Posts mit dem Label Lieblingsrezepte werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Lieblingsrezepte werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

17. Dezember 2025

Schnelle Plätzchen von der Rolle!

Heute in Form von Pistazientalern, weil ich Pistazien am liebsten habe. Aber es geht mit allen Nüssen und Nussartigen, die man so im Haus hat :)


Für diese schnellen Plätzchen braucht es weder viel Zeit noch Aufwand, aber sie sind super lecker und eine echte Abwechslung auf dem Weihnachtsteller. Für den Teig

130 gr Mehl
50 gr Zucker
1 Prise Salz
 110 gr Butter
60 gr Pistazien 
(ohne Schale gewogen, ungesalzen, gehackt)

gründlich verkneten, zu einer Rolle formen (Durchmesser irgendwo zwischen drei und sechs Zentimetern, kommt drauf an, wie groß man die Taler am Ende haben möchte), in Backpapier wickeln und für eine Dreiviertelstunde in den Gefrierschrank legen. 

Danach wieder auswickeln, mit einem scharfen Messer in Scheiben schneiden (halben Zentimeter dick), auf einem Backblech verteilen und bei 175 Grad (Heißluft) ca. zehn Minuten backen, bis sie sich am Rand gaaaanz leicht bräunen. Auf einem Gitter abkühlen lassen, danach zur Hälfte in Zartbitterschokolade tauchen und nach Geschmack mit Pistazien oder bunten Streuseln dekorieren.

Guten Appetit :)

8. April 2025

Italienischer Nudelsalat { Angegrillt }

 Grillen ist ja immer toll (sage ich, die Große würde das zumindest vorsichtig bestreiten), aber Grillen im Frühling ist einfach nochmal so viel besser! Und so haben wir auch in diesem Jahr schon das ein oder andere mal angegrillt, in wechselnder Besetzung :)


Ebenso wechselnd wie die Besetzung sind meist auch die Beilagen, wobei ich aber in schöner Regelmäßigkeit immer wieder diesen Nudelsalat auftische, denn der ist frisch, saftig und und durch die Wahl der kleinen Risoni auch nicht zu schwer.

Mögt Ihr auch? Bitte sehr:

Als erstes 350 Gramm Risoni (Kritharaki/Orzo) kochen, abgießen, einen kleinen Schlupp Olivenöl unterrühren und abkühlen lassen. In der Zwischenzeit 350 Gramm Cherrytomaten halbieren sowie 50 Gramm getrocknete Tomaten in Öl, einen großen oder zwei kleine Mozzarella sowie zwei große Hände voll Rucola kleinschneiden. 40 Gramm Pinienkerne vorsichtig rösten, bis sie leicht gebräunt sind, und ebenfalls abkühlen lassen. (Pinienkerne sind inzwischen so teuer wie Gold, ihr könnt alternativ auch Sonnenblumenkerne nehmen.)

Aus 2 EL Olivenöl, 3 EL des Tomatenöls, 1 TL Balsamico, 1 TL Honig, 2 EL Wasser, Salz, Pfeffer sowie etwas Knoblauch und Basilikum das Dressing zusammenrühren. Alle Zutaten vermischen und ein Weilchen ziehen lassen.

Guten Appetit 🖤

26. Februar 2025

Bananenbrot à la Daniela

Pancakes oder Bananen“brot“ sind ja der Klassiker, wenn man überlagerte, schwarze Bananen-Exemplare verwerten muss. Bis vor kurzem hatten wir solche Probleme allerdings nie, denn unsere Matschebananen wanderten immer direkt in den Stall und dort in den Magen des Ponyopas. Der kann nämlich nicht mehr so gut kauen, deswegen gab es als Belohnung positive Verstärkung bei der Bodenarbeit statt Leckerlie immer Bananenmatsche, die er sehr, sehr liebt (ganz im Gegensatz zu mir, aber das liegt nur daran, dass die Missi gar kein Problem damit hat, Bananenmatsche für eine ganze Trainingseinheit in Jackentaschen zwischenzulagern, aber das ist ein anderes Thema ;) Inzwischen jedenfalls wurden dem Ponyopa fast alle Zähne gezogen und er wird weitestgehend mit noch flüssigeren Breichen ernährt - was er feiert, uns allerdings plötzlich schwarze Bananen beschert, die es zu verwerten gilt. Und ich stehe eigentlich gar nicht so auf Bananen, schon gar nicht auf reife, brrrr…


Zum Glück hat dann aber die Missi, die Koch- und Backexperimenten eigentlich gerne mal kritisch bis ablehnend gegenübersteht, direkt ein passendes Rezept von der Mama einer Freundin organisiert, von dem sie schon wusste, dass es ihr schmeckt. Sehr vorausschauend. Eigentlich ist es eine Kombination aus zwei unterschiedlichen Bananenbrot-Rezepten, aber das Ergebnis überzeugte auf Anhieb! Danke, liebe Daniela, für Deine Experimentierfreude :)

Mögt Ihr auch? Bitte sehr:


Zwei Eier mit 110 Gramm braunem Zucker (oder 100 Gramm plus ein Päckchen Vanillezucker) schaumig schlagen. Drei sehr reife Bananen zerdrücken und zusammen mit 80 ml geschmacksneutralem Pflanzenöl (wir nehmen immer Rapsöl) und der Zucker-Ei-Mischung verrühren. 200 Gramm Mehl mit drei Teelöffeln Backpulver, einer Prise Salz und einem Teelöffel Zimt vermischen und ebenfalls unter den Teig rühren. Je 80 Gramm dunkle Schokotröpfchen und grob gehackte Walnüsse unterheben. 

Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform geben und bei 170 Grad (Heißluft), ca. 40 Minuten backen (Stäbchenprobe). Auf einem Rost auskühlen lassen, aus der Form lösen und mit Puderzucker bestreuen. 

Guten Appetit 🖤

13. Dezember 2024

Marzipan-Stollenkonfekt

 Der dritte Advent nah mit Riesenschritten und nichts  genieße ich jedes Jahr so sehr wie die vielen Leckereien, die es hier exklusiv in der Weihnachtszeit gibt. Dieses Wochenende ist das zum Beispiel Stollenkonfekt - perfektes Fingerfood für einen Advents- oder Weihnachts-Kaffeeklatsch!
Frisch schmecken diese kleinen Leckerchen definitiv am allerbesten oder spätestens am nächsten Tag. Denn dann sind sie fluffy und saftig. Später bekommen sie eher die typische Stollen-Konsistenz. Auch lecker, aber frisch eben noch leckerer ;) Und das Beste: Sie sind wirklich schnell gemacht:


Für den Teig 100 Gramm Butter mit 75 Gramm Zucker schaumig schlagen und anschließend 150 Gramm Quark unterrühren. 300 Gramm Mehl mit einem Teelöffel Zimt (oder alternativ Stollengewürz) sowie einem halben Päckchen Backpulver vermischen und unter die Quarkmischung rühren. Zum Schluss je 100 Gramm Rosinen und gehackte Mandeln unterkneten. (Orangeat und Zitronat gehen selbstverständlich auch (dann die beiden anderen Zugaben halbieren und damit auffüllen), aber sowas kommt mir nicht ins Haus, brrrr! Auch kann man die Rosinen durch getrocknete Cranberries oder Sauerkirschen ersetzen und die Mandeln durch gehackte Pistazien.) Etwa 100 Gramm Marzipanrohmasse in Würfel schneiden.

Aus dem Teig jeweils etwa walnussgroße Bällchen abnehmen, etwas plattdrücken und in die Mitte einen Marzipanwürfel legen. Diesen dann mit dem Teig zufalten, dabei entsteht fast von selbst die klassische Stollenform. Es ist aber auch kein Problem, wenn es einfach Kugeln werden ;)


Das Konfekt auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen und im vorgeheizten Backofen bei 175 Grad (Heißluft) etwa 10-15 Minuten backen, bis sich der Teig leicht bräunt.

Konfekt aus dem Ofen nehmen und noch warm rundherum mit 100 Gramm geschmolzener Butter bepinseln und in 150 Gramm gesiebtem Puderzucker wälzen. Auskühlen lassen oder gleich lauwarm servieren.

Guten Appetit :)

17. Mai 2024

Fake-Risotto mit grünem Spargel

 Spargelzeit, beste Zeit. 

Diesen Satz hat man hier im Blog sicher schon das ein oder andere Mal gelesen, aber er stimmt auch einfach immer ;) Im vergangenen Jahr hatte ich fahrlässigerweise eine größere Zahnsanierungsgeschichte genau in die Spargelzeit gelegt, konnte dann wochenlang nur Breichen essen und pürieren wollte ich das kostbare Gemüse dann doch nicht. Frevel. In diesem Jahr habe ich also enormen Nachholbedarf und muss noch mehr Spargelgerichte kochen als normal eh schon.


Zum Beispiel dieses Schüsselchengericht, das optisch wie Risotto daherkommt, in Wahrheit aber oberleckere und schnell gemachte Pasta ist. Mögt Ihr auch? Bitte sehr:

Eine Packung grüne Spargelstangen putzen, in mundgerechte Stücke schneiden und etwa fünf Minuten in Salzwasser garen. Abgießen und beiseite stellen. Zwei Zehen Knoblauch und zwei Schalotten fein würfeln, etwa 100 Gramm Parmesan reiben und einen halben Liter Gemüsebrühe erhitzen.

In einer Pfanne ein Stück Butter schmelzen, die Zwiebel- und Knoblauchwürfel sowie gut 200 Gramm Nudeln in Reiskornform (Orzo/Risoni/Kritharaki) dazugeben und unter Rühren für fünf Minuten bei mittlerer Hitze anbraten. Im Anschluss die Gemüsebrühe dazugeben und köcheln lassen, bis die Nudeln bissfest sind, in der Regel so 15 Minuten. 100 ml Sahne dazugießen und ggf. die Flüssigkeit noch ein wenig einkochen lassen, bis das Gericht eine cremige Konsistenz hat. Mit Salz, schwarzem Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Den Spargel sowie den Parmesan unterheben und direkt servieren. Alternativ kann man für den Frischekick auch noch etwas Rucola darübergeben.

Guten Appetit :)

25. März 2024

Schnelles Oster-Mitbringsel

 …oder:

Weihnachtliche Rocky Roads funktionieren auch im Osterkleid :) In Würfel geschnitten lassen sie sich gut verschenken, taugen aber auch fantastisch als Knabber-Nachtisch zum Osteressen. Was die Zutaten betrifft, bin ich ja ein Fan von UWYH oder alternativ „Nimm, was Du lecker findest“, am besten ist aber immer die Kombination von süß und salzig.


Meine Mischung sah diesmal so aus:
Insgesamt 200 Gramm Smarties (groß und klein) und große M&Ms in Frühlingsfarben (M&Ms gibt’s in der Saison immer in Pastelltönen und Eiform, ansonsten bekommt man online auch Sondereditionen in fast allen Wunschfarben. Bei den Smarties habe ich einfach die gewünschten Farben raussortiert, hier grün, orange und rosa.)
70 Gramm Karamellpopcorn
100 Gramm gesalzene Erdnüsse 
50 Gramm Mini-Marshmallows (Mini-Chamallows von Haribo sind bunt haben genau die richtigen Farben. Ok, ich habe gelb aussortiert, aber ich bin auch ein Monk. Nächstes Mal würde ich aber eh gelb statt orange bei den Smarties nehmen, dann passt es wieder ;) Eine smarte Mini-Mischung in rosa-weiß, ganz ohne Sortieren, gibt’s auch von der Rewe-Eigenmarke.)
50 Gramm Salzbrezelchen
100 Gramm kleine Schokoeier (komplett aus Schokolade)
1 Twix, kleingeschnitten.
1 Snickers, kleingeschnitten


Von den Smarties/M&Ms und den Schokoeiern jeweils einen Teil für die Deko  beiseitelegen, dabei die Schokoeier für die Deko längs halbieren. Die Schokoriegel kleinschneiden und zu den übrigen Zutaten geben. 250 Gramm Zartbitter-Kuvertüre schmelzen, über die Mischung geben und gründlich vermengen. In eine mit Backpapier (ordentlich durchkneten, dann passt es sich anschließend jeder Form an, man muss es dafür auch nicht nass machen) ausgelegte Auflaufform streichen und festdrücken.


100 Gramm weiße Kuvertüre schmelzen, ungleichmäßig auf der dunklen Schokolade verteilen und die für die Deko beiseitegelegten Süßigkeiten zügig darauf verteilen. Über Nacht aushärten lassen und in Würfel schneiden. Der dabei entstehende Bruch darf selbstverständlich sofort aufgegessen werden, das versteht sich von selbst :)

Habt einen wunderbaren Start in die Karwoche 🖤

6. November 2023

Beste Biscoff-Cookies!

Ich war ja schon ein Riesenfan von Lotuskeksen, als es die noch ausschließlich in Belgien zu kaufen gab und fand immer, dass sie völlig zurecht einen internationalen Siegeszug angetreten haben - und auch die Einführung zusätzlicher Produkte wie Streichcreme, Eis, Schokolade oder gefüllte Kekse (die mit Schokolade, göttlich!) waren nur logisch und werden von mir jedesmal euphorisch gefeiert - gut, dass es sie in Luxemburg meist schon deutlich früher gibt als hier in Deutschland ;)


Klar also, dass auch alle Rezepte, die Lotuszutaten enthalten, von mir gewissenhaft auf Herz und Nieren geprüft werden. Meine absoluten Favoriten sind bis jetzt ein Eis und diese Cookies, die ich irgendwann in diesem Jahr mal so ähnlich bei mathellaslife entdeckte (in den Storyhighlights, Storyhighlights mit der Überschrift „Rezepte“ ziehen mich immer magisch an, auch wenn mich das Prinzip „Screenshot, weil man es nicht speichern kann“ echt nicht überzeugt, instagram…) und die es seitdem schon wirklich oft gab. Ein echter Dauerbrenner also, der unbedingt hier im Blog verewigt werden muss!

Mögt Ihr auch? Bitte sehr:


75 Gramm Lotuscreme (wir haben immer die normale, es geht aber ganz bestimmt auch mit der Crunchy-Variante) mit 120 Gramm weicher Butter oder Margarine cremig schlagen, nach und nach je 60 Gramm braunen und weißen Zucker dazurieseln lassen und ein paar Minuten weiterrühren, bis sich der Zucker weitestgehend aufgelöst hat. Ein Ei dazugeben und ebenfalls ordentlich unterrühren.

180 Gramm helles Mehl (ich nehme immer Dinkel 630) mit zwei TL Speisestärke und einen TL Backpulver vermischen und zur Teigmasse geben. Mixen, bis das Mehl komplett aufgenommen ist.


12 Lotuskekse grob hacken und zusammen mit einem Päckchen dunkler Schoko-Chunks (100 Gramm) unter den Teig heben. Walnussgroße Teigbällchen auf ein Backblech geben (ich mache das immer mit einem Eisportionierer, überhaupt das unterschätzteste Backutensil, auch perfekt um Muffinförmchen zu füllen oder Amerikaner aufs Blech zu bringen!) und bei 175 Grad Heißluft etwa eine Viertelstunde lang backen. Die Cookies laufen nicht viel auseinander, man braucht also keine riesigen Abstände auf dem Blech. Nach etwa zehn Minuten Backzeit die Cookies mit einem Löffel ein wenig plattdrücken.
Wenn sich die Ränder zu bräunen beginnen, aus dem Ofen nehmen und auf einem Rost auskühlen lassen.

Guten Appetit 

23. Mai 2023

Grüner Ofen-Spargel mit Tomaten

 Es gibt ungefähr drölfmillionen verschiedene Gründe, warum der Frühling meine Lieblingsjahreszeit ist, aber dass es dann Spargel gibt, ist auf jeden Fall ganz vorne mit dabei :) Weiß, grün, lila, gekocht, gegrillt, gebacken, gebraten, pur oder mit allem - mir ganz egal. Hauptsache Spargel, wann immer es geht. Dieses Rezept hier ist dabei ein Dauerbrenner, denn es ist blitzschnell in die Form geschichtet und in den Backofen geschoben. Alternativ funktioniert es auch gut auf dem Grill.

 
Mögt Ihr auch? Bitte sehr:

500 Gramm grünen Spargel putzen und zwei Hände voll Cocktail-Tomaten halbieren. Den Spargel in eine Auflaufform geben und mit Salz, Pfeffer und einem Hauch Chili und Knoblauch würzen. Die Tomaten dazugeben und alles mit zwei Esslöffeln Olivenöl beträufeln. Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad (Heißluft) etwa 20 Minuten lang backen. Herausnehmen und mit geriebenem Parmesan bestreuen, fertig :)

Wir essen dazu Pasta oder Reis oder nehmen es als Grillbeilage. Statt Parmesan kann man auch ein oder zwei Scheiben Grillkäse auf das Gemüse legen, bevor man es in den Ofen schiebt, dann ist alles zusammen fertig. Ein Gedicht!

Guten Appetit 

29. März 2023

Saftiger Kuhfleckenkuchen mit Kirschen

 Heute habe ich ein Rezept für Euch, das für mich einer der Klassiker
war, wenn es darum ging, Kuchen zum Beispiel zu irgendwelchen 
Schulveranstaltungen mitzubringen - schnell gemacht, optisch
ansprechend, leicht zu transportieren und immer ganz schnell verkauft ;-)

Weil er nämlich super saftig und meeeega lecker ist. Auch 
familienintern ist er ein absoluter Allzeit-Dauerbrenner und 
wird immer wieder sehr gerne von allen genommen.


Mögt Ihr auch? Bitte schön:

Die Menge ist passend für ein halbes Blech (oder eine große, runde Springform), 
für ein ganzes Blech einfach die Menge der Zutaten verdoppeln.

Ein Glas Kirschen in ein Sieb gießen und gründlich abtropfen lassen.

Im Anschluss für den hellen Teig zwei Eier mit 
75 Gramm Zucker schaumig schlagen und anschließend 125 Gramm Butter 
unterrühren. 125 Gramm Mehl mit einem halben Päckchen 
Backpulver vermischen und zusammen mit 
75 ml Milch unter die Eiermasse rühren.

Den cremigen Teig in die gefettete Form streichen und die abgetropften
Kirschen darauf verteilen.

Für die Kuhflecken 100 Gramm Butter, 75 Gramm Zucker, 100 Gramm
Mehl und 25 Gramm Kakao verrühren. Der Teig ist deutlich fester als der
helle, so kann man mit den Fingern sehr gut kleine Stücke abzupfen und
als Häufchen auf den hellen Teig und die Kirschen setzen. Plattdrücken
muss man sie nicht, das erledigt später der Ofen.


Im vorgeheizten Backofen bei 175 Grad (Heißluft) etwa 20-25 Minuten lang
backen, bis der helle Teig leicht gebräunt ist. Stäbchenprobe bietet sich an.
Abkühlen lassen, nach Wunsch noch mit ein bisschen Puderzucker bestäuben
und genießen. Der Kuchen schmeckt auch am nächsten und übernächsten
Tag noch sehr lecker, aber bedauerlicherweise ist er dann meistens 
längst schon aufgegessen ;-) 

Guten Appetit ♥

19. Dezember 2022

Nutella-Taler { Advent-Backstube }

 Neulich schrieb ich auf Instagram so was ähnliches wie
„Wenn es nur noch eine einzige Plätzchensorte geben dürfte, dann wäre
das für mich definitiv Spritzgebäck.“ Ja super, denkt man da - 
braucht man ja nix anderes mehr zu backen. Das Problem dabei: 
Die einzig wahre Plätzchensorte ist hier in der Familie breit 
gestreut: Der Mann wählt gar keine Plätzchen, sondern immer
Biskuitrolle, egal zu welcher Jahreszeit, die Große ohne
Frage Mandelwölkchen und die Missi - für die
geht nichts über Nutella-Taler. Und so backen wir auch 
in diesem Jahr wieder Spritzgebäck, Biskuitrolle, 
Mandelwölkchen UND Nutella-Taler.
Unter anderem ;)


Mögt Ihr auch?
(Die Menge ergibt etwa zwei Bleche.)

Für den Teig 240 Gramm Mehl, 70 Gramm Puderzucker, 2 EL Backkakao, 
2 TL Vanillezucker, eine Prise Salz, 2 Eigelb und 150 Gramm Butter 
verkneten, zwei Rollen von zwei bis drei Zentimetern Durchmesser
 formen und so lange über Krokant rollen, bis die Rollen rundherum bedeckt sind.
Von den Rollen etwa fingerdicke Scheiben abschneiden und auf ein 
Backblech legen. Mit dem Ende eines Rührlöffels eine Vertiefung in die Mitte
jedes Talers drücken. Bei 160 Grad (Heißluft) etwa 10 Minuten backen.
Auf ein Rost geben und auskühlen lassen.


Für die Füllung 50 Gramm Kuvertüre schmelzen und mit
100 Gramm Nutella oder anderer Nuss-Nugat-Creme (wir schwören 
auf die vegane von der Lidl-Eigenmarke, die akzeptieren hier
tatsächlich alle Familienmitglieder als adäquaten Nutella-Ersatz!)
verrühren. Mit einem kleinen Löffel in die Vertiefungen 
geben und fest werden lassen.

Übrigens geistern just in diesem Jahr viele Variationen dieser 
Kekse, hell oder dunkel, durchs Netz, die statt Nutella
mit Lotuscreme gefüllt werden. Habe ich ausprobiert und 
muss sagen: ENDLOS lecker! In diesem Fall setzt man 
allerdings direkt jeweils einen ordentlichen 
Klecks Lotus auf die Vertiefungen und backt die
Creme mit.

21. Juli 2022

Schnelle Sauce aus ofengeschmorten Tomaten

 Es ist Tomatenzeit, hurra!
Und im Gegensatz zum letzten Jahr, wo die Tomatenpflanzen
schneller weggefault sind, als sie wachsen konnten und
 nur die wirklich komplett unempfindlichen 
Bodendeckertomaten noch was rausgerissen haben,
entpuppt sich 2022 als wirklich ganz fantastisches
Tomatenjahr :)


Deswegen habe ich in den letzten Tagen auch schon zweimal 
Tomatensauce eingekocht - zumindest ein bisschen, das meiste 
mussten wir leider auf der Stelle aufessen... 
Durch die Zubereitung im Ofen wird die Sauce unglaublich 
aromatisch und eher dickflüssig, so dass man sie später auch 
sehr gut strecken kann.

Für eine große Auflaufform (man kann auch die doppelte Menge 
auf ein Blech tun) etwa ein Kilo Tomaten waschen, halbieren 
und mit der Schnittfläche nach oben in die Form legen. 
Bei kleinen Cherry-Ttomaten bin ich allerdings nicht so 
pingelig, was die Schnittfläche betrifft ;)
Mit Salz, Pfeffer und etwas braunem Zucker bestreuen, je einen 
Zweig Thymian und Rosmarin dazugeben sowie reichlich 
Basilikum. (Ich habe hier tiefgefrorenes genommen.) 
Zwei Knoblauchzehen in vier bis fünf Esslöffel Olivenöl pressen
 und die Mischung über den Tomaten verteilen.


Im vorgeheizten Backofen bei 190 Grad (Heißluft) etwa eine Stunde 
lang schmoren, die Tomaten dürfen dabei ruhig recht dunkel werden.
Herausnehmen, pürieren und durch eine Flotte Lotte drehen,
 um die Kerne zu entfernen. Durch ein Sieb streichen geht 
natürlich auch.

Wenn man die Sauce aufheben möchte, einfach nochmal aufkochen, 
in ausgekochte Twistgläser füllen, verschließen und auf dem Deckel 
stehendauskühlen lassen. Das Marmeladen-Prinzip. 
Man kann daraus tolle Pasta-Saucen zaubern, Pizza belegen oder 
durch Zugabe von Brühe Suppe kochen. 
Ein echter Küchen-Allrounder :)

Guten Appetit 

19. März 2022

Dauerbrenner: Zupfkuchen vom Blech

 Zupfkuchen. 
In unserer Familie wahnsinnig beliebt. Lange Zeit war unser 
Standardrezept das von Dr. Oetker (nein, keine Backmischung *g*) - 
ein klassischer Russischer Zupfkuchen in der Springform.
Aber dann bekam ich vor ein paar Jahren dieses Rezept von meiner
Freundin Katja aus Buxtehude und die wiederum hatte es von ihrer
Mama in Thüringen. Ein weitgereistes Rezept also. 
Im Prinzip genauso klassisch wie das obige, aber auf dem
Blech gebacken, was im Ergebnis die absolut perfekte
Mischung von Teig und Füllung ergibt.


Mögt Ihr auch Katjas Zupfkuchen? Bitte sehr:

Für den Teig 450 Gramm Mehl, ein Päckchen Backpulver, 250 Gramm Margarine,
 200 Gramm Zucker, drei EL Kakao und zwei Eier mit dem Knethaken
zu einem homogenen Teig verarbeiten. Zwei Drittel des Teigs als Boden in 
ein gefettetes Backblech drücken, den Rest kaltstellen.

Für die Füllung drei Eier trennen und das Eiweiß steifschlagen.
Ein Kilo Magerquark mit 200 Gramm Zucker, einem Päckchen Vanillezucker,
250 Gramm Margarine, zwei Päckchen Vanillepudding und den drei Eigelb
gründlich verschlagen. Anschließend das Eiweiß unterheben.
Die Masse auf dem Teig verteilen und glattstreichen.

Den Rest des Teiges aus dem Kühlschrank nehmen, kleine Stückchen
abzupfen und auf der Käsemasse verteilen. 

Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad (Ober-/Unterhitze) etwa
40 bis 45 Minuten backen, bis die Ränder der Käsemasse leicht gebräunt
sind. (Oben auf dem Bild hätten es fünf Minuten weniger auch getan ;-)
Auf dem Blech abkühlen lassen und genießen.

Guten Appetit ♥

22. Dezember 2021

Weihnachtliche Rocky Roads

Diese Schätzchen hier, die gehören inzwischen schon zu unserem 
weihnachtlichen Standard-Repertoire,  genau wie die 
Süßkram, auf den man sich das ganze Jahr freut, weil er einfach so
unfassbar lecker ist. Und wo die Verwandschaft schon im Herbst fragt:
"Aber Du verschenkst doch dieses Jahr hoffentlich auch wieder
diese schrecklichen Schokowürfel, die man immer alle auf einmal aufessen 
muss, weil man nicht aufhören kann?!"

Aber selbstverständlich, schon alleine deswegen, weil der Verschnitt und
die Bröckchen immer für mich abfallen!
Here we go....


Für ein kleines Blech Rockies (ich nehme immer eine quadratische Brownie-Backform
von gut 20x20 Zentimetern) vermischt man folgende trockene Zutaten in einer
großen Schüssel - (Werbung weil Markennennung):
Je 150 Gramm Snickers und Twix, kleingeschnitten.
250 Gramm Smarties oder M&Ms.
150 Gramm kleine Marshmallows, bei Rewe gibt es eine rosa/weiße Mischung.
400 Gramm gesalzene Erdnüsse.
30 Gramm gefriergetrocknete Himbeeren (gibt es zum Beispiel hier, in kleiner
Menge aber auch bei dm in der Babyabteilung als Snacktütchen).

Die Zutaten sind maximal variabel an die eigenen Vorlieben anpassbar,
nur das Volumen sollte immer in etwa gleich sein. Für meine absolut allerliebste
Mischung ersetzt man zum Beispiel die Smarties durch Salzbrezelchen 
und Karamell-Popcorn - ein Traum, sag ich Euch....


500 Gramm Zartbitter-Kuvertüre im Wasserbad (oder ganz profan in der
Mikrowelle) schmelzen, über die Süßigkeiten-Mischung geben und gründlich
vermischen. Am Anfang denkt man, die Schokolade reicht niemals aus, um 
alles zu umhüllen, aber das wird. Die Schokomasse in der mit Backpapier
ausgekleideten Backform verteilen, ordentlich festdrücken und über Nacht
 an einem kühlen Ort fest werden lassen. Für die Optik kann man
vorher auch noch ein paar weitere, zerbröselte Himbeeren auf die
Schokolade geben. Am nächsten Tag die feste Masse zusammen 
mit dem Backpapier aus der Form heben und mit einem großen,
scharfen Messer in Würfel schneiden. Eventueller Bröckchenabfall
ist einkalkuliert und zum sofortigen Verzehr freigegeben *g*


Ich verpacke die Rockys immer in (plastikfreie und kompostierbare)
Cellophan-Beutelchen, die ich in diesem Jahr in Papp-Eisbecher gesteckt habe.

Bändchen drum, Anhänger dran, fertig ♥

Und dann muss man halt gleich die nächste Portion anrühren, weil
man mittlerweile leider süchtig geworden ist. 
Was will man machen ;-)

22. Oktober 2021

Haferflocken-Bratlinge

 Wir sind in unserem Haushalt ja sehr glücklich mit den vielen
vegetarischen und veganen Ersatzprodukten, die es inzwischen so zu
kaufen gibt. Ich finde die auch gar nicht verwerflich und die ganze
"Da wollen sie kein Fleisch essen und suchen aber ständig nach etwas,
das genauso schmeckt"-Argumentation ziemlich creepy. Die meisten
Menschen essen ja nicht deswegen kein Fleisch, weil es ihnen nicht
schmeckt. Abgefahren, ich weiß ;-) Hier im Haus isst tatsächlich 
auch niemand ausschließlich vegetarisch, aber trotzdem versuchen wir,
unseren Fleischkonsum sehr, sehr niedrig zu halten - nicht zuletzt auch 
deswegen, weil "gutes" Fleisch ja nun erheblich teurer ist als 
"konventionelles" (beides Begriffe, mit denen ich Probleme habe,
deswegen die Gänsefüßchen ;-) Da bleibt eigentlich nur, die
Menge drastisch zu reduzieren. Win-win. (Außerdem bin ich ja
generell eine Verfechterin des Die-Menge-macht-das-Gift, deswegen
gibt es hier quasi nichts, was es nicht gibt, nur die Bilanz muss
stimmen. Aber das ist nun wirklich ein völlig anderes Thema...)


Da Letzeres allerdings durchaus auch für Convenience-Produkte gilt, die häufig
nicht nur eine zweifelhaft lange Zutatenliste haben, sondern meist auch
in überflüssig viel Plastik verpackt sind, sind wir immer auf der Suche nach
leckeren, selbstgemachten Alternativen. Diese Bratlinge auf Haferflocken-Basis
erwiesen sich dabei als echter Knaller - als Hackbällchenersatz oder Salatbeilage
zu den Mahlzeiten (auch wenn sie wirklich nicht nach Hackbällchen schmecken,
aber sie schmecken eben GUT, außen knusprig und innen saftig ;-) oder 
kalt in der Brotdose oder als Zwischenmahlzeit auf die Hand. Sie sind nicht vegan
 (das ist hier immer superpraktisch bei drei von vier laktoseintoleranten Familienmitgliedern),
aber vegetarisch und lassen sich auch laktosefrei zubereiten.
Fertigmischung adé, die hat hier seither niemand mehr angefasst.

Mögt Ihr auch?

100 Gramm Haferflocken, 35 Gramm Cornflakes,
200 Gramm (laktosefreien) Hüttenkäse, drei Eier und eine fein gewürfelte
Zwiebel mit etwas kleingehackter Petersilie gründlich vermischen. 
Mit Salz und Pfeffer kräftig würzen und eine gute Stunde abgedeckt 
ziehen lassen. Der Teig ist ziemlich wandelbar, man kann auch noch
geriebenen Käse oder Zucchini mit hineingeben oder völlig anders würzen -
scharf oder mit Gyrosgewürz zum Beispiel.

Aus dem Teig zwölf bis 15 gleichgroße Portionen abstechen und zu Bällchen
formen. Die Größe ist Geschmackssache, ähnlich wie bei Hackbällchen, aber
zu klein sollten sie nicht werden, damit sie innen saftig bleiben.
Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Bällchen bei mittlerer Hitze
rundherum goldgelb anbraten.

Guten Appetit ♥

12. September 2021

Fluffy Fladenbrot zur Rückkehr aus der Sommerpause

Eigentlich wollte ich ja erst mal Urlaubsfotos sortieren
und ein paar aufgelaufene Klamöttchen zeigen, so als smoother 
Wiedereinstieg ins Bloggerleben. (Wenn man die persönlichen 
Zuschneidemaße der Blogfotos nicht mehr auswendig weiß, 
wird es Zeit!) Aber auf insta kam vermehrt der Wunsch nach dem Rezept 
für das Fladenbrot auf, das ich über den Sommer zu fast jeder Grillmahlzeit 
gebacken habe. Es ist unheimlich fluffig, ganz einfach zuzubereiten
und vor allem - von der Gehzeit mal abgesehen, die man
einplanen muss - sehr schnell vorbereitet.

Für den Teig 400 Gramm helles Mehl (Ich nehme Dinkel 630, so wie
für absolut alles, wo im Originalrezept eigentlich Weizenmehl vorgesehen
ist. Das macht weder bei der Konsistenz noch beim Geschmack auch
nur den kleinsten Unterschied :) mit einem Teelöffel Salz und zwei
Teelöffeln Zucker mischen und zwei Esslöffel Olivenöl dazugeben.
Einen halben Würfel Hefe (oder ein Tütchen Trockenhefe) in
220 ml lauwarmem Wasser auflösen, zu den übrigen Zutaten 
geben und ein paar Minuten lang gründlich verkneten.
Je geduldiger man Hefeteig knetet, desto fluffiger wird er später.
Wohl dem, der eine Küchenmaschine hat, die diese Arbeit übernimmt...


Der Teig sollte sich nach ein paar Minuten als Kugel leicht vom Schüsselrand 
lösen und schön elastisch sein. Ist er zu klebrig, einfach noch ein wenig 
Mehl dazugeben, bis es passt. Ist er umgekehrt zu bröckelig,
noch ein Löffelchen Wasser unterkneten. 

Den fertigen Teig abgedeckt an einem warmen Plätzchen
eine Stunde lang gehen lassen - falls Euer Backofen eine Gärstufe
hat, nehmt die, damit geht es deutlich schneller. Ich bereite den Teig
gerne schon am Vortag zu, dann gebe ich ihn in eine große, bemehlte 
Schüssel mit Deckel, stelle sie über Nacht in den Kühlschrank
und bereite das Fladenbrot dann mittags oder abends zu.
Über so eine lange Zeit geht Hefeteig auch kalt ganz hervorragend
und wird für mein Gefühl sogar noch fluffiger.
Stichwort "Kalte Führung".


Nach der Gehzeit den Backofen auf 190 Grad (Umluft) vorheizen.
Den Teig mit bemehlten Händen aus der Schüssel nehmen, zur Kugel
formen und dann mit den Händen so auseinanderziehen, dass
ein leidlich runder Fladen entsteht, etwa zwei/drei Zentimeter dick.
Auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und mit dem Daumen
in unregelmäßigen Abständen Dellen in den Teig drücken.
In einer Tasse je einen Esslöffel Milch und Olivenöl vermischen,
den Teigling damit einpinseln und mit hellem Sesam bestreuen.
. Optional kann man ihn auch noch mit Oliven, kleinen Tomaten oder 
Kräutern belegen. Wir mögen es am liebsten so wie hier mit Tomaten und 
Rosmarinzweigen aus dem Garten...

In den heißen Ofen geben und etwa 15 Minuten lang backen,
bis der Fladen ein wenig Farbe angenommen hat.
Warm serviert schmeckt er himmlisch, aber auch die kalten
Reste (haha, als ob!) können durchaus noch überzeugen.

Guten Appetit ♥

29. Mai 2021

Parmesan-Spaghetti

 Diese Spaghetti essen wir wahnsinnig gerne als Grillbeilage, wenn es nicht
allzu heiß ist. Oder aber im Winter in Begleitung eines grünen Salates.
Sie sind blitzschnell gemacht und ein wahres Soulfood - nicht zu unterschätzen
in Zeiten wie diesen, oder?


Möchtet Ihr auch?
Es geht ganz schnell:

500 Gramm Spaghetti bissfest garen und abgießen.
Anderthalb Esslöffel Butter in eine große Pfanne geben, zusammen mit zwei 
kleingehackten Zehen Knoblauch. Die Butter bei mittlerer Hitze unter 
Rühren schmelzen und ganz leicht bräunen lassen. Die Spaghetti in die
Pfanne geben und unter die Knoblauchbutter heben. Einen Becher Sahne
und eine Tasse frisch geriebenen Parmesan dazugeben und 
unterrühren, bis der Käse komplett geschmolzen ist. Mit Salz
und schwarzem Pfeffer abschmecken. Vor dem Servieren noch etwas
gehobelten Parmesan als Topping über die Pasta streuen.

Guten Appetit ♥

23. April 2021

Antipasti-Pilze zum Wochenende

Diese schnellen, marinierten Pilze sind immer meine erste Wahl, wenn 
Champignons in der Biokiste sind und ich die nicht gleich am nächsten oder
übernächsten Tag verbraten möchte - im wahrsten Sinne des Wortes, denn 
gebraten mögen die hier alle am liebsten. Als Antipasti zubereitet halten sie sich
ein paar Tage im Kühlschrank und schmecken hervorragend zu Gegrilltem, Pasta,
Brot oder auch einfach pur aus dem Glas, vor'm Kühlschrank stehend ;-)
Heute hatte ich sie mal wieder auf dem Zettel, denn am 
Wochenende wollen wir grillen...


Mögt Ihr auch? Bitte schön:

500 Gramm Champignons putzen und vierteln. 
Zwei Knoblauchzehen kleinwürfeln.
Beides bei mittlerer Hitze in Olivenöl etwa fünf Minuten lang anbraten,
dabei regelmäßig umrühren. Mit Salz, Pfeffer und Chilipulver würzen.
Ein halbes Glas getrocknete Tomaten in Öl in Streifen schneiden 
und mit in die Pfanne geben. Einen Esslöffel Honig über die Pilze und 
Tomaten geben, rühren, bis sich der Honig verflüssigt und in der Pfanne
verteilt. Mit dunklem Balsamicoessig ablöschen und kurz einköcheln
lassen. Eine Handvoll glatte Petersilie kleinhacken und unterheben.
In ein Glas geben und mindestens über Nacht ziehen lassen.

Guten Appetit ♥

27. März 2021

Hefe-Butterkuchen mit Knusperrahm

 Ihr wolltet das Rezept für den Rahmkuchen, Ihr bekommt das 
Rezept für den Rahmkuchen :) Die Kombination aus fluffigem Hefeteig 
und saftigem Topping ist einfach toll und passt ganz wunderbar zu dem
usseligen Wetter, das wir hier heute wieder haben…


Für den Teig 500 Gramm Mehl mit 100 Gramm Zucker, einer Prise Salz und
zwei Päckchen Trockenhefe vermischen. 250 ml Milch zusammen mit
100 Gramm Butter leicht erwärmen und zur Mehlmischung geben, ebenso 
ein Ei. Alternativ kann man natürlich auch einen Würfel frische Hefe in der 
Milch-Butter-Lösung auflösen. Wichtig ist in beiden Fällen nur, dass
die Milch nicht zu warm ist, handwarm ist perfekt. Bei höheren
Temperaturen geht die Hefe kaputt und das ist eigentlich wirklich das 
Einzige, was bei Hefeteig schiefgehen kann ;-)

Alles zu einem Teig verkneten, je länger, desto fluffiger wird
der Kuchen später. Fünf Minuten sind gut. Der Teig sollte weich sein,
sich aber elastisch vom Schüsselrand lösen. Die Schüssel abdecken
und den Teig an einem warmen Ort mindestens eine Stunde lang gehen 
lassen, bis sich das Volumen des Teigs verdoppelt hat.

Ein Backblech einfetten oder mit Backpapier auslegen und den Teig
auf dem Boden verteilen und in die Ecken drücken. Mit der Hand
geht das sehr gut, man muss ihn nicht ausrollen. Anschließend
mehrmals mit einer Gabel einstechen.


Für den Belag 100 Gramm Butter in Flöckchen auf dem Teig verteilen.
Zwei Becher Schmand mit einem halben Becher Sahne und
50 Gramm Zucker verrühren und auf dem Teig verstreichen. Mit
50 Gramm Zucker bestreuen und nochmal gehen lassen, während 
der Ofen vorheizt. Bei 170 Grad (Umluft) etwa 20 Minuten lang backen, 
bis sich die Teigränder bräunen. Dann die Temperatur für etwa fünf 
Minuten auf 190 Grad hochstellen, um die Oberfläche noch ein bisschen mehr 
zu überknuspern. Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und direkt nochmals 
mit etwa 50 Gramm Zucker bestreuen.

Abkühlen lassen (wenigstens einigermaßen ;-) und genießen.
Guten Appetit ♥

21. Dezember 2020

Spinatknödel (inkl. Knödelbrotherstellung für Exilanten)

Keine Ahnung, ob es noch ein tolleres Soulfood gibt als Spinatknödel?
Andere Knödel vielleicht. Aber Spinatknödel sind schon ganz
besonders lecker und irgendwie ja auch gesund ;-)
Hier bei uns in der Gegend macht man Knödel, gleich welcher Art,
eigentlich immer aus irgendeinem Mehl, maximal noch mit ein paar
untergemengten Kartoffeln, aber die klasssichen Semmelknödel
haben hier eher so gar keine Lobby.
Völlig unverständlich!


Das Teeniemädchen mag die aber richtig gerne und so kam es, dass sie 
irgendwann mal von einem Münchentrip eine Tüte Knödelbrot mitbrachte und
Spinatknödel machte - die ersten in meiner Küche, denn ich hatte mich tatsächlich
noch nie an welche herangetraut, man hört da ja viele Schauergeschichten von
zerfallenen Katastrophenknödeln und wie schwierig das alles so sei.

(Übrigens genau wie bei Hefeteig, da bin ich auch in dem Glauben aufgewachsen,
Hefeteig sei das komplizierteste Hexenwerk von allen und ich war sicher 
fast 30, bis ich feststellte, dass Hefeteig wirklich das Simpelste überhaupt ist ;-)

Das Teeniemädchen ging die Sache dagegen optimistisch an und das Ergebnis
waren fantastische Spinatknödel, die es seither, leicht abgewandelt, 
eigentlich regelmäßig gibt - und zwar immer, wenn wir mal wieder in 
München zum Fußball waren und entsprechend ordentliches Knödelbrot 
importieren konnten. Nicht diese knüppeltrockenen, etwas dickeren 
Semmelbrösel, die hier als "Knödelbrot" im Supermarkt genau dort stehen,
neben den Semmelbröseln nämlich, sondern richtig fette Brotstückchen, 
die es in Knödelland bei jedem Bäcker zu kaufen gibt...

Da wir momentan und auf absehbare Zeit ja nun aber nicht Reisen werden,
zum Fußball schon dreimal nicht (es ist unfassbar, wie sehr mir sowas
Profanes wie Fußball fehlt, wirklich, das hätte ich nicht gedacht!), sind
wir dazu übergegangen, uns das Knödelbrot auch selbst zu machen und
damit noch öfter Spinatknödel. Denn nie war Soulfood wertvoller 
als heute!

Deswegen möchte ich unser Spinatknödel-Rezept gerne mit Euch teilen.
Zumindest, wenn Ihr irgendeine Möglichkeit zum Dämpfen habt, ist
das absolut idiotensicher, versprochen...


Für das Knödlbrot nehme ich drei bis vier helle Brötchen sowie zwei Laugenbrezeln.
Grundsätzlich geht aber alles an Brotresten, außer Toastbrot, das versaut wirklich
jeden potenziellen Knödel, besonders das gekaufte...
Alles relativ klein würfeln, die Brezeln kleiner als die Brötchen, weil die später weniger
Flüssigkeit aufnehmen werden. Alle Würfel auf einem Backblech verteilen und im
Ofen durchtrocknen lassen. Das geht gut mit Restwärme, wenn man eh gerade
etwas gebacken hat - einfach über Nacht im Ofen lassen. Ansonsten bei 80 Grad
(Umluft) bis die Würfel wirklich richtig trocken sind.


Das Knödelbrot anschließend luftdicht in Gläsern oder sonstwie verschließen, dann
hält sich das eine ganze Weile und man hat einen Vorrat für spontane
Knödelgelüste, was hier relativ häufig passiert.
Außerdem ist es eine tolle Resteverwertung für olles Brot - mal was 
anderes als immer Arme Ritter ;-)


Für den Knödelteig taue ich als erstes 300 - 400 Gramm Blattspinat auf (ganze Blätter
oder kleingehäkselt, das hängt tatsächlich davon ab, was gerade da ist, ebenso wie
die Menge, das ist ein wenig Geschmackssache. Nur Rahmspinat sollte es unbedingt
nicht sein ;-) und drücke ihn dann gründlich in einem feinen Sieb aus, bis er ziemlich
trocken ist. Das ist wichtig, damit der Knödelteig am Ende nicht zu feucht wird.
Es ist nämlich absolut erstaunlich, wieviel Flüssigkeit man aus einem Sieb
voll aufgetautem Spinat drücken kann! (Frischer Spinat geht natürlich auch, 
dann braucht man etwa die doppelte Gewichtsmenge, die man in Streifen schneidet
und nachher in der Zwiebelbutter zusammenfallen lässt.)

Eine kleine Zwiebel hacken und in einer Pfanne in 50 Gramm Butter glasig dünsten.
Den Spinat zugeben und kurz in der Zwiebelbutter schwenken. Beiseite stellen.

Das Knödelbrot (ebenfalls etwa 300 bis 400 Gramm, aber optisch natürlich
viel mehr als der Spinat ;-) in eine große Schüssel geben und mit etwa 
250 ml Milch übergießen. Nicht die ganze Milch auf einmal reingießen, sondern
erst mal die Hälfte und dann schlückchenweise und immer wieder gründlich 
vermischen, bis das Brot getränkt,aber nicht nass ist, auch wenn dann noch etwas
Milch übrig ist. Das kommt immer ein bisschen auf das Brot an, wieviel das 
schlucken kann ;-) Lieber ist die Masse erst mal ein wenig zu trocken, denn die
restlichen Zutaten geben ja auch noch Feuchtigkeit dazu.

Jetzt zwei Eier und die Spinatmischung unterkneten, ebenso wie
2 EL Semmelbrösel und 1 EL Mehl. Mit Salz, Pfeffer und Muskat
würzen. Wer mag, kann auch noch etwas geriebenen Käse/Parmesan dazugeben.


Einen großen Topf mit Salzwasser aufkochen und dann so zurückschalten,
dass das Wasser gerade nicht mehr kocht. Einen ersten (Probe-)Klos hineingeben
und etwa 15 Minuten lang garziehen lassen. Fällt er nicht auseinander, den 
restlichen Teig ebenfalls zu kleinen Knödeln formen (Tischtennisbälle etwa) und
im Topf garen (zusammen, versteht sich, nicht alle nacheinander *g*) 
Sollte der Klos aber tatsächlich zerfallen, müssen noch mehr 
Semmelbrösel in den Teig, als Bindemasse.

Wesentlich einfacher und weniger fehleranfällig ist die Zubereitung in 
 einem Topf mit Dampfkorb oder, meine bewährte Variante: mit der
Dampfgarfunktion im Backofen. Dafür die Knödel nebeneinander auf
den Locheinsatz legen, das Wasser nach Anleitung in den Backofen geben
(meist entweder ins tiefe Blech oder, wie bei uns, in den Wassertank)
und die Knödel bei 100 Grad etwa 15 Minuten garen.

Die Dämpfversion ist wirklich absolut idiotensicher - ich habe so schon
perfekte Spinatknödel gezaubert aus einem Teig, von dessen Probeklos nach 
dem klassischen Wasserbad nur noch atomare Bestandteile übrig waren *ggg*


Wir essen die Knödel am liebsten mit viel gebräunter Butter, reichlich Parmesanspänen und 
grünem Salat - oder aber als Beilage zu gegrilltem Fleisch.

Guten Appetit ♥