Das vergangene, sehr lange Wochenende haben wir mal wieder genutzt, ein wenig kreuz und quer
durch Deutschland zu reisen.
Mai und Juni sind und bleiben einfach unsere primären Kurztrip-Monate ;-)
Diesmal haben wir das Land quasi einmal komplett vom äußersten Westen in den äußersten Osten durchquert.
Unser erstes Ziel war Dresden, wo wir ein wunderbares, altes Hotel am Stadtrand bezogen, vor dessen Tür
gleich eine Straßenbahnstation lag. Also ließen wir das Auto unter den Bäumen stehen
und uns durch die Stadt chauffieren.
Stundenlang bummelten wir durch die sommerlichen Straßen, schauten uns die klassischen Sehenswürdigkeiten an,
die Gassen, den Elbstrand und linsten auch in ein paar Hinterhöfe.
In Dresden war ich zuletzt Anfang der Neunzigerjahre - damals war die Frauenkirche nicht viel mehr als ein schwarzer Steinhaufen. Später arbeitete ich bei einer Bank, die den Wiederaufbau finanziell unterstützte und eng begleitete. Seither fühle ich mich dieser Kirche und seiner Geschichte sehr verbunden und es war schon lange ein Herzenswunsch, sie endlich mal in alter Pracht sehen zu dürfen. Und ja, ich fand es wirklich überwältigend, es gibt keinen anderen Ausdruck dafür.
Ich habe mein Herz an diese Kirche verloren ♥
Ansonsten haben wir mehrfach lecker gegessen, die
Gläserne Manufaktur von Volkswagen besichtigt
und dann noch einen ausgedehnten Vormittag im wunderbaren
Erich-Kästner-Micromuseum verbracht - zu einer Zeit, als wir eigentlich schon längst wieder auf der Piste sein wollten ;-)
Aber man muss eben Prioritäten setzen!
Das Kleinchen ist im Himmel!
Dass wir später aus Dresden wegkamen, fand aber auch niemand tragisch, glaube ich - denn das Wetter war eigentlich viel zu schön für unser nächstes Ziel. Und so verbrachten wir wirklich nur einen Abend und eine Nacht im
Tropical Islands - für mich, die noch nicht mal unter Zwang einen Centerpark oder ähnliches betreten würde, war das auch wirklich mehr als ausreichend, mag ich doch weder urlaubende Menschenmassen noch schwüle Hitze *g*
Aber wir hatten es den Kindern versprochen - der Gatte war mit der Großen schon mal auf dem Weg nach Berlin dort und seither wollte das Kleinchen das unbedingt auch mal erleben.
Nun hatten wir Glück, denn abends und nachts war nicht so viel los und das Wetter war deutlich warm genug für den (wirklich netten) Außenbereich - aber mir hat es als Eindruck wirklich gelangt.
Zum Runterkommen sind wir anschließend in den Spreewald gefahren.
Dort war ich genauso lange nicht mehr wie in Dresden, aber es war noch genauso zauberhaft,
wie ich es in Erinnerung hatte.
Und die Große ist jetzt spreewaldgurkensüchtig ;-)
Völlig ungeplant legten wir dann auch noch einen Zwischenstopp in Leipzig ein, gerade lang genug, um durch die Stadt zu bummeln und das Kneipenviertel zu finden.
Am Rande des Thüringer Waldes schlugen wir dann unser Nachtlager auf und am nächsten Morgen ging es weiter nach Weimar. Dort war ich unmittelbar nach der Wende mal, mit einem Sonderzug. Trier und Weimar waren Partnerstädte im geteilten Deutschland und gleich nach der Wende konnte man mit diesen Sonderzügen die Partnerstädte erkunden. Wir wurden damals von einem unglaublich netten Pärchen den ganzen Tag im Trabi durch die Straßen kutschiert, selbstgekochten Borschtsch inklusive und die Stadt hat wirklich einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.
Ich habe mich so gefreut, mal wieder dort zu sein!
Es gibt ja solche Orte, wo man sich sofort wohlfühlt - Dresden und Weimar gehören für mich eindeutig dazu....
Auf dem Heimweg gönnten wir uns dann noch einen Abstecher zur Wartburg, auch ein Ziel, das schon ewig
auf meiner Bucket List stand. Dabei sind wir schon so oft daran vorbeigefahren!
Ein ganz tolles Wochenende war das, nicht zuletzt auch wegen des traumhaften Wetters, auf das man ja
kaum zu hoffen wagte in diesem Jahr ;-)