15. September 2016

Schlösser gucken! { Urlaubsrückblick }

Das Hochladen von Fotos ist momentan mein allergrößtes Hindernis beim Bloggen - unser Internet hakt so derartig, dass ich solche Aktionen oft über Nacht laufen lassen muss, um erfolgreich zu sein.
Wenn überhaupt, oft genug klappt es auch einfach gar nicht.
Noch vier Wochen, dann soll sich angeblich grundlegend etwas ändern, ich bin gespannt.
(Vor allem, weil "etwas ändern" ja keineswegs zwingend bedeutet, dass es auch besser wird. Nur anders ;-)


Deswegen hänge ich auch ziemlich mit meinen Urlaubsgeschichten, denn die leben nun mal ganz 
besonders von den Bildern, nech?


In den letzten Tagen habe ich es aber immerhin mal geschafft, ein paar Eindrücke (okeeee, ein paar mehr) von 
den ersten und letzten Etappen unseres Roadtrips durch Frankreich auf die Blogleinwand zu pinnen.
Ich hoffe, Ihr habt Spass damit....


Unsere Tour führte uns, am entferntesten Punkt, bis an die spanische Grenze (und darüber hinaus ;-) und den Weg dorthin nahmen wir diesmal über die Loire. Geplant war, dort etwa eine Woche zu verbringen und dann ans Meer weiterzufahren. Nach drei oder vier Tagen Input zog es uns aber alle so massiv an die Küste, dass wir umdisponierten und stattdessen auf dem Rückweg noch einmal diesen wunderbaren Fluss ansteuerten.
Es lebe der Urlaub mit dem Wohnmobil ohne feste Planung, der einem solche Eskapaden ermöglicht *g*


Freundlicherweise war das Wetter auch im Inneren des Landes echt bombig, so dass wir nicht nur Schlösser gucken konnten, sondern auch fein an den abwechslungsreichen Ufern entlangradeln und manchmal sogar ins Wasser konnten. Gerade unser Stellplatz in Sully-sur-Loire erwies sich diesbezüglich als perfekt, da er direkt am breiten, sandigen Ufer lag, so dass man ewig weit in den Fluss hineinwaten (die Kinder) oder unter dem Schatten einer Brücke entspannt chillen (wir Eltern) konnte.


Die meisten Schlösser besichtigten wir von außen und manche sogar nur im Vorbeifahren - wenn man sich dort jedes Schloss angucken möchte, kann man locker ein paar Wochen einplanen.
Wirklich ein Traum!


Eine Ausnahme machten wir nur beim Château de Chambord, von dem die Kinder gelesen hatten, dass es 365 Kamine besitzen sollte und außerdem das prächtigste aller Loire-Schlösser sei.


Die Kamine habe ich nicht gezählt, aber es waren schon sehr viele - und das mit dem Prunk kann ich auch definitiv bestätigen. Es war wunder.wunderschön, aber ob es das schönste Schloss war, das wir gesehen haben - 
ich weiß es nicht. 


Sie waren alle so unterschiedlich - Wasserschlösser, Burgen auf Bergen, mit Gärten und ohne, auf Inseln, an Ufern oder mitten in Dörfern, manche verspielt und manche ganz schlicht, und fast alle einfach nur schön, 
jedes auf seine Art.


Wir hatten wie immer die Fahrräder dabei und das ist wirklich super-praktisch, wenn man mit dem ja doch eher sperrigen Wohnmobil unterwegs ist, mit dem man lange nicht auf jedem Parkplatz eine Lücke findet, sofern man überhaupt dort parken darf. So nahmen wir meist einfach unseren aktuellen Übernachtungsplatz als Ausgangspunkt und haben dann die Umgebung mit den Rädern erkundet.


Jeden Tag haben wir uns einen neuen Übernachtungsplatz gesucht, immer flussabwärts, und so wirklich eine Menge zu sehen bekommen. Und trotz Mitte August und Ferien-Highnoon haben wir auch hier immer ein Plätzchen zum Stehen gefunden. Man darf sich da einfach nicht ins Boxhorn jagen lassen von Berichten über ach so überfüllte Städte und Strände - klar ist es im August voller und wenn ich die Wahl hätte, würde ich auch im Juni oder im September fahren. Machen wir dann, wenn die Kinder aus dem Haus sind *g*
So lange war und ist es auch immer im August gut und erholsam.


Für eine Nacht geht sowieso eigentlich immer was, das Netz an Stellplätzen in Frankreich ist vergleichsweise sehr (sehr!) dicht, es gibt dazu unglaublich viele kleine, flexible Campingplätze und wenn wirklich mal alle Stricke reißen, gilt in Frankreich ja auch immer noch der sehr hilfreiche Grundsatz, dass man zur "Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit" eigentlich überall stehen und schlafen darf. Die Parkplätze von Burgerbratern oder Hypermarchés bieten sich dafür immer an, aber auch in diesem Jahr mussten wir darauf nur tagsüber zurückgreifen, wenn wir mal ein bißchen länger ins Internet wollten ;-)


Sully-sur-Loire


Blois, einer meiner persönlichen Favoriten, nicht nur wegen des Schlosses und des angeschlossenen Maison de la Magie (perfekt für jemanden wie unser Hexen-Kleinchen), sondern auch wegen des malerischen Ortes an sich.






Irgendwo im Nirgendwo, on the road....
(Ich habe zwar Buch geführt, aber alles kann ich auch nicht mehr nachvollziehen ;-)


Chaumont


Auf dem Rückweg erwischten wir dann noch einen besonders schönen Streckenabschnitt entlang des Flusses, um Rigny-Ussé herum und dann bis nach Tours, wo die Landstraße fast durchgängig am Fluss entlang durch hübsche Örtchen führt.
Dort fand sich auch immer ein pitoreskes Plätzchen, um Essen zu kochen oder Kaffee zu trinken.
Erwähnte ich schon, dass ich das Wohnmobilleben liebe? ♥


Ja, und dann haben wir uns noch eine gute Dröhnung Atlantikluft gegönnt und die Nase auch mal nach Spanien reingesteckt - 
das zeige ich Euch, sobald mir die Verbindung mal wieder gnädig ist.....

12. September 2016

12 von 12 { Sep 2016 }

Am 12. des Monats macht man zwölf aussagekräftige Bilder von seinem Tag - so funktioniert 12 von 12
Und wer dieses Spielchen allmonatlich gerne mitmacht, seht Ihr wie immer
  hier bei Caro in der Liste :-)


Der Morgen beginnt mit einer Fahrt zur Grundschule.
Der liebsten Nachbarin ist das Auto verreckt und natürlich haben auch die Kinder den Fahrtdienst gerne 
angenommen. Jeder Platz besetzt.
Heute sollen es wieder über 30 Grad werden, aber am frühen Morgen ahnt man schon den Herbst...


Zuhause erst mal Kaffeewasser aufsetzen - 
Zeit für Kaffee und Frühstück.


Eine Stunde später ist der Sommer wieder ausgebrochen.
Nicht nur die Äpfel tanken noch eine Portion Extrasüße, auch für die vielen, vielen Weinberge 
um uns herum ist das traumhaft ;-)


Nach einer kleinen Aufräumrunde bleibt mir noch ein Stündchen für die Kleine Werkstatt.
Auf dem Tisch liegt ein Kleid für die kalte Jahreszeit.
Da es ein Probenähprojekt ist, liegt der Block immer daneben, um gleich alles zu notieren, 
was bei der Umsetzung auffällt.


Zeit für ein paar Nähte am Mantel bleiben auch noch.
Der Jacken-Sew-Along geht in die dritte Woche :-)


Später fahre ich noch schnell in die Stadt.
Die Parkhäuser sind gerammelt voll (warum eigentlich?) - aber da ich eine Frau bin und trotzdem Autofahren 
und rückwärts einparken kann *augenroll* #rosahellblaufalle, finde ich noch eine winzige Lücke
 in der hinterletzten Ecke, ganz unten.


In der Stadt flirrt die Luft, aber die Sim liegt freundlicherweise schön im Schatten der Häuser.
Ich hole die Flöte vom Kleinchen ab und besorge rasch noch zwei/drei Kleinigkeiten für ihren 
anstehenden Geburtstag.


Anschließend habe ich einen Termin zum alljährlichen Hautkrebs-Screening und muss für die 
sechs/sieben Minuten Begutachtung auch bloß eine Stunde warten.
Zum Glück habe ich genug zum Lesen dabei...


Zuhause treffe ich fast zeitgleich mit den Kindern ein, deswegen gibt es ganz schnelle Nudeln mit 
Zucchini-aus-dem-Garten-Sauce.
Immer eine sichere Bank hier!


Danach Hausaufgaben für die Kinder und Biokiste ausräumen für mich.
Montags kommt immer die regionale Überraschungskiste - heute im Angebot:
Kartoffeln, Salat, Paprika, eine Chili, Zwiebeln, blaue und weiße Trauben, Äpfel, Birnen, ein Hokkaido 
und eine dicke Fenchelknolle.
Außerdem Rucola im Topf, zum Einpflanzen und Abernten.


Während die Große es sich auf dem Balkon gemütlich macht und lernt, fahre ich mit dem Kleinchen und ihrer liebsten Freundin in die Stadtbibliothek. Dort ist heute die Feier zum Abschluss des Lesesommers, bei lauschigen 100 Grad. Gefühlt. Aber es gibt genug zu trinken, Programm und am Ende holen sich die Mädels auch noch ihre Urkunden ab.
Das Kleinchen hat in den Ferien stramme 24 Bücher gelesen und ist zu Recht stolz.


Als ich die Mädels von der Party losgeeist habe, gehen wir noch ein Eis essen.
Wir stehen gerade in der Schlange, da fragt die Freundin: "Wie spät ist es eigentlich? ... 
Oh, dann muss ich in zehn Minuten zuhause sein, dann habe ich Gardetraining." 
Ja schön, dass wir mal drüber sprechen *ggg*
Wird ein sehr schnelles Eis. Im Auto ;-)
Und für uns zuhause nur noch ein sehr abgespecktes Abendprogramm.
Lieber schnell nochmal ein bißchen auf den Balkon!

11. September 2016

Jacken-Sew-Along { Auf geht's! }

Wohooo, jetzt geht's so richtig los beim Jacken-Sew-Along!
Was steht heute an?
"Welche Schnittänderungen, erste Nähte, gibt es Hürden?"
Ok, auf geht's....


Am Montag habe ich alles zugeschnitten, in einem Rutsch - und zwar auf den Knien rutschend.
Eigentlich arbeite ich ja gar nicht mehr auf dem Boden (früher, mit jüngeren Knochen, habe ich alles, was irgendwie ging, auf dem Boden erledigt - schon die Hausaufgaben gingen dort immer besonders gut von der Hand ;-) 
Die Zeiten sind einfach vorbei. 
Das beeindruckende Stück Mantelstoff hatte ich dann aber doch mal komplett auf dem Boden ausgebreitet 
und die Schnittteile testweise darauf verteilt.
Und wo sie da schon mal lagen.... Nunja.
War nur so eine mittelgute Idee. Also für die Knochen, die Zuschnitte sind super geworden *g*


Ein beeindruckender Haufen!
Den Außenmantel habe ich komplett aus dem schwarzem Canvas zugeschnitten, innen ist es eine Mischung aus dem Schwalbenjersey und klassichem Futterstoff für die Ärmel, damit es gut flutscht.
Änderungen habe ich keine am Schnitt vorgenommen - eventuell werde ich mich aber später ärgern, dass ich am Saum nicht ein paar Zentimeter zugegeben habe, um den Mantel dann klassisch zu säumen und das Futter dort per Hand einzunähen. Ich habe inzwischen schon eine Nähbeispiele gesehen, wo es sich unten doch ein wenig verzog und bulkte. 
Leider zu spät.
Nunja, wir werden sehen ;-)


Das Zusammensetzen des Innenmantels war ein wahres Vergnügen.
Das sind zwar einige Teile, aber insgesamt ist der Schnitt doch sehr leicht umzusetzen.
Die Nähte habe ich alle von rechts nochmal mit dem Coverstich der Nähmaschine abgesteppt, so liegen sie schön 
flach und stören sich nicht gegenseitig.
Auch das Einnähen der festen Futterärmel in den dehnbaren Korpus erwies sich wider Erwarten als problemlos. 
Vielleicht muss ich die Kanten später doch nicht mit Vlies verstärken...


So auf rechts (also eigentlich links ;-) gezogen sieht das ganze jetzt ein wenig ulkig aus, besonders mit den glänzenden Ärmeln, aber ich bin sehr zufrieden!
Mein Wochenziel war, den Innenmantel fertig zu bekommen, falls ich noch was ändern muss.
Aber er passt wirklich gut und durch die vielen Trennnähte sitzt er ganz prima, weil er quasi von alleine 
eine schöne Körperform annimmt.
Die Pass- und Kapuzennaht sind auch auf einer Höhe und ich habe sogar an einen Aufhänger gedacht! 
Kommt eher selten mal vor....


Bis zum nächsten Sonntag würde ich jetzt gerne den Außenmantel genau so unproblematisch zusammennähen, 
das wäre ein Traum!
 Und außen eventuell auch schon den Reißverschluss einpassen - bis der so sitzt, dass die Passnähte exakt 
aufeinandertreffen, brauche ich sicher ein paar Anläufe, das hätte ich gerne hinter mir ;-)


Die Linkparty zum Jacken-Sew-Along gibt es hier bei ellepuls und ich bin schon total gespannt,
was es da heute so zu sehen gibt :-)

8. September 2016

Nochmal FrauAntje { RUMS }

Heute habe ich leider nur ein Foto für Euch ;-)


Aber bevor sich hier im September alles um Mäntel dreht, wollte ich Euch schnell noch meine 
zweite FrauAntje aus Webware zeigen.
Wie schon die erste habe ich sie in meiner üblichen Größe zugeschnitten und oben ein Jerseybündchen angesetzt. Da der Rock recht hüftig sitzt, passt er so auch, wenn man ihn aus nicht dehnbarem Material zuschneidet. Bißchen kürzer habe ich diese Schiffchen-Version hier gemacht, so dass ich sie gut über Leggins und auf dem Fahrrad tragen kann.

Im Urlaub hat der Rock mir so schon gute Dienste geleistet und auch jetzt, bei dem wunderbaren, anhaltenden Sommerwetter, trage ich ihn oft und gerne, deswegen darf er nun auch  rüber in den großen RUMS-Pool :-) 
Und als nächstes werde ich wohl mal ausprobieren, ob sich der Schnitt auch mit Cord umsetzen lässt.
Für den unwahrscheinlichen Fall, dass der Sommer irgendwann doch mal endet,
auch wenn ich gar nicht dran denken mag...

6. September 2016

Tagebuchbloggen { 5. September 2016 }

Hab ich echt seit April nicht mehr mitgemacht??
Zu hülf, wo bleibt nur die Zeit?

"Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"
 Frau Brüllen fragt das an jedem Fünften des Monats und wer mag, schreibt fleißig mit.
Die übrigen WMDEDGT?-Einträge findet Ihr wie immer hier.

5.40 Uhr: Der Wecker klingelt. Der zweite Montag nach den Ferien ist nur noch halb so schlimm wie der erste, dafür aber auch nochmal deutlich dunkler. Ach was, es ist STOCKFINSTER, wenn der Wecker klingelt *heul* Also die Hell-Dunkelzeiten im Jahr sind echt ungerecht verteilt...

6.10 Uhr: Unruhe im Dachgeschoss. Die Große war mit dem Papa übers Wochenende in Berlin, gestern abend sind sie erst spät heimgekommen. Deswegen hat sie das Duschen auf heute verschoben und steht jetzt schon auf. Damit hat sich eventuelles Weiterschlafen für den Rest der Familie wohl definitiv auch erledigt ;-)

6.40 Uhr: Ich habe Frühstücksbrote geschmiert und Pausenbrotboxen gepackt, dem müden Berlinkind einen Cappucchino gekocht und dem Kleinchen einen Kakao. Beides gehört hier definitiv nicht zum Standardprogramm, aber heute braucht es ein wenig Starthilfe, glaube ich. Ich gehe zum Kleinchen, dass allen Duschgeräuschen an ihrer Wand zum Trotz noch schläft und falle auf dem Weg zu ihrem Bett über ein Lego-Gebäude. Damit sind wir beide schlagartig wach, aber wider Erwarten haben weder Fuß noch Riesenhaus größere Schäden davon getragen. (Mein Glück!)

7 Uhr: Die Große frühstückt und lässt mich dabei am aktuellen WhatsApp-Geschehen teilnehmen.
Ich rufe im Fünf-Minuten-Takt das Kleinchen, das engmaschige Überwachung braucht, um pünktlich busfertig zu sein. Die Große geht, das Kleinchen frühstückt.

7.20 Uhr: Kleinchen geputzt und gestriegelt, abmarschbereit.
Ihr Grüppchen, das morgens zum Bus marschiert, hat sich durch des Nachrücken von Erstklässlern mal eben verdoppelt, sehr schön :-) Draußen ist es schon verdammt kühl, aber es soll ja sommerlich werden heute. Jetzt erst mal Kaffee, Müsli und Zeitung für mich.
Derweil taucht auch der Gatte auf, wir tratschen eine Runde und dann verschwindet auch er in die Firma. Keine Bauarbeiter nebenan, herrliche Ruhe.


8.30 Uhr: Nach Frühstück, Duschen und Anziehen fällt mir ein, dass heute eigentlich eine Laufrunde drangewesen wäre *hmpf* Aber jetzt alles nochmal auf Anfang? Nee....
Vielleicht ist es ja abends doch nicht zu warm, ansonsten muss der morgige Vormittag halt dran glauben... Ersatzweise schleppe ich ein paar Kisten in den Keller, die wir gestern im Kleinchenzimmer entrümpelt haben und bügele was weg.
Außerdem messe ich mal wieder nach, wieviel ich noch häkeln muss, bis der Bezug für die Nähbank im Kleinchenzimmer endlich lang genug ist. Nicht mehr viel, stelle ich erfreut fest.

9.30 Uhr: Ich bin schnell in die Stadt gefahren, um dem Kleinchen ein Ersatzteil für ihre Flöte zu besorgen, weil.... Ach lassen wir das. Ich will mich nicht aufregen. Im Laden stellt sich heraus, dass das Teil beinahe so teuer ist wie eine neue Flöte, also kaufe ich lieber eine, denn damit hat das Kind dann auch endlich eine deutsche ohne barocke Doppellöcher, die sie in der Musikschule braucht, in der Schule aber nicht und die sie ganz fürchterlich nerven.
Gerne hätte ich auch noch eine Lichterkette fürs Wohnzimmer besorgt (düster und so), aber ich fliege zusammen mit vier/fünf weiteren Kunden wieder aus dem Laden, weil die trotz weit offenstehender Türen "noch geschlossen haben, wir öffnen erst um ZEHN!!!"
Pffft, dann eben nicht, keine Lust, die fünf Minuten draußen rumzustehen...

10.15 Uhr: Schnell noch Fleisch und Brot besorgt.
Da ich jetzt schon mal auf der anderen Moselseite bin, wäre es extrem clever, gleich über Luxemburg nach Hause zu fahren und zu tanken, aber ich habe so gar keine Lust... 
Ich verschiebe es auf nachmittags und bin schon fast wieder auf der Brücke, als mir die Baustellenampel auf der Strecke einfällt und die ist im nachmittäglichen Berufsverkehr sicher keine gute Idee. Also doch lieber jetzt...

11.30 Uhr: Ich habe getankt und bin noch schnell in einen Supermarkt gesprungen, um frische Lasagneplatten zu kaufen, die gibt es diesseits der Grenze irgendwie nie.
Da ich jetzt eh hoffnungslos hinter meinem Zeitplan bin, wasche ich unterwegs auch noch schnell das Auto. Ich hatte da eigentlich auf den angesagten Regen gesetzt, aber der war irgendwie nicht so erfolgreich.


12 Uhr: Wieder zuhause muss ich erst mal was essen.
Die Kinder kommen seit diesem Schuljahr beide erst gegen halb zwei nach Hause, weil auch das Kleinchen jetzt immer lange Schule hat und bis dahin bin ich schier verhungert! 
Bisher haben wir immer in Etappen gegessen, aber jetzt muss ich mir irgendwas anderes einfallen lassen, ein zweites Frühstück oder so. Vermutlich muss ich mir in Zukunft auch eine Brotbox packen :-p Heute finde ich zum Glück noch einen Rest Krautsalat von gestern und brate mir dazu das Hühnchen, das eigentlich für den abendlichen Salat gedacht war.
Danach fühle ich mich wieder gestärkt genug, um den Kindern die geplanten Brotknödel mit Tomaten und Schnittlauch zu machen. Und zwar in einer Menge (Hallo? Wer soll das denn alles essen, Herr Mälzer??), dass das Essen für morgen auch gleich gesichert ist.

13.20 Uhr: Das Kleinchen steht mit einer Freundin vor der Tür. Die beiden haben unterwegs Haselnüsse gesammelt und wollen die jetzt noch knacken. Ein Hinweis darauf, dass die Freundinnen-Eltern ja sicher warten und bald eine Vermisstenanzeige aufgeben würden, hat nicht den gewünschten Effekt: "Das wäre ja cool!" Fünf Minuten später kommt aber auch die Große und es herrscht Einsicht, dass jetzt gegessen werden muss und zwar überall.
Ich bekomme ein Schul-Update (alles toll beim Kleinchen, alle doof bei der Großen, das Übliche), nach dem Essen geht die Große ins auf's Bett und die Kleine macht Hausaufgaben.

15 Uhr: Die Große hat einen Termin zur MRT-Besprechung.
Wir warten eine Dreiviertelstunde, in der sie sich durch sämtliche ausliegenden Schundblätter liest und das Kleinchen sich gepflegt langweilt. Bei der Besprechung stelle ich fest, dass sich der Befund in Briefform auf der CD befindet, die ich seit Wochen mit mir rumschleppe. Da hätte ich ja auch selbst schon mal draufgucken können... Das Ergebnis ist eh keine Überraschung, die Große hat jetzt ganz offiziell bestätigt den Gleitwirbel im unteren Rücken, den man schon vermutet, seit sie vier Jahre alt war und der ihr beharrlich immer wieder Rückenschmerzen bereitet.
Da macht man jetzt erst mal nix, weiter Sport, später Krafttraining und "es gibt sehr viele Menschen, die bis ins hohe Alter damit gut leben, weil der Wirbel nur sehr, sehr langsam weiterrutscht. Es gibt zwar auch Fälle, wo der Wirbel ganz plötzlich abrutscht, da muss man dann halt operativ eingreifen, warten Sie...." Der Arzt spricht sehr, sehr leise und ich kann nur hoffen, dass die Große mit ihrer ausgeprägten Arztphobie nicht alles davon mitbekommt. Jetzt zaubert er auch noch ein beeindruckendes Röntgenbild auf seinen Bildschirm, das dem der Großen von eben aufs Haar ähnelt, abgesehen von vier riesigen ikeaesken Dübeln rund um den besagten Wirbel *schockschwerenot*
Ich werfe einen vorsichtigen Blick auf meine Tochter, aber sie trägt den Anblick mit Fassung - früher ist sie schon aus dem Zimmer gerannt, wenn im Fernseher nur ein Krankenwagen auftauchte oder irgendwo eine Spritze rumlag. Ich bin latent stolz auf sie *g*
Das Kleinchen im Übrigen ist begeistert und will später sehr viel mehr über die Sache mit den Schrauben wissen. 
Die Große eher nicht ;-)


16.30 Uhr: Über Mittag hatte ich übrigens herausgefunden, dass es auch Barock-Blockflöten ohne doofes Doppelloch gibt und man nicht zwingend eine mit deutscher Griffweise dafür kaufen muss.
Also fahren wir jetzt nochmal in die Stadt und tauschen die Flöte um, denn wenn schon neue Flöte, dann wenigstens gleich richtig - so muss das Kleinchen nämlich nicht ans Umgreifen (man spielt das F unterschiedlich) denken, wenn sie zwischen den beiden Flöten wechselt. Grrrr. 
Natürlich hat im Laden noch nie jemand von dieser Flöte gehört, es gibt sie aber (ach?) und wird bestellt. 
Schön, nochmal hinfahren...
Auf den Schraubenschreck gönnen wir uns noch ein Eis und die Große springt "mal eben schnell" (jaja) zu dm rein. 

17.30 Uhr. Endlich wieder zuhause.
Die Große übt Klavier und macht Hausaufgaben, das Kleinchen füttert die Schnecken (wir beherbergen neuerdings ein paar wirklich imposante, sehr häusliche Weinbergschnecken in unserem Garten) und räumt dann ihr Zimmer auf.

19 Uhr: Ich frage die Große Mathe ab (Kongruenzgesetze, kann ich mich sogar noch erinnern ;-), während ich Abendbrot mache. Körnerbrot mit Käse und Tomate - ohne Salat, denn das Hühnchen dazu habe ich ja heute mittag schon gegessen *hüstel*
Der Gatte kommt nach Hause, wir essen und erzählen ein bißchen und dann verschwindet das Kleinchen schon nach oben, denn sie hat ein spannendes Buch am Wickel gerade.
Wir übrigen drei verziehen uns vor die Tagesschau, teilen uns die Zeitung vom Wochenende und vergraulen später die Große durch Anschauen von "Hart aber fair" ins Bett ;-)

Feierabend!

4. September 2016

Jacken-Sew-Along I { Auswahl }

Auf dem Blog von ellepuls startet heute ein tolles Jacken-Sew-Along, das mir wirklich wie gerufen kam.
Schon im letzten Jahr wollte ich mir einen Mantel nähen, aber wie das immer so ist -
ständig kommt etwas dazwischen und plötzlich ist es eher schon wieder Zeit für neue Frühlingskleider ;-)
Also habe ich mir in diesem Jahr spontan mal den September freigeschaufelt,
damit mir das nicht nochmal passiert....


"Welcher Schnitt, welcher Stoff, was inspiriert Dich?" - das sind die Themen der Auftaktveranstaltung, also bin ich am Freitag noch schnell in den Stoffladen gefahren, denn knapp zwei Meter bekleidungstauglichen Stoff 
habe ich auch nicht mal eben hier rumliegen....
Ich hatte diverse Möglichkeiten im Kopf, wusste aber auch, dass ich mich im Laden von den vorhandenen 
Möglichkeiten würde leiten lassen müssen, denn mal findet man dort alles und mal nix.
Nächstes Wochenende ist hier zwar Stoffmarkt, aber gleich eine Woche ins Hintertreffen zu geraten,
 das wollte ich mir eigentlich ersparen....


Welches Schnittmuster ich nehmen würde, war hingegen sofort klar - schon im letzten Jahr habe ich mir Lady Shiva 
von mialuna zugelegt, weil dieser Typ Mantel genau meinem Geschmack entspricht.
Ich mag die vielen Unterteilungen und die tollen Passen vorne und hinten. Das verspricht eine gute Passform, lässt Raum für viele Gestaltungsmöglichkeiten und sieht aber auch einfarbig umgesetzt nicht langweilig oder sackig aus. Darüber hinaus gibt es eine Kapuze, große Taschen und Ärmelbündchen, das schätze ich alles an Jacken sehr.


Im Stoffladen fand ich dann erstmal .... nix.
Eigentlich hatte ich mir schwarzen Cord für die Außenseite vorgestellt, aber der breite war erstens ZU breit und schon auf dem Ballen zugepflastert mit Fusseln und Fädchen - und von dem schmalen war maximal noch ein Meter da. Jacken- oder schöne Wollstoffe waren ebenfalls Fehlanzeige (zumindest, solange ich U70 bin ;-), dafür war ich wohl einfach noch ein/zwei Wochen zu früh dran. Beinahe hatte ich mich doch schon mit dem Stoffmarkt abgefunden, da fand ich zwischen vielen Jeansstoffen einen Ballen ziemlich festen, tiefschwarzen Canvas *frohlock*
Zusammen mit einem schwarzen Schwalben-Jersey vom Kinderstoffstapel(?) erschien mir das perfekt 
für ein leichtes Herbstmäntelchen.
Ein passender Reißverschluss und neues Garn fand sich auch noch und etwas schwarzen Futterstoff 
für die Ärmel hatte ich noch zuhause.
Eigentlich wollte ich auch noch ganz dünnes Bügelvlies mitnehmen, um dem Jerseyfutter damit die Dehnbarkeit
zu nehmen, aber da warte ich jetzt erst mal ab, wie sich das anlässt.
Vielleicht genügt es auch, später die Kanten zu bebügeln.


Kostenpunkt für die beiden Stoffe, den Reißverschluss und das Garn, abzüglich 20% Kinderjersey-Sonderaktion
und Gewerbe-Rabatt: knapp 43 Euro.
Dazu kommen noch die 9,50 Euro für das Papierschnittmuster.
Zuhause habe ich den Stoff gleich in die Waschmaschine gesteckt und das heiße Wetter zum Trocknen genutzt. Die Qualität vom Canvas erscheint mir richtig gut, weder gab es in der Maschine Stoffknicke, die sich auch mit Gewalt nicht mehr wegbügeln lassen, noch hat er irgendwas von seiner Schwärze verloren. 
Man erlebt da ja die dollsten Dinge.... 


Die Trockenzeit habe ich genutzt, mich mit dem Schnitt auseinanderzusetzen.
Die angegebenen Fertigmaße für meine angepeilte 38 waren so üppig, selbst unter Berücksichtigung drunter zu tragender Hoodies oder Strickjacken, dass ich wagemutig auf die 36 umschwenkte. 
Dabei spielte auch eine Rolle, dass ich jetzt ja zwei relativ dünne Stoffe gewählt habe, die deutlich weniger 
Volumen in Anspruch nehmen als Cord- oder Steppstoffe.
Ich hoffe, diese Überlegungen fliegen mir später nicht um die Ohren *g*
Da sich die Schnitteile auf dem Bogen zum Teil überlagerten (ich hasse das, wenn ich pausen muss, kann ich auch gleich kleben...) verbrauchte ich den allerletzten Rest meines Pauspapiers für Kleinteile, maß noch ein bißchen rum und entschied mich dann todesmutig, die übrigen Schnittteile einfach auszuschneiden, statt Zeitungsseiten zusammenzukleben und auszurädeln oder neues Pauspapier kaufen zu gehen.
(Wenn der Mantel dann am Ende ein Sack ist oder ich den Zipper nicht zubekomme, muss ich halt in einen neuen Schnittbogen investieren. No risk no fun.)


Meine To-Dos bis zum nächsten Sonntag:

- alle Teile zuschneiden
- die Innenjacke nähen zur Passformkontrolle und ggf. anpassen, bevor ich mich an die Außenjacke mache
- mich entscheiden, ob ich beim Annähen der Passe noch eine schwarz-weiß-gepunktete Paspel mitfasse, 
um die schwarze Außenjacke ein bißchen aufzulockern.
-Paspel ggf. raussuchen oder kaufen

Die Linkparty zum Start des #jackensewalong gibt es hier bei ellepuls :-)
Ich bin ja so gespannt!

2. September 2016

Klein, aber oho {Taschen Sew-Along}

"Minitaschen" lautete das August-Thema bei Taschen-Sew-Along und das kam mir ziemlich gelegen.
Das Kleinchen hat nämlich gerade den ebook-Reader ihrer großen Schwester geerbt (und die wiederum meinen beleuchteten, weil sie am liebsten abends im dunklen Bett liest - genau wie ich, weswegen ich dann natürlich 
einen neuen brauchte *g* - was tut man nicht alles, um das Lesen zu fördern ;-) und als erstes bestellte sie dafür 
natürlich eine hübsche Hülle.


Den Stoff durfte sie sich aussuchen, als Schnitt habe ich die oft bewährte, ganz einfache Einschubhülle 
mit Gummi und Knopf gewählt.
Wir hatten schon viele Reader-Verpackungen, aber diese hier erweist sich immer wieder 
als die praktischste und meistgenutzte.


Ich war ja anfangs skeptisch, ob ebooks schon was sind fürs Kleinchen, aber sie hat über die Sommerferien solche Unmengen an Büchern verschlungen, dass wir vermutlich die maximale Zuladung des Wohnmobils bei weitem überschritten hätten, wenn wir ihren Zweiwochenvorrat in Form von klassischen Büchern eingepackt hätten *g*
So habe ich ihr testweise die Bücher der Großen aus ihren ebook-Anfangszeiten draufgeladen und sie war tatsächlich 
mehr als ausreichend beschäftigt.

Besonders beliebt bei unserer Neu-Drittklässlerin sind im Moment im Übrigen weiterhin Pippa Pepperkorn, die Haferhorde-Bücher, die Möwenweg-Reihe wie überhaupt die Bücher von Kirsten Boie, "Hilfe, ich habe meine Lehrerin geschrumpft" und natürlich immer und immer wieder die Fünf Freunde und die Drei ???. Zum Glück gibt es zumindest bei den 
letztgenannten beiden Reihen ja quasi unendlichen Nachschub ;-)

Ab jetzt dann auch digital, was die Kapazitäten des Kinderbücherregals etwas entlasten wird.
Und die passende Hülle dazu, die wandert jetzt noch schnell rüber in die Augusttaschen-Sammlung, bevor ich am Sonntag schon wieder mit einem ganz anderen Sew-Along um die Ecke kommen werde...