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22. April 2023

Das Prinzip „Reinigungswaffel“

Eigentlich ist die Reinigungswaffel ja diese erste, die man ausbackt und nicht isst, weil sie das überschüssige (gerne ranzige) Fett des vorangegangenen Backvergnügens aufnimmt, das immer bleibt, auch wenn man das Waffeleisen selbstverständlich nach Benutzung ausgewischt hat. So wurde ich sozialisiert.


Allerdings nutzen wir unser Waffeleisen deutlich vielfältiger, wir backen darin auch Zucchinipuffer, Zimt“schnecken“ oder Kartoffel-Cordon bleu, was alles insgesamt mehr im Eisen hinterlässt als ein bisschen Fett. In solchen Fällen schieben wir gleich NACH dem Backen eine Reinigungswaffel hinterher, die das Waffeleisen wieder blitzeblank werden lässt, ganz ohne Reiniger oder Körpereinsatz.

By the way: Niemals mit spitzen Gegenständen kratzen und auch kein Backofenspray oder Grillreiniger benutzen, alles zu aggressiv für die sensible Antihaftbeschichtung. Und giftig, irgendwie muss man die Reste dann ja auch wieder aus den Ritzen bekommen. Ohne Reinigungwaffel müssen es ein feuchtes Tuch und maximal ein bisschen Spüli richten, aber meiner Erfahrung nach bringt das höchstens bei den flacheren Herzcheneisen wirklich etwas...


Für den „Teig“ der Reinigungswaffel vier gehäufte Esslöffel Speisestärke mit einem ebenfalls gehäuften Teelöffel Natron vermischen. Backpulver geht alternativ auch. Dann nach und nach etwas Wasser dazugießen und mit einem Löffel verrühren, bis ein dünnflüssiger Teig entsteht. Mit wenig Wasser erinnert die Speisestärke erst an einen Betonklumpen, das ist aber normal und löst sich sehr einfach bei Zugabe von etwas mehr Wasser und gründlichem Rühren. Deswegen auch anfangs lieber nicht zuviel Wasser nehmen - es verhält sich hier ähnlich wie beim Herstellen von Zuckerguss…

Das Waffeleisen erhitzen und den Teig auf die Platte gießen. Die Waffel ganz normal ausbacken, sie nimmt dabei Krümel, Fett und Teigreste auf. Im ersten Bild erkennt man das ganz gut. Die Waffel im Anschluss herausnehmen und entsorgen. Waffeleisen abkühlen lassen und ggf. noch feucht auswischen und von außen wie gewohnt reinigen, dann ist es wieder überall wie neu.


Wichtig zu beachten:

Die Platte des Waffeleisens sollte vom „Teig“ komplett bedeckt sein, für tiefe belgische Eisen braucht man mehr als für Herzchen und für ein Doppeleisen sollte man auch die doppelte Menge anrühren (ach? ;)

Keinesfalls eine zweite Reinigungswaffel hinterherschieben. Niemals!
Die wird gnadenlos festbacken, denn es ist ja kein Fett mehr im Eisen.

Keinesfalls Mehl statt Speisestärke benutzen, das funktioniert nicht und backt fest.

21. Juli 2016

Für Euch getestet {Ranzen-Makeover}

Das Kleinchen hat nun schon die Hälfte seiner Grundschulzeit hinter sich gebracht - und das erkennt man nicht nur daran, dass sie Bücher mittlerweile schneller inhaliert, als man Nachschub beschaffen kann, sondern auch und vor allem am Verdreckungszustand ihres Schulranzens ;-)
Hier in der Schule frühstücken die Kinder in der Pause an ihren Tischen und genau SO sah die Klappe der Schultasche, die dabei immer neben dem Tisch steht, nach zwei Jahren auch aus *börks*
Von allen anderen Kampfspuren ganz zu schweigen.


Da oberflächliche Reinigungen in der Vergangenheit immer nur unbefriedigende Ergebnisse brachten, habe ich gestern einfach mal gemacht, worüber ich schon so oft gelesen und es dann doch nie gewagt habe: Ich habe den Schulranzen in die Spülmaschine gesteckt!


Ich gebe zu, dass ich, aller positiven Berichte zum Trotz, ziemlich nervös war - nicht nur wegen der eisernen familieninternen Regel "Keine neue Schultasche vor dem Übertritt!", sondern auch, weil das Kleinchen seinen Ranzen immer noch ausgesprochen gerne mag ;-)
Das Ergebnis war dann allerdings so durchschlagend überzeugend und die Nachfragen auf instagram so zahlreich, dass ich mal aufgeschrieben habe, wie ich es gemacht habe:


1. Oberkorb der Spülmaschine entfernen.
2. Ranzen leeren und dabei alle Ecken und Spalten kontrollieren (ich hatte ein Tütchen mit Spielgeld und zwei Fußballkarten übersehen, beides hat überlebt - zumindest bei den Fußballkarten hätte ich sonst auch echt ein Problem gehabt!)
3. Kräftige Flecken am Ranzen (bei uns waren das ein paar Fettflecken auf der Klappe sowie die fast schwarzen Unterseiten der Seitentaschen) mit Fleckenspray besprühen und etwas einreiben. Ich habe Gallseife genommen.
4. Alle Reißverschlussfächer öffnen.
5. Ranzen kopfüber in den Unterkorb stellen und dabei darauf achten, dass keine herunterhängenden Teile den Sprüharm blockieren.
6. Spülmaschinenreiniger wie gewohnt dosieren.
7. Das Programm mit der niedrigsten Temperatur wählen, bei mir war das das Gläserprogramm mit 40 Grad. Wenn vorhanden (und die Nerven schwach) auch die Schnellspültaste drücken - ich fand, eine Stunde Hardcore-Reinigung musste fürs erste reichen.
8. Maschine starten, Baldrian nehmen ;-)


Nach Ende des Spülprogramms war der Ranzen klatschnass, heiß - und strahlend sauber!
Keine Ribbel, nicht aus der Form gekommen, Reflektoren nicht angelaufen, alles tutti.
Wir haben ihn dann ausgeschüttelt und in die Sonne gestellt, bei den momentanen Temperaturen war nach knapp zwei Stunden bis auf den Haltegriff alles wieder knochentrocken. Sogar die wirklich grässlichen schwarzen Flecken an den Seitentaschen (wohl eine Kombination von Spitzerdreck, ausgelaufender Wasserflasche und Regenmatsch) sind alle verschwunden, genau wie die vielen Flecken am Deckel und auch der Innenraum ist wie neu. Leider habe ich kein Vorher-Bild gemacht, aber jeder mit schulpflichtigen Kindern weiß vermutlich, wovon ich spreche *g*


Um die Spülmaschine habe ich mir im Übrigen keine Sorgen gemacht, die Frage kam auch.
Und eklig finde ich das auch nicht - wenn man aber ein Problem damit hat, kann man ja hinterher einmal das ganz heiße Programm mit Spülmaschinen-Reinigungsmittel laufen lassen - das sollte man sowieso gelegentlich und regelmäßig machen (Protipp vom Gatten,der wirklich Ahnung von der Materie hat ;-)

Und da ich im Zuge meinen Recherchen bezüglich Spülmaschinen-Schultaschen-Hack mit Grauen festgestellt habe, dass es offenbar gar nicht mal so wenige Menschen gibt, die es für völlig normal halten, ihre Klobürste (!!!!! Ich meine - wtf??) in der Spülmaschine zu reinigen, finde ich die Schulranzen-Idee eigentlich ziemlich normal *g*

Und hoffe und glaube weiter inständig, dass sich die Leute in meinem Umfeld, wo ich mich öfter mal durch(fr)esse, einfach neue Klobürsten kaufen, wenn die alten muffig werden....
Bilder im Kopf *neinneinnein*

2. November 2011

Alle Jahre wieder

.... wenn die Winzer ihre Trauben gekeltert haben und die ausgepressten Beerenberge (die hier auf den klangvollen Namen "Bellisch" hören) zurück in die Weinberge bringen, riecht es nicht nur ein paar Tage lang sehr lecker in unserer Straße, sondern wir werden auch mit schöner Regelmäßigkeit von einer massiven Fruchtfliegenplage überfallen. Dem Paketboten die Tür zu öffnen kann schon ausreichen, um anschließend tagelang beschäftigt zu sein *arghl*

Nachdem auch in diesem Jahr die gängigen Jagdmethoden wie Rotwein- oder Spülifallen nur mittelmäßige Ergebnisse brachten, fiel mir wieder der Tipp ein, den ich mal in den Tiefen der virtuellen Welt entdeckt und zur späteren Verwendung (man weiß ja irgendwann, was im Herbst auf einen zukommt ;-) abgespeichert hatte:


Auf den Boden eines Glases etwas Obst geben (ich kann Banane, Apfel und Apfelsaft sehr empfehlen!). Dann einen Trichter aus einem gelben Blatt Papier drehen, so dass an der Spitze nur eine ganz kleine Öffnung bleibt. Den Trichter in das Glas stecken und den Übergang zwischen Glas und Papier sehr(!) sorgfältig mit Klebeband verschließen. Das Glas an einem Fenster plazieren oder dort, wo die meisten Fliegen unterwegs sind.


Ein voller Erfolg, nach einem Tag waren wir die Plage nahezu komplett los! Es kommen zwar immer noch ein paar wenige von draußen nach - das gibt sich erst, wenn es mal ordentlich gefroren hat - aber auch die stürzen sich gleich mit Begeisterung ins Glas :-)

14. Januar 2010

Wer seine Maschine liebt, der sollte sie...




PUTZEN?!
Wann habt Ihr das zuletzt gemacht??

Mein Schätzchen hat in letzter Zeit gerne mal gesponnen: der Fadenabschneider funktionierte nicht immer, beim Sichern der Nahtanfänge gab es wunderliche Knotengebilde auf der Unterseite und manchmal eingenähte Fadenreste in allen Farben mitten in einer Naht....

Vorgestern habe ich es dann nach wochenlangem Zaudern endlich gewagt und die Stichplatte abgenommen:



Und das Maschinchen ist ja nun erst drei Monate alt *ups*
Ich habe gründlich gefegt (was ich hervorbefördert habe, seht Ihr ganz oben) und seither schnurrt sie wie neu!

Und weil es sicher nicht nur hier so staubt, eröffne ich hiermit den Frühjahrsputz zum Wohle Eurer Näh- und Stickmaschinen:

Baut sie auseinander, putzt sie und zeigt, was Ihr rausgeholt habt!
Ihr braucht dazu nur ein Geldstück für die Schrauben der Stichplatte, einen Pinsel und genügend Gedächtniskapazitäten, um Euch zu merken, wie die Platte nachher wieder aufgeschraubt wird *g*

Wer mag, darf gerne das Foto mitnehmen und die Aktion verlinken, ich möchte Staubberge sehen!
Seid Ihr dabei?
Als Belohnung für diese unkreative, aber durchaus sinnvolle Maschinen-Wellness-Aktion werde ich unter den Teilnehmern eine kleine Belohnung verlosen - kommentiert einfach kurz hier, wenn Ihr mitmachen und ein Foto in Eurem Blog zeigen wollt :-)