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15. Februar 2018

Mehrweg-Brötchenbeutel { RUMS }

Ganz große Liebe ♥


Klassische, genähte Brötchenbeutel nutzen wir hier ja schon sehr, sehr lange.
Mir fehlte aber noch eine Alternative für den Fall, dass wir hier im Dorfsupermarkt 
oder so mal Brötchen kaufen - die zahlt man ja erst an der Kasse und packt sie
zu diesem Zwecke in bereitliegende, halbdurchsichtige Papiertüten mit Plastikfenster,
auf dass die Kassierer*innen den Inhalt erkennen können, ohne in den Tüten 
rumwühlen zu müssen *iihbäh*


Etwas ähnliches schwebte mir nun auch zur Dauerverwendung vor, denn selbst wenn es 
mal reine Papiertüten gibt (und die gibt es selten), ist das ja auch keinen Deut besser,
die nach einmaliger Verwendung wegzuwerfen....
Ich kaufte also tatsächlich mal Brötchen im dafür vorgesehenen Beutel, 
trennte zuhause dann die Tüte von der Fensterfolie und
 fusionierte diese mit einem hübschen Stück Stoff zu einem neuen Beutel :-)


Dazu habe ich zwei Rechtecke in reichlicher Brötchentütengröße zugeschnitten und bei 
einem davon dann mit der Zackenschere ein Fenster ausgeschnitten - diese 
uralten Baumwollstoffe fransen fast alle kaum, da geht das gut, ansonsten 
müsste man das Fenster halt versäubern oder umsäumen.... 
Dann habe ich von links die Folie mit Stylefix fixiert und anschließend mit langem Stich 
angenäht. Anschließend muss man nur noch eine Längsseite des Beutels 
rechts auf rechts schließen, oben einen Tunnel einschlagen und abnähen 
und anschließend Boden und andere Seite schließen (bis unterhalb des Tunnels).
Kordel einziehen, fertig.

Anfangs war ich übrigens skeptisch, wie lange diese Lochfolie wohl durchhalten würde -
die ist wirklich dünn und eigentlich ja nur für den Einweggebrauch produziert.
Inzwischen kann ich aber sagen, dass sie sich zum Glück als deutlich haltbarer erweist
als erwartet. Zur Not könnte man natürlich auch eine neue hinternähen,
aber das ist ja nicht der Sinn der Sache ;-)


Das Gewicht spielt hier im Gegensatz zu den Obst- und Gemüsebeuteln keine Rolle, 
da ja nichts gewogen wird. Deswegen darf der Beutel ruhig etwas üppiger ausfallen. 
Aus meiner Erfahrung der letzten Jahre heraus habe ich auch hier wieder einen bunten 
Hingucker-Stoff gewählt - der fällt ins Auge, man guckt, und im Idealfall 
regt es zum Nachdenken über die eigenen Tütengewohnheiten an ;-)
Ich hatte schon so viele nette Gespräche am Kassenband, man könnte fast
gewohnheitsmäßig zur Supermarktbrötchenkäuferin werden *g*


So, und nu isses passiert:
Ich habe es zum ersten Mal seit August mal wieder geschafft, etwas in den 
großen RUMS-Pool zu schmeißen, hurra!
Schnell rüber damit, ich freue mich....

30. Januar 2017

Upcycling-Stoffbeutel {Taschen Sew-Along}

Auch in diesem Jahr gibt es wieder einen Taschen Sew-Along und ich werde nach Kräften versuchen, dabei zu sein.
Nicht in allen Monaten, das ist jetzt schon abzusehen - aber doch so oft wie möglich :-)


Das Januar-Thema kam mir gleich sehr entgegen:
Stoffbeutel nähen.
Ganz, ganz große Stoffbeutel-Liebe im Hause Fluchten!
Das sind mir beinahe immer noch die allerliebsten Taschen, nicht nur zum Einkaufen.


(Ist Euch übrigens aufgefallen, dass man inzwischen so.so viel weniger Plastiktüten in der Stadt sieht, wenn 
man sich mal umschaut? Und dafür so viele Stoffbeutel. Hach. 
Was bin ich noch vor ein/zwei Jahren doof angeguckt worden, wenn ich besonders in Klamottenläden
 eine Tasche abgeleht habe. Und jetzt? Ganz selbstverständlich...
Papiertüten sind im Übrigen auch keine Alternative, die Herstellung verbraucht viel zu viel kostbares
 Wasser und ewig haltbar sind sie auch nicht. Also ran an die Stoffbeutel!)


Ich habe mich hier für das klassische Pillowcase-Upcycling entschieden.
Eine schöne Anleitung dazu gibt es zum Beispiel hier.
Da die klassischen, bei uns gängigen 80x80-Bezüge allerdings einen wirklich riesigen Beutel ergeben, habe ich 
zu Beginn den Bezug seitlich erst mal um etwa 20 Zentimeter verschmälert.
Die Träger habe ich erst oben zusammengenäht und dann die Ränder einfach doppelt eingeschlagen und mit einem Zickzackstich festgenäht. Ach ja, und die Ecken habe ich am Boden noch abgenäht ;-)


Alle Januar-Stoffbeutel auf einen Blick gibt es hier bei greenfietsen oder hier bei 4Freizeiten (die Sammlung ist 
dieselbe) - und ich werde morgen auch noch einen weiteren Beutel beisteuern.
Freue mich schon!

26. Januar 2017

Kuchentransporter reloaded { RUMS }

Viele Jahre schon transportiere ich meinen Süßkram in alternativen Verpackungen,
  hier und hier hatte ich schon über meine heißgeliebte Kuchen-Transporttasche geschrieben.


Nun trug es sich aber zu, dass ich sie neulich mal versehentlich in eine etwas zu heiß eingestellte Waschmaschine 
gesteckt hatte, was sie mir recht übelnahm *örks* Funktionabel wäre sie zwar noch, aber nicht mehr 
so wirklich präsentabel ;-)


Da ich aber quasi unmittelbar wieder einen Kuchen zu transportieren hatte (feierwütige Weihnachtszeit und so ;-) 
und diese Tasche mit Deckel schon ein etwas aufwändigeres Nähprojekt ist, musste eine schneller zu
 realisierende Alternative her.


Zum Glück hatte ich zu der Zeit schon die Geschenkeplanung abgeschlossen und damit meine Pinterest-Boards frisch durchforstet, weswegen mir fast sofort wieder diese Anleitung in den Sinn kam, die ich schon länger mal 
ausprobieren wollte.
Gefüttert habe ich die wirklich blitzschnell genähte Tasche mit einem Stück Duschvorhang-Stoff, so dass man 
sie problemlos auswischen und auch waschen kann.
Bei passender Temperatur idealerweise *hüstel*


Den ersten Praxistest hat das Schätzchen gleich am nächsten Tag mit Bravour bestanden, deswegen darf es jetzt 
Und weil es so wunderbar funktioniert hat und so schnell zu nähen war, hat die liebste Schwägerin auch noch
 eine zu Weihnachten bekommen :-)

Aber jetzt, wo ein wenig Ruhe eingekehrt ist in der Kleinen Werkstatt, 
werde ich mich auch noch mal an meine bewährte Variante mit "Deckel" setzen.....
Die muss ich einfach wieder haben!

14. Dezember 2016

Schoko-Cappucchino

...als Geschenk oder zum Selbertrinken.
Aber auf jeden Fall selbstgemacht :-)

Meine Große trinkt seit einiger Zeit morgens gerne mal einen warmen Wachmacher, kann sich aber für Kaffee noch nicht so recht begeistern. Tee, Wasser oder Smoothies helfen ihrem geschundenen Teenie-Kreislauf aber nur so mittel auf die Sprünge. Irgendwo in einem Hotel hat man sie dann mit Instant-Cappucchino angefixt - eine Sünde, die ich sehr gut nachvollziehen kann, denn den habe ich in dem Alter und dann recht lange auch mit Leidenschaft getrunken.

Leider gibt es aber überhaupt nur eine laktosefreie Sorte und die schmeckt nicht nur reichlich unlecker, sondern strotzt auch nur so vor Zusatzstoffen und ist außerdem in Portionstütchen verpackt *hmpf* Selbermachen war also mal wieder die Devise und herausgekommen ist ein wirklich leckeres Frühstücksgesöff, das sich auch ganz leicht dem persönlichen 
Geschmack anpassen lässt.
Immer noch nicht wirklich gesund *g*, aber dafür immerhin fast plastikfrei und 
mit deutlich weniger Chemie versetzt.....


1 Tasse Carokaffee (für mehr Hallo-Wach-Effekt geht natürlich auch normaler Instantkaffee)
1 Tasse Kakaopulver
1 1/2 Tassen Kaffeweißer, laktosefrei (gibt es hier zB bei Edeka und ist die einzige Zutat, die ich nicht plastikfrei finden konnte. Falls es nicht laktosefrei sein muss, würde ich Magermilchpulver bevorzugen, das ist eindeutig 
die gesündere Variante ;-)
1/4 Tasse Traubenzucker

Diese vier Zutaten vermischen, das ist die Basis, von der man jetzt einfach mal einen Löffel aufgießen und probieren sollte.
Wir bereiten den "Kaffee" immer so zu, dass wir eine halbe Tasse aufgießen und dann mit derselben Menge Milch auffüllen. Nimmt man die Mischung pur, würde ich zwei Tassen Kaffeeweißer nehmen.
Auch die Zuckermenge ist abhängig vom persönlichen Geschmack, ich trinke ihn am liebsten ganz ohne, 
aber das ist dann nicht mehr so nahe dran am Ursprungsgeschmack ;-)
Auch Gewürze machen sich gut darin, zum Beispiel ein halber Teelöffel Zimt oder Spekulatiusgewürz. 

In ein schönes Glas gefüllt, ist das auch ein tolles Kleinigkeiten-Geschenk zu Weihnachten
für geneigte Sünden-Trinker ♥

10. November 2016

Spültücher stricken und anderes { plastikfreies RUMS }

Spül-, Putz- und Waschlappen - das ist auch so ein Bereich, in dem man im Haushalt 
ganz leicht Plastikfreiheit schaffen kann.
Leicht - aber nicht immer günstig. Es gibt wirklich wunderhübsche Putztücher zu kaufen, aber leider sind die auch wunderhübsch teuer. Und wenn man jeden Tag eines in die Wäsche wirft und trotzdem nicht täglich 
waschen möchte, braucht man ja schon einen gewissen Vorrat ;-)

Ich bin also irgendwann dazu übergegangen, meine Spültücher selbst zu stricken, das geht blitzschnell und man 
muss auch nicht ständig an der Nadel hängen, denn die sind wirklich richtig lange haltbar *g*
Wichtig ist nur die Wahl des Materials. Reine Baumwolle ist ideal, denn dann kann man die Tücher später 
in die Kochwäsche tun - und das sollte man auch!
Topflappengarn eignet sich gut oder auch diverse Babygarne.
Letzere sind feiner, dadurch werden die Tücher dünner, das mag ich lieber.


Einfach kraus rechts mit Knötchenrand (damit es sich nicht wellt, dazu immer die erste Masche jeder Reihe 
einfach abheben) so lange in Reihen stricken, bis das Garn aufgebraucht ist.
Mit einem Knäuel Babygarn und einer 4er Nadel bekommt man bei 45 angeschlagenen Maschen so genau 
einen schönen, quadratischen Lappen heraus, der saugfähig ist und gut in der Hand liegt.
Viel besser als jedes gekaufte Putztuch....

Und weil es so schön ist, hier noch meine All-Time-Favorite-Sammlung für selbstgemachte Putzutensilien, 
die aus unserem Haushalt nicht mehr wegzudenken sind und viele herkömmliche, fast immer plastikverpackte 
und mit Chemie vollgestopfte Produkte ersetzt haben:


Toll, oder?
Wovon ich aber absolut und aus tiefster Überzeugung abrate, auch wenn es meiner Erfahrung nach die beliebtesten 
plastikfreien Putz-Rezepte im weiten Netz überhaupt sind:
Waschpulver oder Spülmaschinenreiniger selbst zu machen.
Die reinigen zwar alle wirklich hervorragend, machen aber langfristig die Maschinen kaputt (read my lips - 
der Gatte ist Profi auf dem Gebiet und weiß, wovon er spricht) - und es ist keinesfalls im Sinne der Nachhaltigkeit 
(und des Geldbeutels ;-) sich dann alle paar Jahre neue Haushaltsgeräte kaufen zu müssen....


Herkömmliche Putzmittel (und Lappen ;-) gibt es bei uns übrigens durchaus auch noch - Waschmittel und Spülmaschinenreiniger eben, Gallseife und verschiedene Fleck-wegs, WC-Reiniger und Desinfektionsmittel, diese Wischlappen für die Klappschrubber und ein paar Mikrofasertücher, die ich wirklich abgrundtief hasse, allein ihrer Haptik wegen *grusel* und Küchenpapier - aber das braucht man auch nur noch selten, 
wenn man immer passende Lappen zur Hand hat ;-)
Ich bin da wirklich nicht dogmatisch, aber wenn sich etwas schnell(!) und einfach(!!) selbst machen lässt 
und in der Praxis funktioniert, dann bin ich gerne dabei....

Jetzt darf das rosa Schätzchen aber erst mal noch rasch rüber in den großen RUMS-Pool - bevor ich Euch 
auch noch die nächste Liste um die Ohren haue, wo ich gerade so schön im Flow bin. Vielleicht von
 praktischen Küchen-Helferlein oder selbstgemachten Junkfood-Vorräten *g*

3. November 2016

Backtrennspray - nur ohne Spray und plastikfrei { DIY }

Klingt das nicht toll?
Ich weiß ja nicht, wie es Euch geht, aber Einfetten ist beim Backen wirklich nicht mein Liebstes.
Krümel oder Pinselhaare in der Butter, die sowieso meistens zu fest ist und rumzickt, dann noch mehlen,
Ecke vergessen, Mehl im Pinsel und wenn man diese klitzekleinen Guglförmchen hat, kommt der Kuchen hinterher
trotzdem nicht ordentlich raus.
Näääää....
Bei dem kleinen Fitzelkram hatte ich mir bisher immer mit einem Backtrennspray geholfen, das ich irgendwann
mal aus Holland mitbrachte und das jahrelang hielt - bis zu diesem Sommer.
Neues wollte ich nicht nur wegen der Verpackung keines kaufen, sondern auch wegen der vielen
dubiosen Inhaltsstoffe, die auf holländisch auch nicht vertrauenerweckender klingen als auf deutsch....


Also habe ich mich auf die Suche nach Alternativen gemacht und bin fündig geworden.
"Pan Release" nennt sich das im amerikanischen Ursprung und ist blitzschnell gemacht.
Das erste Glas habe ich am Wochenende endgültig geleert - Alltagstest rundum bestanden!
Das Zeug ist cremig, kommt in alle Ecken, das Mehl ist schon mit drin, die Kuchen lösen sich 
ohne Widerspruch und die Zutaten findet man alle plastikfrei.

Mögt Ihr auch?

Einfach Pflanzenfett (das, was man zum Frittieren nimmt, vorzugsweise eines ohne Palmöl, aus Gründen) und ein geschmacksneutrales Öl (ich habe Rapsöl genommen) zu gleichen Teilen in einen Topf geben 
und erhitzen, bis das Pflanzenfett geschmolzen ist.
Dann einen halben Teil Mehl dazugeben und kräftig verschlagen, bis eine homogene Masse entsteht.
Ich habe hier je 100 Gramm Fett und Öl genommen sowie 50 Gramm Mehl, das ergibt eine gute Vorratsmenge.
In ein Glas füllen und abkühlen lassen, dabei gelegentlich nochmal kräftig umrühren, denn solange die Masse
 warm ist, setzt sich das Mehl gerne nochmal ein wenig ab.
Glas verschließen und im Kühlschrank aufbewahren.
Keine Ahnung, wie lange sich das hält, aber grundsätzlich ist da ja nix dran, was schnell kaputt geht.
Das erste Glas habe ich im Sommer gemacht und das war bis zum Ende einwandfrei.

Bei Zimmertemperatur ist die Masse halbflüssig, aus dem Kühlschrank etwas fester, aber 
immer noch leicht zu verstreichen. Ich nehme es meistens zusammen mit Butter und Eiern aus dem Kühlschrank, 
dann kann es etwas Temperatur annehmen.

28. April 2016

Kleiner Dauertest { minusPlastik }

Ich schreibe gerade schändlich wenig über das Plastikthema - einfach, weil die Plastikvermeidung hier inzwischen so selbstverständlich in den Alltag eingebaut ist, dass ich oft kaum noch drüber nachdenke (außer, wenn ich mich 
mal wieder über irgendwas aufregen muss natürlich ;-) 
Und weil das Thema inzwischen viel mehr in aller Munde ist als noch vor zwei/drei Jahren.
In ein paar Tagen eröffnet in Trier ein Unverpackt-Laden - hurra, hurra, hurra!
Das wird mich in meinem Bemühungen nochmal ein ganzes Stück weiter bringen und dann werde ich auch sicher 
nochmal ausführlich über den Ist-Zustand im Hause Fluchten schreiben.


Heute möchte ich aber mal kurz zeigen, dass meine Kuchen-Transporttasche, die ich vor inzwischen nun schon mehr als drei Jahren genäht habe, immer noch gute Dienste leistet und sich im Alltag bewährt hat :-)
Hauptsächlich trage ich damit Kuchen oder Muffinplatten zu Schulfesten oder ähnlichen Veranstaltungen. Da aufgrund der Hygieneverordnung aufwändige Sahnekreationen bei solchen Veranstaltungen eh ausscheiden, geht das völlig problemlos. 
Muffins stapele ich auf einer Platte, auf dem Buffet schlägt man dann nur den Stoffdeckel um und kann direkt aus der Tasche heraus servieren. Kuchen kommen ebenfalls auf eine Platte und werden vor Ort herausgehoben. Gibt es doch mal eine Torte, setze ich zum Transport einfach noch einen Kuchenring außenherum.
So haben auch die Kinder bisher jeden Kuchen heil bis in die Schule (und die Verpackung wieder mit nach Hause!!) gebracht.
Nach Gebrauch wasche ich die Tasche einfach aus und wenn der Stoffdeckel tatsächlich mal etwas abbekommen hat, habe ich sie auch schon mehrfach mit in die Waschmaschine gesteckt.

Ich bin schon so oft auf diese bunte Tasche angesprochen worden und freue mich, dass sie gerne mal zum Nachdenken anregt. Zum Beispiel, dass es durchaus auch anders geht, als in den blöden, fetten Plastikcontainern, die 360 Tage im Jahr rumstehen und Platz stehlen. Und das gilt für so viele Dinge.
Daumen hoch dafür!

28. Januar 2016

Kleines Säckchen, große Wirkung { RUMS }

So ein Winter stellt ja auch ganz andere Erfordernisse an das Auto bzw. das entsprechende Zubehör.
Taschentücher stehen dabei bei uns auf der Liste ganz oben, ganz egal, ob zum Finger-, 
Nase- oder Scheibeabwischen ;-)


Deswegen habe ich mir neulich mal ein Taschentuch-Etui für die Sonnenblende genäht, weil ich das ständige Kramen im Türfach wirklich leid war. Außerdem habe ich so die alleinige Ausgabe-Hoheit und muss nicht später unzählige Tücher aus allen möglichen und unmöglichen Ritzen ziehen *g*


Ich habe dafür eine ganz normale, flache TaTüTa genäht und beim Zusammennähen am Boden einfach ein Gummiband mitgefasst, das man dank schwenkbarem Scharnier ganz wunderbar auf die Sonnenblende ziehen kann.
Nicht zuletzt auch deshalb ganz toll, weil man in diese Täschlein ganz einfach die Taschentücher aus der Papp-Spenderbox reinfalten und damit wieder auf ein wenig Plastik verzichten kann :-)


Als es dann allerdings so richtig kalt wurde, war mein Problem plötzlich nicht mehr mit ein oder zwei Papiertüchern zu beheben: das Auto fror zu, und zwar von innen! Und auch nicht nur ein bißchen, sondern mit allen Schikanen. 
Lüften, in die Sonne stellen, durchheizen - nix half.
Ich sah mich schon allmorgendlich tauen und kratzen bis zum Frühlingsanfang...


Dann stolperte ich allerdings über eines dieser kleinen Silica-Beutelchen, die man aus Trockenhaltungsgründen immer in Schuhkartons oder Taschen findet - und dachte mir, dass sowas in Groß vielleicht die Lösung all meiner Probleme sein könnte. Ich lernte in der folgenden Stunde eine Menge über Trockenmittel und fand dann in den Untiefen meines Verpackungslagers tatsächlich noch einen recht großen Beutel Kieselgel.


Und wirklich hat dieses kleine Wunder mein Auto innerhalb kürzester Zeit wieder trockengelegt!
Und weil man solch einen Beutel beliebig oft regenerieren kann (wenn er keine Feuchtigkeit mehr aufnimmt, erwärmt man ihn einfach im Backofen, bis die Feuchtigkeit wieder abgegeben ist), hat er für die Zukunft noch eine hübsche Verpackung bekommen ;-)
Denn die Feuchtigkeitsquelle im Auto ist zwar gefunden und beseitigt (das Altglas im Kofferraum, vermutlich nicht so ganz komplett leer *hüstel*), aber spätestens bei Regen oder Schnee wird die nächste Portion sicher nicht lange 
auf sich warten lassen....

Und weil ich mich so freue über meine beiden neuen Auto-Accessoires in hübsch, dürfen sie auch noch 
schnell rüber in den großen RUMS-Pool - wenn noch Platz ist *g*

23. April 2015

Der Prototyp { RUMS }

Ich wollte Euch ja noch den ersten Brotbeutel aus der Serie zeigen,
den Prototypen quasi ;-)


Der hat noch Krümelecken unten und ist gefüttert, ganz klassisch also, aus meinen allerliebsten Graziela-Blättern. Deswegen war von vornherein eh klar, dass der nicht verkauft wird *g*


Inzwischen hat sich im Übrigen gezeigt, dass die kurzen Kreisträger auch für Kinder sehr praktisch sind, im Gegensatz zum anderen muss ich hier nämlich nicht erst Träger kürzer knoten, wenn das Kleinchen dran ist mit Brötchenholen ;-)


Und heute, am Earth Day, darf dieser wunderbare Zero-Waste- und Bettwäschen-Upcycling-Brötchenbeutel nicht nur in den großen RUMS-Pool, sondern auch rüber zu { EiNaB}, der monatlichen Blogparade zum Thema Grünes Leben, DIY und Nachhaltigkeit.
Ein Ideenpool also für die vielen kleinen Dinge des Lebens, die die Welt ein klitzekleines Bißchen besser machen. Manchmal gehört nämlich nur ganz wenig dazu und jeder kann was bewirken....
Hier gibt es ein paar Infos dazu, vielleicht ist das ja auch für Euch interessant :-)
Finde ich toll, danke dafür!

19. Februar 2015

Ein bißchen Kultur { RUMS }

Als Bine im Sommer ihre zum Shampoo-Täschlein aufgepustete Lieselotte Hoppenstedt vorstellte,
 war es gleich um mich geschehen.


Das ist vor allem deswegen lustig, weil ich ja gar kein Duschzeug in Flaschen mehr benutze, sondern bloß plastikfreie Seifenstücke oder Shampoo Bars, die in ein Säckchen gehüllt wirklich in jedes noch so kleine Kosmetikbeutelchen passen. Von Natur aus auslaufsicher.
Aber gut, wo die Liebe hinfällt, nech?
Da macht man nix ;-)


In einer freien Minute zwischen Weihnachten und Urlaub habe ich mich deswegen mal hingesetzt und es ausprobiert. Da ich ja keine Ahnung hatte, ob sich da für mich irgendeine Praxistauglichkeit ergeben würde, habe ich sicherheitshalber mal zu Material gegriffen, das im Zweifelsfall auch der Großen gefallen würde: außen der feste, laminierte Stoff von Echino mit dem kurzsichtigen Hirsch und innen ein Stück Duschvorhangstoff....


Es zeigte sich dann aber schnell, dass die Größe auch ohne Duschzeugflaschenbatterie absolut ideal ist, denn da passt wirklich genau alles rein, was ich für einen normalen Urlaub so brauche (ok, minus Schminkzeug, aber das kommt eh immer separat....) Sogar die Zahnbürste, und zwar hochkant!

Und deswegen durfte das Schätzchen nicht nur mit nach Österreich, sondern jetzt auch noch schnell rein in den großen RUMS-Pool - da stelle ich mich heute mal gaaaanz hinten an :-))

17. Januar 2015

Wohin mit dem Kuchen? { minusPlastik }

Gestern haben wir zur Feier des beginnenden Wochenendes einen Zitronenkuchen gebacken.
Das Rezept hatte ich hier schon mal aufgeschrieben :-)
Normale, in einer Springform gebackene Kuchen oder Torten bewahre ich immer auf einer meiner alten Porzellan-Kuchenplatten auf, mit einer Glasglocke darüber.


Bei Blech- oder Kastenkuchen gestaltet sich das schon schwieriger - eine hübsche, rechteckige Glasglocke suche ich schon seit Monaten vergeblich und die alten, hohen Blechdosen für Kekse sind oft trotzdem noch nicht hoch genug. Von Blechkuchen gar nicht zu reden....
Abdecken mit Frischhalte- oder gar der bösen.bösen Alufolie ist keine Alternative, und Plastikbeutel, in die man die Kuchen stecken könnte, gibt es hier im Haus auch schon lange keine mehr.

Deswegen verwahre ich alle meine Kuchen ganz schlicht und ergreifend im Backofen. Im völlig ausgekühlten und geschlossenen. versteht sich. Dort bleibt die Schnittfläche weich, die Kruste knusprig und der Kuchen insgesamt sehr schmackhaft - anders als im Kühlschrank!
Gerne auch über ein paar Tage hinweg, wenn denn ein Kuchen mal so lange hält....
Ausnahme sind natürlich sahnelastige Kreationen, aber die backe ich in der Regel eh als runde Kuchen, 
die passen also unter die Haube ;-)


Kekse oder anderer Kleinkram wie die Mandeln wandern dagegen in Blechboxen oder auch mal in die tollen Glasdosen vom Möbelschweden (Förtrolig). Das ist inzwischen überhaupt mein Aufbewahrungs-Allrounder - die Dosen gibt es rund oder eckig in verschiedenen Größen, sind toll für Wurst, Käse, Essensreste, zum Mitnehmen, Einfrieren und Aufwärmen. Das ist für mich momentan mal wieder der bestmögliche, familientaugliche Kompromiss und der Deckel ist immerhin BPA-frei....

19. September 2014

♥ Sieben! ♥

Sieben Jahre alt ist das Kleinchen gestern geworden!
Was hat sie darauf gewartet...
Und festgestellt: als Schulkind muss man ganz schön früh aufstehen, wenn man morgens noch ein wenig feiern möchte ;-)


Normalerweise feiern wir am Tag selbst ja immer mit Familie und Freunden und schieben den Kindergeburtstag irgendwann nach, aber mit Rücksicht auf unsere mittelschwere Hausbaustelle haben wir in diesem Jahr beschlossen, gleich mit den Kindern zu feiern - und zwar außerhalb der eigenen vier Wände.


Da keiner von uns, das Kleinchen eingeschlossen, ein großer Fan von Indoorspielhöllenhallen ist, haben wir uns anderweitig umgeschaut.


Das Kleinchen wollte draußen feiern, wichtig war uns aber, dass der Ort im Notfall auch schlechtwettertauglich sein würde. Im September weiß man ja nie, auch wenn das Kleinchen an seinem Ehrentag eigentlich meistens Wetterglück hat.


Unsere Wahl fiel ziemlich schnell auf das benachbarte Freilichtmuseum - kurze Wege, traumhaft schöne Lage und ein breitgefächertes Angebot für Kinder im Internet lockten und außerdem waren wir schon oft dort und mögen es alle sehr....


Wir trafen uns am Eingang und wanderten erstmal ein Stück durch die Felder in das alte Hunsrückdorf, wo nicht nur ein ganzer Stall Hühner, sondern auch eine unglaublich nette Dame auf uns wartete.


Das Kleinchen hatte sich das Murmelprojekt ausgesucht, in dem die Kinder wie früher Klicker aus Ton drehen lernten - und auch, was man dann damit anfing ;-)


Die Bande war mit Feuereifer dabei, 
der einsame Rekordhalter schaffte sensationelle 42 Stück und wollte gar nicht mehr aufhören!


Im Anschluss wurden die Murmeln dann noch mit geriebener Kreide eingefärbt.....


.... bei strahlendem Sonnenschein und immer schön mit den Hühnern zwischen den Beinen wirklich ein Riesenspass - auch für den Gatten für mich, die wir einfach ganz enspannt dabei sitzen und uns amüsieren konnten :-)


Essen hatten wir natürlich auch mitgebracht - Fingerfood für alle!
Zum Beispiel zweierlei Minigugl - Vanille von ZuckerImSalz und Schoko von Cuisiner Bien. Beide gibt es hier häufiger und kommen immer gut an. Allerdings nehme ich jeweils die doppelte Menge, weil meine Minigugl-Form nicht Pralinen- sondern doch eher Muffingröße hat ;-)


Oder Schoko-Salzbrezeln, ein absoluter Renner momentan bei meinen Kindern, 
ich muss ständig neue machen ;-)


Was Gesundes durfte natürlich auch nicht fehlen und tatsächlich waren die Gemüse-Käse-Tulpen als erstes weg. Ich denke, die werden zukünftig auch öfter mal in die Pausenbrotbox wandern.


Ach, und Mini-Schokokuss-Indianer gab es noch!
Insgesamt muss ich festhalten, dass man auch so einen Kindergeburtstag ziemlich plastikreduziert wuppen kann -  und zwar ohne Abstriche! Mit Servietten und Fingerfood, mit etwas offenen Augen bei der Auswahl des Essens und eventuell der Bereitschaft, mit Glasflaschen und -dosen vielleicht ein bißchen mehr zu schleppen ;-) Von den unsäglichen Tütchen für die Gastgeschenkchen ganz zu schweigen, aber darüber werde ich nächste Woche noch was schreiben....


Frisch gestärkt erlebten die Kinder dann im Rahmen einen kleinen Führung am eigenen Leib, wie das Schülerleben früher war. Für die mehrheitlich gerade eingeschulten i-Dötzchen ein echtes Erlebnis!
Alleine das steife Sitzen und Schweigen, vom Rest ganz zu schweigen.
Holz mitbringen zum Heizen? Tafeln, die man später auswischte und nicht mal eben was Nachlesen konnte? Schläge?? Fassungsloses Schweigen....


.... das sich allerdings in hysterischem Kreischen entlud, als gebadet wurde.
Draußen! Und alle nacheinander im selben Wasser!! 


Und auch alle im selben Bett ;-)
ICH kenne das ja alles noch zu gut aus den Erzählungen meiner Großeltern, aber für die Kinder waren das Geschichten aus einer anderen Welt.
"Wie in Bullerbü!", sagte das Kleinchen.
Ja, nur in echt.


Danach wanderten wir wieder Richtung Ausgang, 
wo die Party auf dem Spielplatz langsam ausklang.


Insgesamt war es ein toller und unglaublich entspannter Geburtstagsnachmittag, den ich wärmstens weiterempfehlen kann, wenn Ihr hier in der Gegend wohnt.


Das Freilichtmuseum Roscheider Hof ist wirklich das Pfund des kleinen Städtchens und es wuchert in 
meinen Augen viel zu wenig damit....
Wenn Ihr mal in die Trierer Ecke kommt: Hingehbefehl, ganz klar! :-)


Und ich?
Ich hätte ja gerne einmal freie Auswahl dort - 
da würden diverse Schätzchen ein neues Zuhause finden ♥