18. Mai 2026

Willkommen, Baby!

 Am vergangenen Wochenende sind wir nach Frankfurt gefahren, um das jüngste Familienmitglied kennenzulernen. (Sie ist die Jüngste, wird aber keineswegs die Kleinste bleiben, denn sie ist schon jetzt erstaunlich groß ;)

Als Willkommensgeschenk bekam sie, neben einem Buch (Natürlich! Nichts verschenke ich lieber als Bücher und das hier war ein echter Volltreffer, das lieben schon elf Wochen alte Babys heiß und innig!) und einem Shirt von den Prusselisen, Babystrümpfe in zwei unterschiedlichen Größen, die ich im vergangenen Silvesterurlaub gestrickt hatte.


Strümpfe in diesen Minigrößen sind SO dankbar zu stricken und vor allem sehr schnell fertig. Ich habe diesen beiden Paare an fünf oder sechs Abenden gestrickt und ich bin eine wirklich unfassbar langsame Strickerin… Und sie sind zwar winzig, aber trotzdem nicht schwieriger oder fummeliger zu stricken als „normale“ Strümpfe.


Bei der Anleitung habe ich, wie so oft, auf Caros Fummeley zurückgegriffen, die Baby-Variante mit Ferse, wenn schon, denn schon. Die Beschreibung war wie immer super detailliert und leicht umzusetzen, danke dafür (Ich stricke immer nach Anleitungen in Schriftform, Videotutorials sind nicht mein Fall. Gibt es aber auch.)


Diese hier sind jetzt Größe 16 (0-3 Monate) und 17/18 (3-6 Monate) und das war auch genau richtig so. Die pinkfarbenen passten jetzt genau und in die braunen kann sie im Anschluss reinwachsen. Und da man für solche Minisöckchen ja nur den Bruchteil eines Knäuels benötigt, werde ich (und habe ich schon) das  ein oder andere Paar auf Vorrat stricken, für zukünftig zu beschenkende Babys ;)

12. Mai 2026

12 von 12 { Mai 2026 }

Am 12. des Monats macht man zwölf aussagekräftige Bilder von seinem Tag - so funktioniert 12 von 12. Wer dieses Spielchen allmonatlich gerne mitmacht, seht Ihr wie immer HIER bei Caro in der Liste.


Lange sah es gar nicht so aus, aber nun machen die Eisheiligen ihrem Namen doch mal wieder alle Ehre. Zwei Grad war die Vorhersage und das heißt, dass es bei uns mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit am frühen Morgen wenigstens mal kurz frieren wird. Hat es dann auch, als ich um halb sechs mal kurz rausgeschaut habe, um sechs war alles wieder weg. Erste Tat des Tages also: Die provisorisch abgedeckten Beete und Pflanzen wieder aufdecken. (Und die Tücher liegenlassen, denn da kommen noch ein paar weitere kritische Nächte…)


Dienstag ist eigentlich frühstücksfreier Tag, aber das habe ich heute wirklich gar nicht gefühlt. Viel zu kalt. Also wenigstens was Schnelles für unterwegs (Haferflocken, Chia, Skyr, Erdbeeren, Banane und Mandelmilch. Lecker.)


Schneller Kleineinkauf auf dem Weg. Liebe „Scannen, Zahlen, fertig!“ sehr, weil man die Sachen dann nur aus dem Regal nehmen und später zuhause verräumen muss. Sämtliche anderen lästigen Zwischenschritte entfallen.


Zwei Stunden im Büro, Rechnungen erfassen, Buchhaltung finalisieren und Unterlagen fürs Homeoffice updaten. Hier ist es auch fürchterlich kalt, der Mann liebäugelt sogar mit einer Wärmflasche.


Wieder zuhause. Erst mal umziehen und dann eine halbe Stunde Yoga, mit dem Po auf dem grenzwertig heißen Moorkissen, um wieder halbwegs auf Temperatur zu kommen.


Mittach. Dazu ein paar Nudeln und für die Missi dasselbe ohne Tomaten.


Mittagspause mit Buch auf der Couch, diesmal mit Wärme im Rücken.


Nachmittagsbeschäftigung: Weiter im Haus rumräumen. Durch den Umzug der Missi in die Gartenwohnung verschieben sich hier nochmal viele Möbel und Nutzbereiche.


Gästebett fotografieren, das wird verkauft. Haben jetzt Platz für ein größeres (und auch einen schöneren Raum dafür ;)


Auch Nachmittagsbeschäftigung: Sport. Höchst ungewöhnliche Zeit für mich und ich mag es auch nicht, aber durch die kurze Woche musste ich seltsam planen, um alles unterzubekommen.


War immer noch Spargel da, deswegen gibt es heute abend Quiche. Klassisches Comfortfood für Winterwetter ;)


Feierabend auf der Couch. Ein Reel für den Stall schneiden und dann einfach nur noch Buch und Kopf aus. Freue mich! (Heute müssen wir auch nix abdecken, behauptet der Wetterbericht.)

10. Mai 2026

Muttertag:

 Symbolbild :) 


(Zuerst veröffentlicht auf insta 2025. Some things never get old.)

Leute, ehrlich. Ich sag es jedes Jahr, aber ich werde nicht müde: 
Muttertag am Arxx.**

Einmal Blümchen oder ein Frühstück ans Bett als Ausgleich für ein Gender Pay Gap von fast drei Monaten und fast 30% weniger Rente. Nicht Euer Ernst. Ich gehe heute auch mit meiner Familie essen und freu mich wie ein Schnitzel auf meine Mädels, die ich naturgemäß sehr viel weniger zu Gesicht bekomme als früher - aber noch mehr freue ich mich, dass ich mir auch morgen, an Tag 1 nach Muttertag, keine Sorgen um Altersarmut machen muss (zumindest keine, die ich beeinflussen kann - looking at you, Weltlage!) oder irgendwann verlassen und heimatlos auf der Straße zu stehen.

Deswegen hier mein Muttertagswunsch: Bringt Euren Töchtern einen vernünftigen Umgang mit Geld bei.

Lehrt sie, dass Rücklagen und Altersvorsorge wichtiger sind als die coolsten Klamotten oder ein faltenfreies Gesicht, und vor allem dass es mehr Anlagearten gibt als ein Sparbuch. Dass auch der klitzekleinste regelmäßige Sparbetrag im jungen Alter so viel besser ist als nichts. So, so viel! Lehrt sie, die Fäden des Lebens (und vor allem den Zugang zu den eigenen Finanzen) niemals aus der Hand zu geben. Dass es nicht ok ist, wenn ihr eure Kosten zwar teilt, aber der Kerl das Haus und das Auto abbezahlt und du die Lebensmittel und den Strom. Dann hat der Typ nämlich später ein Haus und ein Auto und du nur weniger Geld. (Eventuell hat mich hier meine Azubi-Zeit am Bankschalter hart geprägt, aber Ihr ahnt nicht, wieviele Frauen wegen so einem Mist irgendwann im Leben mal vor dem Nichts stehen und zwar in jedem Alter.) Lehrt Eure Töchter, wie wichtig es ist, im Notfall immer alleine für sich sorgen zu können. Und lehrt sie, ihre Partner in die Pflicht zu nehmen. Ja, bringt das auch Euren Söhnen bei! Aber so traurig es ist, das im Jahr 2026 immer noch sagen zu müssen, für Eure Töchter ist das sehr viel wichtiger.

** Nur, damit wir uns nicht falsch verstehen: Feiert den Muttertag, wenn und wie Ihr das wollt! Lasst Euch Blumen schenken, zum Essen ausführen, von den Kindern verwöhnen. Ich tue das auch. Aber das sollte eben keinesfalls alles sein. Ihr müsst Euren Kindern diesen Vortrag auch nicht ausgerechnet am Muttertag halten. Aber an den restlichen Tagen des Jahres halt irgendwann schon.

6. Mai 2026

Tagebuchbloggen { 5. Mai 2026 }

 "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"

Frau Brüllen fragt das an jedem fünften Tag des Monats und wer mag, schreibt fleißig mit.

Die übrigen #wmdedgt-Einträge findet Ihr wie immer hier. War ein bisschen abgetaucht zwecks Urlaub und Renovieren, aber ab dieser Woche gibt’s hier wieder Alltag in Reinform…

6 Uhr: Mein Wecker klingelt. Dienstag ist der einzige Tag, an dem ich so früh aufstehen muss, denn an allen anderen hat die Missi erst deutlich später Schule. Danke dafür an die Stundenplaner.

6.15 Uhr: Mir fällt auf, dass sieben Uhr auch gereicht hätte, denn das „Kind“ wohnt ja seit dem Wochenende in der Gartenwohnung und organisiert sich selbst. Hmpf. (Ich glaube, das Beste daran findet sie, dass sie nun niemand mehr mit Frühstück behelligt, denn sie HASST Frühstücken!) Nunja, dann mache ich halt schon mal ein bisschen Wäsche, letzte Woche ist viel liegengeblieben.

7.15 Uhr: Der Mann verlässt das Haus, ich packe mein Zeug zusammen (Ordner fürs Büro, Isolierflasche mit Getränk, Sportschuhe, ein Päckchen für die Packstation, Biomüll) und mixe mir jetzt noch ein flüssiges Frühstück für später (Kefir, Skyr, Haferflocken, Chia, Erdbeeren, Banane, Mandelmilch - lecker). Dienstag ist eigentlich No-Frühstück-Tag, aus Zeitgründen, aber mit Sport auf dem Plan geht das nicht.

7.30 Uhr: Die Missi kommt, sammelt Brotdose und Englischgeld ein und ich lasse sie an der Schule raus, bevor ich einen Teil meines Zeugs loswerde (Päckchen und Biomüll) und noch schnell in den Lidl reinspringe, denn dort gibt es gerade eine limitierte Bueno-Variante (Dark!), die sich für mich, kalt aus dem Kühlschrank, als die absolut perfekte Süßigkeit entpuppt hat. Kaufe also für über 20 Euro Kinder Bueno, das hält sich ja ;) Jetzt habe ich bis in den Herbst hinein (ich esse kaum noch Süßes) den perfekten Snack. Auch, weil mir das niemand wegessen wird (weil !Dark!)

10.30 Uhr: War bis jetzt im Büro, Ordner austauschen und updaten fürs Homeoffice und bisschen was wegarbeiten. Nebenbei überlegen der Mann und ich, ob wir nächste Woche nicht über das lange Wochenende nochmal nach Holland wollen. Wollen wir natürlich, finden auch gleich was nettes zum Wohnen, vertagen es aber dann auf abends, weil die Wettersituation noch genauso unklar ist wie die Teilnahme von einem oder beiden Kindern. Müssen wir noch klären. Jetzt aber erst mal weiter zum Sport.


10.45 Uhr: Gute Uhrzeit, kaum was los. Liebe das. Seit einer Weile löse ich endlich das Versprechen an mich selbst ein, spätestens ab 50 Kraftsport zu betreiben, um gesund zu altern. „Ab 50“ hat nicht funktioniert, da kam mir die massive Schulterproblematik in die Quere, aber jetzt gehts wieder und ich habe mir geschworen, dass ich mich auf jeden Fall immer ausreichend bewegen werde, falls ich es nochmal können sollte. Es voila - hier bin ich. So auch heute, obwohl ich nach zwei Wochen Powerrenovieren wirklich nicht motiviert bin. Egal. Versprechen muss man halten.

12 Uhr: Geschafft. Ich bin immer noch verblüfft, wieviel … naja, „Spaß“ wäre jetzt wirklich übertrieben, aber wie gut ich das finde und wie befriedigend es ist. Aber Kraftsport ist halt wirklich eine völlig talentfreie Sportart, das kann sogar ich gut ;) Stöpsel ins Ohr, guten Podcast an und dann einfach To-Do’s abarbeiten (fünf Kilometer radeln, zweimal Geräte-Zirkel und dann noch ein paar individuelle Geräte, fertig) - das ist genau mein Ding.

13 Uhr: Wieder zuhause, für mich gekocht (Grünen Spargel und Tomaten aus dem Ofen, Kartoffeln, Bratkäse, Salat vom Balkon) und jetzt endlich mit Buch in den Sessel. Und zwar gerne mal ein bisschen länger als zuletzt.

15 Uhr: Viel gelesen, danach noch ein bisschen an den Schreibtisch (Bürokram, Versicherungszeug, bisschen Rumstreiten mit der Krankenkasse, die offenbar denkt, dass ich die 1000 Euro-Rechnung, die ich eingereicht habe, einfach vergesse, wenn sie sie nur lange genug ignorieren…) Würde noch weiter hier sitzen bleiben, aber jetzt ruft der von uns allen sträflich vernachlässigte Haushalt. Inzwischen regnet es übrigens endlich mal wenigstens ein bisschen. Das versprechen sie seit Tagen, aber nix passiert und es ist wirklich UNFASSBAR trocken :(

16 Uhr: Inzwischen ist die Missi wieder zuhause, hat auch was gegessen und ist jetzt nach unten verschwunden. Der Mann ruft an und erzählt, dass er uns ein Abendessen klargemacht hat, denn es ist Familienbesuch aus Frankeich da. Fein, für Auswärtsessen bin ich immer zu haben. Die Kinder passen, die Große arbeitet dienstags und die Missi schreibt morgen Kursarbeit (und ist ja seit jeher eine passionierte Auf-den-Letzten-Drücker-Lernerin).

18 Uhr: Noch ein bisschen geräumt, paar erste Pläne für das nun leere Missizimmer gemacht, ein Reel für den Stallaccount geschnitten und vor allem mal geduscht und die Sport- gegen gesellschaftstaugliche Klamotten getauscht. Der Mann holt mich ab und los geht’s.


18.30 Uhr: Parkplatz gefunden, noch ein Ründchen gelaufen und jetzt gibt’s leckeres Essen im Brauhaus mit normalerweise leicht französischem Crossover, heute ist es aber eher spanisch. Auch gut. Bratkartoffeln und Tapas gehen gut zusammen ;) Die Tante vom Mann aus Paris ist da und wir bringen uns gegenseitig auf den neuesten Stand. Ein sehr schöner Abend ist das.

21 Uhr: Wieder zuhause. Wir springen noch kurz bei der Missi rein, um ihr ein Schnitzel zu bringen und die Hollandfrage zu klären: Tja, eigentlich gerne, aber Donnerstag ist noch Fest hier im Dorf und am Nürburgring ist 24-Stunden-Rennen, da wollten sie eigentlich hin, weil Max Verstappen fährt auch mit, „Können wir nicht vielleicht wenigstens auf dem Rückweg da vorbeifahren?“ Leider nein, leider gar nicht. Und die zugeschaltete Große möchte eigentlich auch sehr gerne mit, muss aber freitags noch arbeiten, „ich könnte ja samstags nachkommen?“ Ge-nau. Vielleicht fahren wir einfach wann anders oder einfach ohne Kinder ;)

22 Uhr: Gucken nebenbei noch ein wenig ChampionsLeague-Halbfinale, aber das ist wirklich nicht sehr attraktiv zu schauen. Wobei, wenn es morgen eventuell auch ein bisschen weniger attraktiv würde, als das Hinspiel letzte Woche, wäre das auf jeden Fall gut für meine Nerven… Apropos, ich sollte wirklich dringend ins Bett, denn morgen kann es echt richtig spät werden, sollte es Verlängerung und Elfmeterschießen geben. Was ich keinesfalls ausschließe, bei dem Spiel schließe ich nichts aus. Also schnell mit Buch ins Bett, gute Nacht!