31. Dezember 2017

Zwischen den Jahren

Komisch, dieser Ausdruck.
Zwischen welchen Jahren denn? Wir sind doch noch im alten.
Wenn schon, dann doch eher "zwischen den Feiertagen", was für mich auch deswegen toll wäre,
weil diese Zeitspanne dann noch ein paar Tage länger ginge,
bis Dreikönig wenigstens oder meinem Geburtstag.


Ich mag diese Tage nämlich fürchterlich gerne, es sind mir fast die liebsten des Jahres und auf
 jeden Fall die liebsten des Winters. Egal ob zuhause oder im Winterurlaub, die totale Entspannung
 der Weihnachtsfeiertage setzt sich nahtlos fort - keine Termine, keine Pläne, Ferien,
süßes Nichtstun. Genau das, was man nach einem langen Jahr braucht.
Diese Tage sind für mich auch nicht emotional oder esoterisch aufgeladen.
Der Jahreswechsel hat für mich keine große Bedeutung, das Rauhnächte-Gewese (das über
40 Jahre fast komplett an mir vorbeiging, über das ich in diesem Jahr aber wirklich an jeder
Ecke stolpere, auch gerne mehrfach!?) überschlafe ich gekonnt und Wäsche wasche ich wie
in jeder anderen Woche des Jahres auch ;-)
Wir sind alle zusammen und leben ein paar Tage entspannt vor uns hin -
mehr braucht es gar nicht, um mich glücklich zu machen...

In diesem Sinne wünsche ich Euch einen entspannten Start ins neue Jahr :-)
Feiert fett, wenn Ihr das mögt und wenn nicht, dann einfach nicht -
wir halten das schon seit Jahren so und es ist immer schön gewesen...
Vielleicht finde ich stattdessen heute abend ja noch ein paar Minuten Zeit für
Okkas feinen Fragebogen, wenn alle anderen schon schlafen -
es wäre mir eine Freude, das neue Jahr damit zu starten.

Macht es Euch nett, wir lesen uns im Januar 🖤

22. Dezember 2017

Weihnachts-Kleinigkeiten

Zu Weihnachten verschenke ich ja gerne, wie neulich schon erwähnt, Kleinigkeiten
an nette Menschen, mit denen ich das Jahr über regelmäßig zu tun hatte -
vorzugsweise entweder etwas zum Verbrauchen wie Gebrannte Mandeln oder etwas Praktisches.
Kein Rumstehkram eben.
Allzu aufwändig soll es dabei natürlich auch nicht werden, eben nur eine klitzekleine Kleinigkeit....


In diesem Jahr bin ich mitten in der Planungsphase genau rechtzeitig über das hübsche Tutorial 
von mamanina gestolpert, war hingerissen - und so gab es in diesem Jahr mal Handwärmer für alle.
Der Winter ließ sich ja auch schon recht usselig an, bevor er überhaupt begonnen hatte.
Kann ja so falsch dann nicht sein ;-)


Ich habe mich für meine Verhältnisse erstaunlich nah an der Anleitung gehalten, meine 
Stoffrestekiste enorm geschmälert und freue mich unheimlich über das Ergebnis. 
Das gelbe Katzenpaar habe ich deswegen auch schnell unauffällig wieder von seiner 
Banderole befreit und in meine Manteltaschen wandern lassen *hüstel*


Die übrigen allerdings habe ich alle ordnungesgemäß mit Gebrauchsanweisung und 
Banderole versehen, eingetütet und größtenteils schon verschenkt.
Beides, Anleitung und Banderolenmaße, gibt es freundlicherweise auch gleich von Nina, 
tausend Dank dafür!


Weitestgehend bin ich jetzt durch mit meiner Weihnachtswerkstatt (und das ist auch gut so, denn ich
plage mich immer noch arg mit meiner Bandscheibengeschichte rum...) nur ein wenig
Selbstgemachtes aus der Küche fehlt noch, das sollte ja doch einigermaßen frisch sein...

Was ich da so angerührt und zusammengenäht habe, das zeige ich Euch aber dann erst im
Januar oder so - Weihnachten kommt ja zuverlässig alle Jahre wieder, da kann man
gar nicht früh genug mit der Planung beginnen ;-)

19. Dezember 2017

Mein insta-Wochenende in Prag

Wie man an dem vielen Grün und dem sommerlich hohen Himmel auf den folgenden Fotos
 (zumindest manchen ;-) unschwer erkennen kann, ist es schon ein Weilchen her, dass wir ein
 sehr, sehr langes Wochenende in Prag verbracht haben.
In den Herbstferien, um genau zu sein...


Unsere diesjährige Alternative zum Schwarzwald, sozusagen ;-)
Auf dem Hinweg machten wir Halt ins Pilsen, das sich wie versprochen als unheimlich pitoreskes
Städtchen beliebt machte. Und mit Kaiserwetter und tollen Biergärten noch dazu.
Was will man mehr?


In Prag waren wir schon mal, ich habe dort nämlich meinen 18. Geburtstag gefeiert.
Naturgemäß war das aber also mitten im dunkelsten Winter und dazu war der
(damals natürlich Noch-Nicht-) Mann ziemlich grippekrank und so erinnerte
ich mich eigentlich an genau .... nichts.
Obwohl, doch: wie ich bar jeder Tschechisch-Kenntnisse (Englisch hatte man damals noch
nicht so *g*) in der Düsternis versuchte, Medikamente, Orangen oder andere Vitamine
aufzutreiben, das erinnere ich noch -  und die Metrostationen mit den ewig langen Rolltreppen
 kamen mir immerhin auch noch vage bekannt vor....


Ansonsten aber begleitete uns diesmal der Dialog "Kannst Du Dich erinnern, dass wir HIER schon mal waren?" -
"Nee, null." unter dem Gegacker der Kinder fast durch die ganze Stadt.
Nur das Gedrängel auf der Karlsbrücke, das fühlte sich vertraut an ;-)


Wir haben also unzählige Kilometer abgerissen, um die Bekanntschaft mit dieser unglaublich
schönen Stadt zu erneuern, haben ein paar rudimentäre tschechische Vokabeln gelernt und mal wieder
 Bekanntschaft mit fremdem Geld gemacht - letzteres finden die Kinder immer wieder aufs Neue
sehr spannend (und ich preise jedesmal die europäische Gemeinschaftswährung, die uns
das hier zuhause, direkt an zwei Grenzen wohnend, im Alltag erspart.
Ich habe wirklich lange genug mit zwei bis drei Geldbeuteln in der Tasche gelebt ;-)


Wir haben schön gewohnt und unfassbar lecker gegessen (Trdelnik! Esst Trdelnik, wenn Ihr in
Prag seid!), sind auf der Moldau mit dem Schiff gefahren und haben sogar ein paar
Sehenswürdigkeiten von innen gesehen. Und der große Regen kam erst, als wir am letzten Abend
vor der Tür zu unserem Appartment standen - dann allerdings begleitete er uns treu und anhänglich
 während der ganzen Rückfahrt bis vor unsere Haustür....

Schön war es in Prag, wir kommen ganz sicher wieder!

18. Dezember 2017

Schnelles Weihnachts-Strickstrick

Eine kuschelige, kleine Decke schwebte mir vor zum Verschenken, am liebsten aus so
 richtig fetter Chunky-Wolle und 25er Nadeln. 


Von dem echten Chunkygarn war ich dann aber schnell wieder weg, denn die Knäuel sind ja 
unfassbar teuer und ich hatte auch ein wenig Sorge, dass so eine Decke insgesamt zu schwer 
werden würde. Man will ja auch nicht ersticken drunter ;-)


Mein Kompromiss waren dann 25er Nadeln und "normales", aber doch sehr fettes Garn, 
das ich mit den Riesennadeln dann einfach sehr locker verstrickte.


Und zwar ganz simpel im Kleinen Perlmuster - das wird schön dick, geht relativ zügig (ich bin ja eine
 notorische Langsamstrickerin) und rollt sich vor allem an den Rändern zuverlässig nicht ein.
Und so strickte ich einfach ein/zwei Wochen lang abends entspannt vor mich hin, 
bis die Wolle alle war....


Herausgekommen ist ein Plaid, wie ich es mir vorgestellt hatte - etwa halb so groß wie eine normale
Decke (aber vermutlich doppelt so warm ;-) Perfekt, um auf der Couch die Beine oder Füße
zuzudecken.... Farblich passt sie übrigens auch perfekt auf unsere Couch, weswegen ich jetzt
schleunigst mal einen Karton suchen und das Schätzchen einpacken werde, bevor ich es mir
etwa nochmal überlege....

Euch allen einen schönen Start in die Vorweihnachtswoche!
Lasst Euch nicht stressen....

13. Dezember 2017

Fladenbrot für alle Tage

Wir sind in der Familie ja alle sehr große Fladenbrot-Fans und so habe ich im Laufe der Jahre schon
 viele Rezepte ausprobiert - nicht zuletzt deshalb, weil ich Spezialistin darin bin, tolle Rezepte zu
 finden und beim nächsten Mal dann ergebnislos von Neuem zu suchen ;-)


Dieses hier allerdings war so überzeugend, dass ich es direkt nach dem ersten Versuch in meine
 Kladde der unverzichtbaren Familienrezepte eingetragen und seither schon 
unzählige Male gebacken habe!

Für zwei Fladenbrote 900 Gramm Mehl und einen Teelöffel Salz in eine Schüssel geben.
Einen Würfel Hefe (oder die entsprechende Menge Trockenhefe) in 600 ml lauwarmem Wasser 
auflösen, zum Mehl geben und mindestens fünf Minuten lang kräftig durchkneten (lassen - 
wenn man häufig Brot backt, ist eine Küchenmaschine eine wirklich sinnvolle Investition, 
denn lange und kräftig kneten macht wirklich viel aus ;-)
Schüssel abdecken und den Teig mindestens eine halbe Stunde lang gehen lassen, 
bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat.

Teig aus der Schüssel nehmen, halbieren und zwei Kugeln formen.
2 EL Hartweizengrieß auf die Arbeitsfläche geben, verteilen und die beiden Kugeln mit den 
Handflächen zu zwei Fladen plattdrücken, etwa zwei/drei Zentimeter dick.
Die beiden Fladen auf ein eingefettetes Blech geben und nochmal zehn Minuten gehen lassen.

Nun mit einem Finger in regelmäßigen Abständen Kuhlen in den Teig drücken.
Ein Ei mit einem Teelöffel Zucker und einem Eßlöffel Olivenöl verquirlen, die Fladen 
damit bestreichen und mit Sesam bestreuen.


Im vorgeheizten Backofen bei 220 Grad Ober-/Unterhitze etwa fünf Minuten lang backen, 
dann den Ofen kurz öffnen, eine halbe Tasse lauwarmes Wasser auf den Ofenboden gießen 
und nochmals etwa fünf Minuten weiterbacken, bis die Fladen eine schöne, 
hellbraune Färbung angenommen hat.
Wer Sorge um seinen Ofen hat, kann auch eine feuerfeste Form mit etwas Wasser auf den
heißen Boden stellen. Das geht genauso gut.

Guten Appetit 

11. Dezember 2017

Stickstick...

Der Dezember schreitet voran und das bedeutet für mich unter anderem auch, 
die Menschen, mit denen ich übers Jahr hinweg in irgendeiner Form nett und vertrauensvoll zusammengearbeitet habe, mit einer hübschen (oder leckeren ;-) Kleinigkeit zu bedenken,
wenn wir uns zum letzten Mal vor dem Fest sehen.


Meist steht der Plan für diese Gaben schon recht lange, aber wenn einen zwischendurch der Geistesblitz trifft, dann muss man halt schnell nochmal ran.
Und zum Beispiel einen schnellen Schlüsselanhänger sticken, wenn man weiß, dass die 
zu Beschenkende demnächst ein Wohnmobil ihr eigen nennen darf, die Glückliche :-))

10. Dezember 2017

Advent, Advent

Oder:
Alle Jahre wieder 

....beschenken die Lieblingsfreundin und ich uns nämlich gegenseitig mit einem Adventskalender.
Ich weiß gar nicht mehr, wann das ursprünglich seinen Anfang nahm, es ist jedenfalls schon 
seeehr, sehr lange her.....


Jung, kinderlos und ohne nennenswerte Verpflichtungen haben wir uns kreativ gnadenlos ausgetobt, 
da steht mir die Freundin nämlich in nichts nach. Eher umgekehrt ;-)
Aber auch mit ein bis fünf Kleinkindern am Hacken haben wir es immer irgendwie hinbekommen.
Nicht immer als Punktlandung, aber fast *g*
Und darauf sind wir ganz schön stolz....


Aber so langsam ist auch das letzte Kleinkind in der Riege gar nicht mehr so klein, 
und deswegen liegen wir inzwischen wieder so richtig gut in der Zeit und konnten unsere Türchen 
schön ordnungsgemäß ab dem 1. Dezember öffnen.


Ich habe in diesem Jahr die Tütchen an einen großen Drahtring gebunden (wobei das Nervigste dabei
eindeutig das Einschlagen der Ösen ins Papier war!) und diesen dann zur Hälfte mit Tannen-
und Kiefernzweigen umwunden (so ein neumodischer Eukalyptus-Tinnef kommt mir nicht
 ins Haus ;-) und mit einer Papiersterngirlande sowie einer kleinen Kerze garniert.
Und da wir ja nun schon den Zehnten haben und die Lieblingsfreundin durchaus klug und
kombinationsbegabt ist, kann ich ja auch den Inhalt verraten, denn sie hat inzwischen sicher
schon selbst herausgefunden, dass in jedem Beutel ein kleines Gewürztütchen steckt ;-)


Und jetzt gehe ich, und öffne das zehntes Türchen an meinem Adventskalender -
der so wunderbar auf meine Küchenfensterbank gleich neben demFrühstückstisch passt,
dass ich geneigt bin, ihn einfach immer da stehen zu lassen....

Euch allen einen gemütlichen zweiten Advent 

5. Dezember 2017

Tagebuchbloggen { 5. Dezember 2017 }

Frau Brüllen fragt das an jedem fünften Tag des Monats und wer mag, schreibt fleißig mit.
Die übrigen WMDEDGT?-Einträge findet Ihr wie immer heute abend hier.

0.15 Uhr: Ich starte einen zweiten Einschlafversuch, nachdem ich um elf nochmal aufgestanden bin.
Die Infusionen, die ich bekomme, enthalten auch Kortison und das pusht mich so derartig, dass ich Bäume ausreißen könnte. Rund um die Uhr ;-)
So habe ich noch ein bisschen Bilder bearbeitet und den Schlaf meiner Lieben bewacht.
Ich liebe das ja, diese absolute Stille im Haus....

5.45 Uhr: Scheint geklappt zu haben mit dem Einschlafen.
Ich habe zwar das Gefühl, die ganze Nacht sehr oberflächlich geschlafen zu haben, bin aber trotzdem
 topfit. Fast schade, dass ich heute zum ersten Mal meine Medikamente in Tablettenform bekomme
 und sie dann über die kommenden beiden Wochen langsam ausschleiche.
Vermutlich falle ich dann um wie gefällt, bis dahin sollte ich alles erledigt haben *g*

6.30 Uhr: Kleine Twitterrunde auf der Couch, danach Frühstück und Pausenbrote für die Kinder.
Die Große hat heute dank Spanischunterricht lange Schule, wenn sie nach Hause kommt, wird es
schon wieder dunkel werden. Um ihr das wenigstens ein bisschen zu versüßen, packe ich ihr
 zu dem dick belegten Bagel auch noch ein Glas Nudelsalat ein.
Anschließend wecke ich das Kleinchen, das dank Adventskalender im Moment einigermaßen flott
aus den Federn kommt. Die Große sitzt schon am Tisch und hat erstaunlich gute Laune dafür, dass
sie heute eine Französischarbeit schreibt. Im letzten Jahr noch das ultimativ gehasste Fach,
 jetzt alles ganz smooth - was ein Lehrerwechsel nicht alles ausmachen kann....

7 Uhr: Das Kleinchen kommt zum Frühstück dazu, ich versenke Brotdosen und Flaschen, schaue
noch schnell drei Seiten Matheblätter nach und organisiere "Ich brauche noch ein rotes Plakat und
 meine Querflöte. Und die Noten!" herbei. Mann und Große verlassen das Haus - Seltenheit,
dass das Kind mal nicht den Bus nimmt!


7.30 Uhr: Kleinchen aus dem Haus, nachdem ich sie ungefähr dreimal ermahnt habe, die sauteure
 Querflöte, die sie im Moment für die Proben zur Adventsfeier braucht, bitte nicht im Bus liegen
zu lassen. Bitte. Nicht.Was für ein Alptraum.
Ich mache mir Frühstück, lese Zeitung mit Adventskerze und schreibe mir eine dringend nötige Liste.
 Wir waren übers Wochenende weg und rückenbedingt ist eh einiges liegengeblieben, was jetzt
dringend angegangen werden muss. Zum Glück halte ich mir den Dezember ja immer frei von allen
vermeidbaren Terminen (in diesem Jahr ist es tatsächlich nur die Adventsfeier der Grundschule, die auf dem Zettel steht, sonst absolut NICHTS. Und die ja auch schon zum letzten Mal.....) und die
 Kleine Werkstatt ist auch schon in der Winterpause, so dass es hoffentlich trotzdem entspannt bleibt.

8.30 Uhr: Als erstes räume ich in der Gartenwohnung mal die dank Nachtprogrammierung saubere
Wäsche in den Trockner und werfe die nächste Ladung an. Dann will ich eigentlich nur rasch die
Nikolausgeschenke einpacken, aber durch das Arbeitszimmer ist ein Playmobil-Orkan gefegt,
so dass ich erst mal eine halbe Stunde lang Fitzelkram in Kisten schmeiße und das ganze Zeug
wieder im Keller verräume. Nächstes Jahr wird das Zeug endgültig sortiert und vor Weihnachten
verkauft, jawoll! Danach noch schnell durchgeputzt und ich erkenne mein(!) Arbeitszimmer wieder.
Wo ich schon mal in den Geschenkekisten krame, nutze ich den frisch gewonnenen Platz,
um Stapel zu bauen und die Geschenke mit meiner Liste abzugleichen. Sieht gut aus, bis auf ein
 bisschen Selbstgemachtes ist alles da. Nur einpacken müsste es noch jemand. So gern ich ja das
 ganze Jahr nach Geschenken gucke und überhaupt schenke, in Sachen Verpacken bin ich
sehr minimalistisch, dem kann ich nämlich wirklich nichts abgewinnen...

10.30 Uhr: Wieder oben erst mal eine Runde lüften und den Inhalt für die Nikolausstiefel verstecken.
Dann verziehe ich mich mit ein bisschen Film-Unterhaltung via iPad ("Sinn und
Sinnlichkeit" heute, einer meiner klassischen Weihnachtsfilme, obwohl Weihnachten darin gar
 nicht vorkommt. Ich bin da nicht so ;-) in die Küche, denn gestern kam die Biokiste und ich
 muss noch ein paar Sachen wegkochen. Gestern abend habe ich schon eine Aubergine gebacken,
die ich jetzt zu Baba Ghanoush verwursten werde und dann wartet die Petersilienwurzelsuppe
für heute mittag noch auf ihre Spinateinlage. Außerdem habe ich gestern in Unkenntnis des
Biokisteninhaltes auch noch Fleisch gekauft, so dass ich jetzt erst mal Hackfleisch durchdrehen
 und Chili für morgen vorkochen werde.
Was erledigt ist, ist erledigt und noch wirkt das Dope ;-)


12.20 Uhr: Mein Film ist aus, Suppe und Auberginen-Creme sind fertig (übrigens die einzige Form,
 in der ich Auberginen gerne esse, das Rezept packe ich die Tage mal ins Blog...), das Chili musste
 warten, weil ich stattdessen lieber schnell noch einen Vanillekipferl-Teig zusammengeknetet habe -
der kann jetzt kühlen, bis wenigstens eins der Kinder zuhause ist.
Die Große wird sie vermutlich eh lieber essen als backen.
Ihr schicke ich übrigens schnell noch ein Foto von dem Paket, das ich eben dem Postmann
abgenommen habe - da hatten sich Mann und Teenietochter vorletztes Wochenende
sportklamottentechnisch ausgetobt und so hat sie was, auf das sie sich freuen kann nachher ;-)
Ich packe mich jetzt jedenfalls noch ein Stündchen mit Buch und einem Pott Suppe auf die Couch, bis das Kleinchen nach Hause kommt, schließlich bin ich offiziell ja krank geschrieben.
Also wäre ich, wenn es da was zu Schreiben gäbe. Aber ich habe ja eh Winterpause ;-)

14 Uhr: Das Kleinchen ist zuhause, hat ebenfalls einen Pott Suppe verputzt und von der Schule
erzählt. Die Querflöte hat auch wieder heimgefunden, hurra! Jetzt liegen wir zusammen auf der
 Couch, wie immer dienstags, wenn die Große erst später kommt. Ich lese ein wenig vor und dann
sondieren wir den dicken Stapel Weihnachtsbücher, den ich heute morgen auch von unten
mitgebracht habe. Das lieben beide Kinder sehr, sich jedes Jahr wieder durch die alten Bücher
 zu blättern.... Sie wissen um jedes einzelne und deshalb ist es heute auch ganz schlimm,
dass "Morgen Findus, wirds was geben" fehlt! Muss ich die Tage wohl nochmal runter ;-) Bis dahin
tut es auch das "Geheimnis der Weihnachtswichtel", das ich ja ganz besonders liebe...

16 Uhr: Das Kleinchen hat Hausaufgaben gemacht und geflötet und ich spontan noch ein Blech
Mandelwölkchen gebacken, weil mir die übrigen Eiweiß von den Vanillekipferl in die Hände fielen.
Ganz romantisch weihnachtlich zwischen Kühlschrank putzen und Schuheinlagen-Termine
 für die Kinder vereinbaren... Jetzt kommt auch das Teeniemädchen nach Hause, für
Dienstagsverhältnisse nur mäßig platt. Auch sie bekommt einen Pott Suppe und verzieht sich mit dem Klamottenpaket und einem Brief von ihrer Freundin, der auch in der Post war, in ihr Bett, es sei ihr
gegönnt. Das Kleinchen und ich widmen uns derweil den Kipferln - sie ein Blech und ich ein Blech.
Diesmal haben wir auch passende Musik und der Duft lockt sogar die Große wieder aus dem Bett.
Allerdings nur so lange, bis ich die Kipferl den geübten Kleinchenhänden überlasse und parallel beginne, das Chili zu kochen. Die Duftmischung ist dann schon sehr ... speziell ;-)


17 Uhr: Drei Bleche Plätzchen stehen zum Auskühlen auf der Anrichte, ansonsten sieht es wieder
einigermaßen manierlich aus in der Küche. Allerdings habe ich jetzt auch echt die Nase voll -
zum Glück muss ich aber auch erst am Freitag wieder kochen, dank der Vorkoch-Orgie gestern
und heute. Und das Abendbrot werde ich heute ganz generös dem Mann und
dem Teenie überlassen...

18.30 Uhr: Mathehausaufgaben kontrolliert, die Kinder dem Stiefelputzen überlassen und schnell
noch ein Brot kaufen gefahren. Als ich zurückkomme, stehen die Stiefel vor der Tür und im Haus
 ist es stockfinster. Die Kinder finde ich im Dunklen hinter dem tiefen Fenster der Großen,
wo sie gerade im Nachbarhaus den Nikolaus entdeckt haben und jetzt dezent eskalieren bei der
 Vorstellung, der könne jetzt auch noch eben rasch zu uns kommen, wo er schon mal da ist.
Tenor: "Das ist gruselig!" (das Kleinchen) und "Ich will nicht, dass irgendwelche Fabelwesen
unser Haus entweihen!" (der Teenie) *gacker* Zum Glück steigt der Nikolaus dann aber
wieder ins Auto und entschwindet - und damit vermutlich auch der klitzekleine Restglaube
 des Kleinchens an seine wahre Existenz. Mit dem Auto, also echt *pffffft*
Die Kinder räumen noch eine Runde auf, das Kleinchen inhaliert dann (das tut sie immer noch
 konsequent jeden Tag, seit sie aus dem Krankenhaus entlassen wurde ;-) und die
Große macht Hausaufgaben.

19 Uhr: Der Mann kommt nach Hause und übernimmt gleich mal das Abendbrot.
Die Große schreibt vor den Nachrichten an ihrem Politik-Blitzlicht (Ich liebe diese Sozi-Lehrerin.
Jede Woche müssen die armen, armen Kinder so eine aktuelle Lage schreiben - ich halte unsere
 Tochter schon für politisch deutlich besser informiert als viele anderen (die Eltern, die Gene ;-)
aber auch sie war noch nie so tief im Thema wie jetzt. Klar, dass sie es hasst *g* Aber es ist
einfach nur super.) Das Kleinchen hat fertig inhaliert und kommt zum Essen.
Tatsächlich fällt ihr erst danach wieder ein, mal nach den Stiefeln vor der Tür zu schauen und
tadaaaaa, tatsächlich sind sie schon gefüllt. Der Nikolaus ist jedes Jahr wirklich gut zu uns,
dass er so früh kommt, dass man nachts entspannt schlafen kann....


20 Uhr: Die Kinder haben ihre Stiefel geplündert und wir haben noch eine unserer Serien
 nachgeholt, die wir am Wochenende verpasst haben. Jetzt verschwindet das Kleinchen im Bett,
die Große sitzt nochmal an den Hausaufgaben und der Mann und ich werden jetzt, in
 Ermangelung eines verfügbaren Pay-TVs, das ChampionsLeague-Rückspiel gegen Paris via die
 11 Freunde-Bar gucken. Besser als nix.
Und später, wenn ich dann wieder nicht schlafen kann, werde ich ein weiteres Fotobuch
 für die Kinder erstellen. Einen Jahrgang haben sie eben geschenkt bekommen, das fanden
sie schon mal ganz super. Fehlen nur noch elf Jahre für die Große und neun für die Kleine....
Aber ich bin dran!

1. Dezember 2017

Freitags-Favoriten XVIII

Jede Woche finde ich beim Stöbern im Internet interessante Dinge - was mich im Laufe der Woche
 beschäftigt, geärgert oder begeistert hat, will ich freitags mit Euch teilen und es gleichzeitig für mich bewahren.
Thematisch gibt es keinen roten Faden und die Links dürfen auch durchaus mal ein wenig abgelagert sein. 

Meine Freitags-Favoriten - heute unter anderem über das Leben mit Teenies,
Finnland, Fußball und mit ganz viel Advents-Stimmung.


Anna schreibt vom Loslassen und Fliegenlassen - sicher der Artikel, der mich diese Woche 
am meisten bewegt hat, schließlich ist unsere Große im selben Alter und spricht in letzter Zeit 
erschreckend oft über einen längeren Auslandsaufenthalt, noch vor dem Übertritt in die Oberstufe. 
Also quasi morgen... Überhaupt mag ich Annas "Teenie Chronicles"-Reihe sehr gerne, 
weil mich und unser Teenie-Mädchen da sehr drin wiederfinde ♥


Ein Blog, dem ich schon sehr lange mit Freuden folge, ist das von Myyrätohtori - 
in "Suomalainen Päiväkirja" erzählt sie von ihrer Familie und ihrem Leben in Finnland 
(und außerdem spielt sie ein tolles Autokennzeichen-Spiel und ist schon bei 287) - 
I like!


und damit das größte Derby-Wunder aller Zeiten verpasste.
Shit happens...


Online-Adventskalender gibt es im Dezember ja an allen Ecken und Enden - nicht zuletzt aus
 Zeitgründen beschränke ich mich auf zwei oder drei, die ich mir Jahr für Jahr anschaue, 
aber vielleicht habt Ihr ja mehr Ambitionen als ich?


Lust, auf noch ein wenig mehr weihnachtliche Lektüre zum Wochenende?
Schon aus dem letzten Jahr, aber immer noch sehr, sehr schön -
das "Sparkling Christmas Blogger Ebook" von Happy Serendipity.


Ja, aber unbedingt, am liebsten gestern!

Euch allen ein gemütliches erstes Adventswochenende 
Nutzt es, der Advent ist kurz in diesem Jahr....