9. November 2010

Eine Notentasche...

... die wünscht sich meine Große schon lange!

Seit sie vier ist, geht sie zur Musikschule, damals wurde zu Noten und Glockenspiel gleich die klassische rote Rückentasche mitgeliefert.
Jetzt, mit bald acht und zwei Jahren Flötenerfahrung auf dem Buckel, ist die rote Tasche aber nicht mehr so cool ;-)
Und da sie sich in den letzten Monaten wirklich durchbeißen musste - neue Gruppe, viel höherer Anspruch und dazu jetzt auch noch Flötenstunden in der Schule ("Das ist viel schöner, die Lieder sind nämlich viel leichter!") - und das toll hinbekommen hat, habe ich gestern die Aufträge auf dem Tisch beiseite geschoben und ein bißchen gebastelt:



Das Ergebnis gefällt mir supergut, aber ich schwöre, hätte ich sie gestern abend nicht um jeden Preis fertig gemacht, wäre sie vermutlich in die Ecke geflogen und nie mehr angefasst worden *g*



Grundlage war mein dicker Stapel Seesäcke, der schon seit Monaten hier herumliegt. Für jemanden wie mich, der Stoffe liebt, die schon was erlebt haben, ist das wirklich die perfekte Taschengrundlage. Warum ich sie bisher nicht angeschnitten habe, weiß ich wirklich nicht - vielleicht hatte ich Sorge, dass die Diva das feste Material nicht mag? Sie hat sich aber wacker geschlagen und sogar vier Lagen dieses Canvas ohne Murren vernäht...

(Lustigerweise hat übrigens zeitgleich auch die elbmarie ihren Seesackberg ausgegraben - und schaut mal, was sie Wunderbares daraus gezaubert hat *hach*)



Den Ring, der beim Zuschnitt im Weg war, habe ich einfach gelassen, wo er war...



... find ich cool :-)


Kombiniert habe ich das ganze mit wunderbar groben Graziela-Herzen in pink und der kleinen Noten-Matilde.
Hier habe ich zum ersten Mal dickeres Baumwoll-Stickgarn (Brildor CO30) verwendet und bin ganz begeistert vom Ergebnis. Das Kleid in Falten zu legen, war ein Experiment mit Sprühzeitkleber, ganz viel Nervenverlust und ungewissem Ausgang, aber ich mag es.



Die Klappe ist außen und ganz tief angesetzt, so dass die Missi gute Übersicht über den Inhalt hat (sie neigt da zu latenter Schlunzigkeit ;-).



Drinnen haben diverse Noten Platz und Flöte, Putzer und die zwei Stifte haben jeweils ihr eigenes Fach. (Ich denke, als nächstes ist dann mal das Flötenetui fällig ;-)



Dass die Klappe so gestückelt ist, war übrigens keinesfalls Absicht, sie war nach dem Pimpen und Zusammennähen schlicht und ergreifend zu kurz *arghl* Ich stand also vor der Wahl, den Taschenkörper nochmal komplett aufzutrennen und das Klettband an der Vorderseite zu versetzen oder aber die Klappe zu verlängern. Letzteres erschien mir dann unaufwändiger.
Aber ok, das ist relativ....


Ich habe die Klappe dann oben mit Schrägband verschlossen und mit Zaubergarn durch die Spitze hindurch auf ein einfaches, bißchen verziertes Stück Canvas genäht, das am Rand ebenfalls mit Schrägband versäubert ist.
Klingt einfach, war aber eine zeitraubende Angelegenheit ;-)



Unten habe ich die Seesack-Besätze drangelassen, dadurch ist der Boden fest genug, dass die Tasche, obwohl sehr schmal, sogar stehen kann.



Verschlossen wird sie mit rosa Klett (das passte so schön auf den Besatz, deswegen wollte ich das da wirklich nicht wegsetzen).



Die Träger haben mir lange Kopfzerbrechen bereitet - ein wirklich passender Stoff wollte sich nicht finden, eine Schnalle zum Regulieren der Länge hatte ich auch keine mehr da und meine Taschengurte waren alle zu breit, das sah so doof aus...
Nun ist auch der Träger ein Bundeswehr-Recycling, der hing schon so fertig an einer Tasche dran - und regulierbar ist er auch :-)

Jetzt bin ich froh und glücklich, und sollte das große Kind es heute mittag beim Anblick dieser Tasche nicht auch sein, dann werde ICH halt noch ein Instrument lernen *droh*

Aber vorher rufen die sträflich vernachlässigten Aufträge - ich bin dann mal weg ;-)

8. November 2010

Torheiten *grmpf*



Gibt es die noch, oder hat B.utlers inzwischen komplett auf die karierte Variante umgestellt?
Ich liebe meine Pünktchentassen doch so sehr und ausgerechnet in rosa hab ich nur eine.
Hatte ich :(

Und wenn ich schon beim Beichten von Torheiten bin, kann ich auch gleich berichten, dass ich seit unserer Holland-Tour unter der Woche jeden Morgen um viertel nach fünf aufstehe - einfach nur, weil ich nicht die leiseste Idee habe, wie man den blöden Kaffeeröster-Wecker wieder umprogrammiert *argh* Der hat bloß EINE Taste für solche Aktionen, und wie ich auch rumdrücke, er macht nicht das, was ich will. Das Ändern der Weckzeit vor dem Urlaub war somit wohl ein Zufallstreffer... Vorteil: man bekommt unglaublich viel gemacht in den eineinhalb Stunden, bis das große Kind auf der Matte steht. Nachteil: ich muss jetzt regelmäßig und massiv beim mittäglichen Vorlesen gegen das Einschlafen ankämpfen ("Mami? Nich slafen, weiterlesen!") und so wirklich wach bin ich nach dem Aufstehen auch nicht - siehe oben.

Ich koch dann mal Kaffee - heute wird ein Taschentag *vorfreude*
Euch allen einen schönen, scherbenfreien Start in die Woche!

6. November 2010

Stoffmarkt Saarlouis

Bei usseligem Regenwetter, kurz vor Toresschluss....



... eine OFFENBARUNG :-)
Wer hätte das gedacht?

Am Kurzwarenstand war ich die einzige(!) Kundin und habe mich sicher eine Viertelstunde lang mit der älteren holländischen Dame hinterm Tresen unterhalten, die jedesmal dabei ist und immer sehr sympathisch rüberkam. Ebenso nette Gespräche ergaben sich mit diversen Stoffhändlern, die im übrigen übereinstimmend der Meinung waren, man solle immer gegen Abend kommen, wenn man in Ruhe stöbern möchte ("In Trier trinken wir um die Zeit meist schön einen Kaffee!") *g*

Auch dem Schweden haben wir noch einen langen Besuch abgestattet - im mittlerweile zehn Jahre alten Fluchtenhaus stehen einige grundlegende Renovierungen an und da mussten wir uns ein wenig inspirieren lassen ;-)
Etwas mitgenommen haben wir aber wider Erwarten auch - einen dramatisch reduzierten, olivgrünen Kuschelteppisch aus der Fundgrube, der ab morgen das leicht abgetretene und farblich nicht mehr passende rote Modell in der Küche ablösen wird *vorfreude*

 
Jetzt kann die Kälte kommen....

5. November 2010

Erst die Arbeit....

... (heute in Form von einem Stapel Pixi-Rumschlepper unterschiedlichster Farbe und Größe) ...



... dann das Vergnügen:
Erst endlich mal wieder ein neues Design gezaubert...



... und dann vier neue Zettelverwalter für den Laden in der großen Stadt, die schon ganz lange auf's Zusammennähen warten mussten:



A6-Format, innen ganz klassisch mit Block, Stiftefach und reichlich Platz für Zettelchen ;-)

 

So, und jetzt müsste ich eigentlich in den Garten, den das wäre sicher die letzte Gelegenheit, ohne Jacke und Handschuhe Äste zu schneiden. Leider, leider wird es aber ja gleich schon wieder dunkel.
Also vielleicht doch eher ein Stückchen Kuchen? *grübel*

3. November 2010

Fauler Mittwoch...

 Das kleine Kind ist fidel und ausgesprochen guter Dinge (die fehlenden Drama-Gene! Außerdem hat sie in der Nacht trotz deftig Fieber hervorragend geschlafen, ganz im Gegensatz zu mir *gähn*) , hat aber trotzdem nicht zu leugnende Halsschmerzen und immer noch leichtes Fieber - das war's dann wohl mit meinen Arbeitsvormittagen für den Rest der Woche, denn kränkelnde Kinder bleiben hier zuhause, komme was wolle ;-)

Deswegen gibt es heute mal was aus der Produktionsretorte, habe ich ganz vergessen zu zeigen:
Ein großer Taschenkalender für eine liebe Freundin im hohen Norden, die dieser Tage Geburtstag hatte...


... aus zwei wunderschönen Amy Butler-Stoffen, kombiniert mit grauen Pünktchen innen.



Und dann noch ein Revival meiner "Tschilp"-Tasche....



... diesmal allerdings mit Druckknopf und diversen Innentaschen.

 
Eine echte Herausforderung, bei den vielen Falten!


Liebe Susanne, ich hoffe, sie ist jetzt so, wie Du sie Dir vorgestellt hast!

Und dann war ich eben schon kräftig in der Nachbarschaft shoppen: neben etlichen Metern Pünktchen in diversen Farben sind bei Bianca ganz unbeabsichtigt auch noch Webbänder und zwei Pimp-Taschen in mein Auto gehüpft - jetzt könnte ich mir den Stoffmarkt am Wochenende beinahe sparen.
Aber leider nur beinahe ;-)

2. November 2010

Ich schreibe wie....

Franz Kafka


Öh? Nicht wirklich, hoffe ich.
Denn das sollte mir zu denken geben, Kafka und ich waren schon in der Schule keine engen Freunde. Lesen als Selbsterfahrung, ach nee... Wahrscheinlich bin ich doch eher die niveaulose Trivial-Tussi *g*
Wenn Ihr auch mal testen wollt - hier entlang bitte :-)

Ich schiebe jetzt mal ausnahmsweise eine kleine Abend-Nährunde ein, das Kleinchen ist zwar quietschfidel, aber leicht fiebrig ins Bett gegangen und bleibt damit morgen mal zuhause. Ich denke, das wird meine Arbeitszeit stark einkürzen ;-)

1. November 2010

Kleine Feuchttuch-Tasche für unterwegs {Tutorial}

Heute bekommt Ihr wie versprochen ein easy-peasy Tutorial zum Feiertag - oder zum Trost, falls bei Euch kein Feiertag ist ;-)

Frau Fluchten ist eine bekennende Feuchtie-Mitschlepperin - und vielleicht bin ich ja nicht die einzige?
Solltet Ihr Euch ebenfalls angesprochen fühlen, gibt es hier jedenfalls ein blitzschnelle Verpackung für Euch, die sich natürlich auch für anderen Kleinkram eignet ("für Unterwegs-Müll", war der Beitrag der Großen ;-) :



Die Größe ist abgestimmt auf die hellblaue Lieblingsdrogisten-Packung, lässt sich aber auch an jede andere flache Kleinpackung wie folgt anpassen:
Länge = einmal parallel zur kurzen Seite ganz rundherum messen, plus 1,5 cm = hier 25 cm.
Breite = einmal von links nach rechts messen, plus 1,5 cm = hier 17 cm.
Die 1,5 cm ergeben rundherum ein halbes Füßchen Nahtzugabe.


Ihr benötigt also ein Stück Wachstuch, hier 17 x 25 cm groß, sowie einen Reißverschluss - idelaerweise teilbar und etwa 20 cm lang.
Solltet Ihr, so wie ich, kein solches Exemplar im Haus haben, tut es auch ein ganz normaler, der dann aber besser 25 cm lang sein sollte, sonst wird es etwas frickelig zu verarbeiten.



Ein Teil des Reißverschlusses rechts auf rechts an die schmale Kante nähen.



Auf der anderen Seite ebenso verfahren.


Die Reißverschlusskante auf beiden Seiten nach innen klappen und knappkantig absteppen.
Das Teflonfüßchen tut hier gute Dienste, wenn es ohne zu sehr klebt, kann man auch ein Stück Seidenpapier zwischen Wachstuch und Füßchen legen.



Wer mag, kann an dieser Stelle jetzt noch ein Tragebändchen (30 bis 35 cm lang), ein Label oder einen Einnäher einlegen. Genau auf den Reißverschluss, auf der rechten Wachstuchseite, nach innen zeigend.



Den Reißverschluss mindestens zur Hälfte offen lassen, mittig positionieren (Wachstuch liegt rechts auf rechts)...



... und die beiden Seitennähte schließen, dabei den Einleger mitfassen.
Je nach Länge der Trageschlaufe darauf achten, dass man sie auf der gegenüberliegenden Seite nicht aus Versehen ebenfalls mitfasst.


Jetzt noch die überstehenden Enden des Reißverschlusses einkürzen, die Ecken abschrägen, durch die Reißverschluss-Öffnung wenden, die Ecken schön ausformen (man könnte sie auch minimal abnähen, aber das ist bei diesen flachen Päckchen eigentlich wirklich nicht nötig) und....



... fertig :-)
Ging blitzschnell, oder?



Viel Spass beim Nachnähen!

Ich werde diese Anleitung in meine Tutorial-Rubrik packen, da könnt Ihr sie jederzeit wiederfinden...
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