8. Oktober 2021

Eine Bettschlange

 ... ganz für mich alleine :)
Das war ein langgehegter Wunsch von mir und nun habe ich es
endlich mal geschafft.


Im Sinne der optimalen Stoffverwertung habe ich sie aus diversen großen
Stoffquadraten genäht - hauptsächlich grau, das passt gut in unser 
Schlafzimmer, kombiniert mit ein bisschen senfgelb und einem
Rest Kinderstoff.


Insgesamt ist die Schlange zwei Meter lang, also exakt so
wie unsere Matratzen. So kann ich sie als Ergänzung zu meinem
Seitenschläferkissen genauso nutzen, wie zusammengetüdelt
als zusätzliches Kissen. Ja, ich mag viele Kissen im Bett.
SEHR viele Kissen!


Die Größe der Quadrate hatte ich anhand der Seitenlänge eines meiner 
Reststücke gewählt. Um den passenden Kreisdurchmesser für das
Endstück zu ermitteln, musste ich deswegen tatsächlich meine eingerosteten
Mathekenntnisse rektivieren. Da war doch was mit Pi?

Tatsächlich ist es ganz einfach:
Radius = Umfang:(2xPi)

Mein Umfang war 41 cm, ergab einen Radius von 6,5.
Nahtzugabe dazu, also bei mir 7 cm. Auf dem Zirkel einstellen,
Kreis zeichnen, fertig. Passte wie angegossen.

Man kann sich den Radius aber zum Beispiel auch
hier ganz ohne eigenen Hirnschmalz ausrechnen lassen ;-)


Da liegt es nun also in meinem Bett, das kuschelige Schätzchen und ich
habe sogar meinen Sack Füllwatte bis auf den letzten Fitzel aufgebraucht.
Das ist natürlich erfreulich, schließlich möchte ich meinen Materialschrank
deutlich erleichtern. Allerdings haben inzwischen beide Kinder
ebenfalls den Wunsch nach solch einer kuscheligen Schlange
geäußert, also bestelle ich wohl einfach mal den nächsten Karton
Füllwatte... So wird das nix!

Ansonsten?
Hier beginnen heute die Herbstferien. Die Freude ist groß,
auch wenn die Große quasi durchlernen muss, weil sie unmittelbar danach
ihre Vorabi-Arbeiten schreibt und auch das richtige Abi inzwischen
verdammt nah ist - in drei Monaten geht’s los... Die Missi
hat am Wochenende Turnier und auch noch ein paar Schulsachen 
auf dem Zettel, klassische Herbstferien eben. Aber alleine das
morgendliche Ausschlafen ist schon purer Luxus und wir werden
auch schauen, dass wir uns wenigstens ein Wochenende 
lang nochmal irgendwo auslüften können. Und ich persönlich werde
die Zeit nutzen, aus Chronistengründen endlich mal die 
Sommerfotos hier ins Blog zu bekommen...

Kommt gut ins Wochenende!

5. Oktober 2021

Tagebuchbloggen { 5. Oktober 2021 }

 "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"

Frau Brüllen fragt das an jedem fünften Tag des Monats und wer mag, schreibt fleißig mit.

Die übrigen WMDEDGT-Einträge findet Ihr wie immer hier.


5.50 Uhr: Ich werde kurz vor dem Wecker wach und genieße noch ein paar 

Minuten lang unser warmes Bett, bevor ich aufstehe. 

Kleine Nachrichtenrunde auf der Couch.


6.30 Uhr: Brotdose und Frühstück für die Missi gerichtet, die Große

muss heute erst später los. Kontrolle, ob die Missi wach ist, dann

schnelles Duschen, Haarewaschen und Fertigmachen für mich.


7.10 Uhr: Der Mann geht aus dem Haus, die Missi kommt zum

Frühstück. Wo sie geht und steht, sind Lernzettel momentan ihre steten

Begleiter. Es ist die letzte Schulwoche vor den Herbstferien und 

die Arbeiten stapeln sich. Unpassenderweise gilt dasselbe gerade

fürs nachmittägliche Reiten, weil am Wochenende ein Turnier ansteht.

Hard times.


7.30 Uhr: Wir verlassen pünktlich das Haus. Ich bin jetzt schon latent

genervt - nicht ohne Grund bin ich schließlich seit 17 Jahren im selbstgewählten

Homeoffice. Zum Beispiel, damit ich eben NICHT morgens um sieben

angezogen und aufgeputzt das Haus verlassen muss ;-)

Ich liefere die Missi an der Schule ab und fahre dann direkt weiter

über die sieben Berge zu meiner Hausärztin, die mich heute morgen

zur Blutkontrolle einbestellt hat. Ich nutze die Gelegenheit, wo ich

schon mal da bin, und lasse mich auch gleich gegen Grippe impfen.

Sooo ums Eck ist die Praxis schließlich nicht.

Der Mann hat schon, die Kinder sind nächste Woche fällig,

Häkchen dran.



8.50 Uhr: Wieder draußen, der Arm schmerzt nur sehr mäßig.
Ich halte kurz beim Bäcker, werde bei der Post die drei Stichwahlbriefe
für die Landratswahl am Sonntag los und überquere noch ein
paar weitere Berge zur nächsten Arztpraxis. Das Wetter ist
traumhaft schön, ich habe aktuelle Podcasts auf der
Playlist und frühstücke ein lauwarmes Franzbrötchen.
Könnte gerade schlimmer sein.

9.30 Uhr: Noch ein Kontrolltermin, diesmal bei der weltbesten Urologin.
Eigentlich bin ich nur zur aktuellen Bestandsaufnahme bezüglich meiner
Fibromyalgie hier, bekomme aber als Sahnehäubchen auch noch einen
akuten Infekt serviert, der mir bisher offenbar durchging ("Das sieht ja
verheerend aus!") Tja, einerseits ist totale Schmerzbefreitheit ja was 
Wunderbares, aber toll, dass wir dann gerade eben mal beherzt in 
einen fetten Infekt reingeimpft haben. Kann ich mich ja schon mal
auf ne nette Impfreaktion später einstellen *hmpf*

10.30 Uhr: Mit Rezepten, Plan für die nächsten Wochen und vielen freundlichen
Worten entlassen. Hier oben im Hunsrück ist es übrigens deutlich weniger schön,
was das Wetter betrifft - es ist ziemlich neblig und klamm. Also schnell
wieder runter ins Tal, zusammen mit dem nächsten Podcast und einem
Liter Wasser. Erste Kopfschmerzen klopfen an, keine Ahnung, ob von
der Impfung oder dem drohenden Wetterumschwung am Mittag.

11.40 Uhr: Wieder zuhause. Genau wie die Große. Die hat 
dienstags insgesamt wenig Unterricht - drei Stunden vormittags
und zwei nachmittags, das war's... Wir bringen uns gegenseitig
auf den neuesten Stand, dann rühre ich einen schnellen Auflauf 
mit Gnocchi und Tomaten-Sahnesauce zusammen, mehr ist 
heute nicht drin. Inzwischen habe ich krasse Kopfschmerzen
(Sechs Stunden nach der Impfung keine Schmerzmittel, war es
nicht so? Uff, das kann sich eventuell ziehen...) und die Blase
muckt nun auch. Danke auch.

12.45 Uhr: Halbes Stündchen auf der Couch gelegen und der Großen
Gesellschaft beim Essen geleistet (ich bin noch satt vom Franzbrötchen).
Jetzt werfe ich kurz einen Blick auf den Kofferrauminhalt, den die
Missi gestern gepackt hat und hole ebendieselbe dann von der
Schule ab. Vorher halte ich aber noch an der Apotheke,
um meine Rezepte einzulösen. Pünktlich mit der Klingel bin
ich an der Schule und die Missi springt ins Auto.
Wir fahren direkt weiter an den Stall und greifen unterwegs schnell
noch Essen ab - SEHR schnell sogar, denn wir stehen auf dem
Weg in die Stadt dramatisch im Stau. Mittags um eins.
Es wird echt immer doller.... Immerhin hat meine 
Beifahrerin so schon mal die Gelegenheit, sich schlangengleich aus 
den Schul- und in ihre Reitklamotten zu winden ;-)

13.40 Uhr: Wir sind am Stall angekommen. Die Missi hat aufgegessen
und verschwindet zügigen Schrittes zu ihrem Pferd, während ich
mich erst mal entspannt zurücklehne und auch was esse. In Ruhe.
Latente Kopfschmerzen habe ich immer noch, aber das Wetter
hat auch wirklich dramatisch gewechselt. Inzwischen ist es kalt und
windig und ich vermute, in spätestens einer halben Stunde wird
es regnen...


14.30 Uhr: Pünktlich in der deutlich wärmeren Halle.

Die Missi und ihr Pony sind schon da und drehen Aufwärmrunden.

Normalerweise sind wir dienstags abends in der Reitschule, 

aber heute hat sie sich hier im Reitbeteiligungsstall 

ausnahmsweise eine Stunde bei der externen Dressurlehrerin

gebucht, die immer nur dienstags kann. Am Wochenende ist

hier Hofturnier und das heute sowas wie die Generalprobe.

Und gestern, und Donnerstag. Und letzte Woche. Dressur,

Springen, Geschicklichkeit, drei verschiedene Pferde.

Es ist endlos und nächste Woche machen wir erst mal

Reitstundenpause, Ferien hin oder her ;-)


15.30 Uhr: Fertig. Ich habe zwischendrin mit dem Mann telefoniert,

das Rentnerpony bekuschelt und meinen Wochenenddienst hier

korrigiert. Während die Missi das Pony trockenführt (sie hat dabei schon

wieder einen Lernzettel in der Hand und erzählt dem Ponyschätzchen was

vom Humanismus zu Luthers Zeiten *g*) und anschließend

versorgt, gehe ich schon mal zurück zum Auto und schnappe mir

mein Buch. Es regnet inzwischen tatsächlich und ich bin

reichlich platt.


16.30 Uhr: Wieder zuhause. Es riecht lecker, die Große ist auch schon

zurück und hat Crêpes gebacken. Dusche und was zu Essen für die 

Missi, dann setzt sie sich an die Hausaufgaben. Meine Kopfschmerzen

haben inzwischen die Kategorie Indiskutabel erreicht. Ansonsten aber

keine weiteren Auffälligkeiten. Ich mache mir einen Kaffee und eine

Wärmflasche und verziehe mich mit Buch in meinen Sessel.

Die Große leistet mir Gesellschaft, die hat in den Leistungskursen gerade 

je eine englische und eine deutsche Lektüre am Wickel (Effie Briest - 

sie stirbt einfach nicht aus. Immerhin hat sie die Wahl zwischen der 

kommentierten Ausgabe vom Mann und meiner. Wir hatten beide 

das Vergnügen und sie stehen beide noch im Schrank.) und muss weiterkommen.


18.30 Uhr: Beide Kinder sitzen noch über ihren Hausaufgaben - die Große

unten in ihrer Wohnung, die Missi hier. Außer einmal Abfragen bin 

ich nicht gefragt und das ist auch gut so. Ich lese vor mich hin und 

versuche, den Kopf nicht zu viel zu bewegen. Könnte schlimmer sein.


19.30 Uhr: Der Mann ist inzwischen auch da und versorgt uns mit

Abendessen. Da ist noch Auflauf von mittags und ein frisches Baguette.

Wir essen alle zusammen ganz schlampig auf der Couch, erzählen vom

Tag und schauen Nachrichten. Danach verzieht sich die Missi wieder

an ihren Schreibtisch und auch die Große verzichtet bedauernd

auf das Sommerhaus der Stars - dabei sind der Mann und die Große

doch eigentlich die Trashbeauftragten hier im Haus und ich habe immer

sehr viel Spass dabei, die beiden zu beobachten. Tja, dann heute nicht.

Ich bin eh zu platt und nichts gegen Trash, aber das Sommerhaus

geht wirklich gar nicht. Also so überhaupt gar nicht. 

Indiskutabel. Dann lieber hier noch was tippen.

(Außer Kopf und platt ist übrigens alles ok, in Anbetracht der

ungeplanten Diagnose heute morgen bin ich damit absolut 

zufrieden. Jetzt noch reichlich schlafen, dann passt das morgen wieder.)


21.15 Uhr: Fertig getippt hier. Ich werde mich jetzt ins Bett verziehen.

In der Regel muss der Mann schauen, wie er es abends schafft, dass die Missi 

vor ihm im Bett ist - das ist unter der Woche nämlich der Deal: Das Kind

schläft nicht als letzte! Sowas könnte böse enden ;-)

30. September 2021

Schnell mal zwischendurch...

 Puh. 
Zu behaupten, ich käme gerade zu nichts, wäre die Untertreibung des Jahres.
Aber nur noch eine Woche Schule, dann sind schon wieder Ferien 
 und bis dahin habe ich hoffentlich alles auf meinem Seit-Wochen-
Liegengeblieben- Zettel abgehakt und kann wieder zu meinem
normalen Tagesablauf übergehen, der auch so Unwesentlichkeiten wie Nähen 
oder  Bloggen enthält ;-)


So lange lasse ich Euch einfach mal schnell diese Windeltasche da,
die ich neulich auf Zuruf genäht habe.


"Grau und Petrol" war der Wunsch, personalisiert und gerne mit
einem Rennauto. Aber bitte, eine meiner leichtesten Übungen, mein Stoffregal
gibt ja nun wirklich so ziemlich alles her. 
Ja, Pustekuchen. Graue Pünktchen waren tatsächlich aus, keine Ahnung,
wie das passieren konnte. Aber grauer Pünktchenstoff, den bekommt man
sogar hier in der Gegend relativ unproblematisch und er passt 
wirklich ganz hervorragend zu dem Futterstoff mit kleinen Autos.
Ich lieeeebe bekanntlich Autos und dementsprechend bin ich auch 
wirklich zufrieden mit dem Ergebnis.

So, und jetzt schnell weiter, Papierkram erledigen!
*örks*

(Im Nähzimmer wartet ein wunderschöner, zugeschnittener Stoffstapel
darauf, zu einer Patchworkdecke zusammengesetzt zu werden, 
morgen kommt schon das Plaid, das ich als Rückseite vorgesehen 
habe und ich arbeite Papierstapel ab. Das ist Folter!)

22. September 2021

Romperwetter

 Wer hätte das gedacht, dass es nochmal ausreichend warm wird,
um luftige Musselinklamöttchen zu tragen...


Als ich diesen Stoffrest hier in die Hand bekam, war der Sommer 
gerade gestartet. Ich wollte etwas für die jüngste Nichte nähen -
ein Kleidchen oder einen Overall hatte ich im Kopf. Kleidchen
schied schnell wieder aus, denn da ich immer noch meinen Stoffvorrat aktiv 
abbauen möchte, musste der vorhandene Stoff unbedingt reichen
und das war bei den Kleiderschnittmustern nicht der Fall,
selbst in dieser Winzgröße nicht.
Und es ist wirklich unglaublich, wieviele Overallschnitte
es für Babys gibt! Es ist schier endlos...
Ich war tagelang beschäftigt!


Entschieden habe ich mich schlussendlich für den Boho Romper von 
elemeno patterns, das war genau das, wonach ich gesucht hatte :-)
Besonders mag ich die Bindebänder an den Trägern,
denn so ist er auch ohne aufknöpfbaren Schritt super einfach
anzuziehen...


Genäht war der Romper wirklich schnell - ihn dann anschließend
auch ans (bzw bis zum) Nichtchen zu bringen, dauerte deutlich länger und
als wir es endlich schafften, hatte ich ernsthafte Sorge, dass sie es 
nur noch mit Strumpfhose und Strickjacke würde tragen können.
Danke, "Sommer"! Aber es hat sich ja doch noch alles zum Guten 
gewendet, bevor sie rausgewachsen ist ;-)

Und wo ich das Schnittmuster schon mal liegen hatte, habe ich
gleich noch einen zweiten zugeschnitten. Sollte ich die Bilder 
nochmal wiederfinden *hüstel*, zeige ich Euch den auch noch, 
bevor es Winter wird...

18. September 2021

Vierzehn ♥

 Wochenend-Geburtstage sind eindeutig die besten Geburtstage!
In diesem Jahr kam die Missi in den Genuss und hat das auch
Kräften ausgenutzt. Also, im Rahmen ihrer Vorstellungen ;-)


Und die sahen so aus, dass sie sich ihre Beste-Freundin-seit-einfach-immer 
einlud und die beiden gemütlich in den Geburtstag hineinfeierten.
Mit Filme gucken, Pizza und Konfettikanonen und Wunderkerzen 
um Mitternacht auf dem Balkon.

 
Heute morgen gab es dann den klassischen Geburtstagstisch mit 
Geschenken, Kuchen und Kerze. Der Kuchen war ein klassischer
Schoko-Kastenkuchen (nach diesem Rezept, zusätzlich mit Schokoraspeln
im Teig), gefüllt mit einer dunklen Ganache und mit einer dicken 
Schokoschicht überzogen. Als Deko haben wir neben den bunten 
Streuseln dicke Ganache-Tupfer auf den Kuchen gesetzt, im Wechsel
mit ein paar Rocher-Kugeln.
Und da wir ja Samstag haben, war es sogar schon hell beim
Geschenke auspacken! (Ponykram, sieht man ja - Eimer, Halfter,
Strick und ein Helmbeutel - Bücher, Paperlike-Folie fürs iPad 
und ein Paar heiß gewünschte Turnschuhe.)


Mittags haben wir fein im Garten gegrillt und später Kuchen gegessen,
in diesem Jahr auch wieder mit Omas und Opas, es wird :)
Wir konnten nämlich den ganzen Tag draußen verbringen, denn 
wenn auf eines Verlass ist, dann auf gutes Wetter am Missigeburstag.
Und nun sitzen wir alle auf der Couch und haben erschöpft
die Füße hochgelegt. Morgen müssen wir früh raus, der Stall
und der Ponykram rufen!


Mein kulinarisches Highlight des Tages war übrigens dieser Kuchen, den 
ich sehr spontan vor drei Tagen hier entdeckte und unbedingt sofort
ausprobieren musste (eigentlich war Apfelkuchen geplant!)
Ein klassischer No-Bake-Cheesecake mit gar nicht klassischem,
dafür schön herbstlichem Obsttwist mit Zwetschgen, Feigen und gerösteten
Nüssen. Diese Kombi war echt der Knaller, kann ich wärmstens empfehlen 
und kommt auf den Dauerbrennerzettel. Und das Beste:

Wir haben noch was für morgen!

12. September 2021

Fluffy Fladenbrot zur Rückkehr aus der Sommerpause

Eigentlich wollte ich ja erst mal Urlaubsfotos sortieren
und ein paar aufgelaufene Klamöttchen zeigen, so als smoother 
Wiedereinstieg ins Bloggerleben. (Wenn man die persönlichen 
Zuschneidemaße der Blogfotos nicht mehr auswendig weiß, 
wird es Zeit!) Aber auf insta kam vermehrt der Wunsch nach dem Rezept 
für das Fladenbrot auf, das ich über den Sommer zu fast jeder Grillmahlzeit 
gebacken habe. Es ist unheimlich fluffig, ganz einfach zuzubereiten
und vor allem - von der Gehzeit mal abgesehen, die man
einplanen muss - sehr schnell vorbereitet.

Für den Teig 400 Gramm helles Mehl (Ich nehme Dinkel 630, so wie
für absolut alles, wo im Originalrezept eigentlich Weizenmehl vorgesehen
ist. Das macht weder bei der Konsistenz noch beim Geschmack auch
nur den kleinsten Unterschied :) mit einem Teelöffel Salz und zwei
Teelöffeln Zucker mischen und zwei Esslöffel Olivenöl dazugeben.
Einen halben Würfel Hefe (oder ein Tütchen Trockenhefe) in
220 ml lauwarmem Wasser auflösen, zu den übrigen Zutaten 
geben und ein paar Minuten lang gründlich verkneten.
Je geduldiger man Hefeteig knetet, desto fluffiger wird er später.
Wohl dem, der eine Küchenmaschine hat, die diese Arbeit übernimmt...


Der Teig sollte sich nach ein paar Minuten als Kugel leicht vom Schüsselrand 
lösen und schön elastisch sein. Ist er zu klebrig, einfach noch ein wenig 
Mehl dazugeben, bis es passt. Ist er umgekehrt zu bröckelig,
noch ein Löffelchen Wasser unterkneten. 

Den fertigen Teig abgedeckt an einem warmen Plätzchen
eine Stunde lang gehen lassen - falls Euer Backofen eine Gärstufe
hat, nehmt die, damit geht es deutlich schneller. Ich bereite den Teig
gerne schon am Vortag zu, dann gebe ich ihn in eine große, bemehlte 
Schüssel mit Deckel, stelle sie über Nacht in den Kühlschrank
und bereite das Fladenbrot dann mittags oder abends zu.
Über so eine lange Zeit geht Hefeteig auch kalt ganz hervorragend
und wird für mein Gefühl sogar noch fluffiger.
Stichwort "Kalte Führung".


Nach der Gehzeit den Backofen auf 190 Grad (Umluft) vorheizen.
Den Teig mit bemehlten Händen aus der Schüssel nehmen, zur Kugel
formen und dann mit den Händen so auseinanderziehen, dass
ein leidlich runder Fladen entsteht, etwa zwei/drei Zentimeter dick.
Auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und mit dem Daumen
in unregelmäßigen Abständen Dellen in den Teig drücken.
In einer Tasse je einen Esslöffel Milch und Olivenöl vermischen,
den Teigling damit einpinseln und mit hellem Sesam bestreuen.
. Optional kann man ihn auch noch mit Oliven, kleinen Tomaten oder 
Kräutern belegen. Wir mögen es am liebsten so wie hier mit Tomaten und 
Rosmarinzweigen aus dem Garten...

In den heißen Ofen geben und etwa 15 Minuten lang backen,
bis der Fladen ein wenig Farbe angenommen hat.
Warm serviert schmeckt er himmlisch, aber auch die kalten
Reste (haha, als ob!) können durchaus noch überzeugen.

Guten Appetit ♥

22. Juli 2021

Sommerpause

 


Tja, was soll's.

Eigentlich wollte ich erst im August in die Sommerpause gehen,
aber mir fehlt gerade komplett der Flow.
Die Hochwasserkatastrophe ist knapp an uns vorbeigezogen, aber einen
Teil von Trier und den Eifelrand hat es unvorstellbar schlimm 
erwischt. Hier bei uns ist gerade schönster, ungetrübter Sommer -
aber man muss sich nur ein paar Minuten ins Auto setzen,
dann ist man mittendrin in der Apokalypse.
Das ist auch eine Woche später immer noch völlig surreal
und verursacht einen Spagat im Kopf, der zumindest mir
alle Energie und Kreativität raubt. Abgesehen davon,
dass es alle Hände voll zu tun gibt, dem Chaos und dem
Verlust Herr zu werden, in welcher Form auch immer.
Hier zum Beispiel ganz konkret: Aufgrund des weltweiten
Rohstoffmangels gibt es gerade eh schon unglaubliche Probleme,
Hausgeräte zu beschaffen, die Lieferzeiten sind jenseits 
aller Vorstellung. (Protipp: Wenn eines Eurer unverzichtbaren
Haushaltshelfer gerade Anstalten macht, kaputt zu gehen, WARTET NICHT,
bis es endgültig hinüber ist - es könnte Wochen dauern, Ersatz zu
beschaffen. Besonders, wenn Ihr ein bestimmtes Modell im
Auge habt. Das nur mal am Rande ;-) 
Nun sind aber an einem einzigen Tag aberhunderte Maschinen
unrettbar abgesoffen - und unser Tagwerk hier dreht sich eigentlich
nur noch darum, diesen Mangel irgendwie zu verwalten....

Anyway. 
Jetzt jedenfalls also Sommerpause hier.
Ob wir in diesem Jahr Orangenbäume zu sehen bekommen,
das Meer und den Strand? Wer weiß das schon...
Das Wohnmobil ist betankt und abfahrbereit, aber noch
können wir nicht weg und ob dann später im Sommer noch
irgendein touristenarmes Ziel weit weg unter Coronagesichtspunkten 
verantwortungsbewusst bereist werden kann, das wissen die Götter.
Wir begnügen uns neben der Arbeit also erst mal mit Garten, Pool und 
dem dicken Bücherstapel, lassen den Rest ganz entpannt auf
uns zukommen und sehen uns allerspätestens im
September wieder. Und den Flow - den würde ich dann
bitte auch gerne wieder sehen....
Bis dahin:

Habt es schön ♥