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20. Juli 2023

Fake-Feuerschale für laue Sommernächte

 Im Moment kühlt es nachts zwar wieder ordentlich ab, was ich sehr begrüße - solange es nachts kalt ist und ich gut schlafen kann, stecke ich die Hitzeeskalationen tagsüber deutlich besser weg. Die meiste Zeit wird es aber erst abends so richtig angenehm draußen und so verbringen wir viel Feierabendzeit auf dem Balkon. Gleichzeitig wird es aber auch schon wieder erkennbar früher dunkel *hmpf* und deswegen habe ich schon länger nach einer Möglichkeit gesucht, unseren Balkon zusätzlich zur Solarlichterkette abends noch ein bisschen mehr zu illuminieren.


Als uns dann neulich mal die Füße kalt wurden, meinte der Mann „Ein Feuer wäre jetzt schön“ und da fiel mir die Feuerschale wieder ein, die noch irgendwo im Gartenschuppen rumliegen musste. Feuer gibt’s hier noch häufig zum Grillen, aber Feuer nur um des Feuers (oder der Wärme ;) willen haben wir uns in den letzten Jahren aus Umweltgründen eigentlich abgewöhnt.

lichterketten-feuerschale how to

Ich habe uns also eine Wärmflasche gemacht (Feuer war auf einem Holzbalkon auch mehr so ein utopischer Wunsch ;) und am nächsten Morgen die Feuerschale aus der hintersten Schuppenecke gezogen. Bei den Schwiegereltern fand ich ein paar Holzscheite (dort findet man alles, immer!) und in meinem Vorrat eine lange, filigrane Lichterkette. Das Bedienmodul habe ich ganz unten in die Schale gelegt, idealerweise nimmt man eine Kette mit Timer, dann muss man da nur sehr selten mal dran. Und dann habe ich das Holz gestapelt wie für ein Feuer und dabei die Lichterkette großzügig um die Scheite gewickelt.

feuerschale für laue sommerabende

Bei Sonnenuntergang den Timer aktiviert und tadaaa: Feuerfeeling auf dem Holzbalkon. 
Oder auf der Terrasse, der Wiese oder wo man eben gerade sitzt, denn dieses Feuer ist ja zum Glück transportabel. Ich mag die Atmosphäre wahnsinnig gerne und für mich ist das eine echte Alternative zu einem Feuer, das man nur für den Gemütlichkeitsfaktor anzünden würde. 
WARM ist es gerade die meiste Zeit ja von ganz alleine ;)

22. Mai 2020

Lernplattform, ganz analog

In einen unserer Kirschbäume im Garten haben der Mann und die
Große vor vielen Jahren mal ein Baumhaus gebaut. Ein wunderbarer
Rückzugsort aus Sperrmüll und altem Holz, mit Fenster, Balkon und einer Tür, 
die man hinter sich schließen konnte - und überhaupt in einem Format, 
das es jedem Erwachsenen unmöglich machte, mehr als nur mal
rasch den Kopf hineinzustecken.


Dieses Haus war nicht nur bei unseren beiden wahnsinnig beliebt, 
sondern auch bei allen Besuchskindern. In all den Jahren ist auch 
kein einziges vom Baum gefallen ;-) 
In den letzten zwei/drei Jahren allerdings traf man dort nur noch die
Nachbarskatzen an, denn die Kinder waren dem Haus entwachsen
(also körperlich, sie passten einfach nicht mehr rein) und es wurde auch
zunehmend morsch. 


Da der Wunsch nach sommerlichem Chillen im Baum aber weiterhin ungebrochen 
war, haben der Mann und die Missi das Haus neulich an einem 
Wochenende kurzerhand abgerissen und auf dem Grundgerüst, das 
weiterhin stabil und fest war, ein großes Podest gebaut -
unsere eigene Lernplattform fürs Coronaschooling hoch oben im 
Kirschbaum, ganz analaog. Und beide Kinder lieben sie!


Ausgestattet ist die Sommerresidenz mit zwei dicken Sitzkissen, wobei man eines 
auch ganz wunderbar als Rückenlehne gegen die Äste legen kann, einer 
riesigen Decke und einer alten Obstkiste, die gleichzeitig als
Tisch oder Regal dient. Ich denke, so wird der Kirschbaum auch noch 
ein paar weitere Jahre bewohnt werden können - nun aber auch
mal von uns Erwachsenen, hah! :)

18. Mai 2020

Wimpelkette mal anders { Upcycling }

Wir hatten jetzt fünf Jahre lang eine blumige Wimpelkette aus Vintagestoffen
über unserer Terrasse hängen, an der zuletzt aber doch deutlich der Zahn der Zeit
nagte. Außerdem fanden die Kinder die echt blöde. 


Also war ich so freundlich  und habe eine neue genäht. Ob sie die nun besser finden, 
wage ich zwar zu bezweifeln *g* - aber ich liebe sie jedenfalls heiß und innig 
und sie passt auch ganz wunderbar zu dem leichten Boho-Feeling, das in diesem 
Coronafrühling durch unseren Garten weht....


In dieser Familie findet sich bekanntlich ja alles, selbst stapelweise Häkeldeckchen,
wenn man welche braucht. Ich musste also nicht lange suchen, um meine Zutatenliste
abzuarbeiten. Wobei selbstverständlich nur zusammengesammelte Häkeldeckchen infrage
kamen, die selbstgemachten von meiner Oma hüte ich wie ein Heiligtum ;-)
Wenn Ihr Euch selbst auf die Suche begeben wollt, hätte ich Euch in früheren Zeiten den
klassischen Flohmarkt ans Herz gelegt, dort findet man solche Schätze in rauen Mengen.
In flohmarktlosen Zeiten tun es aber auch die örtlichen Sozialkaufhäuser,
Gebrauchtmöbelbörsen oder online-Kleinanzeigen.


Die Deckchen habe ich auf dem Boden hübsch nebeneinander angeordnet, bis es mir gefiel und ich
die passende Länge beisammen hatte. Dann wurde jedes einzelne fein säuberlich in der Mitte
durchgeschnitten. Das geht ganz hervorragend, nur bei den ganz filigranen Deckchen muss man
beim Einnähen später ein bisschen aufpassen, dass man sie nicht aus Versehen
 auseinanderzieht. Dann habe ich mir ein passendes und ausreichend langes Schrägband gesucht,
am Anfang etwa zehn Zentimeter "leer" zusammengenäht und dann begonnen, die 
Häkeldeckchenhälften nach und nach im Nähverlauf unter das Schrägband zu schieben
und festzunähen. Ob man dabei eine Lücke zwischen den einzelnen Deckchen lässt 
oder sie minimal überlappend anordnet, ist Geschmackssache. 
Hat man die gewünschte Länge erreicht, näht man nochmals dieselbe
Schrägbandlänge wie zu Beginn leer zusammen.

Ich habe auf diese Art zwei identische Wimpelketten genäht, die die 
Terrasse jetzt rechts und links schmücken - hoffentlich mindestens für 
die nächsten fünf Jahre 

2. April 2019

Saisonstart im Garten

Um uns herum in der Nachbarschaft brummen schon ganz fleißig die 
Rasenmäher und Vertikutierer, nur bei uns ist es still.
Wir warten nämlich jedes Jahr mit der Verschönerung des struppigen 
Winterrasens, bis die Veilchen verblüht sind, die wir vor bald
20 Jahren beim Umzug aus dem alten Schulgarten meiner Oma aus-
und im neuen Garten wieder eingegraben haben.
Prioritäten und so ;-)


Seither haben sie sich wie wild vermehrt, im übrigen genauso wie die Primeln,
die meine Oma vom Esstisch aus immer ausgewildert hat, wenn sie
verblüht waren. Unser Rasen, der in Wahrheit natürlich gar keiner ist, sondern
nur eine schnöde Wiese, ist also besonders in den ersten Frühlingswochen
immer eine sehr bunte Angelegenheit :-)
Und wo wir schon dabei sind: das Vertikutieren haben wir schon vor vielen Jahren
aufgegeben. Da unser "Rasen" zu mindestens 50% aus Moos besteht, hat das 
immer nur viel braune Hässlichkeit hinterlassen und kurz darauf war das
Moos eh wieder da, in alter Frische.
Und hey: Moos hat unschlagbare Vorteile:
es ist schön weich, es sitzen selten mal Bienen drin und man muss es nicht mähen ;-)
Hauptsache grün, nech?

Untätig waren wir aber auch nicht bisher.
Wir haben die Senken, die die Bohrlöcher unserer Wärmepumpe auch nach 20 Jahren
immer noch mit schöner Regelmäßigkeit verursachen, aufgefüllt und Rasen nachgesät.
Im Frühbeet haben wir erstes Gemüse und ein paar Blumen ausgesät, im
Hochbeet auf dem Balkon sprießt Grünzeug (Rauke, Pflücksalat und Schnittknoblauch),
die ultrafrühen Erbsen grünen schon, die Kartoffeln sind ausgebracht und 
im Hochbeet wurden als Vorhut Möhren ausgesät.
Bäume und Sträucher wurden geschnitten, die Buchsbaum-Abgrenzungen
gedüngt und gegen den fiesen Zünsler gewappnet.
Rund um den Pool, der im letzten Sommer ja mehr so spontan auf das bisherige
Kartoffelfeld gesetzt wurde, haben wir es ein wenig hübsch gemacht.
Was als nächstes ansteht: auf einer reichlich nutzlosen Fläche
im vorderen Garten wollen wir ein Kräuterbeet anlegen, in
mehreren Etagen. Bisher sind unsere Kräuter eher wahllos im
ganzen Garten verteilt, das muss sich ändern. Dringend!
Überhaupt bemühen wir uns gerade um mehr Struktur im Garten,
das muss dieses Alter sein *ggg*

Jedenfalls bräuchte ich den angekündigten Kälteeinbruch gerade gar nicht
und würde gerne einfach durchziehen....

26. März 2015

Raus in den Garten! { DIY }

Auch wenn es im Moment draußen wieder ziemlich usselig ist (natüüüürlich, sind ja schließlich Ferien!), hatten wir schon einige schöne Tage, die wir im Garten verbringen konnten.
Die Kinder haben ihre vertrauten Ecken in Beschlag genommen, mit dem Gatten die Beete umgegraben (und dabei noch einen ganzen Eimer Kartoffeln gefunden, die wir im Herbst aus unerfindlichen Gründen vergessen haben - komisch, soooo groß ist unser Garten doch gar nicht? ;-), ein paar Bäume geschnitten und endlich das Laub vom Rasen gerecht. 
Dazu hatte im Herbst nämlich niemand mehr Lust *g*


Da mich gerade mal wieder ziemlich doof der Rücken plagt, habe ich mich aus dieser Knochenarbeit mal gepflegt herausgehalten und derweil lieber Stuhlkissen gewaschen, eine neue Sitzecke für den Balkon erdacht, den Besen geschwungen - und ein erstes bißchen Farbe im Garten verteilt.
Das steht nämlich ganz oben auf meiner Bucket List für den Garten:
Mehr Farbe und ein bißchen Tüdel!


Für den Anfang blieb ich aber ganz zahm bei farbfreiem Weiß, ich will den Gatten ja nicht gleich
 zu Beginn verschrecken *g*
Mit einer Dose Farbe und ein paar alten Häkeldeckchen vom Flohmarkt bin ich durch den Garten gezogen 
und habe unsere schnöden Wegplatten verschönert.


Deckchen auf die Platte, einmal kurz drüberspühen und fertig ist der Lack!
Man kann sich natürlich die Mühe machen, den Grund zuerst von Flechten oder anderen Flecken zu befreien, 
aber mir ist das so schön genug.....
So musste ich mich auch weniger bücken ;-)


Der Rasen macht zwar farblich (und auch sonst so, eigentlich ist "Rasen" wirklich absolut euphemistisch - das was in unserem Garten wächst, ist selbst bei wohlwollenster Betrachtung  maximal "Wiese", aber egal) noch so gar nix her, aber meine Vorstellungskraft reicht aus um mich drauf zu freuen, wie hübsch das im Sommer ausschauen wird :-)


Dieser Weg führt quer durch den Garten genau zu meinem Strandkorb und ich werde ihn zukünftig sicher noch lieber gehen als heute schon.

Ein paar Grad mehr wären da aber schon schön. 
Bis es so weit ist, werden wir das lausige Wetter der nächsten Tage nutzen und weiter die Frühbeet-Pflanzen betüddeln, die im Wohnzimmer hinter Glas schon brav vor sich hinwachsen ♥