5. November 2020

Tagebuchbloggen { 5. November 2020 }

 "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"

Frau Brüllen fragt das an jedem fünften Tag des Monats und wer mag, schreibt fleißig mit.

Die übrigen WMDEDGT-Einträge findet Ihr wie immer hier.


6 Uhr: Der Wecker klingelt. Im Gegensatz zur letzten Nacht, die der Mann 

und ich unfreiwillig schlaflos zu wesentlichen Teilen vor dem 

Fernseher verbrachten, um Wahlergebnisse zu spotten, habe ich

tief und fest geschlafen. Erste Ernüchterung allerdings sofort beim ersten 

Schritt aus dem Bett: Mein Freund, der Schwankschwindel, ist zurück.

Fast ein ganzes Jahr hatte ich jetzt Ruhe, sensationell lange, 

aber nachdem ich beim ersten Schritt mit der Wand kollidiere und 

beim dritten mit der Schulter schmerzhaft am Türstock hängen bleibe,

weil ich dachte, ich sei schon vorbei, ist alles klar. Verdammt.

Erst mal vorsichtig die Treppe runtertasten und die Seabands 

raussuchen, davon wird einem nämlich auch schnell mal so richtig 

schön schlecht. Danke Bandscheibe, my old hassfriend...


6.30 Uhr: Ein paar Nacken- und Kieferdehnungen später ist es

leider kein bisschen besser und die nächste Ernüchterung folgt 

beim Blick aus dem Fenster. Es hat zum ersten Mal gefroren, waaah :(

Grundsätzlich schon kein Grund zur Freude, aber im Moment,

wo ich die Kinder coronabedingt jeden Morgen zur Schule fahre,

eher noch weniger. Kein Wunder, dass mein Genick muckt,

Kälte ist einfach mein Kryptonit. Bin ich jetzt in der Verfassung,

die Nachrichten zu checken? Eher nicht. Lieber erst mal 

Kaffee und einen Pott Grießbrei für die Seele kochen...


7 Uhr: Mann und Missi sind auf und sogar die Große ist schon

aus ihrer Wohnung aufgetaucht - alle drei haben großen Redebedarf

bezüglich der Nachrichten. Ich eher weniger. Immer noch kein neuer 

Präsident in den USA - aber zumindest immer noch Hoffnung -

 und 20.000 Neuinfektionen, halleluja. Immerhin ist mir inzwischen 

dank der Seabands nur noch schwindelig und nicht mehr schlecht, ein 

Fortschritt. Die Kinder frühstücken, der Mann will noch schnell

auf dem Weg in die Firma mein Auto enteisen, findet aber 

den Kratzer nicht. Hmpf. Ich packe Brotdosen und realisiere erst

beim Einpacken, dass die Große eigentlich auch ein 

Mittagessen gebraucht hätte... Das. Wird. Mein. Tag!

Die Kinder muffeln rum, die schreiben gleich beide Tests

und Arbeiten und wollen doch eigentlich bloß endlich

wieder zuhause lernen. Die Büchse der Pandora, dieses

Homeschooling im Frühjahr, ich sag's Euch... 

Außerdem sind ihre jeweils besten Freundinnen seit gestern in 

Quarantäne (die Einschläge kommen näher...), das drückt auch 

merklich auf die Stimmung.


(Vor allem, weil die beiden eigentlich genau die zwei

Kontakte waren, die die Kinder überhaupt noch außerhalb

der Schule gesehen haben :( Zum Glück war es einigermaßen 

absehbar, und sie haben sich seit letzter Woche nicht mehr getroffen,

sonst würden wir jetzt auch schon hier zuhause zu viert die

Couch warmsitzen. Mal schauen, wie es wird, sollte auch 

eins der Mädels positiv getestet werden, wovon ich jetzt einfach

mal ganz optimistisch nicht ausgehe.)



7.30 Uhr: Das Auto ist so zugefroren, als hätte es drei Wochen in einem

Eiskeller geparkt. Als ich endlich einsteige, muss ich erst mal

eine Weile die Augen schließen, um den Kopf zu sortieren. Im 

Sitzen geht es aber gut. Morgens fährt nämlich nicht die Große, sondern ich,

weil die Kinder, je nach Staulage, auch schon mal spontan irgendwo aus dem 

Auto springen müssen. Heute ist es aber ganz smooth, wir sind zeitig da,

sehr zum Leidwesen der Missi.


7.45 Uhr: Wieder zuhause entscheide ich mich, direkt vom Auto weg

eine Runde spazieren zu gehen. (Das ist mein fester November-Plan: Spazieren

statt Social Media, fürs Seelenheil ;-) Da ich die Ursache des Schwindels ja 

kenne, weiß ich, dass Bewegung hilft, es ist halt nur schwierig. 

Zu Beginn muss ich mich so enorm konzentrieren, die Spur zu halten,

nicht nach rechts wegzukippen und vor allem nicht zu stürzen, dass ich nach

dem ersten Kilometer Kopfschmerzen habe vom vielen Denken.

Beim Laufen übers Laufen nachdenken müssen, bis der Kopf platzt -

alles klar..... Dann wird es aber langsam besser, ich kann gucken und

genießen (und frieren), bloß den Fokus aufs Laufen muss ich

behalten, sonst wird es wackelig. 


8.30 Uhr: Zuhause im Warmen. Erst mal einen Kaffee und den

Rest Grießbrei für mich. Im Sessel unter der Decke und mit den

Nachrichten. Aber ein kurzer Überblick muss reichen vor dem 

entspannenderen Griff zum Buch.


9 Uhr: Weil das Sitzen so gut tut, bleibe ich einfach dabei, greife mir den

Laptop und arbeite ein bisschen Bürozeug weg. Und auch, wenn man 

die Schwindelei im Sitzen vergisst, sollte man trotzdem nicht zackig

aufspringen, wenn das Telefon klingelt, sonst macht man sich lang *autsch*

War dann auch gar nicht die Apotheke mit dem lang ersehnten Grippe-

Impfstoff für die Kinder, sondern bloß der Mann. Sorry *g*, aber den

hätte ich auch fünf Minuten später noch zurückrufen können....


12 Uhr: Puh, nur gut, dass ich gestern so produktiv war, das

reißt den heutigen Tag ein wenig raus. Immerhin habe ich

aber den ganzen Bürokram erledigt, die Bügelwäsche aus

der Waschküche nach oben gebracht (seitdem stolpere ich alle

fünf Minuten genervt über den Korb, gute Voraussetzungen also, 

dass ich das heute noch wegbügle!) und ein bisschen nett

mit Wolfgang Philippi geschrieben, denn das nächste 

seiner wirklich legendären Stadtplakate wird Trier zum Inhalt haben

und darauf freue ich mich schon wie Bolle :)

Zwischendurch ein Anruf von der Missi, "Kannst Du mal bitte gucken,

ob Sport ("Sport" sind im Moment mehr oder weniger ausgedehnte Wanderungen

durch die zum Glück recht umfangreiche Natur rund um die Schule, 

nicht selten bis vor unsere Haustür) ausfällt?" - "Öh nein, waru..." Zack,

aufgelegt. Sicher, war ja alles geklärt :-p

Danach stand eigentlich der Vorratsraum auf der Liste, aber dort

bin ich unglücklicherweise als erstes über zwei Lampions gestolpert, 

die eigentlich schon seit gestern in unseren Fenstern hängen sollten,

als Ersatz für den nächste Woche ausfallenden Martinsumzug.

Ich bastele also recht improvisiert aus vorhandenem Material

eine Lama-Laterne sowie eine kleinere, optisch passende 

und hänge beide auf. Und zack, schon ist es Zeit, das erste

Kind wieder abzuholen.


12.15 Uhr: Ich sammle die Missi und den Nachbarskumpel an der

Schule ein und lerne auf der Rückfahrt von eben diesem, dass "die 

Schulen jetzt auf jeden!! Fall wieder geschlossen werden. Das weiß ich

sicher, das hat xy-Youtuber-keine-Ahnung-noch-nie-gehört gestern 

erzählt, das hat nämlich die Bildzeitung geschrieben!!" Ich atme

tief und die Heimfahrt dauert dann noch exakt lange genug, 

dass der Nachbarskumpel jetzt auch weiß, warum die Blödzeitung

keine seriöse Quelle ist, schon gar nicht in Verbindung mit

Youtube. Wat mut, dat mut ;-)


13 Uhr: Für die Missi finden sich zum Glück noch leckere

Reste von gestern im Kühlschrank und für mich eine 

Tiefkühlpizza, die genau das ist, was ich heute brauche.

Ordentliches Essen gibt es dann nachher für die Große, das

arme mittagessenlose Kind... Jetzt erst mal eine ausgedehnte

Mittagspause für uns beide, bevor es weitergeht.

Ich habe noch ein Buch auszulesen.


15 Uhr: Die Missi macht Hausaufgaben und ich werde mal schauen,

ob ich vielleicht ein bisschen Laub im Garten wegschaffe. Das geht 

auch ohne Bücken und die Sonne scheint inzwischen wie 

verrückt. Muss man ja ausnutzen... Vorher aber schnell noch

mal die Nachrichtenlage checken (Wie lange zur Hölle kann man

brauchen, um Stimmen auszuzählen!?) und schauen, ob die 

neuesten Zahlen vom Gesundheitsamt schon da sind. (Nein. Dauert

auch jeden Tag länger.) Seit gestern werden eh nur noch Übersichten 

veröffentlicht, weil inzwischen so viele Schulen und Kitas betroffen sind, 

dass sie nicht mehr einzeln aufgeführt werden. Aber Schulen sind ja keine 

Treiber der Pandemie, danke für nichts.... Und passend dazu die 

Tagesschau: "Deutlich mehr Fälle bei Schülern." 

No shit Sherlock!

Die Große vermeldet in dem Zusammenhang, die 13er seien heute

coronabedingt komplett nicht anwesend gewesen, weswegen das

heutige Vor-Abi verschoben werden musste. Morgen kämen sie

aber alle wieder. Ja. Das klingt alles.... logisch.



16 Uhr: Laub harken war nur so mittelerfolgreich, dafür habe ich inzwischen
aber die Große und eine Freundin von der Schule abgeholt. Dabei entspinnt
sich eine Coronadiskussion, im Zuge derer sich herausstellt, dass auch 
die Freundin und ihre Familie im Auto jetzt Maske tragen, wenn 
zusätzlich noch jemand anderes mitfährt (btw. steht das übrigens hier auch
in der neuen Corona-Verordnung so). Danke, Schätzchen, dass Du das 
erzählst, genau die Diskussion hatten wir hier nämlich die Tage noch
mit den Kindern... Immer einfacher, wenn andere das genauso 
handhaben. Zuhause gibt es erstmal Essen für das ausgehungerte
Kind - "Würstchen im Grünen", ein Gericht, das es aus der 
Beikosteinführung bis in die Familiendauerbrenner geschafft hat ;-)
Ein Spinat-Hirsebrei mit Schmandklecks und Würstchen -
vegetarischen inzwischen, aber tatsächlich ist das eine der
sehr wenigen Ausnahmen, wo die Große auch die Fleischvariante
essen würde... Die Missi lernt Vokabeln, die Große ruht sich von
ihrem langen Tag aus und ich nehme mein neues Fitbit in 
Betrieb, das alte hatte dieser Tage endgültig den Geist 
aufgegeben.

18 Uhr: Es klingelt und vor der Tür liegt ein Päckchen, das ich
nicht bestellt habe. Das ist nicht das erste Mal, irgendwie scheint mein
amazon-Account hier neuerdings von den Kindern als eine Art 
Selbstbedienungsladen verstanden zu werden. Jetzt denke ich 
wieder dran und ändere mein Passwort, bevor ich überhaupt
auspacke *ätsch* Es sind übrigens Einwegmasken in 
apartem Schwarz, nett anzusehen, aber noch nicht mal mit CE-Zeichen, 
von allem anderen ganz zu schweigen. 
Hallo Masken, bye Masken.
Dieses sinnlose Hin- und Hergeschicke, das macht mich ganz
wahnsinnig. Was für ein überflüssiger Scheixx...
Zum Abreagieren putze ich noch eine Runde, die Schwindelei ist
merklich besser seit dem Mittag, aber keinesfalls weg. Trotzdem, 
den Schwung muss man nutzen!

19 Uhr: Der Mann ist zuhause und verschwindet als erstes 
mit der Missi in der Infrarotkabine. Er zum Runterkommen, sie 
zum Vokabellernen. Die Große ist auch da und porchiert Eier.
Gibt es dann zusammen mit den Hirseresten als Abendbrot.

20 Uhr: Wir schauen Nachrichten, aber es ist zeitweise wirklich schwer,
zu folgen, weil alle durcheinanderschnattern. Was das amerikanische
Wahlrecht angeht, sind die Kinder jetzt jedenfalls fit. Auch im Vergleich 
zum hiesigen. Letzteres kennen sie allerdings schon länger, schließlich 
darf die Große im nächsten Jahr schon wählen - sehr zu ihrer
Befriedigung gibt es dann auch direkt mal Land- und 
Bundestagswahlen. 
In meinem Blickfeld steht übrigens immer noch der Bügelkorb,
irgendwas muss da schiefgelaufen sein. Jetzt allerdings hat da
auch niemand von uns mehr Lust drauf...
Wir machen lieber Feierabend - die Große geht
lernen, die Missi telefoniert mit ihrer Freundin und der Mann und
ich werden mal schauen, ob wir noch was Nettes
im Fernsehen finden. Ein neues Buch habe ich zum
Glück auch schon am Wickel!

2. November 2020

Spinat-Röllchen { Fingerfood }

Alles anders macht Corona, das gilt auch für den Fußball und so haben wir
also dieses Jahr mitten im August die letzten Runden der Champions League im 
Turnier-Modus geschaut. Tjanun. Warum auch nicht. Kleiner Ausgleich für die
entfallene Europameisterschaft und die perfekte Gelegenheit, mal wieder ein
wenig Couchfood zu servieren.

Wir essen ja zugegebenermaßen sehr gerne auf der Couch, 
deswegen gibt es hier schon eine ganz nette Fingerfood-
Sammlung, die wir im Sommer noch um diese Spinat-Röllchen ergänzt
und seither schon öfter gemacht haben. Die gehen einfach immer!


Eine Rolle Blätterteig (oder eine Packung TK, hier im Bioladen gibt es sogar 
Dinkel-Blätterteig, plastikfrei *freu*) ausrollen und ein wenig Raumtemperatur 
annehmen lassen. In der Zeit einen Esslöffel Butter in einem Topf schmelzen und 
einen Esslöffel Mehl darin anschwitzen. Heftig rührend (Schneebesen) so lange 
mit Milch aufgießen, bis eine sämige, nicht zu flüssige Bechamelsauce entstanden ist. 
Mit Salz, Pfeffer und etwas Muskat würzen.

Die Sauce auf den Blätterteig streichen, mit Spinat belegen (frischer oder 250 Gramm 
aufgetauter Blattspinat) und reichlich geriebenen Bergkäse darauf verteilen. 
Von der kurzen Seite her aufrollen, gerne nicht zu fest, dann werden die Schnecken 
lockerer und fluffiger, weil der Blätterteig sich besser ausbreiten kann.
Die Rolle in etwa zwei Zentimeter dicke Scheiben schneiden und mit etwas Abstand 
auf ein Backblech setzen. Aus einer Rolle bekommt man etwa neun bis zehn Schnecken.
Im vorgeheizten Backofen bei 190 Grad (Heißluft) so lange backen, bis Teig und 
Käse leichte Bräunung angenommen haben.


Guten Appetit ♥

(Absolut standesgemäß serviert man solch einen Fußballsnack auf den Brettchen 
von den 11Freunden - hier natürlich besonders gern genommen das
das Finale der Fußball-WM 2014 - beide schon ewig in Betrieb und immer noch
ein zuverlässiger Gute-Laune-Garant. Und keine Frage, dass wir 
das 2020er-Triple-Brettchen inzwischen auch im Haus haben ;-)

29. Oktober 2020

Bestes Täschlein ist es und bleibt es!

 Die Rede ist von der wunderbaren Mini-Gretelies (den Schnitt gibt es mittlerweile
offenbar nicht mehr zu kaufen), die ich immer noch 
unheimlich gerne nähe, obwohl es wahrlich nicht der schnellste 
Täschlein-Schnitt unter der Sonne ist ;-)


Diesmal allerdings ging es ausgesprochen schnell, denn ich fand alle 
Zuschnittteile ordentlich zusammengepinnt in meiner Ufo-Kiste, sogar die 
Vlieseline war schon aufgebügelt. Manchmal fragt man sich wirklich, 
woran die Fertigstellung dann schlussendlich eigentlich gescheitert ist.... 
Jetzt ging es jedenfalls recht zackig und ich glaube, dieses Exemplar 
wandert in meine Weihnachtsgeschenke-Kiste, das 
gefällt mir nämlich richtig gut :-)


Überhaupt, Weihnachtsgeschenke...
Nachdem ich ja inzwischen das offizielle Corona-Orakel der Familie bin, 
weil einfach alles eintrifft, was ich vorhersage (Spoiler: Dafür muss man
gar kein Orakel sein, einfach denen zuhören, die sich damit auskennen, 
reicht vollkommen!), war mir schon vor Wochen klar, dass die 
Zeit vor Weihnachten eher so gar nicht von Besinnlichkeit und 
niedrigen Inzidenzen geprägt sein würden. Deswegen habe ich schon
die sonnigen Septemberwochen mit Fallzahlen quasi gegen
Null genutzt, mich um die Weihnachtsgeschenke zu kümmern.
Mit dem Ergebnis, dass wir alles im Haus hatten, als die Zahlen wieder
zu steigen begannen und das entspannt mich tatsächlich sehr. Sehr.
Jetzt kann ich mich einfach wieder zuhause einigeln...
Und ich habe zwar keine Ahnung, ob unser Toilettenpapier 
für die nächsten Wochen reichen wird, aber wir haben definitiv
alle Zutaten fürs Weihnachtsgebäck im Haus.
Prioritäten! *g*

18. Oktober 2020

Schlüsselband, Corona-Edition

Ich bin ja grundsätzlich eher so der Typ Hände-frei, lange Schlüsselbänder
mag ich genauso wie Handykordeln, so dass man sich den Kram bei
Bedarf einfach mal schnell umhängen kann. Außerdem findet man
Handy und Schlüssel sehr viel besser in geräumigen Säcken
Handtaschen, wenn ein langes Band dranhängt ;-)


In meiner UFO-Kiste neulich fanden sich dann aber die 
Zuschnittteile für dieses kleine Schlüsselmäppchen und als es fertig war,
stellte ich fest, dass es genau das war, was ich in diesem Herbst 
benötigen würde. Was ich nämlich momentan absolut immer mit mir
führe, sobald ich das Haus verlasse, ist ein Antibeschlagtuch** für die
Brille. Das steckt jetzt, zusammen mit einer Ersatzmaske, in diesem
Mäppchen und ich bin sehr zufrieden mit dieser Lösung. Ob mit dem
kurzen Schlüsselband oder dann doch wieder mit einem langen,
das wird der Praxistest zeigen...

** Antibeschlagtuch, Leute, der neue heiße Scheiß!
Das war eines der ersten Dinge, die ich mir im Zuge der Maskenpflicht
besorgte und es hat mir in den letzten Monaten wirklich das Leben um
einiges erleichtert. Denn mal ehrlich - Maske plus Brille, das ist kein
Spass, da kann man noch so viele Nasenbügel einnähen. Und ich 
gehöre ja zu den Menschen, die automatisch schlechter Luft bekommen, 
sobald die Sicht eingeschränkt ist. Oder sich das zumindest einbilden...
So ein Antibeschlagtuch sorgt aber tatsächlich dafür, dass stundenlang
nix mehr anläuft, da kann man noch so viel pusten. Zumindest so lange,
bis man sich wieder über die Brille schmiert. Und da ich darin ein
echter Vollprofi bin, muss das Tuch eben immer an der Frau sein ;)

12. Oktober 2020

12 von 12 { Okt 2020 }

 Am 12. des Monats macht man zwölf aussagekräftige Bilder von seinem Tag - 
so funktioniert 12 von 12. Wer dieses Spielchen allmonatlich gerne mitmacht, 
seht Ihr wie immer hier bei Caro in der Liste


Wir haben Ferien. Ich bin aber trotzdem früh wach, schließlich ist es der
erste Ferientag. Zeit, um in meinem Sessel noch das ein oder andere Kapitel
zu lesen. Das ist das Gute an einem ebook-Reader, man braucht kein
aufdringliches Licht am frühen Morgen ;-)


Zum Frühstück gibt es das obligatorische Müsli für mich und French Toast 
aus den übriggebliebenen Schokobrötchen von gestern. Für die Große nix,
die schläft noch und wird das sicher auch noch ein Weilchen tun.


Vormittagsbeschäftigung für mich: Bügeln. (Mit einer Doku über das Finale Dahoam im
Hintergrund. Himmel, ich vermisse den Stadionfußball schon ganz arg....)
Und Haushalt. Und Schreibtisch. Im doppelten Sinne, denn nachdem ich meinen
Schreibkram erledigt habe, räume ich auch noch gründlich durch. Das
und freue mich über die schnellen und nachhaltigen Ergebnisse.


Auf dem Weg zum Kompost treffe ich die Nachbarskatz, die wie so oft in 
unserem Balkongebälk liegt. Von dort beschimpft sie gerne andere Katzen oder
erschreckt die Große zu Tode, wenn sie zwischen ihrer und unserer Wohnung unterwegs
ist. So auch heute, als sie irgendwann endlich aufgestanden ist.


Mittach. Heute gibt es Quarkknödelchen. Eigentlich isst man die süß mit 
brauner Butter, Zimtzucker und Apfelkompott...


... aber die Missi hatte heute morgen ja schon süßes Frühstück und entscheidet sich
für die herzhafte Variante mit Speck und Ei. Auch lecker, denn die Knödel selbst
sind eigentlich ziemlich geschmacksneutral.


Nachmittags fährt die Große uns zum Stall und auf dem Weg entdecken wir
diesen Passat, der offenbar schon ein Weilchen länger steht und nicht vermisst wird.
Ein Passat mit Audi-Grill - kein Wunder, dass man den zurückgelassen hat :-p


Angekommen am Stall. Die Missi und ihre liebste Freundin, die heute dabei ist,
möchten gerne mit den Ponys spazieren gehen und Fotos machen, deswegen freuen 
sie sich, dass es deutlich aufgeklart hat.


Aber erst mal ist Pferdeputzen, -füttern und -bewegen an der Reihe.
Auch der Paddock will abgeäppelt und Heunetze gestopft werden.
Aber da ja Ferien sind und die beiden außerdem zu zweit, kann ich mich heute
ganz entspannt aufs Mähnekraulen bei der Paddockkumpeline beschränken.


Dann fahren die Große und ich weiter und holen den Wocheneinkauf ab. Immer wieder
montags.... Das hat sich während Corona eingebürgert und echt bewährt.
Ich vermisse die reale Einkauferei wirklich so gar nicht.


Danach noch schnell ein paar Herbstblümchen für den Küchentisch organisiert.
Auf dem Selberpflückfeld kann man neuerdings auch per QR-Code mit 
Paypal bezahlen, das kommt mir sehr entgegen! Die Große verputzt derweil
im Auto die ersten Einkäufe....


Irgendwie Feierabend. Wir warten im Auto auf unsere Pferdemädchen, die noch 
nicht vom Spazieren zurück sind. Zuhause müssen wir nur noch die 
Einkäufe verräumen, das Abendessen ist zum Glück schon fertig.
So soll das. Diese Zeit ohne Termine, Hausaufgaben und Gedöns, an die
kann ich mich immer ganz schnell gewöhnen :-)

2. Oktober 2020

Glernt isch halt glernt...

 Ok, vermutlich ist dieser Spruch vom Äffle und Pferdle genauso alt
wie meine Makramee-Künste, aber dann passt das ja ;-)

(Und wehe, irgendjemand schreibt jetzt hier, dass er oder sie keine Ahnung hat,
wovon ich spreche! Unvergessen die Zeiten, als man das Werbefernsehen
in der ARD nur konsumierte, um die Werbetrenner zu sehen. Und wie gelungen
der Tag, wenn mal wieder der Hafer- und Bananenblues kam. 
Ohrwurm jetzt? Bitte, gern geschehen.)


Jedenfalls.... Wo war ich? Ach, genau.
Jedenfalls schrieb ich neulich schon mal auf insta, dass inzwischen kein Trend so
neu ist, dass ich ihn nicht schon mal mitgemacht hätte. In dem Alter bin ich 
jetzt offenbar. Makramee gehört eindeutig dazu, auch wenn ich das
damals nur so mittelcool fand, glaube ich. Gelernt habe ich es
selbstverständlich trotzdem, was an Handarbeiten da war, wollte ich 
können. Und wir hatten ja auch sonst nichts ;-)
Den aktuell wieder an allen Ecken aufpoppenden Boho-Trend finde ich
allerdings ganz nett, er passt dieses Jahr irgendwie gut 
zu unseren zwangsweise noch häuslicheren Tendenzen als eh schon.


Angefixt wurde ich durch diese kleine Bastelpackung, die ich bei einem meiner
sehr selten gewordenen Streifzüge durch den Drogeriemarkt(!?) entdeckte.
Und was soll ich sagen? Drei Tage später stand ich wieder dort und habe 
alle restlichen Bastelpackungen aufgekauft. So ein kleiner Wandbehang alleine 
macht ja noch nicht so viel her und ich muss jetzt dringend noch ein 
paar weitere Knoten ausprobieren, die ich bei meinen Streifzügen nach 
verständlichen Anleitungen im Internet entdeckt habe :)

Der Winter wird schließlich lang, noch viel länger als eh schon immer,
fürchte ich, da ist es gut, wenn ich auf der Couch auch mal was anderes zu tun habe
als immer nur Häkeln oder Stricken. Ich habe auch schon ein Knüpfset hier
liegen (noch so was, was ich als Teenie irgendwann mal gelernt habe) und
das Buch der 1000 wichtigsten Handstick-Stiche (oder so ähnlich) liegt
 auch schon neben meinem Sessel...

24. September 2020

Kuchen geht immer, oder?

Ich backe (und esse!) ja selbst sehr gerne Kuchen und bringe auch unheimlich
gerne welchen mit, wenn wir irgendwo eingeladen sind.
Dabei finde ich aber diese klassischen Kuchentransportboxen nicht nur
wahnsinnig hässlich, sondern sie nehmen auch viel zu viel Platz
in den Küchenschränken weg, an den 356 Tagen im Jahr, an 
denen man sie nicht braucht...


Deswegen bin ich schon vor Jahren auf einen selbstgenähten Kuchentransporter
umgestiegen, der seither auch dauerhaft in Gebrauch ist. Ausgabe 2.0 inzwischen
allerdings ;-) Gelegentlich kam mal noch ein weiterer hinzu, und zum Transport 
von Kastenkuchen habe ich eine einfache Haube genäht, die man über
die Form ziehen kann. So sind wir für alle Eventualitäten bestens gerüstet.


Und da ich es ja immer toll finde, wenn sich andere inspirieren lassen, 
ihre Gewohnheiten zu überdenken oder die Welt ein wenig bunter zu machen,
habe ich auch nur allzu gerne den Wunsch einer Kundin erfüllt, die
ihren Kuchen zukünftig auch nicht mehr in unansehnlichen
Plastikbombern transportieren wollte.
Viel Spass damit :)