31. März 2024

Frohe Ostern!

 Ok, das Wetter ist selbst bei großzügiger Auslegung schon deutlich österlicher als gestern, aber wir werden doch eher aufs Angrillen verzichten (zwischendurch war die Wettervorhersage für die Feiertage gemeinerweise mal richtig toll!) und den Berg Spinatknödel dann eben im Warmen und ohne Fleischbeilage wegfuttern. Viel mehr Pläne als lecker Essen und Ausspannen haben wir für heute und morgen auch gar nicht, das begrüße ich sehr - nicht zuletzt deswegen, weil ich heute morgen als erste Tag des Tages meine Brille geschrottet habe und ich so, völlig ohne Übertreibung, buchstäblich blind bin. Nicht überlebensfähig außerhalb meiner eigenen vier Wände. Grandios.

In den letzten Tagen habe ich mich abends auf der Couch aufs Osterfest eingestimmt, indem ich minikleine Häschen aus Draht gebogen habe. Ursprünglich waren sie nicht ganz so klein geplant, aber ich hatte auf die Schnelle keine größeren Holzperlen zur Hand. Aber auch so finde ich sie ganz bezaubernd. Die super simple Anleitung dazu findet Ihr hier bei Melanie von sperenzien, vielen Dank dafür :)

Ich wünsche Euch wunderschöne Feiertage 🖤

25. März 2024

Schnelles Oster-Mitbringsel

 …oder:

Weihnachtliche Rocky Roads funktionieren auch im Osterkleid :) In Würfel geschnitten lassen sie sich gut verschenken, taugen aber auch fantastisch als Knabber-Nachtisch zum Osteressen. Was die Zutaten betrifft, bin ich ja ein Fan von UWYH oder alternativ „Nimm, was Du lecker findest“, am besten ist aber immer die Kombination von süß und salzig.


Meine Mischung sah diesmal so aus:
Insgesamt 200 Gramm Smarties (groß und klein) und große M&Ms in Frühlingsfarben (M&Ms gibt’s in der Saison immer in Pastelltönen und Eiform, ansonsten bekommt man online auch Sondereditionen in fast allen Wunschfarben. Bei den Smarties habe ich einfach die gewünschten Farben raussortiert, hier grün, orange und rosa.)
70 Gramm Karamellpopcorn
100 Gramm gesalzene Erdnüsse 
50 Gramm Mini-Marshmallows (Mini-Chamallows von Haribo sind bunt haben genau die richtigen Farben. Ok, ich habe gelb aussortiert, aber ich bin auch ein Monk. Nächstes Mal würde ich aber eh gelb statt orange bei den Smarties nehmen, dann passt es wieder ;) Eine smarte Mini-Mischung in rosa-weiß, ganz ohne Sortieren, gibt’s auch von der Rewe-Eigenmarke.)
50 Gramm Salzbrezelchen
100 Gramm kleine Schokoeier (komplett aus Schokolade)
1 Twix, kleingeschnitten.
1 Snickers, kleingeschnitten


Von den Smarties/M&Ms und den Schokoeiern jeweils einen Teil für die Deko  beiseitelegen, dabei die Schokoeier für die Deko längs halbieren. Die Schokoriegel kleinschneiden und zu den übrigen Zutaten geben. 250 Gramm Zartbitter-Kuvertüre schmelzen, über die Mischung geben und gründlich vermengen. In eine mit Backpapier (ordentlich durchkneten, dann passt es sich anschließend jeder Form an, man muss es dafür auch nicht nass machen) ausgelegte Auflaufform streichen und festdrücken.


100 Gramm weiße Kuvertüre schmelzen, ungleichmäßig auf der dunklen Schokolade verteilen und die für die Deko beiseitegelegten Süßigkeiten zügig darauf verteilen. Über Nacht aushärten lassen und in Würfel schneiden. Der dabei entstehende Bruch darf selbstverständlich sofort aufgegessen werden, das versteht sich von selbst :)

Habt einen wunderbaren Start in die Karwoche 🖤

5. März 2024

Tagebuchbloggen { 5. März 2024 }

        "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"

Frau Brüllen fragt das an jedem fünften Tag des Monats und wer mag, schreibt fleißig mit.

Die übrigen #wmdedgt-Einträge findet Ihr wie immer hier.

 
5.30 Uhr: Ich bin wach. Hm. Auch gut. Ich liebe es, wenn ich noch ein bisschen liegenbleiben kann. Das Fenster ist auf und man hört ganz sachte ein paar erste Vögel. So, so schön!

6 Uhr: Stehe auf und wecke auch gleich die Missi. Die braucht morgens einfach immer länger und hintenraus haben wir inzwischen definitiv keine freien Kapazitäten mehr ;) Kurzer Blick auf die Nachrichten, dann folgen die inzwischen absolut obligatorischen 15 Minuten Stretching, die machen, dass ich einigermaßen beweglich durch den Tag komme. Mache ich seit dem Herbst - erst gelegentlich und inzwischen absolut konsequent täglich, weil es sich einfach als unglaublich hilfreich erwiesen hat. Danach erinnere ich die Missi nochmal an die Uhr und mache mich ans tägliche Morgenprogramm: Bisschen Aufräumen, Frühstück, Pausenbrot, Anziehen, Schminken.

7.15 Uhr: Der Mann ist inzwischen auch auf und aus dem Haus, nachdem er vorher noch weitere zehn Minuten fluchend im Bad verbracht hat, wo er seit zwei Tagen vergeblich versucht, das Rohr unter der Wanne freizubekommen. Sagen wir mal so: Gut, dass wir noch das kleine, aber immerhin voll funktionsfähige Gäste-WC haben. Das ist momentan auch geruchlich die deutlich bessere Wahl. Wir stecken ja mitten in den Planungen zur Bad-Renovierung und haben auch schon ein wenig angefangen. So lange hätte das doofe Rohr jetzt auch einfach noch durchhalten können…

7.40 Uhr: Auf dem Weg zur Schule. Im Moment sehen wir jeden Morgen so viele Rehe. Also, sehen wir immer, aber im Moment sind es extrem viele. Oft stehen sie sogar mittags immer noch dort und grasen. Die scheinen sowieso eher unerschrocken, letzten Sommer standen sie morgens auch oft mit der Herde, zu der auch das Rehapferd der Missi momemtan gehört, zusammen auf der Koppel. Schön. Der Rest des Morgens eher solala, es ist grau und nieselt schlechtgelaunt vor sich hin.

8.10 Uhr: Wieder zuhause, habe an das Abliefern der Missi noch eine kleine Wegbringrunde drangehangen, aka Wertstoffinsel (Biomüll und Altglas), Packstation (zwei Vinted-Päckchen) und Kleiderkammer (ausrangierte Jacke vom Mann). Danach ist der Kofferraum leer und ich sehr zufrieden. Und das, obwohl ich den inzwischen auch wieder obligatorischen morgendlichen Spaziergang, für den es endlich wieder hell genug ist, aufgrund des Wetters geskippt habe. Starte stattdessen eine Waschmaschine und werfe einen vorsichtigen Blick ins Bad. Uäääh.

10 Uhr: Habe sehr gemütlich und ausgedehnt mit Buch im Sessel gefrühstückt und im Anschluss ein bisschen Kram erledigt, für den ich nicht aufstehen musste. Paar Mails geschrieben, Kalender upgedated, nach einer Unterkunft für die Pfingstferien gesucht, Zeitung gelesen, sowas. Antrieb heute eher so mäßig, nachdem ich die letzten Tage wirklich extrem produktiv war. Wahnsinn, wie krass das bei mir ans Wetter gekoppelt ist. Ok, und an effiziente Medikation ;) Im Moment bekomme ich Muskelrelaxanzien, die ganz neue Bewegungslevel freischalten, faszinierend…

11 Uhr: Wäsche aufgehangen und eine weitere Maschine gestartet. Immerhin. Um wenigstens ein bisschen produktiv aus dem Vormittag zu gehen, widme ich mich noch eine Stunde der Renovierung des kleinen Küchenbuffets, das ich neulich reichlich spontan erstanden habe (erzähle ich hier mal ausführlich, wenn ich damit fertig bin, auf instagram habe ich schon ein bisschen was gezeigt…) Was bisher geschah: Entmüffeln, Türen und Beschläge abmontieren, heute dann: Kleine Löcher (irgendjemand muss da mal was an die Seitenwand genagelt haben) und einen Riss verspachteln. Macht Spaß.

12 Uhr: Draußen sie es etwas heller geworden und da ich das Mittagessen schon gestern abend vorgekocht habe, beschließe ich spontan, jetzt doch noch meine kleine Morgenrunde zu drehen. Stöpsel ins Ohr (aber nur einen, ein Ohr gehört den Vögeln ;), Podcast an und auf geht’s. Es regnet nicht mehr, aber die Luft ist irgendwie doch noch recht… feucht. Aber egal, tut trotzdem sehr gut.

12.30 Uhr: Zurück. Setze Reis auf den Herd und hänge die nächste Wäsche auf. 
Podcast läuft dabei weiter.

13 Uhr: Missi abholen. Uuuhhh, die hat nur so mittelgute Laune, schnell nach Hause. Mittagessen, Mittagspause, Ruhe im Karton. Ein Blick nach draußen verrät mir, dass auch die Große wohl wieder zuhause ist. Zumindest ist ihr Auto da. Das ist schön, damit hat sie die letzte Klausur für dieses Semester hinter sich. Semesterferien also für sie und die Missi muss auch nur noch drei harte Tage durchhalten, dann hat sie erst zwei Wochen Berufspraktikum und anschließend auch Ferien. Kann es kaum erwarten. Himmel, hat die eine Laune…

15 Uhr: Kind hat sich berappelt und lernt, ich war eine Stunde draußen im Garten und habe unsere unendlichen Massen an Grünmüll gebändigt. Zwei Jahre lang haben wir nahezu keine Hecken geschnitten und in den letzten Tagen dann alles auf einmal. Ich bündele, stopfe und schleppe immerhin die Hälfte an die Straße (Den Rest darf dann der Mann heute abend, falls er mal was anderes als Badezimmerrohre sehen will.) inklusive eines ausgedehnten Plauschs mit den Nachbarn, die heute ihr viertes Enkelkind erwarten und von denen ich außerdem erfahre, dass die sich langsam aufs ganze Dorf ausdehnenden Erdarbeiten nicht nur Glasfaserkabel bringen (wovon ich bisher ausging), sondern endlich auch unsere unsäglichen, vorsintflutlichen Stromleitungen vom Dach unter die Erde bringen sollen. Was für eine Freude! Da warten wir seit fast 25 Jahren drauf.

17 Uhr: Die Sonne hat sich tatsächlich durchgekämpft. Dem entgegengesetzt sitze ich inzwischen aber am Schreibtisch. Bisschen Steuerkram, bisschen Termine, bisschen Sortieren und Ablegen, bisschen Turnierkram ausdrucken. Im Zuge dessen fällt mir auf, dass am Samstag der Friseurtermin der Missi mit ihrem ersten Turnier des Jahres kollidiert. Ok, dieses Jahr reitet sie keine Meisterschaften mit und wird nur nach Lust und Laune mal starten, aber für einen Friseurtermin wird sie das dann doch nicht canceln. Schreibe ihr, dass sie das schleunigst verschieben muss - sonst heißt es später wieder, ich hätte nie was gesagt ;)

17.30 Uhr: Wir sind wieder unterwegs. Spektakulärer Himmel - Sonne, Wolken, paar Tropfen und ein gigantischer Regenbogen überm Stall, hach. Während die Missi das Pferd versorgt (kein Reiten heute), hole ich den bestellten Wocheneinkauf ab und lese zurück am Stallparkplatz noch zwei Kapitel in meinem Buch, bis es zu dunkel wird, dann wechsle ich wieder auf die Podcasts. Die gehen einfach immer…

19 Uhr: Selbstverständlich hat die Missi länger gebraucht als angekündigt (am Stall dauert IMMER ALLES länger!), sitzt aber jetzt wieder im Auto. Schnell nach Hause, Hungeeeeeer! Der Mann ist schon da und, Überraschung, im Bad. Ohne Erfolg weiterhin, aber immerhin hat er das Problem final lokalisiert und morgen kommt das passende Werkzeug. Ich drücke ihm alle Daumen!

20 Uhr: Kleinigkeit gegessen und jetzt mit Tee und Snacks auf der Couch. Champions League-Abend! Es geht um nicht weniger als den Einzug ins Viertelfinale, die Bayern liegen ein Tor hinten und sind momentan eh total unberechenbar - aber trotzdem bin ich unangemessen optimistisch heute. Ganz im Gegensatz zum Mann, der ist noch sauer vom Freitag *g* Zwischendrin facetimen wir noch mit der Großen. Die ist zu erledigt, um hochzukommen, berichtet aber von ihrem Tag und beantragt die Überweisung der Semsestergebühren, die irgendwie jedesmal teurer werden. Knapp 300 Euro für ein Semester? Nicht schlecht… (Sie erzählt aber auch, dass sie während ihrer Erasmusmonate automatisch monatlich 150 Euro Extrazuschuss erhalten wird, weil, Achtung: Ihre Eltern beide nicht (fertig) studiert haben. Unterstützung für das arme, unterprivilegierte Arbeiterkind quasi. Das ist ein bisschen lustig, aber bitte. The regels are the regels.)

22 Uhr: Es steht 2:0. Na bitte. Der Mann verschwindet in der Halbzeit nochmal zu seinen Rohren, dabei gibt’s ja gar nichts zum Abreagieren.

23 Uhr: Viertelfinale! Bedeutet (hoffentlich) zwei weitere Spiele mit dem bereits geschassten Trainer, den ich entgegen der landläufigen Tendenz schon immer mag und unheimlich unterhaltsam finde - ich werde die Interviews sehr vermissen. Deswegen bleibe ich jetzt auch noch auf, auch wenn ich das morgen früh sehr bereuen werde ;)

23.25 Uhr: So, jetzt aber. Feierabend und gute Nacht!

28. Februar 2024

Frühlingsblümchen { Upcycling }

 Der Frühling naht, ganz eindeutig. Das flutet meinen ganzen Körper mit Glück - und dem muss ich Ausdruck verleihen, indem ich auch dem Haus mehr und mehr einen frühlingshaften Anstrich verpasse. Eh klar, oder?


Den Anfang machte ein großer Strauß aus Zweigen auf dem Küchentisch, die beim Rückschnitt der Obstbäume im Garten angefallen sind. (Eine Tätigkeit, die der Mann Jahr für Jahr mit sehr großem Enthusiasmus ausübt!) Geschmückt habe ich sie mit stilisierten Frühjahrsblühern, die ich aus dem Füllmaterial eines kleinen Versandkartons gebastelt habe.


Wer kennt sie nicht, diese Papierchips, die oft die gepufften Chips aus Mais oder Pak ersetzen und die für sich alleine irgendwie schon wunderschön sind. Viel zu schade zum Wegwerfen! Wenn man bei diesen Papierschnipseln die bereits vorgegebene Form etwas intensiviert, indem man sie ein bisschen zusammendrückt, ergibt sich quasi von selbst lauter kleine Blütenkelche.


Für die Küche habe ich die Pappen auf einer Seite türkis angesprüht, von unten einen Faden durch eine Holzperle ein- und wieder zurückgefädelt und unter der Perle verknotet. Tadaaaa, fertig. Schneller geht fast nicht.


Ganz in weiß habe ich auch noch einen Schwung solcher Blüten für den Eingangsbereich gemacht. Hier habe ich die Perlen oben auf die Blüte gesetzt (und innen nur verknotet), das mag ich auch sehr gerne. Hat Schneeglöckchen-Vibes :)

12. Februar 2024

12 von 12 { Feb 2024 }

 Am 12. des Monats macht man zwölf aussagekräftige Bilder von seinem Tag - so funktioniert 12 von 12. Wer dieses Spielchen allmonatlich gerne mitmacht, seht Ihr wie immer 


Montag. Aber nicht irgendeiner, sondern Rosenmontag, sprich: schulfrei. Der Mann und die Missi sind Skifahren und ich seit vier Tagen völlig allein zuhause. Dementsprechend gibt’s keinen Wecker, sondern Ausschlafen (naja, zumindest bis es leidlich hell ist) und Nachrichten im Bett. Schönschön. Heute kommen sie aber wieder, auch schön ;)


Morgenroutine nach dem Duschen. Wie man sieht, halte ich nichts von Serien, sondern nutze, was sich über Jahre in jedem Bereich als das Beste bewährt hat. (Concealer vergessen! Das ist im Verlauf des Tages beim Blick in den Spiegel auch durchaus aufgefallen ;)


Müsli in the making. Und dann Frühstück auf der Couch. Krasses Urlaubsfeeling so insgesamt - ich habe seit Tagen genau nichts Produktives mehr im Haushalt gemacht, dafür genäht, sehr viel gelesen und weitere Fotobuch-Rückstände aufgearbeitet. 


Schneller Ausflug in den Supermarkt, brauche genau eine Sache. Ist scheinbar niemand da außer mir, aber gut, ist ja auch Rosenmontag und in Trier gibt’s einen großen Umzug. Prioritäten. 


Nehme für die Missi beim Bäcker noch zwei Fastnachts-Berliner mit, solange es sie noch gibt. Die sind nämlich mit Pudding gefüllt und das feiert sie immer total.


Kleinen Mosel-Spaziergang auf dem Rückweg eingeschoben, bevor ich noch komplett einroste. Auch hier absolut kein Mensch unterwegs, noch nicht mal Touristen. Bemerkenswert. Wetter aber mehr so mittel, deswegen wirklich nur eine kleine Runde.


Weiterer Zwischenstopp an der Packstation meines Vertrauens, drei übers Wochenende aufgelaufene Päckchen (hah, doch was Produktives getan!) wegbringen. Beste Erfindung immer noch, liebe sie einfach jeden Tag!


In der Südstadt nimmt der Wahnsinn schon seinen Lauf. Und Überraschung - hier sind auch die ganzen Menschen ;) Schnell ab nach Hause…


Dort finde ich im Briefkasten mein Aufsatzheft aus dem dritten Schuljahr, das hatte meine Mama neulich auf dem Dachboden gefunden. Hach. 1984. Geschichten schreiben war einfach schon immer (und ist immer noch) eine meiner größten Leidenschaften. Heute leider fast nur noch im Kopf, vielleicht sollte ich das mal dringend ändern… (Und können wir bitte mal über die Rechtschreibung sprechen? Drittes Schuljahr! Das war lustigerweise auch eines der wenigen schulischen Dinge, wo ich bei meinen Kindern von Anfang an immer den Finger drauf hatte. Gute Rechtschreibung ganz klar mein Steckenpferd. Offenbar schon immer ;)


So. Jetzt (nach einem weiteren Stündchen oder zwei auf der Couch) dann doch mal ein bisschen Haushalt und Abendessen vorbereiten. Ganz klitzekleines Stückchen Butter für eine feine Béchamel-Sauce ;) Mir war nach Lasagne, nachdem ich jetzt tagelang mehr oder weniger nur unaufwändigen Schrott gegessen habe.


Draußen scheint inzwischen immerhin ein bisschen die Sonne und unter großem Geschrei kommen die ersten Wildgänse zurück. Hurra! Diese Tage sind immer echte Freudentage.


Finally! Mann und Missi sind eingetrudelt. Jetzt also Feierabend, Lasagne und Urlaubsbilder. Fraglich, ob danach dann noch jemand Lust hat, den ganzen Driss hier auszupacken - aber das ist ja zum Glück nicht mein business. Urlaub zuhause rockt!

5. Februar 2024

Tagebuchbloggen { 5. Februar 2024 }

       "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"

Frau Brüllen fragt das an jedem fünften Tag des Monats und wer mag, schreibt fleißig mit.

Die übrigen WMDEDGT-Einträge findet Ihr wie immer hier.
Die Kurzfassung ist für heute aber denkbar einfach: Nicht viel.

0.30 Uhr: Ich liege wach. So war das nicht geplant. Eigentlich ist Einschlafen meine geheime Superkraft: Ins Bett legen, umdrehen, zack - einschlafen. Könnte der Mann regelmäßig drüber verzweifeln, der kann das nämlich nicht. Heute dann aber mal fliegender Wechsel - er schnorchelt, ich… nicht. Könnte eventuell daran liegen, dass die Große uns abends eröffnet hat, dass sie einen Erasmus-Studienplatz ergattert hat. Und zwar nicht in Luxemburg oder so, sondern mehr so ganz, ganz am südöstlichen Rand der EU. Tjanun. So ist das. Lerne ich halt auch mal eine Stadt kennen, die bisher (ungerechtfertigterweise immerhin) so gar nicht auf meiner Bucket List stand. Zwischen uns und diesem Abenteuer steht auch bloß noch eine zwingend zu bestehende Statistikklausur, aber da bin ich jetzt einfach mal optimistisch. Ist ja wohl Ansporn genug. Und ja, ich freue mich sehr für sie, solche Gelegenheiten muss man einfach immer nutzen und das wollte sie unbedingt: Mal einen Winter im Süden verbringen. Bloß mein Kopf ist offenbar noch leicht überfordert mit diesen News und muss sie noch ein bisschen von rechts nach links schubsen, bis sie an ihren Platz fallen.

6 Uhr: Der Wecker klingelt. Bin dann wohl doch irgendwann noch eingeschlafen, aber fit und munter fühlt sich definitiv anders an. Egal. Keine Zeit zu verlieren heute.

7 Uhr: In der letzten Stunde habe ich die Autos getauscht und meines an den Stecker gehangen, die Missi geweckt, mich geduscht, Haare gewaschen und ausgehfertig gemacht. Nicht gerade ein Morgen nach meinem Geschmack, selbst für Frühstück bleibt keine Zeit. Der Mann ist auf und treibt die Missi ein wenig an, die muss nämlich heute bei ihm mitfahren. Da sie so frühe Zeiten aber nicht gewohnt ist, bleibt ihm noch Zeit für ein schnelles Müsli.


7.20 Uhr: Wir verlassen das Haus. Mann und Missi Richtung Schule, ich stöpsle das Auto aus und nehme die entgegengesetzte Richtung. Alle drei/vier Jahre werde ich zu einem ganz besonders attraktiven Kontrolltermin gebeten, heute ist es mal wieder soweit: Blasenspiegelung *hmpf* Und das alles ohne Frühstück und bei diesem Wetter, top Wochenstart! Arbeite mich immer weiter den Hunsrück hinauf, bis ich mitten in den Wolken lande. Aber immerhin mit Sitzheizung und kurzweiligem Podcast.

8 Uhr: Auf die Minute pünktlich. Stelle aber schnell fest, dass ich mir das hätte sparen können, denn in der Praxis ist „Montag nach einer Woche Fortbildung“-Ausnahmezustand. Normalerweise muss ich hier selten mal warten, aber heute ist es ein großes Glück, dass ich mein Buch dabei habe.

9 Uhr: Gesetzt und vorbereitet. Bunte Bilder vom Inneren der Blase sind wirklich hochinteressant und die Untersuchung an sich auch überhaupt nicht schlimm. Vergesse ich immer. Kann aber auch einfach sein, dass ich maximal abgehärtet bin. Im Anschluss gibt es noch einen angeregten, wie immer sehr erhellenden Plausch mit der besten Urologin der Welt und ich bin entlassen.

9.45 Uhr: Scheixxe, JETZT tut es weh, und wie. Hatte ich wohl auch verdrängt. Ich cancle alle geplanten Stopps auf dem erweiterten Heimweg und nehme die kürzeste aller möglichen Routen. Harte Sehnsucht nach Sessel und Wärmflasche. Aber siehe da, schon zehn Minuten später ist alles viel, viel besser und ich halte doch wenigstens noch irgendwo, um Kontoauszüge zu ziehen und Brot zu kaufen.

10.30 Uhr: Wieder zuhause. Treffe noch kurz die Große, die gerade auf dem Weg in die Uni ist. Diese Woche noch, dann ist Klausurenphase. Ich schmiere mir ein Brot, koche eine Kanne Tee und verziehe mich in meinen Sessel, wo ich mich intensiv selbst bemitleide (dabei ist es echt schon wieder fast gut!), ein paar mails und Bilder bearbeite und nebenbei schon mal ein bisschen vom Dschungel-Finale nachschaue. (Hätte ich im Nachhinein auch einfach gestern gucken können, aber wer konnte das ahnen ;)


11.45 Uhr: Raffe mich nur sehr, sehr widerwillig auf, noch etwas zu tun. Irgendwas hat mit komplett den Stecker gezogen. Vermutlich einfach die Kombination aus Kein-Frühstück, wahnsinnig anstrengender letzter Woche inklusive Wochenende und dem Termin heute morgen. Bereite Mittagessen vor und entscheide mich spontan für Mehlklöße, damit kann ich nicht nur die Missi, sondern auch mich selbst sehr froh machen. Für mich auch noch mit einem Pfännchen gebratenem Gemüse dazu. Dann noch ein halbes Stündchen an den Schreibtisch und schon ist es…

13 Uhr: Bin auf dem Weg zur Schule und bringe unterwegs noch den Biomüll zur Wertstoffinsel. Die Missi ist ganz zufrieden mit ihrem Schultag, der Englischtest war gut, es gab eine Freistunde und die Hausordnung mussten sie auch nur beinahe abschreiben ;) (Sie waren nach der Freistunde wohl nicht schnell genug draußen in der Pause und es gibt da diese eine Lehrerin, die ihnen seit geraumer Zeit dahingehend Absicht unterstellt. Aus leidvoller Erfahrung kann ich aber sagen: Nein, die sind einfach von Natur aus so trödelig.) Wir essen zu Mittag, danach gibt es einen Powernap fürs Kind (Mittagsschlaf findet sie auch im 17. Jahr immer noch ganz fantastisch!) und eine zweite Runde Sessel für mich.

15.30 Uhr: Ich habe noch einen Tee getrunken, den Dschungel leergeschaut, gelesen und danach drei/vier Sachen zum Erledigen am iPad gefunden. Egal, alles gut, solange ich einen Grund gefunden habe, nicht aufstehen zu müssen. Jetzt gelingt es mir aber leidlich. Bin immer noch komplett platt.
Die Missi lernt, morgen steht dann Französisch an, und liebäugelt mit einem Motivationspudding.

16.30 Uhr: Habe Pudding gekocht, Betten gemacht, die Spülmaschine ausgeräumt, mit dem Mann telefoniert, das Allernötigste aufgeräumt und über ein paar neuralgische Oberflächen gewischt. Alles andere muss (und wird!) einfach warten bis morgen. Für heute ist Feierabend. Morgen dann wieder mit neuem Elan. Bestimmt ;)

17.30 Uhr: Wohne wieder im Sessel, habe hier getippt und da getippt und weiter versucht, eine App zu finden, in der man möglichst einfach möglichst schnörkellose Collagen genau nach meinen Vorstellungen erstellen kann und das am besten kostenlos. Das beschäftigt mich schon seit Wochen und ich bin inzwischen komplett desillusioniert. So auch wieder jetzt. Der Mann schreibt, dass er sicher erst gegen acht zuhause ist. Der war vergangene Woche zum Skifahren und muss sich sputen, das Firmenpuzzle, dass ich ihm hinterlassen habe, wieder sinnvoll zusammenzusetzen, bevor er am Freitag schon wieder loszieht, diesmal mit der Missi :)

19.15 Uhr: Ok, kaum skippt man alleTo-Do‘s, läufts wieder. Naja, nicht wirklich, aber immerhin habe ich noch anderthalb Stunden Buchhaltung gemacht und die Kontoauszüge von heute früh eingepflegt. Das geht mit Ordner und Tablet auf dem Schoß auch ganz wunderbar im Sessel. Homeoffice ftw! Die Missi telefoniert seit Ewigkeiten mit Freundinnen und kommt jetzt runter, weil sie Online-Bezahlhilfe braucht. Sie hat was bei Kleinanzeigen entdeckt, auch schon runtergehandelt, aber jetzt scheitert es am Zahlen. Wir richten ihr Klarna ein und schon fluppts;) Wo sie schon mal da ist, kümmern wir uns auch ums Abendessen. Wir haben noch diverse Reste, die kommen jetzt weg und für den Mann halten wir ein Pfännchen auf dem Herd warm.

20.15 Uhr: Der Mann ist zuhause. Pünktlich zum Dschungel-Reclap. Da könnte ich jetzt durchaus drauf verzichten, aber er findet es immer toll, wenn Beef in der Luft liegt. Ich persönlich schäme mich da ja sehr schnell fremd, aber, das muss hier ja auch mal aufgeschrieben werden, der Mann ist eh viel trash-affiner als ich. Bei mir können absolut nur die Klassiker Dschungel und GNTM verfangen, der Mann schaut durchaus auch solche Schrecklichkeiten wie Big Brother oder Sommerhaus der Stars. Bloß bei diesen ganzen Kuppelformaten, da ist sogar er raus. Soviel Realitätsflucht ist dann doch ZU viel, sogar in Zeiten wie diesen ;)

21.30 Uhr: Kapituliere. Den Rest muss der Mann mir morgen erzählen. Für mich heißt es jetzt „Mit Buch ins Bett, gute Nacht!“

21. Januar 2024

Strickstrumpfzeit!

 Diese Strümpfe hier hatte ich auf dem Weg in den Sommerurlaub begonnen, im Herbst dann lange weggelegt, weil ich eine zeitlang schmerzbedingt erst gar nicht mehr und dann nur sehr dosiert stricken konnte - und dann ziemlich zügig die noch fehlenden anderthalb Strümpfe beendet, weil ich die Farbkombi so schön fand und sie unbedingt endlich TRAGEN wollte ;)


Die Wolle habe ich aus einem Strickset, es sind die Freundin-Socken Nr. 45 und die Wolle kann ich auch sehr empfehlen, ganz im Gegensatz zu dem Strickkit, das ich ausdrücklich nicht empfehlen möchte, da waren nämlich zwar diverse Hefte mit dabei, aber leider nicht das mit der Anleitung. Die musste ich mir dann auf dubiosen Wegen nochmal separat besorgen und ehrlich - es wäre auch einfach ganz ohne gegangen ;)


Gestrickt aus Superba Premium, Schaft und Fuß in Mouliné beige/weiß und Ferse und Spitze in Puder. Das war im Übrigen auch der Grund, warum ich mir überhaupt diese Strümpfe rausgesucht hatte: Ich wollte mich mal an einem Farbwechsel versuchen. Der war dann wider Erwarten gar nicht schwer, ob ich es allerdings auch richtig gemacht habe, da bin ich mir immer noch nicht so sicher ;) Das Ergebnis mag ich aber jedenfalls sehr!

Die Anleitung jedoch… Tjanun. Ich mag das Rippenmuster, sehr sogar, und auch den Kontrast mit der glatt rechts gestrickten Ferse und Spitze, das ist für mich einfach DER klassische Strumpf-Look. Die Spitze ist mir aber zu spitz (sieht man jetzt hier so aufgezogen auf dem Strumpfbrett nicht) und für die Ferse habe ich direkt auf eine andere Anleitung zurückgegriffen, die ich aber auch nur so mittel finde im Ergebnis. Angezogen alles kein Problem, geht aber definitiv noch besser :)