29. September 2022

Urlaubs-Vigo 2022

 Eine meiner liebgewonnensten Traditionen ist es definitiv, mir
zum Auftakt der Sommerferien eine neue Tasche 
zu nähen, die ich dann mit in den Urlaub nehmen kann.


In diesem Jahr fiel meine Wahl auf die Vigo-Slingbag - und zwar in
der absoluten Maxi-Variante, damit auch ordentlich was reinpasst.
(Das tut es übrigens absolut, da passt wirklich ALLES rein und
durch die beiden getrennten Taschen und einen zusätzlichen
Handyeinschub bleibt trotzdem die Übersicht gewahrt.)


Anfangs habe ich ziemlich über einzelnen Schnitteilen gerätselt (wie rum
liegt der Stoff am Ende, wie muss ich zuschneiden, sowas halt...), aber dann
bin ich dazu übergegangen, mich stoisch Schritt für Schritt vorzuarbeiten
und auch die Teile immer erst zuzuschneiden, wenn ich sie brauchte und
dann funktionierte es ganz wunderbar. Ein schnelles Zwischendurch-
Projekt ist die Tasche keinesfalls, aber sie lohnt wirklich jeden
Handgriff.


Diese riesigen Ösen mag ich wahnsinnig gerne, aber die haben mich 
echt Nerven gekostet. Wenn ich bei einem Projekt, das mich 
bis dahin schon fünf oder sechs Stunden Arbeitszeit 
gekostet hat, als quasi allerletzten Schritt noch zwei Ösen 
einschlagen muss und es geht schief - dann fange ich halt
nochmal ganz von vorne an. Und Ösen sind und bleiben
 einfach kapiziöse, unberechenbare kleine Scheißerchen ;-)


Der Nervenkitzel war es dann aber doch absolut wert - ich bin 
maximal verliebt in das Ergebnis und hoffe, dass ich über den langen
Winter noch Zeit für eine etwas gedecktere Variante finden werde.
Ich weiß ja jetzt, welches Teil wohin gehört ;-)

Die Fotos habe ich übrigens ziemlich am Anfang unseres Urlaubs
gemacht, an der Ardèche - wie es uns dahin verschlagen hat und wo 
wir eigentlich ursprünglich hinwollten, das ist dann demnächst al
 noch ein Extra-Posting wert...

20. September 2022

Fünfzehn ♥ (mit Lolli-DIY)

 Tatsächlich, fünfzehn ist die Missi jetzt schon. Nur noch ein Jahr bis 
zur ominösen 16, die ja auch nur eine Zahl ist, aber bei der Großen
zumindest echt nochmal einen riesen Sprung markiert hat, fast so
bedeutend wie die 18. Fast ;-)


Wobei die Missi eh enorm selbstständig ist, da hat das umfassende 
Pferdemanagement der letzten Jahre wirklich ganze Arbeit geleistet.
In den Sommerferien ist sie mit ihrer besten, gleichaltrigen Freundin
alleine mit dem Zug nach Frankfurt gefahren. Sie sind trotz aller
verspätungsbedingten Anschlusszug-Widrigkeiten am späten Abend
richtig angekommen, haben bei meiner Schwägerin geschlafen und
zwei Tage lang alleine die Großstadt unsicher gemacht - inklusive
Bootsfahrt auf dem Main und Selfies vom Dach des Main Towers,
wofür sie extra eine Renter-Reisegruppe zur spontanen Adoption
animiert haben, denn ohne erwachsene Begleitung 
darf man da nicht hoch *g* 

Wir haben also definitiv keine Kinder mehr im Haus,
das lässt sich nicht leugnen.... Deswegen gab es auch nur einen
sehr eingedampften Geburtstag, denn am Vorabend war die Hauptperson
auf einer Kirmes, hat ihre Freundin zum Übernachten mitgebracht und als
sie mittags irgendwann endlich wach waren, war sie zufrieden mit 
Kuchen und Geschenken, ganz ohne Party oder Familiensause. 
Kein Problem, das Wetter war eh eher zum Davonlaufen - ich glaube,
zum allerersten Mal überhaupt in den vergangenen 15 Jahren.


Eine Torte gab es selbstverständlich trotzdem, wenn auch ein bisschen
anders als geplant. Eigentlich sollte sie eine Zuckerwattendeko haben, 
aber lernt aus meinen Fehlern: Zuckerwatte aus dem Becher ist einfach
KOMPLETT ungeeignet für irgendwas anderes als sofortiges Aufessen.
Zum Glück habe ich das schon samstags festgestellt, so dass die Große
noch Macarons besorgen konnte und ich Lollis gießen...

Letzteres ist im Übrigen sehr einfach: 
50 Gramm Isomalt im Topf schmelzen lassen - entweder gleich zusammen
mit Lebensmittelfarbe in Pulverform, das verbindet sich dann besser, oder
flüssige Farbe am Ende dazugeben - und dabei nur sehr verhalten
rühren, damit es nicht zu viele Luftbläschen gibt. Die Masse mit 
einem großen Löffel portionsweise auf eine Silikonmatte geben und 
kreisförmig verstreichen, so groß wie gewünscht. Stiel reindrücken
und erkalten lassen. Das geht recht schnell, also zügig arbeiten und 
bei Bedarf den Topf einfach nochmal auf den Herd stellen.


Topf und Löffel werden übrigens sehr einfach wieder sauber,
indem man später Wasser im Topf aufkochen lässt und ordentlich 
rührt. Alternativ würden meiner Meinung nach nur noch
Hammer und Meißel helfen, aber wie gesagt: mit kochendem 
Wasser kein Problem. Zum Färben habe ich hier Pulver von
Sostrene Grene genommen, das war aber nicht so intensiv wie
erwartet. Ich bin und bleibe Fan von den Flüssigfarben von 
Wilton, die sind einfach unschlagbar.

Verkleidet habe ich den Kuchen mit einem einfachen Frosting - 100 Gramm 
Frischkäse mit 50 Gramm Puderzucker verschlagen, unter einen Becher
steifgeschlagene Sahne heben - und drin stecken, ganz profan, 
zwei Benjamin-Blümchen-Torten *g* Das hatte die Missi sich ganz
dringend gewünscht und ja, late to the party und so, aber das wollte
ich eh schon immer mal probieren, so ein Elefantenkuchen-Upcycling.
Und auch da dürft ihr gerne von meiner Erfahrung profitieren:
Zwei Tiefkühltorten erst an- und dann aufzutauen, die ursprüngliche
Deko runterzukratzen (die kann man mit ins Frosting geben oder sie
einfach aufessen ;-), alles zu stapeln und dann mit Frosting zu 
verkleiden, ohne die inzwischen komplett aufgetaute Kuchencreme
dabei zu verlieren, ist keinesfalls (ich betone: KEINESFALLS)
weniger Arbeit, als mal eben rasch selbst einen Biskuit zu 
backen und zu stapeln. Das Ergebnis war aber immerhin (wider
Erwarten, muss ich zugeben) sehr lecker.

Claretti, der ist nämlich immer eine todsichere Bank :-)

16. September 2022

Back in the game

 Zurück aus dem Urlaub sind wir schon eine ganze Weile
und auch die Schule hat schon vor zwei Wochen wieder begonnen - 
aber so richtig im Flow bin ich erst wieder, seit es draußen
enorm abgekühlt hat. Da lockt der Garten etwas weniger
stark - zumindest bis man sich wieder an etwas mehr Kleidung
gewöhnt hat ;-)


Die Fotos der letzten Wochen liegen noch unsortiert hier auf
dem Rechner, aber was ich zum Auftakt schon mal zeigen kann,
ist eine Tasche, die kurz vor dem Urlaub noch fertig wurde -
vor meinem Urlaub und dem der neuen Besitzerin, die
auf der Suche nach einer neuen Strandtasche war...


Für Tage am Meer war der Blumenwal perfekt und auch 
vergleichsweise schnell gestickt - wobei mich die vielen 
Knötchenstiche wirklich fast in den Wahnsinn getrieben haben.
Beziehungsweise eher meine Finger, die hatten mit dem dicken 
Canvas zeitweise echt zu kämpfen. Das Ergebnis entschädigt 
allerdings durchaus dafür und ich habe schon wieder 
richtig Lust auf eine neue Runde. Seit dem Urlaub bin ich 
abends aber erst mal dabei, mir das Strümpfestricken beizubringen.
 Und da ich bekanntermaßen ja eine extrem langsame Strickerin 
bin, wird mich das wohl noch eine Weile beschäftigen...
Wünscht mir Glück ;-)

28. Juli 2022

Finally!


 Gefühlt ist der Sommer ja schon halb vorbei, auch wenn 
die Sonne gnadenlos weiterbrennt und sowas wie Regen 
nur noch eine sehr, sehr vage Erinnerung ist.
Aber vorbei oder nicht, es wird dringend Zeit für ein
bisschen echte Freizeit - ohne Termine, ohne 
Internet*, dafür mit einem riesig hohen Stapel ungelesener
Bücher. Ich freue mich drauf!


*(Ok, instagram werde ich sicher am Laufen halten, das
zählt für mich uneingeschränkt zu Vergnügen - das 
ich mir selbst von dieser neuen, unsäglichen 
TikTok-Optik ohne einen Hauch von Reichweite 
nicht verderben lasse ;-)

21. Juli 2022

Schnelle Sauce aus ofengeschmorten Tomaten

 Es ist Tomatenzeit, hurra!
Und im Gegensatz zum letzten Jahr, wo die Tomatenpflanzen
schneller weggefault sind, als sie wachsen konnten und
 nur die wirklich komplett unempfindlichen 
Bodendeckertomaten noch was rausgerissen haben,
entpuppt sich 2022 als wirklich ganz fantastisches
Tomatenjahr :)


Deswegen habe ich in den letzten Tagen auch schon zweimal 
Tomatensauce eingekocht - zumindest ein bisschen, das meiste 
mussten wir leider auf der Stelle aufessen... 
Durch die Zubereitung im Ofen wird die Sauce unglaublich 
aromatisch und eher dickflüssig, so dass man sie später auch 
sehr gut strecken kann.

Für eine große Auflaufform (man kann auch die doppelte Menge 
auf ein Blech tun) etwa ein Kilo Tomaten waschen, halbieren 
und mit der Schnittfläche nach oben in die Form legen. 
Bei kleinen Cherry-Ttomaten bin ich allerdings nicht so 
pingelig, was die Schnittfläche betrifft ;)
Mit Salz, Pfeffer und etwas braunem Zucker bestreuen, je einen 
Zweig Thymian und Rosmarin dazugeben sowie reichlich 
Basilikum. (Ich habe hier tiefgefrorenes genommen.) 
Zwei Knoblauchzehen in vier bis fünf Esslöffel Olivenöl pressen
 und die Mischung über den Tomaten verteilen.


Im vorgeheizten Backofen bei 190 Grad (Heißluft) etwa eine Stunde 
lang schmoren, die Tomaten dürfen dabei ruhig recht dunkel werden.
Herausnehmen, pürieren und durch eine Flotte Lotte drehen,
 um die Kerne zu entfernen. Durch ein Sieb streichen geht 
natürlich auch.

Wenn man die Sauce aufheben möchte, einfach nochmal aufkochen, 
in ausgekochte Twistgläser füllen, verschließen und auf dem Deckel 
stehendauskühlen lassen. Das Marmeladen-Prinzip. 
Man kann daraus tolle Pasta-Saucen zaubern, Pizza belegen oder 
durch Zugabe von Brühe Suppe kochen. 
Ein echter Küchen-Allrounder :)

Guten Appetit 

12. Juli 2022

12 von 12 { Jul 22 }

 Am 12. des Monats macht man zwölf aussagekräftige Bilder von seinem Tag - 
so funktioniert 12 von 12. Wer dieses Spielchen allmonatlich gerne mitmacht, 
seht Ihr wie immer HIER bei Caro in der Liste.


Mein Tag steht ganz im Zeichen dieses Buches, das ich am 
Wochenende begonnen habe, zu lesen und das mich nicht 
mehr loslässt. Vor allem, weil es so viel mehr ist, als die
Dokumentation eines denkwürdigen sportlichen (und 
terroristischen) Ereignisses, sondern vor allem auch eine 
überaus anschauliche Darstellung der gesellschaftlichen, politischen 
und kulturellen Weltlage in meinem Geburtsjahrzehnt.
Sehr erhellend. Besonders der damals in Gesellschaft und 
Medien allgegenwärtige Rassismus und Ableismus sowie die 
völlig selbstverständliche, überheblich-herablassende Art gegenüber 
Frauen lässt einen latent fassungslos zurück. Und erklärt vieles. 
Gegen Abend werde ich das Buch ausgelesen haben....


... und das liegt daran:
Seit dem Wochenende hat mich ein wirklich fieser Entzündungs-
Infekt fest im Griff und lässt mich nachts genau so lange schlafen, 
wie die Schmerzmittel wirken, sprich: So bis gegen halb vier.
Dann stehe ich auf, verziehe mich auf meinen Sessel im 
dunklen Wohnzimmer (Sitzen ist so viel besser als Liegen!)
und schaue zu, wie draußen der Tag aufzieht. Bisschen später
gibt es dann einen ersten Kaffee, das Buch und alle
Arbeiten, die man vom Sessel aus bequem erledigen  kann.
(Im Laufe des Tages werde ich: die ultimative, ewige 
Packliste fürs Wohnmobil perfektioniert, Buchhaltung gemacht,
Unterlagen bei diversen Ämtern angefordert, den Handyvertrag
der Missi geändert, meinen Handyspeicher geleert und 
dafür urlaubsrelevante Roadtrip-Apps geladen, sämtliche
VW-Händler der näheren und weiteren Umgebung nach
einem Auto für mich abgegrast, Sperrmüll angemeldet 
und einen Gartenwasserzähler organisiert haben.
Und natürlich das Buch ausgelesen.
Nicht unbedingt das, was ich ursprünglich auf dem Zettel
hatte, aber irgendwie sehr befriedigend. :)


Irgendwann aufgerafft und die Missi zur Schule gebracht.
Und dabei das frische Wetter genossen, bevor es jetzt wieder 
jeden Tag heißer werden soll...


Danach direkt weiter zu einem Arzttermin, wo ich mir das Go hole,
endlich wieder mehr (sprich: vielfältiger) essen zu dürfen. In den 
letzten Wochen habe ich einen recht unerfreulichen, von ihm verordneten
No-Gluten-Histamin-Fructose-Lactose-alles-was-lecker-ist-Plan 
durchgezogen, um herauszufinden, ob meine Ernährung eventuell
grobe Schmerztrigger enthält (Spoiler: Ja, tut sie.)
Da ich das langsam einigermaßen eingrenzen kann, darf ich
jetzt zumindest wieder das, was unbedenklich scheint. Hurra!


Im Anschluss noch der allwöchentliche Physiotermin, wo wir
uns heute aber aufgrund der suboptimalen Gesamtsituation darauf
beschränken, die nächtlichen Sesselverspannungen einigermaßen 
wieder in den Griff zu bekommen.


Darauf zuhause erst mal ein Sesselfrühstück mit nun endlich
nicht mehr verbotenen Kirschen. Dazu eine Wärmflasche und dann
bis mittags nichts mehr - außer siehe oben.


Mittagessen geerntet.


Mein Lohn für die eben aufgehangene Maschine Wäsche.
Von Geldbeuteln hält die Familie nicht so viel, deswegen finde ich
regelmäßig Münzen (und vom Mann auch Scheine) in der Waschmaschine.
Die ich dann selbstverständlich behalte. Sicher einer der Gründe, warum
Wäschewaschen auf der Beliebtheitsskala von unvermeidlichen
Hausarbeiten bei mir ziemlich weit oben steht ;-)


Kleine abendliche Runde mit dem Oldtimer (und dem Mann ;-) zur
Apotheke und zum Hof des Autohändlers. Großartige Zeiten, um
ein Elektroauto kaufen zu wollen müssen. Nicht. Danke, Putin.
(Also ich will schon, sogar dringend. Aber ich muss auch, und zwar 
ebenso dringend, und das ist ein Problem. Das heute aber 
begonnen haben könnte, sich zu lösen. Also eventuell. Vielleicht.) 
Aber immerhin die Ampelaussicht stimmt.


Seltsames Himmelsphänomen auf dem Rückweg.
Ein Stück senkrechter Regenbogen ohne Regen. Hm. 
Muss ich wohl mal googeln...


Die Missi ist vom Reiten zurück.
Symbolbild.


Kurz vor knapp noch mein Medikament ergattert, Auf dass die 
kommende Nacht die letzte im Sessel wird ;-)

(Und falls sich nochmal jemand fragt, warum ich weiterhin nach
Kräften versuche, jede Corona-Infektion zu vermeiden: Das 
liegt eventuell daran, dass ich zum Beispiel Medikamente 
nehmen muss wie dieses. Das auf einer schwarzen Liste steht und 
absolut sämtliche potenzielle Long-Covid-Problematik über die 
Nebenwirkungen gleich mitliefert. Ich habe einen Eindruck.
Danke, aber nein danke. Genügend Thrill in meinem Leben,
was das betrifft...)

7. Juli 2022

Schnelles Musselintuch

 Wer mein kleines Blog schon länger verfolgt, weiß, dass ich
bei Klamotten für mich selbst immer gerne hart
am aktuellen Wetter vorbeinähe ;-)
Und das mir, die einen Großteil der Weihnachtsnäherei
drangegeben hat, weil sie es nicht ertrug, im Sommer schon
Weihnachtsstoffe zuzuschneiden. Tjanun.


Es wird vermutlich jedenfalls niemanden noch ernsthaft überraschen, 
dass ich mir am Wochenende bei 30 Grad statt des geplanten 
Strandhängerchens erst mal ein ausgesprochen voluminöses 
Halstuch genäht habe. Einfach nur so, weil mich 
die Farben so angelacht haben.


Drei Streifen zum Quadrat zusammengefügt, goldene Ziernaht
drüber und die beiden offenen Schnittkanten gesäumt - 
das war eine schnelle Nummer.


Vielleicht schaffe ich es damit später ja, das Sommergefühl 
ein wenig in die kalte Jahreszeit hinüberzuretten - 
dann hätte sich der kleine Einschub definitiv gelohnt!

Jetzt aber erst mal das Sommerfähnchen, da habe ich
akuten Bedarf....