5. Februar 2018

Tagebuchbloggen { 5. Februar 2018 }

Frau Brüllen fragt das an jedem fünften Tag des Monats und wer mag, schreibt fleißig mit.
Die übrigen WMDEDGT?-Einträge findet Ihr wie immer ab heute abend hier.

1.52 Uhr: Ich werde wach von .... nichts.
Irgendein Geräusch halt. Da wir hier nachts in totaler Stille wohnen und das Fenster quasi
immer auf ist, wird man gerne mal von jedem ungewohnten Pups wach. Außer die üblichen bellenden
 Hunde, wiederkehrende Geräusche werden perfekt in den Schlaf integriert.
Vielleicht waren es aber auch die wirren Träume. Komisch, eigentlich träume ich nie. Nie!
Ich drehe mich um und will weiterschlafen, aber im Gegensatz zu sonst (der Mann neidet es mir sehr, dass ich normalerweise die Augen schließe und innerhalb von zehn Sekunden schlafe!!)
 funktioniert das nicht.

2.10 Uhr: Ich gebe auf und lese was.
Es ist ganz schön kalt, vielleicht sollte ich doch mal das Fenster schließen....

3.25 Uhr: Ich bin immer noch wach, habe zwischenzeitlich das Fenster immerhin angelehnt und lese
 nicht mehr, sondern döse vor mich hin. Eigentlich liebe ich es ja sehr, nachts einfach so im Stillen
rumzuliegen und nichts zu müssen, aber langsam wäre schlafen schon mal schön.
Vor allem, weil ich inzwischen Hunger habe - und zwar nicht zu knapp.
Und morgens ja auch aufstehen muss und da wären ein paar mehr Stunden Schlaf als knapp drei
schon ganz nett....

4.10 Uhr: Ich muss wohl eingeschlafen sein, denn ich habe schon wieder ganz viel Quatsch geträumt
 und werde wach, weil die Große ruft. Das passiert etwa zweimal im Jahr, wenn überhaupt, und
 heute wegen ..... tadaaaa: kann nicht schlafen und ganz viel Quatsch geträumt. Hm.
Muss in der Luft liegen. Oder im Mond ;-)

4.50 Uhr: Ich bin wieder im Bett und überlege, ob ich ernsthaft jetzt nochmal schlafen soll.
Für eine knappe Stunde? Das ist bestimmt nicht gut....
Diesmal dauert es aber nicht mal bis zum Ende dieser Überlegung.

5.45 Uhr: Der Wecker klingelt.
Ich hasse diesen Montag jetzt schon.

6.10 Uhr: Ich quäle mich aus dem Bett und wecke die Große, die ihren Wecker immerhin in soweit
wahrgenommen hat, als dass das Licht schon brennt.

6.40 Uhr. Ich erhebe mich widerstrebend von der Küchencouch, wo ich mich bei einer Twitterrunde
 aufgewärmt habe, und wecke das Kleinchen. Sie beschwert sich, sie habe so schlecht geschlafen :-p
Da wir alle tierisch durchhängen, biete ich den Kindern an, sie heute mal zur Schule zu fahren.
Spontane Entspannung an allen Fronten.

7.10 Uhr: Die Kinder frühstücken, ich packe Brotdosen.

7.20 Uhr: Wir verlassen das Haus und ich lade erst die Große am Gymnasium, dann das Kleinchen
an der Grundschule ab. Allerdings erst, nachdem ich die Scheiben von einer amtlichen Schicht Eis
 befreit habe. Immerhin: es ist heute zum ersten Mal erkennbar heller morgens als in den letzten
Wochen. Heureka, es geht aufwärts!


7.50 Uhr: Wieder zuhause, erstmal Frühstück und Zeitung für mich und einen ausgedehnten Plausch
 mit dem Gatten, der heute noch beim Skifahren ist. Er beklagt sich - ratet!? - über "die absolut
beschissenste Nacht seit Menschengedenken". Hah! Also entweder doch der Mond oder ein
besonders krasser Fall von "Hier schläft keiner gut, wenn nicht alle vier in ihren gewohnten Betten
 liegen." Man weiß es nicht *g*

8.30 Uhr: Nach ausgiebiger Dusche fühle ich mich einigermaßen in der Lage, in die Firma zu fahren,
um dem Mann ein wenig der anfallenden Arbeit abzufangen. Irgendeinen Vorteil muss es ja haben,
wenn einer von uns zuhause bleibt ;-)
Ich treffe zeitgleich mit dem Paketdienst und einer Spedition ein, puh.
Schwein gehabt. Letztere knallt mir das Lager allerdings so voll, dass ich Bedenken habe, mittags
 nochmal rauszukommen, ohne klettern zu müssen. Ich bin also eine ganze Weile mit dem Abhaken
 von Lieferscheinen beschäftigt und ein Eisklotz, als ich es endlich mal bis ins Büro schaffe.

10.30 Uhr: Wieder aufgetaut, einen Berg emails abgearbeitet und mehrfach mit dem Mann und
 diversen Kunden telefoniert. Wäre das Telefon nicht, würde ich diesen Job wirklich mögen...
Immerhin schaffe ich es zwischendurch noch, einen Einkaufszettel zu schreiben.

11.30 Uhr: Der Vormittag endet, wie er begann: mit angeliefertem Speditionszeugs.
Nochmal bibbern und kontrollieren, dann halte ich noch ein Schwätzchen mit der Schwiegermama
 und werde promt für den stressigen Vormittag belohnt. Sie hat nämlich Mäuschen gebacken und gibt uns eine ganze Schüssel voll mit nach Hause, yummi!
So sehr ich die anstehende Fastnacht auch hasse, so sehr liebe ich die damit einhergehenden
Mäuschen.... Ungefähr fünf bis sieben esse ich auf der Stelle, denn warm sind sie am
allertollsten. Mittagessen brauche ich heute eher nicht mehr ;-)


12.20 Uhr: Ich war noch schnell das Gröbste einkaufen.
Auf dem Nachhauseweg wollte ich eigentlich ungeplant die Große einsammeln, weil die
früher Schulschluss hat, aber ich erwische sie nicht.
Also verräume ich zuhause schon mal die Einkäufe und lasse die Große, als sie kurz darauf eintrudelt,
wählen, ob wir zum Mittagessen Zucchinisuppe auftauen und zu den Mäuschen essen
oder alternativ Fleischkäse mit Pü, Spinat und Ei.
Das war eigentlich eine sichere Suppenbank, aber völlig überraschend entscheidet sie anders,
dabei isst sie an 99 von 100 Tagen kein Fleisch.
Teenies sind wirklich unberechenbar...

13 Uhr: Wir essen und die Große erzählt von der Schule. Kaum Unterricht momentan, dafür viel
Drogenprävention (kein ursächlicher Zusammenhang, sondern einfach viel Ausfall ;-)
Heute waren eine trockene Alkoholikerin und ein Ex-Cannabis-Abhängiger in der Klasse und haben
 erzählt. Fand sie gut. Sowas gab es früher bei uns gar nicht und man kann wirklich nicht behaupten,
das sei damals nicht nötig gewesen....

13.20 Uhr: Das Kleinchen stößt dazu, freut sich sehr über das Essen und erzählt nun ihrerseits.
Sie muss was singen, wenn am Donnerstag der Prinz in die Schule kommt - also so ein oller
Karnevalstyp (die Worte des Kindes), kein echter - und ist nur so mittelbegeistert darüber.
Passenderweise singt sie aber über "What's that? It's a witch!"und sie ist ja immer noch eine
begeisterte Hexe. Die Kinder lernen übrigens Französisch in der Schule, nicht Englisch.
Wir feilen noch ein wenig an der Aussprache ;-)

14 Uhr: Während die Kinder chillen und dann Hausaufgaben machen, nutze ich die Ruhe für ein
 paar schnelle Nähte an meinen aktuellen Projekten. Im Moment nähe ich ganz viel,
was ich alles noch nicht zeigen darf, aber es macht enorm Spass.


15 Uhr: Die Sonne scheint wie irre durch die Balkontüren und ich würde sooooo gerne raus,
 spazieren gehen. Aber ist nicht drin heute... Morgen dann.
Allerdings offenbart die erste Sonne sei Wochen grauenhafte winterliche Putzdefizite, und so kann
 ich gar nicht anders, als schnell noch die beiden Fenster und die Küchenfronten zu putzen.
Es ist noch keine vier Wochen her, dass das zuletzt passierte, aber das konnte man wirklich
nicht mehr erkennen...

15.30 Uhr: Ich sammle die Kinder zusammen.
Wir holen noch die Freundin der Großen ab und setzen die beiden unterwegs am Fitnessstudio ab.
Dann darf das Kleinchen zu Oma und ich noch mal ein Ründchen ins Büro.
Here we go! Ist aber recht ruhig jetzt, Faschingswoche sei dank....

18 Uhr: Feierabend. Wir sammeln die Große und ihre Freundin wieder ein, liefern letztere zuhause ab
 und sind dann endgültig zuhause für heute. Das Kleinchen inhaliert (das tut sie seit der letzten
 Lungenentzündung im Sommer immer noch konsequent jeden Tag und ist nicht geneigt, es zu
 lassen), die Große duscht und ich lege mal für fünf Minuten die Füße hoch. Anschließend übt das
Kleinchen noch Querflöte, während ich Abendessen mache. Im Anschluss kuscheln wir uns alle
unter die riesige Couchdecke. Wir haben am Wochenende begonnen, "Ich heirate eine Familie"
zu gucken und heute abend gibt es eine weitere Folge für alle.

20.30 Uhr: Das Kleinchen ist im Bett, die Große lernt Spanisch-Vokabeln.
Und da wir gerade eh bei Retro-Filmerlebnissen sind, werde ich jetzt noch "Speed" schauen,
den habe ich gerade beim zappen entdeckt! Mal schauen, wie weit ich komme, bevor mich der
 verpasste Schlaf der vergangenen Nacht aus den Latschen haut. Vielleicht halten mich
Sandra Bullock und Keanu Reeves ja noch ein wenig wach ;-)

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