7. September 2017

Start in der Normandie

Heute geht es endlich mal ein bisschen weiter mit den Urlaubsbildern, ja?
Ich fühle mich so herbstlich und leicht angeschlagen heute, da hilft das bestimmt....


Bevor wir die ultimative Entspannung in der Bretagne suchten, waren wir noch ein paar Tage in der Normandie. 
Ursprünglich planten wir eigentlich, gleich zu Beginn die längste Strecke abzureißen und uns dann später 
durch die Normandie zurückzuarbeiten.


Aber sobald wir dann unterwegs sind, kommt es, wie es immer kommt:
Wir suchen den kürzesten Weg zum ersten Meerkontakt ;-))


In unserem Fall war das am dritten Tag das Kreuzfahrtterminal von Le Havre, wo wir gleich mal den aktuell größten Aida-Pott in Augenschein nehmen konnten. Never ever, sage ich (von mir aus könnten wir das ganze Schiffrumgereise ja gerne dauerhaft einstellen, so viele Menschen auf einem Haufen sind für mich einfach das totale Gegenteil von Urlaub *grusel*) - coooooool, schwärmten der Gatte und die Große.
Das Kleinchen, die Diplomatin der Familie, hielt sich mal wieder elegant raus *g*
Trotzdem werden wir für den nächsten Sommer wohl eher wieder ein deutlich kleineres Schiff ansteuern.....


Da es den halblegalen Stellplatz gleich gegenüber der Schiffe scheinbar nicht mehr gab, zogen wir dann aber weiter und schlugen unser Nachtquartier südlich der Pont de Normandie auf, natürlich mit Strandblick...


Die Strände entlang des Ärmelkanals sind oft flach und unfassbar weit,
perfekt zum Wandern oder Radfahren - auch wenn das französische Radwegenetz oft reichlich originell ist.


In den folgenden Tagen bewegten wir uns immer hart entlang der Küste, wenig Sightseeing und 
viel Runterkommen, das hatten wir echt alle nötig.


Mehr Aktionismus kam erst rund um die Landungsstrände auf, denn hier gab es natürlich sehr viel zu besichtigen. 
Auch wenn wir die Gegend vor ein paar Jahren schon mal intensiv bereist hatten, gab es am Wegesrand 
noch reichlich Unbekanntes zu entdecken.


Für geschichtsinteressierte Wesen wie uns wahrlich ein Paradies!
Museen, Bunker und Infostände an jeder Ecke.
Und natürlich immer wieder Meer, Meer, Meer.....




Die Architektur dort oben ist ganz anders als im Süden oder der Bretagne,
 viel filigraner und sehr fachwerklastig.


Das ändert sich allerdings schlagartig, wenn mann den Cotentin quert - dann ist man optisch nämlich schon mitten in der Bretagne, auch wenn die Bewohner die Ähnlichkeit natürlich empört von sich weisen ;-)


Granville ist für mich eine der schönsten Städtchen der Normandie - eine tolle alte Festungsstadt auf einem Felsen, 
mit einem Stellplatz unweit des Leuchtturms und vielen kleinen Häfen.


(Die Top 3 der schönsten Städte sind für mich übrigens neben Granville noch Honfleur (das krasse Gegenteil, eine wahre Fahrwerkperle) und Barfleur ganz im Norden der Halbinsel, wo alle Häuser komplett aus Granit erbaut sind. 
Kann ich alle uneingeschränkt empfehlen!)




Unseren letzten Tag in der Normandie verbrachten wir natürlich, wie sollte es anders sein, am Mont-Saint-Michel. 
So oft waren wir schon dort, aber niemand von uns kann genug davon bekommen....


Diesmal blieben wir nicht über Nacht, weswegen wir nicht die Möglichkeit hatten, wie sonst immer abends 
durch die ruhigen Gassen zu schlendern. Tagsüber allerdings ist dort, zumindest im Sommer, so viel los, 
dass man keinen Fuß auf den Boden bekommt.


Da gab es also nur eines: mal früh aus den Federn und dort sein, bevor die Invasion der Tagestouristen ihren
 Höhepunkt erreicht. Haben wir auch beinahe geschafft...


Es gelang uns nämlich tatsächlich, den Berg einmal zu umrunden und die Spitze zu erklimmen, 
bevor die Ameisenstraßen im Watt immer breiter wurden ;-)


Und auf dem Rückweg erfüllte sich dann ein ganz, ganz großer Wunsch vom Kleinchen:
statt der allgegenwärtigen Shuttlebusse (als wir letztes Mal dort waren, konnte man das Wohnmobil noch unmittelbar neben dem Damm abstellen, sogar zum Übernachten - aber die Zeiten sind wohl endgültig vorbei) suchten wir uns für die gar nicht mal so kurze Rückfahrt eine Pferdekutsche!
Mehr braucht es gar nicht, um unsere Jüngste glücklich zu machen :-)

1 Kommentar:

  1. Ach ich lese so gerne die Urlaubsberichte :-) Vielen Dank.
    Normandie und Bretagne steht auch ganz oben auf unserer Wunschliste, allerdings ist es mit Wohnwagen bestimmt noch ein bißchen anders. Der Mann schwärmt uns immer von seiner "nach-dem-Abi-Reise" nach Mont-Saint-Michel vor, ich fürchte er wird sich sehr erschrecken, immerhin ist es fast 30 Jahre her ;-)
    Lg, Kathi

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Hey, ich freue mich über jeden Kommentar ♥
Leider kann ich Euch momentan die Sicherheitsabfrage mal wieder nicht ersparen, denn ansonsten bin ich den ganzen Tag damit beschäftigt, lästige Spams zu löschen :(
Ich hoffe auf Euer Verständnis.