22. Dezember 2021

Weihnachtliche Rocky Roads

Diese Schätzchen hier, die gehören inzwischen schon zu unserem 
weihnachtlichen Standard-Repertoire,  genau wie die 
Süßkram, auf den man sich das ganze Jahr freut, weil er einfach so
unfassbar lecker ist. Und wo die Verwandschaft schon im Herbst fragt:
"Aber Du verschenkst doch dieses Jahr hoffentlich auch wieder
diese schrecklichen Schokowürfel, die man immer alle auf einmal aufessen 
muss, weil man nicht aufhören kann?!"

Aber selbstverständlich, schon alleine deswegen, weil der Verschnitt und
die Bröckchen immer für mich abfallen!
Here we go....


Für ein kleines Blech Rockies (ich nehme immer eine quadratische Brownie-Backform
von gut 20x20 Zentimetern) vermischt man folgende trockene Zutaten in einer
großen Schüssel - (Werbung weil Markennennung):
Je 150 Gramm Snickers und Twix, kleingeschnitten.
250 Gramm Smarties oder M&Ms.
150 Gramm kleine Marshmallows, bei Rewe gibt es eine rosa/weiße Mischung.
400 Gramm gesalzene Erdnüsse.
30 Gramm gefriergetrocknete Himbeeren (gibt es zum Beispiel hier, in kleiner
Menge aber auch bei dm in der Babyabteilung als Snacktütchen).

Die Zutaten sind maximal variabel an die eigenen Vorlieben anpassbar,
nur das Volumen sollte immer in etwa gleich sein. Für meine absolut allerliebste
Mischung ersetzt man zum Beispiel die Smarties durch Salzbrezelchen 
und Karamell-Popcorn - ein Traum, sag ich Euch....


500 Gramm Zartbitter-Kuvertüre im Wasserbad (oder ganz profan in der
Mikrowelle) schmelzen, über die Süßigkeiten-Mischung geben und gründlich
vermischen. Am Anfang denkt man, die Schokolade reicht niemals aus, um 
alles zu umhüllen, aber das wird. Die Schokomasse in der mit Backpapier
ausgekleideten Backform verteilen, ordentlich festdrücken und über Nacht
 an einem kühlen Ort fest werden lassen. Für die Optik kann man
vorher auch noch ein paar weitere, zerbröselte Himbeeren auf die
Schokolade geben. Am nächsten Tag die feste Masse zusammen 
mit dem Backpapier aus der Form heben und mit einem großen,
scharfen Messer in Würfel schneiden. Eventueller Bröckchenabfall
ist einkalkuliert und zum sofortigen Verzehr freigegeben *g*


Ich verpacke die Rockys immer in (plastikfreie und kompostierbare)
Cellophan-Beutelchen, die ich in diesem Jahr in Papp-Eisbecher gesteckt habe.

Bändchen drum, Anhänger dran, fertig ♥

Und dann muss man halt gleich die nächste Portion anrühren, weil
man mittlerweile leider süchtig geworden ist. 
Was will man machen ;-)

17. Dezember 2021

Alle Jahre wieder...

 Wer dieses kleine Blog schon eine Weile verfolgt, weiß, 
dass die Lieblingsfreundin und ich uns seit unserer Jugend 
jedes Jahr gegenseitig einen Adventskalender schenken.
Daran konnten Jobs und diverse Kinder nicht rütteln und 
selbstverständlich auch keine Pandemie ;-)


Letztere hatte indirekt allerdings dann doch Einfluss zumindest
auf die Füllung des diesjährigen Kalenders, denn das, was ich 
ursprünglich angedacht hatte (und ich an dieser Stelle nicht
verraten kann, denn bis zum nächsten Jahr wird es ja
eventuell doch endlich mal angekommen sein ;-) steckt seit
Monaten in irgendeinem Überseecontainer fest
und bewegt sich keinen Meter mehr vom Fleck.

So habe ich die Tütchen in diesem Jahr mit allerlei
zusammenhanglosem, aber selbstverständlich trotzdem
sehr, sehr hübschem Schnickeldi gefüllt und sie taten mir den
Gefallen, am Ende trotzdem noch in das kleine Körbchen
zu passen, das praktischerweise perfekt zu dem rosa
Glaspilz passte, den ich eh nicht unfallfrei in eines der 
Tütchen hätte verfrachten können. Manchmal macht es
eben dann doch der Zufall perfekt, nicht wahr? 

Und dass ich für kommendes Jahr dann schon eine Füllung
habe (zumindest im Idealfall...), das muss ich mir jetzt
nur noch irgendwo aufschreiben, denn so weit reicht
mein Gedächtnis dann doch nicht mehr...

12. Dezember 2021

12 von 12 { Dez 2021 }

   Am 12. des Monats macht man zwölf aussagekräftige Bilder von seinem Tag - 
so funktioniert 12 von 12. Wer dieses Spielchen allmonatlich gerne mitmacht, 
seht Ihr wie immer hier bei Caro in der Liste


Guten Morgen am dritten Advent. Regel Nummer Eins: Lies keine emails 
im Bett, egal wie weit der  Morgen schon fortgeschritten ist. Lass es einfach. 
Half auch nichts, dass der Mann schnell noch versucht hat, das Elend zu
 verstecken. Eigentlich war ja schon seit Wochen klar, dass es extrem 
unwahrscheinlich ist, dass wir über Silvester endlich unsere liebste
 Ferienwohnung in den Bergen wiedersehen werden. 
Ein Blick auf die aktuellen Coronazahlen in Bayern reichte.
Es schwarz auf weiß zu lesen, schmerzt jetzt trotzdem. Sehr. 
Bye, erholsamste Tage des Jahres. Wer hätte die auch
schon gebraucht nach einem Jahr wie diesem....
(Und wie bitter ist bitte "man fühlt sich nicht mehr sicher hier"!?)


Zur Hebung der Laune erst mal zum Adventskalender.
Ok, das bekomme ich hin :-)


Buchhaltung wartet. Selbst und ständig und so.
Aber immerhin standesgemäß mit Baum und überhaupt mag ich
meinen Arbeitsplatz im Wohnzimmer schon sehr :)


Das Frühstück war eher rudimentär, deswegen fahren wir 
frühestmöglich zum Weihnachtsmarkt. Es ist erst sehr knapp Mittag 
und das Wetter zum Davonlaufen, entsprechend wenig ist los,
hurra. Schnelles Essen auf die Hand - Lángos für die Familie...


... und eine Gemüse-Seele für mich. Was hab ich die vermisst! 
So sehr, dass ich mir direkt mal ordentlich den Mund verbrenne,
eh klar.


Paar normale Bilder für den Kopf speichern, wenn es schon
keine Winterbergebilder geben wird. Ich bin ja schon in normalen
Zeiten kein Fan vom Weihnachtsmarkt, aber optisch mag ich ihn
wirklich gerne ;-)


Auf dem Heimweg schnell noch ein bisschen Buchhaltungs-
Nachschub besorgt.


Dann aber erst mal auf der Couch das letzte Formel 1-Rennen der 
Saison geschaut. Lange ist die WM nicht mehr so spannend gewesen und
dann so eine letzte Runde! Wahnsinn! (Und willkommen in Europa,
Omikron. *örks) Gefeliciteerd, Max Verstappen!


Bisschen Kuchen ist auch noch da.
Hungern muss hier heute niemand.
(Und können wir bitte mal über diese Silikonform sprechen?
Hätte ich wirklich nie geglaubt, dass die funktioniert, mit solchen
krassen Kanten....)


Zwei Päckchen gepackt und dazu noch ein paar Sachen, die
ich über die Kleinanzeigen verkauft habe. Das Wetter ist jetzt 
schon so lange so usselig, dass ich sogar zum 
Ausmisten komme...


Noch eine kleine Runde Schreibtisch. Ich muss vorarbeiten,
übermorgen wird geboostert und danach möchte ich bitte einfach
gar nichts tun müssen. 


Bereit für den Weihnachtsfilm des Tages. Die Große ist in ihrer
Wohnung verschollen, die Missi muss lernen - sieht so aus, als
hätten der Mann und ich heute freie Wahl!

9. Dezember 2021

Es weihnachtet...

 Auch in der Kleinen Werkstatt. 
Was die Nähergebnisse angeht zumindest, optisch sieht es um mich
herum gerade nicht so wirklich weihnachtlich aus - eher 
Team Chaos total. Ich hoffe, das wird sich am Wochenende mal
ändern, dann wandern die Geschenke nämlich einfach unter
den Baum, die sich hier momentan zwischen den Stoffstapeln
sammeln...


Eines der ersten Weihnachtsgeschenke für dieses Jahr ist diese
kleine Krippe aus einem Bastelset von Susalabim - die darf jetzt
hier noch ein paar Tage lang Weihnachtsstimmung verbreiten,
bevor ich sie meiner Oma schenke :)
Und hier im Chaos geht es jetzt weiter mit Kissen
und Täschlein, was Handfestes also!

5. Dezember 2021

Tagebuchbloggen { 5. Dezember 2021 }

  "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"

Frau Brüllen fragt das an jedem fünften Tag des Monats und wer mag, schreibt fleißig mit.

Die übrigen WMDEDGT-Einträge findet Ihr wie immer hier.


Mein Tag begann heute unchristlich früh für einen Sonntag, aber was

will man machen. Pferdemenschen sind Frühaufsteher und solange

Pferdemenschen noch keinen eigenen Führerschein haben, 

muss halt auch die Crew früh aus den Federn ;-)


6.45 Uhr: Mein Wecker klingelt. An einem Sonntag.

Ohne Worte. Aber leider gibt es kein Erbarmen - gestern hat es nämlich 

den Mann getroffen, also bin ich heute fällig.

Zum Glück ist es keinesfalls die Regel, dass die Missi am Wochenende 

mitten in der Nacht Stalltermine hat und schon gar nicht Samstag 

UND Sonntag. Aber diese Woche war nachmittags keine Zeit für Reitstunden 

und unglücklicherweise hat sie dann zweimal die Neun-Uhr-Wochenendkeule getroffen.

Ich quäle mich aus dem Bett. Der Mann dreht sich um und zieht sich 

mein Kissen über den Kopf. Ich weine leise und wecke das deutlich

motiviertere Kind. Fertig machen und warm anziehen.


7.30 Uhr: Ich schmiere Brote für die Missi, koche mir einen Tee 

zum Mitnehmen und weil ich nett bin, stecke ich auch Brötchen in den 

Ofen und decke den Frühstückstisch für den Rest der Bande. 

Wobei das vermutlich nur für den Mann relevant wird, der spätestens 

in einer halben Stunde eh aufsteht. Die Große wird wohl erst auftauchen, 

wenn wir längst zurück sind.


7.45 Uhr: Wir müssen dringend los. Sprudel, Tee, Traubenzucker, Stiefel, 

Putztasche, Rückenprotektor, Helm, Sporen und eine Banane für den Ponyopa. 

Echt leichtes Gepäck heute :-p

Ach, und natürlich Mützen, Handschuhe, Loops und Masken.

(Mit Schal, Mütze, Brille und Maske fühle ich mich ja immer ein bisschen wie 

unter Wasser - man nimmt alles nur noch sehr gedämpft wahr. Schwierig.) 

Als wir mit dem ganzen Krempel draußen stehen, fällt mir auf, dass 

der Mann mich mit dem Transporter in der Einfahrt zugeparkt hat. 

Freiparken oder den Golf der Großen nehmen, das ist die Frage. 

Da ich keine Lust habe, mir später die Predigt anzuhören, dass wir 

mit ihrem heiligen Auto "Zu den stinkenden!! Pferden!!! Das ist ja ekelhaft!!!!" 

(been there, done that...) gefahren sind, entscheide ich mich fürs 

Freiparken, was ein echter Spass ist, denn es ist dunkel, nass,

 der Transporter naturgemäß sehr groß und selbstverständlich parken Autos 

vor unserem Haus, sonst hätten wir uns da ja selbst in Abfahrreihenfolge sortieren

 können. Ich fahre also den Transporter drei Häuser weiter an die Straße, 

befreie mein Auto und pfropfe dann die Riesenkiste-ohne-Fenster eilig 

wieder rückwärts in die Einfahrt, die genauso breit ist wie der Transporter.

 Straße schmal, gegenüber parkt ein Auto, ich muss zweimal korrigieren 

und so ein Transporter PIEPST BEIM RÜCKWÄRTSFAHREN. 

Sonntagsmorgens kurz vor acht. So sorry, Nachbarn, echt. 

Ich würde ja auch total gerne noch schlafen, man lässt 

mich nur einfach nicht...


Es ist 

8 Uhr, als wir endlich loskommen. Immerhin ist es nicht glatt und 

selbstverständlich ist außer uns absolut niemand unterwegs, 

so dass wir es in gut zehn Minuten an den Stall schaffen. 

Das ist mal eben halb so lange wie unter der Woche! 

Sensationell.


8.15 Uhr: Die Missi begrüßt kurz den Ponyopa, der noch recht verpennt 

aus der Wäsche guckt. Aber der hat eh frei heute. Immerhin einer. 

Ich nutze die Zeit, mir am ersten Schluck Tee brutal die Lippen 

zu verbrennen. Die neue Thermoskanne kann was! 

Zur Ablenkung gehe ich zur Haflingerherde, das Pferd holen.

Trotz 2G+ und damit Maskenpflicht überall, wo ein Dach drauf ist, 

putzen wir heute drinnen, denn es fängt an, eklig zu regnen.

Das heißt, die Missi putzt, ich organisiere noch eine Ladung Heu, denn 

das arme Pferd hatte gerade erst begonnen, zu frühstücken und 

wird gleich seine Kräfte brauchen.


8.45 Uhr: Pferd ist geputzt, gesattelt und getrenst, auf geht's in die Halle. 

Zu meiner Freude (und der meiner Gelenke) ist der Parcours schon aufgebaut, 

denn heute ist Springtraining und normalerweise heißt das erst mal Stangen 

schleppen. So beschränkt sich meine Mithilfe heute auf Steigbügel kürzen, 

Nachgurten, später noch ein Paar Sporen verschnallen und dann eine Stunde lang 

mit dem Äppelboy hinter den Pferden herräumen. So wird einem wenigstens nicht

kalt... Wenn gerade mal kein Pferd äppelt, verbrenne ich mir weiter den Mund 

am Tee und amüsiere mich im Geheimen sehr über die Missi und ihr 

heutiges Pferd (ein anderes als sonst), das wirklich keinen schnellen Schritt mehr 

geht als nötig und auch die Hindernisse mehr überhüpft als überspringt. Und im

Anschluss gerne sofort stehenbleibt. Aufgabe erledigt. Der Gesichtsfarbe 

der Missi nach zu urteilen, ist das heute knochenharte Arbeit. Vielleicht kann 

ihr Sportlehrer morgen ja nochmal erklären, dass Reiten eigentlich gar

 kein richtiger Sport sei. Danach sollte er allerdings schleunigst in Deckung gehen, 

denn sie war letztes Mal schon kurz davor, ihm mal eine 

Probestunde anzubieten *g*



10 Uhr: Stunde beendet. Die Missi rutscht aus dem Sattel in den Sand und 

verkündet, ganz sicher nie wieder aufstehen zu können.

Ob ich wohl mal schnell die Hufe auskratzen könne? Ich kann.

Schließlich geht es hier auch um meine schnelle Rückkehr auf die Couch!

Ich organisiere auch noch eine Abschwitzdecke und leiste Mr. Schnarch 

(fressen kann er schnell!) dann beim Frühstück Gesellschaft, während 

die Missi die Gerätschaften verräumt. Mein Tee hat inzwischen

wenigstens leidlich Trinktemperatur.


10.30 Uhr: Pferd zurück zur Herde gebracht, Ponyopa nochmal geknutscht 

(morgen ist er dann wieder dran) und ab nach Hause.

Die Missi kommt kaum noch aus dem Auto und freut sich nur mäßig, 

dass sie heute noch mehr tun muss, als den Rest des Tages im Bett zu liegen. 

Ich schicke sie duschen und gehe erst mal zum Mann auf die Couch, Füße wärmen. 

Der hat inzwischen gefrühstückt, gebadet, die Spuren des Abends (Fußball!

 War aufregend und alle Kinder haben mitgeguckt, genau so sah es im 

Wohnzimmer auch aus...) beseitigt und sogar die Adventskerzen angezündet. 

Die Große ist erwartungsgemäß noch nicht aufgetaucht. Deren Leben besteht

 momentan zu 95% aus Lernen und Schlafen. Das Abi naht. 


12 Uhr: Die Missi ist geduscht, meine Füße warm. Mittach! 

Ich hatte kein Frühstück und stehe kurz vorm Hungertod. Zum Glück

 haben wir gestern abend Pizza und Pasta geholt und noch reichlich Reste. 

(Festes Ritual seit dem ersten Lockdown: Samstags abends irgendwo

 lecker Essen holen und zwar so viel, dass es auch noch für sonntags reicht. 

Zack, was für die Seele und die Wirtschaft getan - und zweimal Kochen gespart :) 

Wir essen, planen den restlichen Tag und erfahren nebenbei von der Großen 

sehr viel über europäische Gebirge und Flüsse, von denen ich im Leben 

noch nichts gehört habe (Rhodopen was?!) Da sag mal einer,

 Schule würde nicht bilden.


13 Uhr: Der Mann und die Große fahren jetzt zur Oma und dann zusammen 

den Opa besuchen (bzw. gehen sie eine Runde mit ihm spazieren, 

weil Besuchen is ja gerade nich), der ist nämlich kürzlich mal wieder von der 

Leiter gefallen und momentan zur Reha.

("Mal wieder" ist leider absolut wörtlich zu nehmen, denn meine Schwiegereltern 

sind in der Zeit, die ich sie kenne, definitiv öfter von Leitern oder Bäumen gefallen 

als alle anderen Menschen, die ich kenne oder jemals kannte, zusammen.)

Wir zwei anderen bleiben zuhause, denn erstens würden wir nicht alle 

ins Auto passen, zweitens Pandemie und so und drittens hat die Missi 

noch was zu lernen. Das tut sie nun auch, während ich mich mit dem

letzten Stück Pizza, einem Buch und einer Decke auf die

Couch verziehe...



16.30 Uhr: Der Mann und die Große sind wieder da.

Ich habe zwischenzeitlich mal noch die Nikolausgeschenke der Kinder

eingepackt, ein Stück Kuchen gegessen und die Weihnachtskarten rausgesucht - 

die Missi diskutiert am Telefon nämlich gerade mit einer Stallfreundin das 

gemeinsame Weihnachtsgeschenk für die Reitlehrerin, das sie ihr morgen 

schon geben wollen, weil sie da vermutlich zum letzten Mal vor 

Weihnachten zusammen am Stall sein werden. Außerdem habe ich 

hier mal ordentlich was weggetippt und zwei Blogposts vorbereitet.

Allerdings erst, nachdem ich den Laptop am Laufen hatte, das ist

neuerdings oft eine tagesfüllende Aufgabe...


17 Uhr: Der Mann hat gestern einen Christbaum geholt (und sich

beim Zurechtschneiden den halben Finger abgesäbelt) und dafür, dass er

zum ersten Mal seit vielen, vielen Jahren keine Hilfe von den Kindern hatte,

ist er eigentlich ganz schön geworden ;-) Jetzt holt er ihn aus dem Flur ins

Wohnzimmer. Platz haben wir gestern schon gemacht, jetzt kann er

ein wenig Wirkung entfalten, bevor wir ihn heute abend oder 

morgen schmücken werden. Ich dirigiere ihn wohlwollend von der

Couch aus und pflege derweil meine massiven Rückenschmerzen.


18.30 Uhr: Wir haben ein ausführliches Geschenke-Brainstorming betrieben,

schon drei oder viermal den Baum gedreht und nebenbei schauen wir

Formel 1. Seltsame Geräusche über uns. "Missi, was tust Du?" -

"Ich dusche!" - "Aber Du hast doch schon heute morgen geduscht!?" -

"Da hab ich mich abgeduscht. Jetzt dusche ich RICHTIG!"

Selbstverständlich. Was fragt er auch...


19 Uhr: Abendessen. Wir haben Suppe von der Oma, dazu gibt es 

Sandwiches. Danach nochmal ein bisschen Formel 1 auf der Couch

zusammen mit den Kindern, was bedeutet, dass wir eigentlich nur noch

die Bilder haben und das Geschehen selbst interpretieren müssen. 

Ich nutze einen kurzen Augenblick, um die Nikolausstiefel im Flur zu

drapieren. Im Anschluss planen wir alle zusammen die Weihnachtstage.

Also, genauer gesagt: Das Essen während der Weihnachtstage. Die Kinder

sind da ganz traditionalistisch ("Wie immer halt!"), der Mann und ich können

aber doch noch ein paar Experimente unterbringen. Wir planen jedenfalls wieder

die Weihnachtstage zu viert und ohne Besuch, alles andere ist wohl utopisch,

zumal die Große nur eine Woche später ins Abi startet. No risk, no fun?

In dem Fall wohl eher nicht...


20.30 Uhr: Der Plan steht, ich habe nebenbei heimlich auch noch die 

Geschenkeliste komplettiert. Das meiste haben wir - was fehlt, sind fast 

alles Dinge, die noch selbst gemacht werden. Ich habe die Kleine Werkstatt 

heute in die Winterpause geschickt, es kann also losgehen.

Die Kinder reklamieren das Ausbleiben vom Nikolaus (der kommt bei

uns tatsächlicher immer am Nikolausabend, nicht in der Nacht), aber

kurz darauf stolpert die Missi im Flur über Apfel, Nuss und

Mandelkern und das Plündern der Stiefel verwandelt das Wohnzimmer in

kürzester Zeit in ein Schlachtfeld. Mein Vorschlag, Nikolaus zukünftig

vielleicht mal etwas erwachsener abzuhandeln, wird wie jedes Jahr 

empört abgeschmettert. Also von den Kindern, der Mann wäre 

wohl soweit ;-)


21.30 Uhr: Wohnzimmer wieder vorzeigbar, beide Kinder nochmal an den

Schreibtischen. Wir drehen den Christbaum ein letztes Mal und beschließen,

das morgen nochmal bei Tageslicht zu betrachten. Letztes Jahr war es 

irgendwie einfacher, aber da hatten wir auch einen total großen, 

perfekten Pandemie-Kompensationsbaum. In diesem Jahr sind wir 

scheinbar schon abgestumpft. Ich merke, wie früh ich heute morgen 

aufgestanden bin (also für einen Sonntag, aber mein Biorhythmus merkt alles!),

 und verabschiede mich mit Buch Richtung Bett. Gar nicht so selten

neuerdings, dass ich hier die erste bin, die schläft.


23.10 Uhr: Ja denkste. Die Missi hat mich auf dem Weg ins Bett nochmal

ordentlich wachgequatscht und so hat der Mann mich elegant links überholt

und schläft jetzt schon tief und fest, genau wie seine redselige Tochter.

Die Große (und den Freund?) höre ich noch unten kruschteln, aber die

muss/müssen montags auch immer erst zur Dritten raus.

Kann ich nur von träumen, also versuche ich jetzt auch nochmal

mein Glück. Gute Nacht!

1. Dezember 2021

Handgestickt

Es ist Dezember, Freunde!
Zeit, sich Gedanken über Weihnachtsgeschenke zu machen :)
Ich bin da zugebenermaßen immer Team "Der frühe Vogel"
und beginne schon mit dem Ende der Sommerferien, mir
Gedanken zu machen und eine Liste zu schreiben...


Einmal, weil ich es wirklich, wirklich hasse, mich im Dezember 
durch die Geschäfte zu quälen. Im Dezember möchte ich mit Kerzen
zuhause sitzen, Plätzchen essen und Weihnachtsfilme gucken.
Mehr. Nicht. Die Geschenke haben dann bitte schon eingepackt in der
Ecke zu liegen. Außerdem mache ich ja viele Geschenke selber und
das empfiehlt sich wirklich nicht auf den letzten Drücker, wenn
man eine einigermaßen entspannte Vorweihnachtszeit haben möchte.


Deswegen habe ich auch schon im September bei unserem einzigen
Ausflug ins luxemburgische Shoppingcenter in diesem Jahr gleich drei dieser
wunderbar simplen Canvastaschen gekauft, weil die aufgesetzte Tasche 
wirklich unglaublich laut "Bestick mich!" schrie ;-)
Garn und Muster habe ich in Mengen zuhause und es dauerte dann 
bloß auch noch die ein oder andere Woche, bis ich mich entschieden
hatte.


Fürs erste Motiv habe ich eine der bunten Blumenwiesen von 
and other adventures gewählt, weil die in ihrem Format einfach 
perfekt für die quadratische Tasche war und die filigranen 
Blumen einen schönen Kontrast zu dem groben Canvas bilden.


Wider Erwarten ging das Besticken recht einfach von der Hand, ohne 
dass ich die aufgesetzte Tasche abtrennen musste. Da war ich mir
anfangs nicht sicher. Allerdings waren die vielen Knötchenstiche eine
echte Herausforderung für meine Fingerkuppen. Der Fingerhut
half nur bedingt, aber der Mann reichte mir irgendwann eine
Kombizange an und damit ließ sich die Nadel tatsächlich an den 
neuralgischen Punkten wie durch Butter ziehen... War bestimmt
ein interessanter Anblick, mit Nadel und Kombizange auf der
Couch *g* Das Ergebnis überzeugt mich allerdings derart, 
dass ich für die zweite Tasche wieder dasselbe Muster gewählt 
habe - diesmal allerdings ein bisschen mehr Ton in Ton.