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28. Dezember 2014

Finaaaale { Zeig uns Deine Stadt|12 }

Abschlussrunde beim Städteprojekt der Shootingqueens :-)
Ich bin weihnachtlich geblieben bei der Auswahl der Fotos. Bißchen Weihnachtsmarkt im Hellen gab es ja letzten Monat schon, nun halt mal im Dunklen...
Schneefotos, das war eigentlich mein Plan A, haben im Trierer Kessel solchen Seltenheitswert, dass es schon ein Wunder gewesen wäre, wenn das geklappt hätte *g*


In diesem Jahr war ich mit den Kindern außergewöhnlich oft abends auf dem Weihnachtsmarkt. Oder sagen wir besser: überhaupt auf dem Weihnachtsmarkt und dann eben immer abends. Normalerweise mache ich um die Stadt im Dezember ja immer einen weiten Bogen und unsere Ausflüge beschränken sich auf ein/zwei schnelle sonntägliche (Fress-)Runden.


In diesem Jahr hatten wir aber irgendwie Lust, was sicher auch daran liegt, dass die Kinder immer größer werden und man zunehmend weniger Angst haben muss, dass sie von nikolausbemützen Touristenhorden plattgewalzt werden ;-)


Und was soll ich sagen? 
Wir wurden jedesmal angenehm überrascht, indem es gar nicht mal so voll war - da war die Wahl der Tageszeit sicher von Vorteil, weil die zahllosen Touristenbusse schon weg und die Feierabend-Glühweintrinker noch nicht da waren ;-)
Man konnte sogar gefahrlos den Blick nach oben richten oder mal zum Knipsen stehen bleiben.
Knipsen ist in dem Fall im Übrigen wörtlich zu nehmen, denn wie sich sicher unschwer erkennen lässt, habe ich ausschließlich Handybilder gemacht.....


Der Trierer Weihnachtsmarkt liegt wirklich ausgesprochen malerisch mitten in der Altstadt.
Ein Teil direkt vor dem Dom  - dort findet man auch direkt vis-avis den wunderbaren Flammkuchenstand, für den ich jede noch so lange Schlange in Kauf nehme.


Und von dort, an der großen Weihnachtspyramide vorbei, 
sind es nur ein paar Schritte bis auf den Hauptmarkt.....


.... wo das Spektakel nahtlos weitergeht.
Inzwischen sind die Buden schon alle wieder abgebaut, übrig bleibt nur die Eisbahn auf dem Kornmarkt,
 die unseren Kindern noch den ganzen Winter über Freude bereiten wird.
Ob mit oder ohne Schnee!

Und hier sind nochmal alle Städte-Streifzüge zum Nachlesen ♥ 

Februar - Fenster und Türen
April - Blaue Stunde
Mai - Grüne Oasen
November - Farbe im Grau

8. Dezember 2014

Farbe im Grau { Zeig uns Deine Stadt|11 }

So ein schönes November-Thema beim Städteprojekt der Shootingqueens - und so wenig Zeit zum Umsetzen.... Der November ist hier traditionell der Geschenkebesorgemonat, denn im Dezember will ich damit nix mehr am Hut haben! Dazu erreicht das Weihnachtsgeschäft auch in der Kleinen Werkstatt seinen absoluten Peak und wenn dann noch ein paar klitzekleine Sonderfaktoren dazukommen, ist so ein Monat schneller vorbei, als man auf den Auslöser drücken kann ;-)


Aber ein bißchen was Buntes habe ich dann doch noch gefunden bei der Sichtung meiner Instagram-Bilder des Monats 
oder auf meinen Geschenkfinder-Wegen.


Street Art zum Beispiel, im Kleinen.....


... wie im Großen.






Die Touri-Hotspots leuchten und glitzern eh das ganze Jahr über
 um die Wette....


.... und dann war ja tatsächlich auch schon Weihnachtsmarkt!
Optisch wunderschön und ich bin auch immer gerne dort - zugegebenermaßen allerdings vorzugsweise in den Vormittagsstunden, wenn man noch gemütlich an den unzähligen Buden vorbeischlendern kann und nicht Gefahr läuft, totgetrampelt zu werden :-p






Und hier sind nochmal die letzten Städte-Streifzüge zum Nachlesen ♥ 

Februar - Fenster und Türen
April - Blaue Stunde
Mai - Grüne Oasen

31. Oktober 2014

Herbst { Zeig uns Deine Stadt|10 }

"Deine Stadt im Herbst" ist das Oktoberthema beim Städteprojekt der Shootingqueens - und mal abgesehen davon, dass der Herbst ja eh nicht so mein Freund ist, war er auch gar nicht so leicht einzufangen, denn er hat sich dieses Jahr ganz schön Zeit gelassen. 


Solange das Wetter so wunderbar war, waren wir zwar brav jedes Wochenende unterwegs, aber so richtig viel Blattgold gab es dabei noch gar nicht zu bewundern - aber wer würde sich darüber schon beschweren wollen?? ;-)


Anfang des Monats waren wir zweimal an der Mariensäule - ganz klar das Trierer Pendant zum Christo Redentor *g* und nicht ohne Grund einer meiner allerliebsten Plätze der ganzen Stadt.
Besonders im Herbst, denn dann findet man dort außer der Aussicht auch massenweise Esskastanien (hier "Kesten" genannt), die wir umgehend zuhause auf den Grill geworfen haben...


Am Wochenende und erst recht bei schönem Wetter ist am Fuße der Statue ganz schön was los, aber mit ein wenig Geduld (und einem sonnigen Sitzplatz auf den Sockelstufen) schafft man auch dann irgendwann ein menschenfreies Foto.


Meine Stadt ♥
Ab Trier fängt die Mosel zunehmend das Schlängeln an, kann man hier schon gut erkennen.


Der Grund für den Bau der Mariensäule war übrigens die Tatsache, dass die hier schon mehrfach Thema gewesene Palastaula von Kaiser Konstantin im 19. Jahrhundert zur protestantischen Kirche umgewidmet wurde und dem mussten die Trierer Katholiken natürlich dringend etwas entgegensetzen - deswegen steht die Mariensäule auch genau vis-a-vis zur Konstantin-Basilika, deren imposante Größe ("der größte aus der Antike erhaltene Einzelraum der Welt") sich von nirgendwo so sehr erschließt, wie von hier oben *find*


Genau gegenüber der Mariensäule, am Petrisberg, befindet sich in der Sickingenstraße ein weiterer Aussichtspunkt, der aufgrund der deutlich besseren Straßenanbindung (ok, das ist relativ *gacker*) tagtäglich von ganzen Touristenbusmassen angefahren wird.
Schön ist es dort aber trotzdem.
(Und nein, ich war das nicht mit dem Herz, auch wenn ich finde, dass es dort ganz unsagbar gut hinpasst ;-)


Auf dieser Seite der Stadt dominieren am Hang die Weinberge, die inzwischen auch langsam Farbe annehmen - wenn die Trauben mal geerntet sind, geht das rasend schnell.
Unterhalb der Reben erkennt man die Ränge des Amphitheaters und dahinter einen Bogen der Kaiserthermen.


Bißchen weiter links die Innenstadt mit Dom und Liebfrauenkirche und im Hintergrund die Sandsteinfelsen am nordwestlichen Moselufer.


Eine Woche später haben wir auf dem Petrisberg dann doch schon ein paar mehr 
bunte Blätter gefunden. Und Kastanien. Essbare und andere.


Dort oben befindet sich auch der Garten der Region, ein Überbleibsel der Landesgartenschau 2004,
 wo es im Römischen Garten auch schon mächtig herbstelte.


Und letzten Sonntag im Nells Park war es dann endgültig nicht mehr zu leugnen - es ist Herbst,
 auch temperaturmäßig. Zumindest nachts *seufz*


Tagsüber konnte man es auf einer Bank in der Sonne allerdings noch gut aushalten.
Und nein, auch hier ist im Herbst nicht immer nur gutes Wetter - aber bei schlechtem gehe ich nur vor die Tür, wenn ich muss und ganz sicher nicht zum Spazieren :-p


Deswegen gibt es vom weiteren Herbstfotschritt auch allenfalls mal einen Handyschnappschuss wie diesen hier, an der Ampel aus dem warmen, trockenen Auto heraus ;-)

Und hier sind nochmal die letzten Städte-Streifzüge zum Nachlesen ♥ 

Februar - Fenster und Türen
April - Blaue Stunde
Mai - Grüne Oasen

Habt einen wunderbaren Start ins Wochenende!

28. August 2014

Urlaubsstadt | Verona { Zeig uns Deine Stadt|8 }

"Zeig uns Deine Urlaubsstadt!" ist, passend zur Ferienzeit, das Augustthema beim Fotoprojekt der Shootingqueens
Da wäre ich beinahe grandios gescheitert, denn das Urlaubsende war schon in greifbarer Nähe, wir hatten schon unendlich viel gesehen, aber eine "richtige" Stadt war bis dahin noch nicht dabei ;-)
Dann allerdings haben wir früher als geplant (Die Mücken! Die vielen Menschen! Ferragosto!) dem Meer den Rücken gekehrt und eine Nacht in Verona verbracht.
Eine Stadt, unzweifelhaft, und eine wunderschöne dazu ♥

Gibt es die Urlaubsfotos diesmal halt mal nicht chronologisch....


Wettertechnisch war das übrigens unser einziger schlechter Tag, deswegen auch die eher mäßigen Bilder...
Wobei "Tag" eigentlich schon maßlos übertrieben ist - es begann in dem Moment zu regnen, als wir die Fahrräder auf irgendeiner Piazza abschlossen und als wir eine Stunde später die Nerven verloren und zwei Schirme kauften, hörte es auch quasi sofort wieder auf *g*
Außerdem war der Regen so warm, dass man bequem in Flipflops durch die Pfützen laufen konnte ;-)


Wir haben uns einfach treiben lassen, denn wegen unserer völlig ungeplanten Umroutung ("No Passport, no Croatia!") stand Verona eigentlich kein bißchen auf dem Plan und entsprechend unvorbereitet waren wir auch.
Ist manchmal aber gar nicht das Schlechteste ;-)







Dass die allermeisten Bilder einen Blick nach oben offenbaren, liegt im Übrigen daran, dass unten hauptsächlich Menschen zu sehen waren, denn die waren doch recht zahlreich unterwegs, Ferragosto-Woche eben.....
Das war ja eigentlich auch der Grund, warum wir zu dem Termin eben _nicht_ nach Italien fahren wollten :-p
Aber gut, ging ja auch.










Ach ja, und in der berühmten Arena waren wir natürlich auch noch, was die Kinder aber kein Stück beeindruckt hat - ein Amphitheater haben wir hier schließlich auch und da kann man sogar "unterirdisch gehen". Dass dieses hier dafür doch ein klitzekleines bißchen größer war, hat es nur marginal rausgerissen ;-)


Viel faszinierender fanden sie da schon das Haus von Romeo und Julia mit dem berühmten Balkon, auch wenn der, wie wir auf der Hinfahrt noch schnell gelernt haben, ja bloß nachträglich angeflanscht wurde *g*
Die Kinder aber kannten Shakespeares Tragödie bis jetzt noch nicht - das hat sich nun jedenfalls nachhaltig geändert!


Da mir die Geschichte ja schon hinlänglich bekannt war, haben mich viel mehr die Menschenmassen rund um das Haus beeindruckt. Wir wussten ja nun nicht, wo wir es finden würden, aber das war wirklich ganz einfach: da, wo das Gedränge so eng wird, dass man von alleine keinen Schritt mehr weiter kommt.
Und wenn die Wände so dicht beschrieben sind, dass beim besten Willen keine neuen Liebesschwüre mehr draufpassen (wobei mein persönliches Bedürfnis, meine Liebe ausgerechnet bei Romeo und Julia zu bekunden, ja wirklich gegen Null ginge, aber gut ;-), dann nimmt man eben Pflasterstreifen....

Und hier sind nochmal die letzten Städte-Streifzüge zum Nachlesen ♥

Februar - Fenster und Türen
April - Blaue Stunde
Mai - Grüne Oasen

29. Juli 2014

Altes Gemäuer { Zeig uns Deine Stadt|7 }

"Zeig uns altes Gemäuer!" war das Juli-Thema beim Städteprojekt der Shootingqueens.
Mit dem Zusatz "Schaut einfach mal, was Eure Stadt zu bieten hat!"
Haha, Ihr macht mir Spass....
In Trier war da ja eher mal wieder die Frage, ob eventuell auch was dabei ist, dass man bei dem Thema NICHT knipsen müsste *g*

Schlussendlich habe ich mich mal wieder auf ein spezielles Thema beschränkt, und so machen wir heute mal einen Streifzug durch die römische Thermenlandschaft. 


Und selbst die Einschränkung auf ganz spezielles Gemäuer hätte fast noch den Rahmen gesprengt!
Die Römer haben es diesbezüglich nämlich echt krachen lassen hier - scheinbar war Trier so eine Art Wellnessoase im Hohen Norden *g*


Am augenfälligsten und damit sicher auch am bekanntesten sind wohl die Kaiserthermen - einfach, weil von ihnen noch mit Abstand am meisten erhalten ist. 
Sie stehen recht prominent am Rande der Altstadt und gleich neben einem riesigen Verkehrskreisel, was das Ablichten nicht eben einfacher macht ;-)


Wenn man sich von der anderen Seite nähert, kommt man allerdings sogar rein und kann sogar die unterirdischen Gänge und die Fundamente der Badesäle erkunden - unsere Kinder lieben das!


Diesmal waren wir allerdings nicht drin, denn das Innere solch einer Badeanlage kann man auch sehr gut in den Barbarathermen erahnen - die Stühle, vermute ich, sind dann aber doch etwas neuzeitlicher ;-) Erst dachte ich, da hätten sich die Bewohner von gegenüber einen kleinen, privaten Garten abgezweigt, aber in Wahrheit ist es vermutlich doch nur der Mittagspausenplatz der dort werkelnden Archäologen.


Im Moment sind die Barbarathermen nämlich wegen Sanierungsarbeiten geschlossen - einen ziemlich langen Moment 
sogar schon, seit dem Jahr 2000 nämlich :-p 


Seitdem ist das Gelände ganz schön zugewachsen - finde ich jedenfalls, aber was weiß ich schon von der Sanierung römischer Altertümer....


Jedenfalls schmerzt die jahrzehntelange Schließung jetzt nicht so wahnsinnig, denn man kann die Thermenanlage von der Straße aus über einen niedrigen Holzzaun hinweg wunderbar einsehen und fast komplett umrunden.


Dabei wird sehr schnell klar, wie riesig dieser Bau einmal gewesen sein muss - selbst die Überreste erstrecken sich heute noch über eine riesige Fläche gleich am Rande der Innenstadt.
Als sie damals errichtet wurden, waren diese Thermen die größten nördlich der Alpen und sie sind auch deutlich älter als die Kaiserthermen.


Sie wurde damals wohl als Ersatz für die zu klein gewordenen Viehmarkt-Thermen gebaut.


Diese wiederum verbergen sich unter diesem Glaswürfel.
Sie wurden nämlich erst Ende der Achtzigerjahren entdeckt, als man den Viehmarkt vom Parkverkehr befreien 
und stattdessen eine Tiefgarage daruntersetzen wollte.


Früher sah der Platz übrigens so aus *click* - von Thermen keine Spur.
Ich kann mich da noch gut dran erinnern, wie wir dort oft geparkt haben (aber ich kenne ja auch noch die Zeiten, als bimmelnde Oberleitungsbusse durch die Fußgängerzone fuhren!!) - und was für einen Riesenaufriss es gab, als dann die Römerreste entdeckt wurden und alle Pläne durchkreuzten.
Das passiert hier zwar ständig, sobald irgendwo gegraben wird, aber in dem Ausmaß dann doch nicht...


Seither hat Trier eine weitere, sorgsam ausgebuddelte Therme, fein in einem Glaskubus verpackt und ein ganzes Stück unter der heutigen Straßenoberfläche liegend. Deswegen schaut man vom Platz aus auch durch die Glaswände nach unten und kann dort im Moment außer Mauerreste auch viele interessante Aktionen entdecken, Gladiator inklusive ;-)
Im Moment ist dort nämlich die "Römische Baustelle" zu besuchen, eine Ausstellung über das Leben und Arbeiten in der Antike - besonders für Kinder ein ganz großer Spaß!


Und da sich, je nach Standort und Sonneneinfall, das Pflaster ganz schön in den Scheiben spiegelt, vermischen sich dort Oben und Unten, Heute und Vergangenheit manchmal auf geradezu magische Art und Weise ♥


Die Tiefgarage wurde dann übrigens doch noch gebaut, aber kleiner als geplant und neben den Thermen.
Und wenn man sein Auto geparkt hat und Richtung Ausgang läuft, dann kann man auch von dort unten durch zwei Fenster geradewegs in die Römerzeit luschern....

Und hier sind nochmal die letzten Trier-Streifzüge zum Nachlesen ♥

Februar - Fenster und Türen
April - Blaue Stunde