27. Mai 2015

Kleeblätter-Rucksack

Das Kleinchen nennt seit Neuestem ein "obercooles", weil völlig gepäckträgerloses Mountainbike sein eigen. Diese Anschaffung war dringend nötig - zwar ist das neue Rad nicht größer als das alte, aber die Übersetzung ist tausendmal besser und ein paar Gänge mehr hat es auch. Seither können wir in unserer hügeligen Gegend endlich wieder richtig weite Radtouren zu viert machen und auch sonst einige Wege per Rad erledigen.
Sehr angenehm.


Dem fehlenden Gepäckträger geschuldet musste allerdings ein neuer Rucksack her, 
denn der heißgeliebte Rudi ist nun endgültig zu klein geworden.....


Meine Wahl fiel auf den Kinderrucksack von Frau Scheiner
denn ich mag diese Überschlagklappen echt gerne.


Die Träger habe ich sicherheitshalber mal längenverstellbar und aufclipbar gemacht, auch wenn ich das Gefrickel mit dem Gurtband echt so überhaupt nicht leiden kann.... Außerdem habe ich festgestellt, dass die Angabe "3 cm" offenbar sehr dehnbar ist - nachdem sich auch der zweite Satz rote Schieber nicht über das Band bringen ließ (die einen zu breit, die anderen zu schmal, aber alles "3 cm" *grrrr*), habe ich halt schwarze genommen, die passten wenigstens :-p


Besonders mag ich die bunten Details auf der Rückseite und es fiel mir auch gar nicht schwer, 
die jetzt schon heißgeliebte Neuauflage des Graziela-Klees anzuschneiden - 
das Ergebnis war es wert ;-)


Das erste Probetragen am Wochenende verlief dann auch erfolgreich. Wir waren mit den Rädern sogar im Gelände - keinesfalls mit Absicht sondern nur, um einer nahenden Regenfront zu entkommen! - das Kleinchen ist nur ein einziges Mal gestürzt (beim Schieben, als es ganz steil runter ging) und dann auch frontal vorwärts in den Dreck und nicht auf den brandneuen Rucksack.
Sehr zuvorkommend *g*
Wir werden also hoffentlich noch ein bißchen länger Freude daran haben....

21. Mai 2015

Bedauerlicherweise nicht meins

... und deswegen auch kein RUMS heute für mich - 
aber immerhin bleibt es in der Familie ;-)


In der Grundschule meiner Großen hatten die Kinder auf ihren Stühlen "Wackelkissen" liegen, mit denen 
sie im Unterricht weniger hampeln sollten. Klappte wohl auch ;-)
Am Ende der Schulzeit bekam sie das Kissen mit nach Hause und seither lag es auf ihrem Schreibtischstuhl - 
bißchen siffig und nicht mehr wirklich hübsch anzuschauen, aber immer noch gerne genommen. 
Frühkindliche Konditionierung und so *g*



In den letzten Wochen haben wir dann aber im Zimmer der Großen ordentlich Möbel gerückt, und neue Farbe 
wartet auch noch auf ihren Einsatz. Im Zuge dessen rückte der Schreibtischstuhl deutlich mehr ins Blickfeld als bisher 
und es war klar, dass mit dem "Kissen" etwas passieren musste *g*
Ich habe also Wolle in den Farben bestellt, die sich so im Tochterzimmer finden und das Schätzchen
 gnadenlos umhäkelt!

Ohne Vorlage, einfach Kreise aus Stäbchen mit regelmäßigen Zunahmen, wobei ich versucht habe, die Regel 
"12 Maschen pro Runde zusätzlich" zu beherzigen, was aber nicht immer hinhaute - ich habe mehr als einmal 
eine Reihe nochmal aufgezogen, weil es sich ein bißchen wellte.
Da hilft wohl nur ausprobieren...


Nach Erreichen des Kissendurchmessers habe ich ohne Zunahmen weitergehäkelt, so bildet sich automatisch der Rand. 
Zum Schluss habe ich durch die letzte Reihe noch ein Gummi gezogen, damit der Bezug wirklich fest sitzt.
Gehäkelt habe ich mit My Boshi No. 1 .


So ist aus dem räudigen Gummikissen ein echter Hingucker geworden und keine Frage, dass das Kleinchen 
für sein Wackelkissen jetzt auch so einen Bezug möchte!
Dabei liegt ihres ja noch in der Schule - da sollte ich dann vielleicht lieber Paketkordel oder etwas ähnlich 
stapazierfähiges verwenden *g*

Und für die Große suchen wir jetzt noch einen schönen, shabby Hocker für ihre Spiegelkommode,
 denn ich habe noch ein wenig Wolle für einen zweiten Bezug übrig ;-)

19. Mai 2015

Mein Insta-Wochenende im hohen Norden

Eines unserer Ziele auf der Bucket List 2015 war ja, unsere spärliche freie Zeit wieder mehr zu nutzen, um möglichst viel rumzukommen.
Die Bilanz nach dem ersten Jahresdrittel zeigt, dass wir das im Moment richtig gut hinbekommen :-)

Der Gatte und ich sind ja beide selbständig - eine Tatsache, die wir grundsätzlich sehr schätzen und die sicher
unterm Strich mehr Vorteile als Nachteile hat.
Fakt ist allerdings auch, dass die Arbeit nie ein Ende hat (selbst und ständig halt, das heißt ja nicht ohne Grund so ;-)
und wir einfach nie wirklich frei haben, wenn wir zuhause sind.
Ein normaler Wochentag, an dem mein Mann zuhause bleibt und nicht in die Firma fährt?
Oder dass ich meine Aufträge einfach liegen lasse, wenn ich hier bin?
Undenkbar. 


Urlaubstage gibt es hier nur, wenn wir wirklich weg sind. Dazu kommt, dass richtig lange Urlaube einen Rattenschwanz 
an Vor- und Nachbereitung nach sich ziehen - zwei Wochen Urlaub bedeuten auch mindestens zwei Wochen 
Dauerstress vorher und hinterher, ganz abgesehen davon, dass Laptop und Handy immer mitreisen
 und ein Stündchen Arbeit pro Tag obligatorisch ist.
Das tun wir uns maximal einmal im Jahr an und selten länger als zehn Tage.
Die Auszeiten dazwischen holen wir uns dann über die Ausflugs-Wochenenden mit den Kindern.
Denn wer viel arbeitet, muss zwingend auch für Ausgleich sorgen *find*
Natürlich haben wir deshalb auch das lange Himmelfahrts-Wochenende nicht tatenlos verstreichen lassen und uns sogar 
ein Ziel in Deutschland ausgesucht, dass mit am weitesten entfernt liegt von unserem Zuhause:

Die Ostsee ♥

Da wir bekannterweise ja rastlose Urlauber sind, bedeutet das keinen Stress für uns - wir fahren alle vier gerne Auto 
und lieben das Rumkommen. Entspannung setzt da bereits im Moment des Losfahrens ein und nicht erst bei Ankunft. 
Der Weg ist das Ziel und so.....
Was das betrifft, könnte so eine Fahrt also eigentlich gar nicht weit genug sein *g*


Unser erster Halt war Hamburg. Wo wir schon mal dran vorbeikamen ;-)
Dort bummelten wir durch die Stadt und über die Landungsbrücken - Krabbenbrötchen inklusive. Zum Vorglühen quasi, denn direkt danach wiederholten wir unseren letztjährigen Besuch im Deli der Bullerei, weil es uns allen dort so gut gefallen hatte. Die Kinder himmeln vor allem immer die sensationellen Kuchen an und ich für meinen Teil hatte dort ganz unverhofft die definitiv beste Pasta meines Lebens. In Hamburg blühen übrigens noch die Tulpen, was ich sehr genossen habe! Hier sind die schon lange Geschichte.....


Den Nachmittag verbrachten wir in der Speicherstadt, fuhren endlich mal wieder U-Bahn und trafen uns abends 
noch spontan mit Familie Hamburgissimo im Schönen Leben. Auch dort waren wir schon im letzten Jahr 
und wollten unbedingt nochmal hin.
Viele Schiffe gab es auch hier schon zu sehen und als Dreingabe trafen wir am nächsten Tag in Kiel auch noch die krachneue, riesengroße "Mein Schiff 4", die, noch ungetauft, gerade auf die erste Testfahrt mit Passagieren ging. 
Es hat wirklich nicht viel gefehlt und wir hätten spontan eingeschifft, denn sie fuhr freitagsabends los und wäre sonntagmorgens wieder da gewesen - rechtzeitig zur Heimfahrt. Fand ich dann aber doch bißchen unheimlich, 
so ein Riesenpott zum ersten Mal unter Ernstfallbedingungen auf dem Meer...... *g*


Aber wir hatten ja auch andere schöne Pläne, vor allem das Kleinchen ;-) 
Unser Hotel mitten in der Holsteinischen Schweiz bot nämlich allen Kindern kostenlose Reitstunden an - etwas, was man dem Kleinchen nicht zweimal sagen muss... Morgens war sie die erste bei den Ponys und abends die letzte und sogar die Mahlzeiten wurden auf das allernötigste beschränkt.
Und glichen ihre Lieblingsschuhe anfangs noch den endlosen Rapsfeldern aufs Haar, hatte sich am Ende zumindest einer farblich und geruchlich absolut dem Lieblingspony angepasst *g*
Diese hügelige, wunderbare Gegend gleich hinter dem Meer kannte ich bis jetzt gar nicht und das war eine echte Bildungslücke! Soooo schön ist es dort und wir kommen sicher nochmal wieder und zwar länger. 
Schon alleine, damit wir noch ein paar Störche mehr entdecken können!


Aber natürlich waren wir auch am Meer. Einen Nachmittag verbrachten wir komplett an einem sehr beschaulichen Strandabschnitt an der Kieler Förde, wo es die leckersten Pommes gab, ganz viel Entspannung und freie Aussicht
auf die ein- und ausfahrenden Riesenfähren nach Skandinavien.
Und auch am frühen Sonntag machten wir nochmal einen schnellen Abstecher an den Strand, bevor wir hurtig die Autobahn enterten - denn mit der A1 am Ende des Himmelfahrts-Wochenendes haben wir in den letzten Jahren schon hinreichend Erfahrung gemacht :-p
Ein Mittagsstop in Bremen war aber noch drin und danach geleitete uns das Navi treulich an jedem noch so kleinen Stau vorbei, so dass wir zwar die emsländischen Landstraßen bis hart an die holländische Grenze kennenlernten und die A1 erst kurz vor Köln wiedersahen - aber immerhin kamen wir staulos zur geplanten Uhrzeit wieder zuhause an.
Mehr kann man an einem solchen Tag wirklich nicht erwarten....

Schön war es also, im "wahren Norden" - und ich habe mal wieder festgestellt, dass ich die Ostsee
 beinahe noch lieber mag als die Nordsee!
Allerdings ist letztere nicht mal halb so weit entfernt und das gibt dann doch oft den Ausschlag ;-)

12. Mai 2015

12 von 12 { Mai 2015 }

Am 12. des Monats macht man zwölf aussagekräftige Bilder von seinem Tag - so funktioniert 12 von 12.
Und wer dieses Spielchen allmonatlich mitmacht, seht Ihr wie immer hier bei Caro in der Liste :-)

Hier gibt es heute kurze und knackige 12er, denn ich muss gleich noch zum Elternabend im Gymnasium - Daumen, dass ich pünktlich zum Anpfiff wieder zuhause bin, werden gerne genommen..... Aber das muss eigentlich locker hinhauen, sonst wäre das der längste Elternabend ever.ever.ever. Und das will ja wohl kein Mensch ;-)


Allmorgendlicher Rundgang durch den Garten. Eisheilige fallen ja wohl aus, deswegen haben wir am Wochenende auch das letzte Gemüse in den Boden gebracht und harren jetzt der Dinge, die da kommen. Status bis jetzt: alles angegangen, noch nix von Schnecken angefressen.


Armschmuck des Tages angelegt. 
Gut, mir fehlt die Hoffnung - aber über den Punkt, bei drohendem Misserfolg einfach mal rasch den Verein zu wechseln, bin ich seit 30 Jahren hinaus.
Leider. Zum Glück.
#niemalsaufgeben #meinverein
Hoffen wir halt auf ein Wunder. Obwohl ich's ja echt nicht glaube. Die Jungs sind durch. Komplett.
Die müssten einfach mal drei Wochen am Stück schlafen!
Aber wenigstens ein Sieg, das wär schon schön.....


Danach habe ich endlich mal begonnen, die Ostereier abzuhängen.
Wird ja langsam peinlich hier!


Vormittagskaffee aus der neuesten Flohmarkttasse.
Man soll ja nicht einseitig werden bei der Wahl der Krönungs- und Hochzeitstassen *g*
Wer mir auf instagram folgt, weiß, dass ich davon noch ein paar mehr besitze....


Danach schnödes Putzen bis es .... äh..... zu warm dazu wurde.
Sagen wir mal so.


In der Kleinen Werkstatt war es noch bedeutend kühler, deswegen habe ich lieber noch ein bißchen genäht. Die Putzerei läuft erfahrungsgemäß ja nicht weg, vor allem nicht in den Kinderzimmern!


Schnelles Mittagessen geschnippelt.


Hausaufgaben mit dem Kleinchen, kuschelig auf meinem Schoß.


Feine Mittagspause auf dem Balkon.
An das Wetter könnte ich mich sofort und ohne Umstände wieder dauerhaft gewöhnen!


Die Große war den ganzen Nachmittag unterwegs. 
Das Kleinchen habe ich zum Turnen gebracht.....


... und bin in der Zeit ein bißchen spazieren gegangen.
Statt laufen. Bei schwülen 27 Grad muss das echt nicht sein.


Zuhause habe ich dem Kleinchen schnell noch neue "Fünf Freunde"-Geschichten auf den iPod geladen, auf dass ihr die heißgeliebten Hörspiele nicht ausgehen.....
Jetzt übergebe ich den Staffelstab an den Gatten und flieeeeeege zur Schule.

Euch allen noch einen schönen Abend!

10. Mai 2015

Spinat-Pesto, leeeeeeeecker

Im Moment finden wir jede Woche feinen, frischen Spinat in unserer Biokiste.
Da wir alle vier große Spinat-Fans sind, wird der schnell und auf vielfältige Weise verwertet - die zartesten Blätter behalte ich aber immer zurück, um ein schnelles Pesto zu machen. 
Ein Gläschen pro Woche ist zur absoluten Pflicht geworden ;-)


Ich mag das klassische Basilikumpesto gar nicht soooo gerne bzw. nur zu bestimmten Gerichten, deswegen ist das hier eine wunderbare und unglaublich schmackhafte Alternative, die ganz schnell zubereitet ist.

Einfach zwei Handvoll jungen Spinat waschen und evtl. dickere Stiele abknipsen.
Je eine Handvoll Parmesan (reiben) und Pinienkerne (optimalerweise in der Pfanne leicht angeröstet, wenn es ganz schnell gehen soll, klappt es auch ohne ;-) sowie eine kleingehackte Knoblauchzehe und etwas Pfeffer und Salz dazugeben. Zusammen mit einem Schuss gutem Olivenöl fein pürieren und ggf. noch etwas Öl dazugeben, falls die Konsistenz noch zu fest sein sollte.
Lecker schmeckt es auch, wenn man noch etwas Bruschetta-Gewürz unterrührt :-)


Das Pesto schmieren wir uns aufs Brot, essen es zu Gegrilltem, auf Pizza, im Salat und natürlich ganz klassisch zu Pasta. 
Aber auch für ein Pull Apart-Bread oder einen Pesto-Stern ist es die perfekte Basis.
Wenn man es nicht auf der Stelle aufisst, hält es sich in einem sauberen Schraubglas, mit Öl bedeckt, 
auf jeden Fall ein paar Tage im Kühlschrank....

Guten Appetit und einen schönen Sonntag Euch ♥

7. Mai 2015

Was lange währt..... { RUMS }

Manche Dinge sind so schnell erledigt - und man weiß oft schon vorher, dass es so ist, so dass
 man sich nur wundern kann, wenn es dann doch eine halbe Ewigkeit dauert,
bis man sie wirklich angeht. 


Mir ging es so mit meinem heißgeliebten Seitenschläferkissen, ohne dass ich vermutlich keine Nacht erholsam schlafen könnte. Dafür, dass es in meinem Bett so einen hohen Stellenwert hat, war es aber bisher sehr stiefmütterlich verpackt - in dem weißen, öden Unterbezug nämlich, in dem es schon beim Kauf steckte.....


Das lag sicher auch daran, dass unser ganzes Schlafzimmer lange Zeit ein ödes Dasein fristete, irgendwo zwischen Arbeitszimmer mit Bett und Dachbodenersatz, entspannt und guten Gewissens eigentlich nur bei Nacht zu betreten *g* Vor ein paar Wochen haben wir uns dann aber dort mal für ein Wochenende vergraben und aus der Kruschthöhle einen hellen, luftigen Schlafraum gezaubert. Bett, Schrank, Kommode - mehr gibts nicht mehr.
Ein Traum! Auch und besonders bei Tageslicht ;-)


Und im Zuge dessen musste jetzt endlich auch ein standesgemäßer Bezug fürs Riesenkissen herbei.
Dafür habe ich einen der kuscheligsten Vintage-Bettbezüge aus meinem Regal gezogen, den alten Bezug aufgelegt, ausgeschnitten, die zwei offenen Seiten wieder verschlossen und fertig war ich.
Zeitaufwand: eine Viertelstunde, maximal!
Die Knopfleiste vom alten Bettbezug konnte ich erhalten, so war auch gleich ein ordentlicher Verschluss mit dabei.
Vermutlich sollte ich mich jetzt sofort auch noch an einen Wechselbezug setzten, was?

Dieser hier jedenfalls wandert jetzt schnell rüber in den großen RUMS-Pool.
Übrigens gefiel mir das eine, lange Kissen beim Fototermin (jaja, die Fotos. Eine Schande, ich weiß. Meine Kamera spinnt, die muss dringend zur Reinigung....) so gut auf der Couch, dass ich für dort wohl auch noch ein oder zwei nähen muss!

5. Mai 2015

Tagebuchbloggen { 5. Mai 2015 }

So, heute endlich mal wieder "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?" - Frau Brüllen fragt das an jedem Fünften des Monats und heute wäre es eigentlich mit einem Dreiwortsatz beantwortet:
Putzen und Aufräumen :-p 
Aber vielleicht geht ja doch noch ein bißchen mehr.....
Die übrigen WMDEDGT?-Einträge findet Ihr wie immer hier.

5.40 Uhr: Mein Wecker klingelt. Glücklicherweise geht die Gleichung "Früh im Bett = Früh munter" auf und ich komme gut raus. Wobei, wenn es draußen schon hell ist und die "Vögel schreien" (O-Ton vom Gatten) habe ich da eigentlich eh selten Probleme....

6. 20 Uhr: Carokäffchen gekocht und Zeitung aus dem Kasten gefischt. Dabei festgestellt, dass es zwar latent vor sich hintröpfelt, aber trotzdem schon fast unangenehm warm draußen ist. Nach der halben Zeitung wecke ich die Große, nach der ganzen das Kleinchen. Beide sind ausgesprochen guter Dinge, was morgens keineswegs die Regel ist ;-) Und beide haben lustig geträumt. Das Kleinchen: "Die Kühe haben die ganze Nacht gemuht!" - "Welche Kühe denn? (Das kommt hier schon mal vor, allerdings höre ich nachts meistens nur Eulen oder Esel....) Ich habe nichts gehört." - "Na die, von denen Du mal erzählt hast! Die in den Bus steigen mussten!" Aaaaaahja, alles klar.
Kein Wunder, dass ich die nicht gehört habe *g*


6.50 Uhr: Ich rühre Müsli und schmiere Pausenbrote.
Die Große trudelt ein, überblickt nochmal ihr Schulzeug, sucht ihr Handy und arbeitet kopfschüttelnd die während des Abends und der Nacht verpassten Apps der Klassengruppe ab. Unfassbar, was da zusammenkommt. Brauchen die alle keinen Schlaf?? Hier schläft sogar das Handy :-P 

7 Uhr: Das Kleinchen kommt angeschlurft. Neuerdings klingelt in ihrem Zimmer um sieben der Wecker, das erspart mir viel Antreiberei am Morgen.... Kinder frühstücken, die Große verschwindet zum Bus, ich räume die Küche auf und begleite das Kleinchen dann engmaschig beim Zähneputzen/Haarekämmen/Schuheanziehen - sicher ist sicher. 
Sie trabt ab zu den Nachbarn, der Gatte zur Arbeit, Haus leer.....

7.40 Uhr: Draußen ist es immer noch klebrig und schwül, deswegen schenke ich mir die heutige Laufrunde, das ist einfach nicht mein Wetter. Stattdessen gibt es Indoorsport und danach eine Runde Dehnen, die mich echt an meine Grenzen bringt. Wenn man Jahre lang völlig ungedehnt vor sich hingelebt hat, ist das echt eine Herausforderung *g*

8.30 Uhr: Duschen, Anziehen und danach die obligatorische Aufräumrunde durchs Haus.
Das Zimmer der Großen haben wir am Wochenende umgeräumt, da muss jetzt dringend noch ein bißchen gestrichen werden. Farbe steht schon bereit, ich suche mir die Wasserwaage und klebe die betreffenden Flächen fertig ab. Damit ist die ätzendste Arbeit eigentlich erledigt ;-)

9.30 Uhr: Kleine Waschsession, die bitter nötig war - inklusive Auffalten, Bügeln und verräumen.
Im Anschluss gibt es ein zweites Frühstück für mich. Feines Körnerbrot mit Spinatpesto, Käffchen und Laptop. Ich kläre per mail ein paar Details für anstehende Aufträge und schreibe zwei Rechnungen. Ich fürchte fast, das muss es für heute vormittag gewesen sein.

11 Uhr: Ich knete einen Brotteig zusammen und da es draußen zwar warm, aber windig ist, wandert die Schüssel zum Gehen in den Ofen. Die Gärstufe des Neuen hat aber scheinbar Ansprüche, denn ich muss den Wassertank füllen, um das Programm überhaupt starten zu können *kopfkratz* Der alte konnte ganz ohne Wasser auf 40 Grad wärmen :-p Ich tue also wie mir geheißen und beobachte während des Kartoffelschälens skeptisch, wie die Scheibe von innen mehr und mehr anläuft....

12.15 Uhr: Kartoffeln gekocht, Eiersauce mit Spinatpesto zusammengerührt und nett mit einer Bekannten aus der alten Dorfkrabbelgruppe telefoniert, die ich wirklich ewig nicht mehr gesprochen habe. Sie hatte ein Stickmaschinenproblem - Nähen verbindet eben doch *g*
Schnell noch zwei Umschläge für die Post fertig gemacht, und schon steht das Kleinchen wieder in der Tür.


13 Uhr: Das Kleinchen und ich haben gegessen, sie hat von der Schule erzählt und macht jetzt Hausaufgaben, während ich mich wieder um den Brotteig kümmere. Trotz spooky Wasserdampf ist er fein aufgegangen und bekommt jetzt eine zweite Knetrunde, bevor ich ihn auf den Brotbackstein packe und nochmal ein bißchen gehen lasse.
Draußen stürmt es inzwischen wie bescheuert, warm ist es aber immer noch.
Kein Wunder, dass mein Kopf zunehmend vor sich hinschmerzt.....

14 Uhr: Inzwischen ist auch die Große zuhause, hat gegessen, von der Schule erzählt und sitzt an den Hausaufgaben. Das Kleinchen seinerseits ist damit durch und hat sich jetzt ins Zimmer verzogen, vermutlich malend und CD hörend. Das Brot backt im Ofen, Küche ist wieder im Originalzustand und ich werde mich jetzt mit einem Stück Kuchen, einem Carokaffe und der Häkelnadel auf die Couch verziehen und meinen dicken Kopf pflegen. Die Kinder hängen auch latent durch, Sturm bekommt uns einfach nicht....

15.30 Uhr: Die Große war zwischenzeitlich Blätter und Gräser sammeln - war aber einfach, sie kamen ihr quasi entgegengeflogen  - und wir haben zusammen ein Foto bearbeitet, so dass es jetzt zum Abmalen taugt. Hausaufgaben der Neuzeit. Inzwischen sitzt sie an den normalen *g*
Auch die Kinder hatten inzwischen einen Nachmittagssnack. Das Brot ist raus aus dem Ofen und sah sehr gelungen aus - abgesehen davon, dass es komplett mit dem Stein verbacken war und ich es mit roher Gewalt loshebeln musste. Keine Ahnung warum, das macht es sonst nicht ;-) Jedenfalls hat es jetzt keinen Boden mehr, schmeckt aber lecker!

16.30 Uhr: Dienstag ist der tolle Tag, an dem beide Kinder einen (im Falle des Kleinchens: den einzigen ;-) Nachmittagstermin haben. Beide zur selben Zeit, beide im selben Dorf. Dass ich DAS noch erleben darf... Deswegen sitze ich jetzt gemütlich im Auto, häkle (und lasse mich vom Sturm durchrütteln, während es warm ist ohne Ende, total bekloppt!) und genieße die Stille, während die Große Klavier spielt und die Kleine turnt. Die Große hat früher Feierabend, zusammen springen wir noch rasch in den Dorfladen und halten dann ein kleines Kekse-Picknick im (frisch geputzten!!) Auto ab, bevor die große Schwester die kleine einsammelt.


17.30 Uhr: Wieder zuhause setzt sich die Große nochmal an ihr Malprojekt für die Schule, während das Kleinchen und ich endlich mal anfangen, den riesigen Stapel Sommersachen durchzuprobieren, den ich schon in den Ferien aus dem Kellerschrank gefischt habe. Alles Sachen vom letzten Jahr oder von der Schwester geerbte. Die Bilanz ist gut - im Prinzip ist sie jetzt komplett eingekleidet für den Sommer und das Fehlende ist durch Selbernähen zu ergänzen. Perfekt!

18 Uhr: Schnelle Dusche für das Kleinchen, danach ist kollektives Chaosbeseitigen angesagt. Ich mache Abendbrot und föhne zwischendrin noch die Kleinchenhaare. Dass ich mich damit beliebt mache, kann man eher nicht behaupten ;-)

19.30 Uhr: Die Kinder sind abgefüttert und schauen jetzt "Die beste Klasse Deutschlands" während ich schnell noch aus den Resten des Mittagessens einen grünen Kartoffelsalat zusammenrühre.
Jetzt noch Logo! und Lesen mit dem Kleinchen, dann ist weitestgehend Feierabend.
Die Große bleibt noch eine Weile länger unten und auch der Gatte, der heute lange arbeitet, wird uns dann Gesellschaft leisten :-)
Ein ganz entspannter Abend, bevor morgen die Fußballkeule ansteht.....