15. Juli 2019

Und nun also:



Gehabt Euch wohl, wir lesen uns Ende August wieder, 
denke ich - mal schauen, wie sich die Ferienfaulheit festsetzt...

Habt eine schöne Zeit und genießt sie
nach Kräften - Sommer ist nur einmal im Jahr ♥


12. Juli 2019

Sommer. Rückblick und Ausblick.

Nach der letztjährigen Sommerpause hatte ich einen kleinen Rückblick geschrieben,
der es aber aus nicht mehr rekonstruierbaren Gründen nie bis zur Veröffentlichung
geschafft hat. Man muss nicht immer alles verstehen ;-)
Da er aber auch immer noch eine schöne Erinnerung ist, gibt es ihn eben jetzt -
verbunden mit einem Ausblick auf den anstehenden Sommer....


Wir sind im Urlaub gewesen. Ganz zu Beginn der Ferien, in Griechenland, Kroatien und Italien.
Bei tollstem Sonnenschein und noch einigermaßen moderaten Temperaturen, 
so dass wir wirklich viel gesehen haben.


Meine beiden Schwestern haben geheiratet. Die eine Hochzeit haben wir unglücklicherweise wegen unseres ausnahmsweise mal gar nicht flexibel planbaren Urlaubs (SO typisch!) verpasst, aber immerhin wurden wir ausreichend durch Bilder beteiligt. Die andere war wirklich sehr, sehr schön.
Ich habe jetzt also zwei verheiratete Schwestern. Beide haben ein Kind. Ich bin damit offiziell alt, soviel ist mal klar. Immerhin war ich 16, als meine erste Schwester auf die Welt kam *humpf*


Wir haben ein halbes Weltmeer im Garten vergossen, sonst wäre uns unsere Ernte vermutlich komplett vertrocknet. Wir sind hier ja wirklich Kummer gewohnt, was fiese Trockenperioden angeht, aber das hier war (und ist ja immer noch) echt krass. Vorteil aber: wir haben mindestens drei Monate lang nicht Rasenmähen müssen :-p


Auf der anderen Seite gab es aber auch ein paar heftige Gewitterstürme, von denen
einer turnusgemäß wieder unsere Gartenwohnung unter Wasser gesetzt hat.
Ich bin's so leid, ich mauere die Butze bald einfach zu.


Wir haben das Schlafzimmer renoviert, an ein paar nicht ganz so heißen Tagen.
Gab ja nicht so viele.


Die Kinder haben im Schweiße ihrers Angesichts einen Teil des Gemüsegartens (hauptsächlich den Kartoffelacker) hinter dem Bauernzaun und der Buchsbaumhecke gerodet und planiert. Wir Eltern haben uns nach Jahren nämlich breitschlagen lassen, endlich einen Pool anzuschaffen - eben unter der Bedingung, dass die Kinder den Platz schaffen und man das hässliche Teil möglichst wenig sieht.
Ist gelungen und die Kinder sind glücklich.


Wir haben die Missi am Gymnasium eingeschult. Die ersten vier Wochen waren wahnsinnig anstrengend, aber auch wirklich schön. Sie fühlt sich wohl (immer noch!) und hat nette Lehrer erwischt. Wir kompensierten die anstrengenden Vormittage anfangs mit viel Flausch am Nachmittag und maximal reduzierten Terminen. Es gab einen ersten Elternabend, nach dem ich mir wünschte, dass es auch mein letzter in dieser Klasse gewesen sein würde. Regretting motherhood -
 nicht wegen der Lehrer, sondern wegen anderer Eltern. Ich glaube jetzt alle Horrorgeschichten, die ich im Netz jemals über solche Veranstaltungen gelesen habe.
Die armen Lehrer, echt jetzt mal!


Ich habe einen dicken Stapel Bücher weggelesen, die meisten davon im Garten.
Die restlichen auf dem Meer, im Auto und diversen Wartezimmern.


Wir haben so viele Mirabellen gegessen wie seit Jahren nicht mehr
und unzählige Male gegrillt.


Wir haben mit vereinten Kräften gegen den Buchsbaumzünsler gekämpft,
denn ich war noch nicht gewillt, unsere wunderbaren, hart herangezogenen Hecken
kampflos aufzugeben. Mistviecher.

Und in diesem Jahr?

Erstmal wieder Urlaub. Mit dem Wohnmobil. Sogar die Große
kommt nochmal mit, es ist kaum zu glauben.

Das Schuljahr ist vorbei. Die Missi hat ihr erstes Jahr an der neuen Schule mit
Bravour gemeistert. Die Große hat ihre Leistungskurse gewählt und wird
also ab August in der Oberstufe die letzten zweieinhalb Jahre bis zum Abitur antreten.
Gerade mistet sie die Mittelstufe aus ihren Schubladen.
Kurz vor den Ferien gab es nochmal einen Elternabend, der mich
ein wenig mit der Elternschaft versöhnt hat. Sie sind nicht alle irre.
Vielleicht hat sich auch einfach die erste Aufregung gelegt.
Ich hoffe es sehr.

Wir gießen uns schon wieder einen Wolf, die Wintermonate haben die grundsätzliche
Trockenheit nicht beheben können. Aber immerhin, bis jetzt reichen dazu noch unsere
Regenwasservorräte, das ist ein Fortschritt.

Kein Hochwasser bis jetzt. *aufholzklopf
Der erste hochwasserfreie Juni seit drei oder vier Jahren.

Der Pool ist immer noch rege in Gebrauch (also bei den Kindern, mich reizt Wasser
ja mehr so von außen) und die neue, heiße Gerätschaft des 2019er Sommers ist
eine Eismaschine. Man muss sich ja an die Gegebenheiten anpassen.
Endlich nicht mehr auf das langweilige "Laktosefrei hätten wir Schoko- oder Vanille"-
Einerlei aus dem Supermarkt angewiesen sein, hurra!

Mein persönlicher Plan für die Sommerferien ist Lesen, Lesen, Lesen.
Am liebsten im Garten. Ein dicker Stapel wartet auf mich.

Außerdem möchte ich mir noch das ein oder andere Kleid nähen, das
müsste zu schaffen sein.

Renovieren würden wir auch gerne wieder ein bisschen, allerdings heißen
die beiden nächsten Projekte entweder Treppenhaus oder Bad und wir können
uns kaum entscheiden, auf welches wir weniger Lust haben....
Also wirklich so ü-ber-hau-pt keine Lust.

Das Tollste an der Gartenfront: wir haben uns unsere
Buchsbäume zurückerobert! Über den Winter sahen sie wirklich schlimm aus,
so radikal gestutzt und kahl, aber dank eines überaus wachstumsfördenden
Frühjahrs, diversen Pülverchen und regelmäßiger (insektenfreundlicher!)
Biokampfstoffe sind sie wieder raupenfrei...

Eigentlich standen in den Sommermonaten auch noch eine Hochzeit und
eine Taufe an, die uns nach Ungarn und Berlin geführt hätten, aber die
sind nun beide auf nächstes Jahr verschoben. Vielleicht gönnen wir uns
stattdessen nochmal ein paar entspannte Tage in Holland, das geht immer ;-)

Langweilig wird uns jedenfalls nicht werden bis zum Herbst.
Ich freue mich drauf!

8. Juli 2019

Heidelbeerkuchen - endlich notiert!

Als wir neulich in der Nachbarschaft zur Erstkommunion eingeladen waren,
wünschte sich das Kommunionkind von mir "diesen Kuchen, den Du mir zu meinem
fünften Geburstag gebacken hast!" Das ist zwar vier Jahre her, hat sich aber offenbar
nachhaltig eingebrannt - bei ihm zumindest, ich hatte nicht den Hauch einer
Idee *ggg* Zum Glück existierte noch ein Foto!
Aber auch dann musste ich noch lange in meinen Rezeptesammlungen wühlen,
denn ich wusste nur noch, dass ich den Kuchen damals im Sommer während einer akuten
Heidelbeerschwemme spontan aus mehreren Rezepten zusammengewürfelt hatte.

Das Ergebnis kam dem Prototypen zumindest sehr, sehr nahe und
da er uns mindestens so gut schmeckte wie damals dem
Geburtstagskind, habe ich diesmal direkt mitgeschrieben - für die Zukunft.


Der Boden ist meinem Eierlikörkuchenrezept entlehnt und verzichtet komplett auf Mehl:
100 Gramm dunkle Schokolade kleinhacken, den Ofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Fünf Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen.
80 Gramm Butter oder Margarine mit 100 Gramm Zucker und den fünf Eigelb schaumig 
schlagen. Die Schokolade zusammen mit 200 Gramm gemahlenen Mandeln, 3 TL Backpulver
und 3 EL Wasser unter die Zuckermasse rühren. Das Eiweiß unter den Teig heben.
Eine Springform fetten und den Boden mehlen oder mit Backpapier auslegen.
Den Teig in die Springform füllen und etwa 50 Minuten lang auf der 
untersten Schiene backen (Stäbchenprobe).
Aus dem Ofen nehmen und auf einem Rost vollständig auskühlen lassen.


Für die Füllung habe ich etwa 400 Gramm Heidelbeeren genommen - das kommt auch ein
wenig darauf an, ob ich später noch welche zum Dekorieren brauche ;-)

200 Gramm der Heidelbeeren mit 100 Gramm Zucker pürieren.
500 Gramm Magerquark mit dem Saft einer halben Zitrone und 
zwei Päckchen Gelatine-Fix verrühren (oder einer vergleichbaren Geliermittel-
Alternative. Ich mag das Fix, weil man das einfach wie Sahnesteif unterrühren kann.)
Einen Becher Sahne steifschlagen, weitere 150-200 Gramm Heidelbeeren halbieren.
Beides unter die Quarkmasse heben.


Den Kuchenboden mit einem Tortenring umschließen und die 
Heidelbeermasse darauf verteilen und glattstreichen.
Auf Wunsch mit den restlichen Heidelbeeren dekorieren (hier war es
dem Kommunionthema entsprechend ein Christenfisch, man kann aber auch
ganz wunderbar Zahlen oder Buchstaben legen ;-)
Den Kuchen möglichst über Nacht kaltstellen, Tortenring lösen, aufessen.

Guten Appetit 

2. Juli 2019

Mein insta-Wochenende in Holland

Fast schon traditionell verbringen wir ja das lange Fronleichnams-Wochenende in
Holland - zur Not auch dann, wenn dieser Termin nur noch eine
Woche vom Beginn der Sommerferien entfernt ist ;-)


Diesmal sind wir allerdings erst freitags gefahren, weil die Große donnerstags den
letzten Tag ihres 10er-Abschlusszeltens nicht verpassen wollte - konnten
aber dafür bis montags bleiben, weil beide Kinder schulfrei hatten.
Unsere Zelten hatten wir wieder im Lieblingshotel in Leiden
aufgeschlagen. Von dort ist es auch nicht weit ans Meer und es war
wirklich, wirklich wunderbarstes Strandwetter.


Auf Wunsch der Kinder (Shoppen! Bötchen fahren!) waren wir dieses Jahr auch mal 
wieder in Amsterdam, wo es erstaunlich wenig überfüllt zuging.
Und nach diversen Besuchen haben wir diesmal auch endlich eine praktische, 
weil zentrale und vergleichsweise günstige, Parkmöglichkeit gefunden.
Heureka!


Wir sind weit über 20.000 Schritte durch die Stadt gelaufen, anderthalb Stunden über die 
Grachten geschippert und waren erstaunlicherweise kein bisschen platt.
Amsterdam kann das.
Abends sind wir sogar extra noch nach Zaandam gefahren, um dieses abgefahrene,
verschachtelte Hotel anzugucken, das ich schon immer mal in echt sehen
wollte, seit ich es irgendwann mal auf einem Foto entdeckte.
Hat sich auch wirklich gelohnt!


Und auch in Leiden selbst waren wir natürlich wieder ausgiebig unterwegs.
Dort kennen wir die schönsten Ecken, die beste Pizza und die leckersten
Pfannkuchen, ohne suchen zu müssen, das ist auch mal herrlich entspannend.
Überhaupt gibt es wenige Gegenden auf der Welt, die mich mehr
erden und entschleunigen als Holland - ich komme einfach
immer wieder gerne dorthin zurück 

29. Juni 2019

Urlaubstasche

Eigentlich nähe ich mir ja fast jedes Jahr eine neue
Tasche für den Urlaub, immer auf meine aktuellen
Bedürfnisse zugeschnitten - und/oder auch auf die des jeweils zu
besuchenden Landes ;-)


In diesem Jahr waren die Kriterien klein (damit ich gar nicht in Versuchung komme, 
mehr als das absolut nötige mitzunehmen, mein Rücken dankt es, außerdem
sind die Kinder inzwischen wirklich alt genug, ihren Krempel
selbst zu schleppen), quer/vorne zu tragen damit diebstahloptimiert (da 
viele Städte auf dem vorläufigen Plan stehen) und leicht.
All das traf auf auf die Hip Bag der Initiative Handarbeit zu, über die
ich in letzter Zeit unter #machdeinding2019 schon häufiger gestolpert war.


Die Form gefiel mir super, die Größe schien perfekt und dieses neue Ding,
die Gürteltaschen quer über Brust oder Rücken zu tragen, kommt mir ja sehr entgegen.
Da kann man zur Not auch mal noch den schmerzenden Bandscheiben-Arm drin ablegen *g*
Zugunsten von etwas mehr Stauraum habe ich die seitlichen Abnäher weggelassen
und die Innentasche entsprechend genauso groß genäht wie die Außentasche.
Ansonsten alles unverändert.


Das knallblaue Fischgrät hatte ich ursprünglich für einen Rock gekauft, 
aber nach eingehender Prüfung reicht es nun für die Tasche UND
einen Rock ;-) Weil es farblich so gut passte, habe ich für den Zipper
eines meiner Statement-Armbändchen geopfert.
Für "Kein Bock auf Nazis" ist einfach überall der richtige Platz, 
auch und besonders auf Urlaubs-Gürteltaschen.


Ich habe die Tasche schon ein langes, sonnig-heißes Wochenende in Holland 
probegetragen und war schwer begeistert. Es passt dann doch erstaunlich 
viel hinein (Handy, Geldbeutel, Sonnencreme, Feuchttücher, Sonnenbrille, Stofftasche 
für Spontankäufe), hängt super bequem und wird nicht lästig...

Eine zweite liegt schon halbfertig hier, diesmal für die Missi,
die im heißen Süden auch keine Lust auf Rucksackschlepperei
hat, wie sie schon deutlich kommunizierte. Zum Glück hat sie ja jetzt
Ferien, da kann sie beim Nähen helfen!

26. Juni 2019

Reste-Lätzchen

Und noch ein Lätzchen!
Für das EssDress, das ich hier genäht habe,
habe ich ein Reststück Frottee aus den Siebzigerjahren ("des letzten
Jahrhunderts" muss man ja nun eigentlich immer dazu schreiben, wah!)
geopfert. Schweren Herzens, muss ich sagen...


Allerdings hat sich das Ergebnis wirklich gelohnt, ich liebe
dieses Muster sehr und wunderbar saugfähig ist es so natürlich auch.
(Auch dieses ist gedoppelt, die Rückseite bildet ein rosa
Baunwollstoff mit Blümchen. Müsst Ihr jetzt so glauben ;-)


Am zeitaufwändigsten war es am Ende übrigens, am Halsausschnitt die Spitzenborte
vom Schrägband abzutrennen - ich fand die so hübsch, dachte dann aber,
am Hals wäre es eventuell ohne doch deutlich bequemer.
Tja, ist halt doch schon ein Weilchen her, dass ich so kleine
Kinder hatte....

20. Juni 2019

Am Wegesrand

Beim Spazierengehen entdeckt:


Ich habe keine Ahnung, wohin diese alte Tür in der verwitterten Backsteinmauer
führt, bin mir aber relativ sicher, auch schon mal auf der anderen Seite
gestanden zu haben - in diesem Haus wohnten nämlich meine Urgroßeltern,
die Eltern meines Opas, die ich beide noch kennenlernen durfte.
Sie starben so um meine Einschulung herum und so habe ich noch
wenige, aber intensive Erinnerungen an dieses Haus - vor allem an die
Stube, in der Sessel standen mit Korbgeflecht an den Armlehnen, wo man herrlich
die Finger drin verknoten konnte. Und an meine Uroma, die immer schwarze Kleider
oder Kittelschürzen und ein Kopftuch trug - und die nicht nur Schifferklavier spielen,
sondern auch ganz fantastisch singen konnte.
Irgendwo in unseren Kisten in der Gartenwohnung muss es sogar noch eine Kassette
mit Aufnahmen davon geben.

Jetzt sind sie plötzlich wieder ganz präsent, diese Erinnerungen.
Wegen einer Tür am Wegesrand.
Und ich glaube, ich würde gerne nochmal in dieses Haus gehen...