Am nächsten Morgen war ich gerade rechtzeitig wach und an der Reling, um dem Lotsen beim Zusteigen zuschauen
zu können.
Immer ein sicheres Zeichen dafür, dass irgendwo Land in Sicht ist ;-)
Und es dauerte dann auch gar nicht lange, bis unser Tagesziel aus dem Dunst
des frühen Morgens auftauchte.
Tallinn, Boomtown.
Das Bötchen legte auf der Grünen Wiese an und auch hier waren wir nicht alleine.
Irgendein Schiff von Costa oder Celebrity folgte uns immer auf dem Fuße, es war ein bißchen wie beim Hasen und dem Igel *g*
Nach dem Frühstück führte uns ein kurzer Fußmarsch zur Dicken Margarethe,
dem Eingangstor in eine andere Welt.....
Estland also.
Was weißt Du über Estland?
Vermutlich nicht wirklich viel, außer dass es zu den drei baltischen Staaten gehört, bei denen man immer die Hauptstädte durcheinander wirft ;-p
Dabei ist Estland nicht nur EU-Mitglied und Eurostaat, sondern sogar das mit dem höchsten Wirtschaftswachstum.
Die Sprache erinnert spontan ans Finnische und noch spontaner ist man komplett aufgeschmissen *g*
Und was ich noch gelernt habe:
Estland garantiert seinen Bürgern per Gesetz kostenloses Internet und deshalb gibt es auch freie Hotspots, egal wo man hinkommt.
"Internet vereinigt Menschen, nicht Computer", so ist es dort festgeschrieben :-)
Skype? Estnische Erfindung.
Und Estland hat seit 13 Jahren eine papierlose Regierung!
Klar, dass man dort auch per SMS oder Internet wählen kann....
Als erstes bestiegen wir den Domberg, um der Kreuzfahrer-Meute zu entkommen und besuchten die Alexander-Newski-Kathedrale, die erste von sehr vielen russisch-orthodoxen Kirchen in den nächsten Tagen.
An Schloss und Festungsanlagen entlang ging es dann wieder in die Unterstadt.
Aller Modernität zum Trotz fühlt man sich dort spontan ins Mittelalter gebeamt :-)
Mein Lieblingstor in der Stadt ♥
Nach einem kurzen Lunchstopp auf dem Schiff mieteten wir uns noch Räder - ein Mountainbike für mich (das so toll war, dass ich es am liebsten eingepackt hätte) und ein Bakfiet für den Gatten und die Kinder. Im Gegensatz zu mir war er dann später auch ganz froh, das Rad wieder abstellen zu dürfen *g*
Auf diese Weise haben wir aber immerhin auch noch einen großen Rest der Innenstadt gesehen....
.... und konnten abends glücklich und zufrieden am Lieblings-Heckplatz die Beine von uns strecken.
Estland?
I like :-)

