Wie versprochen versuche ich heute mal einen kleinen Biokisten-Rückblick.
Vier Stück gab es im Januar (ok, eigentlich sogar fünf, aber die von gestern schlummert noch in der Kamera ;-)
Was war drin?
Die erste war eine Schnupperkiste, deren Inhalt ich nicht beeinflussen konnte.
Daher haben wir erst mal folgendes großzügig in der Nachbarschaft verteilt: zwei Ziegenjoghurts, ein Ziegenquark und ein großes Stück Ziegen-Brie. Damit macht man hier niemanden froh und außerdem ist es zwar besser verträglich als Kuhmilch, aber trotzdem nicht laktosefrei... Dass das auf uns zukommen würde in dieser ersten Kiste, wusste ich aber und war vorbereitet ;-)
Für uns blieben: eine Handvoll bunter Möhren, ein kleiner Hokkaido-Kürbis, ein Kopf Salat, Tomaten, Bananen, Mandarinen, Äpfel, je ein Päckchen Rindersalami und Fleischkäse, vier Bratwürste und ein Roggen-Vollkornbrot.
Zweite Woche, diesmal selbst zusammengestellt:
Basis ist ein mittleres Gemüse-/Obst-Abo, das man beliebig ergänzen oder austauschen kann.
Eine Salatgurke, Salat, Kartoffeln, Tomaten, Paprika, Möhren, Äpfel, Birnen, Mandarinen, Kiwis und eine Mango für die Vitamine ;-) Dazu Eier, ein Stück Käse, Gulaschfleisch und eine Müslistange.
Woche drei:
Normalerweise mixe ich ich das Gemüse so, dass welches dabei ist, das sofort verbraucht werden soll und welches, das ich einige Tage aufheben kann. Diesmal sind wir aber gleich zu Beginn zwei Tage weggefahren, deswegen diesmal kein Salat ;-)
Dafür Möhren, Brokkoli, Paprika, Sellerie, Lauch, Pilze, mehr Tomaten und die unvermeidliche Salatgurke für die Große. Eigentlich bräuchte sie für jeden Tag eine! Dazu Äpfel, Mandarinen, Blutorangen, Bananen, ein Granatapfel, Eier, ein Stück Suppenfleisch, Rindergeschnetzeltes und zwei Dinkel-Apfelnuss-Schnecken.
Woche vier:
Kartoffelnachschub, bunte Möhren, Kohlrabi, Zucchini, eine Salatgurke, Eisbergsalat, Pilze, eine Avocado und noch mehr Tomaten. Bananen, Mandarinen, wahnsinnig tolle Äpfel, Eier, ein Buttermilchbrot und in der Tüte Geflügel - Schnitzel und Hähnchenschenkel. Aus letzeren wurde ein Pott Hühnerbrühe zum Sofortessen und Einfrieren. Mein Highlight war das Brot, das wird es jetzt öfter geben.
Die sechs Eier reichen natürlich nicht für eine ganze Woche, montags bekomme ich immer nochmal vier oder sechs von meiner Oma ;-)
Plastik-Bilanz:
die Kiste natürlich, aber das ist eine Pfandkiste.
Dazu die Joghurt-/Quarkbecher aus der ersten Kiste und die Verpackung der Wurst. Ach, und der Salat steckte auch in einem Tütchen, aber ich vermute, das kann man auch abbestellen ;-) Vakuumverpacktes Fleisch wollte ich eigentlich endgültig gar nicht mehr, aber das erweist sich als schwierig. Selbst der Bio-Supermarkt in der Großen Stadt hat keine Fleischtheke, eigentlich hat man hier nur die Wahl zwischen nicht-bio und Plastik. (Was übrigens oft so ist, zum Beispiel in der Obst-und Gemüseabteilung eines herkömmlichen Supermarktes - schon mal drauf geachtet? Bioware ist immer großzügig eingepackt.)
Die Wurst kaufe ich inzwischen entweder im Dorf-Supermarkt, dort wird sie in dieses freezer-ähnliche, beschichtete Papier gewickelt, oder in meinem Lieblings-Supermarkt in der großen Stadt, der hat eine respektable Bioecke in der Fleischtheke.
Dort kaufe ich im Notfall auch Fleisch, aber in der Regel reicht das aus der Kiste.
Da das lecker und qualitativ gut ist, nehme ich hier die Vakuumverpackung erstmal billigend in Kauf, bis ich eventuell noch eine bessere Alternative finde...
Insgesamt bin ich sehr zufrieden, unser Gemüse-Plastik hat sich quasi auf Null reduziert.
Einzig meine sündigen, dem Januar-Blues geschuldeten Himbeeren ab und an verhindern das absolute Nichts *indieeckestell*