24. Dezember 2024

Frohe Weihnachten!

 Die Sonne weicht dem Licht der Sterne,
das zärtlich Stadt und Land erhellt.
Und hoffnungsvoll sind nah und ferne
die Menschen auf der ganzen Welt.

Ein Wunsch entsteigt dem Schein der Kerzen
die flackernd auf dem Christbaum glühn:
Es möge doch in alle Herzen 
die Sehnsucht nach dem Frieden ziehn.

Wenn Toleranz im Weltgefüge
statt Hass auf Erden überwiegt,
erst dann wächst endlich diese Liebe,
in der der Born des Friedens liegt.

Diesen Worten von Poldi Lembcke ist nichts hinzuzufügen und so wünsche ich Euch einen schönen Heiligabend, friedvolle Weihnachtstage und einen gemütlichen Start ins neue Jahr, was auch immer es bringen mag. Wir lesen uns im Januar :)

21. Dezember 2024

Großformatiges Basteln mit Holz

 Mal was ganz anderes für mich, hat aber großen Spaß gemacht :)


Bei der Missi am Stall gibt es eine große Reithalle mit einer Zuschauer-Empore, und beim vergangenen Herbstfest kam mir da oben beim Waffelbacken die Idee, dass sich ein großer Weihnachtsstern am Geländer in der düsteren Jahreszeit eigentlich wirklich gut machen würde. 


Der Vorschlag kam gut an, wurde zügig abgenickt und so fand ich mich kurz darauf im sortierenden Kampf mit recht raumgreifenden Latten in unserer Küche wieder - dem einzigen Ort im Haus, wo ich mich überhaupt entsprechend ausbreiten konnte. Direkt im Stall wollte ich es nicht machen, weil bei dem aktuellen Wetter die Halle eigentlich dauerbelegt ist und viele Pferde das nur so mittellustig finden, wenn da irgendwelche gruseligen Geister auf der Empore rumrumpeln ;)


Da mein Budget begrenzt war, habe ich fünf einfache Rechteckleisten aus Kiefernholz verwendet, zwei Zentimeter breit und zwei Meter lang. An die Enden der Leisten habe ich Löcher mit Senkung gebohrt, den Stern zusammengelegt und an den Spitzen mit versenkten Schrauben und Muttern verbunden. Zwei Enden ließ ich noch offen, so konnte ich den Stern wie einen Zollstock zusammenschieben - derart komprimiert passte er knapp ins Auto und ich musste mir immerhin nicht den großen Transporter aus der Firma organisieren.


Was in der Küche noch riesig wirkte, relativierte sich in der geräumigen Halle recht schnell, trotz einer Seitenlänge von fast 75 Zentimetern pro Zacke. Die Kreuzungen der Latten wurden zur Stabilisation noch mit Seil umkreuzt und dann die Lichterkette aus Draht um die Seiten gewickelt - definitiv der langwierigste Part der ganzen Bastelei. Den fertigen Stern habe ich mit Kabelbindern außen am Geländer befestigt, zusammen mit einer Tannengirlande auf der Brüstung…


… um dann sehr schnell festzustellen, dass die mühselig festgefrickelte Lichterkette eindeutig zu schwach auf der Brust war für die große Halle. Hmpf. Zum Glück ging sie dann auch quasi auf der Stelle kaputt und ich musste eh eine neue besorgen. Aber im Hellen sah es schon mal gut aus ;)


Für den zweiten Versuch besorgte ich eine Cluster-Lichterkette mit knapp elf Metern Länge, die ich zuhause schon mithilfe von Markern aus Maskingtape in zehn gleichlange Abschnitte unterteilte. Nachdem ich den Stern dann nochmal vom Geländer genommen hatte, verteilte ich die Abschnitte entsprechend auf dem Stern und befestigte sie diesmal mit Mini-Kabelbindern, das ging deutlich besser als die elende Wickelei. (Von der Drahtkette habe ich auch einfach Zuleitung und Stecker abgeschnitten, nochmal Abwickeln kam definitiv nicht infrage!) Der Rest war dann schon Routine - übers Geländer heben, mit Kabelbindern absturzsicher verschnüren, Timer programmieren, freuen :)


Insgesamt ein tolles Ergebnis bei wirklich überschaubarem Einsatz, Geld und Aufwand betreffend. Die Lichterkette mit Stecker, Timer und seriösem(!) CE-Kennzeichen hat im lokalen Baumarkt 25 Euro gekostet, das Holz 17,50 Euro, Schrauben und Kabelbinder hatten wir noch im Fundus. Und ich freue mich seither über jedes Foto, das ich auf Instagram entdecke, mit dem Stern im Hintergrund :)

13. Dezember 2024

Marzipan-Stollenkonfekt

 Der dritte Advent nah mit Riesenschritten und nichts  genieße ich jedes Jahr so sehr wie die vielen Leckereien, die es hier exklusiv in der Weihnachtszeit gibt. Dieses Wochenende ist das zum Beispiel Stollenkonfekt - perfektes Fingerfood für einen Advents- oder Weihnachts-Kaffeeklatsch!
Frisch schmecken diese kleinen Leckerchen definitiv am allerbesten oder spätestens am nächsten Tag. Denn dann sind sie fluffy und saftig. Später bekommen sie eher die typische Stollen-Konsistenz. Auch lecker, aber frisch eben noch leckerer ;) Und das Beste: Sie sind wirklich schnell gemacht:


Für den Teig 100 Gramm Butter mit 75 Gramm Zucker schaumig schlagen und anschließend 150 Gramm Quark unterrühren. 300 Gramm Mehl mit einem Teelöffel Zimt (oder alternativ Stollengewürz) sowie einem halben Päckchen Backpulver vermischen und unter die Quarkmischung rühren. Zum Schluss je 100 Gramm Rosinen und gehackte Mandeln unterkneten. (Orangeat und Zitronat gehen selbstverständlich auch (dann die beiden anderen Zugaben halbieren und damit auffüllen), aber sowas kommt mir nicht ins Haus, brrrr! Auch kann man die Rosinen durch getrocknete Cranberries oder Sauerkirschen ersetzen und die Mandeln durch gehackte Pistazien.) Etwa 100 Gramm Marzipanrohmasse in Würfel schneiden.

Aus dem Teig jeweils etwa walnussgroße Bällchen abnehmen, etwas plattdrücken und in die Mitte einen Marzipanwürfel legen. Diesen dann mit dem Teig zufalten, dabei entsteht fast von selbst die klassische Stollenform. Es ist aber auch kein Problem, wenn es einfach Kugeln werden ;)


Das Konfekt auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen und im vorgeheizten Backofen bei 175 Grad (Heißluft) etwa 10-15 Minuten backen, bis sich der Teig leicht bräunt.

Konfekt aus dem Ofen nehmen und noch warm rundherum mit 100 Gramm geschmolzener Butter bepinseln und in 150 Gramm gesiebtem Puderzucker wälzen. Auskühlen lassen oder gleich lauwarm servieren.

Guten Appetit :)

30. November 2024

Last Minute-Adventskalender

 This time of the year! 

Die einzigen paar ruhigen Minuten heute morgen (Baustelle!!) habe ich dazu genutzt, schnell noch zwei Mitgebsel-Adventskalender fertig zu machen. Und schnell ist dabei absolut wörtlich gemeint, denn am längsten hat am Ende gedauert, die Blister zurück in die Folie zu friemeln ;)


Das war ein klassisches UWYH-Projekt, denn das einzige, was ich dafür neu gekauft habe, waren die Toffifees. Das ist eine Sondergröße mit 2x24 Stück, die es um diese Zeit aber fast überall zu kaufen gibt. (Ich habe sie bei Rewe gefunden.) Die Zahlen habe ich mit weißer Schokoschrift geschrieben, und damit auch alle anderen Motive und die Streusel festgeklebt. Funktioniert super, es braucht definitiv keinen Lebensmittelkleber. Und man muss die Süßigkeiten dafür auch gar nicht anfassen, geschweige denn aus der Packung nehmen - wenn man es nicht gerade an den eigenen Mann oder die Kinder verschenkt, finde ich das durchaus hilfreich ;)

Ich habe sie nach dem Trocknen wie gesagt einfach zurück in die ursprüngliche Folie geschoben und dann in Seidenpapier gewickelt - ich bin sicher, das reicht für die nächsten 24 Tage, anders werden sie im Original ja auch nicht aufbewahrt…

Und jetzt werden sie schleunigst verschenkt, just in time sozusagen!

14. November 2024

Weihnachtswerkstatt ist eröffnet!

Oder auch: Weihnachtsteller mal anders, sprich: 
Ohne Plätzchen ;)


Es ist ja doppelt schwierig in diesem Jahr mit der Weihnachtswerkstatt. Zum einen habe ich immer noch wahnsinnige Probleme mit den Schultern (ja, Plural inzwischen…) und bin seit Monaten ausreichend mit Schmerzreduktionsversuchen bzw. -aushalten beschäftigt, und zum anderen ist die Kleine Werkstatt ja immer noch Baustellenaußenposten, in dem es sich wirklich nicht gemütlich arbeiten lässt. Ich kann mir also nur zwischendurch immer wieder kleine Arbeiten suchen, die nicht zu lange dauern, keinen Platz beanspruchen und für die man idealerweise auch nicht die Arme benutzen muss. Lustig.


Ein bisschen Kerzen tätowieren und Formen gießen ist da zum Beispiel ideal und so habe ich schon mal drei bis fünf weiße Kerzensets fertig gemacht, bevor in der letzten Weihnachtswoche die Zeit wieder knapp wird. Zumal ich gerade bei allem langsam wie eine Schnecke bin. Nervt. Aber bitte, ist ja kein Wunschkonzert, dieses Leben. Diese klitzekleinen Projekte machen mich zumindest glauben, dass ich noch nicht komplett unnütz geworden bin. Als nächstes werde ich es mal mit Sternenfalten versuchen, das erscheint mir auch machbar ;)

12. Oktober 2024

12 von 12 { Okt 2024 }

 Am 12. des Monats macht man zwölf aussagekräftige Bilder von seinem Tag - so funktioniert
 12 von 12. Wer dieses Spielchen allmonatlich gerne mitmacht, seht Ihr wie immer 
HIER bei Caro in der Liste. Und happy birthday, liebe Caro 🖤


Guten Morgen. Früh für Samstag. Erst mal wach werden. Kaffee-Connaisseure würden sich jetzt vermutlich enthaupten (looking at you, Jakob Lundt…) Das Helle ist aber immerhin kein Kaffeeweißer, sondern einfach nur Kollagen. Da kommt nachher noch richtige (Mandel-)Milch rein. Ist lecker, ehrlich. Nur halt ohne Koffein.


Dr Mann hat noch einen Kundentermin, ich bringe derweil die Tochter in den Stall. Die versprochene Sonne lässt sehr auf sich warten, selbst hier oben ist es ungewöhnlicherweise noch grau. Deswegen spare ich mir auch die eigentlich obligatorische Morgenrunde.


Wieder zuhause. Erst mal Haushalt, wie meistens mit Podcast auf den Ohren. (Liebe den Folgentitel! #kloppo) Wäsche, Betten machen, Baustellenstaub bekämpfen. Gerade letzteres ist momentan eine regelmäßig wiederkehrende Tätigkeit, der ich sehr akribisch nachgehe, ich bin nämlich leider allergisch des Todes auf den Scheixx. Das Abschleifen hat der Mann schon übernommen, aber man muss die Badtür nur aufmachen, da fange ich schon an zu röcheln. Tolltoll. Wird Zeit, dass das alles wieder unter Fliesen verschwindet.


Zur Belohnung bastele ich uns ein paar Pilze auf dem Boden der Kleinen Werkstatt. Heißklebepistolen und ich - eine sehr schwierige Beziehung. Aber das Ergebnis mag ich und ich musste immerhin die Hose nicht wegwerfen, auf die ich mal wieder gekleckert habe.


Mein Kalender für das kommende Jahr ist angekommen und Oh. Mein. Gott, er ist so schön. Dick, quadratisch(!), groß - perfekt für das schnelle Junk-Journaling, das ich seit einer Weile praktiziere. Und das Beste: Er beginnt schon jetzt, ich kann gleich loslegen :)


Der Mann ist zurück und als erstes fahren wir zu „den Ponys“. In Wahrheit sind das ein Pony und ein Esel, beide zuckersüß, die einer alten Schulfreundin von uns gehören und die wir gelegentlich versorgen, wenn sonst niemand da ist. So weit, so normal. Dass sie uns allerdings auf dem riesigen Grundstück schon auf halbem Weg zwischen Gemüsegarten und der Ziegenwiese entgegenkommen, das ist definitiv NICHT RICHTIG. Uff. Ich sehe uns schon bis zum Einbruch der Dunkelheit Ponys (und noch schlimmer: Esel!) fangen…


Zehn Minuten später. Ok, das war beinahe lächerlich einfach. Huch. Ein Apfel in jede Hand und schon sind sie mir hinterher gelaufen wie Hündchen… Verfressene Bande! Zum Glück ;) Der Mann sucht und repariert dann wohl mal das Loch im Zaun, während ich hier klar Schiff mache. 


Alle Vierbeiner wieder sicher verpackt, Mittagessen für uns. 
Resteessen aka Quetschkartoffeln aus der Heißluftfritteuse…


… mit Gurkensalat. Lecker. Und schnell. Das ist wichtig, denn der Mann rödelt schon wieder im Bad und stellt jetzt auch das Wasser ab, um die ganzen alten Armaturen abzubauen.


Ich sammle derweil die Missi wieder ein. Den Weg zum Stall teile ich mir heute mit unzähligen Pilgern, ist was Besonderes? Hier in Trier ist das Grab des Apostels Matthias (das einzige Apostelgrab nördlich der Alpen), deswegen sieht man häufiger mal solche Pilgergruppen, aber das heute waren… echt viele, ich bin teilweise kaum durchgekommen.


Zuhause steige ich nur um und fahre mit dem Mann mal wieder zum Baumarkt. Er gibt Sachen zurück und sucht neue, ich hole eine Bestellung ab. Dabei muss ich eine Weile warten, weil irgendwas nicht funktioniert und werde derweil fürsorglich mit Süßigkeiten versorgt. Wirklich der Baumarkt mit den nettesten und hilfsbereitesten Mitarbeitern weit und breit! Und: An der Kasse bekomme ich für meine nicht ganz kleine Rechnung (seufz) einen riesigen Stapel Rubbellose. Fast 30 Stück *g* Das wird unsere Feierabendbeschäftigung!


Reicht für heute! Zur Belohnung für die ganze Rennerei gibt’s (vegetarischen) Pommdöner-Teller für alle :) Schließlich gab es gestern auch noch Ferien, das muss gefeiert werden. Danach noch ein Eis auf der Couch und der Tag war gut.

9. Oktober 2024

Grumpy Weihnachtskatzen

 Diese beiden Schätzchen gucken ungefähr genau so beleidigt wie ich, wenn ich im Moment einen Blick in meine Kleine Werkstatt werfe. Die liegt nämlich unglücklicherweise in maximaler räumlicher Nähe zu unserer großen Bad-Baustelle und ist deswegen komplett zugestellt mit großformatigem (staubigem!!!) Werkzeug, neuen Fliesen, neuer Keramik und überhaupt allem, was man bald, aber leider noch nicht sofort gebrauchen kann. Garniert mit diversen Beuteln und Kartons mit Badezimmerzeug, das im Moment keinen Platz hat (im kleinen Gäste-WC dulde ich nur die Zahnbürsten ;) und ständig von sämtlichen Familienmitgliedern von rechts nach links gekramt wird. Ein Traum.

Immerhin habe ich es bis jetzt geschafft, schmale Gänge bis zu meinen Arbeitstischen freizuhalten, aber ganz ehrlich: So kann ich nicht arbeiten. Wer mir hier schon ein bisschen länger folgt, weiß, dass Chaos um mich herum auch maximales Chaos in meinem Kopf verursacht und dann ist kein Platz mehr für Kreativität. Meine kreative Arbeit beschränkt sich momentan also meist auf kleinere Basteleien oder Handarbeiten, die ich am Küchentisch oder abends in meinem Sessel erledigen kann. So sind auch diese beiden Broschen entstanden. Denn nur für den (schnell erledigten) Prozess des Maschinenstickens musste die Kleine Werkstatt herhalten. Wenden, Stopfen, Wendeöffnung schließen und Broschennadeln annähen ging auch auf der Couch… 

Auftakt fürs Weihnachtsgeschäft, unter erheblich erschwerten Bedingungen!