31. Dezember 2017

Zwischen den Jahren

Komisch, dieser Ausdruck.
Zwischen welchen Jahren denn? Wir sind doch noch im alten.
Wenn schon, dann doch eher "zwischen den Feiertagen", was für mich auch deswegen toll wäre,
weil diese Zeitspanne dann noch ein paar Tage länger ginge,
bis Dreikönig wenigstens oder meinem Geburtstag.


Ich mag diese Tage nämlich fürchterlich gerne, es sind mir fast die liebsten des Jahres und auf
 jeden Fall die liebsten des Winters. Egal ob zuhause oder im Winterurlaub, die totale Entspannung
 der Weihnachtsfeiertage setzt sich nahtlos fort - keine Termine, keine Pläne, Ferien,
süßes Nichtstun. Genau das, was man nach einem langen Jahr braucht.
Diese Tage sind für mich auch nicht emotional oder esoterisch aufgeladen.
Der Jahreswechsel hat für mich keine große Bedeutung, das Rauhnächte-Gewese (das über
40 Jahre fast komplett an mir vorbeiging, über das ich in diesem Jahr aber wirklich an jeder
Ecke stolpere, auch gerne mehrfach!?) überschlafe ich gekonnt und Wäsche wasche ich wie
in jeder anderen Woche des Jahres auch ;-)
Wir sind alle zusammen und leben ein paar Tage entspannt vor uns hin -
mehr braucht es gar nicht, um mich glücklich zu machen...

In diesem Sinne wünsche ich Euch einen entspannten Start ins neue Jahr :-)
Feiert fett, wenn Ihr das mögt und wenn nicht, dann einfach nicht -
wir halten das schon seit Jahren so und es ist immer schön gewesen...
Vielleicht finde ich stattdessen heute abend ja noch ein paar Minuten Zeit für
Okkas feinen Fragebogen, wenn alle anderen schon schlafen -
es wäre mir eine Freude, das neue Jahr damit zu starten.

Macht es Euch nett, wir lesen uns im Januar 🖤

22. Dezember 2017

Weihnachts-Kleinigkeiten

Zu Weihnachten verschenke ich ja gerne, wie neulich schon erwähnt, Kleinigkeiten
an nette Menschen, mit denen ich das Jahr über regelmäßig zu tun hatte -
vorzugsweise entweder etwas zum Verbrauchen wie Gebrannte Mandeln oder etwas Praktisches.
Kein Rumstehkram eben.
Allzu aufwändig soll es dabei natürlich auch nicht werden, eben nur eine klitzekleine Kleinigkeit....


In diesem Jahr bin ich mitten in der Planungsphase genau rechtzeitig über das hübsche Tutorial 
von mamanina gestolpert, war hingerissen - und so gab es in diesem Jahr mal Handwärmer für alle.
Der Winter ließ sich ja auch schon recht usselig an, bevor er überhaupt begonnen hatte.
Kann ja so falsch dann nicht sein ;-)


Ich habe mich für meine Verhältnisse erstaunlich nah an der Anleitung gehalten, meine 
Stoffrestekiste enorm geschmälert und freue mich unheimlich über das Ergebnis. 
Das gelbe Katzenpaar habe ich deswegen auch schnell unauffällig wieder von seiner 
Banderole befreit und in meine Manteltaschen wandern lassen *hüstel*


Die übrigen allerdings habe ich alle ordnungesgemäß mit Gebrauchsanweisung und 
Banderole versehen, eingetütet und größtenteils schon verschenkt.
Beides, Anleitung und Banderolenmaße, gibt es freundlicherweise auch gleich von Nina, 
tausend Dank dafür!


Weitestgehend bin ich jetzt durch mit meiner Weihnachtswerkstatt (und das ist auch gut so, denn ich
plage mich immer noch arg mit meiner Bandscheibengeschichte rum...) nur ein wenig
Selbstgemachtes aus der Küche fehlt noch, das sollte ja doch einigermaßen frisch sein...

Was ich da so angerührt und zusammengenäht habe, das zeige ich Euch aber dann erst im
Januar oder so - Weihnachten kommt ja zuverlässig alle Jahre wieder, da kann man
gar nicht früh genug mit der Planung beginnen ;-)

19. Dezember 2017

Mein insta-Wochenende in Prag

Wie man an dem vielen Grün und dem sommerlich hohen Himmel auf den folgenden Fotos
 (zumindest manchen ;-) unschwer erkennen kann, ist es schon ein Weilchen her, dass wir ein
 sehr, sehr langes Wochenende in Prag verbracht haben.
In den Herbstferien, um genau zu sein...


Unsere diesjährige Alternative zum Schwarzwald, sozusagen ;-)
Auf dem Hinweg machten wir Halt ins Pilsen, das sich wie versprochen als unheimlich pitoreskes
Städtchen beliebt machte. Und mit Kaiserwetter und tollen Biergärten noch dazu.
Was will man mehr?


In Prag waren wir schon mal, ich habe dort nämlich meinen 18. Geburtstag gefeiert.
Naturgemäß war das aber also mitten im dunkelsten Winter und dazu war der
(damals natürlich Noch-Nicht-) Mann ziemlich grippekrank und so erinnerte
ich mich eigentlich an genau .... nichts.
Obwohl, doch: wie ich bar jeder Tschechisch-Kenntnisse (Englisch hatte man damals noch
nicht so *g*) in der Düsternis versuchte, Medikamente, Orangen oder andere Vitamine
aufzutreiben, das erinnere ich noch -  und die Metrostationen mit den ewig langen Rolltreppen
 kamen mir immerhin auch noch vage bekannt vor....


Ansonsten aber begleitete uns diesmal der Dialog "Kannst Du Dich erinnern, dass wir HIER schon mal waren?" -
"Nee, null." unter dem Gegacker der Kinder fast durch die ganze Stadt.
Nur das Gedrängel auf der Karlsbrücke, das fühlte sich vertraut an ;-)


Wir haben also unzählige Kilometer abgerissen, um die Bekanntschaft mit dieser unglaublich
schönen Stadt zu erneuern, haben ein paar rudimentäre tschechische Vokabeln gelernt und mal wieder
 Bekanntschaft mit fremdem Geld gemacht - letzteres finden die Kinder immer wieder aufs Neue
sehr spannend (und ich preise jedesmal die europäische Gemeinschaftswährung, die uns
das hier zuhause, direkt an zwei Grenzen wohnend, im Alltag erspart.
Ich habe wirklich lange genug mit zwei bis drei Geldbeuteln in der Tasche gelebt ;-)


Wir haben schön gewohnt und unfassbar lecker gegessen (Trdelnik! Esst Trdelnik, wenn Ihr in
Prag seid!), sind auf der Moldau mit dem Schiff gefahren und haben sogar ein paar
Sehenswürdigkeiten von innen gesehen. Und der große Regen kam erst, als wir am letzten Abend
vor der Tür zu unserem Appartment standen - dann allerdings begleitete er uns treu und anhänglich
 während der ganzen Rückfahrt bis vor unsere Haustür....

Schön war es in Prag, wir kommen ganz sicher wieder!

18. Dezember 2017

Schnelles Weihnachts-Strickstrick

Eine kuschelige, kleine Decke schwebte mir vor zum Verschenken, am liebsten aus so
 richtig fetter Chunky-Wolle und 25er Nadeln. 


Von dem echten Chunkygarn war ich dann aber schnell wieder weg, denn die Knäuel sind ja 
unfassbar teuer und ich hatte auch ein wenig Sorge, dass so eine Decke insgesamt zu schwer 
werden würde. Man will ja auch nicht ersticken drunter ;-)


Mein Kompromiss waren dann 25er Nadeln und "normales", aber doch sehr fettes Garn, 
das ich mit den Riesennadeln dann einfach sehr locker verstrickte.


Und zwar ganz simpel im Kleinen Perlmuster - das wird schön dick, geht relativ zügig (ich bin ja eine
 notorische Langsamstrickerin) und rollt sich vor allem an den Rändern zuverlässig nicht ein.
Und so strickte ich einfach ein/zwei Wochen lang abends entspannt vor mich hin, 
bis die Wolle alle war....


Herausgekommen ist ein Plaid, wie ich es mir vorgestellt hatte - etwa halb so groß wie eine normale
Decke (aber vermutlich doppelt so warm ;-) Perfekt, um auf der Couch die Beine oder Füße
zuzudecken.... Farblich passt sie übrigens auch perfekt auf unsere Couch, weswegen ich jetzt
schleunigst mal einen Karton suchen und das Schätzchen einpacken werde, bevor ich es mir
etwa nochmal überlege....

Euch allen einen schönen Start in die Vorweihnachtswoche!
Lasst Euch nicht stressen....

13. Dezember 2017

Fladenbrot für alle Tage

Wir sind in der Familie ja alle sehr große Fladenbrot-Fans und so habe ich im Laufe der Jahre schon
 viele Rezepte ausprobiert - nicht zuletzt deshalb, weil ich Spezialistin darin bin, tolle Rezepte zu
 finden und beim nächsten Mal dann ergebnislos von Neuem zu suchen ;-)


Dieses hier allerdings war so überzeugend, dass ich es direkt nach dem ersten Versuch in meine
 Kladde der unverzichtbaren Familienrezepte eingetragen und seither schon 
unzählige Male gebacken habe!

Für zwei Fladenbrote 900 Gramm Mehl und einen Teelöffel Salz in eine Schüssel geben.
Einen Würfel Hefe (oder die entsprechende Menge Trockenhefe) in 600 ml lauwarmem Wasser 
auflösen, zum Mehl geben und mindestens fünf Minuten lang kräftig durchkneten (lassen - 
wenn man häufig Brot backt, ist eine Küchenmaschine eine wirklich sinnvolle Investition, 
denn lange und kräftig kneten macht wirklich viel aus ;-)
Schüssel abdecken und den Teig mindestens eine halbe Stunde lang gehen lassen, 
bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat.

Teig aus der Schüssel nehmen, halbieren und zwei Kugeln formen.
2 EL Hartweizengrieß auf die Arbeitsfläche geben, verteilen und die beiden Kugeln mit den 
Handflächen zu zwei Fladen plattdrücken, etwa zwei/drei Zentimeter dick.
Die beiden Fladen auf ein eingefettetes Blech geben und nochmal zehn Minuten gehen lassen.

Nun mit einem Finger in regelmäßigen Abständen Kuhlen in den Teig drücken.
Ein Ei mit einem Teelöffel Zucker und einem Eßlöffel Olivenöl verquirlen, die Fladen 
damit bestreichen und mit Sesam bestreuen.


Im vorgeheizten Backofen bei 220 Grad Ober-/Unterhitze etwa fünf Minuten lang backen, 
dann den Ofen kurz öffnen, eine halbe Tasse lauwarmes Wasser auf den Ofenboden gießen 
und nochmals etwa fünf Minuten weiterbacken, bis die Fladen eine schöne, 
hellbraune Färbung angenommen hat.
Wer Sorge um seinen Ofen hat, kann auch eine feuerfeste Form mit etwas Wasser auf den
heißen Boden stellen. Das geht genauso gut.

Guten Appetit 

11. Dezember 2017

Stickstick...

Der Dezember schreitet voran und das bedeutet für mich unter anderem auch, 
die Menschen, mit denen ich übers Jahr hinweg in irgendeiner Form nett und vertrauensvoll zusammengearbeitet habe, mit einer hübschen (oder leckeren ;-) Kleinigkeit zu bedenken,
wenn wir uns zum letzten Mal vor dem Fest sehen.


Meist steht der Plan für diese Gaben schon recht lange, aber wenn einen zwischendurch der Geistesblitz trifft, dann muss man halt schnell nochmal ran.
Und zum Beispiel einen schnellen Schlüsselanhänger sticken, wenn man weiß, dass die 
zu Beschenkende demnächst ein Wohnmobil ihr eigen nennen darf, die Glückliche :-))

10. Dezember 2017

Advent, Advent

Oder:
Alle Jahre wieder 

....beschenken die Lieblingsfreundin und ich uns nämlich gegenseitig mit einem Adventskalender.
Ich weiß gar nicht mehr, wann das ursprünglich seinen Anfang nahm, es ist jedenfalls schon 
seeehr, sehr lange her.....


Jung, kinderlos und ohne nennenswerte Verpflichtungen haben wir uns kreativ gnadenlos ausgetobt, 
da steht mir die Freundin nämlich in nichts nach. Eher umgekehrt ;-)
Aber auch mit ein bis fünf Kleinkindern am Hacken haben wir es immer irgendwie hinbekommen.
Nicht immer als Punktlandung, aber fast *g*
Und darauf sind wir ganz schön stolz....


Aber so langsam ist auch das letzte Kleinkind in der Riege gar nicht mehr so klein, 
und deswegen liegen wir inzwischen wieder so richtig gut in der Zeit und konnten unsere Türchen 
schön ordnungsgemäß ab dem 1. Dezember öffnen.


Ich habe in diesem Jahr die Tütchen an einen großen Drahtring gebunden (wobei das Nervigste dabei
eindeutig das Einschlagen der Ösen ins Papier war!) und diesen dann zur Hälfte mit Tannen-
und Kiefernzweigen umwunden (so ein neumodischer Eukalyptus-Tinnef kommt mir nicht
 ins Haus ;-) und mit einer Papiersterngirlande sowie einer kleinen Kerze garniert.
Und da wir ja nun schon den Zehnten haben und die Lieblingsfreundin durchaus klug und
kombinationsbegabt ist, kann ich ja auch den Inhalt verraten, denn sie hat inzwischen sicher
schon selbst herausgefunden, dass in jedem Beutel ein kleines Gewürztütchen steckt ;-)


Und jetzt gehe ich, und öffne das zehntes Türchen an meinem Adventskalender -
der so wunderbar auf meine Küchenfensterbank gleich neben demFrühstückstisch passt,
dass ich geneigt bin, ihn einfach immer da stehen zu lassen....

Euch allen einen gemütlichen zweiten Advent 

5. Dezember 2017

Tagebuchbloggen { 5. Dezember 2017 }

Frau Brüllen fragt das an jedem fünften Tag des Monats und wer mag, schreibt fleißig mit.
Die übrigen WMDEDGT?-Einträge findet Ihr wie immer heute abend hier.

0.15 Uhr: Ich starte einen zweiten Einschlafversuch, nachdem ich um elf nochmal aufgestanden bin.
Die Infusionen, die ich bekomme, enthalten auch Kortison und das pusht mich so derartig, dass ich Bäume ausreißen könnte. Rund um die Uhr ;-)
So habe ich noch ein bisschen Bilder bearbeitet und den Schlaf meiner Lieben bewacht.
Ich liebe das ja, diese absolute Stille im Haus....

5.45 Uhr: Scheint geklappt zu haben mit dem Einschlafen.
Ich habe zwar das Gefühl, die ganze Nacht sehr oberflächlich geschlafen zu haben, bin aber trotzdem
 topfit. Fast schade, dass ich heute zum ersten Mal meine Medikamente in Tablettenform bekomme
 und sie dann über die kommenden beiden Wochen langsam ausschleiche.
Vermutlich falle ich dann um wie gefällt, bis dahin sollte ich alles erledigt haben *g*

6.30 Uhr: Kleine Twitterrunde auf der Couch, danach Frühstück und Pausenbrote für die Kinder.
Die Große hat heute dank Spanischunterricht lange Schule, wenn sie nach Hause kommt, wird es
schon wieder dunkel werden. Um ihr das wenigstens ein bisschen zu versüßen, packe ich ihr
 zu dem dick belegten Bagel auch noch ein Glas Nudelsalat ein.
Anschließend wecke ich das Kleinchen, das dank Adventskalender im Moment einigermaßen flott
aus den Federn kommt. Die Große sitzt schon am Tisch und hat erstaunlich gute Laune dafür, dass
sie heute eine Französischarbeit schreibt. Im letzten Jahr noch das ultimativ gehasste Fach,
 jetzt alles ganz smooth - was ein Lehrerwechsel nicht alles ausmachen kann....

7 Uhr: Das Kleinchen kommt zum Frühstück dazu, ich versenke Brotdosen und Flaschen, schaue
noch schnell drei Seiten Matheblätter nach und organisiere "Ich brauche noch ein rotes Plakat und
 meine Querflöte. Und die Noten!" herbei. Mann und Große verlassen das Haus - Seltenheit,
dass das Kind mal nicht den Bus nimmt!


7.30 Uhr: Kleinchen aus dem Haus, nachdem ich sie ungefähr dreimal ermahnt habe, die sauteure
 Querflöte, die sie im Moment für die Proben zur Adventsfeier braucht, bitte nicht im Bus liegen
zu lassen. Bitte. Nicht.Was für ein Alptraum.
Ich mache mir Frühstück, lese Zeitung mit Adventskerze und schreibe mir eine dringend nötige Liste.
 Wir waren übers Wochenende weg und rückenbedingt ist eh einiges liegengeblieben, was jetzt
dringend angegangen werden muss. Zum Glück halte ich mir den Dezember ja immer frei von allen
vermeidbaren Terminen (in diesem Jahr ist es tatsächlich nur die Adventsfeier der Grundschule, die auf dem Zettel steht, sonst absolut NICHTS. Und die ja auch schon zum letzten Mal.....) und die
 Kleine Werkstatt ist auch schon in der Winterpause, so dass es hoffentlich trotzdem entspannt bleibt.

8.30 Uhr: Als erstes räume ich in der Gartenwohnung mal die dank Nachtprogrammierung saubere
Wäsche in den Trockner und werfe die nächste Ladung an. Dann will ich eigentlich nur rasch die
Nikolausgeschenke einpacken, aber durch das Arbeitszimmer ist ein Playmobil-Orkan gefegt,
so dass ich erst mal eine halbe Stunde lang Fitzelkram in Kisten schmeiße und das ganze Zeug
wieder im Keller verräume. Nächstes Jahr wird das Zeug endgültig sortiert und vor Weihnachten
verkauft, jawoll! Danach noch schnell durchgeputzt und ich erkenne mein(!) Arbeitszimmer wieder.
Wo ich schon mal in den Geschenkekisten krame, nutze ich den frisch gewonnenen Platz,
um Stapel zu bauen und die Geschenke mit meiner Liste abzugleichen. Sieht gut aus, bis auf ein
 bisschen Selbstgemachtes ist alles da. Nur einpacken müsste es noch jemand. So gern ich ja das
 ganze Jahr nach Geschenken gucke und überhaupt schenke, in Sachen Verpacken bin ich
sehr minimalistisch, dem kann ich nämlich wirklich nichts abgewinnen...

10.30 Uhr: Wieder oben erst mal eine Runde lüften und den Inhalt für die Nikolausstiefel verstecken.
Dann verziehe ich mich mit ein bisschen Film-Unterhaltung via iPad ("Sinn und
Sinnlichkeit" heute, einer meiner klassischen Weihnachtsfilme, obwohl Weihnachten darin gar
 nicht vorkommt. Ich bin da nicht so ;-) in die Küche, denn gestern kam die Biokiste und ich
 muss noch ein paar Sachen wegkochen. Gestern abend habe ich schon eine Aubergine gebacken,
die ich jetzt zu Baba Ghanoush verwursten werde und dann wartet die Petersilienwurzelsuppe
für heute mittag noch auf ihre Spinateinlage. Außerdem habe ich gestern in Unkenntnis des
Biokisteninhaltes auch noch Fleisch gekauft, so dass ich jetzt erst mal Hackfleisch durchdrehen
 und Chili für morgen vorkochen werde.
Was erledigt ist, ist erledigt und noch wirkt das Dope ;-)


12.20 Uhr: Mein Film ist aus, Suppe und Auberginen-Creme sind fertig (übrigens die einzige Form,
 in der ich Auberginen gerne esse, das Rezept packe ich die Tage mal ins Blog...), das Chili musste
 warten, weil ich stattdessen lieber schnell noch einen Vanillekipferl-Teig zusammengeknetet habe -
der kann jetzt kühlen, bis wenigstens eins der Kinder zuhause ist.
Die Große wird sie vermutlich eh lieber essen als backen.
Ihr schicke ich übrigens schnell noch ein Foto von dem Paket, das ich eben dem Postmann
abgenommen habe - da hatten sich Mann und Teenietochter vorletztes Wochenende
sportklamottentechnisch ausgetobt und so hat sie was, auf das sie sich freuen kann nachher ;-)
Ich packe mich jetzt jedenfalls noch ein Stündchen mit Buch und einem Pott Suppe auf die Couch, bis das Kleinchen nach Hause kommt, schließlich bin ich offiziell ja krank geschrieben.
Also wäre ich, wenn es da was zu Schreiben gäbe. Aber ich habe ja eh Winterpause ;-)

14 Uhr: Das Kleinchen ist zuhause, hat ebenfalls einen Pott Suppe verputzt und von der Schule
erzählt. Die Querflöte hat auch wieder heimgefunden, hurra! Jetzt liegen wir zusammen auf der
 Couch, wie immer dienstags, wenn die Große erst später kommt. Ich lese ein wenig vor und dann
sondieren wir den dicken Stapel Weihnachtsbücher, den ich heute morgen auch von unten
mitgebracht habe. Das lieben beide Kinder sehr, sich jedes Jahr wieder durch die alten Bücher
 zu blättern.... Sie wissen um jedes einzelne und deshalb ist es heute auch ganz schlimm,
dass "Morgen Findus, wirds was geben" fehlt! Muss ich die Tage wohl nochmal runter ;-) Bis dahin
tut es auch das "Geheimnis der Weihnachtswichtel", das ich ja ganz besonders liebe...

16 Uhr: Das Kleinchen hat Hausaufgaben gemacht und geflötet und ich spontan noch ein Blech
Mandelwölkchen gebacken, weil mir die übrigen Eiweiß von den Vanillekipferl in die Hände fielen.
Ganz romantisch weihnachtlich zwischen Kühlschrank putzen und Schuheinlagen-Termine
 für die Kinder vereinbaren... Jetzt kommt auch das Teeniemädchen nach Hause, für
Dienstagsverhältnisse nur mäßig platt. Auch sie bekommt einen Pott Suppe und verzieht sich mit dem Klamottenpaket und einem Brief von ihrer Freundin, der auch in der Post war, in ihr Bett, es sei ihr
gegönnt. Das Kleinchen und ich widmen uns derweil den Kipferln - sie ein Blech und ich ein Blech.
Diesmal haben wir auch passende Musik und der Duft lockt sogar die Große wieder aus dem Bett.
Allerdings nur so lange, bis ich die Kipferl den geübten Kleinchenhänden überlasse und parallel beginne, das Chili zu kochen. Die Duftmischung ist dann schon sehr ... speziell ;-)


17 Uhr: Drei Bleche Plätzchen stehen zum Auskühlen auf der Anrichte, ansonsten sieht es wieder
einigermaßen manierlich aus in der Küche. Allerdings habe ich jetzt auch echt die Nase voll -
zum Glück muss ich aber auch erst am Freitag wieder kochen, dank der Vorkoch-Orgie gestern
und heute. Und das Abendbrot werde ich heute ganz generös dem Mann und
dem Teenie überlassen...

18.30 Uhr: Mathehausaufgaben kontrolliert, die Kinder dem Stiefelputzen überlassen und schnell
noch ein Brot kaufen gefahren. Als ich zurückkomme, stehen die Stiefel vor der Tür und im Haus
 ist es stockfinster. Die Kinder finde ich im Dunklen hinter dem tiefen Fenster der Großen,
wo sie gerade im Nachbarhaus den Nikolaus entdeckt haben und jetzt dezent eskalieren bei der
 Vorstellung, der könne jetzt auch noch eben rasch zu uns kommen, wo er schon mal da ist.
Tenor: "Das ist gruselig!" (das Kleinchen) und "Ich will nicht, dass irgendwelche Fabelwesen
unser Haus entweihen!" (der Teenie) *gacker* Zum Glück steigt der Nikolaus dann aber
wieder ins Auto und entschwindet - und damit vermutlich auch der klitzekleine Restglaube
 des Kleinchens an seine wahre Existenz. Mit dem Auto, also echt *pffffft*
Die Kinder räumen noch eine Runde auf, das Kleinchen inhaliert dann (das tut sie immer noch
 konsequent jeden Tag, seit sie aus dem Krankenhaus entlassen wurde ;-) und die
Große macht Hausaufgaben.

19 Uhr: Der Mann kommt nach Hause und übernimmt gleich mal das Abendbrot.
Die Große schreibt vor den Nachrichten an ihrem Politik-Blitzlicht (Ich liebe diese Sozi-Lehrerin.
Jede Woche müssen die armen, armen Kinder so eine aktuelle Lage schreiben - ich halte unsere
 Tochter schon für politisch deutlich besser informiert als viele anderen (die Eltern, die Gene ;-)
aber auch sie war noch nie so tief im Thema wie jetzt. Klar, dass sie es hasst *g* Aber es ist
einfach nur super.) Das Kleinchen hat fertig inhaliert und kommt zum Essen.
Tatsächlich fällt ihr erst danach wieder ein, mal nach den Stiefeln vor der Tür zu schauen und
tadaaaaa, tatsächlich sind sie schon gefüllt. Der Nikolaus ist jedes Jahr wirklich gut zu uns,
dass er so früh kommt, dass man nachts entspannt schlafen kann....


20 Uhr: Die Kinder haben ihre Stiefel geplündert und wir haben noch eine unserer Serien
 nachgeholt, die wir am Wochenende verpasst haben. Jetzt verschwindet das Kleinchen im Bett,
die Große sitzt nochmal an den Hausaufgaben und der Mann und ich werden jetzt, in
 Ermangelung eines verfügbaren Pay-TVs, das ChampionsLeague-Rückspiel gegen Paris via die
 11 Freunde-Bar gucken. Besser als nix.
Und später, wenn ich dann wieder nicht schlafen kann, werde ich ein weiteres Fotobuch
 für die Kinder erstellen. Einen Jahrgang haben sie eben geschenkt bekommen, das fanden
sie schon mal ganz super. Fehlen nur noch elf Jahre für die Große und neun für die Kleine....
Aber ich bin dran!

1. Dezember 2017

Freitags-Favoriten XVIII

Jede Woche finde ich beim Stöbern im Internet interessante Dinge - was mich im Laufe der Woche
 beschäftigt, geärgert oder begeistert hat, will ich freitags mit Euch teilen und es gleichzeitig für mich bewahren.
Thematisch gibt es keinen roten Faden und die Links dürfen auch durchaus mal ein wenig abgelagert sein. 

Meine Freitags-Favoriten - heute unter anderem über das Leben mit Teenies,
Finnland, Fußball und mit ganz viel Advents-Stimmung.


Anna schreibt vom Loslassen und Fliegenlassen - sicher der Artikel, der mich diese Woche 
am meisten bewegt hat, schließlich ist unsere Große im selben Alter und spricht in letzter Zeit 
erschreckend oft über einen längeren Auslandsaufenthalt, noch vor dem Übertritt in die Oberstufe. 
Also quasi morgen... Überhaupt mag ich Annas "Teenie Chronicles"-Reihe sehr gerne, 
weil mich und unser Teenie-Mädchen da sehr drin wiederfinde ♥


Ein Blog, dem ich schon sehr lange mit Freuden folge, ist das von Myyrätohtori - 
in "Suomalainen Päiväkirja" erzählt sie von ihrer Familie und ihrem Leben in Finnland 
(und außerdem spielt sie ein tolles Autokennzeichen-Spiel und ist schon bei 287) - 
I like!


und damit das größte Derby-Wunder aller Zeiten verpasste.
Shit happens...


Online-Adventskalender gibt es im Dezember ja an allen Ecken und Enden - nicht zuletzt aus
 Zeitgründen beschränke ich mich auf zwei oder drei, die ich mir Jahr für Jahr anschaue, 
aber vielleicht habt Ihr ja mehr Ambitionen als ich?


Lust, auf noch ein wenig mehr weihnachtliche Lektüre zum Wochenende?
Schon aus dem letzten Jahr, aber immer noch sehr, sehr schön -
das "Sparkling Christmas Blogger Ebook" von Happy Serendipity.


Ja, aber unbedingt, am liebsten gestern!

Euch allen ein gemütliches erstes Adventswochenende 
Nutzt es, der Advent ist kurz in diesem Jahr....

30. November 2017

Auf die Schnelle....

Eine Freundin des Kleinchens feierte gestern Geburtstag und zusätzlich zu dem gewünschten 
Gutschein wollte sie noch etwas persönliches verschenken.
Nun plagt mich in den letzten Tagen mein Rücken ganz fürchterlich, sitzen weitestgehend verboten, 
aber ein Schlüsselanhänger geht immer noch, zur Not sogar im Stehen ;-)


Den Hasen und die Farben hat das Kleinchen ausgesucht und das ist eigentlich ja schon das
 Aufwändigste an der Sache, zusammengefädelt ist er dann ja schnell...
Und ich glaube, so langsam brauche ich dann auch dringend mal einen.
Muss mich nur noch für ein Tier entscheiden.

Ansonsten? 
Ja nun, der Rücken.... Nachdem meine Schmerzen in Nacken und Schulter immer schlimmer wurden
 und die Ausfallerscheinungen in der Hand immer extremer, habe ich auf einen Arzt besonnen, 
der auch die Rückenprobleme der Großen hervorragend in den Griff bekommen bzw. 
überhaupt erst mal auf den Punkt gebracht hat - alle anderen haben ihre Schmerzen einfach immer 
sofort auf ihren (tatsächlich vorhandenen aber momentan zum Glück sehr unauffälligen) 
Gleitwirbel geschoben.
Und auch bei mir jetzt: er hat zugehört, viel nachgefragt, umfassend in alle Richtungen untersucht 
und siehe da: meine Schmerzen kommen gar nicht von diversen, eh immer vorhandenen Blockaden,
 sondern von einem hochgradig entzündeten Nerv im Genick, an der kaputten Bandscheibe, 
den ich vermutlich schon viele Monate mit mir rumschleppe. Da hätte man noch Blockaden 
bis zum Sankt Nimmerleinstag lösen können *hmpf*
Jetzt bekomme ich seit Wochenbeginn Infusionen und habe mich schon von komplett unerträgliche
auf nur noch mittelschlimme Schmerzen runtergeschafft und drei Nächte 
ohne eingeschlafene Hand verbracht. Eine Offenbarung!
Ich bin aber trotzdem gerade ziemlich angefressen wegen der vielen, vielen Monate 
verlorener Lebensqualität. Zuhören - so schwer manchmal. Echt jetzt....

27. November 2017

Kissen-Reigen

In unserem Umfeld sind in diesem Jahr ja wirklich viele Kinder auf die Welt gekommen und 
alle waren Jungs. Woanders scheint es dagegen eher eine Mädchenschwemme zu geben, 
zumindest legen das die Bestellungen der letzten Tage nahe ;-)


Drei Kissen zur Geburt sollten es sein, nur ein klitzekleies bißchen verspielt und
natürlich mit Namen. So können sie schöne Begleiter werden, auch über die Babyzeit hinaus.
Ich nähe solche Kissen wahnsinnig gerne und freue mich immer darauf,
im Stoffregal wühlen und mögliche Kombinationen zusammenlegen zu dürfen.




Jetzt allerdings, wo die Kissenparade aus dem Haus ist, werde ich mich endlich mal ausgiebig der Weihnachtsgeschenke-Produktion widmen. Die Ideen stehen, zugeschnitten ist auch schon einiges und das Wetter lässt ja sowieso nur Indoortätigkeiten zu....

Habt einen schönen Start in die Woche!

21. November 2017

Schneller Fenchel-Apfel-Salat

Es gibt ja Obst oder Gemüse, zu dem man einfach keinen Zugang findet.
Fenchel gehörte für mich lange Zeit definitiv dazu - als Tee eine Heimsuchung und als Gemüse, meist halbiert im Ofen gegart und irgendwie überbacken, konnte ich auch keinen Gefallen dran finden.
Da aber, gerade im Winter, gerne mal eine Fenchelknolle in der Biokiste liegt und ich durchaus den Ehrgeiz habe, wirklich alles aus der Kiste auch zu verwerten, habe ich mich letztes Jahr auf die Suche nach anderen Fenchel-Verwertungsmöglichkeiten gemacht. Und ziemlich schnell festgestellt:
Fenchel warm: Pfui. Fenchel kalt: Hui :-))

Und seither gibt es hier ziemlich regelmäßig Fenchelsalat - so häufig, dass ich in diesem Jahr
zum ersten Mal sogar welchen im Garten angebaut habe *g*
Also. Falls Ihr auch Interesse an einem Vitaminbomber-Rezept habt, das dieses Gemüse  auch für
Fenchelhasser attraktiv macht - here we go!


Eine Fenchelknolle halbieren, den Strunk herausschneiden und in kleine Würfel schneiden.
Falls noch Fenchelgrün an der Knolle hängt, dieses auch kleinhacken.
Ein bis zwei Äpfel vierteln, das Kerngehäuse herausschneiden und den Rest ebenfalls würfeln.
Apfel- und Fenchelwürfel in eine Schüssel geben und vermischen.

Für die Tunke eine Orange auspressen, zum Saft je einen Esslöffel Apfelessig und Olivenöl
dazugeben sowie einen Schuss Agavendicksaft und etwas Salz und Pfeffer.
Kräftig verrühren (ich gebe immer alles in ein Schraubglas und schüttele dann ordentlich) und
die Sauce über den Salat geben. Unterrühren und etwas ziehen lassen, fertig.

Der Salat schmeckt auch noch am nächsten und übernächsten Tag lecker und
behält freundlicherweise auch seine Knackigkeit ;-)

Guten Appetit 

19. November 2017

Was Kleines zur Geburt

Windeltaschen gehen immer - und ich mag dabei am liebsten die simplen, kleinen Exemplare,
die man auch noch schön in die Tasche stecken kann, wenn man nicht mehr den
ganzen Windeltaschen-Overkill der ersten Monate mitschleppen muss ;-)


Diese hier habe ich aus einem meiner Alltime-Favoritenstoffe genäht, den schönen Retro-Autos
 von Kokka. Hach ♥ Dazu ein schicker Beißring, so ein paar Glücksbringerle kann man 
schließlich immer gebrauchen, und fertig ist das Willkommensgeschenk für den momentan 
jüngsten Erdenbürger im Fluchten-Kosmos.

Herzlich Willkommen in dieser verrückten Welt ;-)
Und Euch einen schönen, gemütlichen Sonntag!

11. November 2017

Weihnachtliche Retro-Anhänger

Eine super Beschäftigung für düster-kalte Novemberabende (-nachmittage, -vormittage... 
Alles düster *hmpf*) Egal. Jedenfalls lassen sich diese Zeiten ganz wunderbar nutzen, um hübsche, 
bunte Kleinigkeiten zu häkeln, die sogar den Winter leuchten lassen.
Und bis zur Weihnachtszeit ist es ja gar nicht mehr lange hin, nech?


Mich erinnern sie total an glitzrigen Siebziger-Jahre-Baumschmuck. diese nach innen gewölbten 
Halbkugeln, die an keinem Weihnachtsbaum fehlen durften.
Hier werden sie aber wohl eher die Zweige im Hausflur schmücken, ganz bunt, denn Häkelwolle 
habe ich zum Glück in allen erdenklichen Farben :-)


Die Anleitung ist, wie fast immer, wenn es besonders bunt und fröhlich wird, von Claire - 
Die Schätzchen sind übrigens unglaublich schnell gehäkelt und spätestens nach dem dritten hat 
man das Muster auch im Kopf, so dass man nebenbei noch schön einen schnulzigen Film gucken kann ;-)

In diesem Sinne Euch allen ein schönes Wochenende ♥

5. November 2017

Tagebuchbloggen { 5. November 2017 }

Frau Brüllen fragt das an jedem fünften Tag des Monats und wer mag, schreibt fleißig mit.
Die übrigen WMDEDGT?-Einträge findet Ihr hier.

Mitternacht: Wir sind unterwegs und gerade zurück im Hotel.
Abends haben wir das Spitzenspiel der Bundesliga in Dortmund geguckt (Wow. Einfach nur: Wow. Muss man mal erlebt haben, wenn man den Fußball liebt. Auch wenn es mit rotem Schal in Dortmund schon echt spooky ist ;-), hinterher lecker Pasta gegessen und sind dann zurück nach Wuppertal ins Hotel gefahren. In Dortmund gab's nichts mehr.
Nun legen wir völlig erschlagen die Füße im wirklich sehr bequemen Bett hoch und schauen erst mal die Spielberichterstattung im TV.

7.30 Uhr: Ich werde vom rumkruschtelnden Gatten wach, auch wenn er sich wirklich, wirklich Mühe gibt, leise zu sein *g* Ausschlafen is' nich' bei uns, das ist aber nix neues. Ich döse noch ein Weilchen vor mich hin, später lesen wir noch was, bevor wir uns irgendwann aufraffen und frühstücksfein machen. Alle Gräten tun weh und draußen regnet es, da könnte man eigentlich locker liegenbleiben.
Aber der Hunger und die drohende Heimfahrt treiben uns raus...


9 Uhr: Auf dem Weg zum Frühstück haben wir ausgiebig mit den Kindern telefoniert, die zuhause geblieben (Premiere!) und gerade aufgestanden sind. Zum Glück noch auf dem Weg, denn den Frühstücksraum selbst teilen wir mit der gar nicht kleinen Renter-Reisegruppe "Wuppertal sehen und sterben" oder so, jedenfalls ist es mir (zugebenermaßen sehr geräuschempfindlich, besonders auf nüchternen Magen) deutlich zu laut. Da hat man mal die Kinder nicht dabei, da labert einem ne Rentnergang die Ohren voll. Also passiv, aber trotzdem.
Das Frühstück allerdings entschädigt für alles und die Gruppe bricht dann auch irgendwann auf.
Hach, Ruhe...

10 Uhr: Das kleine bisschen Kram gepackt und ausgecheckt, während der Gatte im Regen das Auto vor die Tür organisiert. Die Stadt haben wir uns zum Glück schon gestern bei strahlendem Sonnenschein angeschaut und waren überhaupt erst letztes oder vorletztes Jahr zuletzt hier.
Deswegen geht es jetzt zügig Richtung Autobahn, immerhin sehr lange standesgemäß unter der Schwebebahn hindurch.


12 Uhr: Auf dem Weg fahren wir unsere obligatorischen "Auf dem Rückweg von Köln"-Autohäuser ab und besichtigen OldYoungtimer und Wohnmobile, schön alle Interessenbereiche abgedeckt... Zwischendrin telefonieren wir noch ein paar Mal mit den Kindern, um Statusberichte abzufragen und den weiteren Tag zu planen und hören nebenbei das "Rosie-Projekt".
Joah, nett. Aber Hörbücher und ich, das wird in diesem Leben nichts mehr.
Unnötigen Krach auf den Ohren vermeide ich einfach, wo es geht.
Lieber richtig lesen, das ist so schön still ;-)

13.30 Uhr: Fast zurück zuhause, organisiert der Gatte uns noch rasch eine türkische Pizza und ich ein Brot für morgen früh. Zuhause begrüßt uns ein fröhliches Kleinchen, dass erst nur so mittel begeistert ist, uns schon wieder zu sehen, dann aber doch bereitwillig auf der Couch mit Mama, Papa und der Pizza kuschelt. Die Große ist eben abgeholt worden und besucht eine Freundin im Krankenhaus, die ist uns unterwegs noch begegnet.

15 Uhr: Wir haben Kaffee getrunken und die Reste des Kuchens vernichtet, den die Kinder gestern gebacken haben. Danach ist der Gatte mal rasch in die Firma gefahren, während ich mir vom Kleinchen die letzten 24 Stunden berichten lasse und ihr ein wenig vorlese.

16 Uhr: Ich stürze mich auf den Wäscheberg, der normalerweise zum Samstagsprogramm gehört.
Mehr ist erstaunlicherweise aber nicht zu tun, das Haus ist in erfreulich gutem Zustand ("Das mit der Ordnung und dem Putzen und so macht viel mehr Spass, wenn ihr nicht da seid!" Ach, das ist das Geheimnis!? Hm, schwierig. Vielleicht sollten wir uns einen Zweitwohnsitz anschaffen *g*)

17 Uhr: Der Gatte ist zurück und kontrolliert mit dem Kleinchen noch schnell, ob für die Schule morgen alles erledigt ist. Dann hauen wir uns alle drei auf die Couch und schauen den aufgezeichneten "Doppelpass" vom Morgen, während ich ein bisschen an einem Weihnachtsgeschenk weiterstricke. Irgendwann kommt auch die Große nach Hause, die sich fast mehr freut als das Kleinchen, dass wir wieder da sind ("Kochst DU dann heute abend endlich mal wieder was?" :-)

18 Uhr: Genau das tue ich dann auch, während Mann und Kleinchen Monopoly spielen und die Große im Bad verschwunden ist. Das kann dauern ;-) Einmal springe ich noch zu Waschmaschine und Trockner, das muss für heute reichen. Ich bin echt schlagkaputt!

19.30 Uhr: Nach dem Essen schauen wir noch alle zusammen eine aufgezeichnete Folge unserer allwöchentlichen Serie, dann verschwindet das Kleinchen im Bett und ich lese ihr noch ein bisschen, bevor sie selbst weiterliest. Irgendwann kommt die Große hoch und ich setze mich noch ein wenig zu ihr ins Bett, frage sie ein paar Vokabeln ab (zwei dichtbeschriebene Seiten, "aber das sind nur die, die ich noch nicht kann!" Uffz...) und lasse mir von ihrem Tag erzählen.

21 Uhr. Rien ne va plus.
Der Gatte liegt schon wie abgeschossen auf der Couch und auch ich beschließe, lieber gleich ins Bett zu gehen, statt irgendwann Stunden später auf der Couch zu erwachen.
Unglaublich, wie fertig so ein bisschen Fußballgucken mit 81.000 anderen Irren machen kann!
Aber wir waren ja auch die rote Minderheit, das ist anstrengend ;-)

3. November 2017

Unfreiwillige Blogpause

Kann ich ja leiden, sowas.
Nicht...



Vor allem, wenn es gar nicht mal so arg an mangelnder Zeit liegt.
Es gibt zwar momentan wirklich viel zu tun in der Kleinen Werkstatt - Weihnachten winkt und der
 Countdown zur Winterpause läuft unerbittlich ab - aber das ist ja nichts Neues.
Alle Jahre wieder eben ;-)


Und natürlich bin ich gerade auch ganz dick im privaten Weihnachtsgeschenke-Organisier-Business, 
denn mein erklärtes Ziel ist es ja, auch alle Jahre wieder, alle Geschenke bis zum ersten Advent
im Sack zu haben, auf dass dann die besinnliche Weihnachtszeit beginnen möge.
Es sieht gut aus, würde ich sagen....


Das alles würde mich aber kein bisschen vom heißgeliebten Bloggen abhalten, 
das tut allein die schnöde Technik.
Ich habe wirklich massive Probleme gerade, angefangen beim Dauerthema ruckelige Internetverbindung, über Systeme, die sich gegenseitig blockieren, Bildbearbeitungsprogramme, die plötzlich kostenpflichtig werden und mich in stundenlange Recherche nach Alternativen zwingen, bis zu meinem eigenwilligen Laptop, der plötzlich beschlossen hat, dass es ja lustig wäre, einfach mal immer das komplette Internet im Haus lahmzulegen, sobald man ihn einschaltet.
Auch das eigene, wohlgemerkt. Also kein Internet mehr für mich auf dem Laptop -
so süß, wirklich.... *haarerauf*


Immerhin komme ich so wirklich viel zum Nähen, so dass ich heute schnell mal ein paar Bilder dieser farbenfrohen Windeltasche hierlassen kann, gegen das Novembergrau...
Ein paar lichte Momente gönnt mir die Technik nämlich pro Tag - da ich aber leider
nicht hellsehen kann, ist es Zufall, wenn ich die erwische.
So wie jetzt gerade und ich hoffe, es reicht auch noch, um auf
"Veröffentlichen" zu klicken ;-)

Euch allen einen schönen Start ins Wochenende!

20. Oktober 2017

Freitags-Favoriten XVII

Jede Woche finde ich beim Stöbern im Internet interessante Dinge - was mich im Laufe der Woche
 beschäftigt, geärgert oder begeistert hat, will ich freitags mit Euch teilen und es gleichzeitig für mich bewahren.
Thematisch gibt es keinen roten Faden und die Links dürfen auch durchaus mal ein wenig abgelagert sein. 

Meine Freitags-Favoriten - heute unter anderem mal wieder über die Notwendigkeit
der  Plastikvermeidung, Züge auf Märkten und Soulfood für Regentage.


Die Reduzierung des Plastikwust liegt mir bekanntermaßen sehr am Herzen - wer sich noch 
ernsthaft fragt, warum, dem kann ich den Film "Plastic Planet" wärmstens ans Herz legen, 

Ich habe ihn nur rechts, der Rest der Familie gar nicht - den Musculus palmaris longus.
Ob Ihr auch ein bisschen Evolutionsgeschichte am eigenen Handgelenk erleben könnt, 
erfahrt Ihr hier in diesem Test.

Und behauptet ja nicht, Ihr wärt zu alt ;-)

Ein AfD-Abgeordneter forderte zu Wahlkampfzwecken einen Vergleich der Straftaten
Linker, Rechter und Migranten. Das Ergebnis ließ er dann aber lieber in der Schublade
verschwinden, aus gutem Grund: "Die Torte der Wahrheit".

Für die Händler reine Routine...

Ein verregnetes Wochenende steht vor der Tür. Macht aber nix -
hier sind die 100 besten Komödien aller Zeiten für einen entspannten Movietag :-)

Etwas zum Schnabulieren darf da natürlich nicht fehlen.
Wie wäre es zum Beispiel mit Apfel-Quarkbällchen?
Oder einfach vielleicht auch beiden *g*

Egal was es gibt, Euch allen jedenfalls ein wunderbar gemütliches Wochenende ♥

19. Oktober 2017

Hasenohren

Dieses Babyding reißt hier ja gerade nicht ab 
und so bleibe ich einfach mal im Thema ;-)


Neben einem Haufen Halstücher, von denen man ja wirklich nie genug haben kann, 
habe ich gestern aus den Musselin- und anderen Resten auch noch spontan ein paar klassische 
Beißringe mit Hasenohren hinterher geschoben.
Beißspielzeug und saugfähige Halstücher gehören ja quasi untrennbar zusammen ;-)


Das schwierigste daran war eigentlich, ein paar gesundheitlich unbedenkliche, 
speichelfeste Holzringe dafür zu finden.
Der Rest war dann ein Kinderspiel...


Ich bin ein bisschen verliebt, muss ich sagen - was für ein Glück, dass wir
momentan so viele Babys zu beschenken haben ♥ 
Denn wenn mir etwas ganz sicher niemals ausgeht, dann sind das Stoffreste!

17. Oktober 2017

Hier ist es schön....

...hier bleiben wir.
Unser Motto, wenn wir mit dem Wohnmobil unterwegs sind :-)
Deswegen buchen wir auch nie etwas vorab und haben auch meist nur einen sehr
groben Routenplan.


Da nun schon wieder die Herbstferien vorbei sind, wird es Zeit, Euch endlich mal 
die letzten Sommerfotos zu zeigen - unsere diesjährigen Schlafplätze nämlich.
Das Highlight war natürlich immer der Campingplatz am Familienstrand in der Bretagne.
Der ist ganz naturbelassen, direkt am Strand und in der Pampa, da findet man auch dann immer was, 
wenn man mal länger als eine Nacht bleiben möchte.


Und das wollen wir dort tatsächlich immer - ganz gegen unsere Gewohnheit, denn normalerweise 
bleiben wir selten länger als eine Nacht. Selbst wenn es so idyllisch ist wie dieser 


Überhaupt sind die Bretagne und besonders auch die Normandie für mich immer noch DAS perfekte Pflaster für exzessives Herumreisen mit dem Wohnmobil. Es gibt unzählige Stellplätze, günstig oder gar umsonst, 
und sehr viele davon mit herrlichem Blick aufs Meer.
Da findet man auch in der Hochsaison immer irgendwo ein hübsches Plätzchen....


Und nicht zuletzt gibt es dort auch immer noch haufenweise wilde Stellplätze ♥
Irgendwo in der Pampa gelegen, völlig ohne Infrastruktur, aber immer traumhaft gelegen, 


Sowas ist natürlich unschlagbar, aber auch mitten in der Stadt, wie hier in Granville auf einem
 unspektakulären Betonplatz, findet sich immer ein Fleckchen mit Meerblick ;-)


Und da lege ich auch Wert drauf, denn abends sitze ich gerne auf meinem Sessel hinter der großen
 Scheibe und blicke über mein Buch oder meine Handarbeit hinweg auf das Meer.
Das ist für mich die perfekte und ultimative Entspannung....


Und auch Regentage lassen keinen Frust aufkommen, wenn man sie im kuscheligen 
(hier Kleinchen-) Bett mit Meerblick verbringen darf.
Vor allem dann nicht, wenn die Große gleichzeitig zwei Meter weiter in der Küche steht 
und einen Kuchen anrührt ;-)


Auch auf dem Weg zum und vom Meer suchen wir übrigens gerne den Wasserkontakt zum 
Übernachten, so wie hier am Ufer der Seine.


Das war die zweite Nacht und da hatte ich kurzzeitig in Erwägung gezogen, den Stecker zu
ziehen und einfach zwei Wochen dort zu bleiben. Dieser breite Strom war unfassbar beruhigend und 
mein Akku nach den vielen Kleinchen-Malaisen im Frühjahr einfach so komplett leer.....
Zum Glück hat mich die Familie dann aber überredet, doch noch ein wenig weiterzufahren ;-)


Die erste Nacht haben wir noch ganz heimatnah verbracht, am einem kleinen See in der Nähe von Verdun. Dort wollten wir schon lange mal hin, beschränkten uns im Hinblick auf die noch ausstehende, lange Fahrt auf eine grobe Durchfahrt-Besichtigung mit dem Ergebnis, dass wir dort dringend mal ein ganzes Wochenende verbringen müssen.
Nun fährt aber die Große nächsten Monat erst mal mit ihrer Geschichtsklasse hin, also vertagen wir das wohl eher nochmal aufs nächste Jahr....


Der Campingplatz dort war jedenfalls sehr französisch und ich war sehr verliebt -
aber wir haben ja auch unser eigenes Bad an Bord *g*


Auf dem Rückweg dagegen wählten wir, deutlich weniger romantisch und dem spontanen Ausflug nach Paris geschuldet, den Parkplatz des Eurodisneys für unsere letzte Übernachtung.
Zumindest Mann und Kinder nutzten am nächsten Tag dann auch noch die Gelegenheit, zwei/drei Stündchen begeistert über die Plaza zu schlendern, für mehr fehlte auch dort die Zeit.
Aber es ist ja nicht aus der Welt....


Die Nacht dort jedenfalls war .... interessant *g* und erinnerte mich schwer an unsere allererste Wohnmobilnacht ever, die wir mangels Alternativen auf einem Burgerbrater-Parkplatz in Evreux verbrachten, an einem Samstagabend in unmittelbarer Nachbarschaft eines enormen Multiplex-Kinos.
Muss man alles mal erlebt haben....
Diese Nacht damals allerdings gab es gratis, was man von der Disney-Nacht beim besten Willen 
nicht behaupten konnte :-p

Tja, das waren unsere Bilder der Sommers - ich bin gespannt,
wohin es uns im nächsten Jahr verschlägt!
Es bleibt spannend ;-)