27. Januar 2025

Zwischen den Jahren

 Wie immer waren wir zwischen Weihnachten und Neujahr ein paar Tage in den Bergen. Ganz anders wie immer ging es diesmal aber mal nicht nach Bayern, sondern nach Österreich - denn die Kinder hatten beide Zeit, mitzukommen und wollten gerne Skifahren. Und zwar bitte viel.


Was das Wetter und den Schnee betrifft, hatten wir totales Glück. Alle Tage Sonnenschein von früh bis spät. Nach so viel grauem Dezember war allein das eine wahre Wohltat. Während die Familie also Skifahren war, habe ich stundenlang auf der Terrasse unserer Ferienwohnung in der Sonne gesessen, gelesen und die Aussicht genossen.


Nachmittags waren wir dann meist noch in wechselnder Besetzung unterwegs, zum Spazieren oder Schlittenfahren, pardon: Rodeln - etwas, wofür man im Zillertal wirklich super gute Bedingungen findet. Wenigstens das, sagt die Inzwischen-Nicht-Skifahrerin der Familie, denn in solch reinen Skigebieten ist für Exoten wie mich sonst traditionell wenig geboten. (Zumindest wenn man kein Interesse an Partys oder Erlebnisbädern hat. Aber ich erhole mich ja eh am besten beim Sitzen und Gucken, alles gut.) Ein paar kleine Wanderwege haben wir aber doch gefunden und ab und zu musste man sogar gar nicht todesmutig Skipisten kreuzen oder auf dem Po runterrutschen, um zu seinem Ziel zu kommen ;)


Silvester haben wir wie immer mit Pizza zuhause verbracht. Entspannt, aber eher nicht ruhig, denn unten im Tal wurde schon krass viel geböllert, auch den ganzen Tag über schon. Ein echter Kulturschock nach den vielen ruhigen Silvesterjahren in unserer bayrischen Ferienwohnung in der Böllerverbotszone. Nächstes Jahr kann die Große nicht mitkommen, übernächstes steht die Missi ein paar Tage vor ihrem Abi - mal schauen, ob es dann nicht doch wieder eher die unspektakuläre bayrische Provinz wird ;)
Für dieses Jahr war es aber genau richtig. Danke, Zillertal!

12. Januar 2025

12 von 12 { Jan 2025 }

Am 12. des Monats macht man zwölf aussagekräftige Bilder von seinem Tag - so funktioniert
 12 von 12. Wer dieses Spielchen allmonatlich gerne mitmacht, seht Ihr wie immer 


Sonntag. Alle sind schon wach, ich liege hier noch rum. So ein Bett ist im Winter schon nochmal deutlich verlockender als im Sommer. Gibt auch keinen Grund, aufzustehen. Der Mann und die Missi fahren jetzt ins Büro (Der Mann, weil er noch Inventurreste hat. Die Missi, weil es Siebzehnjährigen, zumal mit arxxteuren Hobbies, durchaus zuzumuten ist, auch mal selbst fürs Geld zu arbeiten. Und wenn man sonst nie Zeit hat, dann halt auch sonntags ;)


Den Vormittag verbringe ich weitestgehend auf der Couch. Mit Kaffee, Buch, der Bestellung des Wocheneinkaufs und dem damit verbundenen Wochenplan, mit notwendiger Buchhaltung und dann, wie hier, mit ein bisschen Contentplanung und Videoschnitt für den Instagramaccount des Reitvereins.

Mittach. Gestern gabs zum Fußball die am Dienstag ausgefallene Pizza und wir haben noch Reste :) Der Mann und die Missi sind inzwischen auch zurück. Letztere sehen wir aber nur kurz, die hat bis morgen noch 150 Seiten „Homo Faber“ vor sich. Möchte nicht tauschen.


Jeden Tag ein bisschen Badbaustelle. Heute, indem ich auf den Fliesen sitze und mit einer Rasierklinge letzten Silikonklecker wegkratze, während der Mann sich davor drückt, den Handtuchheizkörper hinter der Tür anzubringen. Er tut das, indem er meine Kleine Werkstatt vom Baustellenkram befreit. Ich werde ihn also keinesfalls stören ;)


Nachmittagsspaziergang. Bei uns ist der Schnee komplett verschwunden, aber nur ein paar Meter aufwärts ist es noch leidlich weiß.


Unser Ziel: Mal wieder der Stall einer alten Freundin, wo wir Pony und Esel versorgen. Keine Ahnung, warum das immer am 12. passiert. Damals waren wir jedenfalls zuletzt hier. Die beiden stehen total auf die rosa Leckerli, die ich immer in der Tasche habe, daher der treuherzige Blick.


Rückweg, mit einem Symbolbild zur Energiewende am Horizont. Französischer Atomstrom (rechts) meets deutsche Windenergie (links). Zumindest wird letztere nicht dafür sorgen, dass wir hier aus unserem schönen Tal mal Hals über Kopf werden flüchten müssen, weil in der alten französischen Schrottmühle dann doch irgendwas endgültig schiefgegangen ist. Schon allein deswegen sind mir die Windmühlen deutlich sympathischer. Manchmal ist es so einfach wie das.



Wieder zuhause. Ich gieße schnell noch ein paar Blumen draußen - sonntags kontrolliere ich immer, ob es mal wieder nötig wäre.



Und die Olive und der Oleander bekommen gleichzeitig eine Haube verpasst, denn die nächsten Nächte soll es etwas kälter werden. Nicht so kalt allerdings, dass ich noch eine Wärmflasche dazupacken müsste ;)


Der Mann hat sich derweil überwunden und doch noch die Heizung aufgehangen (er bohrt nicht gerne in die brandneuen Fliesen, wer kann es ihm verdenken…) Der erste Heizkörper im gesamten Haus! Die Missi wird es feiern, wenn sie mal wieder mit nassen Stallklamotten nach Hause kommt. Im Spiegel die Wand, die noch gestrichen werden muss, aber im Moment kann sich wirklich niemand dazu aufraffen. So lange bin ich einfach immer noch ganz verliebt in den neugestrichenen Spiegelrahmen.


Feierabend auf der Couch. Wir schauen die EM-Doku von gestern abend, da kam uns das Fußballspiel in die Quere, das da noch nicht ganz zu Ende war. Die Missi fehlt, die sitzt weiter in ihrem Date mit Max Frisch. Tjanun. In den Ferien hatte sie ja keine Zeit.


Ich bearbeite derweil noch die Bilder für dieses Posting und kann mir mal bitte jemand sagen, warum ich mein Wasserzeichen bei Lightroom seit einer Weile nur noch vertikal verschieben kann, aber nicht mehr horizontal?? Die Option ist ausgeblendet, aber ich habe nichts gemacht und finde auch nichts, wo ich das wieder aktivieren könnte. Das klebt jetzt immer zentriert da in der Mitte rum und passt in 99% der Fälle einfach gar nicht. Grrrrrrr. 

7. Januar 2025

Happy 50 to me!

 Fünfzig. 
Stelle fest, dass diese Zahl gar nichts mit mir macht. Das war aber bisher bei jedem runden Geburtstag so, da bleibe ich mir scheinbar treu. Fünfzig ist auch nur 18 bei Scrabble. Oder wie ich gestern der Lieblingsfreundin schrieb: Das ist viel zu surreal, um irgendwelche Gefühle dazu zu haben. Die Schere im Kopf zwischen tatsächlichem und gefühltem Alter wird einfach immer größer, that's it. Ich denke, solange man nicht den Fehler macht, zu lange an einem Alter festzuhalten, in dem man einfach nicht mehr stattfindet, ist alles fein.


Ich mag meine Geburtstage auf jeden Fall. Genießen! Weiß schließlich niemand, ob das nun der vielbesungene „Start in die zweite Lebenshälfte“ ist, oder doch eher schon das letzte Drittel… Also besser draufhalten. Heute Nachmittag gab es jedenfalls einen kleinen Schokokuchen und abends Pide mit der Familie (statt Pizza, denn dienstags hat der Lieblingsitaliener zu. Skandalös!) Meine Godi hat mir ein Kinderfoto von mir geschenkt, das ich noch nicht kannte, die Kinder ein gemeinsames DIY-Event (große Kinder haben ist toll!!) und der Mann das langersehnte Superfoto-iPhone, auf das ich eigentlich seit Monaten eisern spare. Es hat sich also auch geschenketechnisch definitiv gelohnt, die Geburtstagsfeierei noch nicht dranzugeben ;)

6. Januar 2025

Tagebuchbloggen { 5. Januar 2025 }

  "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"

Frau Brüllen fragt das an jedem fünften Tag des Monats und wer mag, schreibt fleißig mit.

Die übrigen #wmdedgt-Einträge findet Ihr wie immer hier.

8 Uhr irgendwas: Ich werde wach und finde den Mann auf der Couch. Am Wochenende kommt der immer sehr viele leichter aus dem Bett als unter der Woche ;) Ich lege mich dazu, die Decke ist schön angewärmt, und lasse mich mit einem halben Ohr von seinem Podcast berieseln. Draußen regnet es und es klebt eine beeindruckende Eisschicht auf dem Balkon, die aber, wenn man den Nachrichten aus der Stallgruppe glaubt, schon auftaut. Gut, gut.

9.30 Uhr: Der Mann hat zwischenzeitlich gefrühstückt, ich war noch zu faul. Jetzt raffe ich mich aber auf und werfe die letzte Maschine mit Skiwäsche an, während der Mann noch was im (mittlerweile wieder voll nutzbaren, aber immer noch nicht fertigen) Bad schraubt und dann in der Wanne verschwindet. Ich setze mich noch eine halbe Stunde an den Schreibtisch und kümmere mich um die Eintragung diverser Jahrestermine - Geburtstage, Ferien, Müllabfuhr, eventuelle Turniere, und vor allem schon geplante oder optionale Urlaube, denn die Große muss noch diese Woche ihren Jahresurlaub einreichen und da sie hauptsächlich rund ums Wochenende arbeitet, kollidiert das gerne mit jedwedem geplanten Ausflug, wo sie mit möchte. Danach auch Frühstück für mich. Währenddessen schaue ich mal nach einem Häuschen in Holland für ein Wochenende im Frühsommer, aber … holy shit. Die Preise waren zuletzt schon ein Alptraum, aber das hier toppt absolut alles. An die Côte d'Azur fliegen wäre billiger. Verkehrte Welt.

12 Uhr: Der Mann ist aus der Wanne (also schon was länger, hat aber noch weiter im Bad geräumt) und weckt jetzt offenbar doch mal die Missi („Ich BIN wach! Seit Stunden! Aber warum soll ich aufstehen, es regnet!“ Wohl wahr…) Ich liege entgegen aller meiner Pläne schon länger wieder auf der Couch und lese (Es regnet!) Immerhin habe ich aber auch schon eine Viertelstunde Schulterdehnen auf der Uhr und die Skijacken aufgehangen.

14 Uhr: Der Mann bringt die Missi zum Stall, das Eis ist weg und es ist pottenwarm draußen. Die armen Pferde, die stehen nicht auf solche krassen Wetterwechsel. Ich erledige immerhin mal ein bisschen… Erledigungskram am iPad.

14.30 Uhr: Der Mann ist zurück, aber leider auch nicht motiviert genug, mich aus meiner Lethargie zu reißen. Liegen wir jetzt halt zu zweit auf der Couch, was soll’s.

16.30 Uhr: Habe den Tag endgültig drangegeben. Soll wohl so. Ich werde nächste Woche 50, da wird man ja wohl mal ein bisschen kürzertreten dürfen ;) Die Weihnachtszeit ist diesmal auch einfach so durchgerauscht und gleich nach Weihnachten waren wir weg - dafür dann also heute nochmal ganz viel Gemütlichkeit und Christbaumlichter! Das Buch habe ich inzwischen fertig gelesen und fange gleich ein neues an. Keine Lust auf Zeitungen oder Nachrichten heute, lieber klassische Eskapismus-Romane. Immerhin der Mann hat noch ein Stündchen geräumt.


17.30 Essen wär mal eine gute Idee. Wir haben nach dem Urlaub noch ein paar Weihnachtsreste zu verbraten, das ist ja sehr passend jetzt. Also putze und koche ich Rosenkohl und Kartoffeln und der Mann brät uns dann damit eine ganz fantastische Steakpfanne. Und Eis haben wir auch noch gefunden :) Bleibt sogar noch was für die Missi übrig.

19 Uhr: Um heute dann überhaupt noch irgendwas getan zu haben, gehe ich halt mal ausgiebig duschen. In der neuen Dusche. Im neuen Bad. Es ist jedesmal ein Fest. Danach koche ich mir eine große Tasse Tee und Wasser für eine neue Wärmflasche und dann sitze ich pünktlich um

19.30 Uhr wieder auf der Couch, zum alljährlichen, traditionellen - und diesmal leicht verspäteten - Online-Weihnachtswichteln :) Wir sind ein paar Mädels, die sich mal in einem Internetforum kennengelernt haben - weil wir alle im Februar 2003 ein Kind erwarteten. Ist also schon ein paar Tage her. Und seither haben wir immer Kontakt gehalten, uns gegenseitig mit den Familien besucht und geurlaubt, als die Kinder noch klein waren - und eben auch jedes Jahr gewichtelt. Und genau das tun wir auch heute abend ausgiebig. Packen Päckchen aus, bringen uns auf den neuesten Stand (nächstes Mal werden wir eine Oma in unserer Runde haben und selbstverständlich wird auch das ein Februarkind, wäre ja wohl noch schöner!), zeigen Fotos und quatschten ausgiebig. Schriftlich. Wie schon immer halt ;) Der Mann schaut neben mir eine Serie, die Missi isst und irgendwann verschwinden beide im Bett.

23 Uhr: Wir verabschieden uns auch langsam Richtung Bett. Schön war’s! Für mich gibt’s jetzt aber nochmal eine Viertelstunde Yoga, denn stundenlang auf dem iPad tippend auf der Couch zu sitzen ist etwas, das ich eigentlich wirklich nicht tun sollte… Also nochmal ordentlich aufdehnen, Ibu auf die Schultern schmieren, Zähneputzen und dann mit Buch ins Bett. Noch drei Tage Ferien, hurra! (Bis gestern dachte ich allerdings, dass noch die ganze Woche schulfrei ist. Ich Närrin *hmpf*)

24. Dezember 2024

Frohe Weihnachten!

 Die Sonne weicht dem Licht der Sterne,
das zärtlich Stadt und Land erhellt.
Und hoffnungsvoll sind nah und ferne
die Menschen auf der ganzen Welt.

Ein Wunsch entsteigt dem Schein der Kerzen
die flackernd auf dem Christbaum glühn:
Es möge doch in alle Herzen 
die Sehnsucht nach dem Frieden ziehn.

Wenn Toleranz im Weltgefüge
statt Hass auf Erden überwiegt,
erst dann wächst endlich diese Liebe,
in der der Born des Friedens liegt.

Diesen Worten von Poldi Lembcke ist nichts hinzuzufügen und so wünsche ich Euch einen schönen Heiligabend, friedvolle Weihnachtstage und einen gemütlichen Start ins neue Jahr, was auch immer es bringen mag. Wir lesen uns im Januar :)

21. Dezember 2024

Großformatiges Basteln mit Holz

 Mal was ganz anderes für mich, hat aber großen Spaß gemacht :)


Bei der Missi am Stall gibt es eine große Reithalle mit einer Zuschauer-Empore, und beim vergangenen Herbstfest kam mir da oben beim Waffelbacken die Idee, dass sich ein großer Weihnachtsstern am Geländer in der düsteren Jahreszeit eigentlich wirklich gut machen würde. 


Der Vorschlag kam gut an, wurde zügig abgenickt und so fand ich mich kurz darauf im sortierenden Kampf mit recht raumgreifenden Latten in unserer Küche wieder - dem einzigen Ort im Haus, wo ich mich überhaupt entsprechend ausbreiten konnte. Direkt im Stall wollte ich es nicht machen, weil bei dem aktuellen Wetter die Halle eigentlich dauerbelegt ist und viele Pferde das nur so mittellustig finden, wenn da irgendwelche gruseligen Geister auf der Empore rumrumpeln ;)


Da mein Budget begrenzt war, habe ich fünf einfache Rechteckleisten aus Kiefernholz verwendet, zwei Zentimeter breit und zwei Meter lang. An die Enden der Leisten habe ich Löcher mit Senkung gebohrt, den Stern zusammengelegt und an den Spitzen mit versenkten Schrauben und Muttern verbunden. Zwei Enden ließ ich noch offen, so konnte ich den Stern wie einen Zollstock zusammenschieben - derart komprimiert passte er knapp ins Auto und ich musste mir immerhin nicht den großen Transporter aus der Firma organisieren.


Was in der Küche noch riesig wirkte, relativierte sich in der geräumigen Halle recht schnell, trotz einer Seitenlänge von fast 75 Zentimetern pro Zacke. Die Kreuzungen der Latten wurden zur Stabilisation noch mit Seil umkreuzt und dann die Lichterkette aus Draht um die Seiten gewickelt - definitiv der langwierigste Part der ganzen Bastelei. Den fertigen Stern habe ich mit Kabelbindern außen am Geländer befestigt, zusammen mit einer Tannengirlande auf der Brüstung…


… um dann sehr schnell festzustellen, dass die mühselig festgefrickelte Lichterkette eindeutig zu schwach auf der Brust war für die große Halle. Hmpf. Zum Glück ging sie dann auch quasi auf der Stelle kaputt und ich musste eh eine neue besorgen. Aber im Hellen sah es schon mal gut aus ;)


Für den zweiten Versuch besorgte ich eine Cluster-Lichterkette mit knapp elf Metern Länge, die ich zuhause schon mithilfe von Markern aus Maskingtape in zehn gleichlange Abschnitte unterteilte. Nachdem ich den Stern dann nochmal vom Geländer genommen hatte, verteilte ich die Abschnitte entsprechend auf dem Stern und befestigte sie diesmal mit Mini-Kabelbindern, das ging deutlich besser als die elende Wickelei. (Von der Drahtkette habe ich auch einfach Zuleitung und Stecker abgeschnitten, nochmal Abwickeln kam definitiv nicht infrage!) Der Rest war dann schon Routine - übers Geländer heben, mit Kabelbindern absturzsicher verschnüren, Timer programmieren, freuen :)


Insgesamt ein tolles Ergebnis bei wirklich überschaubarem Einsatz, Geld und Aufwand betreffend. Die Lichterkette mit Stecker, Timer und seriösem(!) CE-Kennzeichen hat im lokalen Baumarkt 25 Euro gekostet, das Holz 17,50 Euro, Schrauben und Kabelbinder hatten wir noch im Fundus. Und ich freue mich seither über jedes Foto, das ich auf Instagram entdecke, mit dem Stern im Hintergrund :)

13. Dezember 2024

Marzipan-Stollenkonfekt

 Der dritte Advent nah mit Riesenschritten und nichts  genieße ich jedes Jahr so sehr wie die vielen Leckereien, die es hier exklusiv in der Weihnachtszeit gibt. Dieses Wochenende ist das zum Beispiel Stollenkonfekt - perfektes Fingerfood für einen Advents- oder Weihnachts-Kaffeeklatsch!
Frisch schmecken diese kleinen Leckerchen definitiv am allerbesten oder spätestens am nächsten Tag. Denn dann sind sie fluffy und saftig. Später bekommen sie eher die typische Stollen-Konsistenz. Auch lecker, aber frisch eben noch leckerer ;) Und das Beste: Sie sind wirklich schnell gemacht:


Für den Teig 100 Gramm Butter mit 75 Gramm Zucker schaumig schlagen und anschließend 150 Gramm Quark unterrühren. 300 Gramm Mehl mit einem Teelöffel Zimt (oder alternativ Stollengewürz) sowie einem halben Päckchen Backpulver vermischen und unter die Quarkmischung rühren. Zum Schluss je 100 Gramm Rosinen und gehackte Mandeln unterkneten. (Orangeat und Zitronat gehen selbstverständlich auch (dann die beiden anderen Zugaben halbieren und damit auffüllen), aber sowas kommt mir nicht ins Haus, brrrr! Auch kann man die Rosinen durch getrocknete Cranberries oder Sauerkirschen ersetzen und die Mandeln durch gehackte Pistazien.) Etwa 100 Gramm Marzipanrohmasse in Würfel schneiden.

Aus dem Teig jeweils etwa walnussgroße Bällchen abnehmen, etwas plattdrücken und in die Mitte einen Marzipanwürfel legen. Diesen dann mit dem Teig zufalten, dabei entsteht fast von selbst die klassische Stollenform. Es ist aber auch kein Problem, wenn es einfach Kugeln werden ;)


Das Konfekt auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen und im vorgeheizten Backofen bei 175 Grad (Heißluft) etwa 10-15 Minuten backen, bis sich der Teig leicht bräunt.

Konfekt aus dem Ofen nehmen und noch warm rundherum mit 100 Gramm geschmolzener Butter bepinseln und in 150 Gramm gesiebtem Puderzucker wälzen. Auskühlen lassen oder gleich lauwarm servieren.

Guten Appetit :)