19. Februar 2015

Ein bißchen Kultur { RUMS }

Als Bine im Sommer ihre zum Shampoo-Täschlein aufgepustete Lieselotte Hoppenstedt vorstellte,
 war es gleich um mich geschehen.


Das ist vor allem deswegen lustig, weil ich ja gar kein Duschzeug in Flaschen mehr benutze, sondern bloß plastikfreie Seifenstücke oder Shampoo Bars, die in ein Säckchen gehüllt wirklich in jedes noch so kleine Kosmetikbeutelchen passen. Von Natur aus auslaufsicher.
Aber gut, wo die Liebe hinfällt, nech?
Da macht man nix ;-)


In einer freien Minute zwischen Weihnachten und Urlaub habe ich mich deswegen mal hingesetzt und es ausprobiert. Da ich ja keine Ahnung hatte, ob sich da für mich irgendeine Praxistauglichkeit ergeben würde, habe ich sicherheitshalber mal zu Material gegriffen, das im Zweifelsfall auch der Großen gefallen würde: außen der feste, laminierte Stoff von Echino mit dem kurzsichtigen Hirsch und innen ein Stück Duschvorhangstoff....


Es zeigte sich dann aber schnell, dass die Größe auch ohne Duschzeugflaschenbatterie absolut ideal ist, denn da passt wirklich genau alles rein, was ich für einen normalen Urlaub so brauche (ok, minus Schminkzeug, aber das kommt eh immer separat....) Sogar die Zahnbürste, und zwar hochkant!

Und deswegen durfte das Schätzchen nicht nur mit nach Österreich, sondern jetzt auch noch schnell rein in den großen RUMS-Pool - da stelle ich mich heute mal gaaaanz hinten an :-))

17. Februar 2015

Schnee ohne Ende

Also nicht jetzt hier, Gott behüte, da genießen wir gerade den allerersten Hauch von Frühling.
Den nehme ich jetzt auch wirklich gerne, denn Schnee habe ich in diesem Winter wirklich genug gesehen... Kürzlich waren wir nochmal Skifahren und da fiel mir wieder ein, dass ich Euch noch ein paar Winterbilder schuldig bin ;-)


Den Jahreswechsel haben wir wie immer in den Bergen verbracht.
Eigentlich hatten wir uns schon im Sommer auf einem Bauernhof in Garmisch eingemietet und sehr gefreut - bis die uns drei Tage vor Weihnachten absagten.
Ihr könnt Euch sicher vorstellen, wie wir dann in tiefster vorweihnachtlicher Entspannung *haha* das Internet auf links drehten, um das Unmögliche möglich zu machen und die freien Tage noch zu retten.....



Wider Erwarten fanden wir dann tatsächlich nicht nur Irgendwas (unsere Ansprüche gingen aufgrund der Zeitnot quasi gegen Null!), sondern ein wirklich schönes Appartment in einem Hotel - und das dann auch noch in Vorarlberg, wo ich sowieso am allerliebsten hinfahre, seit die Kinder auch auf Skiern stehen. Schon allein, weil man nicht über den Fernpass muss, um dort hinzukommen - das ist rund um Silvester nämlich immer eine blanke Katastrophe...


Am frühen Morgen fuhren wir zuhause los, noch vor Kaiserslautern begann es zu schneien und hörte den ganzen Tag nicht mehr auf.... So kämpften wir uns auf geschlossenen Schneedecken über die Autobahnen Richtung Süden und es lag sicher nicht nur an unserem Zwischenstopp im Porsche-Museum, dass wir erst weit nach Anbruch der Dunkelheit ankamen ;-)
Aber auf unsere Kinder ist diesbezüglich ja Verlass: man gebe ihnen eine Rückbank, gemütliche Kissen, Bücher, den iPod, Aussicht und genügend zu Essen, dann sind sie glücklich *g*


Im Nachhinein erwies es sich übrigens als hilfreich, erst nach der Schneefront angekommen zu sein.
Unser Auto war nämlich das einzige vor dem Hotel, das man im Verlauf der Woche problemlos wiederfinden und uneingeschränkt nutzen konnte ;-)


Der erste Blick ins Helle am nächsten Morgen offenbarte dann solch eine Aussicht, dass ich gewillt war, unser Wohnzimmer bis zur Abreise nur im Notfall zu verlassen. Schließlich hatte ich Wolle dabei, Häkelnadeln und reichlich Lesestoff und die Tage im Schnee sind für mich sowieso nur ein Liebesdienst an der Restfamilie - iiiiich bräuchte das mit zunehmendem Alter ja immer weniger, Frieren ist fast schlimmer als Hunger und das will was heißen.


Zum Glück (für meine Lieben) kam dann aber die Sonne raus und lockte sogar mich ins Freie ;-)
Das Skifahren habe ich mir in diesem Jahr allerdings geschenkt, seit der Bandscheibengeschichte fühle ich mich einfach extrem unsicher. Am letzten Tag war ich allerdings fast so weit - ich denke, im nächsten Urlaub werde ich es mal wieder wagen. Immerhin mache ich jetzt seit beinahe zwei Jahren regelmäßig wieder Sport, eine gewisse Grundstabilität sollte also irgendwie vorhanden sein....


Das Kleinchen dagegen hat in diesem Jahr richtig Gas gegeben - nachdem sie im letzten Jahr schon nach dem Schuheanziehen erschöpft die erste Pause einlegen musste und auch sonst mehr regenierierend im Schnee lag als auf Skiern stand, hatte sie in diesem Jahr eher so gar keine Zeit mehr für Pausen - "Nochmal, Papa!". 
Na bitte, geht doch....


Mehr als einen halben Tag sind die drei aber eh nie gefahren, denn wir mussten ja auch noch Schlitten fahren, spazieren gehen, die Eisbahn suchen und uns die Gegend anschauen.
Wun-der-schön da, entlang der Bregenzer Ach ♥




Während der Gatte mal zwei Stunden lang Power-Skifahren war, haben die Kinder und ich uns am Neujahrstag als Gipfelstürmer versucht. Der Weg von der Bergstation war gar nicht mal mehr so weit, aber durch den tiefen Schnee und die dünne Luft schon sehr kraftraubend.


Einmal oben, wollten wir dann aber keinesfalls so schnell wieder runter :-)
Es war windstill, die Sonne knallte und rechts konnte man bis zum Bodensee schauen.
Wir ließen uns also nieder und traten den Rückweg erst wieder an, als sich Mittagshunger meldete....


Sensationeller fand zumindest das Kleinchen nur noch die abendlichen Besuche in den zahlreichen, benachbarten Ställen. Auch da trieb sie maximal der Hunger nochmal raus.
Kein Wunder, sagt sie doch schon seit Jahren, dass sie später mal "einen ganz großen Bauernhof haben" möchte :-)


Hach ja, schön war es.
Ungeplant, aber schön. 
Und wir kommen ganz sicher wieder......

12. Februar 2015

12 von 12 { Feb 2015 }


Am 12. des Monats macht man zwölf aussagekräftige Bilder von seinem Tag - so funktioniert 12 von 12.
Und wer dieses Spielchen allmonatlich mitmacht, seht Ihr wie immer hier bei Caro in der Liste.
Hier war heute Weiberfastnacht, aber das ist dann zum Glück doch einigermaßen schadlos an uns vorübergezogen ;-)


Ziemlich verschlafen, aber zum Glück muss heute eh nur das Kleinchen in die Schule.
Erster Blick am Morgen - draußen Finster, drinnen Tulpen.
Das ist ja Wahnsinn, wie die immer noch wachsen in der Vase.


Schnell noch den Faschingskuchen für die Schule verpacken.
Das Kleinchen feiert dort heute.....


.... und die Große war dann doch früh genug wach, um dem Kleinchen-Kostüm noch das i-Tüpfelchen aufzusetzen ♥
Große Schwestern sind schon toll!


Den Vormittag haben wir mehrheitlich im Büro verbracht.
Immer noch Reste-Aufarbeitung von letzter Woche....


Zwischendrin hat mich die Große aber noch zu meinem allmonatlichen Termin bei der Nagelfee begleitet, denn wenn sie mitkommt, staubt sie immer irgendein cooles Gadget für die Fingernägel ab.
Heute natürlich auch ;-)


Auf dem Weg zurück haben wir karnevalistisches Treiben gestreift, zu Hülf...
Mensch, war da was los *ironieon*


Im Büro war dementsprechend tote Hose, so sind wir mittags ziemlich früh nach Hause gefahren.
Das Kleinchen war auch rechtschaffen platt von der vielen Feierei.
Ich habe die unverhoffte Zeit mal genutzt, ordentlich was wegzubügeln, zum Beispiel einen Teil der neuen, frischgewaschenen Stoffe....


Danach gab es für mich erst mal ein Stück vom Faschingskuchen und zum Kaffee einen ersten Blick in das Schnittmuster, das heute in der Post lag. Ich muss dringend wieder nähen!
Im Moment habe ich so viel Schönes auf dem Zettel, dass es mich komplett blockiert....


Highlight des Tages: die ersten Wildgänse überqueren unser Haus Richtung Norden.
Hurra! Endlich! Der Frühling naht :-)


Deswegen haben wir schnell auch noch ein paar weitere Setzlingstöpfchen für den Garten gerollt.
Bald haben wir genügend, denke ich.


Kleine Runde draußen.
Kalt, usselig und grau, das kann man sich nicht schönreden.


Deswegen gibt es abends wenigstens was Buntes zwischen die Zähne!
So, und jetzt sind erst mal Faschingsferien bis Mittwoch, für beide Kinder, deswegen können wir den Abend ganz gemütlich ausklingen lassen....

11. Februar 2015

Die Meerjungfrauen-Fliegenpilz-Mutation

Eigentlich wollte das Kleinchen an Fasching ja Meerjungfrau werden.
Und eigentlich finde ich die Kostümnäherei für einmal Anziehen (donnerstags in der Schule, der Rest der Faschingszeit wird von uns nach Kräften ignoriert *hüstel*) ziemlich überflüssig.
Eigentlich.
Andererseits ist das, was es so käuflich zu erwerben gibt, ja meist ziemlich schrööcklich.
Und außerdem ist es relativ absehbar, wieviele Kostüme ich wohl noch nähen muss.
Die Große zumindest hat damit schon gar nichts mehr am Hut ("Die wollen, dass ich nachmittags verkleidet komme - können wir das bitte.bitte das eine Mal absagen??") und ihre Schule ist eh sogar schon an Weiberdonnerstag geschlossen.
Dafür von mir an dieser Stelle mal ein fettes Dankeschön *g*


Der geneigte Instagramnutzer konnte also schon vor einer Weile verfolgen, dass wir meerjungfrauentaugliche Stoffe shoppen waren. Der komische Stoffladen hat diesbezüglich eine breite Auswahl. Dann kam aber die doppelte Kindkrank-Woche dazwischen und plötzlich war Fasching gar nicht mehr so weit weg. Zu nah jedenfalls, um noch stressfrei das gewünschte Kostüm nähen zu wollen können - das Kleinchen hatte da sehr konkrete Vorstellungen.
So in etwa, aber bitte mit RICHTIGER Flosse ;-)


Da unsere Jüngste allerdings durchaus mit einer gewissen Flexibilität ausgestattet ist, die es erlaubt, auch mal Pläne zu ändern, ohne dass man sich stundenlang schreiend auf dem Boden wälzen oder Türenknallen muss, geht sie nun eben als Fliegenpilz :-)


In den Hut hatte sie sich neulich spontan so sehr verliebt, dass wir den unbedingt haben mussten.
Und den Rest des Kostüms, den hat freundlicherweise der Kleiderschrank hergegeben - bis auf die Strumpfhose, aber die fand sich dann noch bei meinen Mädels in der anderen Ecke des Internets.


Und die Meerjungfrau?
Die nähen wir dann in aller Ruhe für die Verkleidungskiste.
Versprochen ist versprochen.

9. Februar 2015

Kennt Ihr die noch?


Im Freilichtmuseum leuchtete sie mir plötzlich entgegen.


Eine richtige, echte Telefonzelle!


Da musste ich nicht nur näher ran, sondern auch rein. Unbedingt.
Und - oh Wunder - sie war tatsächlich offen :-)


Was für ein Erinnerungsflash!
Dinge, die man absolut und total vergessen hat, die aber sofort wieder präsent sind, wenn man sie sieht... Dieser Schlitz, in dem die Geldstücke aufgereiht wurden, die Wählscheibe, die Bedienungsanleitung, die ich auswendig konnte und vor allem dieses Rückgabefach, in das man einfach immer greifen musste. Hätte ja was drin liegen können. Und natürlich nur original mit den eingeritzten Liebesschwüren.
Und sie roch sogar genau wie früher ;-)


Bei uns gab es allerdings nur zwei Telefonbücher, das normale und das gelbe. 
Dorf eben. 

Ich habe als Kind quasi neben der Telefonzelle gewohnt und unzählige Stunden mit Freunden spielenderweise darin verbracht. In allen Ehren allerdings, niemand wäre auch nur im Traum auf die Idee gekommen, da was kaputt zu machen. So eine Telefonzelle war heilig ;-) 

Hach ja, scheee *inerinnerungsschwelg*
Meine Große hat sich übrigens totgelacht, als ich ihr den Sinn und Zweck einer solchen Telefonzelle erläuterte. Kannte sie nicht, noch nie gesehen. Da fühlt man sich dann spontan wie hundert, mindestens...

So gelacht hat sie übrigens zuletzt, als sie mit dem C 64 Bekanntschaft machte, den der Gatte letztes Jahr in München auf dem Flohmarkt unter einem Tisch entdeckte. Voll funktionstüchtig und sogar mit Datasette (man muss dann auf der Kassette bis zum richtigen Computerspiel vorspulen - da musste sogar ich grinsen ;-) Klar, dass er den haben musste, schließlich war das früher mal ein heißer, völlig unerfüllbarer Wunsch! Unser kleiner, uralter Fernseher kann mit dieser Technik aus einer anderen Welt auch noch umgehen, deswegen können wir jetzt im Bett Pac-Man, Space Invaders oder Jailbreak spielen, während sich die Kinder hysterisch lachend auf dem Boden wälzen.....

5. Februar 2015

Tagebuchbloggen { 5. Februar 2015 }

Frau Brüllen will es an jedem 5. des Monats wissen: "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?
Die gesammelten WMDEDGT-Einträge findet Ihr wie immer hier bei ihr im Blog :-)

Mein Tag beginnt, wie alle anderen in dieser Woche, mitten in der Nacht mit einem hustenden Kleinchen.
Immerhin ist es aber heute schon nach vier, es geht aufwärts ;-)
Ich reiche Wasser und Nasentropfen, hänge ein neues, feuchtes Tuch ans Bett, kuschle ein wenig und empfehle Weiterschlafen. ("Ich bin aber schon ganz lange wach." - "Dann erst recht!") Glücklicherweise gelingt mir das auch rasch, bis um zwanzig vor sechs der Wecker klingelt.

6 Uhr: Küche, Zeitung, schnelles Müsli, warmer Kaffee. Danach wecke ich die Große, die leidlich fit ist und heute zum ersten Mal wieder in die Schule geht.

7 Uhr: Vorher gibt es aber noch Dope in Form von Ohrentropfen, Smoothie, Minztee und Schokoladentoast *g* Wir haben es entspannt, da sie mit dem Gatten zur Schule fährt (Virenhölle Schulbus ist diese Woche mal noch gestrichen!) und außerdem das Kleinchen noch schläft.

7.30 Uhr: Mann und Kind sind aus dem Haus und ich räume und putze eine schnelle Runde. Das Kleinchen schläft immer noch, also auch noch Dusche und eine Ladung Wäsche. Danach ist sie wach und heißa, nahezu fieberfrei. Ich versorge sie mit Hustensaft, Ohrentropfen und Thymianbalsam, danach packen wir uns dick ein und fahren zur Oma. Sie darf dort gemütlich frühstücken und ein bißchen Schulkram nachholen, während ich mal schaue, was sich im Laufe der Woche so im Büro angesammelt hat *örks*

8.30 Uhr: Nach einer wirklich fiesen Runde Eiskratzen und einem Hörnchen-Stopp beim Bäcker kuschelt sich das Kleinchen auf Omas Couch, während ich durch die Kälte ins Büro laufe, wo der Gatte zum Glück schon ordentlich eingeheizt hat. Die Stapel, die auf meinem Schreibtisch warten, tun ein übriges, dass mir ordentlich warm wird. Tippen im Akkord ist heute angesagt!


11.30 Uhr: Ich fahre kurz zur Bank und bin hochgradig empört über die Kälte draußen. Und dann auch noch dieser Wind, uuuhhhh. Nicht mein Wetter.... Das Kleinchen, nach dem ich kurz schaue, ist fleißig am loomen, während Oma kocht. Ich scheuche es an seine Nacharbeiten aus der Schule und laufe rasch wieder zum Schreibtisch.

12 Uhr: Es gibt Mittagessen mit Oma, Opa und dem Gatten. Ganz klar immer das Highlight des Donnerstags. Wir bekommen noch eine Portion für die Große mit und eine Tüte Mäuschen für alle,
Die gibt es hier traditionell an Fastnacht und die von Oma sind definitiv die besten!
Im Auto stelle ich dann fest, dass die Zeit noch knapp für den Bastelladen reichen könnte, wenn ich mich ranhalte. Während das Kleinchen im Auto weiterloomt, schaffe ich es dann auch tatsächlich, in knappen fünf Minuten über 50 Euro für Wolle auszugeben. (Dass es nicht mehr wurde, liegt nur daran, dass sie nicht genügend türkisfarbene Knäuel da hatten.) Der Nachschub für die Häkeldecke 2015 ist erst mal gesichert ;-)

13 Uhr: Punktlandung vorm Gymnasium. Die Große erscheint auch zügig, klagt zwar über Hunger, Halsschmerzen (immer noch!) und einen für morgen angesetzten Mathetest, macht aber sonst einen ganz fitten Eindruck. Wir fahren noch bei einer Freundin vorbei, Hausaufgaben abliefern, und dann geht es schleunigst nach Hause. Die Große bekommt ihr Essen, während das Kleinchen am Küchentisch schon mal ein weiteres Matheblatt löst. Später gesellt sich die Große mit ihren Englisch-Hausaufgaben dazu und beide fragen ständig irgendwas, während ich versuche, hier zu tippen. Das Ergebnis ist eine bemerkenswerte Matschbirne *g*
.
14.30 Uhr: Das Kleinchen bekommt eine weitere Runde Gesundmacher, bevor ich ihm eine Pause im Bett verordne. Die Große verzieht sich zum Mathelernen und ich lande mit einem Buch auf der Couch.
Ganz kurz wenigstens....
Ruhe.....


16 Uhr: Die Kinder haben Tee und Mäuschen bekommen, jetzt übt die Große Klavier und das Kleinchen sitzt auf meinem Schoß und füllt im Rekordtempo Rechenpyramiden aus. Der Nachbarkumpel hat inzwischen Nachschub gebracht. Gut, dass wir noch ein Wochenende vor uns haben.... In der Postmappe lag übrigens auch eine Genesungskarte von der ganzen Klasse und viele bunte Bilder ♥ So lange war auch noch nie eines meiner Kinder krank, dass wir in den Genuss kamen :-p Zur Erholung darf die Missi danach unter die große Decke auf der Couch und eine Folge Wickie auf dem iPad schauen, während ich die Große rasch zu ihrem heißgeliebten Konzentrationsprojekt bringe. Zurück zu Hause schaffe ich noch eine Maschine Wäsche in den Trockner, bevor ich mich zum Kleinchen auf die Couch packe. Heute darf sie mir mal was vorlesen :-)

17 Uhr: Das Kleinchen darf noch eine zweite Folge Wickie, während ich die Große wieder abhole.
Danach erkläre ich den Aktivitätenteil des Tages für beendet, denn das Kleinchen hat nun wieder Fieber (womit sich meine Überlegungen, ob ich sie jetzt wirklich diesen einen letzten Tag der Woche wieder in die Schule schicken sollte, elegant von selbst erledigen - lediglich optisch gesunde Kinder in Gemeinschaftseinrichtungen zu schicken, finde ich eh absolut unmöglich und glaube ja fest, dass es insgesamt viel weniger kranke Kinder (und Elternfehlzeiten!) gäbe, wenn sich die Kranken nur ordentlich auskurieren dürf.... Ach, lassen wir das *hmpf*) und die Große ist platt. Ich hoffe also einfach mal, dass "Mathe finde ich im Moment echt total einfach" nicht nur eine platte Worthülse ist und schicke die Kinder zum Umziehen und Feierabendeinläuten.

19 Uhr: Wir gammeln immer noch auf der Couch, unterhalten von Büchern, der Schülerzeitung und gleich auch dem KiKa... Hier bleiben wir auch, die Kinder bekommen gleich pädagogisch fragwürdige Schokowecken als TV-Dinner, aber immerhin mit Obst und Gemüse *g* - für mich ein großes Müsli mit Obst und dem Gatten haben wir aufgetragen, sich auf dem Heimweg einen Döner abzugreifen.
Darf er dann auch auf der Couch essen. Wenn schon, denn schon ;-)
Die Kinder werden sicher sehr früh im Bett liegen und wir noch schauen, was wir so auf unserer Festplatte finden, so als Begleitung zu Häkeln, ein bißchen Abendarbeit und Urlaubsplanung....

3. Februar 2015

Gut bemützt

... wandert das Kleinchen momentan durch die kalten Wintertage.


Also - normalerweise.
Im Moment wandert hier nämlich niemand, denn beide Kinder sind krank.
Zum ersten Mal überhaupt übrigens. Also beide gleichzeitig. Auch keine Erfahrung, auf die ich jetzt zwingend Wert gelegt hätte, aber gut. Fragt ja keiner ;-)
Da sie praktischerweise auch nicht dasselbe haben - das Kleinchen nämlich die klassische Rüsselseuche mit Schnupfen-Ohrenweh-Husten-Halsweh-Fieber bei ziemlich fidelem Gesamtzustand, die Große mehr so was Erwachsenes mit viel Fieber-Kopfweh-und-Lass mich einfach in Ruhe sterben (wenn man mich fragt, ist es ganz schlicht und ergreifend die dritte, wie immer ziemlich untypische Streptokokkenrunde innerhalb eines Jahres, aber laut Arzt ist es noch "zu uneindeutig, abwarten" *hmpf*) - liegt also die eine auf der einen und die andere auf der anderen Couch oder sie verlustieren sich in ihren jeweiligen Zimmern, zwischen denen ich dann pendeln darf. Gerne auch nachts. Wäre ja sonst echt langweilig. Wir vertreiben uns die Zeit mit essen, lesen, vorlesen (und vorlesen lassen), dösen, Hörspielen - und mit gaaaaanz vielen Hausaufgaben, die uns zuverlässig jeden Mittag ins Haus geliefert werden. 
Langeweile kommt da jedenfalls nicht auf....


Aber das wollte ich eigentlich gar nicht erzählen, sondern endlich mal zeigen, was bei meinem ersten Nadelspiel-Versuch entstanden ist! Ich bin ja ziemlich skeptisch an die Sache mit den vier Stricknadeln herangegangen und dementsprechend begeistert, dass direkt etwas derart Brauchbares dabei herauskam ;-)
Die Anleitung für die Herzchenmütze habe ich hier bei schoenstricken entdeckt - die hat mir so gut gefallen, dass ich zum ersten Mal bereit war, meine Nadelspiel-Phobie zu überwinden.
Danke nochmal dafür!


Da das Kleinchen ja noch keinen Erwachsenenkopf hat, habe ich etwas dünnere Wolle und Nadeln genommen, damit wurde die Mütze automatisch etwas kleiner. DAS ist im Übrigen ein klarer Nachteil des Strickens im Vergleich zum Häkeln: beim Häkeln kann man zu jeder Zeit probieren, ob etwas passt - beim Stricken muss man erstmal einen gewissen Vertrauensvorschuss investieren und loslegen, bis irgendwann genug Strickwerk von der Nadel gerutscht ist und man mal die Probe machen kann...

Einen Loop habe ich übrigens noch schnell hinterhergeschoben und jetzt werde ich mal sehen, ob mir die Häkeldecke 2015 auf der Couch noch ein bißchen Platz lässt für ein paar Handstulpen.
Ein ganzes Set, das wär's ja mal...