Kiste gezogen habe - und das erst jetzt seine Bestimmung fand,
nachdem ich noch ein kleines Reststück desselben Polsterstoffes
für die Rückseite ganz unten im Regal fand.
Hat sich doch gelohnt, oder?


Ansonsten?
Wir haben Ferien. Halleluja.
Durchschnaufen.
Das Wetter ist immer noch.... sehr speziell, aber immerhin tut es dem
Garten gut und die Regenpausen sind lang genug für die
tägliche Spazierrunde. Nun denn. Die Missi hat ihre Reitabzeichen
hinter sich gebracht und ist gewillt, nun erst mal gar nichts mehr zu tun.
Die Große steht in ihrer Wohnung und streicht den Flur und ich
werde jetzt erst mal mein Buch zuende lesen.
Könnte schlimmer sein ;-)


14. Mai 2021

Late to the party....

 Das Besticken dieser schwedischen Hipster-Rucksäcke
ist ja nun wirklich ein ganz alter Hut. Das Internet ist voll davon
und man kann solche Stickereien auch gefühlt an allen Ecken beauftragen -
allerdings kostet das dann nicht selten (und zwar mit Recht!) beinahe
nochmal so viel wie der Rucksack selbst.
Selbermachen war also die Devise.


Ich habe mich jedoch sehr, sehr lange davor gedrückt.
Ich weiß gar nicht so genau, warum - vermutlich, weil es
Jahre her war, dass ich zuletzt überhaupt was mit der Hand
gestickt hatte. Dann ist so ein Rucksack ja auch nicht ganz
billig und es wäre ja schon schade, wenn man ihn am Ende
nur noch in die Ecke werfen könnte. Und zuletzt hatte ich auch schon
häufig gelesen, das Material sei eher schwierig zu besticken und
wenn ich eines nicht mag, dann mit Fingerhut zu arbeiten
oder am Ende einen Haufen Löcher in den Fingern zu haben...


Nachdem ich nun aber in den letzten Wochen meine Stick-Skills 
wieder ein bisschen aufgefrischt hatte (zeige ich noch ;) siegte
dann doch das Habenwollen über die Zweifel.
Das Motiv selbst hatte ich schnell vor Augen, vorgezeichnet
habe ich es mit einem wärmesensiblen Pilot-Pen, dessen
Überreste man später einfach wegbügeln kann
(habe ich hier aber noch nicht gemacht ;)


Was ich haben wollte, war farblich und inhaltlich ein
Ausdruck meiner Bretagne-Liebe, die im Moment aus bekannten
Gründen eine ziemlich sehnsuchtsvolle ist... Die Koordinaten
führen in meine absolute Lieblingsgegend - diese eine, die
man wählen würde, wenn man für den Rest des Lebens nur noch an 
einen einzigen Ort verreisen dürfte. Die Farben sind genau die,
aus denen sich dort die Landschaft formt - grün wie die 
Wiesen und die Artischockenfelder, das zarte Gelb des Strandes
und der Muscheln und natürlich die diversen türkisblauen 
Töne des Meeres und des Horizonts.
Mit dem Ergebnis bin ich fürs erste sehr zufrieden, eventuell
werde ich aber die Koordinaten noch mal neu machen - blöderweise
hatte ich ausgerechnet mit denen begonnen und so sind sie
doch reichlich wackelig. 


Das Sticken selbst war übrigens so gar kein Problem. Keine Ahnung,
ob es daran lag, dass mein Rucksack aus recyceltem Polyester ist 
und deswegen vielleicht weicher, aber die Nadel ging wie Butter
durchs Material. Und ich bin angefixt! Ich habe noch ein uraltes
graues Modell und ein kleines, grasgrünes, das meine 
Fotoausrüstung beherbergt - an denen werde ich mich
definitiv auch noch austoben!

12. Mai 2021

12 von 12 { Mai 2021 }

  Am 12. des Monats macht man zwölf aussagekräftige Bilder von seinem Tag - 
so funktioniert 12 von 12. Wer dieses Spielchen allmonatlich gerne mitmacht, 
seht Ihr wie immer hier bei Caro in der Liste

Unser Tag war ein klassischer Rumknöseltag - die Kinder sind beide 
zuhause, morgen ist Feiertag, keine Schule mehr diese Woche und
das Wetter entwickelte sich überraschend positiv, so dass wir
viel im Garten waren. Passiert ist quasi nichts, aber erledigt
haben wir richtig viel :)


Der Tag startet mit einem Ausflug in die Baumschule.
Noch drei Tage, bis die Eisheiligen vorbei sind, aber ich glaube,
da haben wir nichts mehr zu befürchten. Also besorge ich
Gartenblümchen und ein paar Kräuter.


Danach eine ganz schnelle Runde durch den Supermarkt. Alle paar 
Wochen muss ich unsere wöchentlichen Bestellungen durch ein paar
Sachen ergänzen, die es dort nicht gibt. Es ist zum Glück noch 
total leer und ich bin schnell fertig.


Danach erst mal Frühstück für mich. Begleitet von Zeitung und 
Telefon, denn ich versuche, nebenbei unsere heute dauerbesetzte
Hausarztpraxis zu erreichen. Eine Schmerzspritze so vorm langen
Wochenende wäre echt smart gewesen, aber ich gebe irgendwann auf.
Nächste Woche dann wieder...


Bisschen gebügelt. Und nebenbei zwei Podcasts weggehört, 
bevor schon wieder die neuen Folgen kommen....


Die Sonne hat die Wiese getrocknet und ich nutze die Chance.
Ehrlicherweise weniger, um den Rasen zu kürzen, sondern eher, 
um auf diese Weise mal die ganzen Ast- und Ästchentrümmer 
eingesammelt zu bekommen, die wegen unserer momentanen 
Zurückschneidewut im Garten überall rumliegen.


Die Missi von den Pferden abgeholt. Symbolbild.
In zwei Wochen macht sie zwei Reitabzeichen, deswegen ist sie
im Moment wirklich sehr viel am Stall, um sich vorzubereiten.
Diese beiden Riesenbabys hier gehören zur Herde ihres 
Ponys und irgendwann muss ich sie einpacken und mitnehmen,
die sind so süß, verfolgen mich auf Schritt und Tritt 
und lassen sich gerne synchron kraulen.


Mittach. Wir haben gestern schon den Pizzateig geknetet und
müssen heute nur noch ausrollen und belegen. Mit Biokisten-Spinat
für die Kinder und mit grünem Spargel für mich. Die Große
muss sich beeilen, die hat im Anschluss noch eine Videokonferenz
zum Thema Berufs- und Studienwahl. Je nachdem, für was sie
sich entscheidet, wird es langsam schon Zeit. Krass.


Zum ersten Mal wieder Wäsche zwischen die Bäume gehangen.
Das Wetter ist wider Erwarten wirklich toll.


Kurzer Ausflug zur Zahnärztin.
Spangenkontrolle für die Missi.


Wieder zuhause putzen wir das Auto. 
Die Missi staubsaugt, schließlich ist sie auch für 95% des Drecks
verantwortlich, ich wische. Eigentlich dachte ich, ich könnte es 
noch bis nach den Pferdeprüfungen ziehen, wenn wir nicht mehr 
gefühlt täglich zum Stall fahren müssen, aber es ging wirklich
gar nicht mehr. Brrrr.


Inzwischen ist auch der Mann zuhause. Während er noch im Inneren
unserer neuen Gartenküche werkelt, bepflanze ich schon mal 
das Äußere. Obwohl die Paletten noch gestrichen werden müssen.
Aber das ist kein Problem, die Pflanzkisten kann man einfach
wieder rausnehmen. Nächste Woche dann, vorm Feiertag wollte sich
niemand von uns den vollen Baumarkt antun, um Farbe zu
besorgen. Die Kinder üben derweil exzessiv Seilspringen, 
das machen sie gerade beide in Sport (gefühlt macht es die 
ganze Schule - geht halt gut draußen ;)


Ich. Hasse. Efeu.
Und es verschafft mir eine ungeahnte Befriedigung, jeden Tag eine große
Kiste voll davon von unserem Gartenhaus zu entfernen. Wir haben einen
alten Bau-Container im Garten stehen, mit bodentiefen Fenstern, so eine
Art mobiles Bauleitungsbüro. Der ist in den letzten 20 Jahren quasi komplett
zugewuchert, aber jetzt ist das olle Gestrüpp fällig! Mehr als eine Kiste schaffe
ich am Tag leider nicht, weil ich momentan mal wieder viel zu wenig 
Kraft in den Armen und Händen habe, aber die Fenster sind schon 
so weit freigelegt, dass die Kinder sie morgen freikratzen putzen
können. Und Sommergardinen haben wir auch noch gefunden.
Ich denke, wir sind fürs lange Wochenende beschäftigt.
Jetzt aber erst mal: Feierabend.

5. Mai 2021

Tagebuchbloggen { 5. Mai 2021 }

  "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"

Frau Brüllen fragt das an jedem fünften Tag des Monats und wer mag, schreibt fleißig mit.

Die übrigen WMDEDGT-Einträge findet Ihr wie immer hier.


6 Uhr: Mein Wecker klingelt. Heute müssen beide Kinder in die Schule.

Die Große allerdings erst irgendwann später zum Testen, die ersten

drei Stunden fallen aus. Ich stehe auf. Draußen ist es schon

schön hell, das Wetter ist scheinbar besser als angesagt.

Ich schiebe Brötchen in den Ofen, spüle unser Sprossenglas und scrolle 

mich dann durch die Nachrichten der Nacht.


6.30 Uhr: Ich wecke die Missi und nötige sie gleich an den

Frühstückstisch, denn in den letzten Tagen hatte sie wieder

vermehrt mit Kreislaufproblemen zu tun. Auch heute morgen

ist sie ein bisschen käsig um die Nase, was sich nach einer

ordentlichen Portion herzhaftem Porridge schnell gibt.

Sie verschwindet nach oben und macht sich fertig,

während ich Brotdosen packe und für die Mittagspause der

Großen einen Hirsesalat zusammenrühre.



7 Uhr: Der Mann ist auf und während wir in der Küche schwätzen,

fällt mir auf, dass ich die Missi ja heute zur Schule bringen muss.

Bin ich gar nicht mehr gewohnt, denn an den paar relevanten Tagen

kann sie eigentlich immer die Große mitnehmen. Schon sehr

praktisch. Ich ziehe mich schnell an und husche durchs Bad.


7.30 Uhr: Wir müssen los. Immerhin ist das Auto nicht zugefroren, da

muss man ja schon froh sein... Ich lasse die Missi an der Schule raus

und fahre auf direktem Weg wieder nach Hause. Mein Gefühl sagt mir,

dass ich unsere Jüngste heute schneller wiedersehen werde, als man

erwarten sollte. Jahrelange Erfahrung ;-)


8 Uhr: Frühstück für mich. Die Zeitung dazu lasse ich links liegen und 

kümmere mich stattdessen um die To-Do-Liste des heutigen Tages

und ein paar emails. Danach ein bisschen Haushalt, das übliche.


9 Uhr: Auf geht's in die Kleine Werkstatt. Ich habe mir gestern schon

alle Näharbeiten für heute zugeschnitten zurechtgelegt, so mag ich das 

am liebsten. Direkt loslegen. Und zwar ziemlich exakt bis...


9.30 Uhr: ... dann klingelt das Telefon, die Schule, guten Morgen, die

Missi bittet darum, abgeholt zu werden. Ich sollte es doch dringend 

mal mit Hellsehen versuchen. Ich schwinge mich also erneut ins Auto,

bin fünf Minuten später an der Schule und zehn Minuten später

wieder zurück. Die Missi haut sich in ihre Jogginghose, legt im Bett 

die Beine hoch und ist unmittelbar ein neuer Mensch. Ich versorge sie

mit ihren Reittheorie-Büchern (in drei Wochen ist Prüfung!) und

schnappe mir die Dreckwäsche - von der Großen hat man noch so

gar nichts gehört, mal schauen, ob sie schon wach ist.


10 Uhr: Ist sie und frühstückt auch gleich mal ihre Brotdose weg, denn

zu den drei Stunden Ausfall sind inzwischen noch vier dazugekommen,

so dass sie vormittags nur drei Stunden und nachmittags gar nicht

mehr in die Schule muss. Es lebe der Präsenzunterricht! Ist doch viel 

besser, wenn der Unterricht mal wieder ausfallen kann, so wie es sich

gehört :-p Ich lade eine Maschine Wäsche und schaue nach der Missi,

die sich inzwischen schier verhungert. Ihre Brotdose und ein halbes

Pfund Nudeln später steht sie wieder stabil auf den Beinen und 

kümmert sich erst um Ordnung in ihrem Zimmer und dann um den

versäumten Unterricht. 


11 Uhr: Die Post war da, die Große ist in der Schule und ich sitze

mittlerweile wieder an meiner Arbeit in der Kleinen Werkstatt.


12.30 Uhr: Ein paar Gedanken ans Mittagessen verschwenden wäre mal

eine Maßnahme... Wir haben noch Gemüsereste von gestern, die brate ich 

zusammen mit ein bisschen Hühnchen und Reis. Perfekte Restepfanne.

Die Missi und ich essen gleich, wir sind beide schon wieder hungrig.

Das Kind ist wieder topfit. Wird Zeit, dass diese Phase mal wieder 

vorbei ist - die Große hatte das in dem Alter auch, wenn sie viel gewachsen

ist und von mir selbst kenne ich das auch noch. Überflüssig.

Dauert zwei/drei Wochen, dann ist der Kreislauf wieder stabil.


13.15 Uhr: Die Missi zieht sich um, ich leiste der Großen beim Essen

Gesellschaft, die inzwischen wieder zuhause ist. Jetzt habe ich auch 

endlich mal Zeit und (leidlich) Muße für die Zeitung.


14 Uhr: Allgemeiner Aufbruch. Die Große verschwindet in ihrer Wohnung,

die Missi lädt ihre Reitsachen ins Auto und wir machen uns auf den Weg in

den Stall. Seit dem späten Vormittag stürmt es wieder wie blöde und 

jetzt ziehen auch tiefschwarze Wolken auf. Als wir am Stall ankommen, 

beginnt es zu hageln, die Pferde sind alle weiß getüpfelt.

Hilft aber alles nix, die Missi hat gleich eine Vorbereitungsstunde für

ihre Reitabzeichen-Prüfung. Netterweise hat irgend jemand ihr Pferd schon

reingeholt, so dass sie sich im Sturm nicht noch bis zu den Koppeln 

durchkämpfen muss. 



15 Uhr: Während die Missi putzt, sattelt und trenst, klart es minimal auf,

so dass ich doch noch eine klitzekleine Runde über die Felder wage. Den

Rest der Zeit verbringe ich dann aber doch lieber auf der Empore der Reithalle,

wo ich ganz alleine die Runden der beiden Reiter*innen beobachten kann.

Unser Stall ist ja keine Reitschule, das heißt, dort kann nur reiten (und ggf.

Unterricht buchen), wer ein eigenes Pferd dort stehen hat. Oder eben eine

Reitbeteiligung, so wie die Missi. Dadurch ist dort immer sehr viel 

Platz und Luft, sich auch in Pandemiezeiten ordentlich aus dem Weg zu gehen.

Sogar an Tagen wie heute, wo die riesigen Fenster der Halle alle geschlossen 

sind. Aus gutem Grund, denn zwischendrin donnert und regnet es draußen

ziemlich wild.


16.30 Uhr: Das Pferd ist versorgt, steht satt, warm und trocken - wir 

können nach Hause. Auf dem Rückweg bringen wir noch den Biomüll

und ein paar Päckchen weg. Die Missi ist zufrieden mit ihrer Leistung

und plant nun den Rest des Tages.


17 Uhr: Wieder zuhause. Das Auto der Großen ist nicht da.

Beim Freund ist sie, teilt mir kurz darauf das Handy mit.

Ich schicke die Missi unter die Dusche und räume noch ein letztes

Mal Wäsche aus der Waschmaschine in den Trockner.


19 Uhr: Die Missi hat was für die Schule getan und ich habe 

nochmal zwei Stunden genäht. Jetzt kommt der Mann nach Hause und

auch die Große ist wieder aufgetaucht. Zum Abendbrot gibt es den

ursprünglichen Mittagspausen-Hirsesalat und dazu ein paar 

aufgebackene Käsebrezen.


20 Uhr: Ich beginne hier zu schreiben, die Kinder und der Mann 

gammeln auf der Couch und gucken irgendwelchen wechselnden

Quatsch. Jetzt aber erst mal Nachrichten.


21 Uhr: Beide Kinder verziehen sich, denn wir müssen jetzt Fußball

schauen ;-) Das zweite ChampionsLeague-Halbfinale für diese Woche,

kann ich völlig emotionslos schauen, denn da ist wirklich so gar keine

Mannschaft unter den letzten Vier, für die ich irgendwelche Gefühle

aufbringen könnte. Auch mal schön. (Gestern in Manchester mussten sie erst 

mal den Schnee vom Spielfeld kehren, bevor es losgehen konnte. Am vierten Mai... 

Alle irre, sogar das Wetter.) Ich sticke nebenbei ein bisschen - also eher 

probiere ich nur verschiedene Stiche aus. Macht aber Spass.

Großen sogar. 


23 Uhr: Feierabend, aber sowas von.

Außer für die Missi, die arbeitet noch ein paar offene Aufträge ab und

schreibt Lernzettel. (Selbstverständlich jagt in den kargen Präsenztagen

eine Arbeit die andere (das Seelenheil der Kinder!!), aber das Gröbste 

haben sie nun hinter sich.) Noch fünf Außer-Haus-Schultage bis

zu den Pfingstferien - aber morgen nicht, deswegen lasse ich sie

machen. Allerdings begrenze ich sicherheitshalber den 

Laptop noch auf Mitternacht, denn kreislaufgeplagte Kinder

brauchen definitiv Schlaf...