Die übrigen Franzosen sprechen ja gerne mal ein bißchen abfällig vom
Finistère, dem "Ende der Welt", also dem westlichsten Zipfel der Bretagne, wo danach nichts mehr kommt als das weite Meer....
Aber ich bin ihm im ersten Moment verfallen, vor knapp zwanzig Jahren (waaaah! ), als der Gatte mich zum ersten Mal dorthin entführte :-)
Schuld daran ist nicht nur die ursprüngliche Gegend, sondern unter anderem auch der schönste Strand der Welt. Er gehört zu einem klitzekleinen Dorf, in dem der Gatte, der Glückspilz, quasi seine komplette Sommerferienkindheit verbracht hat.
Die Pariser Verwandschaft stammt nämlich ursprünglich aus diesem kleinen Dorf und verbringt bis heute die Sommermonate dort. Klar, dass da immer mal wieder gerne ein Teil der weitverzweigten Mischpoke vorbeischaut *g*
Ich weiß gar nicht, was es ist - die Felsen, die Farben, die ich wirklich noch nirgendwo anders so gesehen habe, die Weite oder einfach nur die Tatsache, dass es dort so ruhig ist - es ist einfach magisch.
Ich kann es nicht anders beschreiben....
Mein Spannungsmoment kam ja mit Blick auf den Boden, schließlich hatte ich 15 Jahre lang diesem Moment entgegengefiebert.
Aber wo, wo, wo nur........
DA!
Und während der Gatte die Kinder in die hohe Kunst des Crevettenfischens einführte.....
... konnte ich mich umfassend davon überzeugen, dass es an "unserem" Strand auch immer noch die schönsten Muscheln der Welt gibt ♥
Und den kleinen Campingplatz am Strand gab es auch noch, und so kam es, dass wir ausnahmsweise mal nicht auf einem Stellplatz übernachteten.
Abends allerdings parkten wir noch vor diesem kleinen Haus und ließen uns familienintern verwöhnen.
Unter anderem nicht nur mit den unvermeidlichen Crevetten (Artischocken gab es keine, obwohl rund um das Dorf quasi nichts anderes wächst!)....
.... sondern auch mit - Achtung - Entenbrust auf Spekulatius!
Das klingt echt p.ervers, ich gebe es zu, aber es schmeckt tatsächlich unfassbar lecker ;-)
Und ich habe in diesem Haus definitiv schon ganz andere Dinge essen müssen gegessen, die ich vorher kategorisch ausgeschlossen hätte. Und alles lecker. (Ok, bis auf die Austern, die sind und bleiben *brrrrr*, egal wieviel Zitrone man darübergibt)
Morgens durfte ich dann ganz in Ruhe ein Ründchen in der Tür des Wohnschätzchens sitzen und lesen, während die Mädels schon wieder auf Muschelsuche waren.... An dieser Stelle ärgern wir uns nun nochmal kollektiv eine Runde, dass wir nicht noch eine weitere Nacht geblieben sind.
Aber es ging weiter, am nächsten Kap vorbei....
Die Bretagne ist zweisprachig und bretonisch ist schon sehr speziell....
Keltisch halt.
Pointe de Saint-Mathieu, eine interessante Kombination aus Leuchturm und Klosterruine. Und schon wieder auf einem Kap ;-)
Kleines Kleinchen zwischen großen Mauern :-)
Le Conquet, ein altes Seeräubernest, das auch heute noch genauso ausschaut.
Dort in der Nähe schlugen wir dann auch unser Nachtlager auf.
Ein Stellplatz ist für mich nur dann perfekt, wenn man Wasser sehen kann *g*
Qualitätsmerkmal erfüllt!