25. Dezember 2025

Frohe Weihnachten!

Was vergangen ist, ist vergangen,
und Du weißt nicht, was die Zukunft Dir bringen mag.
Aber das Hier und Jetzt,
das gehört Dir.

(Der kleine Prinz)


Und genau in diesem Mindset werden wir jetzt Weihnachten verbringen :)
Das Jahr war kein leichtes für mich, einzig und allein meiner Gesundheit geschuldet, aber das wird in den nächsten Tagen einfach mal keine Rolle spielen. Habe ich nämlich entschieden, so!

Ich wünsche Euch wunderschöne Weihnachtstage. Genießt die geruhsame Zeit und lasst Euch nicht stressen. Lasst es Euch gutgehen und nehmt Euch Zeit für die Dinge, die Euch glücklich machen!

17. Dezember 2025

Schnelle Plätzchen von der Rolle!

Heute in Form von Pistazientalern, weil ich Pistazien am liebsten habe. Aber es geht mit allen Nüssen und Nussartigen, die man so im Haus hat :)


Für diese schnellen Plätzchen braucht es weder viel Zeit noch Aufwand, aber sie sind super lecker und eine echte Abwechslung auf dem Weihnachtsteller. Für den Teig

130 gr Mehl
50 gr Zucker
1 Prise Salz
 110 gr Butter
60 gr Pistazien 
(ohne Schale gewogen, ungesalzen, gehackt)

gründlich verkneten, zu einer Rolle formen (Durchmesser irgendwo zwischen drei und sechs Zentimetern, kommt drauf an, wie groß man die Taler am Ende haben möchte), in Backpapier wickeln und für eine Dreiviertelstunde in den Gefrierschrank legen. 

Danach wieder auswickeln, mit einem scharfen Messer in Scheiben schneiden (halben Zentimeter dick), auf einem Backblech verteilen und bei 175 Grad (Heißluft) ca. zehn Minuten backen, bis sie sich am Rand gaaaanz leicht bräunen. Auf einem Gitter abkühlen lassen, danach zur Hälfte in Zartbitterschokolade tauchen und nach Geschmack mit Pistazien oder bunten Streuseln dekorieren.

Guten Appetit :)

12. Dezember 2025

12 von 12 { Dez 2025 }

 Am 12. des Monats macht man zwölf aussagekräftige Bilder von seinem Tag - so funktioniert 12 von 12. Wer dieses Spielchen allmonatlich gerne mitmacht, seht Ihr wie immer HIER bei Caro in der Liste.


Physiofreitag. Deswegen beginnt mein Tag ungewöhnlich früh mit einem Grenzübertritt. Immerhin kein Stau heute, deswegen bin ich viel zu früh und kann noch kurz in den französischen Supermarkt springen.


Auf dem Rückweg halte ich kurz beim Bauern am Straßenrand, für Kartoffeln, Kürbis und selbstgestrickte Strümpfe. Zu letzteren halte ich noch ein ausgesprochen nettes Fachgespräch mit der Verkäuferin, die deutlich schneller Strümpfe stricken kann als ich ;)


Nichtsdestotrotz habe ich diesbezüglich auch Pläne für den Winterurlaub, weswegen ich eben noch beim Bastelladen anhalte, um neue Wolle zu besorgen. Kann man nie genug haben.


Ampelaussicht auf den Christbaum vor der Porta Nigra und das alle Jahre wieder weihnachtlich verpackte Bekleidungsgeschäft in der Haupteinkaufsstraße, der Sim.


Wenn es denn mal Fleisch sein soll, dann immer von dem Metzger, bei dem man im Hinterhof neben der Blaumeise parken kann. Bestelle einen Braten und nehme noch was für den Vorrat mit.


Letzte Punkte auf der Liste: Bestellten Wochenendeinkauf abholen und…


… Weihnachtspost in der Packstation ablegen. Nie liebe ich die Teile mehr als in der Weihnachtszeit, wo sie einem die Postschlangen ersparen!


Wieder zuhause, Zeit für Mittagessen. Zucchini gehen immer und gleich kommt schon die Missi nach Hause.


Bisschen Haushalt.


Nachmittags steht Backen auf dem Plan. Die Jahrgangsstufe der Missi hat dieses Wochenende eine Hütte auf einem Weihnachtsmarkt, um mit Plätzchenverkauf&Co Geld für den Abiball zu verdienen. Ich hoffe inständig, dass sie damit erfolgreich sein werden, denn bei der Großen hatten wir bis zu diesem Zeitpunkt schon hunderte von Euro auf ein Abiballkonto einzahlen müssen, vor jeden zweiten Ferien kam wieder eine Aufforderung. Der jetzige Jahrgang ist da… deutlich entspannter ;) 


Die Missi ist bei den Pferden und ich bringe noch weitere Post weg, diesmal zu DPD. In der Nachbarschaft des Ladens steht ein Bücherschrank, dem ich dann auch immer einen Besuch abstatte. Rabbit Hayes durfte mit, wegen des Covers und dem Klappentext, aber ich glaube, das kann ich erst nach der düsteren Jahreszeit lesen. Was zuviel ist, ist zuviel.


Alle zuhause, Plätzchen eingetütet, zu Abend gegessen. Jetzt gibt es noch einen Weihnachtsfilm für den Mann und mich, als Start ins Wochenende, und dann war’s das auch schon mit unserem Zwölften… :)

9. Dezember 2025

Advent, Advent

 Mein Adventskalender für die Lieblingsfreundin brauchte in diesem Jahr zwei Anläufe. 


Dabei hatte ich schon früh sowohl eine tolle Idee für den Kalender an sich, als auch für den Inhalt. Es zeigte sich dann allerdings bei der Umsetzung irgendwann (leider erst, als der Kalender selbst fertig war, bis dahin war ich zwar skeptisch, aber optimistisch ;) dass beides nicht kompatibel war.


Also nochmal von vorne. Diesmal lag mein Hauptaugenmerk auf Inhaltsschonung (kein Falten, kein Rollen), deswegen gab es passende Pergamintüten, die ich mit goldenen Aufklebern und Streusternen dekorierte - an der Kante mit Hilfe eines Kleberollers, auf dem Rest der Tüten schön händisch mit Bastelklebertupfern und Pinzette, sehr meditativ! 


Und erst, als ich diesen Stapel zusammen hatte, kümmerte ich mich um eine passende „Verpackung“, die ich aber recht schnell in Form eines Holzkistchens fand, das dann ebenfalls noch mit Goldsternen und einer kleinen Lichterkette aufgepimpt wurde. Weiß war es schon. Aus der Not geboren, bin ich mit dem Ergebnis jetzt doch ganz zufrieden. Und kann jetzt anfangen, mir Gedanken zu machen, mit was sich wohl im nächsten Jahr meine ursprüngliche Kalenderidee füllen ließe ;)


Und was ist nun drin? Eine Handlettering-Schule und passende Stifte :) Für ein bisschen Me-Time in der Weihnachtszeit. Ursprünglich hatte ich ein Übungsbuch bestellt und in 24 Einzelteile zerlegt, aber nachdem das nach wiederholten Versuchen, es irgendwie in den ersten Kalender zu quetschen, nicht mehr so wirklich ansehnlich war (daran kann ich mich jetzt wohl ausprobieren…), wollte ich gerade ein neues besorgen, als ich bei Aldi(!) über einen wahren und wahrhaftigen Handlettering-Adventskalender stolperte - was für ein Zufall! Hier konnte ich die 24 Türchen einfach mit dem Cutter raustrennen und in Umschläge stecken, viiieeel besser als meine ursprüngliche Idee! Manchmal fügt sich eben alles…

6. Dezember 2025

Tagebuchbloggen { 5. Dezember 2025 }

    "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"

Frau Brüllen fragt das an jedem fünften Tag des Monats und wer mag, schreibt fleißig mit.

Die übrigen #wmdedgt-Einträge findet Ihr wie immer hier.

7.00 Uhr: Der Wecker vom Mann klingelt, draußen ist es noch reichlich dunkel. Deswegen bleibe ich auch noch ein paar Minuten liegen. Die Wärmflasche hat nämlich noch Restwärme ;)

8 Uhr: Aufgestanden, geduscht und gedehnt. Jetzt bin ich leidlich einsatzbereit und wecke erst mal die Missi. Die hat sich völlig in den neuen Rhythmus „Bis in die Puppen lernen und dafür morgens ausschlafen“ eingelebt. Ist ja auch sehr teeniefreundlich. Dann Waschmaschine anwerfen, Betten machen, das Übliche.

9.30 Uhr: Gefrühstückt, Zeitung gelesen und jetzt schleunigst Aufbruch Richtung Schule. Ich lasse die Missi raus, bringe ein paar Päckchen und Umschläge zur Packstation und fahre dann rasch bei der Lieblingsfreundin vorbei, unsere alljährlichen Adventskalender austauschen. In diesem Jahr haben wir es erst zum Fünften geschafft, ganz wie früher, als unsere Kinder noch klein waren… Auf dem Rückweg halte ich noch kurz beim Bauern am Straßenrand für Kartoffeln und Gemüse und stelle begeistert fest, dass die im Moment auch selbstgestrickte Strümpfe verkaufen - original solche, wie sie meine Oma immer gemacht hat. Kaufe gleich drei Paar und weiß auch schon, wem ich die unter den Weihnachtsbaum lege :)


10.45 Uhr: Zuhause treffe ich zeitgleich mit dem Mann und der Kanalreinigungsfirma ein. Die hat der Mann gestern bestellt, weil bei uns seit Tagen eines von zwei Abflussrohren verstopft ist. Und zwar das von den Toiletten. Seufz. Zum Glück haben wir ja noch eine in der Gartenwohnung, sonst hätte ich nicht tagelang so gelassen zugeschaut, wie der Mann mit diversen Reparaturversuchen wieder und wieder scheiterte ;) Bin jetzt aber doch froh, dass Rettung vor der Tür steht. Die bauen auch sehr schnell Kamera und Spülung auf, legen los - und stellen zügig fest, dass eigentlich überhaupt gar nichts den Ablauf verstopft, sondern die kompletten Rohre quasi eine einzige Verstopfung sind. Unser herzlicher Dank geht dafür mal wieder an die Installationsfirma, die hier vor 25 Jahren ein amtliches Schrottsystem zusammengebastelt hat. Mit zu wenig Gefälle (das wussten wir schon) und mit unfassbar vielen, unnötigen Ecken und Kurven (das war uns in dem Ausmaß neu), was dafür sorgte, dass jetzt 25 Jahre lang unser Abwasser viel zu langsam durch unsere Rohre getröpfelt ist, statt durchzurauschen und dabei alle Zeit der Welt hatte, den Kalk (den unser Wasser so reichlich mitführt, dass es ein Wunder ist, dass es noch nass ist) Schicht für Schicht an den Wänden abzusetzen, bis irgendwann innen im Rohr einfach kein Platz mehr war. Das war dann wohl letzten Sonntag. 

12.30 Uhr: Statt also einfach die Rohre mit maximalem Druck durchzuspülen und eine Verstopfung zu lösen, fräsen die Jungs nun schon seit zwei Stunden von drinnen und draußen systematisch unsere Rohre frei und der Mann steht am Revisionsschacht und sammelt die vorbeischwimmenden Kalkbrocken raus. Nice. Am Ende sind es mehrere Eimer voll. Immerhin steht inzwischen außer Frage, dass wir dieses Problem keinesfalls hätten selbst lösen können. Währenddessen stehe ich im Vorgarten(!) und putze mit Schrubber und Schlauch das momentan ausgebaute Gäste-WC auf ein ganz neues Level hoch. Gelegenheiten muss man nutzen.

13.15 Uhr: Der Mann ist mittlerweile wieder im Büro und die Kanalleute sind von Fräsen zu Spülen übergegangen, als ich durch die (seit Stunden!) sperrangelweit offenstehende Haustür die Missi aus dem Auto ihrer besten Freundin aussteigen sehe. So spät schon?! Mist. Kochen wäre wohl mal eine Maßnahme.

13.45 Uhr: Essen und Kanalmänner sind zeitgleich fertig. Ich verabschiede sie herzlich und zutiefst dankbar, denn alles funktioniert wieder und sie haben sogar hinter sich geputzt. Und einen Plan unseres verschachtelten Rohrsystems haben wir jetzt auch. Fürs nächste Mal. Top. Dann erst mal Essen und eine Runde an den Schreibtisch, denn das stand eigentlich für heute morgen auf dem Plan. Danach gilt es, schleunigst den besinnlich-adventlichen Grundzustand im Haus wiederherzustellen, der in den letzten Stunden doch arg gelitten hat. Funktioniert auch, bis auf die Tür des WCs, die steht noch im Flur rum und die überlasse ich großzügig später dem Mann.

15.30 Uhr: Ich bringe die Missi zum Stall und auf dem Rückweg noch Müll weg. Zuhause treffe ich den Mann beim Türeeinhängen :) Der hat heute früher Schluss gemacht, weil er später noch ein paar Freunde auf dem Weihnachtsmarkt treffen wird. Wir trinken einen Kaffee zusammen, dann bringe ich ihn in die Stadt und sammle auf dem Rückweg die Missi wieder ein. Win-win.

18 Uhr: Die Missi duscht, konferiert mit Freundinnen, macht sich für den Abend fertig und ich habe beschlossen, dass heute der perfekte Zeitpunkt ist, um den ersten Weihnachtsfilm zu schauen. Mit Kerzen und Pizza auf der Couch. So :) Vorher muss ich aber noch Wäsche aufhängen und eine Kleinigkeit in der Kleinen Werkstatt finalisieren.

20 Uhr: Mein Weihnachtsfilmabend läuft hervorragend (ich schaue „The Family Stone“ mit Diane Keaton und Sarah Jessica Parker, der fest zu unserem Weihnachtsfilm-Repertoire gehört und den ich zur Not auch noch ein zweites Mal schauen kann, falls der Mann auch noch möchte ;), bis sich herausstellt, dass die Mädelsclique gar nicht selbst in die Stadt fahren möchte, sondern dass ich dafür vorgesehen bin. Ich drücke also die Pausetaste und sammle erst die beste Freundin und dann noch zwei weitere ein. Da sich irgendwie keines ihrer Handys mit dem Auto des Mannes verbinden möchte, erstellen sie kurzerhand ihre Playlist für die Fahrt(!) auf meinem Handy. Toll, jetzt werde ich wieder wochenlang sehr zweifelhafte Musik vorgeschlagen bekommen. Ist aber wie immer sehr schön mit den Mädels im Auto. Das ist schon eine tolle Truppe. Ich lasse sie in der Nähe des Weihnachtsmarktes raus und höre auf der Rückfahrt die Playlist zu Ende, die ist gar nicht mal so schlecht!

21 Uhr: Weiter geht’s mit dem Film, mittlerweile falte und klebe ich nebenbei Sterne aus Muffinförmchen und esse gebrannte Mandeln, die heute in unserem Adventskalender von den Kindern waren. Das ist ein wirklich sehr gemütlicher Nikolausabend. 


23 Uhr: Letzte Autorunde für heute, diesmal hole ich den Mann ab. Im Gegensatz zur 20-Uhr-Fahrt war die geplant, aber insgesamt war ich heute dann eventuell doch einmal zuviel in der Stadt ;) Auf dem Hinweg leistet mir nochmal die Playlist Gesellschaft, zusammen mit dem wirklich riesengroßen Vollmond, schönschön. Der Mann findet mich auf Anhieb (es ist erstaunlich voll in der Stadt), ich wechsle noch ein paar Worte mit einem der Kumpels und erfahre auf dem Rückweg, dass sich die Mädelsclique und die Vätertruppe tatsächlich auf dem (gar nicht mal so kleinen) Weihnachtsmarkt getroffen und sogar unterhalten haben. Sie werden eindeutig erwachsen ;) Mit nach Hause wollte die Missi allerdings noch nicht, aber für die Heimfahrt sind wir zum Glück heute nicht zuständig*.

23.30 Uhr: Noch ein bisschen Quality-Couchtime, der Mann erzählt vom Abend und dann ab ins Bett!

* Angesagt war: Wir kommen gegen eins nach Hause. Alle müssen gerade viel lernen und die Missi will um halb acht schon zu den Pferden. Ich werde wach um viertel vor zwei, weil es draußen klappert und windet: Handy sagt, die Missi ist noch mitten in der Stadt. Ich werde wach um halb vier, weil es draußen klappert und windet: Handy sagt, die Missi ist noch mitten in der Stadt. Hm. Der Mann steht um sieben auf, Handy sagt, die Missi ist zuhause. Immerhin. Aber soll ich die jetzt wirklich wecken!? Viel geschlafen haben kann sie ja nicht. Die Frage erübrigt sich, als ich die Nikolaustüte vor ihre Tür stelle und da ein Zettel klebt: „…. (beste Freundin) schläft bei mir. Lasst uns einfach schlafen, sie fährt mich dann später in den Stall.“ Nun denn. Organisiert sind sie ja zumindest. Hat auch alles genau so geklappt, obwohl sie erst um halb zwölf von der allmonatlichen Sirenenprobe geweckt wurden ;)

27. November 2025

Summervibes

 Draußen ist es zum ersten Mal für diesen „Winter“ (der ja noch nicht mal angefangen hat…) so richtig kalt und usselig - als wir am Sonntag sehr früh zum Stall gefahren sind, waren es neun Grad. Minus wohlgemerkt. Uff. Kann mich nicht erinnern, dass es im November schon mal so kalt war.


Genau der richtige Moment also, um sich zurück in den Sommer zu beamen. An die Côte d‘Azur zum Beispiel. Dahin hat es uns im Juli relativ spontan verschlagen. Die Kinder hatten andere Pläne - die Große musste Klausuren schreiben und die Missi war mit Freundinnen zwei Wochen in Lissabon - und wir hatten eigentlich gar keine Zeit ;)


Eine Woche haben wir dann aber doch irgendwie rausgeschlagen und genau deswegen ging es in sehr bekannte Gefilde - wenn man schon keine Zeit hat, erholt es sich besser ohne Erlebnisdruck und an der Côte d‘Azur können wir Sightseeing betreiben, müssen aber nicht mehr.


Dass wir am Ende dann doch sehr viel mehr rumgekommen sind, als geplant, lag vor allen Dingen an unserer sehr spontanen Beifahrerin. Frisch aus Portugal zurückgekehrt, hatte die Missi nur „Côte d‘Azur“ gehört, umgepackt und quasi innerhalb von fünf Minuten mit im Auto gesessen ;) Weil sie (genau wie ich) Saint-Tropez liebt - ich wäre vermutlich aber nicht gerade am Markttag hingefahren, sie hingegen auf jeden Fall. Nun gut. Wir haben dann das Schiff statt des Autos genommen, um dem Stau zu entgehen und da es noch recht früh im Sommer war und nicht besonders voll, war es eigentlich auch ganz nett.


Neben Saint-Tropez liebt die Missi auch Nizza (ich auch, allerdings aus anderen Gründen), also sind wir auch dort noch hingefahren, denn in der Stadt gibt es einen der sehr raren Läden ihrer Lieblings-Klamottenmarke. Ich glaube, objektiv gesehen war das war sowieso der hauptsächliche Grund, warum sie sich unserem Urlaub angeschlossen hat (und nicht etwa die überbordende Liebe zu ihren Eltern ;) Bisschen Stadtbummel, bisschen mehr Strand und schöne Orte am Wegesrand.


Und natürlich waren wir dann auch noch in Monaco („Jetzt sind wir doch eh fast da!“), denn unsere Beifahrerin ist auch ein sehr großer Formel 1-Fan. Wir sind also die Rennstrecke zweimal abgefahren, haben dann im Hafen geparkt und sind auf den Berg in die Altstadt gelaufen - die ebenfalls angenehm leer war, vor allem im Vergleich zum letzten Mal, als zwei Kreuzfahrtschiffe im Hafen lagen. Auch das war sehr schön, aber nur so mittel erholsam…


… und so haben wir an den restlichen Tagen dann als Ausgleich konsequent dem süßen Nichtstun gefrönt. Am Strand, auf dem SUP oder der Terrasse unserer Ferienwohnung. Ich habe am Strand viel gelesen und auch viel geschlafen - die Schlafsituation in unserer ansonsten sehr schönen Wohnung direkt am Meer war nämlich etwas prekär: Die Klimaanlage hing direkt überm Bett und wer mich kennt, weiß, dass das keinesfalls eine Option ist. Eine Nacht habe ich es heldenhaft getestet, in der zweiten Nacht haben wir es ohne Klimaanlage versucht (auch indiskutabel, Südseite, Glasfront) und da die einzige, eh sehr provisorische Betten-Alternative ja von der Missi belegt war, habe ich ab der dritten Nacht einfach auf einer vom Mann gebauten Strandliege-plus-Luftmatratze-Konstruktion in der Küchenzeile geschlafen. Freiwillig wohlgemerkt, war aber nur so mittelgut, hat immer noch gezogen. Ich habe ernsthaft über das Auto nachgedacht (bin ja eh ein großer Fan von Micro-Campern ;), denn auf der Terrasse zu schlafen wurde mir vom Kind verboten, da Erdgeschoss und recht offen zum Meer, pfft.


Die Nächte wurden allerdings mehr als wettgemacht durch die Abende am Strand. Leckeres Essen, Füße im Wasser und tolle Sonnenuntergänge - mehr braucht man nicht zum Glücklichsein. Noch nicht mal Schlaf!

19. November 2025

Weihnachtssterne I

 Letztes Jahr, kurz vor Weihnachten, habe ich diese wunderhübschen Sterne aus Papprollen entdeckt und musste sie direkt mal nachbasteln. Die Pappkerne von Toilettenpapier- oder Küchenrollen, Kleber und einen Stift hat man ja auch wirklich immer zuhause und kann direkt loslegen :)


Das ganze hat sich dann relativ schnell verselbstständigt, ich konnte nach Weihnachten nämlich einfach nicht aufhören, weiter Sterne zusammenzukleben und zu bemalen. Und so blieb die Sterne-Produktionsstraße einfach das ganze Jahr über in einer kleinen Ecke der Kleinen Werkstatt stehen und jedesmal, wenn wieder eine Rolle irgendwo leer herumlag (endlich mal von Vorteil, dass das offenbar allein mein Job ist, die zu entsorgen!), entstanden wieder zwei/drei neue Modelle. Und sagen wir mal so: Dieses Jahr kann ich viele Sterne verschenken! 


Ich habe so viele, ich könnte sie sogar verkaufen ;) Aber dafür werde ich in dieser Weihnachtszeit realistisch wohl keine Zeit finden - da hänge ich lieber noch welche auf…

12. November 2025

12 von 12 { Nov 2025 }

 Am 12. des Monats macht man zwölf aussagekräftige Bilder von seinem Tag - so funktioniert 12 von 12. Wer dieses Spielchen allmonatlich gerne mitmacht, seht Ihr wie immer HIER bei Caro in der Liste.
Der erste 12er seit… April? Bin gespannt, ob ich noch weiß, wie‘s geht.


So tolles Licht gerade immer morgens und abends. Mit einem Kaffee in der Hand gucken und genießen, dann bisschen Dehnen und Frühstück für die Missi.


Familie aus dem Haus und ich widme mich dann wohl oder übel mal diesem beständig wachsenden Stapel an Vinted-Paketen. Zum Glück habe ich Päckchen und QR-Codes durchnummeriert, sonst hätte ich jetzt ein Problem ;)


Packstation war offline, deswegen ausnahmsweise mal wieder die Bäckerei-Post. War wohl nicht die erste heute. Hier stapelt man seine Pakete übrigens selbst in die Rollwagen und ich bin immer ganz begeistert, wie sorgfältig alle diese Aufgabe erledigen.


Schnell noch in den Brillenladen in der Stadt, denn die neue Brille sitzt noch nicht ganz optimal. Auf dem Weg zurück ins Parkhaus erstehe ich noch drei neue Mülleimer (geplant), ein bisschen Weihnachtstüdel (ungeplant) sowie ein neues Realitätsflucht-Buch (für abends im Bett, statt Weltgeschehen), das mir zuletzt wirklich an jeder Ecke angepriesen wurde - und einen Reiseführer. Rein informatorisch natürlich, bis auf weiteres zumindest.


Wieder zuhause, erst mal essen. War zum Glück schon fertig: Heißgeliebter Dauerbrenner-Salat (mache ihn mit Bulgur statt Quinoa und doppelter Menge Dressing, sonst genau nach Rezept) mit…


… dem Rest meiner leckeren Döner-Pide von gestern. Da ich mittags ja oft nur noch für mich kochen muss, lasse ich das dann gerne auch mal andere für mich übernehmen ;)


Der Nachmittag steht ganz im Zeichen von unaufschiebbarem Haushaltskram: Wäsche (das hier ist die Waschküchentür, von innen immerhin, an der die Stalljacken vom Kind hängen, weil sie hier geruchlich am wenigsten stören… Das sind nur die, die sie aktuell regelmäßig trägt und es sind fünf. Also noch nicht mal für jeden Tag eine - „Geht voll klar“, würde die Missi sagen. Ich für meinen Teil freue mich aber schon ein bisschen, wenn sie die demnächst mal alle in ihrer eigenen Wohnung aufhängen kann ;), Küchenschränke räumen, das letzte Gartengrün bündeln zwecks baldiger Abholung, nochmal Wäsche.


Ein Tag ohne Spaziergang ist ein verlorener Tag, zumindest bei der aktuellen Wetterlage. Hier zeigt der Himmel schon in Ansätzen, was er eine halbe Stunde später noch so alles an Dramatik ausgepackt hat.


Auf dem Rückweg kurzer Abstecher zum Müllwegbringen. Auch hier schön herbstlich, wobei ich „schön“ und „herbstlich“ wirklich äußerst selten in einen Satz verpacke…


Halb sechs, das letzte verbliebene Schulkind ist dann auch mal zuhause. Und hat schlimmen Hunger, wer könnte es ihr verdenken. Bratkartoffeln auf die Eins, da gibt es für sie keine zwei Meinungen!


So, und jetzt Feierabendkäffchen für mich im Sessel, zusammen mit dem frisch erworbenen Reiseführer (rein informatorisch!) Darin werde ich mich jetzt verlieren (und vielleicht schon mal einen kleinen, fiktiven Roadtrip skizzieren *hüstel*), bis der Mann nach Hause kommt.


Möchte Euch aber keinesfalls vorenthalten, dass die neuen dänischen Mülleimer (trotz Ausmessens!) exakt einen Millimeter zu hoch sind. Toll, toll. Muss jetzt also entscheiden, ob das am Wochenende ein Fall für die Flex wird - oder ob wir doch wieder auf die schwedischen Modelle zurückgreifen müssen…

10. November 2025

Fliegenpilze { Upcycling }

 Von einer schnellen Geister-Bastelaktion hatte ich in der Kleinen Werkstatt noch die Reste einer Eierpappe rumfliegen und da ich für Geister in diesem Haushalt eher keine Verwendung habe, wurden für mich recht spontan herbstliche Fliegenpilze daraus - „use what you have“ und so:


Dafür die Spitzen der Eierpappe heraustrennen und mit Acrylfarbe bepinseln bzw. bepunkten. Nach dem Trocknen einen Aufhänger in das meist eh schon vorhandene Loch einfädeln und im Inneren verknoten. Mit einem fetten Klecks Heißkleber verschließen und zusätzlich von unten einen Zweig als Fuß in den Kleber drücken. (Ich bin sicher, Ihr stellt Euch da besser an als ich, bei mir endet das einfach IMMER mit fetten Brandblasen. Ich KANN einfach nicht die Finger weit genug weg von diesem Teufelszeug halten und packe immer irgendwann rein. IMMER!)


Wen man mag, kann man von unten jetzt auch noch ein wenig Pack- oder Seidenpapier in die Pilze drücken, um den Look zu vervollständigen. Et voilà: Schnelle, schöne Herbstanhänger, die nicht orange sind - ganz wichtig für mich ;)

5. November 2025

Tagebuchbloggen { 5. November 2025 }

      "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"

Frau Brüllen fragt das an jedem fünften Tag des Monats und wer mag, schreibt fleißig mit.

Die übrigen #wmdedgt-Einträge findet Ihr wie immer hier.

Wir springen vom Sommer in den Winter, blogtechnisch. In den letzten Wochen war ich gesundheitlich total ausgeknockt, aber langsam geht es wieder, also versuchen wir mal ein bisschen Normalität…

0.20 Uhr: Der Tag beginnt, bevor der vorherige geendet ist. Am Abend gab es ein sehr, sehr wildes ChampionsLeague-Spiel, von dem ich erst mal runterkommen muss. Alle anderen schlafen schon, auch selten, dass ich hier die letzte bin ;) Jetzt aber mit Buch ins Bett.

7 Uhr: Der Wecker vom Mann klingelt. Da die Missi in ihrem letzten vollen Schuljahr selten mal vor halb zehn Schule hat, kann ich mir seit dem Sommer den Luxus erlauben, gelegentlich mit ihm zusammen aufzustehen. Und nach Fußballabenden wie gestern ist definitiv ein Luxusmorgen angebracht. Wir stehen auf, der Mann macht sich fertig und ich erst mal Yoga.

8 Uhr: Durchbewegt, geduscht, fertig gemacht. Allerdings nur leidlich munter. Jetzt schaue ich, ob die Missi wach ist, mache Frühstück, werfe eine Maschine Wäsche an und kümmere mich um den Haushalt. Neues Schuljahr, neue Routinen und so. Läuft inzwischen ganz gut. „Haushalt“ beinhaltet im Moment auch zwingend, Fruchtfliegenhorden von den Fenstern zu saugen. Die entwickeln sich hier jedes Jahr zur unkontrollierbaren Plage, vom Beginn der Traubenlese (mit dem Höhepunkt, wenn die Winzer die Pressrückstände der Trauben, den sog. „Bälisch“, als Dünger zurück in die Weinberge bringen: vor sich hin gärende Traubenreste, ein FEST für Fruchtfliegen! ;) bis zum ersten Frost. Da letzterer aber tendenziell immer später kommt, haben wir auch immer länger Fruchtfliegenspaß. Also nur im Dunklen Lüften und idealerweise durch Türen durchdiffundieren, statt sie zu öffnen…

8.45 Uhr: Frühstück und (digitale) Zeitung für mich.


9.40 Uhr: Setze die Missi an der Schule ab und gehe dann erst mal eine schnelle Runde spazieren. Das Wetter ist toll und ich genieße es, mich wieder mehr bewegen zu können, nachdem jetzt monatelang meine ganze Energie für das bloße Aushalten von Schmerzen draufgegangen ist. Laufend draußen in der Natur ist alles besser! Danach fahre ich weiter in die Stadt, stelle mich in einen nicht eingeplanten Stau, finde dann immerhin sofort einen Parkplatz und schaffe es noch ganz knapp um 

10.30 Uhr zu meinem Kontrolltermin beim Schmerzarzt. Da muss ich nur ganz kurz warten, für eine ausgiebige Bestandsaufnahme (besser, aber noch Welten entfernt von „gut“) mit anschließender Umtersuchung und Mobilisation. Meine linke Schulter war jetzt monatelang fast komplett steif, drei verschiedene Diagnosen, die unheilvoll ineinandergreifen, Schmerzen von einem anderen Stern, aber langsam bekommen wir es in den Griff. Verlasse die Praxis mit schmerzendem Arm (Mobilisation!), aber einigermaßen zuversichtlich um

11 Uhr, hole den bestellten Wocheneinkauf ab, fahre zurück nach Hause, verräume die Einkäufe, hänge Wäsche auf und setze mich dann noch ein bisschen an den Schreibtisch.


13.30 Uhr: Spätes Mittagessen. Salat mit Himbeerdressing, Kartoffeln, Brokkoli und Bratkäse aus dem Airfryer. Lecker! Noch besser ist allerdings, dass ich draußen auf dem Balkon essen kann. Ich gehe nur wieder rein, weil ich für den Verein noch ein Posting schreiben und hochladen muss und es dafür auf der Balkonbank zu hell(!) ist.

16.30 Uhr: Habe ziemlich viel im Garten geräumt, geschnitten und winterfest gemacht. (Und noch ein paar Kartoffeln und Möhren geerntet :) Zwischendurch kam noch die Post, unter anderem mit der inzwischen zweiten Mahnung zu einer ziemlich hohen Zahnarztrechnung. Die ich gleich nach Erhalt Anfang August bezahlt habe. Habe ich der Praxis auch erst zweimal mitgeteilt, nach der Zahlungserinnerung und der ersten Mahnung. Heute versuche ich es dann mal mit einem Telefonat und man verspricht mir, dass die Sache erledigt wäre, falls ich heute nichts mehr von ihnen hören würde. Bleibt spannend. Erfreulichere Post: Stoffstempelfarbe und Stempel, mit denen ich Geschirrtücher für Weihnachten machen möchte.

17 Uhr: Wäsche abgehangen, nochmal gegen Fruchtfliegen gekämpft und Essen für die Missi gemacht, die dann jetzt gleich auch mal Schulschluss hat. (Der Nachteil von dem komfortabel späten Start morgens, dass es nachmittags dann auch mal lange geht…) Draußen geht ein phänomenal riesiger Mond auf.

18 Uhr: Missi ist zuhause, muss heute ausnahmsweise auch nicht mehr zu den Pferden und sitzt mit ihrem Essen schon wieder über Schulsachen. Klausurenphase it is. Ich sitze inzwischen mit Kaffee und einem Körnerbrot in meinem Sessel, tippe hier (ganz schön schwerfällig, bin komplett raus, auch in der Bildbearbeitung. Musste ewig rumprobieren, bis ich den richtigen Rahmen wieder kreiert hatte…), plane noch ein bisschen an Weihnachtsdingen und dem Rest der Woche. Pläne, an denen ich mich entlanghangeln kann, sind gerade ganz wichtig, sonst mache ich tendenziell gar nichts, denn alles ist immer noch sehr anstrengend.

19 Uhr: Der Mann ist zuhause, kocht genügend, dass die Missi morgen auch noch was hat und leistet mir dann Gesellschaft. Früher Feierabend. Ganz kurz haben wir noch überlegt, ob wir uns den Fotokram schnappen und auf den Berg fahren sollten, denn der Mond ist schon sehr spektakulär. Aber so richtig aufraffen können wir uns dann doch nicht. 

22.30 Uhr: Tja, wo ich schon mal dabei war, habe ich durchgezogen und gleich noch ein paar weitere Blogposts vorbereitet - und viel geflucht. Ich muss auf jeden Fall eine geradlinigere Form der Bildbearbeitung finden, das hat früher so gut funktioniert, aber ein paar abgeschaltete Apps später muss  ich ständig zwischen Lightroom, CapCut und diversen anderen Apps wechseln, um am Ende doch nicht das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Da werde ich wohl doch mal Zeit opfern müssen, um mir passende Presets anzulegen - aber heute nicht mehr. Ich denke, zumindest für den Rest des Jahres hilft nur Mut zur Lücke ;) Jetzt jedenfalls ruft mein Bett ganz laut, gute Nacht!

18. September 2025

Achtzehn, die zweite 🖤

 Unfassbar, aber wahr: 
Nun sind sie beide volljährig!
Das haben wir insgesamt doch ganz gut hinbekommen :)


Ich liebe es, große Kinder zu haben, ich weiß, ich wiederhole mich da. Aber wenn ich einen Wunsch frei hätte, dann würde ich sie beide gerne nochmal als Baby im Arm halten, nur ganz kurz. Das wäre schön, hach. (Ich habe mir für diesen Winter auch fest vorgenommen, unsere Videos aus der Baby- und Kleinkindzeit mal alle zu sichten, um das Gefühl ein wenig zurückzubekommen - und sie in einem auch endlich mal zu digitalisieren. Momentan ist es nämlich immer eher schwierig mit Angucken ;) Heute wurde aber erst mal Feste gefeiert, ganz ohne Sentimentalitäten!


Traditionell gibt es drei Anlässe in dieser Familie, zu denen „richtige“ Torten bestellt werden: Erstkommunion, Firmung und 18. Geburtstag. Es war also mal wieder soweit und im Zuge dessen habe ich gelernt, dass die schnörkeligen Buttercremetorten meiner Kindheit wieder da sind - genau so eine hat die Missi sich nämlich gewünscht. Sie heißen jetzt Vintage Cake (*schluchz), aber dafür gibt es sie nun auch in leicht(er) und laktosefrei. Spannend war der Anschnitt nachmittags, denn ich hatte keine Idee mehr, welche Füllung ich bestellt hatte. Himbeer? Oreo? Beides? Helle oder dunkle Böden? Rätselhaft. Scheinbar ist mein Hirn inzwischen auch vintage. (Es waren dann dunkle Böden mit Himbeerpürree und Oreosahne. Lecker!)


Dazu gab es Brookies, eine Biskuitrolle und ganz viel Familienbesuch. Und natürlich allerbestes Sommerwetter, so wie wir es vom Geburtstag der Missi einfach IMMER gewöhnt sind. Sehr schön war’s! Jetzt hängen wir alle wie erschossen in den Seilen, aber das war es wert!

25. Juni 2025

Sommer-Quickie

 Eigentlich ist es in der Kleinen Werkstatt gerade viel zu warm zum Arbeiten. Normalerweise kompensiere ich das durch sehr frühes Aufstehen, aber diverse lange Wochenenden und nur noch rudimentär stattfindender Schulunterricht (wir stehen anderthalb Wochen vor den großen Ferien!) haben mich da komplett aus dem Tritt gebracht.


Für dieses Schlüsselband hat es aber gerade noch so gereicht, bevor ich wieder in kühlere Gefilde abtauchen musste. „Türkis mit rosa“ war der Wunsch und am Ende hat es wie immer am längsten gedauert, den perfekten Knopf zu finden ;)

5. Juni 2025

Tagebuchbloggen { 5. Juni 2025 }

     "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"

Frau Brüllen fragt das an jedem fünften Tag des Monats und wer mag, schreibt fleißig mit.

Die übrigen #wmdedgt-Einträge findet Ihr wie immer hier.

5.30 Uhr: Ohne Wecker wach, wie immer um diese Zeit. Zumindest im Sommer. Lausche den Vögeln und schlafe irgendwann nochmal ein. Das lohnt sich heute, denn ich muss erst aufstehen, als um

7 Uhr der Wecker vom Mann klingelt, die Missi hat die ganze Woche mindestens die erste Stunde frei. Könnte ich mich dran gewöhnen. Wir stehen auf, ich schaue, ob das vermutlich spät zu Bett gegangene Kind wach ist und versuche dann, erst mal irgendwie ans Laufen zu kommen. 


7.30 Uhr: Klappt so mittel. Seit zwei oder drei Wochen kicken meine Gelenkschmerzen wieder heftig, die ich dank des Intervallfastens jetzt so lange gut im Griff hatte. Keine Ahnung, was ich gerade anders mache, aber ich mache auf jeden Fall was falsch. Und so muss ich mich gerade morgens voll auf das konzentrieren, was ich tue, sonst passiert sowas, weil die Finger nicht so funktionieren, wie ich das annehme. Hmpf. Frühstück für die Missi, der Mann verlässt das Haus.

8 Uhr: Habe meine alltägliche Yogarunde absolviert und sage nun als erstes den für heute eigentlich anstehenden Stoßwellentermin ab. Im Moment sind wir an der linken Schulter zugange (nachdem ich mich emotional und vor allem auch finanziell von der Behandlung rechts erholt habe…), aber heute habe ich auch ohne wirklich schon genug Schmerzen und letztes Mal war wirklich fies. Es gibt Grenzen. 

8.30 Uhr: Ich bringe die Missi zur Schule, spaziere auf dem Rückweg eine regenfreie halbe Stunde durch die Felder und dann gibt’s Frühstück mit Buch - im Sessel, nicht auf dem Balkon, denn es ist grau und windig draußen. 

11.45 Uhr: Bis jetzt am Schreibtisch gesessen und Zeug weggearbeitet, geschäftliches und privates. Hilft ja nix. Und ganz tolle Strumpfwolle habe ich bestellt, denn ich habe neulich beschlossen, dass ich jetzt mal meine Kinder ausgiebig bestricken muss, was Bleibendes, solange die Hände das noch mitmachen. Better safe than sorry. Jetzt schnell nach dem Mittagessen schauen - Chilireste für mich, viel Gemüse mit Maultaschen für die Missi.

12.30 Uhr: Bio- und Glasmüll weggebracht, Kind eingesammelt (so richtig viel Schule hat die gerade nicht, Fahrtenwoche, aber egal. Arbeiten sind alle geschrieben), wieder zuhause. Erst Mittagessen, dann Mittagspause.

15 Uhr: Bis jetzt nochmal am Schreibtisch gesessen. Viel mehr gibt der Tag einfach nicht her und so habe ich wenigstens mal wirklich viel wegarbeiten können. Dazwischen trudeln ein neuer Termin und viele Fotos aus dem Stall ein, heute passiert dort einiges und ich bin ja fürs Bespielen von insta und der Website zuständig. Speichere alles für später weg und widme mich jetzt erst mal weiter dem Sortieren der Küchenschränke. Das hat eine gewisse Eigendynamik entwickelt, seit der Mann vorgestern eine neue Spülmaschine eingebaut hat.

15.30 Uhr: Fahre die Missi zu den Pferden, mache auch noch zwei Fotos, bringe eine kleine Nachlieferung zu einem Kunden, der leidlich auf dem Weg liegt und springe dann noch schnell bei Aldi rein, weil mir eingefallen ist, dass ein langes Wochenende droht und vermutlich spätestens morgen wieder Supermarkt-Ausnahmezustand herrschen wird. Nein danke. 

16.15 Uhr: Eine schnelle Überschlagsrechnung ergibt, dass ich entweder JETZT was essen oder morgen das Frühstück skippen muss, da ich einen Termin habe (Die Freuden des Intervallfastens. Nehme ich gerne in kauf, solange es hilft, aber im Moment hilft es halt nicht und ich bin echt angefressen!) Da Frühstück skippen nur im allerhöchsten Notfall eine Option ist, kaufe ich mir beim Bäcker ein Brötchen und einen Schoko-Cappuccino und setze mich damit auf eine Bank am Weiher. Man muss die Feste feiern, wie sie fallen :) Kaum habe ich den letzten Schluck getrunken, fällt mir auf, dass ich das Frühstück morgen eh skippen (oder in fünf Minuten runterschlingen, keine Option) muss, da wieder spät Schule und anschließend direkt Physio. Völlig umsonst gehetzt jetzt und viel zu früh zu Abend gegessen also. Später geht mir auch noch auf, dass ich einen Kaffee getrunken habe. Um halb fünf. Meine Kaffees zuhause sind ja koffeinfrei,  deswegen habe ich das regelmäßig nicht auf dem Schirm und entsprechend knallt „richtiger“ Kaffee dann auch rein. Zuletzt hatte ich neulich einen bei der Geburtstagsfeier eines Freundes (um halb vier!) und habe in der folgenden Nacht dann sensationelle anderthalb Stunden geschlafen. Mit Unterbrechungen. Vorfreude!

17 Uhr: Wieder zuhause. Einkäufe verräumen, danach ist nochmal ein Küchenschrank fällig. Höre nebenbei Podcast und telefoniere mit dem Mann, der gerne die Missi auf dem Heimweg einsammeln möchte, aber das wird heute nicht funktionieren. Fange an, schonmal ein Reel zu schneiden und dann ist es auch schon 

18 Uhr und ich fahre die zweite Stallrunde des Tages. Unterwegs halte ich noch an der Packstation und außerdem an jedem einzelnen Fußgängerüberweg zwischen Zuhause und dem Stall (sieben Stück!). Wie wahrscheinlich ist das bitte? Ist mir jedenfalls noch nie passiert, so dicht besiedelt ist das hier ja gar nicht ;) Die Missi ist tatsächlich fertig, als ich ankomme und arbeitet auf dem Rückweg, wie schon auf dem Hinweg, auf dem iPad weiter an einem Referat, das sie morgen halten muss. Sie ist definitiv die Königin von „Auf den letzten Drücker“, aber es funktioniert. Immer.

19 Uhr: Es hat die letzten Tage zwar schön geregnet, aber ein bisschen was muss ich trotzdem gießen - unterm Vordach, auf dem Balkon und vor allem die Tomaten, die ja regengeschützt stehen. Kleine Runde durch den Garten, währenddessen kommt der Mann nach Hause und macht Abendessen für sich und die Missi (die dann aber keine Zeit hat) - klagend, denn er hat sich heute verhoben und vermutet mindestens einen Bandscheibenvorfall ;)

20 Uhr: Feierabend. Erst Nachrichten (seufz), dann Fußball (auch seufz, aber das wird sich erst im weiteren Verlauf des Abends herausstellen ;) Der Mann bildet sich währenddessen auf dem weiten Feld der Fahrradträger weiter, ich schneide noch ein Reel, bastele in Canva einen Aushang und bestelle mir nach reiflicher Überlegung endlich, endlich ein Walking Pad. Da denke ich schon seit Monaten drauf rum, jetzt ist es fällig. Früher im Büro habe ich immer im Stehen gearbeitet und den ganzen Bürokram oder auch das Social Media-Hobby kann ich ganz wunderbar auch auf dem Pad erledigen und dabei Schritte sammeln, was mir wirklich wahnsinnig guttut, gerade in so schlechten Phasen wie gerade. 

22.30 Uhr: Es steht mittlerweile 5:1 für Spanien und ich hab keine Lust mehr. Himmel, was haben die bitte für Jungs auf dem Platz? Ich wusste ja, dass die krass gut sind, aber das ist wirklich mit Abstand die beste Mannschaft der Welt gerade. Wer soll die bitte schlagen? Hmpf. Breche hier jetzt ab, kann das nicht mehr mit ansehen. Ist ja nicht so, als hätte Frankreich keine gute Mannschaft am Start :( Gehe lieber mit Buch ins Bett, zum Nichtschlafen. Bin nämlich tatsächlich noch glockenwach, tolltoll. Ein Hoch auf die Erfindung des Kaffees!

Gute Nacht.

Nachtrag 1: Irgendwann nach eins geschlafen. Das ist absolut ok. Schoko-Cappuccino ftw!

Nachtrag 2: Auf das im Auto finalisierte Auf-den-letzten-Drücker-Referat (Bio) gab’s 15 Punkte. Keine weiteren Fragen.