Diese Decke hier war ein echtes Endlos-Projekt, das buchstäblich über Jahre die Kleine Werkstatt blockiert hat. Ich kann gar nicht sagen, wieso - aber es ging wirklich unfassbar zäh vorwärts, mit monatelangen Pausen dazwischen. Gibt sowas manchmal, braucht nicht immer Gründe…
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29. April 2024
Kleiner 958-Tage-Quilt oder so
Geplant war, dem Mann sein eigenes Plaid für die Couch zu schenken. Weihnachten vor drei Jahren oder so. Zum Glück sammle ich aber ja übers Jahr immer potenzielle Geschenkideen, sonst hätte ich jetzt drei Jahre in Folge mit leeren Händen dagestanden ;)
Neulich habe ich dann allerdings die Nerven verloren, als ich den Stapel aus Top, Rückseite und aufgewickeltem Binding zum ungefähr fünfundachzigsten Mal von links nach rechts geschoben habe, weil der riesige Berg einfach immer und überall im Weg war. Es heißt schließlich nicht umsonst „die KLEINE Werkstatt“ und zusätzlich ist das gleich daneben liegende Bad momentan eine Großbaustelle, wodurch noch mehr fachfremder Kram auf meinen Nähtischen rumliegt, als eh immer schon…
Und so habe ich mir geschworen, nichts anderes mehr anzufassen, bevor ich nicht diese Decke fertiggestellt hätte. Mir kam dabei zugute, dass ich a) eigentlich noch dringend diverse andere, unaufschiebbare Sachen zu nähen hatte und b) der Mann und die Missi gerade Skifahren waren und ich so auch keine anderen Ausreden hatte. Und oh Wunder - als ich einmal konzentriert dransaß, ging es dann plötzlich ganz schnell, schließlich war das Top schon komplett fertig. Seit 2021 oder so.
Zusammengesetzt habe ich es aus diversen leichten Japan- und dazu passenden Canvasstoffen in Blau-, Schwarz- und Petroltönen, die ich einfach in gleichmäßige Streifen geschnitten und dann fortlaufend in unterschiedlicher Breite aneinandergenäht habe. Hilfreich ist dabei immer, den ganzen Driss mal auf dem Boden (oder Bett) auszubreiten und so lange hin- und herzuschieben, bis es ein schönes Bild ergibt.
Als Rückseite und Batting in einem habe ich, wie schon häufiger, eine fertige Tagesdecke von Ib Laursen verwendet. Die gibt es in unzähligen Farben, ist super kuschelig und trotzdem ganz leicht. Für mich einfach die perfekte Wahl, hier bei der rosa Lockdown-Decke hatte ich das zum ersten Mal so gemacht und seither immer wieder…
Das Einfassband der Tagesdecke habe ich dafür feinsäuberlich abgetrennt (macht sich sehr gut abends vor dem Fernseher, man ist dann gleich schön zugedeckt ;), aufgewickelt und als letzten Arbeitsschritt nach dem Verbinden von Top und Decke wieder rundherum angenäht. NOCH ordentlicher wäre es vermutlich geworden, hätte ich das Band zwischzeitlich erst auf- und später wieder zu Schrägband zusammengebügelt, aber mir (und dem Mann erst recht!) reicht es auch so.
Ich mag das Ergebnis echt gerne und es passt auch schön zu unserer grauen Couch. Und am Ende war es irgendwie auch gut, dass sich das ganze Projekt so gezogen hat, denn so konnte ich die Decke nicht zu irgendeinem Anlass verschenken, sondern der Mann hat sie zu seinem 50. Geburtstag bekommen. Mann friert ja auch schnell mal im Alter, so war das sehr, sehr passend *kichert diabolisch
Die nächsten Decken die ich noch so auf meinem Zettel habe, wären jetzt welche für die Kinder. Die Große arbeitet ja immer noch hart an ihrem Plan, eine Wohnung in der Stadt zu finden (und wird über den Winter dazu eventuell in Gefilden leben, wo es zwar wärmer ist als hier, man deswegen aber direkt gerne mal ganz auf den Einbau von Heizungen verzichtet) und im Anschluss wäre dann der Weg für die Missi in die Gartenwohnung frei. Und Kinder, die ausziehen, brauchen auf jeden Fall eine kuschelige Decke von Mama, so will es das mein Gesetz ;)
Durchsortiert:
Nähkram,
Projekt Stoffabbau
31. Juli 2023
Komebukuro
Oder auch: Reisbeutel nähen!
Auch so ein Ding, das ungelogen schon seit Jahren auf meinem Zettel stand und doch irgendwie immer zugunsten von anderen Projekten hinten runtergefallen ist.
Jetzt aber! Ich nähe mir ja traditionell in jedem Sommer eine Urlaubstasche und dies habe ich zum Anlass genommen, endlich einen dieser praktischen japanischen Beutel in Angriff zu nehmen, um meine ebenso traditionelle Urlaubs-Handarbeit darin verstauen zu können.
Ein Stoff war schnell gefunden und da hier ja immer noch UWYH ganz groß geschrieben wird, habe ich ihn mit altem Leinen und einem Rest Hoodie-Kordel kombiniert - und das Ergebnis gefällt mir richtig, richtig gut.
Anleitungen für Komebukuro-Beutel finden sich zuhauf im Netz, ich habe diese hier von snaply hergenommen und war sehr zufrieden damit. Wider Erwarten ist das auch ein sehr unaufwändiges und schnelles Projekt, so dass ich schon überlege, noch eins als Reise-Kosmetikbeutel hinterherzuschieben.
Und was ist drin im Beutel? Material für ein Paar Freundin-Socken Nr 45 (nicht das Set kaufen, tut es nicht, da ist nämlich zwar ein Stapel Hefte dabei, aber leider nicht das mit der Anleitung und die ist auch nicht mehr erhältlich. Ich hab sie auf dubiosen Wegen dann noch ergattern können, glaube aber, dass ich eventuell doch lieber wieder auf eine bereits erprobte zurückgreifen werde…) Denn da ich ja inzwischen ganz gut Strümpfe stricken kann, will ich mich hier mal an etwas Neuem versuchen: Einem Farbwechsel. Klingt für mich mal wieder nach Raketenwissenschaft, aber das ging mir mit der Strümpfestrickerei anfangs ja nicht anders. No risk, no fun!
Durchsortiert:
Maschensachen,
Nähkram,
Taschen-Werkstatt
7. Juli 2022
Schnelles Musselintuch
Wer mein kleines Blog schon länger verfolgt, weiß, dass ich
bei Klamotten für mich selbst immer gerne hart
bei Klamotten für mich selbst immer gerne hart
am aktuellen Wetter vorbeinähe ;-)
Und das mir, die einen Großteil der Weihnachtsnäherei
drangegeben hat, weil sie es nicht ertrug, im Sommer schon
Weihnachtsstoffe zuzuschneiden. Tjanun.
Es wird vermutlich jedenfalls niemanden noch ernsthaft überraschen,
dass ich mir am Wochenende bei 30 Grad statt des geplanten
Strandhängerchens erst mal ein ausgesprochen voluminöses
Halstuch genäht habe. Einfach nur so, weil mich
die Farben so angelacht haben.
Drei Streifen zum Quadrat zusammengefügt, goldene Ziernaht
drüber und die beiden offenen Schnittkanten gesäumt -
das war eine schnelle Nummer.
Vielleicht schaffe ich es damit später ja, das Sommergefühl
ein wenig in die kalte Jahreszeit hinüberzuretten -
dann hätte sich der kleine Einschub definitiv gelohnt!
Jetzt aber erst mal das Sommerfähnchen, da habe ich
akuten Bedarf....
Durchsortiert:
Nähkram
9. November 2021
Ein Dinkelkissen für den Nacken
Nacken - Dauerbaustelle Nummer Eins, die ich aber im Moment
dank Dauer-Physio leidlich gut im Griff habe. Wichtig ist nur, das
Genick nach den Physio-Einheiten ordentlich warm zu halten,
sonst fühle ich mich am nächsten Tag wie frisch
verprügelt...
Da ich aber nicht zweimal in der Woche stundenlang mit der Wärmflasche
auf der Couch rumliegen kann will, habe ich mir eine etwas
anpassungsfähigere Alternative genäht, mit der ich zumindest
auch gut am Schreibtisch sitzen kann. Jaja, vermutlich nicht so
richtig im Sinne der Erfinder, aber irgendwie muss man das
normale Leben und die Malaisen ja unter einen Hut bekommen ;)
Den Schnitt für dieses praktische Körnerkissen, das man in der
Mikrowelle erhitzen kann, habe ich hier bei ars textura gefunden.
Das Inlet habe ich aus einem Nesselrest genäht und mit
Dinkelkörnern gefüllt. Und vierzig Jahre lang ordentlich
durchgewaschener Graziela-Klee bildet natürlich die perfekte
Grundlage für den Außenbezug.
Im Praxistest absolut perfekt fürs Genick - aber auch,
um mal eben spontan die Füße zu wärmen!
Durchsortiert:
Nähkram
8. Oktober 2021
Eine Bettschlange
... ganz für mich alleine :)
Das war ein langgehegter Wunsch von mir und nun habe ich es
endlich mal geschafft.
Das war ein langgehegter Wunsch von mir und nun habe ich es
endlich mal geschafft.
Im Sinne der optimalen Stoffverwertung habe ich sie aus diversen großen
Stoffquadraten genäht - hauptsächlich grau, das passt gut in unser
Schlafzimmer, kombiniert mit ein bisschen senfgelb und einem
Rest Kinderstoff.
Insgesamt ist die Schlange zwei Meter lang, also exakt so
wie unsere Matratzen. So kann ich sie als Ergänzung zu meinem
Seitenschläferkissen genauso nutzen, wie zusammengetüdelt
als zusätzliches Kissen. Ja, ich mag viele Kissen im Bett.
SEHR viele Kissen!
Die Größe der Quadrate hatte ich anhand der Seitenlänge eines meiner
Reststücke gewählt. Um den passenden Kreisdurchmesser für das
Endstück zu ermitteln, musste ich deswegen tatsächlich meine eingerosteten
Mathekenntnisse rektivieren. Da war doch was mit Pi?
Tatsächlich ist es ganz einfach:
Radius = Umfang:(2xPi)
Mein Umfang war 41 cm, ergab einen Radius von 6,5.
Nahtzugabe dazu, also bei mir 7 cm. Auf dem Zirkel einstellen,
Kreis zeichnen, fertig. Passte wie angegossen.
Man kann sich den Radius aber zum Beispiel auch
hier ganz ohne eigenen Hirnschmalz ausrechnen lassen ;-)
Da liegt es nun also in meinem Bett, das kuschelige Schätzchen und ich
habe sogar meinen Sack Füllwatte bis auf den letzten Fitzel aufgebraucht.
Das ist natürlich erfreulich, schließlich möchte ich meinen Materialschrank
deutlich erleichtern. Allerdings haben inzwischen beide Kinder
ebenfalls den Wunsch nach solch einer kuscheligen Schlange
geäußert, also bestelle ich wohl einfach mal den nächsten Karton
Füllwatte... So wird das nix!
Ansonsten?
Hier beginnen heute die Herbstferien. Die Freude ist groß,
auch wenn die Große quasi durchlernen muss, weil sie unmittelbar danach
ihre Vorabi-Arbeiten schreibt und auch das richtige Abi inzwischen
verdammt nah ist - in drei Monaten geht’s los... Die Missi
hat am Wochenende Turnier und auch noch ein paar Schulsachen
auf dem Zettel, klassische Herbstferien eben. Aber alleine das
morgendliche Ausschlafen ist schon purer Luxus und wir werden
auch schauen, dass wir uns wenigstens ein Wochenende
lang nochmal irgendwo auslüften können. Und ich persönlich werde
die Zeit nutzen, aus Chronistengründen endlich mal die
Sommerfotos hier ins Blog zu bekommen...
Kommt gut ins Wochenende!
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Nähkram
1. Juni 2021
Reisebegleiter
Geht es wieder los, oder was?
Das ist jedenfalls schon der zweite Reisebegleiter in dieser Woche und
Das ist jedenfalls schon der zweite Reisebegleiter in dieser Woche und
das freut mich sehr - die nähe ich nämlich wahnsinnig gerne :-)
Hier, wie beinahe immer, aus einem blumigen Vintagestoff,
kombiniert mit Karos und mit ganz langem Bindeband.
So ist die Hülle ganz einfach weitenregulierbar und bietet
ausreichend Platz fürs Reisetage- oder Logbuch, die Postkarten-
und Zettelsammlung und sogar einen kleinen Reiseführer.
Die Farbkombi macht richtig Lust auf Sommer ("Herbst!" sagt der Mann
und meinetwegen auch das ;-) und ist eine eher seltene im Reigen der
bunten Siebzigerjahrestoffe, denn Rosa war damals ganz offensichtlich
keine bevorzugte Farbe. Gibt es im Vergleich tatsächlich nur
ganz, ganz selten...
Dieser Reisebegleiter ist zwar leider nicht für mich, aber ich sitze gerade
auch hier und schaue, ob ich für die nächsten Tage vielleicht spontan eine
auch hier und schaue, ob ich für die nächsten Tage vielleicht spontan eine
coronakonforme, kontaktlose Unterkunft für uns finden kann.
Irgendwo am Wasser, scheixxegal wo, Hauptsache mal wieder zwei/drei
Tage lang was anderes sehen (außer Menschen, versteht sich...) und sei
es nur die Aussicht aus dem Fenster des Ferienhauses.
Gastro, Shopping, Öffis, Party, Schwimmbad, Kultur - alles
leider noch so gar kein Thema für uns. Aber irgendwo aufs
Wasser gucken, das fühlt sich sogar für uns ok an.
Falls ich was finde ;-)
Durchsortiert:
Nähkram
20. Februar 2021
Corona-Patchwork I
Inzwischen ist es beinahe ein Jahr her, dass ich mir vorgenommen habe,
die nahende Lockdown-Zeit für exzessiven Stoffabbau zu nutzen.
die nahende Lockdown-Zeit für exzessiven Stoffabbau zu nutzen.
Man könnte jetzt sagen "Zum Glück dauert das alles so lange", denn
ganz objektiv ist immer noch reichlich Stoff vorhanden, aber im Zweifel
hätte ich dann doch lieber meine Stoffe behalten...
Tatsächlich bin ich aber ganz froh, dass inzwischen alle meine
Stoffvorräte wieder in die Kleine Werkstatt passen und ich keine
zusätzlichen Räume mehr damit belagern muss.
Diese frühlingsfrohe Patchworkdecke war mir dabei allerdings
zugegebenermaßen keine Hilfe, denn die Zutaten habe ich
alle extra dafür neu gekauft *hüstel*
Eigentlich müsste man aber als allererstes mal das "Patchwork" fett
in Anführungsstriche schreiben, denn in Wahrheit ist hier gar nichts
gepatcht - den Stoff habe ich schon so fix und fertig zusammenquadratet
hier bei Bonnie&Buttermilk gekauft. Man soll es sich ja
generell so einfach wie möglich machen in schwierigen Zeiten und
die Farben haben mir einfach so ausnehmend gut gefallen :)
Und um dem ganzen die Krone aufzusetzen, habe ich auch beim Batting und
der Rückseite geschummelt. Die Decke ist schlussendlich zusammengesetzt
aus dem Top und einem fertig gekauften, mitteldicken Baumwollplaid,
das sowohl farblich als auch mit seinem leicht retro-angehauchten Muster
perfekt passte. Ich habe die Oberseite mit vielen Nadeln auf das Plaid gesteckt
und dann entlang der Musterumbrüche längs und quer mit der Maschine
durch alle Lagen durchgesteppt.
Vorher allerdings habe ich mir dann doch mal Mühe gemacht, indem ich das
Einfassband des Plaids abgetrennt habe, um die Decke am Ende damit wieder perfekt
einzufassen. Anfangs war ich skeptisch, ob das was wird, aber es hat
hervorragend funktioniert und sieht toll aus, ich werde es wieder tun.
(Das nächste Plaid, das auf eine neue Vorderseite wartet, liegt schon hier...)
Alles in allem bin ich mit dem Ergebnis der Turbodecke sehr zufrieden. (Also das ist
wirklich sehr relativ mit dem Turbo - schnell ging sie nur im Verhältnis zu einer
normal zusammengepatchten Decke, insgesamt hat es schon eine ganze
Weile gedauert, bis sie fertig war...) Jetzt müssen wir sie nur
noch ordentlich nutzen, damit die die typische Anfangs-Steifheit
schnell verloren geht. Im Moment sitze ich genau unter dieser Decke auf dem
Balkon in der Sonne - wird sind also auf einem guten Weg ;-)
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Nähkram
24. September 2020
Kuchen geht immer, oder?
Ich backe (und esse!) ja selbst sehr gerne Kuchen und bringe auch unheimlich
gerne welchen mit, wenn wir irgendwo eingeladen sind.
Dabei finde ich aber diese klassischen Kuchentransportboxen nicht nur
wahnsinnig hässlich, sondern sie nehmen auch viel zu viel Platz
in den Küchenschränken weg, an den 356 Tagen im Jahr, an
denen man sie nicht braucht...
Deswegen bin ich schon vor Jahren auf einen selbstgenähten Kuchentransporter
umgestiegen, der seither auch dauerhaft in Gebrauch ist. Ausgabe 2.0 inzwischen
allerdings ;-) Gelegentlich kam mal noch ein weiterer hinzu, und zum Transport
von Kastenkuchen habe ich eine einfache Haube genäht, die man über
die Form ziehen kann. So sind wir für alle Eventualitäten bestens gerüstet.
Und da ich es ja immer toll finde, wenn sich andere inspirieren lassen,
ihre Gewohnheiten zu überdenken oder die Welt ein wenig bunter zu machen,
habe ich auch nur allzu gerne den Wunsch einer Kundin erfüllt, die
ihren Kuchen zukünftig auch nicht mehr in unansehnlichen
Plastikbombern transportieren wollte.
Viel Spass damit :)
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Nähkram
26. August 2020
Die ersten Herbstfarben
Heute ist das Wetter zum ersten Mal danach, sowas wie Herbstgefühle
zu entwickeln. Hmpf.
Aber immerhin herrschen in meiner neuen
Werkstatt unterm Dach damit wieder Temperaturen, die es mir erlauben,
nicht mehr nur morgens zwischen fünf und neun zu nähen ;-)
Die Gelegenheit habe ich genutzt, endlich mal die ersten Kissen aus dem
Canvas-Panel der Hamburger Liebe zu nähen, die ich schon eine
ganze Weile lang verzückt gestreichelt habe. Aber die Pandemie hatte
andere Pläne ;-) Nun aber!
Begonnen habe ich mit dem olivfarbenen Panel, zusammen mit ein paar
passenden Kombi-Stoffen aus derselben Serie und mit ganz einfachem
verdecktem Reißverschluss auf der Rückseite.
Hier ist recht anschaulich erklärt, wie einfach das tatsächlich ist.
Diese beiden Schätzchen habe ich bereits verschenkt, aber das Panel in blau und lila
mit dem unfassbar passenden "Let's stay home" (bist Du eigentlich Hellseherin,
Susanne??) bleibt bei uns, das gibt es hoffentlich rechtzeitig für die Wintercouch
dann auch endlich in Kissenform :-)
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Nähkram
3. Mai 2020
Schnelles Sommerkissen
Alles neu macht der Mai, oder wie war das?
Die Tage rund um den Maifeiertag sind zumindest immer die,
wo hier bei uns im Wohnzimmer die Winter- gegen die Sommerfarben
getauscht werden und die Osterdeko verschwindet.
Eigentlich jedenfalls ;-)
Der Hase auf dem Kissen, der passt aber mindestens so gut zum aquablauen
Sommerthema wie zu den rosa Winterkissen, der darf noch ein wenig bleiben.
Beim Beziehen der übrigen Kissen stellte ich gestern jedenfalls fest, dass wir entweder
inzwischen mehr Kissenfüllungen haben als noch im letzten Jahr, oder ständig wechselnde
Formate, jedenfalls fehlte meinem Eindruck nach am Ende noch ein Kissen
in türkis. Wie gut, dass die Vorräte in meinem Regal quasi unerschöpflich sind...
So ein Kissen mit rückwärtigem, durchlaufendem Reißverschluss ist ja
wirklich so eine klassische 30-Minuten-Aktion und so konnte ich mich
in allerkürzester Zeit über eine optisch perfekte Couchecke freuen :)
(Selbige habe ich seither auch quasi nicht mehr verlassen - das Wetter lockt nicht
gerade übermäßig in den Garten und überhaupt ist an diesem Wochenende bei
uns allen ein bisschen die Luft raus. Die Woche war anstrengend, wenn auch
produktiv, wir haben diverse anstehende Unternehmungen gecancelt, genau wie das
traditionelle, heißgeliebte Holland-Wochenende und die (kryptischen, in achtseitigem
Rechtsfranzösisch verfassten) Stornobedingungen für das Ferienhaus in
Südfrankreich winken auch schon von meinem Schreibtisch.
Und würde das alles nicht schon genug auf die Stimmung drücken, muss die Große
ab morgen auch noch wieder zur Schule, also so in echt, und das fühlt sich gerade einfach
irgendwie ..... beschissen an. Falsch. Und es wird auch unsere gerade erst
so gut eingeschliffene Routine wieder komplett auf den Kopf stellen,
zumindest alle zwei Wochen, denn nur dann ist Schule. Oder was man
unter den momentanen Bedingungen halt so Schule nennt. Hmpf.
Mental ist das alles ganz schön anstrengend, da hilft heute nur noch ein
gutes Buch zum Abtauchen, viel Kuchen und heute abend
eine riesige Pizza vom Lieblings-Italiener ;-)
Durchsortiert:
Nähkram,
Projekt Stoffabbau
18. April 2020
Schnelle Türstopper aus Wachstuch
Wir haben kürzlich unsere Küchencouch durch eine Küchenbank ersetzt,
und seither knallt die Tür gerne mal heftiger an die Lehne der Bank,
als man sich das wünschen würde.
Außerdem beginnt jetzt wieder die Zeit, in der unsere Balkontür quasi
ununterbrochen aufsteht, so dass Durchzug und Türenknallerei
an der Tagesordnung sind. Waren. Denn ich habe die momentan
allgegewärtigen Aufrufe, die viele freie Zeit zuhause (Welche freie Zeit denn zur Hölle!?
Tatsächlich verbringen wir viel Zeit zuhause gerade, quasi alle, aber dass uns
dabei auch nur mittelfristig langweilig werden könnte, kann ich wirklich
nicht erkennen. Tjanun. Egal. Viele freie Zeit halt!) für Dinge zu nutzen,
die man schon ewig vor sich herschiebt, zum Anlass genommen,
uns endlich mal ein paar Türstopper zu nähen.
Aus Wachstuch, gefüllt mit Vogelsand, den man in sehr handlichen Portionen
zu kaufen bekommt (ich habe für die beiden Säckchen etwa
anderthalb Kilo gebraucht) und blitzschnell genäht
erfüllen sie absolut ihren Zweck.
Ich habe dazu zwei Quadrate aus Wachstuch zugeschnitten, 16 x 16 Zentimeter,
und sie wie in dem Bild markiert rechts auf rechts zusammengenäht.
Dann die Ecken einkürzen, durch die Öffnung wenden, die Ecken schön
ausformen und mit Vogelsand füllen. Nicht prallvoll, sondern so, dass man
den Sand noch ein wenig hin- und herkneten kann. Die Säckchen sind auch dann
ausreichend schwer. Die Nahtzugabe an der Wendeöffnung nach innen schlagen
und mit einem Geradstich verschließen. Dazu braucht man ein
Teflonfüßchen, damit das Wachstuch ordentlich transportiert wird, oder
man behilft sich mit je einer Lage Seidenpapier unter dem Nähstück und
zwischen Wachstuch und Füßchen.
WIRKLICH WICHTIG ist dabei, die Wendeöffnung mit den Fingern
oder zwei/drei Klemmen gut zuzuhalten, zumindest, wenn man den
feinen Sand später nicht in der Spulenkapsel der Maschine
wiederfinden will ;-)
Man kann die Säckchen hochkant an die Tür lehnen, wenn man sie
offenhalten möchte, oder zwischen der Tür und dem Objekt plazieren,
das man vor den Türeinschlägen schützen möchte. Dem Türrahmen in der Regel,
damit die Tür nicht knallt, oder so wie hier, vor der neuen Küchenbank :)
So, und nachdem dieser Punkt nun endlich, endlich abgehakt ist (drei Jahre
vor mir hergeschoben, in einer Viertelstunde erledigt, typisch!), werde ich mich
als nächstes mal an Bines Türstopper-Variante machen, denn auch die
steht schon ewig auf meinem Zettel - für alle Schlafzimmertüren im
Obergeschoss, denn auch da stehen in den Sommermonaten nachts
alle Fenster auf und die einzige, die bei aufkommendem Wind
vom Türengeklapper geweckt wird, bin regelmäßig ich *g*
12. November 2019
Endspurt
Sankt Martin ist vorbei und damit naht die Weihnachtszeit in Riesenschritten :-)
Eine Zeit, die ich wirklich liebe und in der wir nach Kräften versuchen,
uns auf uns zu konzentrieren, Plätzchen zu essen, viel Zeit zuhause zu
verbringen und die ganze Hektik außen vor zu lassen.
Deswegen machen die Kleine Werkstatt und ich auch in
diesem Jahr, wie immer, im Dezember und Januar Winterpause!
Falls Ihr also zu Weihnachten noch die klassischen Pixibuch-Rumschlepper, eine
Kinder(garten)tasche, Windelbeutel, Feuchttuch-Täschlein, TaTüTas.
Freundinnen-Etuis oder Einkaufsbeutel verschenken möchtet, dann kontaktiert
mich bitte bis spätestens Ende November auf den gewohnten Kanälen :-)
Ende Januar, Anfang Februar geht es dann wie gewohnt weiter, dann auch
endlich wieder mit ordnungsgemäß bestücktem Shop....
3. November 2017
Unfreiwillige Blogpause
Kann ich ja leiden, sowas.
Nicht...

Vor allem, wenn es gar nicht mal so arg an mangelnder Zeit liegt.
Es gibt zwar momentan wirklich viel zu tun in der Kleinen Werkstatt - Weihnachten winkt und der
Countdown zur Winterpause läuft unerbittlich ab - aber das ist ja nichts Neues.
Alle Jahre wieder eben ;-)
Nicht...
Vor allem, wenn es gar nicht mal so arg an mangelnder Zeit liegt.
Es gibt zwar momentan wirklich viel zu tun in der Kleinen Werkstatt - Weihnachten winkt und der
Countdown zur Winterpause läuft unerbittlich ab - aber das ist ja nichts Neues.
Alle Jahre wieder eben ;-)
Und natürlich bin ich gerade auch ganz dick im privaten Weihnachtsgeschenke-Organisier-Business,
denn mein erklärtes Ziel ist es ja, auch alle Jahre wieder, alle Geschenke bis zum ersten Advent
im Sack zu haben, auf dass dann die besinnliche Weihnachtszeit beginnen möge.
Es sieht gut aus, würde ich sagen....
Das alles würde mich aber kein bisschen vom heißgeliebten Bloggen abhalten,
das tut allein die schnöde Technik.
Ich habe wirklich massive Probleme gerade, angefangen beim Dauerthema ruckelige Internetverbindung, über Systeme, die sich gegenseitig blockieren, Bildbearbeitungsprogramme, die plötzlich kostenpflichtig werden und mich in stundenlange Recherche nach Alternativen zwingen, bis zu meinem eigenwilligen Laptop, der plötzlich beschlossen hat, dass es ja lustig wäre, einfach mal immer das komplette Internet im Haus lahmzulegen, sobald man ihn einschaltet.
Auch das eigene, wohlgemerkt. Also kein Internet mehr für mich auf dem Laptop -
so süß, wirklich.... *haarerauf*
Immerhin komme ich so wirklich viel zum Nähen, so dass ich heute schnell mal ein paar Bilder dieser farbenfrohen Windeltasche hierlassen kann, gegen das Novembergrau...
Ein paar lichte Momente gönnt mir die Technik nämlich pro Tag - da ich aber leider
nicht hellsehen kann, ist es Zufall, wenn ich die erwische.
So wie jetzt gerade und ich hoffe, es reicht auch noch, um auf
"Veröffentlichen" zu klicken ;-)
Euch allen einen schönen Start ins Wochenende!
Ein paar lichte Momente gönnt mir die Technik nämlich pro Tag - da ich aber leider
nicht hellsehen kann, ist es Zufall, wenn ich die erwische.
So wie jetzt gerade und ich hoffe, es reicht auch noch, um auf
"Veröffentlichen" zu klicken ;-)
Euch allen einen schönen Start ins Wochenende!
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Nähkram
10. Oktober 2016
Herbstkissen
Nachdem ich am Dienstag schon vor der Tür ein wenig herbstliche Deko verteilt habe,
war nun am Wochenende das Wohnzimmer an der Reihe.
war nun am Wochenende das Wohnzimmer an der Reihe.
Das sommerliche Gelb ist weitestgehend verschwunden (ok, bis auf den Teppich, aber der muss jetzt einfach noch ein paar Tage liegen bleiben, bis wir uns eventuell mal entschieden haben, ob wir die Renovierung des Wohnzimmers nun noch in den Herbstferien angehen sollen - wenn nicht, muss eine weitere Interimslösung her, denn mit gelber Weihnachtsdeko kann ich leider nicht dienen ;-) und wurde durch Braun - und Weißtöne ersetzt.
Die Stöffchen habe ich aus meinem Vintage-Fundus gezogen und es ist zum Glück auch noch genügend übrig, um eventuell die zweite Couch auszustatten - das hängt ganz von unserem Renovierungsentscheidungstempo ab.
Merkt man, dass wir eigentlich keine Lust haben?
Aber es muss......
Ich kann das Braun nur noch ganz schwer sehen und außerdem verursacht die Couch neuerdings eher Rückenschmerzen als Tiefenentspannung und das ist ja nun wirklich komplett induskutabel, gerade, wenn es mit großen Schritten auf die kalte Jahreszeit zugeht!
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Jahreszeitentisch,
Nähkram
3. Dezember 2015
Einmal München und zurück { RUMS }
Letzte Woche haben der Gatte und ich der bayrischen Hauptstadt einen Kurzbesuch abgestattet - Dienstag mittags hin, Mittwochs pünktlich zum Schulschluss wieder zuhause ;-)
Wobei, das stimmt so eigentlich gar nicht, denn im Grunde haben wir nur die Allianz Arena besucht.
Es war nämlich Champions League-Abend!
Und wenn man schon mal an Karten kommt, dann fährt man natürlich da hin - auch wenn das insgesamt zehn Stunden Fahrt bedeutete, die Wettervorhersage Temperaturen um den Gefrierpunkt versprach und der Gedanke an ein ausverkauftes Fußballstadion, zwischen 70.000 anderen Menschen, im Moment ja wahrlich nicht nur ungetrübte Vorfreude bedeutet.
Aber bitte - wo ein Wille, da ein Weg ;-)
Und Zeit zu zweit muss man eh nehmen, sobald sie sich bietet, nech?
Unterwegs haben wir ganz schön viel Schnee gesehen und wenn ich eines sagen kann, dann dass dieser Abend dafür gesorgt hat, dass ich mich voll und ganz der kalten Jahreszeit angenähert habe.
Schon nach der Stunde in der Warteschlange vor dem Securitycheck (Jacke auf, Mütze runter, brrrrrr....) waren wir so durchgefroren, dass wir uns erst mal unverhältnismäßig lange im Megastore rumdrücken mussten, dem einzig
wirklich gut geheizten Ort in der Arena.
Scheinbar ging es nicht nur uns so, denn es war dort nicht nur muckelig warm, sondern auch brechend voll *g*
Einkaufen mussten wir aber trotzdem etwas, und das kam so:
Am Montag mittag hatte ich mir noch ganz schnell ein Stadionkissen genäht, den ein kalter Po ist definitiv das Schlimmste - noch schlimmer als kalte Füße, und das will was heißen...
Basis war ein Stuhlkissen vom Möbelschweden, das ich mit vereinsfarbigem Karostoff bezogen habe.
Das Logo ist ein hochoffiziöses Bügelbild, das schon eine ganze Weile in meinem Fundus schlummerte.
Dann noch ein Tragehenkel dran und fertig war die schicke Alternative zum klassischen Klappkissen.
Was HAB ich mich gefreut, als es da fertig an der Wand hing ♥
Die Freude währte bis kurz vor Stuttgart, da fiel mir ein, dass es genau dort immer noch hing.
That's me *kopf ->tisch*
Ich habe mir also im Stadion nicht nur Pommes, eine Wurst und ein sehr großes Heißgetränk gekauft, sondern auch noch ein Sitzkissen. Uuuuund eine Fleecedecke! Zusammen mit den beiden Wärmekissen, die das Kleinchen mir generös eingepackt hatte, reichte das knapp, um bis zum Schlusspfiff nicht zu erfrieren.
Ganz knapp *g*
(Und vermutlich auch nur, weil ich ab dem dritten Tor davon abgesehen habe, jedesmal aufzuspringen und lieber
die warme Luft unter der Decke gehalten habe ;-)
Und trotzdem würden wir jederzeit und sofort wieder fahren - auch im Winter.
Es war nämlich trotzdem toll - und wie!
Und beim anschließenden Spurt zur U-Bahn wurde es eh wieder ganz schnell sehr warm :-p
Rüber in den großen RUMS-Pool darf das Karo-Kissen natürlich trotzdem, denn es wird ja ganz sicher
irgendwann ein nächstes Mal geben......
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RUMS,
Sightseeing
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