24. September 2020

Kuchen geht immer, oder?

Ich backe (und esse!) ja selbst sehr gerne Kuchen und bringe auch unheimlich
gerne welchen mit, wenn wir irgendwo eingeladen sind.
Dabei finde ich aber diese klassischen Kuchentransportboxen nicht nur
wahnsinnig hässslich, sondern sie nehmen auch viel zu viel Platz
in den Küchenschränken weg, an den 356 Tagen im Jahr, an 
denen man sie nicht braucht...


Deswegen bin ich schon vor Jahren auf einen selbstgenähten Kuchentransporter
umgestiegen, der seither auch dauerhaft in Gebrauch ist. Ausgabe 2.0 inzwischen
allerdings ;-) Gelegentlich kam mal noch ein weiterer hinzu, und zum Transport 
von Kastenkuchen habe ich eine einfache Haube genäht, die man über
die Form ziehen kann. So sind wir für alle Eventualitäten bestens gerüstet.


Und da ich es ja immer toll finde, wenn sich andere inspirieren lassen, 
ihre Gewohnheiten zu überdenken oder die Welt ein wenig bunter zu machen,
habe ich auch nur allzu gerne den Wunsch einer Kundin erfüllt, die
ihren Kuchen zukünftig auch nicht mehr in unansehnlichen
Plastikbombern transportieren wollte.
Viel Spass damit :)

18. September 2020

Dreizehn ♥

 Wohohoooo, hooray, es ist soweit: 
Wir haben keine Kinder mehr im Haus, nur noch Teenies.
Ich hatte ja nun ein Jahr Zeit, mich an den Gedanken zu gewöhnen.
Und überhaupt ist man in diesem Jahr ja mehr damit beschäftigt, zu hoffen
und zu bangen, dass sich alle Pläne nicht doch noch in letzter Sekunde
zerschlagen, da hat man gar keine Zeit für Sentimentalitäten.


Der Geburtstag der Missi ist in diesem Jahr auch der erste Tag der Woche, in dem
sie wieder zur Schule geht, die Tage zuvor war sie erkältungsbedingt zu Hause.
(Auch so ein Ding, das uns in diesem Jahr sicher noch öfter begegnen wird.
Aber egal, in diesem Schuljahr ist ja alles anders, die Missi kann zum Glück
gut zuhause lernen und die Materialversorgung läuft inzwischen auch 
reibungslos. Egal. Anderes Thema. Es ist halt, wie es ist.) Deswegen feiern wir 
kurz am frühen Morgen und freuen uns auf die beiden nächsten Geburtstage, 
die aufs Wochenende fallen werden ;-)

Auch in diesem Jahr waren die Geschenke wieder recht pferdelastig. Paar
neue Bücher - Romane, aber auch mehr und mehr Fachliteratur, von den besten 
Pferdehacks über die Erziehung von Fohlen und Jungpferden bis
zur Physiotherapie für Pferde. Braucht man alles! Ebenso natürlich ein paar neue 
Produkte für die Putzkiste(n). Daneben hatte sie sich aber auch 
ein wenig Handlettering-Material gewünscht und ein bisschen letzte Deko
 für ihr neues Zimmer. Das größte und beste Geschenk jedoch 
war meine alte, große Kamera, generalüberholt und mit allem Zipp und Zapp. 
Die Missi ist nämlich eine leidenschaftliche und talentierte Fotografin, 
die die Kamera fast überall hin mitschleppt und ab und an würde ich 
meine auch ganz gerne mal wieder selbst benutzen ;-)


Coronabedingt stand unsere traditionelle Wer-kommt-ist-da-Sause mit Familie,
Nachbarn und Freunden natürlich nicht zur Debatte, selbst draußen wären da zu
viele Menschen aus zu vielen unterschiedlichen Ecken zusammengetroffen.
Die Missi tendierte, ähnlich wie ihre Schwester in diesem Alter, eh eher dazu,
gar nicht zu feiern, aber da hatte sie die Rechnung ohne ihre liebste Freundin gemacht.
Die beiden kennen sich seit... ach, eigentlich schon immer, denn auch ihre 
großen Schwestern sind schon seit dem Kindergarten beste Freundinnen.
Es gibt Fotos von den beiden, wo sie klitzeklein und Hand in Hand bei der ersten
Klassenwanderung ihrer Geschwister mitlaufen ♥ All die Jahre sind die
zwei seither ein Herz und eine Seele, auch wenn die Freundin ein paar Monate älter ist
 und dieser Altersunterschied über die Einschulungsgrenze hinweg dafür gesorgt hat, 
dass sie nie in eine Klasse gegangen sind. Die Freundin schon eingeschult, die
Missi noch im Kindergarten? Egal. Die Freundin schon auf dem Gymnasium, die
Missi noch Grundschülerin? Egaaaal.... Und das hat sicher auch dafür gesorgt,
dass sich unsere Jüngste in allen Schulen immer sofort und völlig unkompliziert
einfügte. Sie kannte ja schon alles ;-)

Diese Freundin jedenfalls kam schon vor ein paar Wochen mit dem Wunsch auf uns zu, 
für die Missi ein Überraschungspicknick in den Weinbergen organisieren zu wollen.
Sie hatte alles bis ins Detail geplant, eine kleine, sorgsam ausgewählte Gästeliste erstellt,
alle eingeladen und zur Geheimhaltung verpflichtet - wir mussten nur noch einen
Teil des Caterings übernehmen. Nichts lieber als das! Tatsächlich (und wider Erwarten ;-)
ließ sich die Planung tatsächlich unter der Decke halten und so bekam die Missi
gestern bei selbstverständlich bestem Wetter ein sensationell schönes, kleines
Picknick mit ein paar Freund*innen unter einem Baum in den Weinbergen.
Sogar eine gemeinsame Pferdefreundin aus der alten Reitgruppe war dabei,
die sie seit fast einem Jahr nicht mehr gesehen hatte und die eine 
wahnsinnig weite Anfahrt hatte. Einfach nur toll!
Bestimmt der beste 13. Geburtstag, der unter den momentanen Bedingungen 
möglich war. Manchmal kann dieses 2020 doch was.


Kulinarisch hatte in diesem Jahr die Große wieder das Zepter übernommen, 
die ist einfach die beste Geburtstagstortenbäckerin dieser Familie, auch gerne
frei nach Schnauze. Diesmal wurde es eine kleine, hohe Torte, gestapelt aus 
das ganze ummantelt von Schoko-Ganache und dekoriert mit Macarons.
Letztere nicht selbstgemacht, zu unserem endgültigem Untergang
hat kürzlich nämlich eine Filiale des luxemburgischen Hofbäckers in der
Stadt aufgemacht und bessere Macarons gibt es eventuell nirgendwo.


Und da Oreos für die Missi ja sowieso die besten Kekse weit und breit sind,
gab es sie auch noch in Muffin-, pardon, Cupcake-Form. Dieses 
Frosting aka Buttercreme, das aus Muffins Cupcakes macht, halte ich
persönlich ja eigentlich für komplett verzichtbar, aber dieses hier
war gar nicht mal soooo schlecht ;-) Sie wurden auch restlos alle 
aufgegessen!

Das war nun also der letzte Familiengeburtstag für dieses Jahr.
Das heißt, wir können uns nun mit vereinten Kräften auf den
Geburtstag der Großen im Februar vorbereiten, den ACHTZEHNTEN!
Ups. Das wird dann wohl nochmal eine ganz andere Hausnummer,
so emotional :-)

15. September 2020

Mediterraner Tortellinisalat

Es ist gerade wieder so richtig sommerlich heiß.
Das hält in dieser Familie niemanden vom Essen ab,
aber meine Kochmotivation hält sich zumindest mittags doch
in engen Grenzen, deswegen gibt es dann ziemlich oft Salate in ihrer
etwas gehaltvolleren Form. Denn, wie gesagt, Hunger haben wir
alle trotzdem ;-)


Besonders beliebt in der langen Reihe leckerer Sommersalate (Nudelsalat, 
Kartoffelsalat, Reissalat, Brotsalat, Bulgursalat, Melonensalat, Hirsesalat, 
Linsensalat, Brezensalat, Erbsensalat....Vermutlich könnte ich die Reihe 
mindestens so lange fortsetzen wie Forrest Gumps bester guter Freund Bubba 
seine Shrimps-Variationen *ggg*) ist dabei dieser mediterran angehauchte 
Tortellinisalat, der wirklich schnell gemacht ist.


Dafür kocht man eine Packung Tortellini, gießt sie ab und lässt sie auskühlen.
 (Die absolut besten Tortellini sind für uns seit Jahren die kleinen, getrockneten 
von Ba*illa aus dem Nudelregal, die Käsevariante, aber die gibt es zumindest hier kaum 
zu kaufen, wir importieren immer wahre Berge aus Luxemburg oder Frankreich, 
da gibt's die überall, warum auch immer. Es gehen aber natürlich auch welche aus dem 
Kühlregal, dann würde ich aber zwei Päckchen nehmen.) 
Eine große oder zwei kleine Zucchini kleinwürfeln und in etwas Olivenöl anbraten, 
bis sie leicht gebräunt sind. Pfeffern und salzen. Eine Handvoll Tomaten ebenfalls
würfeln und kurz zu den Zucchini geben. Nicht so, dass sie zu Sauce werden, 
sondern nur kurz mitdünsten. Das Gemüse zu den Tortellini geben und vermischen,
ebenso eine Kugel gewürfelten Mozzarella.

Für die warme Vinaigrette eine Zwiebel sehr klein würfeln.
In die Pfanne (vom Gemüse, jetzt wieder leer) nochmal etwa zwei Esslöffel gutes 
Olivenöl geben und die Zwiebelwürfel darin bei mittlerer Hitze glasig dünsten.
Je einen Esslöffel Honig und Senf unterrühren und mit 100 ml
dunklem Balsamico ablöschen, ein paar Minuten köcheln lassen,
dabei nach und nach 100 ml Wasser angießen.

Noch heiß über den Salat geben und gut unterheben.
Der Salat schmeckt sofort, noch lauwarm, oder auch gut
durchgezogen nach ein paar Stunden.

Guten Appetit 

12. September 2020

12 von 12 { Sep 2020 }

Am 12. des Monats macht man zwölf aussagekräftige Bilder von seinem Tag - 
so funktioniert 12 von 12. Wer dieses Spielchen allmonatlich gerne mitmacht, 
seht Ihr wie immer hier bei Caro in der Liste

Mal schauen, ob ich das heute 
hier hinbekomme, ich habe fiese Schmerzen im rechten Handgelenk und
das mag das Rumgefuhrwerke mit der Maus so gar nicht...


Halb zwei in der Nacht. Ich habe gerade die Große und ein paar Freund*innen
von einem 18. Geburtstag abgeholt und auf ihre jeweiligen Zuhause verteilt - 
die erste (kleine) Party seit Corona, zum Glück draußen, es ist ja wieder warm.
Von der Großen und ihrem Freund hört man unten schon keinen Mucks
mehr, aber ich bin jetzt hellwach. Also erstmal mit Buch ins Gästebett,
da kann ich mehr rumkruschteln. Umziehen kann ich später immer noch.


Ups, da bin ich wohl eingeschlafen. Erst mal auf die Suche nach dem 
Mann und der Missi machen, die sind beide schon wach...


Erste Tat eines jeden Samstags (ok, nach dem Frühstück): Die Lebensmittel
für die kommende Woche bestellen. Sehr bunt dieses Mal, denn in der
nächsten Woche hat die Missi Geburtstag :) Abholen können wir die im
Moment immer ganz wunderbar montags, wenn die Große vormittags 
kaum Unterricht hat.


Man kann es beim besten Willen noch nicht erkennen, aber das 
werden Burger Buns. Der Plan ist nämlich, morgen abend Burger 
zu grillen, das Wetter soll sensationell werden.


Samstägliche Aufräumrunde. Die Missi ihr Zimmer (das ist der VOR-
Aufräumstatus, aber der Ausschnitt ist auch sehr günstig gewählt. Wobei
sie nach dem Umzug in das Zimmer der Großen wirklich hervorragend
Ordnung hält. Es ist einfach nicht mehr soviel da, was rumfliegen kann ;-) ...


... und ich im speziellen die Kleine Werkstatt, denn ich habe unter der
Woche sehr viel geschafft. Die Challenge war ja, bis heute meinen 
UFO-Korb leerzunähen und alles, was bis dahin nicht erledigt ist,
gnadenlos zu entsorgen. Nun ja, was soll ich sagen? Es sieht gut aus.
An einem Täschlein fehlt noch der Träger und ein Etui ist auch
noch fertig zu machen, der Rest ist tatsächlich erledigt. Das schaffe 
ich heute noch und wenn nicht, dann morgen. Den Aufschub
gönne ich mir, schon allein wegen der schmerzenden Hand.


Mittach. Die Große und der Freund sind inzwischen auch erwacht.
Heute gibt es endlich mal Bines tolle Nacho-Hack-Pfanne, natürlich 
draußen, denn es ist wirklich herrlichstes Sommerwetter.


Kleine Nachmittagsrunde, Biomüll wegbringen und ein bisschen 
Sonne tanken. Die Falläpfel erinnern mich daran, dass wir morgen
dringend mal schauen müssen, ob man unsere Walnüsse im Wald schon ernten 
kann. Meist fallen auch die, wenn die Äpfel fallen...


Samstagswäsche. Irgendein Scherzkeks hat die Sitzstufen im Stadion
eingefärbt (mit Kreide? Das ginge ja noch...) und die Missi, die an
diesem Tag beim Sport nur zugeschaut hat, hat das fein eingesammelt.


Das sind so die Sachen, mit denen die Missi ihre Finger beschäftigt, während 
sie Dinge erledigt wie Vokabeln lernen zum Beispiel. Heute waren es 
Französisch-Vokabeln. Und herausgekommen sind dabei Deckblätter für ihre
 Schnellhefter. Kommt mir arg bekannt vor. Ich habe auch IMMER gemalt,
während mein Hirn auf "Aufnehmen" geschaltet war. Im Unterricht habe
ich ganze Blöcke gefüllt...


Schnelles Abendessen. Fluffige Omeletts und Reste von mittags.
Eigentlich wollten wir Pizza holen, aber dann haben wir uns überlegt,
dass wir morgen mittag lieber nochmal essen gehen, in irgendeinen
Biergarten oder ans Wasser. Pizza holen können (und werden! :) wir auch noch 
oft genug im Herbst und Winter, wenn es mit dem Auswärtsessen
eher schwierig unmöglich wird...


Letzte Tat des Tages: Beutel für die Sonntagsbrötchen
an die Tür hängen. Jetzt nur noch Couch und Feierabend.
Oh, und die Wäsche schnell noch reinholen, es ist schon wieder
stockfinster. Da merkt man doch, dass der Herbst mit Riesenschritten naht.

9. September 2020

Sommertuch { strick.strick }

Dreieckstücher stricken lernen, das war eine meiner Vorsätze für dieses
Jahr. Irgendwann muss man ja mal anfangen, Formen in die 
Strickstücke zu bekommen.


Durch Zufall fiel mir dann im hiesigen Hobbymarkt ein wunderschönes 
Farbverlaufsbobble in die Hände, das genau für ein Tuch reichen 
sollte. Das Garn war weich und leicht, blau-weiße Blockstreifen 
sollten es werden - perfekt für den Sommer.


Die Erklärung auf der Innenseite der Banderole war knapp, aber verständlich,
und was sich mir nicht von selbst erschloss ("rechts verschränkt herausstricken"??)
erklärte mir meine inzwischen schon reichlich abgegriffene Strickbibel.
Tatsächlich schlage ich sowas viel lieber in Büchern nach als im Internet
zu suchen, dort findet man meist eh nur Videos zur Erklärung und
ich bin ja bekennende Video-Tutorial-Gegnerin ;-) Es harmoniert einfach
nicht mit meiner Art, etwas zu lernen, meist abends auf der Couch mit 
Familie und/oder Fernseher - da passt beim besten Willen keine
weitere Geräuschquelle mehr rein....


Ich strickte also viele Wochen lang gemütlich vor mich hin, die Reihen
wurden immer länger, eine Seite gerade, die andere rechts verschränkt herausgestrickt, 
mehr passierte erst mal nicht. Zwar gab es auch in der dunkelblauen Hälfte des Tuches
Blockstreifen, die sich minimal aufhellten, aber es war Winter und das sah man
wirklich nur, wenn man das Tuch mal bei Sonnenschein unmittelbar neben
dem Fenster ausbreitete ;-)


Richtig spannend wurde es erst mit Erreichen der Spitze, denn da musste ich
nicht nur die Richtung wechseln, sondern es kam auch Farbe ins Spiel. Das Garn 
war vierfädig und einer der Fäden wurde nun weiß... Ein echtes 
Spektakel nach so vielen Wochen dunkelblau! 
Laut Anleitung musste man das Garn zu Beginn und dann immer wieder mal 
wiegen, damit man sichergehen konnte, beim Erreichen der Spitze nicht 
schon mehr als die Hälfte des Bobbles verbraucht zu haben und am Ende 
nicht hinzukommen. Das passte bei mir ganz gut, von den ursprünglichen 
200 Gramm hatte ich beim Erreichen des weißen Fadens noch etwas
mehr(!) als die Hälfte übrig. Perfekt.


Tjanun. 
Hier ging der weiße Faden zu Ende....
Ich habe dann tatsächlich nochmal alles bis zur Tuchmitte aufgeribbelt *heul*
Nicht wirklich überzeugt, aber das Tuch lief an der abgeschrägten Seite ganz leicht 
aus der Spur. Allerdings konnte ich mir nicht vorstellen, dass das so viel
ausmachen sollte. Spoiler: Tat es auch nicht. Ich entdeckte einen klitzekleinen
Fehler bei der Abnahme, danach lag die zweite Hälfte des Tuches exakt auf der
ersten, ich habe diesmal sogar noch vor Erreichen des ersten weißen Fadens
die Spitze gestrickt und wir erinnern uns: selbst beim weißen Faden war 
noch mehr als die Hälfte der Wolle übrig. Trotzdem war auch diesmal
das Ergebnis wie oben. Ein Mysterium!
Und ärgerlich wie Hulle, denn natürlich gab es die Wolle nicht einzeln
zu kaufen und ich überlegte schon ernsthaft, einfach eine Spitze aus
Stoff an das Tuch zu nähen :-))


Aber dann klagte ich mein Leid auf instagram und tatsächlich fanden sich nicht
nur weitere Leidensgenossinnen, denen es ähnlich ging (Ich meine: WTF? Ich verstehe es nicht....
Offenbar bin ich ja dann doch nicht zu doof zum Stricken und zum Denken eigentlich
auch nicht - aber warum dieselbe Menge Wolle für ein identisches Dreieck einmal
reicht und einmal nicht, und das ja offenbar häufiger, das ist mir zu hoch ;-)
Sondern es gab auch eine ganz liebe Userin, die dieses Tuch irgendwann mal 
ganz ohne die weiße Spitze, also einfach deutlich kleiner, strickte und mir
ihren Wollrest anbot 
Also doch noch ein Happy End für mein Tuch und nennt mich Trouble Seeker,
aber ich habe hier nun noch ein weiteres Bobble liegen, diesmal mit
rosa Farbverlauf. Es macht einfach so viel Spass!
Allerdings bin ich doch geneigt, diesmal schon mindestens einen 
Blockstreifen früher mit der Abnahme zu beginnen.
Vielleicht auch zwei ;-) 
Groß genug wäre das Tuch dann immer noch!

5. September 2020

Tagebuchbloggen { 5. September 2020 }

 "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"

Frau Brüllen fragt das an jedem fünften Tag des Monats und wer mag, schreibt fleißig mit.

Die übrigen WMDEDGT-Einträge findet Ihr wie immer hier.


7.30 Uhr: Ich werde wach, von irgendwelchem unchristlichen Krach.

Also streng genommen unterhalten sich Leute auf der Straße. Eventuell

über ein paar Autos hinweg, jedenfalls ist es laut genug zum Aufwachen,

denn die Fenster stehen auf und normalerweise ist es hier einfach totenstill.

Einschlafen funktioniert nicht mehr, denn auch der Mann pusselt offenbar

schon im Haus rum, der hat heute einen frühen Termin.

Also Griff zum Buch. Auch gut.


8 Uhr: Ich höre die Missi nach unten tapsen. Auch früh an.

Die beiden klappern in der Küche, ich bleibe lieber liegen.

Gemütlich frühstücken ist heute eh nicht.


9 Uhr: Irgendwie vergeht die Zeit verdammt schnell, wenn man

so im Bett rumliegt ;-) Der Mann und ich halten ein kurzes 

Schwätzchen, dann verabschiedet er sich ins Büro. Eigentlich 

wollte er die Große mitnehmen, die ihm samstags manchmal hilft,

aber unten in der Gartenwohnung regt sich noch kein Leben.

Dafür aber im Nachbargarten, dort startet eine Motorsäge.

Da immer noch alle Fenster aufstehen, ist das dann wohl mein

endgültiges Aufstehsignal, hmpf. Ich finde die Missi im Wohnzimmer

vorm Fernseher, sie guckt die Nanny. Alltime-Serienfavorit beider 

Kinder! Ich scheuche sie hoch, denn eigentlich hatte sie andere

Pläne ;-) Frühstücken mag sie nicht, sie verschwindet zum Anziehen.



10 Uhr: Ich habe gefrühstückt und derweil die Zeitung gelesen und unsere

wöchentliche Rewe-Bestellung auf den Weg gebracht. Das Gröbste mache 

ich immer samstags beim Frühstück und sichere den Abholslot, 

sonntags ergänzen wir das dann noch mal, nachdem wir den Essensplan

für die kommende Woche gemacht haben. Nach dem Frühstück bringe ich

rasch mit dem Rad den Biomüll weg und hänge auf dem Rückweg noch eine

klitzekleine Waldrunde dran. Als ich wieder zuhause bin, steht die Große 

in der Küche und sucht ein Behältnis für ihr Porridge, "denn ich muss ja

noch ins Büro - warum ist denn der Papa schon weg??" Haha, lustig,

um zehn... Da ich eh noch irgendwann zur Post muss und draußen immer

noch die Motorsäge röhrt, biete ich ihr an, sie zu fahren, dann muss 

sie nicht mit dem Rad los.


10.30 Uhr: Selbstverständlich fährt die Große, auch recht.

Am Büro wechsle ich auf den Fahrersitz und werde schon im Wegfahren

nochmal vom Mann angehalten, der mir noch zwei Hermes-Päckchen aufs 

Auge drücken möchte. Während ich warte, lade ich mir die Eilmeldung

des Luppen-Podcasts runter. Elf Minuten, das reicht genau für die Rückfahrt :)

Ich liebe ja Fußball-Podcasts aller Couleur, aber dieser hat sich in 

kürzester Zeit an die Spitze gespielt....

Bei der Post finde ich einen halblegalen Parkplatz und muss auch nur

kurz vor der Tür warten. Bei Hermes kann ich sofort rein, habe aber erheblich

mehr Mühe mit dem Gepäck - die beiden "Päckchen" vom Mann sind 

riesige Pakete. War ja klar... 


11 Uhr: Wieder zuhause. Die Missi kruschtelt in der Garage rum,

räumt ihre "Sattelkammer" (ein ordentlich geführtes Regal) auf,

putzt ihre Reitstiefel und vergrößert meinen Wäscheberg.

Ihr klassisches Samstagsprogramm. Frühstücken mag sie immer

noch nicht. Ich schicke sie an die Hausaufgaben.


11.30 Uhr: Im Nachbardorf heult die Sirene los, ich schaffe es gerade

noch, aufzuspringen und alle Fenster zuzuwerfen, bevor es auch 

bei uns losgeht. Das ist jeden ersten Samstag im Monat so, da 

haben wir Routine.


12.30 Uhr: Die Missi macht Hausaufgaben, ich pflanze ein paar erste

Herbstblumen auf dem Balkon, gieße, pflücke Zwetschgen und höre dabei 

Podcast mit Stöpseln im Ohr (die Motorsäge!) - diesmal "Hotel Matze",

aber immer noch Fußball, denn ich habe die Folge mit Toni Kroos am Wickel.

Zwischendrin schicke ich dem Mann noch unseren Aldi-Einkaufszettel,

es wäre nicht das erste Mal, dass die beiden da auf dem Heimweg noch 

reinspringen.


13.30 Uhr: Mann und Große sind zurück, tatsächlich mit den Einkäufen.

Der Mann macht Feuer, die Große schimpft rum ("schon wieder Grillen,

Fleisch, bäh, das stinkt so, immer müssen wir Grillen, möp..."),

ich mache einen riesigen Pott Parmesan-Spaghetti. Die sind die

perfekte Grillbeilage, wenn es nicht so knallheiß ist und außerdem

gut für die Laune ;-) Die Missi deckt den Tisch, die 

Große hat ihre Terrassentür verrammelt, "weil ihr so rumstinkt!"

Auch gut, dann wasche ich halt keine Wäsche. Gibt Schlimmeres.


14 Uhr: Essen. Die riesige Schüssel Spaghetti lockt auch die Große 

nach draußen, die Wespen sind von unseren reichlichen Trauben am

Carport abgelenkt und so ist uns eine sehr friedliche Mahlzeit vergönnt.


15 Uhr: Die Restfamilie putzt - die Große ihre Wohnung, der Mann und

die Missi die Autos. Da die Missi bzw. der Stall und ihre Pferde hier der

größte Dreckfaktor in den Autos ist, muss sie da immer ran.

Zwischendurch gönnen der Mann und ich uns einen Kaffee auf der Couch

und beschließen, mit dem heutigen Tag die Poolpflege für dieses

Jahr einzustellen. So früh waren wir noch nie, aber irgendwie sind die

Aussichten nur so mittel. Plan also für die kommende Woche:

Wasser ablassen bis zum Ventil, Überwinterungsmittel in den Rest,

Pumpe abbauen und Feierabend.


17 Uhr: Der Mann ist auf der Couch, die Missi lernt und die Große bügelt im Wohnzimmer

stocksauer ihre Bettwäsche, weil ich mich geweigert habe. Aber ich war gerade dabei, 

sämtliche Küchengeräte zu entkalken (das könnte man hier quasi täglich tun!) und 

fühlte mich damit mehr als ausreichend beschäftigt. Anschließend helfe ich der

Missi noch, ihre Französisch-Hausaufgaben in PDFs umzuwandeln, damit sie die

in die Schulbox laden kann. Der Mann geht Nägel suchen, weil die Große noch

ein paar Bilder aufhängen möchte. Die Große sucht mal wieder nach einem

Auto für sich - damit verbringt sie im Moment Stunden und hat sich schon ein

fundiertes Wissen angeeignet.



18 Uhr: Die Missi räumt auf und schaut dabei ihre Serie auf dem iPad weiter, der Mann

beschäftigt sich inzwischen ebenfalls mit Autos und der damit verbundenen Anschaffung

einer Ladebox für zuhause und ich habe mich in die neue Kleine Werkstatt verzogen.

Die ganze vergangene Woche habe ich hier geräumt und sortiert, weil es endlich

nicht mehr zu heiß dazu war. Heute werde ich tatsächlich fertig. Als letztes steht 

nur noch eine große Kiste mit UFOs auf dem Zuschneidetisch. Ich beschließe,

die als erstes in Angriff zu nehmen und gnadenlos alles wegzuschmeißen, was

bis nächsten Samstag nicht fertiggenäht ist. Ich brauche den Druck ;-)


19.30 Uhr: Der Mann hat Salat gemacht, die Missi schmiert sich noch einen

Wursttoast dazu, und während wir essen, bekommen wir ein Update über 

die neuesten Auto-Erkenntnisse des Mannes. Die Große hat Besuch von einer

Freundin, die sehen wir nur ganz kurz, als sie auf der Suche nach Backpapier

in der Küche vorbeikommt. Offensichtlich machen die sich ihr eigenes Essen.


20.30 Uhr: Die Missi ist bettfertig, jetzt gammeln wir alle drei auf der Couch

und gucken #DSWNWP. Ich habe dabei tatsächlich schon das erste UFO am

Wickel, ein T-Shirt, das ich irgendwann mal im Urlaub mit drei Rieger-Hasen 

bestickt habe. Aus unerfindlichen Gründen fehlten dem letzten Hasen noch

Augen und Mund. Muss man nicht verstehen, jetzt ist es in zehn Minuten 

erledigt. 


21.30 Uhr: Seit der letzten Stunde hat sich eigentlich nichts getan.

Wir haben Spass, ich stricke inzwischen und unten in der Wohnung 

eskalieren die Mädels. Entweder sie tanzen, oder sie machen Sport.

Gut, dass die Große nicht unters Dach gezogen ist *ggg*

Irgendwann demnächst muss die Missi dann auch mal im Bett

verschwinden, denn die hat morgen ziemlich früh eine

Springstunde im Reitbeteiligungsstall. Der Mann und ich

werden später noch knobeln, wer sie begleitet (Sonntags eigentlich

eher der Mann, aber beim Springen schaue ich auch unheimlich

gerne zu. Andererseits könnte ich natürlich auch richtig lange 

im Bett bleiben, ganz ohne Motorsäge. Schwierig ;-)

Jedenfalls ist für uns auch nicht allzu spät Feierabend heute,

das ist mal klar...


31. August 2020

Kartoffelpuffer aus dem Ofen

Naja, oder so ähnlich. 
Vielleicht geht es auch eher als eine Art herzhafter Kartoffelkuchen
ohne Boden durch. Hier jedenfalls hat sich der Name Ofen-Kartoffelpuffer
durchgesetzt, auch wenn das Ergebnis nichts mit Omas unvergleichlichen,
regional nicht wegzudenkenden Krumbereschniedscher zu tun hat.
Dafür ist es aber deutlich schneller gemacht und stinkt auch 
nicht die ganze Bude zu. Alles zu seiner Zeit ;-)


Für eine Tarteform voller köstlichen Pufferkuchens verrührt man als erstes
gründlich 150 Gramm Mehl, 4 Eier, 200 ml Milch, einen Becher Schmand 
und einen halben Teelöffel Salz. 
Zwei Möhren und zwei (bis drei mittel)große Kartoffeln schälen, grob raffeln
und unter den Teig heben. Je eine Handvoll Petersilie und Käse kleinhacken
und ebenfalls unterrühren. (Wir nehmen gerne Bergkäse oder Gouda, 
alternativ kann man ihn selbstverständlich auch reiben.)
Die Masse mit Salz, Pfeffer, Paprika und etwas Muskat würzen und in
eine gefettete Tarte- oder Springform gießen. 
Den Teig mit 100 Gramm Bacon belegen und im vorgeheizten 
Backofen bei 160 Grad (Heißluft) etwa eine Dreiviertelstunde
lang backen, bis die Oberfläche und der Speck schön gebräunt sind.
Am besten noch schön heiß servieren, wir essen es zusammen
mit Grünem oder Möhrensalat.

Guten Appetit