5. Juli 2017

Tagebuchbloggen { 5. Juli 2017 }

"Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"

Frau Brüllen fragt das an jedem fünften Tag des Monats und wer mag, schreibt fleißig mit.
Die übrigen WMDEDGT?-Einträge findet Ihr ab 18 Uhr hier.
Hier wird das definitiv ein ruhiger Tag.
Wir haben Ferien, es ist Juli und sommerlich heiß, aber inhaltlich könnte es immer noch ein Winter-Tagebuchtag
sein, denn tadaaaaaa.... das Kleinchen ist mal wieder krank :-p

6.19 Uhr: Ich werde von Sonnenschein und Vogelgezwitscher geweckt.
Hach. Wie sehr ich das doch liebe ♥
Ich stelle den Wecker ab, bevor er klingelt, bleibe noch eine ganze Weile liegen und genieße die Stille und den Wind in den Gardinen. Dann stehe ich auf, schließe die Kinderzimmertüren und reiße als erste Amtshandlung alle Fenster und Balkontüren auf, um die frische Morgenluft hereinzulassen.
Es soll heiß werden heute.


7 Uhr: Kleine Nachrichten- und Twitter-Inforunde auf der Küchencouch, danach Kaffee und Müsli am Tisch. Ich habe ein wenig Halsschmerzen, sicher eine Mischung aus den hunderten vorgelesener Seiten in den letzten Tagen und den Bakterien, die das Kleinchen hier so munter rumhustet.
So viel krank wie in den letzten Wochen war ich die ganzen letzten fünf Jahre zusammen nicht, allmählich langt's mir.
Und dem Kleinchen schon längst.

7.30 Uhr: Der Gatte steht auf und bekommt im Bad schnell Gesellschaft von seiner jüngsten Tochter, womit klar ist, dass sie eindeutig heute fitter ist als gestern ;-) Durchgeschlafen UND auf den Beinen! Überhaupt sind wir ganz fürchterlich stolz, dass wir es geschafft haben, dass dieses alienmäßige Rumschleimen diesmal keine Lungenentzündung wurde, sondern nur ein ganz normaler, fieser Husten. Auch wenn wir in den letzten 24 Stunden deswegen zweimal beim Kinderarzt waren, es blieb nur Husten, yeah! Da geht nochmal ein dickes Dankeschön an die Ärzte und Physiotherapeuten im Krankenhaus, welche uns diverse Tipps mit auf den Weg gaben, die uns diesmal eindeutig vorm Schlimmsten bewahrt haben...

8.30 Uhr: Erste Inhalationsrunde des Tages, die erste ist immer die härteste. Also fürs Kind.
Aber auch hier: kein Vergleich zu gestern. Die Große wankt ins Zimmer, irgendjemand hat sie geweckt. Angeblich wir. Kann gar nicht sein *g* Sie verzieht sich nochmal ins Bett und das Kleinchen erholt sich über einem Buch von der Strapaze. Ich schließe Fenster und Türen, dann mache ich mich ans Frühstück. Da die ersten beiden Ferientage wegen Alienschleim und Arztbesuchen eher unentspannt waren, bekommt auch die Große heute mal den Luxus eines Frühstücks ans Bett ;-)

9.30 Uhr: Alle Kinder haben gefrühstückt, die Große quält sich aus dem Bett und organisiert sich per WhatsApp ihren Tag, dann verschwindet sie im Garten - sie will soll heute Rasenmähen und entscheidet sich clevererweise, das zu erledigen, solange es noch kühl ist. Das Kleinchen kruschtelt in seinem Bett herum, nachdem ich noch ein Kapitel vorgelesen habe und ich verziehe mich ein Ründchen in die Kleine Werkstatt. Mir wäre nach einem Kleid.

10 Uhr: Nach dem dritten Papierstau und den damit verbundenen Umbauarbeiten in der Kleinen Werkstatt ("Hintere Klappe öffnen!" *ächz*) ist mein Kleid-Elan schon wieder komplett erloschen.
Wie ich diese Schnitt-Ausdruckerei hasse!! Ich glaube, ich kaufe nur noch Papierschnitte, ich bin echt zu alt für diesen Scheixx.... Stattdessen schnappe ich mir halt einen (fertigen!) Kinderschnitt, lasse das Kleinchen einen Stoff aussuchen und schneide bei ihr auf dem Boden zu.
Bekommt halt sie ein neues Kleid....

11 Uhr: Kleid zugeschnitten, bisschen aufgeräumt, jetzt zweite Inhalationsrunde.
Das Kleinchen darf währenddessen auf dem iPad was gucken.
Ich telefoniere und organisiere beiden Kindern noch kurzfristig einen Termin beim Osteopathen.
Und mir gleich mit, nach der vielen krankheitsbedingten Rumhängerei der letzten Wochen fühle ich mich wie Quasimodo und kann den Kopf kaum noch bewegen.....
Die Große wird um 12 schon abgeholt werden, deswegen macht sie sich jetzt rasch noch einen Salat (ich liebe ja Grünen Salat, hasse es aber, welchen zuzubereiten - zum Glück habe ich da den Mann und die Große, die lieben und machen nämlich beide sensationelle Salate. Immer schön mit Grillkäse, Obst, Hühnchen oder so. Heute Hühnchen ;-)
Ich kümmere mich derweil mal um die Wäsche im kühlen Keller.

13 Uhr: Die Große ist mit ihren Freundinnen in einen vergnüglichen Nachmittag gestartet, das Kleinchen liegt mit ihrem Buch auf dem Balkon und ich verwurste den ersten Garten-Kohlrabi des Jahres zu einem leckeren Mittagessen,
während ich mit dem Gatten telefoniere.
Er kündigt mir einen unseren studentischen Mitarbeiter an, der mit dem großen Wagen eine Fuhre Erde vorbeibringen wird. Das riecht nach Arbeit, aber ich nehme es trotzdem wohlwollend zur Kenntnis. Letzte Woche nämlich gab es hier einen ziemlichen Sturzregen, der nicht nur mal wieder die Gartenwohnung unter Wasser gesetzt, sondern auch einen nicht unerheblichen Krater mitten in unserem Garten hinterlassen hat. Dort befindet sich eines der Bohrlöcher für unsere Wärmepumpe und irgendwie muss es da tief unter der Erde einen ziemlichen Hohlraum geben, denn in den letzten 15 Jahren hatten wir schon mehrere Kraterereignisse - und ich bin wirklich froh, dass da noch niemand drin versunken ist...


14 Uhr: Wir haben gegessen und im Garten türmen sich Erdhügel. Akutes Baustellenfeeling. Egal.
Das Kleinchen und ich verziehen uns erstmal in ihr Bett und lesen eine Runde. Mein Halsweh ist noch kein Stück besser *hmpf* Anschließend setze ich mich an den Schreibtisch und arbeite ein wenig weiter an unseren interaktiven Google Map für den anstehenden Roadtrip.
Es wird, es wird. Anschließend suchen das Kleinchen und ich uns noch (Hör- und normale) Bücher (und über prime reading auch noch ein paar kostenlose Zeitschriften) für den Urlaub aus. Der Gatte hat schon, fehlt nur noch die Große, die muss dann heute abend ran....
Gute Ferienlektüre ist das Wichtigste!

18 Uhr: Da das Kleinchen wieder ziemlich fit war, habe ich uns nachmittags noch spontan etwas Abwechslung gegönnt. Bei Oma gab es ein kühles Zimmer mit der ausrangierten, heisgeliebten Ritterburg der großen Cousins und für mich einen Platz im heißen Büro, aber immerhin direkt gegenüber vom Gatten ;-) Nach drei Stunden Papierkram nacharbeiten habe ich das Kleinchen dann wieder aufgelesen und auf dem Rückweg noch schnell ein paar Brötchen besorgt. Brüllheiß ist es draußen.... Wieder zuhause gibt es nun erst mal eine weitere Inhalationsrunde fürs Kind und eine Maschine fertige Wäsche für mich.

19 Uhr: Zwischenzeitlich habe ich die Große und ihre Freundinnen vom Freibad abgeholt und die beiden anderen Mädels auf ihre Haustüren verteilt. Die Große erzählt kurz ein wenig, dann machen wir Abendbrot. Der Gatte ist noch ein Ründchen Fahrradfahren mit einem Freund, der kommt erst später und wird dann schon gegessen haben.

20.15 Uhr: Wir haben schön draußen gegessen, so ein Sommer ist schon eine phantastische Erfindung :-) Danach gab es ein wenig Galileo und Logo für die Kinder und das Kleinchen hat sich in der Zeit noch einen Eckzahn gezogen. Halleluja - endlich ist das Ding draußen!
Danach ging das Zähneputzen auch gleich viel besser.
Jetzt gibt es noch eine letzte Inhalationsrunde und ein Kapitel Vorlesen fürs Kleinchen, dann ist Feierabend. Die Große duscht, das kann dauern und ich werde nachher noch ganz gechillt den Garten und den Balkon wässern, wenn es ein wenig abgekühlt ist.
Und dann: mit Buch ins Bett, solange es draußen noch hell ist.
Hachz. 

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