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18. Mai 2026

Willkommen, Baby!

 Am vergangenen Wochenende sind wir nach Frankfurt gefahren, um das jüngste Familienmitglied kennenzulernen. (Sie ist die Jüngste, wird aber keineswegs die Kleinste bleiben, denn sie ist schon jetzt erstaunlich groß ;)

Als Willkommensgeschenk bekam sie, neben einem Buch (Natürlich! Nichts verschenke ich lieber als Bücher und das hier war ein echter Volltreffer, das lieben schon elf Wochen alte Babys heiß und innig!) und einem Shirt von den Prusselisen, Babystrümpfe in zwei unterschiedlichen Größen, die ich im vergangenen Silvesterurlaub gestrickt hatte.


Strümpfe in diesen Minigrößen sind SO dankbar zu stricken und vor allem sehr schnell fertig. Ich habe diesen beiden Paare an fünf oder sechs Abenden gestrickt und ich bin eine wirklich unfassbar langsame Strickerin… Und sie sind zwar winzig, aber trotzdem nicht schwieriger oder fummeliger zu stricken als „normale“ Strümpfe.


Bei der Anleitung habe ich, wie so oft, auf Caros Fummeley zurückgegriffen, die Baby-Variante mit Ferse, wenn schon, denn schon. Die Beschreibung war wie immer super detailliert und leicht umzusetzen, danke dafür (Ich stricke immer nach Anleitungen in Schriftform, Videotutorials sind nicht mein Fall. Gibt es aber auch.)


Diese hier sind jetzt Größe 16 (0-3 Monate) und 17/18 (3-6 Monate) und das war auch genau richtig so. Die pinkfarbenen passten jetzt genau und in die braunen kann sie im Anschluss reinwachsen. Und da man für solche Minisöckchen ja nur den Bruchteil eines Knäuels benötigt, werde ich (und habe ich schon) das  ein oder andere Paar auf Vorrat stricken, für zukünftig zu beschenkende Babys ;)

18. Februar 2026

Statt Strümpfen! { The Sophie Scarf }

 Ich habe ja durchaus noch ein paar Strumpf-Projekte in der Pipeline, aber zuletzt hatte ich das dringende Bedürfnis, mal wieder was anderes auf den Nadeln zu haben. 


Und was läge da näher, als der Sophie Scarf von PetiteKnit - ein kleines, schnelles Schal-Projekt, nicht nur passend zur Jahreszeit, sondern sogar auch mal nah an sowas wie Trend. Sophie Scarfs sieht man in der Strick-Bubble seit einer Weile ja fast so häufig wie im vorletzten Jahr Dubai-Schokolade in der Weihnachtszeit ;)


Gestrickt habe ich nach der Original-Anleitung und zwar die kleine Variante, die man nur einmal um den Hals legt. Es gibt zwar diverse Abwandlungen im Netz zu finden, auch kostenfreie, aber viele davon ähneln dem Original nur noch in Ansätzen, zu lang, zu spitz, anderes Muster und oft fehlt sogar der schöne Icord-Rand. Wenn schon, dann richtig. 


Ganz zu Beginn habe ich mit der Anleitung gekämpft, man sieht hier bei dem unteren Zipfel, dass der rechte Rand bei den Zunahmen immer eine Abzweigung nach innen nimmt. Als ich den Fehler entdeckt habe (nur beim allerersten Mal die Zunahme nach zwei Maschen, danach immer nach drei!), habe ich, ganz untypisch für mich, entschieden, die Reihen nicht aufzuribbeln, sondern erst mal abzuwarten, ob sich nicht noch weitere Komplikationen auftun, wegen derer ich irgendwann eh ganz von vorne anfangen müsste…


Dem war dann aber nicht so, der Rest gestaltete sich völlig problemlos und war auch wirklich flott gestrickt. Und der buckelige Anfang, der trägt sich weg, das habe ich seit ein paar Tagen schon eingehend getestet ;) Und wider Erwarten stört mich das sehr halsnahe Tragen inklusive Knoten tatsächlich gar nicht, da war ich zu Beginn unsicher. Das Material ist aber auch sehr angenehm, das ist Ecopuno (Baumwolle/Schurwolle/Alpaka-Mix) von Lana Grossa in der Farbe 044.


Und deswegen habe ich gleich mal das nächste Modell angeschlagen, diesmal in einem schönen Senfton („Jawoll Superwash“ von Lang Yarns, eigentlich eine Strumpfwolle) und hier ist der Rand auch von Anfang an gelungen ;) Für das kleine Modell sind die kurzen Strumpfnadeln übrigens vollkommen ausreichend. Mag ich persönlich lieber als eine Rundstricknadel. Auf geht’s in die nächste Runde!

21. Januar 2026

Gegen das Grau

 Da muss Farbe in den Januar! 
Und das geht zum Beispiel ganz wunderbar in Form von Ringelstrümpfen :)


Ich kann wegen Bandscheiben, Schulter und Konsorten immer noch nur sehr dosiert stricken, aber wenn, dann sind es fast immer Strümpfe, vorzugsweise aus dicker sechsfädiger Wolle, damit ich auch mit dem mir angeborenen Schneckstricktempo einigermaßen voran komme…


Ich mag ja die klassischen Strumpfwollmuster nicht so gerne, aber dieses „selfstriping yarn“ von Nicole Méndez liebe ich, denn das macht richtig tolle Blockstreifen, ohne dass man Farbwechsel knoten muss. Das habe ich inzwischen schon in ganz unterschiedlichen Farben auf den Nadeln gehabt.


Was ich dieses Mal allerdings zum ersten Mal ausprobiert habe, ist eine Herzchenferse und ich muss sagen, die kann echt was. Einfach zu stricken und sitzt richtig gut. Ich denke, die nehme ich in mein Standardrepertoire auf. (Den Rest der Anleitung habe ich ignoriert, dazu kann ich nichts sagen ;)


Als nächstes habe ich jetzt noch einen Strang in Blautönen hier liegen, aber auch, wenn der „Let it Snow“ heißt, werde ich mir den wohl für den Sommerurlaub aufheben, denn für mich sind das die klassischen Meerfarben. Diese hier dürfen mir aber schon jetzt die Füße wärmen, worüber ich mich jedesmal wieder freue.

16. September 2024

Nicht ohne meine Wärmflasche!

 Hey und hallo - hiermit beende ich endgültig meine Sommerpause, denn draußen ist eher Winterwetter, es wird also wirklich Zeit ;) Und was läge da näher, als mit einem Projekt zu starten, das ich zwar schon vergangenen Winter umgesetzt habe, das mir aber seither quasi täglich die Füße und den Rücken wärmt? In den letzten Tagen noch nötiger als eh schon immer…


Meine Wärmflasche brauchte dringend eine neue Hülle, weil die alte buchstäblich auseinanderfiel, final war es dann auf dem Weg in unseren Silvesterurlaub vorbei mit ihr. Und da ich für den Winterurlaub zwar traditionell wirklich viel mitschleppe (die Familie fährt Ski, ich chille!), aber die Nähmaschine dann doch nicht, habe ich mir unterwegs in München Wolle und ein Nadelspiel gekauft und mich mal an einer gestrickten Hülle versucht. Inspiriert hat mich dabei das Hotty Cape von Knitter’s Heaven. Da ich aber andere Wolle hatte und dünnere Nadeln, habe ich es am Ende nach Studium der Anleitung nur optisch nachgestrickt, nicht unbedingt inhaltlich ;)

Mit dem Ergebnis bin ich super zufrieden, auch wenn es bis dahin elend lange gedauert hat und auch grenzwertig langweilig war mit den vielen rechten Maschen und der grauen Wolle. Hatte durchaus Depressionspotenzial zwischendrin, aber dann kam die Dschungelcamp-Zeit und hat mich durchhalten lassen. Trash TV made me do this! Trotzdem war ich selten so froh wie in dem Moment, als ich mit dem Rippenmuster anfangen konnte… Nächstes Mal (ich bin nicht sicher, ob es eins geben wird oder ich doch lieber wieder das Schnittmuster auspacke ;) würde ich auf jeden Fall dickere Wolle nehmen und vor allem auch eine, die weniger ribbelt. Noch gehts, aber man kann durchaus schon sehen, dass das kein Stück für die Ewigkeit sein wird. Aber sei’s drum, noch ist sie schön und ich freue mich jeden Tag, sie befüllen zu dürfen.

 (Danach habe ich übrigens nahtlos begonnen, knallbunte Ringelstrümpfe zu stricken! Leider hänge ich aber immer noch am ersten, denn seit dem Frühling hindert mich ein sehr hartnäckiges (und sehr schmerzhaftes) Impingement-Syndrom in der Schulter am Weiterstricken. Und eigentlich auch an allem anderen. Außer am Lesen, was ich auch sehr exzessiv tue. Ein Dauerzustand ist das allerdings nicht, wir arbeiten momentan hart daran, das final zu lösen ;) Bis dahin werde ich uns hier die Zeit vertreiben, indem ich mal die Urlaubsbilder des Sommers aufarbeite, habe ich beschlossen…)

21. Januar 2024

Strickstrumpfzeit!

 Diese Strümpfe hier hatte ich auf dem Weg in den Sommerurlaub begonnen, im Herbst dann lange weggelegt, weil ich eine zeitlang schmerzbedingt erst gar nicht mehr und dann nur sehr dosiert stricken konnte - und dann ziemlich zügig die noch fehlenden anderthalb Strümpfe beendet, weil ich die Farbkombi so schön fand und sie unbedingt endlich TRAGEN wollte ;)


Die Wolle habe ich aus einem Strickset, es sind die Freundin-Socken Nr. 45 und die Wolle kann ich auch sehr empfehlen, ganz im Gegensatz zu dem Strickkit, das ich ausdrücklich nicht empfehlen möchte, da waren nämlich zwar diverse Hefte mit dabei, aber leider nicht das mit der Anleitung. Die musste ich mir dann auf dubiosen Wegen nochmal separat besorgen und ehrlich - es wäre auch einfach ganz ohne gegangen ;)


Gestrickt aus Superba Premium, Schaft und Fuß in Mouliné beige/weiß und Ferse und Spitze in Puder. Das war im Übrigen auch der Grund, warum ich mir überhaupt diese Strümpfe rausgesucht hatte: Ich wollte mich mal an einem Farbwechsel versuchen. Der war dann wider Erwarten gar nicht schwer, ob ich es allerdings auch richtig gemacht habe, da bin ich mir immer noch nicht so sicher ;) Das Ergebnis mag ich aber jedenfalls sehr!

Die Anleitung jedoch… Tjanun. Ich mag das Rippenmuster, sehr sogar, und auch den Kontrast mit der glatt rechts gestrickten Ferse und Spitze, das ist für mich einfach DER klassische Strumpf-Look. Die Spitze ist mir aber zu spitz (sieht man jetzt hier so aufgezogen auf dem Strumpfbrett nicht) und für die Ferse habe ich direkt auf eine andere Anleitung zurückgegriffen, die ich aber auch nur so mittel finde im Ergebnis. Angezogen alles kein Problem, geht aber definitiv noch besser :)

8. September 2023

Babysöckchen, die Xte

 Kann man eine Babysöckchensucht entwickeln? Ich glaube schon. Sie sind einfach so schnell gestrickt und sehen in ihrer Winzigkeit immer total perfekt aus. Ob in uni grau oder bunt meliert.


Diese hier sind aus den Resten meiner gutgelaunten Sockenwolle entstanden und es ist erstaunlich, wie anders die Wolle bei der Miniaturausgabe wirkt. Man sieht sehr deutlich, dass solche Wolle keineswegs willkürlich gefärbt ist, sondern offenbar passend für den klassischen Durchschnittsfuß. In Babygröße ist die Farbverteilung eine komplett andere. Nicht mehr wild meliert, sondern je ein Drittel mit jeweils anderem Schwerpunkt in pink, weiß und rosa. Auch schön :)


Auch diese Söckchen habe ich wieder nach kostenlosen der Anleitung von Caros Fummeley gestrickt, die ist leicht verständlich, das Ergebnis durch das Rippenmuster schön dehnbar und das vereinfachte Käppchen reicht für die Größe auf jeden Fall aus  und beschleunigt die Fertigstellung nochmal deutlich.
I like :)

31. Juli 2023

Komebukuro

Oder auch: Reisbeutel nähen! 
Auch so ein Ding, das ungelogen schon seit Jahren auf meinem Zettel stand und doch irgendwie immer zugunsten von anderen Projekten hinten runtergefallen ist.


Jetzt aber! Ich nähe mir ja traditionell in jedem Sommer eine Urlaubstasche und dies habe ich zum Anlass genommen, endlich einen dieser praktischen japanischen Beutel in Angriff zu nehmen, um meine ebenso traditionelle Urlaubs-Handarbeit darin verstauen zu können.


Ein Stoff war schnell gefunden und da hier ja immer noch UWYH ganz groß geschrieben wird, habe ich ihn mit altem Leinen und einem Rest Hoodie-Kordel kombiniert - und das Ergebnis gefällt mir richtig, richtig gut.


Anleitungen für Komebukuro-Beutel finden sich zuhauf im Netz, ich habe diese hier von snaply hergenommen und war sehr zufrieden damit. Wider Erwarten ist das auch ein sehr unaufwändiges und schnelles Projekt, so dass ich schon überlege, noch eins als Reise-Kosmetikbeutel hinterherzuschieben.

Und was ist drin im Beutel? Material für ein Paar Freundin-Socken Nr 45 (nicht das Set kaufen, tut es nicht, da ist nämlich zwar ein Stapel Hefte dabei, aber leider nicht das mit der Anleitung und die ist auch nicht mehr erhältlich. Ich hab sie auf dubiosen Wegen dann noch ergattern können, glaube aber, dass ich eventuell doch lieber wieder auf eine bereits erprobte zurückgreifen werde…) Denn da ich ja inzwischen ganz gut Strümpfe stricken kann, will ich mich hier mal an etwas Neuem versuchen: Einem Farbwechsel. Klingt für mich mal wieder nach Raketenwissenschaft, aber das ging mir mit der Strümpfestrickerei anfangs ja nicht anders. No risk, no fun!

19. Juni 2023

Resteverwertung deluxe

 Inzwischen habe ich ja schon ein paar Strumpfpaare gestrickt und werde dabei immer routinierter. Allerdings hat es mich enorm genervt, dass ich jedesmal am Ende ein kleines Knäuel Wolle übrig behielt, weil die klassischen 100 Gramm Strumpfwolle für Füße bis Größe 46 ausreichen und das kann ich doch deutlich unterbieten. (Siehe auch: „Wieviele Wolle braucht man für ein Paar Socken?“)


Auf bunte Restesocken stehe ich aber auch nicht so wirklich, deswegen habe ich mal versucht, ob so ein Restchen noch für ein Paar Babystrümpfe ausreicht. Und was soll ich sagen?
Aaaawwwww.
Das hier ist jetzt Größe 3-6 Monate (oder 17/18) und dafür reichen die Reste eines 100 Gramm-Knäuels ganz hervorragend, wenn man vorher ein Paar in Größe 39 gestrickt hat. So bekomme ich zu jedem Paar neuer Strümpfe für mich auch immer gleich noch eines für die Geschenkekiste, perfekt! Und wie befriedigend ist es bitte, solche Babygrößen zu stricken? Die sind nicht nur von Natur aus zuckersüß (Kindchenschema funktioniert bei einfach ALLEM ;) sondern zudem auch noch innerhalb allerkürzester Zeit fertig.


Dir Anleitung habe ich hier bei Caros Fummeley gefunden und sie ist nochmal eine Spur einfacher als „normale“ Strümpfe,  da mit sehr vereinfachtem Käppchen gestrickt. Durch das fortlaufende Bündchenmuster sind die Söckchen schön dehnbar, liegen gut an und strampeln sich nicht sofort wieder weg. Ich sag’s mal so: Das hat Suchtpotenzial. Meine Kinder hatten viele solcher Strümpfe von der Uroma und ich habe sie alle geliebt, deswegen verschenke ich sowas auch wirklich gerne zur Geburt. Gut also, dass ich jetzt einen Vorrat anlegen kann…

28. Oktober 2022

Strümpfe stricken


Meine Oma hat Strümpfe gestrickt, so lange ich denken kann.
Mir persönlich erschien dieses dreidimensionale Um-die-Ecke-Stricken
immer eher wie Raketenwissenschaft. Mindestens.
Meine Fähigkeiten beschränken sich weitestgehend auf Geradeaus-
Stricken, rechts oder links. Immerhin.


Aber nun ist meine Oma nicht mehr da und die letzten von ihr 
gestrickten Strümpfe bestehen inzwischen mehr aus Stopf- als 
aus Strickmustern. Zeit also, meine persönliche Komfortzone zu 
verlassen.... Der Sommerurlaub erschien mir als perfekte 
Gelegenheit - eine kleine, unschwitzige Handarbeit, genau 
das richtige für laue Abende vor dem Wohnmobil am Strand.
In Wahrheit war es dann aber die meiste Zeit viel zu heiß
für irgendwas, und so kam ich über das Bündchen und den
Schaft nicht hinaus. So weit, so einfach.


 Die bedrohliche Ferse habe ich mir dann für zuhause aufgehoben,
genauer gesagt, bis letzte Woche. Gut. Wir sind ja auch erst 
seit zwei Monaten wieder zuhause *hüstel
Die abschreckende Wirkung war nicht zu verachten.
Jetzt habe ich mir allerdings ein Herz gefasst und was
soll ich sagen? Fersen stricken ist wirklich 
pipieinfach, wenn die Anleitung stimmt. 
Einfach nur stumpf die Anweisungen befolgen,
dann fluppt das von alleine...
Grundsätzlich habe ich als Basis diese Anleitung hergenommen, 
denn die kam mir sehr bekannt vor - so hat tatsächlich 
auch meine Oma immer ihre Strümpfe gestrickt. 
Und wo ich dachte, es sei noch was unklar, haben mir diese Artikel 
von KnitPro (halb so viele Reihen für die Fersenk(l)appe wie 
angeschlagene Maschen auf den Nadeln!) weitergeholfen, von
Wenn man beginnt, sich mit diesem Thema zu beschäftigen, kann man 
nächtelang in dem absoluten Rabbit Hole versinken. Es gibt natürlich 
auch unzählige (un.zäh.li.ge!!) Videotutorials, aber ich bin und 
bleibe wohl für immer Team Geschriebene Anleitung.


Im Moment beschäftige ich mich jetzt gerade mit den letzten Reihen
der Fußspitze und ich denke, schlussendlich wird meine
allergrößte Herausforderung bei diesem Projekt gewesen sein, 
dass am Ende die zweite Socke genauso aussieht wie die erste.
Wer hätte das gedacht :)

23. November 2021

Schnell gehäkeltes Hängekörbchen DIY

 Womit ich in den vergangenen Monaten wirklich viel Zeit verbracht habe,
waren kleine, unkomplizierte Projekte, die ich abends auf der Couch
erledigen konnte, ohne mein pandemiegeplagtes Hirn noch zusätzlich
über Gebühr strapazieren zu müssen und die trotzdem schnelle
und schöne Erfolgserlebnisse versprachen. 
Eines dieser Projekte war dieses schnelle Hängekörbchen aus dickem
Zpagetti-Garn, das mit einer 12er Nadel an einem Abend gehäkelt war.


 Das Körbchen wird mit festen Maschen in Spiralen gehäkelt, wobei die festen 
Maschen immer nur in das hintere Maschenglied der Vorrunde gehäkelt werden.
Der Durchmesser beträgt am Ende, abhängig davon, wie fest man häkelt,
etwa 30 Zentimeter. Gehäkelt habe ich mit einer 12er Nadel und 
einem Knäuel Jerseystreifen-Garn (Hooked Zpagetti). 

Beginne mit einem magischen Ring und häkle dort hinein 8 feste Maschen (fM).
Dies ist die erste Runde. Zu Beginn jeder neuen Runde setzt Du am besten
einen Maschenmarkierer, so kann man besser nachzählen. Von Runde 2 bis 7
wird nun regelmäßig zugenommen.

Runde 2: Zwei feste Maschen in jede Masche der Vorrunde (=16).
Beachte nochmal, dass dabei immer nur in das hintere Maschenglied 
der Vorrunde eingestochen wird. Das gilt auch für alle weiteren Runden.

Runde 3: Eine feste Masche in die erste Masche der Vorrunde und zwei 
feste Maschen auf einmal in die nächste. Immer abwechselnd fortfahren 
 (1fM, 2fM in die nächste Masche) bis zum Rundenende (=24).

Runde 4: Jetzt häkelst Du je eine feste Maschen in die zwei ersten Maschen
der Vorrunde, dann zwei feste Maschen auf einmal in die dritte.
So wiederholen (2fM, 2fM in die nächste Masche) bis zum
Rundenende (=32)

In den nächsten Runden kommt immer eine weitere einzelne feste Masche
zwischen den doppelten dazu, also 
3fM, 2fM in die nächste Masche (Runde 5 = 40) 
4fM, 2 fM in die nächste Masche (Runde 6 = 48)
5fM, 2fM in die nächste Masche (Runde 7 = 56)
Immer wiederholen bis zum Ende der Runde und immer daran denken,
dass immer nur in das hintere Maschenglied der Vorrunde 
eingehäkelt wird.

In den Runden 8-12 häkelst Du immer eine feste Masche in jede
Masche der Vorrunde, es bleibt also bei 56 Maschen.
Danach geht es an die Abnahme:

Runde 13: Fünf feste Maschen in die fünf Maschen der Vorrunde, danach
zwei feste Maschen zusammenhäkeln. Wiederholen bis zum Rundenende (=48).

In den folgenden Runden ist dann jeweils eine feste Masche weniger 
zwischen dem Zusammenhäkeln, also 
4fM, 2fM zusammenhäkeln (Runde 14 = 40)
3fM, 2fM zusammenhäkeln (Runde 15 = 32).

Runde 16: Eine feste Masche in jede Masche der Vorrunde (=32).

Runde 17: Eine Kettmasche in jede Masche der Vorrunde (=32).

Aufhängeschlaufe: Acht Luftmaschen als Kette häkeln, das
Ende nahe am Beginn der Kette mit einer Kettmasche sichern
und dann entlang der Luftmaschenkette mit festen Maschen
zurückarbeiten. Mit einer Masche in die letzte Korbreihe 
sichern und abketten. Alternativ kann man auch auf die 
Schlaufe verzichten und zum Beispiel einen Lederriemen
mit Öse einfädeln.


Das sind wirklich nicht viele Runden, oder? 
Und durch das dicke, weiche Garn auch wirklich schnell weggehäkelt.
Zum Glück liegen hier noch zwei weitere weiße Knäuel - diese Körbchen
habe ich nämlich für unsere Hängeleiste im Bad gedacht, für jede*n
von uns eines. Es stehen nun ja wieder viele weitere 
dunkle Winterabende auf der Couch an ;-)

28. April 2021

Ich packe mein Projektbeutelchen

 ... und nehme mit:
Eine Häkelnadel, wunderbar weiche Wolle und die 
Anleitung für einen Crochet Along aus dem vorletzten Jahr.
Es ist nämlich definitiv sowas von an der Zeit, mal wieder eine Decke zu
häkeln! Es ist zwar schon beinahe Mai, aber dafür habe ich 
a) ja auch schon eine Decke geNÄHT und 
b) hintenraus ein bisschen mehr Zeit. Dazu später mehr. 
2015 und 2018 habe ich zuletzt solche Jahresprojekte gehäkelt - ich
erkenne einen eindeutigen Dreijahreszyklus ;-)


Dass es wieder eine Decke aus zusammengesetzten Granny Squares 
werden sollte, war direkt klar, auch wenn ich in den letzten beiden Wochen
aus lauter Entscheidungsunfähigkeitsverzweiflung schon anfing, eine 
Decke in Reihen zu häkeln. Quasi als Übersprungshandlung. Ein gutes
Stück habe ich schon, aber jetzt werde ich das erst mal beiseite legen, denn
grundsätzlich ist sowas eher ein Projekt für die kalte Jahreszeit, wenn man sich
 mit der wachsenden Decke nach und nach immer weiter zudecken kann. 
An den Grannys schätze ich, dass man überall und jederzeit daran
weiterhäkeln kann, weil sie so handlich sind. Und das befriedigende Gefühl - 
jedesmal wieder, wenn ein weiteres Quadrat auf den Stapel wandert.


WELCHE Grannys es allerdings werden sollten, darüber habe ich sehr
viele Tage gegrübelt. Das mehrfarbige Daisy Granny liebe ich sehr, aber
es war schnell klar, dass es auf jeden Fall eine einfarbige Decke werden sollte.
Die wird die Große nämlich im nächsten Jahr zum Abi bekommen (Wenn man auf
eigenen Beinen steht, braucht man dringend eine eigene Decke! Und deswegen habe
ich auch Zeit bis Anfang März, also doch beinahe wieder ein ganzes Jahr.) und
die ist definitiv eher der einfarbige Typ. Mein absoluter Favorit ist das
dunkelblaue Granny rechts unten, das heißt nämlich "Tulips from Holland"
(Traveling Afghan Square #3) und mehr muss man beim Stand meiner momentanen
Holland-Sehnsucht wohl nicht sagen :) Allerdings geht das Tulpenmuster in
der dunklen Farbe komplett unter und da die Decke grau bis dunkelgrau
werden sollte, war das auch raus... Mehr durch Zufall bin ich dann auf den
Nature's Walk CAL aus 2019 gestoßen und die Testquadrate - die beiden hellen
links - haben mich absolut überzeugt. Schön groß, leicht verständliche Anleitung
und vor allem sechs verschiedene Muster, die ein bisschen Abwechslung in
die einfarbige Decke bringen werden. Perfekt!


Die Wahl des Garns dauerte dann nochmal ähnlich lange wie die Wahl der Decke.
Zu dick, zu dünn, zu flauschig, zu flutschig, falsches Grau, gar kein Grau.
Es ist endlos. Schlussendlich habe ich mich mal wieder für myboshi entschieden, 
die "50/50" (Baumwolle/Wolle) in anthrazit - natürlich das teuerste aus der Auswahl, 
eh klar. Aber das ist einfach sooooo gemütlich in der Hand, das wird
sicher eine wahnsinnig angenehme Decke! 
Ob ich es mit einer 4,5er oder 5er Nadel verhäkle, das wird der erste 
Test zeigen. Ich werde Euch in jedem Fall auf dem Laufenden halten.
Auf geht's! :)

8. April 2021

Bisschen Summervibes

 Ich mag diesen Boho-, leicht makrameeig angehauchten Style,
über den man seit letztem Jahr an jeder Ecke stolpert,
 ausgesprochen gerne. Er vermittelt Urlaubsfeeling, und
das ist ja wohl genau das, was wir gerade alle brauchen....
Da ich aber auf jeden Fall mehr Routine mit Nadeln habe, 
als im Knotenschlingen, habe ich den Look einfach 
mal gehäkelt.


Dieses dicke Jutegarn (super chunky!) faszinierte mich schon lange und
die Farbe passt genau zu unseren Draußenkissen - es sollte also etwas
werden, um die Balkonwand zu verschönern. Dieses Granny war
schnell gehäkelt und wurde nochmal deutlich größer, als ich es
erwartet hatte. Kein Wunder eigentlich mit einer 12er Nadel ;-)
Den Ast habe ich auf meinen Spaziergängen in den Weinbergen
entdeckt, entrindet und fertig war der Look.

Jetzt fehlt nur noch das passende Frühlingswetter - das, was
hier seit zwei Tagen vom Himmel kommt, ist mit den
aktuellen Coronabedürfnissen (Spazieren!!) und 
Schulnotwendigkeiten (Lüften!!) nur schwer zu vereinbaren ;)
Zum Glück ist heute wieder Zuhausetag, da kann man
wenigstens Kakao kochen...

2. Oktober 2020

Glernt isch halt glernt...

 Ok, vermutlich ist dieser Spruch vom Äffle und Pferdle genauso alt
wie meine Makramee-Künste, aber dann passt das ja ;-)

(Und wehe, irgendjemand schreibt jetzt hier, dass er oder sie keine Ahnung hat,
wovon ich spreche! Unvergessen die Zeiten, als man das Werbefernsehen
in der ARD nur konsumierte, um die Werbetrenner zu sehen. Und wie gelungen
der Tag, wenn mal wieder der Hafer- und Bananenblues kam. 
Ohrwurm jetzt? Bitte, gern geschehen.)


Jedenfalls.... Wo war ich? Ach, genau.
Jedenfalls schrieb ich neulich schon mal auf insta, dass inzwischen kein Trend so
neu ist, dass ich ihn nicht schon mal mitgemacht hätte. In dem Alter bin ich 
jetzt offenbar. Makramee gehört eindeutig dazu, auch wenn ich das
damals nur so mittelcool fand, glaube ich. Gelernt habe ich es
selbstverständlich trotzdem, was an Handarbeiten da war, wollte ich 
können. Und wir hatten ja auch sonst nichts ;-)
Den aktuell wieder an allen Ecken aufpoppenden Boho-Trend finde ich
allerdings ganz nett, er passt dieses Jahr irgendwie gut 
zu unseren zwangsweise noch häuslicheren Tendenzen als eh schon.


Angefixt wurde ich durch diese kleine Bastelpackung, die ich bei einem meiner
sehr selten gewordenen Streifzüge durch den Drogeriemarkt(!?) entdeckte.
Und was soll ich sagen? Drei Tage später stand ich wieder dort und habe 
alle restlichen Bastelpackungen aufgekauft. So ein kleiner Wandbehang alleine 
macht ja noch nicht so viel her und ich muss jetzt dringend noch ein 
paar weitere Knoten ausprobieren, die ich bei meinen Streifzügen nach 
verständlichen Anleitungen im Internet entdeckt habe :)

Der Winter wird schließlich lang, noch viel länger als eh schon immer,
fürchte ich, da ist es gut, wenn ich auf der Couch auch mal was anderes zu tun habe
als immer nur Häkeln oder Stricken. Ich habe auch schon ein Knüpfset hier
liegen (noch so was, was ich als Teenie irgendwann mal gelernt habe) und
das Buch der 1000 wichtigsten Handstick-Stiche (oder so ähnlich) liegt
 auch schon neben meinem Sessel...

9. September 2020

Sommertuch { strick.strick }

Dreieckstücher stricken lernen, das war eine meiner Vorsätze für dieses
Jahr. Irgendwann muss man ja mal anfangen, Formen in die 
Strickstücke zu bekommen.


Durch Zufall fiel mir dann im hiesigen Hobbymarkt ein wunderschönes 
Farbverlaufsbobble in die Hände, das genau für ein Tuch reichen 
sollte. Das Garn war weich und leicht, blau-weiße Blockstreifen 
sollten es werden - perfekt für den Sommer.


Die Erklärung auf der Innenseite der Banderole war knapp, aber verständlich,
und was sich mir nicht von selbst erschloss ("rechts verschränkt herausstricken"??)
erklärte mir meine inzwischen schon reichlich abgegriffene Strickbibel.
Tatsächlich schlage ich sowas viel lieber in Büchern nach als im Internet
zu suchen, dort findet man meist eh nur Videos zur Erklärung und
ich bin ja bekennende Video-Tutorial-Gegnerin ;-) Es harmoniert einfach
nicht mit meiner Art, etwas zu lernen, meist abends auf der Couch mit 
Familie und/oder Fernseher - da passt beim besten Willen keine
weitere Geräuschquelle mehr rein....


Ich strickte also viele Wochen lang gemütlich vor mich hin, die Reihen
wurden immer länger, eine Seite gerade, die andere rechts verschränkt herausgestrickt, 
mehr passierte erst mal nicht. Zwar gab es auch in der dunkelblauen Hälfte des Tuches
Blockstreifen, die sich minimal aufhellten, aber es war Winter und das sah man
wirklich nur, wenn man das Tuch mal bei Sonnenschein unmittelbar neben
dem Fenster ausbreitete ;-)


Richtig spannend wurde es erst mit Erreichen der Spitze, denn da musste ich
nicht nur die Richtung wechseln, sondern es kam auch Farbe ins Spiel. Das Garn 
war vierfädig und einer der Fäden wurde nun weiß... Ein echtes 
Spektakel nach so vielen Wochen dunkelblau! 
Laut Anleitung musste man das Garn zu Beginn und dann immer wieder mal 
wiegen, damit man sichergehen konnte, beim Erreichen der Spitze nicht 
schon mehr als die Hälfte des Bobbles verbraucht zu haben und am Ende 
nicht hinzukommen. Das passte bei mir ganz gut, von den ursprünglichen 
200 Gramm hatte ich beim Erreichen des weißen Fadens noch etwas
mehr(!) als die Hälfte übrig. Perfekt.


Tjanun. 
Hier ging der weiße Faden zu Ende....
Ich habe dann tatsächlich nochmal alles bis zur Tuchmitte aufgeribbelt *heul*
Nicht wirklich überzeugt, aber das Tuch lief an der abgeschrägten Seite ganz leicht 
aus der Spur. Allerdings konnte ich mir nicht vorstellen, dass das so viel
ausmachen sollte. Spoiler: Tat es auch nicht. Ich entdeckte einen klitzekleinen
Fehler bei der Abnahme, danach lag die zweite Hälfte des Tuches exakt auf der
ersten, ich habe diesmal sogar noch vor Erreichen des ersten weißen Fadens
die Spitze gestrickt und wir erinnern uns: selbst beim weißen Faden war 
noch mehr als die Hälfte der Wolle übrig. Trotzdem war auch diesmal
das Ergebnis wie oben. Ein Mysterium!
Und ärgerlich wie Hulle, denn natürlich gab es die Wolle nicht einzeln
zu kaufen und ich überlegte schon ernsthaft, einfach eine Spitze aus
Stoff an das Tuch zu nähen :-))


Aber dann klagte ich mein Leid auf instagram und tatsächlich fanden sich nicht
nur weitere Leidensgenossinnen, denen es ähnlich ging (Ich meine: WTF? Ich verstehe es nicht....
Offenbar bin ich ja dann doch nicht zu doof zum Stricken und zum Denken eigentlich
auch nicht - aber warum dieselbe Menge Wolle für ein identisches Dreieck einmal
reicht und einmal nicht, und das ja offenbar häufiger, das ist mir zu hoch ;-)
Sondern es gab auch eine ganz liebe Userin, die dieses Tuch irgendwann mal 
ganz ohne die weiße Spitze, also einfach deutlich kleiner, strickte und mir
ihren Wollrest anbot 
Also doch noch ein Happy End für mein Tuch und nennt mich Trouble Seeker,
aber ich habe hier nun noch ein weiteres Bobble liegen, diesmal mit
rosa Farbverlauf. Es macht einfach so viel Spass!
Allerdings bin ich doch geneigt, diesmal schon mindestens einen 
Blockstreifen früher mit der Abnahme zu beginnen.
Vielleicht auch zwei ;-) 
Groß genug wäre das Tuch dann immer noch!

20. Juni 2020

Wintertuch zum Sommeranfang

Nachdem ich über die Wintermonate lange an einem leichten, riesengroßen
Sommertuch gestrickt habe (und im Zuge dieses Postings hier auch endlich
mal fotografiert habe, zeige ich dann auch noch), war mir im Anschluss 
mal wieder nach Häkeln.


Und wo ich schon bei Dreiecken war, blieb ich auch direkt dabei.
Da das Stricktuch sich in der Ausführung ein wenig gegen die Anleitung
wehrte, war mir diesmal nach etwas Idiotensicherem und da ich das
Material da hatte, wurde es eben das erste Tuch für den kommenden
Winter. Man muss flexibel bleiben ;-)


gehäkelt aus zwei identischen Dreiecken mit einem Materialpaket
vom Wollplatz. Wobei ich lange geschwankt habe, welche Kontrastfarbe
ich für die Mittelnaht wählen sollte. 


Senf, Oliv und Rosa standen zur Auswahl, mit der gewählten Farbe bin ich bisher ganz
zufrieden. Aber sollte sich das ändern - die Naht wäre schnell neugemacht, 
weil ich bisher darauf verzichtet habe, das komplette Tuch nochmal mit einer 
Abschlusskante zu umhäkeln. 


Ursprünglich sollten die beiden Dreiecke mit Krebsmaschen aneinandergehäkelt
werden, aber das sah irgendwie total doof aus, die Naht hat enorm aufgetragen.
Ich habe mich dann einfach für meine bewährte Methode entschieden, mit der
ich auch immer Grannys zusammenhäkle. So habe ich jetzt eine dominante
sowie eine zurückhaltende Kontrastnaht und kann wählen...


Die beiden Teile sind jeweils an der Oberkante zusammengefügt, so dass
das Muster von der Mitte aus nach außen läuft, statt von oben nach unten,
und dadurch dehnt sich das Tuch eher in der Breite, was ja auch Sinn macht.
Ich bin mit dem Ergebnis super zufrieden. Einziges Manko:
Ich muss es jetzt erst mal noch ein paar Monate weglegen ;-)

10. Dezember 2019

Schal fürs Leben 2019

Manchmal kann man ja wundersamerweise Deadlines halten, obwohl davon nicht
auszugehen war. So hätte ich zum Beispiel in keinem Fall gedacht, dass ich 
heute, am Internationalen Tag der Menschenrechte, meinen "Schal fürs Leben"
würde tragen können, den ich erst vor ziemlich genau vier Wochen begonnen 
habe, zu stricken....


Tatsächlich trage ich ihn aber nun schon seit über einer Woche, denn im Perlmuster
war ich durch den Cardigan noch so richtig schön drin und die kurzen Schalreihen
waren pure Erholung gegen die meterlangen Reihen zuvor.
Außerdem habe ich sehr auf den ersten Farbwechsel hingefiebert (und danach
auf jeden weiteren, immer wieder auf Grün wartend ;-) Kein Wunder,
nach elf Monaten grau, grau, grau...


Die "Schal fürs Leben"-Aktion gibt es schon seit einigen Jahren, jedesmal liebäugelte
ich damit - aber erst in diesem Jahr konnte ich endgültig nicht mehr wiederstehen,
denn die Farben sind genau meine, die werde ich sicher sehr viel tragen!


Man mag von der Aktion halten, was man möchte (oft wird zum Beispiel kritisiert, 
dass der im Kaufpreis enthaltene Spendenbetrag vergleichsweise gering sei - aber wer öfter 
mal Wolle kauft, weiß, dass die alles andere als billig ist und Logistik und Vertrieb gibt es 
auch nicht umsonst. Und jedem steht es frei, seinen Spendenbetrag nach Belieben 
aufzustocken...) -  gegen die Gräuel des Krieges ein Zeichen zu setzen, für
Menschenrechte und Solidarität mit Geflüchteten, ist aber in jedem Fall
richtig und wichtig.

Deswegen trage ich meinen neuen #schalfürsleben nicht nur heute mit Stolz,
und wem das zu wenig ist, dem sei es freigestellt, seinen eigenen Beitrag
zu ein bisschen mehr Hoffnung für Geflüchtete zu leisten.
Finanziell, aktiv oder emotional - alles ist besser als nichts :)