7. Januar 2026

Happy birthday to me!

 

Das war ein hartes Jahr, und ich bin froh, dass ich es überstanden habe, ohne verrückt zu werden. Da habe ich gelegentlich doch gezweifelt. Noch froher bin ich allerdings, dass es am Ende eben „nur“ Schmerzen sind. Auch wenn das sich gerade, so ausgeschrieben, doch ein bisschen liest wie Hohn. Aber es gibt deutlich Schlimmeres, auch wenn ich damit nichts relativieren will. Das hier war und ist auch schlimm, richtig schlimm. Das schlimmste Jahr meines Lebens, gesundheitlich. Aber ich habe damit gelebt und werde es überwinden. Und zwar dieses Jahr, hah! 

Und das wird heute gefeiert :)

Mit der Familie, Nutella-Cheesecake, Qualitycouchtime und Pizza!

5. Januar 2026

Tagebuchbloggen { 5. Januar 2026 }

     "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"

Frau Brüllen fragt das an jedem fünften Tag des Monats und wer mag, schreibt fleißig mit.

Die übrigen #wmdedgt-Einträge findet Ihr wie immer hier. Frohes neues Jahr!

3.45 Uhr: Ich liege wach. Wie jede Minute, seit ich gegen elf schlafen gegangen bin. Mein Kopf ist zum Schreien müde, zu müde, um auch nur dran zu denken, ein Buch zur Hand zu nehmen oder etwa aufzustehen. Obwohl ich beides nur zu gern tun würde. Kopf müde, aber ein Ruhepuls von deutlich über 80, der mich seit Stunden konsequent wachhält. Ich verstehe es nicht. Sowas kenne ich eigentlich nur, wenn ich krank bin. Bin ich aber nicht.

4.15 Uhr: Wenn Sommer wäre, würde es jetzt wenigstens hell.

5.45 Uhr: Oh, muss tatsächlich eingeschlafen sein! Werde jetzt allerdings von der blitzartigen Erkenntnis geweckt (Wirklich! Von dem Gedanken bin ich wachgeworden, nach anderthalb Stunden Schlaf! Vermutlich ist es mir im Traum eingefallen und dann habe ich mich so fürchterlich geärgert, dass ich aufgewacht bin ;), WAS mich da die ganze Zeit wachgehalten hat. Gestern hatte ich ein Arbeitsfrühstück in einem Café, und eine der Teilnehmerinnen sagte schon nach einem halben Latte Macchiato: „Hui, der haut aber rein, mir ist schon ganz schummrig.“ Und was mache ich, die Nicht-Kaffeetrinkerin? Bestelle mir im Laufe des Vormittags noch einen zweiten. Reife Leistung. Erklärt im Nachhinein aber auch das für mein Gefühl total überheizte Wohnzimmer am Nachmittag („Hab ich Fieber?“) und das Herzstolpern („Ich glaube, ich werde wirklich krank.“) Ehrlich, wie kann man nur so blöd sein? Ich trinke vielleicht zweimal im Jahr Kaffee und jedesmal endet das so. Aber ich lerne es einfach nicht.

7 Uhr: Bin nicht mehr eingeschlafen, aber zumindest der Puls ist wieder auf Normallevel (und ich bin auch nicht krank, wer hätte das gedacht ;) Jetzt klingelt der Wecker vom Mann, dem ich natürlich sofort mein Leid klage. Er lacht mich dann auch nur ein kleines bisschen aus.

8 Uhr: Aufgestanden, fertig gemacht, es hilft ja nichts. Körper wieder normal, aber Kopf und Augen verweigern noch weitestgehend ihren Dienst. Setze mich mit einem Kaffee („Kaffee“!! Aus Getreide, ohne Koffein, wie immer halt, ich bin ja nicht verrückt!) an den Schreibtisch und versuche mich am Januar-Kalender, dem Wochenplan und der Jahresendablage vom Büro.

8.45 Uhr: Habe erst das Kind und dann das Auto geweckt. Das allerbeste an so einem elektrischen Auto ist definitiv die automatische Auftau- und Vorheizfunktion, besonders bei solch abartigen Minustemperaturen wie gerade.


9.15 Uhr: Abfahrt. Ich nehme die Missi mit zum Stall, denn der Weg dorthin ist inzwischen streckenweise eine einzige, immer dicker werdende Eisplatte. Auf dem Rückweg plane ich spontan um und gehe einkaufen, denn der Parkplatz des Edekas auf dem Weg ist quasi komplett leer und solche Gelegenheiten lasse ich mir nur ungern entgehen. Danach Bank und Versichertenkarte einlesen lassen (dass man dafür immer noch Lebenszeit verplempern muss, macht mich wahnsinnig!)

10.30 Uhr: Wieder zuhause. Jetzt erst mal schnelles Frühstück.

14.15 Uhr: Was ich in den vergangenen knapp vier Stunden getan habe: Eine Süßkartoffel zu Pommes verarbeitet und gewässert. Dasselbe mit Kartoffeln wiederholt, weil eine Süßkartoffel wirklich zu wenig wäre und ich die sowieso gar nicht sooo gerne mag. Also Süßkartoffel für die Missi und die anderen für mich. Zwei Maschinen Skiwäsche gewaschen und im Haus zum Trocknen verteilt. Die letzte Urlaubstasche ausgeräumt. Der Couch widerstanden. Betten gemacht. Mit dem Mann telefoniert. Der Couch widerstanden. Kühlschrankvorräte geprüft und Koch- und Einkaufszettel für den Rest der Woche geschrieben. Die Missi wieder abgeholt. Der Couch widerstanden. Gekocht (Pommes, wilden Brokkoli aus der Pfanne, Salat). Noch eine Maschine Wäsche.

14.30 Uhr: Bin der Couch nun erlegen. Aber nur im Sitzen und mit einer Tasse Tee. Wenn ich jetzt einschlafe, ist der Tag gelaufen. Lieber noch ein bisschen Buchhaltung, offene Posten und ein paar Stories für den Stall vorbereiten. Ich hätte auch noch ein längeres Video zu schneiden, aber leider nehmen mir meine Auge die nächtlichen Eskapaden sehr übel (dabei hatte ich die doch eigentlich fast immer zu!) und tränen wild vor sich hin. Also besser wenig Bildschirm.

15.40 Uhr: Ok, weiter geht’s. Bin wach geblieben, hah! Hole jetzt erst mal meinen Sport („Sport“) nach, der eigentlich an den Anfang des Tages gehört hätte.

17.30 Uhr: Puh, also die Luft ist definitiv raus. Muss scharf nachdenken, was ich noch so produktives hinbekommen habe. Abendessen in den Ofen geschoben, Weihnachtsdeko vom Küchentisch abgeräumt, noch eine Maschine Wäsche gewaschen, kurz mit der Großen gefacetimed. Aber auch nur, weil die Missi mit ihrer Schwester im iPad durch die Küche gegeistert ist. Die meiste Zeit habe ich damit verbracht, die ersten Kapitel in einem neuen Buch zu lesen und einem Typen dabei zuzusehen, wie er jeden Tag einen fantastischen Kuchen backt und eine schöne Geschichte dazu erzählt. (glasrosefarm auf insta) Perfekte Realitätsflucht. Statt Nachrichten.

18 Uhr: Die Missi wird von ihrer besten Freundin abgeholt, sie treffen sich mit ein paar anderen Mädels in der Stadt zum Essen. Kaum sind sie weg, fängt es an zu schneien. Eh klar. Hoffentlich haben sie gute Winterreifen.

19 Uhr: Der Mann ist da und ich verabschiede mich schweren Herzens aus dem Kuchenhimmel. Ok, ich habe nebenbei noch ein bisschen was wegsortiert. Jetzt Essen und Couch.

20.00 Uhr: Doch dann noch Nachrichten. Wahnsinn, das Jahr ist gerade mal fünf Tage alt und könnte schon einen eigenen Jahresrückblick füllen. Und zwar keinen guten. Zum Glück bin ich heute zu müde, um mich da tiefer zu involvieren.

20.30 Uhr: Bisschen Stricken, bisschen Fernsehen, mehr wird hier heute nicht mehr passieren. Und ich werde schlafen wie ein Stein, das steht mal fest.

25. Dezember 2025

Frohe Weihnachten!

Was vergangen ist, ist vergangen,
und Du weißt nicht, was die Zukunft Dir bringen mag.
Aber das Hier und Jetzt,
das gehört Dir.

(Der kleine Prinz)


Und genau in diesem Mindset werden wir jetzt Weihnachten verbringen :)
Das Jahr war kein leichtes für mich, einzig und allein meiner Gesundheit geschuldet, aber das wird in den nächsten Tagen einfach mal keine Rolle spielen. Habe ich nämlich entschieden, so!

Ich wünsche Euch wunderschöne Weihnachtstage. Genießt die geruhsame Zeit und lasst Euch nicht stressen. Lasst es Euch gutgehen und nehmt Euch Zeit für die Dinge, die Euch glücklich machen!

17. Dezember 2025

Schnelle Plätzchen von der Rolle!

Heute in Form von Pistazientalern, weil ich Pistazien am liebsten habe. Aber es geht mit allen Nüssen und Nussartigen, die man so im Haus hat :)


Für diese schnellen Plätzchen braucht es weder viel Zeit noch Aufwand, aber sie sind super lecker und eine echte Abwechslung auf dem Weihnachtsteller. Für den Teig

130 gr Mehl
50 gr Zucker
1 Prise Salz
 110 gr Butter
60 gr Pistazien 
(ohne Schale gewogen, ungesalzen, gehackt)

gründlich verkneten, zu einer Rolle formen (Durchmesser irgendwo zwischen drei und sechs Zentimetern, kommt drauf an, wie groß man die Taler am Ende haben möchte), in Backpapier wickeln und für eine Dreiviertelstunde in den Gefrierschrank legen. 

Danach wieder auswickeln, mit einem scharfen Messer in Scheiben schneiden (halben Zentimeter dick), auf einem Backblech verteilen und bei 175 Grad (Heißluft) ca. zehn Minuten backen, bis sie sich am Rand gaaaanz leicht bräunen. Auf einem Gitter abkühlen lassen, danach zur Hälfte in Zartbitterschokolade tauchen und nach Geschmack mit Pistazien oder bunten Streuseln dekorieren.

Guten Appetit :)

12. Dezember 2025

12 von 12 { Dez 2025 }

 Am 12. des Monats macht man zwölf aussagekräftige Bilder von seinem Tag - so funktioniert 12 von 12. Wer dieses Spielchen allmonatlich gerne mitmacht, seht Ihr wie immer HIER bei Caro in der Liste.


Physiofreitag. Deswegen beginnt mein Tag ungewöhnlich früh mit einem Grenzübertritt. Immerhin kein Stau heute, deswegen bin ich viel zu früh und kann noch kurz in den französischen Supermarkt springen.


Auf dem Rückweg halte ich kurz beim Bauern am Straßenrand, für Kartoffeln, Kürbis und selbstgestrickte Strümpfe. Zu letzteren halte ich noch ein ausgesprochen nettes Fachgespräch mit der Verkäuferin, die deutlich schneller Strümpfe stricken kann als ich ;)


Nichtsdestotrotz habe ich diesbezüglich auch Pläne für den Winterurlaub, weswegen ich eben noch beim Bastelladen anhalte, um neue Wolle zu besorgen. Kann man nie genug haben.


Ampelaussicht auf den Christbaum vor der Porta Nigra und das alle Jahre wieder weihnachtlich verpackte Bekleidungsgeschäft in der Haupteinkaufsstraße, der Sim.


Wenn es denn mal Fleisch sein soll, dann immer von dem Metzger, bei dem man im Hinterhof neben der Blaumeise parken kann. Bestelle einen Braten und nehme noch was für den Vorrat mit.


Letzte Punkte auf der Liste: Bestellten Wochenendeinkauf abholen und…


… Weihnachtspost in der Packstation ablegen. Nie liebe ich die Teile mehr als in der Weihnachtszeit, wo sie einem die Postschlangen ersparen!


Wieder zuhause, Zeit für Mittagessen. Zucchini gehen immer und gleich kommt schon die Missi nach Hause.


Bisschen Haushalt.


Nachmittags steht Backen auf dem Plan. Die Jahrgangsstufe der Missi hat dieses Wochenende eine Hütte auf einem Weihnachtsmarkt, um mit Plätzchenverkauf&Co Geld für den Abiball zu verdienen. Ich hoffe inständig, dass sie damit erfolgreich sein werden, denn bei der Großen hatten wir bis zu diesem Zeitpunkt schon hunderte von Euro auf ein Abiballkonto einzahlen müssen, vor jeden zweiten Ferien kam wieder eine Aufforderung. Der jetzige Jahrgang ist da… deutlich entspannter ;) 


Die Missi ist bei den Pferden und ich bringe noch weitere Post weg, diesmal zu DPD. In der Nachbarschaft des Ladens steht ein Bücherschrank, dem ich dann auch immer einen Besuch abstatte. Rabbit Hayes durfte mit, wegen des Covers und dem Klappentext, aber ich glaube, das kann ich erst nach der düsteren Jahreszeit lesen. Was zuviel ist, ist zuviel.


Alle zuhause, Plätzchen eingetütet, zu Abend gegessen. Jetzt gibt es noch einen Weihnachtsfilm für den Mann und mich, als Start ins Wochenende, und dann war’s das auch schon mit unserem Zwölften… :)

9. Dezember 2025

Advent, Advent

 Mein Adventskalender für die Lieblingsfreundin brauchte in diesem Jahr zwei Anläufe. 


Dabei hatte ich schon früh sowohl eine tolle Idee für den Kalender an sich, als auch für den Inhalt. Es zeigte sich dann allerdings bei der Umsetzung irgendwann (leider erst, als der Kalender selbst fertig war, bis dahin war ich zwar skeptisch, aber optimistisch ;) dass beides nicht kompatibel war.


Also nochmal von vorne. Diesmal lag mein Hauptaugenmerk auf Inhaltsschonung (kein Falten, kein Rollen), deswegen gab es passende Pergamintüten, die ich mit goldenen Aufklebern und Streusternen dekorierte - an der Kante mit Hilfe eines Kleberollers, auf dem Rest der Tüten schön händisch mit Bastelklebertupfern und Pinzette, sehr meditativ! 


Und erst, als ich diesen Stapel zusammen hatte, kümmerte ich mich um eine passende „Verpackung“, die ich aber recht schnell in Form eines Holzkistchens fand, das dann ebenfalls noch mit Goldsternen und einer kleinen Lichterkette aufgepimpt wurde. Weiß war es schon. Aus der Not geboren, bin ich mit dem Ergebnis jetzt doch ganz zufrieden. Und kann jetzt anfangen, mir Gedanken zu machen, mit was sich wohl im nächsten Jahr meine ursprüngliche Kalenderidee füllen ließe ;)


Und was ist nun drin? Eine Handlettering-Schule und passende Stifte :) Für ein bisschen Me-Time in der Weihnachtszeit. Ursprünglich hatte ich ein Übungsbuch bestellt und in 24 Einzelteile zerlegt, aber nachdem das nach wiederholten Versuchen, es irgendwie in den ersten Kalender zu quetschen, nicht mehr so wirklich ansehnlich war (daran kann ich mich jetzt wohl ausprobieren…), wollte ich gerade ein neues besorgen, als ich bei Aldi(!) über einen wahren und wahrhaftigen Handlettering-Adventskalender stolperte - was für ein Zufall! Hier konnte ich die 24 Türchen einfach mit dem Cutter raustrennen und in Umschläge stecken, viiieeel besser als meine ursprüngliche Idee! Manchmal fügt sich eben alles…

6. Dezember 2025

Tagebuchbloggen { 5. Dezember 2025 }

    "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"

Frau Brüllen fragt das an jedem fünften Tag des Monats und wer mag, schreibt fleißig mit.

Die übrigen #wmdedgt-Einträge findet Ihr wie immer hier.

7.00 Uhr: Der Wecker vom Mann klingelt, draußen ist es noch reichlich dunkel. Deswegen bleibe ich auch noch ein paar Minuten liegen. Die Wärmflasche hat nämlich noch Restwärme ;)

8 Uhr: Aufgestanden, geduscht und gedehnt. Jetzt bin ich leidlich einsatzbereit und wecke erst mal die Missi. Die hat sich völlig in den neuen Rhythmus „Bis in die Puppen lernen und dafür morgens ausschlafen“ eingelebt. Ist ja auch sehr teeniefreundlich. Dann Waschmaschine anwerfen, Betten machen, das Übliche.

9.30 Uhr: Gefrühstückt, Zeitung gelesen und jetzt schleunigst Aufbruch Richtung Schule. Ich lasse die Missi raus, bringe ein paar Päckchen und Umschläge zur Packstation und fahre dann rasch bei der Lieblingsfreundin vorbei, unsere alljährlichen Adventskalender austauschen. In diesem Jahr haben wir es erst zum Fünften geschafft, ganz wie früher, als unsere Kinder noch klein waren… Auf dem Rückweg halte ich noch kurz beim Bauern am Straßenrand für Kartoffeln und Gemüse und stelle begeistert fest, dass die im Moment auch selbstgestrickte Strümpfe verkaufen - original solche, wie sie meine Oma immer gemacht hat. Kaufe gleich drei Paar und weiß auch schon, wem ich die unter den Weihnachtsbaum lege :)


10.45 Uhr: Zuhause treffe ich zeitgleich mit dem Mann und der Kanalreinigungsfirma ein. Die hat der Mann gestern bestellt, weil bei uns seit Tagen eines von zwei Abflussrohren verstopft ist. Und zwar das von den Toiletten. Seufz. Zum Glück haben wir ja noch eine in der Gartenwohnung, sonst hätte ich nicht tagelang so gelassen zugeschaut, wie der Mann mit diversen Reparaturversuchen wieder und wieder scheiterte ;) Bin jetzt aber doch froh, dass Rettung vor der Tür steht. Die bauen auch sehr schnell Kamera und Spülung auf, legen los - und stellen zügig fest, dass eigentlich überhaupt gar nichts den Ablauf verstopft, sondern die kompletten Rohre quasi eine einzige Verstopfung sind. Unser herzlicher Dank geht dafür mal wieder an die Installationsfirma, die hier vor 25 Jahren ein amtliches Schrottsystem zusammengebastelt hat. Mit zu wenig Gefälle (das wussten wir schon) und mit unfassbar vielen, unnötigen Ecken und Kurven (das war uns in dem Ausmaß neu), was dafür sorgte, dass jetzt 25 Jahre lang unser Abwasser viel zu langsam durch unsere Rohre getröpfelt ist, statt durchzurauschen und dabei alle Zeit der Welt hatte, den Kalk (den unser Wasser so reichlich mitführt, dass es ein Wunder ist, dass es noch nass ist) Schicht für Schicht an den Wänden abzusetzen, bis irgendwann innen im Rohr einfach kein Platz mehr war. Das war dann wohl letzten Sonntag. 

12.30 Uhr: Statt also einfach die Rohre mit maximalem Druck durchzuspülen und eine Verstopfung zu lösen, fräsen die Jungs nun schon seit zwei Stunden von drinnen und draußen systematisch unsere Rohre frei und der Mann steht am Revisionsschacht und sammelt die vorbeischwimmenden Kalkbrocken raus. Nice. Am Ende sind es mehrere Eimer voll. Immerhin steht inzwischen außer Frage, dass wir dieses Problem keinesfalls hätten selbst lösen können. Währenddessen stehe ich im Vorgarten(!) und putze mit Schrubber und Schlauch das momentan ausgebaute Gäste-WC auf ein ganz neues Level hoch. Gelegenheiten muss man nutzen.

13.15 Uhr: Der Mann ist mittlerweile wieder im Büro und die Kanalleute sind von Fräsen zu Spülen übergegangen, als ich durch die (seit Stunden!) sperrangelweit offenstehende Haustür die Missi aus dem Auto ihrer besten Freundin aussteigen sehe. So spät schon?! Mist. Kochen wäre wohl mal eine Maßnahme.

13.45 Uhr: Essen und Kanalmänner sind zeitgleich fertig. Ich verabschiede sie herzlich und zutiefst dankbar, denn alles funktioniert wieder und sie haben sogar hinter sich geputzt. Und einen Plan unseres verschachtelten Rohrsystems haben wir jetzt auch. Fürs nächste Mal. Top. Dann erst mal Essen und eine Runde an den Schreibtisch, denn das stand eigentlich für heute morgen auf dem Plan. Danach gilt es, schleunigst den besinnlich-adventlichen Grundzustand im Haus wiederherzustellen, der in den letzten Stunden doch arg gelitten hat. Funktioniert auch, bis auf die Tür des WCs, die steht noch im Flur rum und die überlasse ich großzügig später dem Mann.

15.30 Uhr: Ich bringe die Missi zum Stall und auf dem Rückweg noch Müll weg. Zuhause treffe ich den Mann beim Türeeinhängen :) Der hat heute früher Schluss gemacht, weil er später noch ein paar Freunde auf dem Weihnachtsmarkt treffen wird. Wir trinken einen Kaffee zusammen, dann bringe ich ihn in die Stadt und sammle auf dem Rückweg die Missi wieder ein. Win-win.

18 Uhr: Die Missi duscht, konferiert mit Freundinnen, macht sich für den Abend fertig und ich habe beschlossen, dass heute der perfekte Zeitpunkt ist, um den ersten Weihnachtsfilm zu schauen. Mit Kerzen und Pizza auf der Couch. So :) Vorher muss ich aber noch Wäsche aufhängen und eine Kleinigkeit in der Kleinen Werkstatt finalisieren.

20 Uhr: Mein Weihnachtsfilmabend läuft hervorragend (ich schaue „The Family Stone“ mit Diane Keaton und Sarah Jessica Parker, der fest zu unserem Weihnachtsfilm-Repertoire gehört und den ich zur Not auch noch ein zweites Mal schauen kann, falls der Mann auch noch möchte ;), bis sich herausstellt, dass die Mädelsclique gar nicht selbst in die Stadt fahren möchte, sondern dass ich dafür vorgesehen bin. Ich drücke also die Pausetaste und sammle erst die beste Freundin und dann noch zwei weitere ein. Da sich irgendwie keines ihrer Handys mit dem Auto des Mannes verbinden möchte, erstellen sie kurzerhand ihre Playlist für die Fahrt(!) auf meinem Handy. Toll, jetzt werde ich wieder wochenlang sehr zweifelhafte Musik vorgeschlagen bekommen. Ist aber wie immer sehr schön mit den Mädels im Auto. Das ist schon eine tolle Truppe. Ich lasse sie in der Nähe des Weihnachtsmarktes raus und höre auf der Rückfahrt die Playlist zu Ende, die ist gar nicht mal so schlecht!

21 Uhr: Weiter geht’s mit dem Film, mittlerweile falte und klebe ich nebenbei Sterne aus Muffinförmchen und esse gebrannte Mandeln, die heute in unserem Adventskalender von den Kindern waren. Das ist ein wirklich sehr gemütlicher Nikolausabend. 


23 Uhr: Letzte Autorunde für heute, diesmal hole ich den Mann ab. Im Gegensatz zur 20-Uhr-Fahrt war die geplant, aber insgesamt war ich heute dann eventuell doch einmal zuviel in der Stadt ;) Auf dem Hinweg leistet mir nochmal die Playlist Gesellschaft, zusammen mit dem wirklich riesengroßen Vollmond, schönschön. Der Mann findet mich auf Anhieb (es ist erstaunlich voll in der Stadt), ich wechsle noch ein paar Worte mit einem der Kumpels und erfahre auf dem Rückweg, dass sich die Mädelsclique und die Vätertruppe tatsächlich auf dem (gar nicht mal so kleinen) Weihnachtsmarkt getroffen und sogar unterhalten haben. Sie werden eindeutig erwachsen ;) Mit nach Hause wollte die Missi allerdings noch nicht, aber für die Heimfahrt sind wir zum Glück heute nicht zuständig*.

23.30 Uhr: Noch ein bisschen Quality-Couchtime, der Mann erzählt vom Abend und dann ab ins Bett!

* Angesagt war: Wir kommen gegen eins nach Hause. Alle müssen gerade viel lernen und die Missi will um halb acht schon zu den Pferden. Ich werde wach um viertel vor zwei, weil es draußen klappert und windet: Handy sagt, die Missi ist noch mitten in der Stadt. Ich werde wach um halb vier, weil es draußen klappert und windet: Handy sagt, die Missi ist noch mitten in der Stadt. Hm. Der Mann steht um sieben auf, Handy sagt, die Missi ist zuhause. Immerhin. Aber soll ich die jetzt wirklich wecken!? Viel geschlafen haben kann sie ja nicht. Die Frage erübrigt sich, als ich die Nikolaustüte vor ihre Tür stelle und da ein Zettel klebt: „…. (beste Freundin) schläft bei mir. Lasst uns einfach schlafen, sie fährt mich dann später in den Stall.“ Nun denn. Organisiert sind sie ja zumindest. Hat auch alles genau so geklappt, obwohl sie erst um halb zwölf von der allmonatlichen Sirenenprobe geweckt wurden ;)