12. Juni 2024

12 von 12 { Jun 2024 }

 Am 12. des Monats macht man zwölf aussagekräftige Bilder von seinem Tag - so funktioniert
 12 von 12. Wer dieses Spielchen allmonatlich gerne mitmacht, seht Ihr wie immer 


Wie fast jeden Morgen: Aufstehen, stretchen. 
Danach Anziehen, Wäsche starten, Kind zur Schule bringen.


Im Anschluss Erledigungsrunde in Form von Wertstoffinsel, Packstation, Apotheke.
Das Übliche. Und ja, Auto dreckig, grrr. Steh ich nicht drauf. Aber drölfzig Baustellen in der Nachbarschaft, unzählige in der Stadt und vor allem: Eine riesige, endlose auf dem Weg zum Stall. Autowaschen gerade so sinnvoll wie AfD-Wählern mit Fakten zu kommen.


Das Wetter ist sensationell heute, deswegen gibt es eine etwas ausgedehntere Morgenrunde. Allerdings ist es arxxkalt und man muss höllisch aufpassen, nicht aus Versehen in den Schatten zu laufen. Dass es in den Weinbergen so wild blüht, war übrigens nicht immer so.


Früher wurden die Reihen gepflügt und dann mit Pestiziden ordentlich unkrautfrei gehalten. Grün war die Südseite in unserem kleinen Tal nur von Mai bis Oktober, wenn die Reben Blätter hatten. Sonst war der Hang einfach braun. Heute wird in den meisten Weinbergen gemäht und die Vegetation ist deutlich vielfältiger geworden. Aber hey, früher war ja alles besser :p


Danach endlich Frühstück. Mit Balkonerdbeeren, yay! Intervallfaste unter der Woche ja immer noch konsequent und merke inzwischen einen mehr als deutlichen Effekt, was meine Gelenkschmerzen betrifft. Das ist auch der einzige Grund, für den ich es in kauf nehme, zu fasten. Zähneknirschend ;)


Bisschen Bürokram im Sessel, nebenbei gucke ich wie jeden Morgen online nach abgesagten MRT-Terminen und habe heute endlich Glück: Nächste Woche schon! Nimm das, Schulter. Du hast mich die längste Zeit geärgert.


Wäsche aufhängen, danach Haushaltskram, Kochen und die Missi von der Schule abholen.
Mittach.


Mittagspausen-Beschäftigung: Die EM-Vorrunde tippen. Vorne Platz, hinten Punkte. Am Torverhältnis arbeite ich noch, das gibt’s nur exklusiv für ausgewählte Favoriten.


Nachmittagsbeschäftigung: Missi zum Stall bringen und dann in der Stadt im Stau rumstehen, Feierabendverkehr. Aber immerhin mit frischen Podcasts und meinem „Abend“essen an Bord.


Physio-Termin. Wir haben die Frequenz gerade brutal raufgeschraubt (ich gehe ja dauerhaft, aber normalerweise deutlich weniger häufig) und in Kombination mit Endlich-ein-Verdacht und Kortisonspritzen habe ich seit ein paar Tagen zum ersten Mal den Eindruck, dass die Schulter nachgibt. Im wahrsten Sinne des Wortes…


Wieder zuhause. Habe Nagellack passend zum Trikot gekauft. Vorfreude! (Trikot ist aber noch gar nicht da, eventuell müssen Freitag die Nägel reichen. Und nein, hab dieses Jahr keine Lust auf Schwarz-Rot-Gold, kann ich mir gar nicht erklären *hust)


Zufällig im Grfrierschrank entdeckt: Die Teenieversion von „Wir haben gestern Abend mal Dein Nutella-Eis probiert. Ist okay.“ Probiert! Es ist quasi leer! Zum Glück habe ich das Franzbrötchen- Eis sehr gründlich versteckt.

5. Juni 2024

Tagebuchbloggen { 5. Juni 2024 }

       "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"

Frau Brüllen fragt das an jedem fünften Tag des Monats und wer mag, schreibt fleißig mit.

Die übrigen #wmdedgt-Einträge findet Ihr wie immer hier.

5.50 Uhr: Ich werde vor dem Wecker wach, wie eigentlich immer im Sommer. Liebe das. Bleibe noch ein bisschen liegen und höre dem Vogelkonzert zu. Ok, und den Schrottis, die schon durch unsere Straße bimmeln, heute wird Sperrmüll abgeholt.

7 Uhr: Aufgestanden, geduscht, die Missi geweckt, Brotdose gepackt und eine Maschine Wäsche gestartet. Jetzt stehe ich mit dem Mann in der Küche und rühre Müsli, er seins, das er mit ins Büro nimmt, und ich meins. 

7.40 Uhr: Habe meine täglichen Dehnübungen abgehakt und warte jetzt in der Tür auf die Missi, wie jeden Morgen. Bin täglich kurz davor, sie einfach wieder zum Bus zu jagen, aber das raubt ihr Morgens halt nicht nur ein paar Minuten, sondern eine ganze Stunde. Für einen Weg von fünf Minuten. Schwierig.


8.15 Uhr: Missi an der Schule abgeliefert, an der Wertstoffinsel Biomüll entsorgt, ein Päckchen zur Packstation gebracht, Brot gekauft und Kontoauszüge gezogen. Jetzt fahre ich schnell noch am Stall vorbei, hänge einen Zettel auf und sammle auf der Empore der Reithalle mindestens drölfzig Fleecedecken ein, um sie zuhause mal zu waschen. Der alljährliche Dreckwegtag steht an. Auf dem Rückweg halte ich am Weiher in der Stadt und spaziere wenigstens eine kleine Morgenrunde, mehr ist heute nicht drin. Podcast auf die Ohren, Arm in die Schlinge* und los gehts. Bester Start in den Tag!

*(Neuester Versuch, die Schulterschmerzen, die seit Wochen eine solide 9/10 sind, zu bändigen, nachdem Orthopäde, Physio, Schmerzmittel und die Kortisonspritze am Montag weiter keinen Erfolg brachten. Außer dass ich mich seither recht…. speziell fühle. Noch drei Wochen bis zum MRT. Den Arm zumindest ablegen zu können, wenn ich ihn nicht brauche, so wie jetzt beim Spazieren, ist auf jeden Fall schon mal sehr, sehr angenehm.)


9.30 Uhr: Wieder zuhause, jetzt erst mal Frühstück. Mit den allerletzten, mitgebrachten Kirschen aus Italien, ab morgen gibt es dann Balkonerdbeeren :) 

10 Uhr: Wäsche aufgehangen und die erste Ladung Decken gestartet. Jetzt dringend Schreibtisch. Nicht nur die Buchhaltung wartet, sondern auch diverser anderer Kram. Nebenher schaue ich „Die Mannschaft“ auf Netflix, zur Einstimmung auf die EM, wo ich schon kein Paniniheft habe. (Und das ist wirklich schlimm - aber ganz ehrlich, dieses Heft ist eine Frechheit auf so vielen Ebenen, das geht gar nicht. Schade drum. Zur nächsten WM gibt’s ein Tschutti Heftli, so! So ganz ohne ist echt blöd, auch wenn ich mir vom gesparten Geld ein pinkes Trikot kaufen kann ;)

12 Uhr: Fertig für den Vormittag. Jetzt schnell ins Auto und dem Mann die Buchhaltung ins Büro bringen. Sehe beim Losfahren, dass unser Sperrmüll komplett und blitzblank abgeräumt wurde, hurra. Ich hatte Zweifel. Auf dem Rückweg muss ich noch bei der Post vorbei für ein Post-Ident und wo ich schon mal in der Gegend bin, hole ich für die Missi auch noch einen Döner. Das wird sie freuen, weil sie a) ewig keinen mehr hatte und b) dann nicht noch mindestens eine halbe Stunde aufs Essen warten muss. Und ich sammle noch ein paar Schritte. Win-win-win.

13.05 Uhr: Sehr pünktlich an der Schule. Habe jetzt auch bohrenden Hunger, das ganze Auto riecht nach Dönerbude. Zum Glück will heute niemand sonst mitfahren ;) Die Missi erschnüffelt sofort, was Sache ist und freut sich angemessen. War wohl auch ein ganz guter Schultag, was will man mehr.

13.30 Uhr: Während das Kind isst, brate ich mir Gemüse und einen Grillwrap, dazu gibt es Reisreste von gestern. Danach Mittagspause mit Buch für uns beide, für die Missi im Bett, für mich im Sessel. Würde ich mich hinlegen, ich käme nie wieder hoch.

15 Uhr: Keine Stalltermine heute, sprich: Haushaltstag für mich. Als erstes mähe ich allerdings den Rasen im Vorgarten und die Einfahrt, es soll nämlich gleich regnen. Und ja, die Einfahrt wird gemäht. Die ist nämlich unversiegelt befestigt und das ist die einfachste Art, dem Unkraut Einhalt zu gebieten. Langfristig soll in den ganzen Lücken mal Sternmoos wachsen, aber das ist wirklich ein SEHR langfristiges Projekt. Seit 20 Jahren züchte ich daran herum und überlege, vielleicht doch eher auf Tritt-Thymiam umzusteigen ;) Danach gieße ich noch die Tomaten und alle Pflanzen, die unter Dach stehen (bei den anderen kippe ich eher die Töpfe aus,  damit sie nicht ertrinken…) und schleppe unseren ganzen Grünmüll an die Straße, der wird morgen abgeholt. Übermorgen dann aber zur Abwechslung mal nichts ;) Beim letzten Sack beginnt es zu tröpfeln, gutes Timing.

17 Uhr: Das gute an Fleecedecken (Teufelszeug!) ist, dass sie schon quasi trocken aus der Waschmaschine kommen. Noch fünf Minuten in den Trockner, dann können sie zusammengelegt zurück in die Tasche. Zweite Ladung läuft auch schon. Jetzt Wäsche legen, Bäder putzen, staubsaugen, die Missi antreiben. Liebe es. Nicht.

19 Uhr: Feierabend. Aber sowas von. Diese Kortisonspritze macht mich ganz tüdelig und matschig. Steht leider in keinem Verhältnis zu dem, was sie hilft (bin vielleicht runter auf eine 6/10, aber das tut halt immer noch scheixxe weh, mäh), bin leicht unterwältigt. Couch für mich, wo ich mal die Ferienfarbe von den Nägeln nehme, die heute dann doch deutlich gelitten hat, während der gerade nach Hause gekommene Mann Salat für sich macht und Reste für die Missi. Ich bin immer noch leidlich glücklich mit meinem Intervallfasten unter der Woche, gegen alle anderen Gelenkschmerzen hilft das nämlich wirklich gut.

21 Uhr: Wir schauen die Sommermärchen-Doku in der ARD, während wir beide nebenbei noch ein bisschen Kram erledigen. Zwischendrin suche ich noch leicht panisch unsere Wahlbenachrichtigungen, irgendwie habe ich die schon echt lange nicht mehr gesehen, seit unser Kühlschrank nicht mehr magnetisch ist, habe ich bei gewissen Dingen Aufbewahrungsprobleme… Aber gut, alle drei da. Die Große muss selbst wissen, wo sie ihren vergraben hat. Noch drei Runden stricken, dann…

22 Uhr: Mit Buch ins Bett!

17. Mai 2024

Fake-Risotto mit grünem Spargel

 Spargelzeit, beste Zeit. 

Diesen Satz hat man hier im Blog sicher schon das ein oder andere Mal gelesen, aber er stimmt auch einfach immer ;) Im vergangenen Jahr hatte ich fahrlässigerweise eine größere Zahnsanierungsgeschichte genau in die Spargelzeit gelegt, konnte dann wochenlang nur Breichen essen und pürieren wollte ich das kostbare Gemüse dann doch nicht. Frevel. In diesem Jahr habe ich also enormen Nachholbedarf und muss noch mehr Spargelgerichte kochen als normal eh schon.


Zum Beispiel dieses Schüsselchengericht, das optisch wie Risotto daherkommt, in Wahrheit aber oberleckere und schnell gemachte Pasta ist. Mögt Ihr auch? Bitte sehr:

Eine Packung grüne Spargelstangen putzen, in mundgerechte Stücke schneiden und etwa fünf Minuten in Salzwasser garen. Abgießen und beiseite stellen. Zwei Zehen Knoblauch und zwei Schalotten fein würfeln, etwa 100 Gramm Parmesan reiben und einen halben Liter Gemüsebrühe erhitzen.

In einer Pfanne ein Stück Butter schmelzen, die Zwiebel- und Knoblauchwürfel sowie gut 200 Gramm Nudeln in Reiskornform (Orzo/Risoni/Kritharaki) dazugeben und unter Rühren für fünf Minuten bei mittlerer Hitze anbraten. Im Anschluss die Gemüsebrühe dazugeben und köcheln lassen, bis die Nudeln bissfest sind, in der Regel so 15 Minuten. 100 ml Sahne dazugießen und ggf. die Flüssigkeit noch ein wenig einkochen lassen, bis das Gericht eine cremige Konsistenz hat. Mit Salz, schwarzem Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Den Spargel sowie den Parmesan unterheben und direkt servieren. Alternativ kann man für den Frischekick auch noch etwas Rucola darübergeben.

Guten Appetit :)

12. Mai 2024

12 von 12 { Mai 2024 }

 Am 12. des Monats macht man zwölf aussagekräftige Bilder von seinem Tag - so funktioniert 12 von 12. Wer dieses Spielchen allmonatlich gerne mitmacht, seht Ihr wie immer 


Wir waren sehr spät im Bett und sind sehr früh wieder auf. Irgendwas ist da gehörig schiefgelaufen. Egal. Es ist Balkonkaffeewetter, der Kuckuck singt ruft kräht kuckuckt im Wald, alles ist gut :)


Allmorgendliches Ritual, seit ich die Pressearbeit vom Reitverein übernommen habe: Den Instagram-Account pflegen. Sehr schönes Hobby, das man auch wunderbar auf der Couch ausüben kann. Oder im Auto, wenn man mal wieder auf die Missi wartet ;) Und auch, weil ich endlich mal einen triftigen Grund habe, mich wieder intensiv mit meiner Kamera und Lightroom zu beschäftigen. Stand schon ewig auf meiner Bucket List.


Allmorgendliche Blickkontrolle bei Gemüse und Kräutern. Sieht gut aus. 
Liebe den Frühling!


Eigentlich wollten wir heute auch mal das Sonnensegel aufhängen, aber ab morgen bis mindestens Pfingsten soll es unbeständig und gewittrig werden, dann können wir es auch noch lassen. Eh keine beliebte Arbeit, weil man dabei immer auf der Leiter hart am (und über…) dem Balkongeländer rumhampeln muss. Verschieben wir gerne.


Was ich aber auf jeden Fall noch vorhatte und dann auch schnell erledigt ist: Die Balkonbank neu streichen. Die steht das ganze Jahr über draußen und nach drei oder vier Jahren hat man das jetzt auch deutlich gesehen.


Pressearbeit, die zweite, jetzt allerdings auf der Couch, als Begleitung zum Fußballtalk: Aushänge erstellen, um auch bloß mit beiden Beinen auf dem Boden des Gesetzes zu bleiben. Was für ein Glück, dass ich viel Erfahrung mit der Bedienung von Canva habe ;-)


Mittach. Wir fahren mit den Kindern in die Stadt. Bzw. in das alte Fischerviertel an der Mosel, wo sich ein malerisches Haus ans andere schmiegt und jedes ein Restaurant beherbergt. Obwohl zwei Kreuzfahrtschiffe anliegen und auch noch Muttertag ist, oh Schreck, ist erstaunlich wenig los. Vermutlich haben wir mal wieder irgendein Event verpasst ;)


Gut für uns, denn wir finden im Brauhaus einen Tisch direkt an der Promenade. Spezi und Schnitzel für alle! Naja, für mich zumindest ;) Die Kinder bevorzugen Bratkartoffeln und der Mann eine Brezenplatte, dafür stibitze ich ihm später den Obatzden und er mir die Pommes. Die übrigens so richtig, richtig lecker sind.


Auf dem Rückweg setzen wir die Missi am Stall ab und kontrollieren mal wieder den Fortgang der Bauarbeiten an unserer momentan liebsten Baustelle. In dieser unfassbar riesigen Halle wurden früher Loks repariert, jetzt entstehen in den Resten dieses Industriedenkmals Wohnungen. Sehr, sehr spannend!


Wieder zuhause, Wahlwerbung im Briefkasten gefunden. Tjanun. Ich persönlich stehe ja so gar nicht auf sinnlose Papierverschwendung (und das meine ich überhaupt nicht inhaltlich, sondern wirklich nur auf die Resource Papier bezogen), das gibt es doch heute wirklich so viele andere Wege. Dasselbe gilt für diese Inflation an Wahlplakaten, aaaahhhhh. Aber das „Das haben wir schon immer so gemacht!“ ist offenbar einfach sehr, sehr stark im deutschen Wesen verankert ;)


Endlich wieder Essen! Erdbeerröllchen-Reste von gestern, sehr lecker! Die Familie behauptet beharrlich, dies sei der allerallerbeste Kuchen überhaupt, aber ich kann mich da beim besten Willen nicht festlegen. Ich habe mindestens zehn Lieblingskuchen, aber dieser hier gehört zumindest sicher dazu. 


Zwischendrin noch im Garten Kissen/Polster/Kram verräumt und Fußball geschaut. Jetzt hole ich die Missi ab, während der Mann nach Abendessen schaut. Für mich allerdings nicht, ich bin immer noch pappsatt. Zuhause werden wir gleich absolut umgehend den Feierabend einläuten - bis auf die Missi, die muss noch lernen…

29. April 2024

Kleiner 958-Tage-Quilt oder so

 Diese Decke hier war ein echtes Endlos-Projekt, das buchstäblich über Jahre die Kleine Werkstatt blockiert hat. Ich kann gar nicht sagen, wieso - aber es ging wirklich unfassbar zäh vorwärts, mit monatelangen Pausen dazwischen. Gibt sowas manchmal, braucht nicht immer Gründe…


Geplant war, dem Mann sein eigenes Plaid für die Couch zu schenken. Weihnachten vor drei Jahren oder so. Zum Glück sammle ich aber ja übers Jahr immer potenzielle Geschenkideen, sonst hätte ich jetzt drei Jahre in Folge mit leeren Händen dagestanden ;)


Neulich habe ich dann allerdings die Nerven verloren, als ich den Stapel aus Top, Rückseite und aufgewickeltem Binding zum ungefähr fünfundachzigsten Mal von links nach rechts geschoben habe, weil der riesige Berg einfach immer und überall im Weg war. Es heißt schließlich nicht umsonst „die KLEINE Werkstatt“ und zusätzlich ist das gleich daneben liegende Bad momentan eine Großbaustelle, wodurch noch mehr fachfremder Kram auf meinen Nähtischen rumliegt, als eh immer schon…


Und so habe ich mir geschworen, nichts anderes mehr anzufassen, bevor ich nicht diese Decke fertiggestellt hätte. Mir kam dabei zugute, dass ich a) eigentlich noch dringend diverse andere, unaufschiebbare Sachen zu nähen hatte und b) der Mann und die Missi gerade Skifahren waren und ich so auch keine anderen Ausreden hatte. Und oh Wunder - als ich einmal konzentriert dransaß, ging es dann plötzlich ganz schnell, schließlich war das Top schon komplett fertig. Seit 2021 oder so.


Zusammengesetzt habe ich es aus diversen leichten Japan- und dazu passenden Canvasstoffen in Blau-, Schwarz- und Petroltönen, die ich einfach in gleichmäßige Streifen geschnitten und dann fortlaufend in unterschiedlicher Breite aneinandergenäht habe. Hilfreich ist dabei immer, den ganzen Driss mal auf dem Boden (oder Bett) auszubreiten und so lange hin- und herzuschieben, bis es ein schönes Bild ergibt.


Als Rückseite und Batting in einem habe ich, wie schon häufiger, eine fertige Tagesdecke von Ib Laursen verwendet. Die gibt es in unzähligen Farben, ist super kuschelig und trotzdem ganz leicht. Für mich einfach die perfekte Wahl, hier bei der rosa Lockdown-Decke hatte ich das zum ersten Mal so gemacht und seither immer wieder…


Das Einfassband der Tagesdecke habe ich dafür feinsäuberlich abgetrennt (macht sich sehr gut abends vor dem Fernseher, man ist dann gleich schön zugedeckt ;), aufgewickelt und als letzten Arbeitsschritt nach dem Verbinden von Top und Decke wieder rundherum angenäht. NOCH ordentlicher wäre es vermutlich geworden, hätte ich das Band zwischzeitlich erst auf- und später wieder zu Schrägband zusammengebügelt, aber mir (und dem Mann erst recht!) reicht es auch so.


Ich mag das Ergebnis echt gerne und es passt auch schön zu unserer grauen Couch. Und am Ende war es irgendwie auch gut, dass sich das ganze Projekt so gezogen hat, denn so konnte ich die Decke nicht zu irgendeinem Anlass verschenken, sondern der Mann hat sie zu seinem 50. Geburtstag bekommen. Mann friert ja auch schnell mal im Alter, so war das sehr, sehr passend *kichert diabolisch


Die nächsten Decken die ich noch so auf meinem Zettel habe, wären jetzt welche für die Kinder. Die Große arbeitet ja immer noch hart an ihrem Plan, eine Wohnung in der Stadt zu finden (und wird über den Winter dazu eventuell in Gefilden leben, wo es zwar wärmer ist als hier, man deswegen aber direkt gerne mal ganz auf den Einbau von Heizungen verzichtet) und im Anschluss wäre dann der Weg für die Missi in die Gartenwohnung frei. Und Kinder, die ausziehen, brauchen auf jeden Fall eine kuschelige Decke von Mama, so will es das mein Gesetz ;)

19. April 2024

Wunschlicht

 Ich habe nochmal ein Häuschen-Stillleben verschenkt, diesmal in der Frühjahrsedition. (Ich selbst habe übrigens immer noch keins, also weder hübsche Häuschen noch solche Kerzen, das muss ich wirklich dringend mal ändern!)

Die Häuser und der Teller wie gewohnt aus Keraquick gegossen, mit ein paar Trockenblümchen und einer passenden Kerze. Und dass die Häuser im Liegen so perfekt in den Kerzenteller passen, ist übrigens ein wunderbarer Zufall, das ist kein Set ;) Meine Silikonformen habe ich mir nämlich im Laufe der Zeit gebraucht aus unterschiedlichsten Quellen zusammengesammelt, neu sind die ja wirklich eine Investition fürs Leben…

12. April 2024

12 von 12 { Apr 2024 }

Am 12. des Monats macht man zwölf aussagekräftige Bilder von seinem Tag - so funktioniert 12 von 12. Wer dieses Spielchen allmonatlich gerne mitmacht, seht Ihr wie immer 


Früh morgens als erstes endlich mal das Auto von Saharasand und Baustellenmatsche befreien lassen. Nachdem die ganze Woche unendlich lange Schlangen vor der Waschanlage waren (die Saharaproblematik!), habe ich heute direkt den Schulweg verlängert und war die erste, tschakka.


Wieder zuhause sind auch noch die Fußmatten fällig. Macht zwar gar keinen Sinn, morgen ist wieder Turnier, aber irgendwas ist ja immer. Wenn es danach ginge, bräuchte ich das Auto einfach nie wieder sauber zu machen.


Der Vorgarten, der lange nur noch aus wuchernden Rosen und verholztem Lavendel bestand, nimmt langsam wieder Formen an. Schnell noch gießen, wo der Schlauch schon mal draußen ist.


Jetzt aber. Frühstück! Und ja, die Erdbeeren schmecken schon :)


Vormittags bisschen Schreibtischkram und Formulare ausfüllen (Es ist schon wieder so weit, Teil I: Führerschein!), danach eine Runde dehnen, eine halbe Stunde spazieren und Mittagessen kochen. Eventuell ist mir da dieses 12v12-Ding kurz entfallen.


Warten an der Schule, fünf Minuten Pause mit Podcastbegleitung. 
Schön hier. Und Wochenende :)


Mittach. Mit einem meiner absoluten Alltime-Lieblingsessen: Lauwarmem Linsensalat mit Ofengemüse (Fenchel!) und Bratkäse. So, so lecker!


Direkt danach geht’s für die Missi zum Stall, Hänger packen und Pony duschen. Ich laufe auf dem Heimweg nochmal eine kleine Runde rund ums Tulpenfeld, sammle Farben und ein paar frische Blumen fürs Wochenende.


Zwischenstopp am Supermarkt (Es ist schon wieder so weit, Teil II: Sammelbildchen!), weil wir eben beschlossen haben, morgen zu grillen. Das Wetter soll so toll werden und zumindest ich werde wohl spätestens mittags wieder zuhause sein…


Heute mittag getestet und gleich nochmal gekauft: Regionale Cola. In Glasflaschen. Und ich sag mal so: Wer mit Fritzcola klar kommt, der mag auch die. Ich finde sie sogar noch besser.


Zuhause Einkäufe verräumt, Blumen in die Vase gestellt und schon meinen Kram für morgen rausgesucht. Schätzungsweise müssen wir um vier aufstehen, da will ich nicht denken müssen, nur funktionieren. Der Mann kommt nach Hause und im gleichen Zug erfahren wir ähhhh…. spannende neue Dinge über den Fortgang unserer Straßenbaustelle. Ich sag mal so: Die Stimmung in der Nachbarschaft ist innerhalb von zwanzig Minuten kurz vor Revolution. Super.


Der Mann holt die Missi ab, während ich in meinem Sessel ein paar Fotos hochlade (mir ist ein neuer Job in den Schoß gefallen, aka Social Media-Beauftragte des Reitvereins) und mir parallel die Fingernägel lackiere. Das ist ein schönes Ritual vor Turniertagen geworden. Selbstverständlich auch völlig sinnfrei, aber Anfang vergangenen Jahres habe ich damit immer die Nervosität bekämpft, wenn ich wusste, dass ich am nächsten Tag wieder einen Hänger samt Pferd in absolut unbekanntes Terrain würde ziehen müssen. Und dabei ist es geblieben, auch wenn sich die Nervosität inzwischen komplett gelegt hat. Man wächst ja mit seinen Aufgaben ;-)