7. Januar 2025

Happy 50 to me!

 Fünfzig. 
Stelle fest, dass diese Zahl gar nichts mit mir macht. Das war aber bisher bei jedem runden Geburtstag so, da bleibe ich mir scheinbar treu. Fünfzig ist auch nur 18 bei Scrabble. Oder wie ich gestern der Lieblingsfreundin schrieb: Das ist viel zu surreal, um irgendwelche Gefühle dazu zu haben. Die Schere im Kopf zwischen tatsächlichem und gefühltem Alter wird einfach immer größer, that's it. Ich denke, solange man nicht den Fehler macht, zu lange an einem Alter festzuhalten, in dem man einfach nicht mehr stattfindet, ist alles fein.


Ich mag meine Geburtstage auf jeden Fall. Genießen! Weiß schließlich niemand, ob das nun der vielbesungene „Start in die zweite Lebenshälfte“ ist, oder doch eher schon das letzte Drittel… Also besser draufhalten. Heute Nachmittag gab es jedenfalls einen kleinen Schokokuchen und abends Pide mit der Familie (statt Pizza, denn dienstags hat der Lieblingsitaliener zu. Skandalös!) Meine Godi hat mir ein Kinderfoto von mir geschenkt, das ich noch nicht kannte, die Kinder ein gemeinsames DIY-Event (große Kinder haben ist toll!!) und der Mann das langersehnte Superfoto-iPhone, auf das ich eigentlich seit Monaten eisern spare. Es hat sich also auch geschenketechnisch definitiv gelohnt, die Geburtstagsfeierei noch nicht dranzugeben ;)

6. Januar 2025

Tagebuchbloggen { 5. Januar 2025 }

  "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"

Frau Brüllen fragt das an jedem fünften Tag des Monats und wer mag, schreibt fleißig mit.

Die übrigen #wmdedgt-Einträge findet Ihr wie immer hier.

8 Uhr irgendwas: Ich werde wach und finde den Mann auf der Couch. Am Wochenende kommt der immer sehr viele leichter aus dem Bett als unter der Woche ;) Ich lege mich dazu, die Decke ist schön angewärmt, und lasse mich mit einem halben Ohr von seinem Podcast berieseln. Draußen regnet es und es klebt eine beeindruckende Eisschicht auf dem Balkon, die aber, wenn man den Nachrichten aus der Stallgruppe glaubt, schon auftaut. Gut, gut.

9.30 Uhr: Der Mann hat zwischenzeitlich gefrühstückt, ich war noch zu faul. Jetzt raffe ich mich aber auf und werfe die letzte Maschine mit Skiwäsche an, während der Mann noch was im (mittlerweile wieder voll nutzbaren, aber immer noch nicht fertigen) Bad schraubt und dann in der Wanne verschwindet. Ich setze mich noch eine halbe Stunde an den Schreibtisch und kümmere mich um die Eintragung diverser Jahrestermine - Geburtstage, Ferien, Müllabfuhr, eventuelle Turniere, und vor allem schon geplante oder optionale Urlaube, denn die Große muss noch diese Woche ihren Jahresurlaub einreichen und da sie hauptsächlich rund ums Wochenende arbeitet, kollidiert das gerne mit jedwedem geplanten Ausflug, wo sie mit möchte. Danach auch Frühstück für mich. Währenddessen schaue ich mal nach einem Häuschen in Holland für ein Wochenende im Frühsommer, aber … holy shit. Die Preise waren zuletzt schon ein Alptraum, aber das hier toppt absolut alles. An die Côte d'Azur fliegen wäre billiger. Verkehrte Welt.

12 Uhr: Der Mann ist aus der Wanne (also schon was länger, hat aber noch weiter im Bad geräumt) und weckt jetzt offenbar doch mal die Missi („Ich BIN wach! Seit Stunden! Aber warum soll ich aufstehen, es regnet!“ Wohl wahr…) Ich liege entgegen aller meiner Pläne schon länger wieder auf der Couch und lese (Es regnet!) Immerhin habe ich aber auch schon eine Viertelstunde Schulterdehnen auf der Uhr und die Skijacken aufgehangen.

14 Uhr: Der Mann bringt die Missi zum Stall, das Eis ist weg und es ist pottenwarm draußen. Die armen Pferde, die stehen nicht auf solche krassen Wetterwechsel. Ich erledige immerhin mal ein bisschen… Erledigungskram am iPad.

14.30 Uhr: Der Mann ist zurück, aber leider auch nicht motiviert genug, mich aus meiner Lethargie zu reißen. Liegen wir jetzt halt zu zweit auf der Couch, was soll’s.

16.30 Uhr: Habe den Tag endgültig drangegeben. Soll wohl so. Ich werde nächste Woche 50, da wird man ja wohl mal ein bisschen kürzertreten dürfen ;) Die Weihnachtszeit ist diesmal auch einfach so durchgerauscht und gleich nach Weihnachten waren wir weg - dafür dann also heute nochmal ganz viel Gemütlichkeit und Christbaumlichter! Das Buch habe ich inzwischen fertig gelesen und fange gleich ein neues an. Keine Lust auf Zeitungen oder Nachrichten heute, lieber klassische Eskapismus-Romane. Immerhin der Mann hat noch ein Stündchen geräumt.


17.30 Essen wär mal eine gute Idee. Wir haben nach dem Urlaub noch ein paar Weihnachtsreste zu verbraten, das ist ja sehr passend jetzt. Also putze und koche ich Rosenkohl und Kartoffeln und der Mann brät uns dann damit eine ganz fantastische Steakpfanne. Und Eis haben wir auch noch gefunden :) Bleibt sogar noch was für die Missi übrig.

19 Uhr: Um heute dann überhaupt noch irgendwas getan zu haben, gehe ich halt mal ausgiebig duschen. In der neuen Dusche. Im neuen Bad. Es ist jedesmal ein Fest. Danach koche ich mir eine große Tasse Tee und Wasser für eine neue Wärmflasche und dann sitze ich pünktlich um

19.30 Uhr wieder auf der Couch, zum alljährlichen, traditionellen - und diesmal leicht verspäteten - Online-Weihnachtswichteln :) Wir sind ein paar Mädels, die sich mal in einem Internetforum kennengelernt haben - weil wir alle im Februar 2003 ein Kind erwarteten. Ist also schon ein paar Tage her. Und seither haben wir immer Kontakt gehalten, uns gegenseitig mit den Familien besucht und geurlaubt, als die Kinder noch klein waren - und eben auch jedes Jahr gewichtelt. Und genau das tun wir auch heute abend ausgiebig. Packen Päckchen aus, bringen uns auf den neuesten Stand (nächstes Mal werden wir eine Oma in unserer Runde haben und selbstverständlich wird auch das ein Februarkind, wäre ja wohl noch schöner!), zeigen Fotos und quatschten ausgiebig. Schriftlich. Wie schon immer halt ;) Der Mann schaut neben mir eine Serie, die Missi isst und irgendwann verschwinden beide im Bett.

23 Uhr: Wir verabschieden uns auch langsam Richtung Bett. Schön war’s! Für mich gibt’s jetzt aber nochmal eine Viertelstunde Yoga, denn stundenlang auf dem iPad tippend auf der Couch zu sitzen ist etwas, das ich eigentlich wirklich nicht tun sollte… Also nochmal ordentlich aufdehnen, Ibu auf die Schultern schmieren, Zähneputzen und dann mit Buch ins Bett. Noch drei Tage Ferien, hurra! (Bis gestern dachte ich allerdings, dass noch die ganze Woche schulfrei ist. Ich Närrin *hmpf*)

24. Dezember 2024

Frohe Weihnachten!

 Die Sonne weicht dem Licht der Sterne,
das zärtlich Stadt und Land erhellt.
Und hoffnungsvoll sind nah und ferne
die Menschen auf der ganzen Welt.

Ein Wunsch entsteigt dem Schein der Kerzen
die flackernd auf dem Christbaum glühn:
Es möge doch in alle Herzen 
die Sehnsucht nach dem Frieden ziehn.

Wenn Toleranz im Weltgefüge
statt Hass auf Erden überwiegt,
erst dann wächst endlich diese Liebe,
in der der Born des Friedens liegt.

Diesen Worten von Poldi Lembcke ist nichts hinzuzufügen und so wünsche ich Euch einen schönen Heiligabend, friedvolle Weihnachtstage und einen gemütlichen Start ins neue Jahr, was auch immer es bringen mag. Wir lesen uns im Januar :)

21. Dezember 2024

Großformatiges Basteln mit Holz

 Mal was ganz anderes für mich, hat aber großen Spaß gemacht :)


Bei der Missi am Stall gibt es eine große Reithalle mit einer Zuschauer-Empore, und beim vergangenen Herbstfest kam mir da oben beim Waffelbacken die Idee, dass sich ein großer Weihnachtsstern am Geländer in der düsteren Jahreszeit eigentlich wirklich gut machen würde. 


Der Vorschlag kam gut an, wurde zügig abgenickt und so fand ich mich kurz darauf im sortierenden Kampf mit recht raumgreifenden Latten in unserer Küche wieder - dem einzigen Ort im Haus, wo ich mich überhaupt entsprechend ausbreiten konnte. Direkt im Stall wollte ich es nicht machen, weil bei dem aktuellen Wetter die Halle eigentlich dauerbelegt ist und viele Pferde das nur so mittellustig finden, wenn da irgendwelche gruseligen Geister auf der Empore rumrumpeln ;)


Da mein Budget begrenzt war, habe ich fünf einfache Rechteckleisten aus Kiefernholz verwendet, zwei Zentimeter breit und zwei Meter lang. An die Enden der Leisten habe ich Löcher mit Senkung gebohrt, den Stern zusammengelegt und an den Spitzen mit versenkten Schrauben und Muttern verbunden. Zwei Enden ließ ich noch offen, so konnte ich den Stern wie einen Zollstock zusammenschieben - derart komprimiert passte er knapp ins Auto und ich musste mir immerhin nicht den großen Transporter aus der Firma organisieren.


Was in der Küche noch riesig wirkte, relativierte sich in der geräumigen Halle recht schnell, trotz einer Seitenlänge von fast 75 Zentimetern pro Zacke. Die Kreuzungen der Latten wurden zur Stabilisation noch mit Seil umkreuzt und dann die Lichterkette aus Draht um die Seiten gewickelt - definitiv der langwierigste Part der ganzen Bastelei. Den fertigen Stern habe ich mit Kabelbindern außen am Geländer befestigt, zusammen mit einer Tannengirlande auf der Brüstung…


… um dann sehr schnell festzustellen, dass die mühselig festgefrickelte Lichterkette eindeutig zu schwach auf der Brust war für die große Halle. Hmpf. Zum Glück ging sie dann auch quasi auf der Stelle kaputt und ich musste eh eine neue besorgen. Aber im Hellen sah es schon mal gut aus ;)


Für den zweiten Versuch besorgte ich eine Cluster-Lichterkette mit knapp elf Metern Länge, die ich zuhause schon mithilfe von Markern aus Maskingtape in zehn gleichlange Abschnitte unterteilte. Nachdem ich den Stern dann nochmal vom Geländer genommen hatte, verteilte ich die Abschnitte entsprechend auf dem Stern und befestigte sie diesmal mit Mini-Kabelbindern, das ging deutlich besser als die elende Wickelei. (Von der Drahtkette habe ich auch einfach Zuleitung und Stecker abgeschnitten, nochmal Abwickeln kam definitiv nicht infrage!) Der Rest war dann schon Routine - übers Geländer heben, mit Kabelbindern absturzsicher verschnüren, Timer programmieren, freuen :)


Insgesamt ein tolles Ergebnis bei wirklich überschaubarem Einsatz, Geld und Aufwand betreffend. Die Lichterkette mit Stecker, Timer und seriösem(!) CE-Kennzeichen hat im lokalen Baumarkt 25 Euro gekostet, das Holz 17,50 Euro, Schrauben und Kabelbinder hatten wir noch im Fundus. Und ich freue mich seither über jedes Foto, das ich auf Instagram entdecke, mit dem Stern im Hintergrund :)

13. Dezember 2024

Marzipan-Stollenkonfekt

 Der dritte Advent nah mit Riesenschritten und nichts  genieße ich jedes Jahr so sehr wie die vielen Leckereien, die es hier exklusiv in der Weihnachtszeit gibt. Dieses Wochenende ist das zum Beispiel Stollenkonfekt - perfektes Fingerfood für einen Advents- oder Weihnachts-Kaffeeklatsch!
Frisch schmecken diese kleinen Leckerchen definitiv am allerbesten oder spätestens am nächsten Tag. Denn dann sind sie fluffy und saftig. Später bekommen sie eher die typische Stollen-Konsistenz. Auch lecker, aber frisch eben noch leckerer ;) Und das Beste: Sie sind wirklich schnell gemacht:


Für den Teig 100 Gramm Butter mit 75 Gramm Zucker schaumig schlagen und anschließend 150 Gramm Quark unterrühren. 300 Gramm Mehl mit einem Teelöffel Zimt (oder alternativ Stollengewürz) sowie einem halben Päckchen Backpulver vermischen und unter die Quarkmischung rühren. Zum Schluss je 100 Gramm Rosinen und gehackte Mandeln unterkneten. (Orangeat und Zitronat gehen selbstverständlich auch (dann die beiden anderen Zugaben halbieren und damit auffüllen), aber sowas kommt mir nicht ins Haus, brrrr! Auch kann man die Rosinen durch getrocknete Cranberries oder Sauerkirschen ersetzen und die Mandeln durch gehackte Pistazien.) Etwa 100 Gramm Marzipanrohmasse in Würfel schneiden.

Aus dem Teig jeweils etwa walnussgroße Bällchen abnehmen, etwas plattdrücken und in die Mitte einen Marzipanwürfel legen. Diesen dann mit dem Teig zufalten, dabei entsteht fast von selbst die klassische Stollenform. Es ist aber auch kein Problem, wenn es einfach Kugeln werden ;)


Das Konfekt auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen und im vorgeheizten Backofen bei 175 Grad (Heißluft) etwa 10-15 Minuten backen, bis sich der Teig leicht bräunt.

Konfekt aus dem Ofen nehmen und noch warm rundherum mit 100 Gramm geschmolzener Butter bepinseln und in 150 Gramm gesiebtem Puderzucker wälzen. Auskühlen lassen oder gleich lauwarm servieren.

Guten Appetit :)

30. November 2024

Last Minute-Adventskalender

 This time of the year! 

Die einzigen paar ruhigen Minuten heute morgen (Baustelle!!) habe ich dazu genutzt, schnell noch zwei Mitgebsel-Adventskalender fertig zu machen. Und schnell ist dabei absolut wörtlich gemeint, denn am längsten hat am Ende gedauert, die Blister zurück in die Folie zu friemeln ;)


Das war ein klassisches UWYH-Projekt, denn das einzige, was ich dafür neu gekauft habe, waren die Toffifees. Das ist eine Sondergröße mit 2x24 Stück, die es um diese Zeit aber fast überall zu kaufen gibt. (Ich habe sie bei Rewe gefunden.) Die Zahlen habe ich mit weißer Schokoschrift geschrieben, und damit auch alle anderen Motive und die Streusel festgeklebt. Funktioniert super, es braucht definitiv keinen Lebensmittelkleber. Und man muss die Süßigkeiten dafür auch gar nicht anfassen, geschweige denn aus der Packung nehmen - wenn man es nicht gerade an den eigenen Mann oder die Kinder verschenkt, finde ich das durchaus hilfreich ;)

Ich habe sie nach dem Trocknen wie gesagt einfach zurück in die ursprüngliche Folie geschoben und dann in Seidenpapier gewickelt - ich bin sicher, das reicht für die nächsten 24 Tage, anders werden sie im Original ja auch nicht aufbewahrt…

Und jetzt werden sie schleunigst verschenkt, just in time sozusagen!

14. November 2024

Weihnachtswerkstatt ist eröffnet!

Oder auch: Weihnachtsteller mal anders, sprich: 
Ohne Plätzchen ;)


Es ist ja doppelt schwierig in diesem Jahr mit der Weihnachtswerkstatt. Zum einen habe ich immer noch wahnsinnige Probleme mit den Schultern (ja, Plural inzwischen…) und bin seit Monaten ausreichend mit Schmerzreduktionsversuchen bzw. -aushalten beschäftigt, und zum anderen ist die Kleine Werkstatt ja immer noch Baustellenaußenposten, in dem es sich wirklich nicht gemütlich arbeiten lässt. Ich kann mir also nur zwischendurch immer wieder kleine Arbeiten suchen, die nicht zu lange dauern, keinen Platz beanspruchen und für die man idealerweise auch nicht die Arme benutzen muss. Lustig.


Ein bisschen Kerzen tätowieren und Formen gießen ist da zum Beispiel ideal und so habe ich schon mal drei bis fünf weiße Kerzensets fertig gemacht, bevor in der letzten Weihnachtswoche die Zeit wieder knapp wird. Zumal ich gerade bei allem langsam wie eine Schnecke bin. Nervt. Aber bitte, ist ja kein Wunschkonzert, dieses Leben. Diese klitzekleinen Projekte machen mich zumindest glauben, dass ich noch nicht komplett unnütz geworden bin. Als nächstes werde ich es mal mit Sternenfalten versuchen, das erscheint mir auch machbar ;)