19. September 2014

♥ Sieben! ♥

Sieben Jahre alt ist das Kleinchen gestern geworden!
Was hat sie darauf gewartet...
Und festgestellt: als Schulkind muss man ganz schön früh aufstehen, wenn man morgens noch ein wenig feiern möchte ;-)


Normalerweise feiern wir am Tag selbst ja immer mit Familie und Freunden und schieben den Kindergeburtstag irgendwann nach, aber mit Rücksicht auf unsere mittelschwere Hausbaustelle haben wir in diesem Jahr beschlossen, gleich mit den Kindern zu feiern - und zwar außerhalb der eigenen vier Wände.


Da keiner von uns, das Kleinchen eingeschlossen, ein großer Fan von Indoorspielhöllenhallen ist, haben wir uns anderweitig umgeschaut.


Das Kleinchen wollte draußen feiern, wichtig war uns aber, dass der Ort im Notfall auch schlechtwettertauglich sein würde. Im September weiß man ja nie, auch wenn das Kleinchen an seinem Ehrentag eigentlich meistens Wetterglück hat.


Unsere Wahl fiel ziemlich schnell auf das benachbarte Freilichtmuseum - kurze Wege, traumhaft schöne Lage und ein breitgefächertes Angebot für Kinder im Internet lockten und außerdem waren wir schon oft dort und mögen es alle sehr....


Wir trafen uns am Eingang und wanderten erstmal ein Stück durch die Felder in das alte Hunsrückdorf, wo nicht nur ein ganzer Stall Hühner, sondern auch eine unglaublich nette Dame auf uns wartete.


Das Kleinchen hatte sich das Murmelprojekt ausgesucht, in dem die Kinder wie früher Klicker aus Ton drehen lernten - und auch, was man dann damit anfing ;-)


Die Bande war mit Feuereifer dabei, 
der einsame Rekordhalter schaffte sensationelle 42 Stück und wollte gar nicht mehr aufhören!


Im Anschluss wurden die Murmeln dann noch mit geriebener Kreide eingefärbt.....


.... bei strahlendem Sonnenschein und immer schön mit den Hühnern zwischen den Beinen wirklich ein Riesenspass - auch für den Gatten für mich, die wir einfach ganz enspannt dabei sitzen und uns amüsieren konnten :-)


Essen hatten wir natürlich auch mitgebracht - Fingerfood für alle!
Zum Beispiel zweierlei Minigugl - Vanille von ZuckerImSalz und Schoko von Cuisiner Bien. Beide gibt es hier häufiger und kommen immer gut an. Allerdings nehme ich jeweils die doppelte Menge, weil meine Minigugl-Form nicht Pralinen- sondern doch eher Muffingröße hat ;-)


Oder Schoko-Salzbrezeln, ein absoluter Renner momentan bei meinen Kindern, 
ich muss ständig neue machen ;-)


Was Gesundes durfte natürlich auch nicht fehlen und tatsächlich waren die Gemüse-Käse-Tulpen als erstes weg. Ich denke, die werden zukünftig auch öfter mal in die Pausenbrotbox wandern.


Ach, und Mini-Schokokuss-Indianer gab es noch!
Insgesamt muss ich festhalten, dass man auch so einen Kindergeburtstag ziemlich plastikreduziert wuppen kann -  und zwar ohne Abstriche! Mit Servietten und Fingerfood, mit etwas offenen Augen bei der Auswahl des Essens und eventuell der Bereitschaft, mit Glasflaschen und -dosen vielleicht ein bißchen mehr zu schleppen ;-) Von den unsäglichen Tütchen für die Gastgeschenkchen ganz zu schweigen, aber darüber werde ich nächste Woche noch was schreiben....


Frisch gestärkt erlebten die Kinder dann im Rahmen einen kleinen Führung am eigenen Leib, wie das Schülerleben früher war. Für die mehrheitlich gerade eingeschulten i-Dötzchen ein echtes Erlebnis!
Alleine das steife Sitzen und Schweigen, vom Rest ganz zu schweigen.
Holz mitbringen zum Heizen? Tafeln, die man später auswischte und nicht mal eben was Nachlesen konnte? Schläge?? Fassungsloses Schweigen....


.... das sich allerdings in hysterischem Kreischen entlud, als gebadet wurde.
Draußen! Und alle nacheinander im selben Wasser!! 


Und auch alle im selben Bett ;-)
ICH kenne das ja alles noch zu gut aus den Erzählungen meiner Großeltern, aber für die Kinder waren das Geschichten aus einer anderen Welt.
"Wie in Bullerbü!", sagte das Kleinchen.
Ja, nur in echt.


Danach wanderten wir wieder Richtung Ausgang, 
wo die Party auf dem Spielplatz langsam ausklang.


Insgesamt war es ein toller und unglaublich entspannter Geburtstagsnachmittag, den ich wärmstens weiterempfehlen kann, wenn Ihr hier in der Gegend wohnt.


Das Freilichtmuseum Roscheider Hof ist wirklich das Pfund des kleinen Städtchens und es wuchert in 
meinen Augen viel zu wenig damit....
Wenn Ihr mal in die Trierer Ecke kommt: Hingehbefehl, ganz klar! :-)


Und ich?
Ich hätte ja gerne einmal freie Auswahl dort - 
da würden diverse Schätzchen ein neues Zuhause finden ♥

18. September 2014

Ein Malkittel für die Schule { Upcycling DIY }

In den letzten Wochen hatten wir, neben dem klitzekleinen Handwerkerchaos im Haus, ganz schön viel vorzubereiten für die Schule. Die Große macht das schon alles weitestgehend alleine, aber beim Kleinchen gab es stapelweise Bücher, Hefte und Stifte zu beschriften, eine lange Liste abzuarbeiten, den Turnbeutel zu bestücken (und zu nähen!) und schlussendlich auch noch einen Malkittel zu besorgen :-)


Wie schon vor fünf Jahren bei der Großen musste ein altes Hemd dafür herhalten, denn was es so an synthetischen oder gleich ganz aus Plastik gefertigten Malkitteln zu kaufen gibt, das finde ich ja ganz gruselig....

Außerdem ist so ein gemütlicher Malkittel die Sache von einer halben Stunde, 
schneller habe ich auch keinen eingekauft ;-)


Als erstes trennt man den Kragen ab, einfach immer schön knapp unterhalb der Nahtlinie, und versieht die nun offene Kante mit einem Baumwoll- oder Jersey-Schrägband.


Dann vermisst man die Unterarme des Kindes und näht zwei entsprechende Ärmelbündchen aus Jersey, wobei die Länge der Bündchen davon abhängt, wie weit die Ärmel des Hemdes am Arm hinabreichen.
Unsere waren auch ohne Bündchen eigentlich schon fast lang genug, aber dann hätten die Ärmel später sicher immer in der Farbe gehangen ;-)


Von den Ärmeln schneidet man den Saum ab und kräuselt die Enden auf etwas mehr als die Bündchenweite ein. Ich mache das mit der Overlockmaschine, indem ich Differential und Stichlänge jeweils um einen Zahlenwert erhöhe (bei mir von 1 auf 2 bzw. von 3 auf 4) und gleichzeitig die Spannung der Nadelfäden deutlich heraufstelle - je höher, desto kräuseliger!


Die Bündchen werden jetzt rechts auf rechts an den Ärmel gesteckt, etwas gedehnt angenäht und fertig ist der atmungsaktive und plastikfreie Malkittel :-))


Mit der Leiste nach hinten getragen schützt er zuverlässig, ist haltbar (die Große hat ihren immer noch und man kann daran die Projekte der letzten Jahre wunderbar nachvollziehen *g*) und man kann ihn natürlich auch noch ganz nach Geschmack aufhübschen.
(Und ja, das Kleinchen trägt da tatsächlich ein Nachthemd drunter, wir hatten ja schließlich Ferien, als wir die Bilder gemacht haben ;-)


Wobei ich mich mit Tüdelkram auf dem Kittel wirklich zurückgehalten habe, 
bunt wird er noch ganz von alleine!

16. September 2014

Große Ereignisse.... { one pin a week }

Das Kleinchen wird diese Woche unfassbare sieben Jahre alt.
Und aufgrund der besonderen Baustellensituation im Haus auf der einen und dem unkalkulierbaren Wetter auf der anderen Seite wird in diesem Jahr ausnahmsweise mal der Kindergeburstag taggleich gefeiert.
Normalerweise rücken hier traditionell an diesem Tag erst mal Familie und Nachbarn an, aber ich wüsste im Moment beim besten Willen nicht, wo ich die hinsetzen sollte ;-)


Kindergeburtstag also, und das ist definitiv eines der Themen, wo man sich bei Pinterest die tollsten 
Inspirationen holen kann!


Deswegen bin ich heute auch gleich bei der ersten Runde von Julias tollem Projekt "One Pin a Week" dabei, das dazu motivieren soll, die ganzen tollen Ideen endlich auch mal umzusetzen.
Wenigstens eine pro Woche ;-)


Diese Woche werden es hier wohl gleich ein paar mehr, denn ich habe nicht nur ein eigenes Kindergeburtstags-Board, auf dem ich das ganze Jahr über Inspirationen sammle, sondern lege, wenn mal wieder eine Party naht, für das jeweilige Kind sogar nochmal ein eigenes Board an, in das ich die konkreten Ideen für die das anstehende Event packe.
Diese Boards sind dann allerdings für andere unsichtbare Pinnwände, denn auch meine Große ist schon eine begeisterte Pinnerin und mal will ja nicht immer gleich alle Ideen offenlegen *g*


Die Idee für die Geburstagseinladung habe ich hier bei Tip Junkie entdeckt.
Wichtige Kriterien waren: "muss schnell gehen" (ich) und "muss hübsch aussehen" (das Kleinchen).
Beides war hier erfüllt, und, noch wichtiger: ich hatte alle Zutaten da bis auf die kleinen Tortenspitzen. Und wo die dann herkamen, hatte ich ja schon bei 12 von 12 geklärt ;-)


Ich habe gedruckt und geschnitten, das Kleinchen hat geschrieben und alle zusammen haben 
wir gewickelt und versiegelt......


.... und fertig waren die herbstlich spätsommerlich angehauchten Einladungskarten, bei denen wir besonders toll fanden, dass man auf den ersten Blick sehen konnten, von wem sie kamen und für wen sie bestimmt waren. 
Der Rest blieb erstmal ein Geheimnis, bis es ans Auspacken ging ;-)


Erstmalig (und vermutlich auch einmalig) outgesourced, der Kindergeburtstag (Baustelle und so....)
 - ich bin gespannt!

Julia sammelt übrigens ab sofort drüben im Lillesol & Pelle-Blog jeden Dienstag bis Donnerstag die Pinterest-Umsetz-Ergebnisse - egal ob erfolgreich oder nicht ;-) 

15. September 2014

Unterwegs mit der Wohnbüchse ................................. { Kroatien, ach nee - doch Italien }

"No Passport, no Croatia!", Ihr erinnert Euch noch?
Ich hänge hier gerade ein bißchen mit der Urlaubsserie, es passiert schon wieder zu viel ;-)
Die Schulthemenwoche habe ich auch noch nicht abgeschlossen.
Aber gut, heute fahren wir erst noch mal Richtung Süden, wenigstens mental.....


Wir standen da also so auf der slowenisch-kroatischen Grenze und entschieden uns relativ schnell für eine Weiterreise Richtung Italien. Wir hätten zwar auch zurück nach Ljubljana fahren und uns bei der Botschaft um Ersatz bemühen können, aber da war die Italien-Alternative schon irgendwie verlockender *g*


Der Weg war nicht weit und so hatten wir schon am frühen Abend die Adriaküste erreicht.
Nun hatten wir ja aber Ferragosto-Woche und die Küste ist dort vollumfänglich mit Campingplätzen zugepflastert, die uns aber alle viel zu groß und sowieso alle belegt waren.
Da wir aber definitiv schon zu lange unterwegs waren, um auch noch Venedig zu umrunden, sind wir notgedrungen eine Nacht geblieben und haben in Bibione an einer Bordsteinkante im Hafen übernachtet....


Bibione war so unfassbar Sechzigerjahre, dass es fast schon wieder cool war.
Ja ok, es war wirklich hübsch, aber ich stehe bedauerlicherweise so gar nicht auf lange, volle Strände, und auch kein bißchen auf pipiwarmes Badewannenmeer - da setzt bei mir spontaner Fluchtreflex ein *g*


Die Nacht war allerdings hart - Bibione nachts am Hafen ist genau SO, als würde man mitten auf dem Ballermann schlafen, kein Witz. Die Restfamilie hat das null gestört, aber ich habe ungelogen keine Minute geschlafen, sondern stattdessen zweieinhalb Bücher gelesen und dabei aus dem Alkovenfenster heraus bei eiskalten Getränken umfassende Sozialstudien betrieben - deswegen kam mir der anschließende Strandtag dann doch sehr gelegen ;-)


Den haben wir allerdings in Caorle verbracht, da gab es nämlich einen der wirklich raren Stellplätze an der Küste. Mücken gab es dort allerdings nicht weniger als in Bibione, und die stören unsere Entspannung doch ganz erheblich, haben wir mal wieder festgestellt.
Wir sind aber auch empfindlich :-p


Jedenfalls haben wir schon am nächsten Tag beschlossen, dass zwei Tage Meer-Content diesmal wohl genug waren und wir lieber nochmal ein Stückchen weiterziehen wollten. 
Venedig haben wir dabei großzügig umrundet, was wirklich schwerfiel - aber wir wissen schon, dass wir im nächsten Sommer gleich zweimal dort hinkommen werden, deswegen haben wir es uns diesmal gespart. Schweren Herzens dann doch, aber stattdessen hatten wir ja in Verona übernachtet und das war wirklich ein angemessener Ersatz. 
Die Bilder habe ich ja schon hier gezeigt.


Ferragosto verbrachten wir dann am Gardasee, 
wo sogar noch ein wunderschönes Plätzchen gleich am Ufer auf uns wartete ♥


Der Gardasee erwies sich ja, wie ganz Norditalien, in diesem Sommer als nicht besonders wetterfest, aber wir durften einen absolut traumhaften Tag in Sirmione verbringen.




Mit Stadtbesichtigung.....




... und einer Radtour am Ufer entlang.




Ich habe ungelogen hunderte von Wolken-Bildern gemacht, abends mit Blick auf den See und diverse Feuerwerke gehäkelt, bis man wirklich die Hand vor Augen nicht mehr erkennen konnte....


.... und morgens mal wieder so gar keinen Grund zum Aufstehen gefunden *g*


Allerdings wollten wir ja noch weiter, und überhaupt war schon wieder Regen im Anmarsch und dem sind wir ja immer beharrlich davongefahren ;-)
Unterwegs hat uns allerdings eine bemerkenswerte Gewitterschauer erwischt, so dass wir in Malcesine, anders als geplant, nur mal kurz Halt machten, um Familie Hamburgissimo in die Arme zu schließen *freu*....


.... und sind dann gleich weitergezogen.
Und zwar ziemlich viel weiter, weil es am Nordufer auch nur marginal besser war.
Und merke: schönes Wetter findet man immer, man muss nur weit genug fahren ;-)


Aber der Gardasee hat sich definitiv in unser Herz geschlichen und ich rechne uns gute Chancen aus,
 dass wir uns im nächsten Jahr wiedersehen!
Ich freue mich drauf ♥